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Kulturbeutel 09/10

Von Gisela Feuz am Montag, den 1. März 2010, um 07:00 Uhr

Frau Feuz empfiehlt:
Das Konzert von Triggerfinger am Donnerstag im ISC. Das Trio aus dem belgischen Antwerpen kokettiert nicht mit der Stilbezeichnung «Indie», wie das momentan doch ach so viele Bands tun, sondern nennen ihre Musik ganz einfach «Classical Rock». Die drei Belgier produzieren denn auch klassischen Rock nach alter Schule, sprich: Nicht allzu schnell gespielte, raue, harte, repetitive Riffs dominieren. Freunde von AC/DC und Lenny Kravitz werden bei diesem Konzert auf ihre Kosten kommen.

Fischer empfiehlt:
Die Werkschau der Architekturbereiche der Berner Fachhochschule im Kornhausforum. Am Donnerstag ist Vernissage. Die Ausstellung steht unter dem Motto ‎«Transformationen – Architektur zu Disposition». Und hinter der nicht eben vielsagenden Phrase verbirgt sich eine durchaus interessante Idee: Viele (auch neuere) Bauten in der Schweiz seien nicht mehr zeitgemäss (ob technisch oder bezüglich heutiger Raumbedürfnisse), behaupten die Ausstellungsmacher. Die Studenten präsentieren also Ideen zur baulichen Erneuerung: architektonische Verjüngungskuren.

Signora Pergoletti empfiehlt:
Das Tanzstück «Im Gange» der Compagnie 7Elles, choreographiert von Michael Schulz, weil sie vor etwa zwei Jahren einmal eine Produktion exakt dieser Truppe gesehen hat und richtiggehend begeistert war. Im Tojo, Donnerstag bis Samstag um 20.30 Uhr, am Sonntag um 19 Uhr. Und sie erinnert daran, dass im Schlachthaus die letzte Folge der «Siegenthalers im Seich» zu sehen ist!

Herr Gnos empfiehlt:
Harte, vertrackte Kost mit Pro Pain im Bad Bonn. Ich hab die Band zwar über Jahre hinweg aus den Augen verloren, jedoch beste Erinnerungen an ihr Schaffen Anfang der 90er-Jahre. Mal sehen, was die Herren heute zu bieten haben. Und am Samstag gibts endlich wieder mal einen Auftritt der Berner Helden des Alternative Country. Will heissen: Zeno Tornado & The Boney Google Brothers spielen im Le Beizli.

Herr Sartorius empfiehlt:
Buffalo Collision am Mittwoch in der Turnhalle. Das Quartett vereint zwei Drittel der populären The Bad Plus mit dem Cellisten Hank Roberts und dem freien Saxofonisten Tim Berne. «Wie aber soll man die Musik von Buffalo Collision beschreiben?», fragt die NZZ in einer Konzertkritik und antwortet vage: «Als akustisches Ambient vielleicht oder als vibrierendes Klangkontinuum, das in dynamischen Bögen vorübergehend an Jazz, Blues, Folk oder Kammermusik anklingt.» Item. Wer es dann ruhiger mag, besucht am Freitag noch das Bad Bonn und hört die lichtscheuen The Album Leaf an.

Ron Orp empfiehlt:
Den Besuch der Antikensammlung Bern, denn entgegen ihrem Ruf haben auch Gipsabgüsse ihren Reiz. Als Stärkung gehts dann in das Restaurant Greenhouse. Hat man das gewöhnungsbedürftige Dekor erst ignoriert, lassen sich hier wunderbare Baked Potatoes in allen Varianten verzehren.

2 Kommentare zu „Kulturbeutel 09/10“

  1. johnny leoni

    am donnerstag im freiburger nouveau monde: shearwater, die band von jonathan meiburg (ex-okkervil river) mit ihren warmen atmosphärisch-dichten songs. sowas hören traurige seemänner nachts zum einschlafen.

  2. Pwei

    Freunde von AC/DC und Lenny Kravitz werden bei diesem Konzert auf ihre Kosten kommen.

    Ich würde eher auf Freunde von Queens of the Stone Age bzw. Them Crooked Vultures setzen. Ah ja, Herr Gnos, nehmen Sie ihre Ohrschützer mit, es wird bestimmt brutal laut.