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Zweierlei Jubiläen

Von Benedikt Sartorius am Montag, den 15. März 2010, um 14:02 Uhr

Am mittlerweile leider vergangenen Wochenende fanden verschiedene Jubiläen statt. Auf zwei sei an dieser Stelle nachträglich hingewiesen:

M.A. NumminenAm Freitag, den 12. März, feierte Mauro Antero Numminen, kurz M.A. Numminen, seinen siebzigsten Geburtstag. Der irrwitzig krächzende Finne mit der famosen Mop-Frisur beglückt in regelmässigen Abständen mit hochskurrilen Büchern («Tango ist meine Leidenschaft» & «Der Kneipenmann») und aber auch Tonträgern. Besonders empfohlen sei die Karriere-Tour-de-Horizon «Dägä Dägä», mit dem subversiven Parlamentariertango, absurden Technocollagen, einem Caruso-Verschnitt, dem Wittgenstein-Trunkelied und natürlich dem unverzichtbaren Lebensmotto, ist doch das wichtigste in unserem Leben schlicht «dägä dägä dägä». Alles Gute in den Norden – und hoffentlich bald einmal wieder in Bern!

Das BonsoirNoch keinen Siebzigsten, sondern den ersten Jahrestag feierte der Club Bonsoir in der Innenstadt. Damals bei der Eröffnung war unsere Sonder-Korrespondentenschaft zugegen, um der vielbeachteten Cluberöffnung beizuwohnen. Heute ist es doch ein wenig ruhiger um den Club geworden, der in den kommenden Monaten mit einem DJ-Auftritt des DFA-Künstlers The Juan MacLean aufwartet, was nichts schlechtes bedeutet: Die Betreiber zeigen sich in der «Berner Zeitung» nämlich «froh, glücklich und zufrieden» mit dem ersten Jahr. In dem Sinne: Bon Anniversaire, Bonsoir!

9 Kommentare zu „Zweierlei Jubiläen“

  1. Herr Sartorius sagt:

    Auch Jubilieren tut die Bahn, die auf den schönsten Berg des Oberlandes führt. Drum, herzlichen Glückwunsch zum Hundertsten, liebe Niesenbahn!

  2. pauli sagt:

    Wunderbares Jubiläen-Tennis!

  3. Herr Gnos sagt:

    nicht wegen eines jubiläums, sondern wegen eines todesfalls bin ich kürzlich auf diese (mir bis anhin völlig unbekannte) band gestossen: http://www.sparklehorse.com/. dort steht geschrieben:

    From the Linkous Family: “It is with great sadness that we share the news that our dear friend and family member, Mark Linkous, took his own life today. We are thankful for his time with us and will hold him forever in our hearts. May his journey be peaceful, happy and free. There’s a heaven and there’s a star for you.” – March 6, 2010

    das zürcher quartett fingerpoke spielte aufgrund dessen bei ihrem auftritt am letzten freitag im café kairo den song “saturday”. ich jedenfalls hab mir dank dessen soeben ein erstes sparklehorse-album bestellt.

  4. Herr Sartorius sagt:

    Zwei meiner Lieblingslieder von Sparklehorse finden Sie hier, werter Herr Gnos.

  5. Herr Sartorius sagt:

    Und natürlich aber auch Fingerpoke olé!

  6. eddie c. palermo sagt:

    herrn numminen habe ich seinerzeit in der dampfere verpasst, aber vor einem jahr auf der dachterrasse des kulturhuset in stockholm gesehen. naiverweise hatte ich angenommen, ein finne verständige sich in schweden auf englisch. weit gefehlt: herr numinen sprach schwedisch, und davon nicht zu wenig. oder zumindest etwas, was die schweden verstanden haben. die musik klang volkstümlich, und das publikum sah auch so aus. lost in translation nur hilfsausdruck.

  7. pauli sagt:

    Ja, Numminen ist ein Sprachengenie. Kennen Sie den Kneipenmann, sein auf Deutsch geschriebener Führer durch die Kneipen Deutschlands? Wunderbar, sag ich Ihnen!

  8. kobi sagt:

    Nur kurz an den Stammtisch:
    Wüstenbuch (Musiktheater von Beat Furrer, inszeniert von Ch. Marthaler) in Basel.
    Phantastisch und nachhaltig!
    http://www.art-tv.ch/5484-0-theater-basel–wuestenbuch.html

  9. signora pergoletti sagt:

    Oh, werter Herr Kobi, das freut mich zu hören, dass es gefallen hat! Gehe mir die Produktion am 27. in Berlin anschauen und bin schon sehr gespannt!