
Das hier ist ein geflochtenes Pferd und hängt am Kirchturm der katholischen Kirche in Wabern bei Bern. Rudolf Steiner und Barbara Meyer Cesta von «Haus am Gern» sind für diese Installation verantwortlich.
Das Ross des Künstlerpaars ist Teil von Artpicnic, einer drei Kilometer langen Kunst-Wegstrecke zwischen Eichholz und Gurten mit zahlreichen Performances und Installationen von über 40 Kulturtäterinnen und –täter aus dem In- und Ausland.
Für Wabern ist Artpicnic sicherlich ein Glücksfall. Denn diese nationale Kunstgrossproduktion mit vielen klingenden Namen könnte dem Besucher dabei helfen, der Gemeinde doch ein etwas höheres Kunstverständnis zu attestieren als er dies aufgrund der schrecklichen, in Metall gefrästen historischen Ortsnamen entlang des Mittelstreifens tun würde.
Vernissage ist am kommenden Freitag, 9. Mai, um 17.30 Uhr im Eichholz. Die Ausstellung dauert bis am 6. Juli 2008. Umfassende Infos gibt es hier.






Und schon scheiden sich die Geister…
in wabern aufgewachsen wundert mich der widerstand überhaupt nicht – eher die gelassenheit kuchens. dieser kirchturm ist mit abstand einer der grässlichsten in der stadt – etwas pferd tut ihm gut.
Etwas Pferd tut ihm gut – ha! Sehr lustig. Vielleicht wird ja künftig auch im Gesundheitszentrum im Progr ‘etwas Pferd’ verschrieben, wer weiss.
In der Tat, Frau Götti. Doch scheint mir diese Aktion schon einiges lustiger, sinnvoller oder wie auch immer als das unsägliche “Fallada” (schon nur der Kalauer…).
Aber auch hier: Ein Pferd hängt am Turm. Na und? Dann erfährt man: Es ist das Pferd Münchhausens. Das ist gut und recht. Aber dann, weitere Fragen: Was macht Münchhausen in Wabern? Was bedeutet es, dass das Pferd am Turm und am Kreuz hängt?
Ich weiss nicht recht, ob die Künstlerin und der Künstler sich solche Fragen gestellt haben (deshalb weiss ich eben auch nicht, ob das lustig, sinnvoll oder was auch immer sein soll). Für mein Kunstverständnis ist die Frage nach dem Sinn aber unverzichtbar.
Ein Hoch nicht nur auf das Pferd, sondern auch auf die Verantwortlichen der katholische Kirche in Wabern. Denn die haben diesem Pferdehängen ja sicherlich zugestimmt und haben – so denke ich Herr Lich – schon noch mehr Hintergrundinfos erhalten damit sie zu diesem umstrittenen JA gelangten.
sie sehen das alle ganz falsch: das ist nicht ein pferd am kirchturm, sondern ein kirchturm am pferd. aber weil die den kirchturm nicht schön mittig auf dem pferd befestigt haben, hat es das arme tier dabei aufgestellt.
p.s. falls das pferd notgeschlachtet werden müsste, wär ich dankbarer abnehmer – jetzt wo die grillsaison endlich lanciert ist!
pferd auf heisser kohle? wo? wo? ich komme! etwas pferd tut auch mir manchmal gut…
Oder ist das Ganze amänd eine Aktion der BEA Pferd?
an der bea bin ich pferden begegnet, die bei der montage des kirchturms (gemäss herrn gnos) stoisch stehen geblieben wären (brabanter, wenn ich mich recht erinnere).
Künstler und Künstlerinnen sind auch nur Menschen, und Strengen denkt ja bekanntlich an. Endlich richten sich die Blicke gen’ Himmel Herrgott, was will Kunst denn mehr? Deshalb sollte der Gaul nach der EURO 08 unbedingt an Herrn Tschäppäts Turm hängen!