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Karibikrauschen im Rössli

Von Manuel Gnos am Montag, den 31. Mai 2010, um 12:44 Uhr

Ein fürchterlich verregneter Sonntagabend wars gestern. Die Bad Bonn Kilbi steckte mir noch in den Knochen und die Ohren waren für einen Moment ganz zufrieden mit der Ruhe um sie herum. Doch versprochen ist versprochen und so nahm ich den Weg von der Lorraine in die Reitschule unter die Füsse, um im Rössli dem Auftritt der zehnköpfigen Münchner Band G. Rag Y Los Hermanos Patchekos beizuwohnen.

G.Rag y los Hermanos Patchekos im Rössli der Reitschule Bern, 30. Mai 2010. (Bild Manuel Gnos)

G.Rag y los Hermanos Patchekos im Rössli der Reitschule Bern, 30. Mai 2010. (Bild Manuel Gnos)

Drei Dutzend Leute taten es mir gleich – und waren nach wenigen Minuten froh, dass sie gekommen waren. Denn wenn zehn Bayern sich anschicken, einen beträchtlichen Teil der Volksmusiken dieser Welt für ihr Rumpelorchester einzunehmen, kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Dann hört man auf der Kuhweid das Rauschen der Karibik, das totentrompeten aus New Orleans, das Schmatzen des Sumpfes in Tennesse und das Echo der Blechbläser auf dem Balkan.

Von Beginn weg hatte das Kleinorchester den richtigen Ton getroffen und die kleine Gästeschar nahm dies dankbar an. Im Verlaufe des Konzerts zog die Stimmung an und gegen Ende kam es gar zu wilden, teils höchst erotisierten Tanzszenen im kleinen Lokal mit Ausblick auf den unverwüstlichen Vorplatz. Der Band wurden die Schnapsgläser gereicht, man wünschte sich beste Gesundheit und war froh, an diesem Sonntagabend das traute Heim verlassen zu haben.

Hier können Sie reinhören:

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2 Kommentare zu „Karibikrauschen im Rössli“

  1. Schnapsnase sagt:

    Waren Sie auch erotisiert, Herr Gnos? Zustände wie im Berlin der 20er Jahre…. Tsk.. Ich bin schockiert!

  2. Herr Gnos sagt:

    kann man so nicht sagen. ich pflege, in solchen momenten etwas scheu abseits zu stehen.

    übrigens, werte frau kretz, sind sie hier? soeben bestätigt:
    > Do. 18. Nov 2010
    > Nils Koppruch & Band
    > Cafe Kairo, Bern