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	<title>Hugo Stamm &#187; Scientology</title>
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		<title>Wo überall wühlt Scientology?</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 09:19:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hugostamm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scientology]]></category>

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		<description><![CDATA[In Frankreich ereignen sich in diesen Tagen wunderliche Geschichten. Einerseits engagiert sich unser westlicher Nachbar im Kampf gegen Sekten wie kein anderes Land in Europa, gleichzeitig änderte das Justizministerium ein Gesetz, sodass Scientology vor der Zwangsauflösung geschützt ist. Seither verstehen die Franzosen die Welt nicht mehr, die Spekulationen schiessen ins Kraut. Hat Scientology etwa Kanäle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Frankreich ereignen sich in diesen Tagen wunderliche Geschichten. Einerseits engagiert sich unser westlicher Nachbar im Kampf gegen Sekten wie kein anderes Land in Europa, gleichzeitig änderte das Justizministerium ein Gesetz, sodass Scientology vor der Zwangsauflösung geschützt ist.</p>
<p>Seither verstehen die Franzosen die Welt nicht mehr, die Spekulationen schiessen ins Kraut. Hat Scientology etwa Kanäle bis ins Justizministerium? Spielt gar Präsident Nicolas Sarkozy bei den rätselhaften Vorgängen eine Rolle? Sicher ist nur, dass Frankreich den Verschwörungstheoretikern handfeste Argumente liefert.</p>
<p>Angeheizt werden die Spekulationen von einem Video auf Youtube. Es zeigt den französischen Staatspräsidenten bei einem privaten Besuch von Tom Cruise im Jahr 2004.</p>
<p>Der Hollywoodstar ist das Aushängeschild der Sekte, aber auch ein hochrangiger Funktionär von Scientology und deren wertvollster Botschafter. So hat Cruise schon manche Präsidentenhand geschüttelt. Ausserdem nutzt der Schauspieler jede Gelegenheit, für Scientology zu werben. Nun rätselt Frankreich, ob sein Präsident auch in dieser Angelegenheit eine Rolle spielt. Regierungssprecher sagen, das Treffen mit Cruise habe nichts mit Scientology zu tun gehabt.</p>
<p>Bandenmässiger Betrug?<br />
Konkret geht es um einen Prozess gegen sechs Führungskräfte der Sekte in Paris. Ihnen wird vorgeworfen, Anhänger betrogen, übervorteilt und psychisch unter Druck gesetzt zu haben. Als die Staatsanwältin Mitte Juni dieses Jahres den Antrag stellte, Scientology wegen bandenmässig organisierten Betrugs zu verbieten, waren die Angeklagten geschockt. Sie sprachen von einem Ketzerverfahren und befürchteten das Ende ihrer Organisation in Frankreich. Das Urteil wird am 27. Oktober erwartet. Zu einem Verbot der Sekte wird es allerdings nicht kommen. Das Justizministerium ist der Sekte kurz vor Prozessbeginn zu Hilfe geeilt, wie erst in diesen Tagen bekannt wurde.</p>
<p>Seither wird in Frankreich spekuliert, ob es ein absichtlicher oder fahrlässiger Akt der Regierung war. Um Strafverfahren zu vereinfachen, hatte sie ein Gesetz gestrichen, das die Auflösung von Firmen und Vereinigungen forderte, die wegen Betrug verurteilt worden sind.</p>
<p>Erstaunlich ist, dass die Gesetzesänderung Mitte Mai Senat und Nationalversammlung diskussionslos passiert hat. Die Konsequenzen der Revision wurden erst jetzt im Zusammenhang mit dem Scientology -Prozess bewusst.</p>
<p>Lücke schliessen<br />
Heute reiben sich Ministerium und Abgeordnete verwundert die Augen. Es ist nicht einmal klar, wer die Änderung veranlasst hat. Verschiedene Abgeordnete zeigten sich bestürzt. Der Sprecher der kommunistischen Fraktion ist überzeugt, dass Scientology ins Justizministerium infiltrierte, und verlangt eine Untersuchung.</p>
<p>Die neue Justizministerin Michèle Alliot-Marie hat inzwischen versprochen, die Gesetzeslücke rasch zu schliessen. Doch die Sekte wird durch die Maschen schlüpfen, denn das geplante neue Gesetz wird nicht rückwirkend gelten.</p>
<p>Die Vorfälle in Frankreich erinnern in fataler Weise an Vorgänge in den USA. In den 1990-er Jahren legten sich Hubbards Kolonnen mit den Steuerbehörden IRS der USA an, um die Steuerfreiheit zu erzwingen. Dabei wendete die Sekte erstaunliche Methoden an. Der Slogan: „Wir widmen uns dem wahren Krieg.“ Mit in den „Krieg“ einbezogen wurde auch Interpol. Scientology führte jahrelang eine Schmutzkampagne, welche selbst die mächtigen Organisationen in die Knie zwang. „Interpol diente schon im Dritten Reich als gnadenloser Helfershelfer in der Verfolgung von Juden, Zigeunern und Regimegegner“, schrieb Scientology in einer ihrer Zeitschriften.</p>
<p>Scientology hatte den damaligen Interpolchef Raymond Kendall unter Druck gesetzt. Die Sekte veröffentlichte ein Bild, auf dem Kendall dem ehemaligen Panama-Regierungschef Noriega die höchste Interpol-Auszeichnung im Kampf gegen den Drogenhandel überreichte. Peinlich dabei: Noriega wurde später wegen Drogendelikten ins Gefängnis geschickt.</p>
<p>Scientology gewann auch den Krieg gegen IRS. Jahrelang sammelten die Sektenanhänger persönliche Daten und Unterlagen über IRS-Beamte. In grossen Inseraten forderte Scientology die Bürger auf, ihre negative Erfahrungen mit den Behörden zu melden. Anschliessend publizierten die Scientologen die Sünden der Beamten in grossen Zeitungen und nannten sie namentlich. Und siehe da: Scientology erhielt die Steuerfreiheit und spart seither Millionen.</p>
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		<title>Scientologen am Ball</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 16:24:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hugostamm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scientology]]></category>

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		<description><![CDATA[Scientology ist Europameister im Trittbrettfahren. Dutzende von Sektenanh&#228;ngern sind in den Fanmeilen unterwegs, um Brosch&#252;ren zu verteilen und neue Mitglieder anzuwerben. Es werde die gr&#246;sste Kampagne, &#171;die wir je in der Schweiz oder sogar in Europa hatten&#187;, schreibt Scientology Z&#252;rich in einem Brief an ihre Mitglieder. Und erwartet von ihnen, dass sie 250 Franken oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Scientology ist Europameister im Trittbrettfahren. Dutzende von Sektenanh&#228;ngern sind in den Fanmeilen unterwegs, um Brosch&#252;ren zu verteilen und neue Mitglieder anzuwerben. Es werde die gr&#246;sste Kampagne, &#171;die wir je in der Schweiz oder sogar in Europa hatten&#187;, schreibt Scientology Z&#252;rich in einem Brief an ihre Mitglieder. Und erwartet von ihnen, dass sie 250 Franken oder mehr f&#252;r die Aktion spenden.</p>
<p>Um den Feldzug vorzubereiten, wurden &#171;Euro-Meetings&#187; organisiert. Dabei ging es um &#171;Briefings mit anschliessendem Drilling&#187;. Das Motto: &#171;Ein historischer Ort f&#252;r einen historischen Event. Der endg&#252;ltige Call-to-Arms an alle Schweizer Scientologen.&#187; Frei &#252;bersetzt: An die Waffen! Die Einladungskarte tr&#228;gt den Titel &#171;Clear Schweiz&#187;, also kl&#228;ren wir die Schweiz. Die Scientologen wollen eine Million Brosch&#252;ren mit dem Titel &#171;Der Weg zum Gl&#252;cklichsein&#187; verteilen. Dabei handelt es sich um einen &#171;Leitfaden zu besserem Leben&#187; des Scientology -Gr&#252;nders Ron Hubbard.</p>
<p>In der Brosch&#252;re findet sich kein Hinweis auf Scientology , daf&#252;r enth&#228;lt es einen Spielplan. Das Ziel der Missionskampagne ist unmissverst&#228;ndlich: &#171;Es ist d i e Gelegenheit, tausende B&#252;cher zu verkaufen und unsere Orgs ( Scientology -Zentren, die Red.) mit neuen Leuten zu f&#252;llen und ein gutes St&#252;ck in Richtung ideale Org zu gehen&#187;, heisst es im Brief an die Z&#252;rcher Scientologen. Doch es ist verboten, auf &#246;ffentlichem Grund B&#252;cher zu verkaufen. Sie wenden ein, die Hubbard-Werke den neuen Kunden erst im Zentrum schmackhaft zu machen. Doch auch damit benutzen sie den &#246;ffentlichen Grund indirekt als Verkaufsfl&#228;che. (Dieser Artikel erschien auch im TA.)</p>
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		<title>Tom Cruise &#8211; Freiheitsheld in Goebbels-Pose</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 21:35:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hugostamm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scientology]]></category>

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		<description><![CDATA[Tom Cruise ist ein Paradebeispiel daf&#252;r, wie jahrelange Indiktrination Menschen ver&#228;ndert und in eine Gegenwelt entf&#252;hrt. Als Beispiel f&#252;ge ich den artikel an, den ich heute im Tages-Anzeiger ver&#246;ffentlicht habe. Die Gehirnw&#228;scher aus Hollywood&#187;, titelte die &#171;S&#252;ddeutsche Zeitung&#187; vergangene Woche. Die &#220;berschrift signalisiert, dass die Filmwelt aus den Fugen geraten ist. In Wirklichkeit ist alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tom Cruise ist ein Paradebeispiel daf&#252;r, wie jahrelange Indiktrination Menschen ver&#228;ndert und in eine Gegenwelt entf&#252;hrt. Als Beispiel f&#252;ge ich den artikel an, den ich heute im Tages-Anzeiger ver&#246;ffentlicht habe.</p>
<p>Die Gehirnw&#228;scher aus Hollywood&#187;, titelte die &#171;S&#252;ddeutsche Zeitung&#187; vergangene Woche. Die &#220;berschrift signalisiert, dass die Filmwelt aus den Fugen geraten ist. In Wirklichkeit ist alles viel schlimmer: Der Film &#171;Walk&#252;re&#187;, in dem der 45-j&#228;hrige Scientologe Tom Cruise den Hitler-Attent&#228;ter Graf von Stauffenberg spielt, spaltet Deutschland. (Der Film l&#228;uft im Sommer an.) Nun liegen sich Politiker, Historiker, K&#252;nstler und Medienschaffende in den Haaren. Dabei geht es um die einfache Frage: Darf das &#171;gehirngewaschene&#187; Sektenmitglied Cruise den Freiheitsk&#228;mpfer Stauffenberg geben?</p>
<p>An der Frage beissen sich die Deutschen mit fl&#228;chendeckender medialer Begleitung die Z&#228;hne aus. Der &#171;Stern&#187; hievte Cruise auf den Titel, sogar die vornehme &#171;Zeit&#187; &#246;ffnete ihre Spalten.</p>
<p>Die Scientologen freuts ungemein. Dank Cruise hat die Sekte den Aufstieg in die Championsleague geschafft. Ein Traum f&#252;r die Hubbard-Truppe, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Deutschland f&#252;r die Scientologen zu erobern. Mit Cruise zieht ein wenig Hollywood-Glamour in die spartanischen Kursr&#228;ume von Hubbards Arbeitskolonnen ein. Soll da einer noch sagen, Scientology sei eine Sekte.</p>
<p>Tom Cruise ist f&#252;r Scientology wie ein Sechser im Lotto. Die Psychosekte hat allerdings hart f&#252;r den Volltreffer gearbeitet und Millionen in ein Promi-Projekt investiert. In Hollywood f&#252;hren sie ein mond&#228;nes Zentrum, um den Stars den Puls f&#252;hlen zu k&#246;nnen. So gingen Hubbards Missionskolonnen mehrere Kinohelden ins Netz.</p>
<p>Seit der Trennung von Nicole Kidman spielt Cruise mit heiligem Eifer den Scientology-Botschafter und l&#246;ste John Travolta ab. Cruise l&#228;sst keine Gelegenheit aus, sich mit dem ganzen Gewicht seiner Prominenz f&#252;r die amerikanische Bewegung ins Zeug zu legen. Bei den Dreharbeiten zum Film &#171;Krieg der Welten&#187; sponserte der Schauspieler ein Scientology-Zelt, in dem die gesamte Filmcrew von &#171;ehrenamtlichen Geistlichen&#187; betreut wurde und eine Einf&#252;hrung in die Geheimnisse der Sekte &#252;ber sich ergehen lassen musste. Die Macht des Scientologen Cruise geht so weit, dass Regisseur Steven Spielberg die PR-Aktion dulden musste. Ausserdem nahmen etwa 20 Manager des Filmverleihs United International Pictures mehr oder weniger freiwillig an einer F&#252;hrung durch das Scientology-Zentrum in Los Angeles teil. In Hollywood will es niemand mit dem m&#228;chtigen Cruise verderben. Alle bangen um Rollen und Jobs.</p>
<p>Zur&#252;ck nach Deutschland. Cruise spaltete die geistige Elite, als er letzten Herbst f&#252;r die Dreharbeiten zum Film &#252;ber den Hitler-Attent&#228;ter in Berlin weilte. Boulevardmedien feierten den Star, und Promis standen Schlange, um ihm die Hand zu sch&#252;tteln. Unter ihnen der Berliner B&#252;rgermeister Klaus Wowereit. Als Cruise dann vom Burda-Verlag den Bambi-Preis f&#252;r besonderen Mut erhielt, wurde es manchen doch mulmig.</p>
<p>Nicht so Frank Schirrmacher, Herausgeber der &#171;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&#187;. Er f&#252;hlte sich geehrt, die Laudatio auf Cruise halten zu d&#252;rfen. Prompt titelte seine Zeitung: &#171;Deutschlands Hoffnung heisst Tom Cruise &#187;. &#171;Bild&#187; hingegen schlug einen Salto und hielt in grossen Lettern fest: &#171;Tom Cruise jetzt v&#246;llig durchgeknallt.&#187; Grund: &#171;seine irre Rede bei der Bambi-Verleihung&#187;. Cruise quittierte Schirrmachers Lobrede mit dem Ausruf: &#171;Es lebe das heilige Deutschland.&#187;</p>
<p>Die Schmierenkom&#246;die torkelte von H&#246;hepunkt zu H&#246;hepunkt. Ein klares Zeichen setzten einzig die Innenminister, die in dieser Zeit den Beschluss fassten, ein Verbot von Scientology zu pr&#252;fen.</p>
<p>Doch es kam noch dicker. Im Internet tauchte pl&#246;tzlich ein Video auf, das Cruise an einer Scientology-Veranstaltung in der Pose eines Diktators zeigt. In seiner kruden Rede rief Cruise im besten Scientology-Jargon: &#171;We clean this place up&#187;, was nach scientologischer Ideologie und hubbardschem Machtverst&#228;ndnis nur eines bedeuten kann: &#171;Wir wollen die Welt s&#228;ubern&#187;. ZDF-Historiker Guido Knopp kommentierte: &#171;Tom Cruise tritt wie Goebbels auf.&#187;</p>
<p>Und dieser Tom Cruise spielt nun den Hitler-Attent&#228;ter Stauffenberg. So real kann nur die Wirklichkeit Satiren schreiben. Das Lachen ist aber den meisten Deutschen vergangen.</p>
<p>F&#252;r die deutschen Scientologen ist es ein Triumph sondergleichen, dass ihr Superheld Cruise den Hitler-Attent&#228;ter spielt. So ist Cruise nicht nur der Hauptdarsteller, er ist auch Produzent des Films. Nicht zuf&#228;llig, denn Deutschland ist das einzige Land, das vor der Sekte noch nicht kapituliert hat. Die eigenen geschichtlichen Erfahrungen haben unsern Nachbarn f&#252;r totalit&#228;re Systeme, wie Scientology eines verk&#246;rpert, sensibilisiert.</p>
<p>Darf Cruise also den Hitler-Attent&#228;ter spielen? Halten wir fest: Cruise ist durch und durch Scientologe. Er benutzt seine Popularit&#228;t als Hollywoodstar, um f&#252;r die Sekte zu werben. Er vermischt die Rollen als Scientologe und Schauspieler. Ausserdem tritt er als Botschafter der Sekte auf. Man darf gar die Aussage wagen: Er ist zuerst Scientologe und dann Schauspieler. Als Scientologe glaubt er, ein Genie und ein unsterbliches Wesen zu werden. Als Schauspieler bewegt er sich &#171;lediglich&#187; auf dem verg&#228;nglichen weltlichen Parkett.</p>
<p>Trotzdem darf Cruise nat&#252;rlich jede beliebige Rolle spielen, auch den Stauffenberg. Die Frage lautet vielmehr: Ist das sinnvoll? Ist er als Freiheitsk&#228;mpfer glaubw&#252;rdig?</p>
<p>Nach den Auseinandersetzungen k&#246;nnen informierte Kinobesucher nicht mehr unbelastet Cruise in &#171;Walk&#252;re&#187; bewundern. Sie werden permanent daran erinnert, dass er ein gl&#252;hender Missionar einer totalit&#228;ren Organisation ist. Hinter dem Freiheitsk&#228;mpfer Stauffenberg wird stets die Sektenfratze hervorgucken, denn Cruise steht das Sektenstigma ins Gesicht geschrieben. Damit hat sich Cruise selbst als Stauffenberg unm&#246;glich gemacht.</p>
<p>Allerdings treffen diese Aussagen nur auf Deutschland und Teile Europas zu, denn in den sektenfreundlichen USA wird Scientology weit gehend als Kirche betrachtet. Das k&#252;mmert Cruise wenig. Hauptsache, er kann das verhasste Deutschland in Aufruhr versetzen.</p>
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		<title>Hubbards Superwelt</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jun 2006 23:57:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hugostamm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scientology]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin erstaunt &#252;ber das grosse Interesse an Scientology. Ich dachte, die Diskussion &#252;ber die Gruppe sei ersch&#246;pft. (Ich habe vor 25 Jahren ein Buch &#252;ber Scientology geschrieben und wohl &#252;ber 100 Artikel dazu ver&#246;ffentlicht.) Nun, wenn dem nicht so ist, liefere ich gern einen weiteren Beitrag. Martin Schmid stellt in seinem intelligenten Beitrag gute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin erstaunt &#252;ber das grosse Interesse an Scientology. Ich dachte, die Diskussion &#252;ber die Gruppe sei ersch&#246;pft. (Ich habe vor 25 Jahren ein Buch &#252;ber Scientology geschrieben und wohl &#252;ber 100 Artikel dazu ver&#246;ffentlicht.) Nun, wenn dem nicht so ist, liefere ich gern einen weiteren Beitrag.</p>
<p>Martin Schmid stellt in seinem intelligenten Beitrag gute Fragen. Nur: Wer die B&#252;cher von Hubbard und viele Kursunterlagen gelesen hat, erkennt rasch, dass da kein philosophisches, anthropologisches oder entwicklungspsychologisches Konzept dahinter steht. Man tut Hubbard und den Scientologen zu viel Ehre an, wenn man nach Tiefgr&#252;ndigem sucht. Vielmehr ist seine Lehre ein Sammelsurium aus Science fiction, trivialen Weltanschauungen, unvergorenen psychologischen, philosophischen und pseudowissenschaftlichen Ansichten. Vieles hat Hubbard abgekupfert.</p>
<p>Und vielleicht das Schlimmste: Viele &#8222;Erkenntnisse&#8220; stammen aus den 1950-er und 1960-er Jahren. (Beispielsweise Atomphysik) Diese sind inzwischen l&#228;ngst &#252;berholt. Doch weil Hubbard bei den Scientologen als unfehlbar gilt, werden seine &#8222;Weisheiten&#8220; nicht korrigiert, sondern wortgetreu &#252;bernommen. Das f&#252;hrt zu eigenartigen Weltansichten und Weltanschauungen. Und dokumentiert die Autorit&#228;tsgl&#228;ubigkeit und die blinde Verehrung.</p>
<p>So wird denn in den Scientology-Brosch&#252;ren heute noch meist in der Gegenwart von Hubbard geschrieben, als weile er immer noch leibhaftig unter uns. Dabei ist er vor 20 Jahren unter mysteri&#246;sen Umst&#228;nden gestorben. Und in allen gr&#246;sseren Scientology-Zentren der Welt ist ein B&#252;ro f&#252;r Hubbard eingerichtet, als sei sein Geist dort anwesend. Die zweite Idee dahinter: Er kann sofort in seiner gewohnten Umgebung weiterarbeiten, wenn er denn wieder kommt&#8230;</p>
<p>Dass man Hubbard als &#8222;Denker&#8220; oder Religionsgr&#252;nder kaum ernst nehmen kann, zeigt seine Vorstellung vom Ursprung des Menschen. Dazu ein Auszug aus einem der vielen Scientology-Werke. (Wenn Hubbard eine Qualit&#228;t hatte, dann sicher die des Schnelldenker und Schnellschreiber. Es ist wirklich unglaublich, was er alles zu Papier gebracht hat. Doch leider ist vieles wirr und absurd.)</p>
<p>&#8222;Vor 35 Billionen Jahren l&#246;ste ein b&#246;ser F&#252;rst namens Xenn das Problem der &#220;berbev&#246;lkerung auf einem andern Planeten, in dem er zwei Billionen Thetanen (Anmerkung: scientologischer Begriff f&#252;r Seele) zur Erde brachte, die zu jener Zeit als Teegeack bekannt waren. Er stopfte sie in Wasserstoffbomben, die er in einem Vulkankrater explodieren liess. Durch die Explosion wurden die Thetanen, an elektrische Kabel angeschlossen, bis hoch in den Himmel geschleudert. Dann wurde ihnen die R6-Bank eingepr&#228;gt, sie wurden in ein Flugzeug geladen und wieder auf die Erde geworfen. Schreckliches Unheil ereilte jeden, der diesen Komplott aufzudecken versuchte, bis uns die Aufkl&#228;rung gelang. Ron (Anmerkung: f&#252;r Ron Hubbard) w&#228;re fast selbst elend zu Grunde gegangen.; doch irgendwie &#252;berlebte er (Anmerkung: vor 35 Billionen Jahren), allerdings v&#246;llig zerschlagen. Xenn wurde f&#252;r sein Verbrechen bestraft, indem er in eine elektrisch geladene Kiste eingesperrt wurde, die in einem Berg im Westen des nordamerikanischen Kontinentes versteckt worden ist. Dort befindet er sich noch heute.&#8220; (seit 35 Billionen Jahren&#8230;)</p>
<p>Das Drama der Menschheit f&#252;hrt Hubbard auf jenes ferne Ereignis zur&#252;ck. Er behauptet, der Thetan habe damals Schaden erlitten. Er k&#246;nne sich quasi nicht mehr an die fr&#252;heren Leben erinnern und degeneriere deshalb laufend. Durch die Scientology-Kurse wird Abhilfe versprochen. Die Scientologen wandern auf der Zeitspur zur&#252;ck in die weite Vergangenheit &#8211; von Leben zu Leben. Jahrmillionen. Dabei sp&#252;ren sie angeblich traumatische Erlebnisse auf, durchleben sie emotional und tilgen diese &#8211; Engramme genannten &#8211; Dramen aus fr&#252;heren Leben. (Freud l&#228;sst gr&#252;ssen). Dann kann man quasi Wissen und Erfahrungen aus Hunderten von Leben in die Erinnerung zur&#252;ckholen, kumulieren und ein Genie werden. Und irgend wann auch unsterblich &#8211; und selbst Leben erschaffen.</p>
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		<title>&#8220;Wahrheit&#8221; &#252;ber Scientology</title>
		<link>http://newsnetz-blog.ch/hugostamm/blog/2006/06/12/wahrheit-ueber-scientology/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Jun 2006 16:52:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hugostamm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scientology]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wollte eigentlich nicht auf Scientology eingehen. Doch die Besch&#246;nigungen und die hartn&#228;ckige Diskussion im Blog animieren mich nun doch, ein paar Informationen zu liefern. Ich halte mich dabei streng an Zitate. Somit wird mir niemand vorwerfen k&#246;nnen, falsche Informationen zu verbreiten, wie die Scientologen seit 30 Jahren behaupten. Und wie dies auch hier im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wollte eigentlich nicht auf Scientology eingehen. Doch die Besch&#246;nigungen und die hartn&#228;ckige Diskussion im Blog animieren mich nun doch, ein paar Informationen zu liefern.</p>
<p>Ich halte mich dabei streng an Zitate. Somit wird mir niemand vorwerfen k&#246;nnen, falsche Informationen zu verbreiten, wie die Scientologen seit 30 Jahren behaupten. Und wie dies auch hier im Blog wieder kolportiert wird.</p>
<p>Zur Expansion und zum Machtanspruch ein Zitat von Scientology-Gr&#252;nder Hubbard: &#8222;Wenn jetzt jeder Scientologe in jedem Monat eine neue Person hereinbringen und sie auf dem Weg zur Freiheit starten lassen w&#252;rde, und wenn dann jede neue Person dasselbe macht, w&#252;rde das in zw&#246;lf Monaten auf VIER MILLIARDEN SCIENTOLOGEN kommen.&#8220; (Soll mich niemand f&#252;r die sprachlichen Fehler behaften.)</p>
<p>Oder: &#8222;Die Welt hat optimistisch gesehen noch f&#252;nf Jahre &#252;brig, pessimistisch gesehen noch zwei. Danach gibt&#8217;s einen Knall oder vielleicht nur noch Gewimsel. Eine Handvoll von uns arbeiten sich halb zu Tode, um es zu schaffen. (Anmerkung: Gemeint ist, die Welt vor dem Untergang zu retten.) &#8230; Die einzige winzige Chance, die dieser Planet hat, lastet auf ein paar schmalen Schultern &#8211; &#252;berarbeitet, unterbezahlt und bek&#228;mpft &#8211; die Scientologen.&#8220;</p>
<p>Ein bis zu den h&#246;chsten Stufen ausgebildeter Scientologe glaubt, unsterblich zu werden, also ein &#8222;operierender Thetan&#8220;: Das ist laut Definition von Hubbard &#8222;ein Wesen, das Ursache &#252;ber Denken, Leben, Materie, Energie, Raum und Zeit ist&#8220;. Ein solcher Thetan (scientologische Seele) kann also sogar Leben erschaffen.</p>
<p>Weiter: &#8222;Niemand kann zur H&#228;lfte innerhalb und zur H&#228;lfte ausserhalb der Scientology sein.&#8220; Ein Engagement muss also total sein. Im gleichen Text schreibt Hubbard: &#8222;Wenn wir fehlschlagen, ist es aus. Es ist nicht nur eine Frage des Get&#246;tetwerdens. Es ist eine Frage, ein Leben nach dem andern get&#246;tet und get&#246;tet und get&#246;tet zu werden. &#8230; Wir sind die Elite des Planeten Erde.&#8220;</p>
<p>Und in einem andern Pamphlet bezeichnet er seine Getreuen als die Elite des obersten Zehntels der Bev&#246;lkerung.</p>
<p>Weiter: &#8222;Die gesamte qualvolle Zukunft dieses Planeten f&#252;r die n&#228;chsten endlosen Billionen Jahre h&#228;ngt davon ab, was Sie hier und jetzt mit und in der Scientology tun.&#8220;</p>
<p>Viele Scientologen lassen sich als Auditoren &#8211; eine Art Therapeut &#8211; ausbilden. Hubbard zur Ausbildung: &#8222;Die richtige Ausbildungseinstellung ist: Du bist hier, also bist Du ein Scientologe. Jetzt werden wir Dich zu einem fachm&#228;nnischen Auditor machen, was auch immer geschieht. Wir haben Dich lieber tot als unf&#228;hig.&#8220;</p>
<p>Und: &#8222;Die Scientology ist heute die wichtigste Bewegung auf der Erde. &#8230; In der Scientology geht die Sonne niemals unter.&#8220;</p>
<p>Im Ehrenkodex der Scientologen heisst es unter Punkt 12: &#8222;F&#252;rchte nie, einen anderen zu verletzen in einer Sache, die gerecht ist.&#8220;</p>
<p>Kurse auf den OT-Stufen kosten bis zu 1000 Franken pro Stunde.</p>
<p>Es gibt Spendenkategorien, die bis hinauf zu einer Million Dollar gehen. Bereits haben mehrere Schweizer diese Maximalspende geleistet.</p>
<p>Mitarbeiter der Scientology-Eliteeinheit Sea-Org. unterschreiben einen Mitarbeiter-Vertrag &#252;ber eine Milliarde Jahre.</p>
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		<title>Kinder in Sekten</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Apr 2006 14:35:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hugostamm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scientology]]></category>

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		<description><![CDATA[Freudiges Ereignis bei der Familie Cruise: Toms junge Frau Katie Holmes hat ein M&#228;dchen zur Welt gebracht. Damit haben &#8222;TomKat&#8220; ihr Liebesgl&#252;ck mit der Geburt von Suri &#8211; so soll das M&#228;dchen heissen &#8211; besiegelt. Wie gross das Gl&#252;ck f&#252;r das Kind sein wird, wird die Zukunft zeigen. Im Moment darf es sich wohl einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freudiges Ereignis bei der Familie Cruise: Toms junge Frau Katie Holmes hat ein M&#228;dchen zur Welt gebracht. Damit haben &#8222;TomKat&#8220; ihr Liebesgl&#252;ck mit der Geburt von Suri &#8211; so soll das M&#228;dchen heissen &#8211; besiegelt.<br />
Wie gross das Gl&#252;ck f&#252;r das Kind sein wird, wird die Zukunft zeigen. Im Moment darf es sich wohl einfach gl&#252;cklich sch&#228;tzen, dass es noch ganz im Hier und Jetzt lebt. Und dass es nichts &#252;ber den religi&#246;sen Hintergrund seiner Eltern weiss. Sonst w&#252;rde es sich vielleicht hintersinnen.<br />
Tom Cruise ist eine gl&#252;hender und bekennender Scientologe. Und seine Frau wurde es auch, nachdem sie sich in den Schauspieler verliebt hatte. Liebe soll blind machen, sagt der Volksmund. (Manchmal hat er sogar recht.)<br />
Somit ist das Schicksal von klein Suri (Prinzessin) besiegelt. Mindestens vorl&#228;ufig. Das M&#228;dchen wird scientologisch erzogen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Es hat keine Wahl. Dass ihm die Eltern damit wohl einen B&#228;rendienst erweisen werden, weiss es (noch) nicht.<br />
Was bedeutet eine scientologische Erziehung? Das Kind bekommt wohl eine Scientologin als Nanny. Dann wird es schon bald in den &#8222;Genuss&#8220; von Kinder-Dianetik kommen, eine Art scientologischer Therapie. Es wird auf der Zeitspurt zur&#252;ckwandern durch fr&#252;here Leben, 100&#8217;000 Jahre, vielleicht 1 Million Jahre. Dabei wird es nach so genannten Engrammen suchen, traumatischen Erlebnisse aus fr&#252;heren Leben. Man wird ihm weis machen, dass ein b&#246;ser F&#252;rst Xenu uns vor etwa 75 Millionen Jahren geistig verkr&#252;ppelt hat. Es wird glauben, dass unsere Thetane (Seelen) von einem fernen Planeten eingewandert sind. Und man wird ihm eintrichtern, dass Errettung und Erl&#246;sung nur denjenigen zukommen werden, die (teure) Kurse bei Scientology belegen. Ja, wird man ihm sagen, wenn du sch&#246;n brav die Schriften von Ron Hubbard studierst und Kurse absolvierst, dann wirst du ein Genie, dann winkt dir die Unsterblichkeit.<br />
Und es wird nat&#252;rlich eine Scientology-Schule besuchen oder von Scientology-Lehrern Privatunterricht erhalten. Somit schliesst sich der ideologische Kreis: Das M&#228;dchen wird die Welt ausschliesslich durch die scientologische Brille erfahren. Und diese Brille ist mit Gl&#228;sern best&#252;ckt, welche die Welt total verzerren.<br />
Und was passiert, wenn es diese Brille eines Tages ablegen will, um die Welt einmal mit blossen Augen zu betrachten?<br />
Ein Lied davon k&#246;nnte ein 15-j&#228;hriges M&#228;dchen singen, das zusammen mit den Eltern in einer fern&#246;stlichen Gurugemeinschaft aufgewachsen ist. Es hat jahrelang meditiert und f&#252;r die Gruppe gearbeitet. Die Schule besuchte es nie. Dann gingen dem Vater die Augen auf, er verliess die Gruppe. Er wollte unbedingt, dass seine Tochter wenigstens einen Teil des Schulwissens nachholen konnte. Doch die Richter gaben das Sorgerecht der Mutter. Als das M&#228;dchen zw&#246;lf war, begann es zu rebellieren. Es wollte die Gruppe verlassen. Doch es musste realisieren, dass es ohne Schulabschluss in der Gesellschaft verloren war. So liess es sich von seiner Mutter weich klopfen und kehrte bald wieder in den Schoss der Gruppe zur&#252;ck. Durch die Indoktrination und Entfremdung von der Umwelt hatten ihm die Eltern die Zukunft verbaut.<br />
Die Chancen f&#252;r das kleine M&#228;dchen von Tom Cruise und Katie Holmes d&#252;rften besser sein. Es wird ber&#252;hmt werden und muss sich keine Existenzsorgen machen. Doch die Eltern rauben ihm die geistige Freiheit, bevor es richtig denken kann. Leider gibt es kein Gesetz, das Kindern erlaubt, die Eltern wegen geistiger oder religi&#246;ser Manipulation einzuklagen.</p>
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		<title>Scientologen missionieren auf &#246;ffentlichem Grund</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2006 17:53:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hugostamm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scientology]]></category>

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		<description><![CDATA[Um Scientology ist es in den letzten Jahren ruhig geworden. Die vielen negativen Medienberichte in den 90-er Jahren haben der amerikanischen Sekte geschadet. Seither bem&#252;ht sie sich, den Flurschaden zu begrenzen und das Image aufzubessern. Einerseits werden die Mitarbeiter und Mitglieder etwas pfleglicher behandelt (weniger Druck, Geld zu &#8222;spenden&#8220;), andererseits treten die Scientologen weniger aggressiv [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um Scientology ist es in den letzten Jahren ruhig geworden. Die vielen negativen Medienberichte in den 90-er Jahren haben der amerikanischen Sekte geschadet. Seither bem&#252;ht sie sich, den Flurschaden zu begrenzen und das Image aufzubessern. Einerseits werden die Mitarbeiter und Mitglieder etwas pfleglicher behandelt (weniger Druck, Geld zu &#8222;spenden&#8220;), andererseits treten die Scientologen weniger aggressiv in der &#214;ffentlichkeit auf.</p>
<p>Trotzdem hat sich eine TA-Leserin am Mittwoch wieder einmal &#252;ber die missionierenden Scientologen ge&#228;rgert. &#8222;Ist es legal, dass Scientologen die Passanten auf &#246;ffentlichem Grund bel&#228;stigen d&#252;rfen?&#8220; Sie entdeckte die Anh&#228;nger der Organisation am Mittwoch (8.2.06) beim Albisriederplatz in Z&#252;rich, wo sie auf &#246;ffentlichem Grund einen &#252;berdachten Stand aufbaut hatten. Den Passanten erkl&#228;rten sie, sie w&#252;rden eine Umfrage zum Thema &#8220;Lesen Sie gern?&#8221; durchf&#252;hren. Gleichzeitig h&#228;tten sie einschl&#228;gige Pamphlete verteilt, erkl&#228;rt die Leserin. Sie kann nicht verstehen, dass eine Sekte von den Beh&#246;rden eine Bewilligung erh&#228;lt, einen Stand an bester Passantenlage aufzubauen.</p>
<p>Wie ist das m&#246;glich?</p>
<p>Scientology bezeichnet sich bekanntlich als Kirche. Kenner der Szene sind aber &#252;berzeugt, dass dies ein Etikettenschwindel ist. Die Organisation hat zwar Geistliche und f&#252;hrt Gottesdienste durch, sie schreibt aber auch klar, dass sie sich nicht mit Gott besch&#228;ftigt. Als Kirche geniesst man halt Vorteile, die sich Scientology nicht entgehen lassen will. (In den USA zahlt sie keine Steuern.) So bekommt eben nur eine Glaubensgemeinschaft die Bewilligung, einen Stand auf &#246;ffentlichem Grund aufzubauen und Passanten anzusprechen. Dabei erhalten die Scientologen die Auflage, keine B&#252;cher oder Kurse zu verkaufen.</p>
<p>Es ist kein Geheimnis, dass sich bei Scientology fast alles ums Geld dreht. Und dass die Gruppe kaum etwas unternimmt, ohne an den Profit zu denken. Und man liegt wohl kaum falsch, dass die Scientologen &#252;berzeugt sind, dass sich ihr Aufwand fr&#252;her oder sp&#228;ter auszahlt. Dann zum Beispiel, wenn die Passanten durch die Umfrage oder die Flugbl&#228;tter neugierig werden. Und im Gespr&#228;ch lassen sich die Passanten nat&#252;rlich leicht ins nahe Sektenzentrum einladen. Wo dann das Gesch&#228;ft ganz legal abgewickelt werden kann.</p>
<p>Viele Z&#252;rcher &#228;rgern sich, dass die Beh&#246;rden den Scientologen nicht die Stirn bieten und ihnen die Bewilligung nicht verweigern. Urspr&#252;nglich taten sie das. Doch die Scientologen fochten den Entscheid durch alle Instanzen an. Bis vor Bundesgericht. Und der Gesetzesbuchstabe entschied zu Gunsten der umstrittenen Organisation. Denn das Gesetz weiss halt nicht, dass Scientology in erster Linie eine kommerzorientierte Organisation ist. Oder liegt es daran, dass es die Bundesrichter gar nicht so genau wissen wollen?</p>
<p>&#160;</p>
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