Blogs


Anna Aarons Hang zur Aufmüpfigkeit

Von Manuel Gnos am Donnerstag, den 21. Januar 2010, um 16:15 Uhr
Anna Aaron in der Berner Turnhalle. (Bild Manuel Gnos)

Anna Aaron in der Berner Turnhalle. (Bild Manuel Gnos)

Wo wir grad schon beim Progr sind: Ich war gestern Abend am Konzert von Anna Aaron in der Bee-Flat-Turnhalle. Ein freudiges Ereignis, in der Tat! Die junge Basler Sängerin und Pianistin hat ihr Debut bei Two Gentlemen veröffentlich, jenem Label, bei dem auch die Schweizer Singer/Songwriter-Übermutter Sophie Hunger ihre Werke herausbringt.

Das Konzert gestern begann etwas verhalten. Bei den ersten beiden Stücken befürchtete ich, einen Abend lang Zeuge von schöner, aber zu braver Musik werden zu müssen. Doch dann drehte die Dame auf und mit ihr die neue besetzte Begleitband. Letztere war noch etwas verhalten, aber das wird sich mit mehr Spielroutine von alleine ergeben. Einzig die Background-Sängerin vermochte mich nicht sonderlich zu überzeugen.

Wie unser Haus-Journalist Ane Hebeisen richtig geschrieben hat, ist bei Anna Aaron der Hang zur Aufmüpfigkeit die bestimmende Haltung (die auch in den Ansagen immer wieder durchschimmerte). Ihre wandelbare Stimme unterstreicht das in den entsprechenden Passagen mit einer rauen, kratzigen Note, die mich immer wieder an PJ Harvey erinnerte.

Die Musik Aarons ist aber nicht so Rock-lastig wie jene von Harvey, sondern jazzig angehaucht, etwas mehr Blues und fusst in erster Linie im Folk-Genre. Etwas mehr Punk-Attitüde würde der Sache aber gut tun, gefielen doch besonders jene Stücke, in denen der Saitenmann Gitarre statt Bass spielte.

2 Kommentare zu „Anna Aarons Hang zur Aufmüpfigkeit“

  1. Herr Gnos

    das konzert war übrigens sehr gut besucht. die sitzplätze waren restlos besetzt, im stehplatzbereich wars aber angenehm.

  2. Herr Gnos

    werte leserinnen und leser, was sagen sie zu diesem quartett?
    http://pitchfork.com/news/37601-rising-dum-dum-girls/