«Aua!» durchfuhr es mich beim Betreten der Ausstellung. Der amerikanische Künstler Oscar Tuazon hat in die gute Stube der Kunsthalle sozusagen einen Rohbau eines anderen Gebäudes hineingezwängt, gewuchtet, gebohrt, eine reduzierte Blockhütte ins Kunstwohnzimmer gedrängt. Und das hübsche Wohnzimmer platzt darob fast. Aber nur fast. Das wirkt archaisch und ein bisschen schmerzhaft. Und es riecht sehr gut, nach Holz.

«Sein Werk attackiert das Gebäude und seinen intendierten Zweck, der sich in der Architektur manifestiert: die alte bürgerliche Idee eines Heims für Kunst, eines Kunstraums, den Gedanken, dass es überhaupt einen Raum für Kunst geben kann. Und natürlich scheitert es trotz seiner Bemühungen.» So heisst es dazu im äusserst interessanten Text zur Ausstellung (aus welchem ich auch gleich den Titel klauen musste).
Perfekt ergänzt, erweitert wird die Ausstellung durch die poetischen, fragmentarischen, feinen Installationen des Schweizers Manuel Burgener, wie Tuazon Anfang Dreissig, der in den unteren Räumen die Decke auf den Boden und das Holz an die Wände zaubert.
Super! Unbedingt ansehen, darin herumsteigen und auf sich wirken lassen! Bis Ende April in der Kunsthalle Bern.







