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Kulturbeutel 05/10

Von Benedikt Sartorius am Montag, den 1. Februar 2010, um 07:00 Uhr

Herr Sartorius empfiehlt:
Der Plattentaufe der ersten Bad-Bonn-Compilation namens «Does Your Cat Know My Dog – Bad Bonn’s Selection For The New Ear» beizuwohnen. Auf der 12inch-Platte mit dem Scherenschneid-Cover von Jad Fair findet sich u.a. der wohl fröhlichste Bonnie ‘Prince’ Billy, den ich je gehört habe, der Stromausfall beim letztjährigen Kilbi-Konzert von Sonic Youth und allerlei Hiesiges ( u.a. Pierre Omer & Combineharvester). Wer dem Samstag-Abend beiwohnt, kriegt Konzerte von Sum Of R, :Take: und Sir Richard Bishop zu hören sowie der Will-Oldham-Männerfreundschaftsfilm «Old Joy» zu sehen. Wer lieber nur die Platte kauft, kann diese beim Label three:four vorbestellen. Des weiteren, am selben Abend, im Dachstock, gastiert Sole, einer der leider wenigen Überlebenden aus dem Anticon-Raplager. Und da der geschätzte Herr Gelb im Café Kairo bereits ausverkauft ist, empfiehlt sich am Dienstag auch ein Besuch bei einem Projekt aus Asien namens FEN (Far East Network), das die Dampfzentrale besucht.

Signora Pergoletti empfiehlt:
«Travellers – zwei Stücke, ein Abend» der Choreographin Salome Schneebeli aus Zürich, Donnerstag bis Samstag im Schlachthaus, auch wegen der Musik, die unter anderem von Martin Gantenbein komponiert wurde, sowie «36 Stunden» nach Ödön von Horvàth, Mittwoch bis Samstag im Tojo, weil Horvàth der Grösste war. (Matto Kämpfs Kinderstück empfiehlt sie dezidiert NICHT, weil sie endlich auch einmal eine Chance haben will, einen Platz zu ergattern!)

Frau Feuz empfiehlt:
Statten Sie doch dem Keller des Café Kairo wieder einmal einen Besuch ab. Das Dienstagabend-Konzert mit Howe Gelb ist zwar bereits ausverkauft, in der Quizshow von und mit Lars Lucky am Mittwoch sollte es aber eigentlich noch Platz haben. Früh da sein und nichts wie losgeknobelt.

Herr Gnos empfiehlt:
Das Gastspiel des Urgesteins Olifr M. Guz mit seinen Averells im Rössli der Reitschule. Sein elektrischer Blues mit deutschen Texten kommt als Punkbastard daher, der neuerdings auch zarte Popzüge trägt und deshalb nur noch mehr verzaubert als sowieso schon. Diesen Donnerstag wieder in Bern zu geniessen. Und wer den grandiosen Howe Gelb trotzdem noch sehen möchte, reist nach Basel, Zürich, Aarau oder St. Gallen.

Fischer empfiehlt:
Den unverwüstlichen Cary Grant im Kino Kunstmuseum, den ganzen Februar über. Zum Anfang gibt’s mal seine Auftritte in Frank Capras ‎«Arsenic and Old Lace‎» (zu gut Deutsch und besser bekannt als ‎«Arsen und Spitzenhäubchen‎») und (blutjung) in ‎«She Done Him Wrong‎» aus dem Jahr 1933. Später folgt dann auch noch Hitchcocks grossartige Räuberklamotte ‎«To Catch a Thief‎» (mit Feuerwerks-Spezialeffekten, wie sie das heutige Hollywood leider nicht mehr kennt).

Ron Orp empfiehlt:
Den Charme der Casa d’Italia an der Bühlstrasse beim gemütlichen Zusammensitzen zu geniessen oder sich das wunderbar-zarte Pferdefleisch der Metzgerei Grunder an der Rathausgasse zu gönnen.
–> Ron Orp – deine tägliche Inspiration

2 Kommentare zu „Kulturbeutel 05/10“

  1. Herr Sartorius

    «To Catch A Thief» ist heute und morgen bereits in der Cinématte zu sehen, wie der Kinoprogramm-Konsultierer gerade festgestellt hat.

  2. Nicolette Kretz

    pssst…. Signora… es gibt noch ein paar Plätze für die “Familie Siegenthaler” am Sonntag um 16h…