Afghanistan kostet Fr. 1101.-, Burkina Faso Fr. 652.- (verkauft), Mauretanien Fr. 1188.-, Kuwait Fr. 167.- (verkauft), Russland Fr. 10’601.- und die Schweiz Fr. 302.- (verkauft). Diese Preise stammen nicht von einem bizarr verdrehten Monopoly, sondern werden in Bethlehem gemacht. Seit geraumer Zeit logiert dort in Berns Westen die Hochschule der Künste Bern mit ihrer Kunst- und Gestaltungsabteilung an der Fellerstrasse 11. Weil die Räumlichkeiten zurzeit umgebaut werden, konnte die kantonale Kunstkommission ein «Kunst am Bau»-Projekt in Auftrag geben, das mit 550 Quadratmetern zu den grössten Kunstinterventionen dieser Art in der Schweiz gehört.
Der Job ging an Mona Hatoum. Die bekannte palästinensisch-britische Künstlerin verkauft Länder in Form von Neonröhren. Der Preis der Länder respektive Neonröhren setzt sich aus den Material- und Realisationskosten zur Abbildung der Länderumrisse zusammen. Das ganze Projekt kostet 375’000 Franken, wovon zirka die Hälfte des Budgets erwirtschaftet werden muss. Via Website kann man die Länder(umrisse) kaufen. Mein Favorit wäre Kiribati gewesen – ist aber schon verkauft. Besonders würd mich interessieren, wer Libyen gekauft hat (Fr. 1402.-). Vielleicht ein die Kunst liebender Gaddafi-Sohn? Oder der Psychotherapeut von Bundesrat Merz? Oder der Mossad? Keine Ahnung.
Ich aber möchte wissen: Welches Land würden Sie kaufen? Und: Was halten Sie von dieser Kunst-am-Bau?








Sverige (Sweden), så klart!
Oh Herr Pauli, das ist aber eine gemeine Frage. Trotzdem meine Antwort bevor ich den Küchenschurz anziehen muss. Ich mag die Werke von Mona Hatoum. Ich sehe aber nicht ein, wieso in einer Kunstschule für soviel Geld etwas von einer ausländischen Künstlerin genommen wird. Dann fragt es sich auch, wer das überhaupt sehen wird. Vermutlich nur wieder die eh schon geneigten personen wie die Studis und das Lehrpersonal dort etc. Persönlich hätte ich Mickry3, Herrn Raetz, Pier Geering, Virginie Morillo, Leopold Rabus, Pipilotti Rist, Chantal Michel oder so gesehen. Hier, in diesem Zusammenhang, für einmal: Ehret einheimisches Schaffen (aber da waren die Berner ja nie besonders gut drin). Muss jetzt wieder i d Chuchi.
sie erlauben, dass ich sie kurz unterbreche, werte damen und herren. aber unsere holländischen freunde haben grad das album von einem frauen-trio aufgeschaltet, das am 15. april im café kairo spielen wird. hier gehts lang:
http://3voor12.vpro.nl/speler/luisterpaal/43202732#luisterpaal.43202732