«Als habe ich nach einem Rausch, als strahle ich seit gestern Nacht, mein Gesicht nicht mehr zurückgetauscht, in einem zweifelhaften Glanz»: So oder so ähnlich fühle ich mich im Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe. Der Rausch hält an, ein Rausch, den Ja, Panik, diese grossartigste aller deutschsprachigen Bands der Gegenwart, in der Dampfzentrale beschert haben.
Natürlich und auch hier dauerte es ein bisschen länger, bis dieser Rausch erreicht war: Die Band um den Meistertextmontierer Andreas Spechtl startete routiniert in ihr erwartet schweres Auswärtspiel im Nachschlag zu den Aeronauten. Beinahe zu routiniert. Die Fünf nahmen aber an Zug auf – natürlich immer mit stoischer Mine (ausser Spechtl) – und spielten dann, als die Welt bereits uns gehörte, als die Form stimmte, als alles hin war, als der Sänger den Song und den Lügner präsentiert hatte, eine schlicht grossartige Coverversion von John Cales «Fear Is A Man’s Best Friend». Die Band, sie brach hier zusammen, und «The Angst and The Money» – ihr so glorioses aktuelle Album – wurde so schlüssig in diesem Allzeitklassiker zusammengefasst, dass man eigentlich früher auf dieses Lied als Referenzpunkt der Burgenländer hätte kommen können.
Nach diesem magischen Moment stimmten Ja, Panik zum Gospel an: «Ring Them Bells» von Bob Dylan wurde vom zweiten Gitarristen Thomas Schleicher gegeben, die Hände klatschten automatisch mit bei diesem Schlusspunkt eines grossen Konzertes einer Band, die hoffentlich bald diese Welt erobern – und Bern bald wieder bespielen wird.






Ich werde schwach, ABBA könnte auferstehen…
http://entertainment.timesonline.co.uk/tol/arts_and_entertainment/music/article7076415.ece
gute güte!
Die lieben Ja, Panik verkauften gestern ja auch famose Fan-Artikel:
Und um die Geld-Trilogie abzuschliessen, veröffentlichten sie eben eine auf 333 Stücke limitierte Single namens «The Wurst and the Money» auf ihrem Label Nein, Gelassenheit.
hübsch!
war ein solider auftritt von ja panik, ich denke da kann man nicht meckern.
ganz im gegensatz zu den aeronauten. mensch, das war mal eine lieblingsband von mir, habe ich mindestens zehn mal im dachstock, kairo oder mokka gesehen und war immer klasse.
jetzt ist kollege guz irgendwie nur noch ein schatten von sich selber. und bei konzerten immer nur die alten gassenhauer zu warten ist auch nicht so das wahre…
ja, panik waren grosse klasse!
Es war ein Geschenk vom Himmel.
Ich schliesse mich den meinungen zu ja,panik an, möchte allerdings einwerfen, dass mich das elektropiano in einer phase des konzerts doch erheblich gestört hat wegen des fürchterlichen klangs. Der schluss aber war schlicht grandios.
Was die aeronauten angeht noch dies: das konzert gestern fand ich auch mässig. Für mich funktioniert die band einfach nicht auf grossen bühnen. Das ist mir auch im dachstock schon aufgefallen. Deswegen aber den guz gleich abzuschreiben, wäre etwas vorschnell. Was er solo und mit den averells macht oder auch der auftritt mit captain frank im kairo, all das vermag mich sehr zu begeistern.
Das E-Piano war schrecklich, vor allem auch der Orgel-Sound.
da gebe ich dir recht, herr gnos. offenbar spart er sich die guten texte für die GUZ-solo-sachen auf. und songs wie “parisienne people” sind eh klassiker (zumindest in meiner kleinen welt).
Ne, die Orgel finde ich gut, schlecht-gut, meine ich.
Die Kombination war ja sozusagen ein Risiko. Ich hatte eigentlich erwartet, dass Ja, Panik abschiffen nach den Aeronauten. Aber nein, es hat funktioniert.
ich fand aeronauten solide und was halt immer wieder spass macht, ist die spielfreude der band, auch gestern und egal ob grosse oder kleine bühne.
Und an der Kombination fand ich weniger das riskio spanned als vielmehr zwei band an so unterschiedlichen bandbiographischen punkten zu sehen.
und dass das mit dem rausch bei ja, panik etwas gedauert lag meiner meinung nach nicht zuletzt daran, wie sie zu beginn gemischt wurden, nicht so schön.
und apropos aeronauten – von wegen AUCH dexys gehört: ist schon eine meinung zu Der englische Garten zu haben?
[...] Dann übernimmt die Stille als Hidden Track und die stetig wachsende und dringliche und bewegende «Depressionsoper», die die Furcht als besten Freund präsentiert, beginnt von vorne, denn: «Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit». ____________ Ja, Panik spielen am 2. Juni im St. Galler Palace – und besuchen hoffentlich in Bälde wieder Bern. [...]