Ein Fernsehmoderator fährt für seine billig produzierte Sendung über die schönsten französischen Dörfer dorthin, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. So ein Ort ist Villemolle, ein Dorf, das während dem Besuch aus Paris in Aufruhr ist, soll doch die legendäre Schlacht gegen die Engländer nachgestellt und zum grossen Kultur-Spektakel der Saison werden. Der Moderator trifft auf den dynamischen Bürgermeister, zurückgebliebene Bauern, schiesswütige Polizisten, einen Ökomenschen im Teddybärenkostüm und feministische Künstlerinnen, lernt die Hamsterwurst kennen und möchte so schnell wie möglich die Flucht ergreifen, die ein kosmischer Einschlag allerdings verunmöglicht.
«Villemolle 81» dokumentiert diesen Trip in die Provinz haarsträubend komisch. Der Realfilm des Comicautors Winshluss, der unter seinem richtigen Namen Vincent Paronnaud als Co-Regisseur des fabulös erfolgreichen Trickfilms «Persepolis» tätig war, kostete gerademal 40’000 Euro. Mit dem geringen Budget zeigt sich Winshluss höchst erfinderisch: Er montiert in «Villemolle 81» Stummfilmelemente, Lokal-Fernseheinspielungen und weltgewandtes Laientheater mit viel blutrünstigem Zombie-Horror, allerlei animierten Überraschungen und spielfreudig schauspielernden Comickollegen. Ein ridiküler Film mit dem «Potential zum Trashklassiker», wie ihn Christian Gasser im «Bund» bezeichnet hat, der am Sonntag noch einmal in der Berner Cinématte zu sehen sein wird.







