Schweiz


hugostamm am Samstag den 24. Juli 2010

Ist die Bibel judenfeindlich?

Wäre die Bibel ein aktuelles Buch, das heute erstmals veröffentlicht würde, müssten sich Autor und Verleger mit aller Wahrscheinlichkeit wegen Verletzung der Rassismusnorm verantworten. Die Verantwortlichen müssten mit einer Verurteilung rechnen.

Das „heilige Buch“ enthält zahlreiche Aufforderungen zu Völkermorden. Rassistische Aussagen werden aber vor allem gegen die Juden gemacht. Ausgerechnet gegen die Juden, muss man anfügen. Schliesslich ist das jüdische Volk laut Bibel das auserwählte Volk Gottes. Wie passt das zusammen? Das ist eines der vielen ungelösten Rätsel der Bibel.

Picken wir ein paar Beispiele heraus und beginnen mit Paulus. „Die Juden haben sogar Jesus, den Herrn, und die Propheten getötet; auch uns haben sie verfolgt. Sie missfallen Gott und sind Feinde aller Menschen; sie hindern uns daran, den Heiden das Evangelium zu verkünden und ihnen das Heil zu bringen. Dadurch machen sie unablässig das Mass ihrer Sünden voll. Aber der ganze Zorn ist schon über sie gekommen.“ (1 Thess. 2; 14-16). Mindestens in diesem Aspekt ist die Bibel prophetisch: Auch 2000 Jahre später wirkt der Fluch noch immer nach.

Die Unreinen und Ungläubigen aus dem Judentum werden an anderer Stelle so charakterisiert: „Denn es gibt viele Ungehorsame, Schwätzer und Schwindler, besonders unter denen, die aus dem Judentum kommen. Diese Menschen muss man zum Schweigen bringen, denn aus übler Gewinnsucht zerstören sie ganze Familien mit ihren falschen Lehren … Für die Reinen ist alles rein, für die Unreinen und Ungläubigen aber ist nichts rein, sogar ihr Denken und Gewissen sind unrein. Sie beteuern, Gott zu kennen, durch ihr Tun aber verleugnen sie ihn; es sind abscheuliche und unbelehrbare Menschen, die zu nichts Gutem taugen.“ (Tit. 1; 10-16).

Der ganz grosse Sündenfall war denn auch, dass die Juden Jesus ans Kreuz geliefert haben.

So überrascht es nicht, dass die Kirchenväter bis in die Neuzeit die Ansicht vertraten, die Juden seien mit dem Satan im Bund. Und von ihm besessen. Selbst bei Luther finden sich antijudaistische Aussagen der üblen Sorte. Für den Reformer beteten die Juden den Teufel an, wie Franz Buggle in seinem Buch „Denn sie wissen nicht, was sie glauben“ nachweist.

Die Stigmatisierung der Juden als Unreine und Satansgläubige zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Christentums. Die christlichen Völker verantworten zu einem guten Teil den Hass auf die Juden, der sich bis in die heutige Zeit fortsetzt. Die christlichen Gemeinschaften sind ursächlich mitverantwortlich für die Ausgrenzungen, Folterungen und Ermordungen von unzähligen Juden in den vergangenen Jahrhunderten. Und am Beinahe-Genozid während des Dritten Reichs. Dem Genozid am Volk Gottes.

1.432 Kommentare zu „Ist die Bibel judenfeindlich?“

  1. Mawis Quintessenz

    Ich bin die Gute
    mit den doofen Christen hab ich nichts am Hute
    denn Jesus kleidete sich in aramäische Jute
    ergo versteht ihn nur der Jude

  2. mawi

    Azuzena
    Ich lese nicht nur das NT, für mich ist die Bibel vor allem die Tenach plus die Brit chadascha. Ich lese in der Übersetzung von David H. Stern, er hat auch Kommentare zu seiner Übersetzung herausgegeben, die sind sehr erhellend. Für mich. Können Sie mir die Frage beantworten, zu wem Jeshua gesagt hat, Ihr seid das Licht der Welt ?

  3. mawi

    Quintessenz
    Ich bin nicht gut.
    Doch hab ich Mut
    Den zu bekennen
    Der für Dich blut’.

  4. mawi

    Moria chawera
    “Nichts gegen Dich, nur gegen Deine eigenartigen Texte.”
    Ich bin meine Texte.
    ;-)
    Warum bringst Du denn den Aberlauben noch mit hinein?

  5. Betrachter

    @Mawi

    Sorry, aber Sie machen auf mich nicht den Eindruck, dass Sie sonderlich viel von Jesus verstanden haben. Ihr “heiliger” Seperatismus spricht dagegen. Er wirkt einfach nur überheblich.

  6. Betrachter

    @Bamberger

    Teilen Sie die Ansicht Ihres alten Freundes?

    Die Angst vor muslimischen Einwanderern sei absolut berechtigt, findet Franz Sabo. Er spricht sich für eine strengere Ausschaffungspolitik aus. Und fordert, die Einwanderung in die Schweiz zu begrenzen.

    Katia Murmann

    «Wenn wir nicht in allernächster Zeit der moslemischen Flutwelle Einhalt gebieten, werden wir überschwemmt.» Diese Worte stammen nicht aus dem Mund eines SVP-Politikers. Sondern aus der Feder des katholischen Pfarrers Franz Sabo (56). Sie sind Teil seines neuen Buches mit dem Titel «Der Tod stirbt nicht». Heute stellt es der schreibende Gottesmann nach einem Festgottesdienst in seiner Gemeinde in Röschenz vor. Wer die Predigten und Notizen liest, dem wird schnell klar: Der Rebell von Röschenz kämpft wieder.

    Sabos Gegner ist dieses Mal nicht der Goliath in Solothurn oder im Vatikan. Sondern eine Gruppe, die traditionellerweise den Schutz und die Fürsorge der Kirchen geniesst: Franz Sabo schiesst gegen Einwanderer im Allgemeinen – und gegen Muslime im Speziellen. Dabei outet er sich als Befürworter des Minarett-Verbots und schlägt eine Tonart an, wie man sie bisher nur von Rechtspopulisten kannte.

    Angst vor Islamisierung

    «Das Anliegen, das hinter dieser Initiative steht, sollten wir sehr ernst nehmen», schreibt der Pfarrer über die Minarett-Initiative. «Es wird von sehr vielen Schweizerinnen und Schweizern geteilt, und auch von vielen anderen, die, wie ich, hier Heimat gefunden haben. Es ist die Angst vor einer sich immer weiter ausbreitenden Islamisierung. Damit einher gehen Intoleranz und Gewalt gegen alles, was nicht islamischem Recht (der Scharia) entspricht.»

    Die Angst vor einer schleichenden Islamisierung sei absolut berechtigt, konstatiert Franz Sabo, ebenso die Furcht vor dem «religiös-politischen Machtsymbol des Minaretts». Nach dem Minarett nämlich komme der Muezzin, argumentiert der Gottesmann. Dann folgten die Einführung der Scharia und die Missachtung «unserer freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung unter Berufung auf die Religionsfreiheit». Denn die Scharia, behauptet Franz Sabo und bündelt die gängigsten Vorurteile, rechtfertige «Ehrenmorde, beinhaltet Zwangsehen, Beschneidungen, das Tragen der Burka, Missachtung von Schulvorschriften, Strafen bis hin zur Steinigung».

    Sorgen macht Franz Sabo auch der angeblich extrem hohe Fortpflanzungseifer der muslimischen Einwanderer. «Die muslimische Bevölkerung in der Schweiz ist deutlich jünger als die übrige Gesellschaft, und die Geburtenrate ist bei muslimischen Frauen doppelt so hoch», schreibt Sabo und wettert in bester Blocher-Manier: «Kann man so dumm sein und nicht sehen, wohin das führt? Integration recht und gut, nur von wem? Wenn das so weitergeht, müssen in ein paar Jahren die Einheimischen integriert werden.»

    Ernst machen mit den Ausweisungen

    Der Pfarrer findet: Langsam werde das «Gerede von der Integration zum Geschwätz». Für ihn gehört zu einer konsequenten und ehrlichen ökologischen Politik, die Migration einzudämmen. Zudem müsse «Ernst gemacht werden mit den Ausweisungen, denn sonst haben all jene Hetzer verständlicher- und berechtigterweise nur noch Spott für die Schweiz übrig».

    Es sind erstaunliche Worte aus dem Mund eines Mannes, der bisher in der Öffentlichkeit mal als Grüner, mal als Sozialer und mal als Liberaler auftrat. Der einen erbitterten Kampf gegen die konservativen Hardliner im Bischofssitz in Solothurn und im Vatikan führte. Der für mehr Demokratie und Mitbestimmung der Gläubigen in der römisch-katholischen Kirche kämpfte. Der Bischof Kurt Koch das Fürchten lehrte – und letztlich dazu beitrug, dass der Bischof von Basel an einem Burnout erkrankte und eine Auszeit nehmen musste.

    «Politik nimmt die Ängste der Bevölkerung nicht ernst genug»

    Auf Anfrage des «Sonntags» erklärt Franz Sabo, es gehe ihm in seiner «Notiz» zu den Muslimen darum, dass Einwanderer, gleich welcher Couleur, «unsere freiheitlich demokratische Rechts- und Werteordnung anerkennen und respektieren». Noch immer nehme die Politik die Ängste der Bevölkerung in Sachen Islamisierung nicht ernst genug. Doch auch wenn die Politiker der SVP grosse Freude an ihm haben dürften: In die Politik will Franz Sabo nicht gehen.

    Mit seinen extremen Positionen stösst der Gottesmann seinen Arbeitgeber, die römisch-katholische Kirche, erneut vor den Kopf. Doch das ist offenbar, neben dem Schreiben, eine der Lieblingsbeschäftigungen des streitbaren Pfarrers. Und so vergisst er in seinem neuen Buch trotz aller Muslim-Hetze auch nicht, den Vatikan frontal anzugreifen.

    «Es ist genau jene Arroganz und Ignoranz, welche der römisch-katholischen Kirche mehr und mehr zum Verhängnis werden», schreibt Sabo. «Wo sind in all den Jahren die Pastoralassistenten und Pastoralassistentinnen geblieben, die sich trauen, öffentlich ein kritisches Wort zu sagen? Sie haben Angst um ihre Stelle und halten den Mund. Nur eine Änderung der kirchlichen Strukturen ermöglicht, das alte System zu reformieren, die Kirche neu zu beleben und sie vor dem Sektentum zu bewahren.»

    Quelle: Sonntag

    Letztes Update: 25.07.10, 12:50 Uhr

  7. Basta

    @@basta: Bitte schreiben Sie unter Ihrem eigenen Nick und benützen Sie nicht meinen Nick, um hier Beiträge zu platzieren. Wenn Sie unter Ihrem eigenen Nick schreiben, werde ich mich auch materiell mit Ihren Beiträgen auseinandersetzen.

  8. Michael Bamberger

    @ Betrachter

    “Teilen Sie die Ansicht Ihres alten Freundes?“

    Nein, diese Ansicht Sabos teile ich ganz und gar nicht.

    „Horatio“

  9. Basta

    @Emeli: Sie sagen: “Als Fehler sehe ich die Behauptung, dass es nur einen Gott gibt. Die einen nennen in Allah die anderen Gott etc.
    Wenn man bedenkt, dass viele Köche den Brei verderben liegt dieser Gedanke doch sehr nahe denn der “Brei” Erde ist verdorben.

    Sie entlasten die Menschen und schieben die Verantwortung für den verdorbenen Erde-Brei Göttern zu. Irgendwie feige, nicht? Denn in Wirklichkeit ist es so, dass die von Gott geschaffene Schöpfung tagtäglich durch Menschen zu Schaden kommt. Mehr Respekt vor Gott würde auch dazu führen, dass wir seine Schöpfung, unsere Umwelt, mehr schätzten und mehr Sorge dazu tragen würden.

    BP beklagt wegen der Ölkatastrophe den finanziellen Verlust. Die Aktionäre von BP beklagen die massive Kursverluste der Aktie. Keiner spricht von den vielen verendeten Meersbewohnern. Keiner spricht davon, dass das Erdöl an der Oberfläche den Gasaustausch zwischen Luft und Wasser verhindert und das Wasser im Golf deshalb zu wenig Sauerstoff aufweist und alles Leben im Golf elendiglich verreckt. Der Golf verkommt zur stinkenden Kloake.

    Ohne Öl und Geld könnten wir gut leben, aber ohne Fische im Meer werden wir verhungern. Und trotzdem lassen wir es zu, dass geldgeile Aktiengesellschaften unsere Meere zerstören. Das ist Verrat an der Schöpfung. Und die Schuldigen sind Menschen. Menschen, die Gott verloren haben und sich an seiner Schöpfung versündigen, und nicht irgendwelche nicht fassbaren Götter.

  10. Michael Bamberger

    @ hm

    Ich wiederhole: Dass die Nationalsozialisten ihre Herrenmenschideologien (à la Rosenberg) aus dem Sozialdarwinismus ableiteten und damit den Darwinismus missbrauchten, der selber durch den Sozialdarwinismus missbraucht wird, genau so wie die Nationalsozialisten Nietzsches Übermenschen für ihre Zwecke umfunktionierten, ändert nichts an all den Tatsachen, auf die ich hingewiesen habe.

    “Horatio”

  11. Betrachter

    @Bamberger

    Werden Sie dies Ihrem Freund Sabo mitteilen? Werden Sie ihn zur Rede stellen?

  12. Michael Bamberger

    @ Basta

    Sie schreiben: “Denn in Wirklichkeit ist es so, dass die von Gott geschaffene Schöpfung tagtäglich durch Menschen zu Schaden kommt.“

    Ist Ihr Gott allwissend?

    Wenn ja, dann wusste Ihr Gott sehr präzise, bevor er die Welt erschuf, dass seine Schöpfung tagtäglich durch Menschen zu Schaden kommen wird, er hat die Welt aber trotzdem erschaffen und der Schaden war demnach Teil seines Schöpfungsplans.

    Wenn nein, was ist Ihr Gott?

    „Horatio“

  13. Michael Bamberger

    @ Betrachter

    Ich werde mit ihm darüber reden, wenn ich ihn das nächste Mal sehe.

    „Horatio“

  14. Betrachter

    @Bamberger

    Dann wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei diesem Gespräch. Hoffen wir, dass er wenigstens diesmal zur Besinnung kommt.

  15. Basta

    @Bamberger: Sie sagen: “Wenn ja, dann wusste Ihr Gott sehr präzise, bevor er die Welt erschuf, dass seine Schöpfung tagtäglich durch Menschen zu Schaden kommen wird, er hat die Welt aber trotzdem erschaffen und der Schaden war demnach Teil seines Schöpfungsplans.
    Wenn nein, was ist Ihr Gott?

    In der Bibel steht, dass man sich kein Gottesbild machen soll. Und daran halte ich mich.
    Dass wir aber zur Schöpfung Sorge tragen müssen, ist hoffentlich auch Ihnen klar. Und genau darum geht es. Um Respekt vor Gott und seiner Schöpfung. Und nicht um eine abgehobene Diskussion, wie Gott denn sein könnte. Mit dem Zerreden weicht auch der Respekt. Und das bekommt der Welt und den Menschen schlecht. Wie wir alle tagtäglich beobachten können.

  16. Azuzena

    @Mawi

    Ich lese in der Übersetzung von David H. Stern, er hat auch Kommentare zu seiner Übersetzung herausgegeben, die sind sehr erhellend.

    Wie vermutet, lesen sie also eine Übersetzung. Ich persönlich lese verschiedene Übersetzungen, u.a. eine kommentierte NIV Ausgabe. Dass die verschiedenen Übersetzungen teils erheblich voneinander abweichen, ist mir deshalb klar. Gemäss ihrem Statement

    Die Bibel ist zu 100 % nicht judenfeindlich, wenn, dann sind oder waren es die Übersetzer, die nicht begriffen haben, wer Gott überhaupt ist, und wie er die Menschheit erlösen will.

    war nicht das originale NT, sondern die Übersetzungen judenfeindlich. Bedeutet das, dass die von Herrn Stamm und Herr Bamberger zitierten Verse (z.B. 1 Thess. 2; 14-16, Tit. 1; 10-16) in ihrer Bibel erheblich anders lauten? Wenn ja, wieso sind sie sicher, dass ausgerechnet ihre Version die korrekte Übersetzung ist und weshalb haben sie dann nicht wenigstens einen dieser Verse in seiner “korrekten” Übersetzung hier in den Blog gestellt, um ihre These zu bestätigen?

    Können Sie mir die Frage beantworten, zu wem Jeshua gesagt hat, Ihr seid das Licht der Welt ?

    Wie sie in der Bibel nachlesen können, hat Jesus zu einer Menge gesprochen. Angesprochen sind damit m.E. alle, die bereit sind nach seinen Vorgaben (Nächstenliebe, Feindesliebe, Vergebung usw.) zu leben. Wer gütig und barmherzlg handelt, bringt Licht in eine Welt voller Gier und Egoismus, unabhängig davon zu welcher Religion/Weltanschauung er sich bekennt.

  17. heubauch

    @azuzena

    mein respekt vor Ihnen wächst weiterhin.

    mit herzlichem gruss

  18. olive

    @Basta:
    30.07.2010 um 14:00

    Basta, man könnte auch aus Vernunft besser zur Natur Sorge tragen, ist sie doch unser Wohnort.

  19. heubauch

    @olive

    kann ich nur unterschreiben. aus diesem grund versuche ich, meinen ökologischen fingerabdruck verhältnismässig gering zu halten.

    übrigens ist dies auch mein hauptargument in der klimadebatte: natürlich ist es höchst unsicher, wie stark der mensch das globale klima beeinflusst. aber wir verfügen lediglich über einen einzigen lebensraum. und diesen einfach ungehemmt einem globalen experiment aussetzen…. na ja!

    mit herzlichem gruss

  20. Moria

    mawi:
    Du schreibst “Moria chawera > warum bringst Du denn den Aberlauben noch mit hinein?”
    > eher doch guevara…..! Obwohl, auch da ist nicht alles ‘heilig’, was predigt…..
    Deine absolute Art zu argumentieren, lässt mich nur einen Aberglauben erkennen, chawera mawi; so im Gegensatz zum Glauben einer Aysha oder Azuzena!
    Habe leider keine Zeit, weiter auszuholen – schönes Wochenende.

    Olive
    hast Du Glück > herzliche Grüsse von heubauch zu erhalten > aber immerhin begreife ich ihn für EINMALl!

  21. mawi

    Azuzena
    “Wer gütig und barmherzlg handelt, bringt Licht in eine Welt voller Gier und Egoismus, unabhängig davon zu welcher Religion/Weltanschauung er sich bekennt.”
    Da haben Sie recht. Dafür braucht aber niemand Jeshua. Ist somit seine Hingabe hinfällig geworden? Wozu ist er Ihrer Ansicht nach am Holz gestorben?

  22. v for vietcong

    @ mawi

    “Wozu ist er Ihrer Ansicht nach am Holz gestorben?”

    ich dachte er sei erst später gestorben. warscheinlich hat er sich das mit dem ‘für die menschen am kreuz sterben’ in letzter sekunde noch einmal überlegt ;)

  23. Basta

    @Olive: Sie sagen: “Basta, man könnte auch aus Vernunft besser zur Natur Sorge tragen, ist sie doch unser Wohnort.
    Könnte man, müsste man meinen. Beobachtungen zeigen aber, dass Geldgier und Egoismus stärker sind als die Sorge um die Erhaltung unseres Lebensraums. Und deshalb hilft die Vernunft alleine leider nicht weiter.

  24. Ned

    @ heubauch, Azuzena, Basta, Johann, …

    “allerdings glaube ich, dass ein derartiger atheist einen grösseren argumentationsnotstand zur spezifisch atheistischen rechtfertigung seiner verbrechen hätte”

    (Vorbemerkung, ich habe meinen Nick Groundhog Day gewechselt; Ned Ryerson ist der nervige Typ aus dem Film Groundhog Day.)

    Also Herr Heubauch, als Verbrecher mit einer spezifisch atheistischen Rechtfertigung käme wohl nur ein Satanist in Frage. Nun sind mir aber keine satanistischen Despoten bekannt (Marx war in seiner Jugend (Pubertät?) ein Satanist, aber um Marx, aber Marx war kein Politiker. Man könnte höchstens argumentieren, der Marxismus (wie auch der Darwinismus) sei historisch gesehen atheistisch – was man vermutlich bejahen müsste, denn bekanntlich war Marx in seiner Jugend ein Satanist und Verfasser von satanistischen Gedichten (die allerdings nicht besonders gut waren, Marx war dann ja auch gekränkt, weil ihm die Gesellschaft die ihm seiner Ansicht nach zustehende Anerkennung als Dichter verweigerte :-) Aber bei solchen Diskussionen (auch: War der Nationalsozialismus christlich?) geht es doch vor allem um das Polemisieren gegen die eine oder andere, je nach dem, ungeliebte unsympathische Ideologie, weshalb sie uns nicht weiter bringen. Dass Katholiken im Kommunismus und Sozialisten in der Religion/Kirche das Böse orten, ist nichts Neues. Ich persönlich finde es immer mehr ermüdend, in diesem ideologischen Schlachtfeld zu leben. Deshalb möchte ich nun einmal auf etwas anderes hinweisen: Es ist ja sehr interessant, wie stark der Darwinismus und der Marxismus die Vorstellungen, die wir von unserer Existenz, dem Zusammenleben als Gesellschaft und sogar unserer Beziehungen haben. Gestern abend habe ich mir überlegt, welche Konsequenzen für unser Bild von uns selbst sich ergäben, wenn – rein hypothetisch – die Idee der natürlichen Selektion und des Kampfes der Arten als wissenschaftlich falsch bewiesen wären. Es kann sich ja jede(r) selbst überlegen, inwiefern wir dann anders über unsere Existenz, unser Zusammenleben usw. denken würden. Ein zentraler Punkt wäre sicher die Vorstellung, dass das Leben ein Kampf ist (bei Darwin der Kampf der Rassen ums Überleben, bei Marx der Klassenkampf), eine Sichtweise, die den Menschen im Mittelalter völlig fremd gewesen wäre. Im Mittelalter lebten alle drei Stände friedlich neben- und miteinander, niemand kam auf die Idee, die anderen Stände bekämpfen (umbringen) zu müssen. Vielleicht waren deshalb die meisten Menschen arm, aber ist das heute wirklich so anders? Diese Idee der menschlichen Existenz als Kampfzustand (Überlebenskampf der Rassen, Klassenkampf) kommt garantiert nicht aus dem Christentum, sondern sie widerspricht dem christichen Denken sogar diametral.

  25. Herr Kreis

    Hugo Stamm:
    30.07.2010 um 11:21

    @ Herr Kreis

    “ich bin so tolerant, dass ich auch Fantasienamen toleriere. Zum Beispiel auch den Ihren. Das liegt durchaus in meiner Kompetenz.”

    Wenn Sie wirklich Hugo Stamm waren, der sich eigentlich ja immer klein schreibt: Verstehe ich Sie damit richtig: SIE dürfen sich über die Blogregeln hinwegsetzen wie immer es IHNEN gerade passt?

  26. Basta

    @Herr Kreis: Frusten Sie noch immer? AtmenSie doch einmal tief durch und wenden Sie sich etwas Positivem zu. Solange Sie frusten, können Sie keine positiven Gedanken haben. Eigentlich schade, oder?

  27. Michael Bamberger

    Ned: Im Mittelalter lebten alle drei Stände friedlich neben- und miteinander, niemand kam auf die Idee, die anderen Stände bekämpfen (umbringen) zu müssen.

    Falsch, denn der dritte Stand setzte sich ausschliesslich aus Untertanen zusammen, die dem ersten und zweiten Stand völlig ausgeliefert waren und entsprechend behandelt wurden. Und wenn schon ein Einakter und ein paar Gedichte Marx zu einem Satanisten mutieren lassen, dann lacht sich Goethes Mephisto in den linken Huf.

    “Horatio”

  28. Michael Bamberger

    @ Ned

    …und noch was, lass doch den Quatsch des Nickwechselns, Felix…

    “Hoatio”

  29. Ned

    @ Michael Bamberger

    Ich bin nicht Felix und ich bin auch schon gleich wieder weg und werde sie nicht länger nerven.

    Der Hinweis darauf, dass der junge Marx eine Phase hatte, in der er tatsächlich dem Satanismus huldigte, war ja nicht so todernst gemeint. Aber wahr ist es. Marx wurde ja religiös (protestantisch) erzogen und hat sich dann als Jugendlicher gegen die Religion aufgelehnt. Damit war/ist er ja nicht der einzige, also so what. Es gibt aber viele katholische Webseiten, die sich intensiv Marxens Satanismus widmen, zum Teil noch ganz witzig (obwohl es kaum so gemeint ist).

    Zu 16.59: Das ist nicht richtig, denn auch wenn es einzelne Aufstände gab, nahmen die Menschen im Mittelalter die Gesellschaftsordnung als gottgegeben hin, jeder Stand hatte seine Aufgabe zu erfüllen, der eine ergänzte den andren. Die Idee des Klassenkampfes und des Survival of the fittest war den Menschen damals fremd. Es geht mir aber nicht darum zu romantisieren, und sage ja nicht, es sei so besser gewesen. Sondern habe darauf hingewiesen, wie stark unser Denken von diesen Ideen konditioniert ist.

  30. aysha

    @ azuzena

    es war einmal, irgendwo im universum, zu einer zeit jenseits der sonne, ein mann mit einem warmen herzen, starken händen und scharfem geist…er führte ein gutes leben im einklang mit den gesetzen, seinen mitmenschen und der natur. seine achtsamkeit, sein mut, seine liebe, sein fleiss, sein vertrauen und sein mitgefühl waren beispielhaft. der allgeist jener welt wollte diesen mann belohnen und ihm seine gunst erweisen. der allgeist beauftragte eine wesenheit mit besonderen kräften, diesem mann jederzeit zur seite zu stehen und ihm zu helfen, wenn immer nötig und möglich.

    im laufe der jahre stellte der mann fest, dass all seine angelegenheiten, materiell und immateriell gediehen und er vom schicksal und dem glück wohlwollend behandelt, beschenkt wurde. er wurde gewahr, dass er all dies nicht alleine sich selber und seinem können zu verdanken hatte. ausserdem fiel ihm auf, dass, wenn immer die dinge gut für ihn liefen, eine weisse taube in seiner nähe zu sehen war.

    so kam es , dass der mann sein glück mit der weissen taube in verbindung brachte und die taube mit seinem glück. nicht lange dauerte es, bis er sich intensiv mit der taube zu beschäftigen begann. in seiner behausung standen verschiedene taubenabbildungen in allen ecken, seine kleider hatten muster einer taube gestickt und gewoben. er galt weit und breit als DIE autorität was tauben betraf. seine geschäfte und anderen dinge vernachlässigte er immer mehr, die dinge und angelegenheiten hörten auf zu gedeihen…

    seine aufmerksamkeit war so sehr von der manifestation abgelenkt, dass er die innewohnende absicht nicht mehr sehen konnte. der helfer-wesenheit blieb nichts anderes übrig, als sich zurückzuziehen, damit sie nicht der anlass für seinen untergang wurde…

    mit liebem gruss

    aysha

  31. Michael Bamberger

    @ Ned

    Wenn Sie in der Tat nicht Felix sind, kommen Sie jedoch seinem Diskurs sehr nahe und nicht nur von der Eloquenz her. Und übrigens, Sie nerven überhaupt nicht.

    “Der Hinweis darauf, dass der junge Marx eine Phase hatte, in der er tatsächlich dem Satanismus huldigte, war ja nicht so todernst gemeint. Aber wahr ist es….Es gibt aber viele katholische Webseiten, die sich intensiv Marxens Satanismus widmen, zum Teil noch ganz witzig (obwohl es kaum so gemeint ist).“

    Damit belegen Sie selber die Schräglage Ihrer Ausgangsaussage. Ein paar seriöse Quellen Ihrerseits wären da schon nicht zu verachten, da Sie schreiben: “Aber wahr ist es“.

    “Zu 16.59: Das ist nicht richtig, denn auch wenn es einzelne Aufstände gab, nahmen die Menschen im Mittelalter die Gesellschaftsordnung als gottgegeben hin, jeder Stand hatte seine Aufgabe zu erfüllen, der eine ergänzte den andren.“
    Es geht mir nicht um die Aufstände, sondern um Ihre Formulierung: “lebten friedlich neben- und miteinander“, was einen Euphemismus für brutale Unterdrückung und Ausbeutung darstellt.

    “Die Idee des Klassenkampfes und des Survival of the fittest war den Menschen damals fremd.“

    Da gehe ich völlig mit Ihnen einig.

    „Horatio“

  32. Krake Paul

    @ was anderes

    Ein weiteresw schönes Beispiel für meine Feststellung, dass die Medizin die Probleme auf die lange Bank schiebt, Danke.

  33. aysha

    @ mawi

    irgendwo, irgendwann fand ein mann, auf der suche nach der wahrheit, spuren eines meisters, der die wahrheit verkörperte, verkündete. der mann widmete sein leben der suche nach diesem meister.

    eines tages führte sein weg durch eine wunderschöne landschaft, an fleissigen bauern vorbei. er fragte diese menschen, ob sie seinen meister gesehen hätten, der hier gewesen sein musste. die bauern unterbrachen ihre arbeit und sagten ihm, ein beeindruckender mann mit schlichter und bescheidener art sei da vorne vorbei gegangen und man könne noch seine spuren da vorne im gras sehen.

    der mann eilte an die gezeigte stelle, bückte sich ehrfürchtig und zupfte einen grashalm, hielt es in die höhe und betrachtete ihn mit entzücken und tränenden augen. die bauern lachten und riefen: da schaut her, er denkt, er habe die wahrheit gefunden…

    der mann war so verärgert und hielt die bauern für tölpel und der wahrheit nicht würdig. er rief ihnen, sich im besitz der wahrheit wähnend, entgegen : nicht einer von uns hier ist so geehrt und wertvoll wie dieser grashalm, denn ihn hat der fuss des meisters berührt!!

    aysha

  34. heidi reiff

    @ Basta

    Haben Sie denn eine Lösung ? ? ?

    Auch wenn ich Tag und Nacht das Vater unser bete oder das Ave Maria damit kann ich Null und Nichts verändern.

    Ich lasse einfach mein INNERES KIND sprechen, dem gebe ich Zeit und Raum, in der Realität gibt es nur ein ja oder nein, kein ja aber , ich hatte immer eine totale gestörte Beziehung zu Geld, die Hintergründe dazu habe ich ermittelt ohne Religionsfanatimus, mein Urvertrauen ist mein leiblicher KOERPER, DER KOERPER LUEGT NICHT.
    iu
    s

  35. Krake Paul

    “Gestern abend habe ich mir überlegt, welche Konsequenzen für unser Bild von uns selbst sich ergäben, wenn – rein hypothetisch – die Idee der natürlichen Selektion und des Kampfes der Arten als wissenschaftlich falsch bewiesen wären.”

    Jeremy Hayward hat diese Idee schon vor Jahren in Frage gezogen,
    im Buch an seine Tocher: Briefe an Vanessa.
    Darin beschreibt er zum Beispiel, dass selbst Krabben sich gegenseitig helfen.
    Wie sie einen in Not geratenen Kumpel in die Schieflage bringen und ihn aus einer misslichen Lage befreien, aus der er alleine keine Chance gehabt hätte zu entkommen.

    Ned, du musst Sternzeichen Wassermann sein.

  36. Olive

    @Basta:
    30.07.2010 um 15:19

    “Da hilft die Vernunft allein auch nicht weiter”

    Der Glaube alleine auch nicht, wie man sieht, denn Gier und Egoismus ist auch unter den Gläubigen sehr weit verbreitet.

    Was ich sagen will: wenn ein Mensch Respekt vor der Natur hat und vernünftig ist, kann er sogar aus Eigennutz Sorge zur Umwelt tragen.
    Wenn er an andere Menschen auch denkt und versucht, nach dem simplen Grundsatz:” was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu”

    zu leben, wird er anders leben wollen, ob nun gläubig oder nicht. Ich bin überzeugt, dass es gute Menschen hüben und drüben gibt.

    Aber für Gläubige ist oft die Güte eines Glaubensfreien nicht soviel wert, auch wenn das Resultat dasselbe ist.

  37. aysha

    für moria

    “man sagt, die liebe öffnet eine tür
    von einem herzen zum andern;
    doch wo es keine mauer gibt,
    wo soll dann eine türe sein? ”

    aus: das lied der liebe, rumi

    ich umarme dich

    aysha

  38. Rosenstengel

    OK, Moria. Paraguay deshalb, weil ich jemand kenne, der da lebt, und der schwärmt in den tollsten Farben von diesem Land. Die Natur und die Landschaft sollen umwerfend sein, und die „Eingeborenen“ sehr ausländerfreundlich. Das fasziniert mich. Ausserdem liegt dieses Land in der Mitte von diesem Kontinent. Wenn Sie also für Erkundungsreisen nach Norden oder nach Süden fahren, brauchen Sie für die Heimreise genau die gleiche Zeit. Effizienz ist das halbe Leben, verstehen Sie?

    Aber da ist natürlich noch was anderes. Wie man weiss, ist das soziale Gefälle in solchen Ländern eklatant. Meine Frau möchte deshalb in Paraguay eine Praxis aufmachen und Leuten helfen, die für eine Behandlung ihr nur einen Sack Kartoffeln oder eine Speckseite bezahlen können. Das ganze ist natürlich völlig UNEFFIZIENT. Aber sie möchte es so.

    Tja, und damit diese Sache nicht allzu einseitig wird, werde ich in Paraguay das tun, was ich am liebsten mache, nämlich alte AUTOS RESTAURIEREN. Und die werde ich dann irgendwelchen STINKREICHEN FUZZIES für ein Schweinegeld verkaufen. So kommt dann das ökonomische Prinzip wieder ins Gleichgewicht. Sie verstehen, was ich damit meine.

    Das ist der Plan, Moria. Aber was sind schon Pläne, die man macht?

    Da ich nun weiss, dass man mit Ihnen auch intelligente Gespräche führen kann, möchte ich mir diesbezüglich eine Bemerkung gestatten, die sich auf GANZ AKTUELLE NEUE ERKENNTNISSE über Einstein beziehen.

    Wussten Sie, dass das was Sie oder ich morgen tun werden, bereits schon in Stein gemeisselt und damit UNABÄNDERLICH ist? Genauso wie Ihre oder meine Geburt „designed” war. Oder genau wie Ihr oder mein Tod und alles was dazwischen abläuft, nach PLAN abläuft, ohne dass Sie auch nur den HAUCH EINER CHANCE haben, das zu ändern?

    Es würde zu weit führen, Ihnen das WARUM DAS SO IST zu erklären, denn Sie würden es möglicherweise nicht verstehen. Aber so interpretiert man heute Einstein.

    Aber eines möchte ich Ihnen doch noch mit auf den Weg geben: Vor 2 Tausend Jahren hat ein Mensch mit Namen Christus folgendes gesagt:

    „Was kümmert Euch das Morgen. Schaut Euch die Vögel an, die sähen nicht und ernten trotzdem alles was sie zum Leben brauchen“.

    Sollte dieser Christus, der vor 2000 Jahren NICHT DIE BLASSESTE AHNUNG von Einstein haben konnte, den TOTALEN DURCHBLICK gehabt haben?? WENN JA, VON WEM HATTE ER DIESEN DURCHBLICK??

    Denken Sie mal darüber nach, Moria, genauso wie ich es tue.

  39. Harvey

    @ Bamberger

    “Ich wiederhole: Dass die Nationalsozialisten ihre Herrenmenschideologien (à la Rosenberg) aus dem Sozialdarwinismus ableiteten und damit den Darwinismus missbrauchten, der selber durch den Sozialdarwinismus missbraucht wird, genau so wie die Nationalsozialisten Nietzsches Übermenschen für ihre Zwecke umfunktionierten, ändert nichts an all den Tatsachen, auf die ich hingewiesen habe”

    Das steht etwa auf der gleichen Stufe wie Mawis Überlegungen. Wir haben das schon oft diskutiert. Es lässt sich sehr wohl eine direkte Linie von Nietzsche zu Hitler führen (ohne dass hier gesagt werden soll, Nietzsche sei ein Nazi gewesen, ich bin je nicht bescheuert) und der Sozialdarwinismus ist ein legitimes Kind des Darwinismus. Dieser survival of the fittest (natürliche Selektion) ist eben, wie in dem Buch, das ich gestern zitiert habe, schön dargelegt wird, auch Ideologie. Die ganze Evolution war wahrscheinlich wesetnlich komplexer. Darwinismus als reine Naturwissenschaft, das ist eher naiv. Darwin und Nietzsche sind legitime Väter von Hitler (mindestens so legitim wie Jesus),da $ndern auch Ihre apologetischen Beuträge nichts. Aber, nicht alle Sünden eines Sohnes können dem Vater angekreidet werden.

  40. Harvey

    @ Heidi Reiff

    “Der Körper lügt nicht”

    Das finde ich einen ziemlich spannenden Satz (ohne jede Ironie). Was meinen Sie mit aber genau damit? Ich kann mir verschiedene Deutungen vorstellen, mich interessiert, was Sie damit meinen?

  41. Basta

    @Rosenstengel: Sie sagen: “Meine Frau möchte deshalb in Paraguay eine Praxis aufmachen und Leuten helfen, die für eine Behandlung ihr nur einen Sack Kartoffeln oder eine Speckseite bezahlen können. Das ganze ist natürlich völlig UNEFFIZIENT. Aber sie möchte es so.
    Ihre Frau sieht das ein bisschen romantisch. Woher sollen arme Menschen eine Speckseite her nehmen? Es wäre wohl realistischer, wenn Ihre Frau davon ausgeht, dass ihre Praxis gratis ist.

  42. Felix

    Harvey: 30.07.2010 um 21:53 @ Bamberger

    “Darwin und Nietzsche sind legitime Väter von Hitler”

    Was heisst in diesem Zusammenhang “legitim”?

  43. Einfacher Bauer

    @Moria

    Die streitbare Moria

    Es ging die Kunde
    in dieser illustren Runde
    dass es da ein Weiblein gäbe
    das anderen gerne an den Nerven säge

    Man nannte diese streitbare Frau Moria gern
    es ging gar das Gerücht sie kandidiere für Bern
    Ja, sie wolle voller Inbrunst inniglich die Armee abschaffen
    Dennoch huldigt sie militärbefürwortenden Trockennasenaffen

    Man sieht: Moria ist hin- und hergerissen
    Sie will ihre Blogfreunde nicht vermissen
    Darum hält sie’s weiter mit Horatio und Stamm
    Warum:
    Nur wegen dem grösseren Gehirnschwamm?

    Und wenn auch
    Grösse ist ein dummer Brauch
    Moria, mein Herzchen klein
    Lass niemals den wahren Frieden sein

    Lass niemals zu, dass es nicht auch ohne Panzer geht,
    bau darauf, dass auch der Trockennasenaffe es versteht
    Leb inniglich und wundersam den Frieden auf Erden
    ehe das Leben sagt: Jetzt darfst Du, darfst Du sterben

  44. Basta

    @Ned: Sie sagen: “Gestern abend habe ich mir überlegt, welche Konsequenzen für unser Bild von uns selbst sich ergäben, wenn – rein hypothetisch – die Idee der natürlichen Selektion und des Kampfes der Arten als wissenschaftlich falsch bewiesen wären.
    Ich glaube, dass das ganze Ökosystem effizienter wäre, wenn die Arten einander nicht bekämpfen würden, sondern kooperieren. Noch viel mehr gilt das für den Klassenkampf. Wenn viele Menschen an einer Tafel sitzen und jeder nimmt aus der Schüssel nur so viel, wie er essen kann, dann reicht es für alle. Nehmen aber einige wenige übermässig viel aus der Schüssel, reicht es für einige der um die Tafel versammelten nicht mehr und die müssen hungrig vom Tisch gehen. Ich glaube nicht, dass der Klassenkampf ein geeignetes Mittel ist, um eine gerechtere Verteilung hin zu kriegen. Es geht nur, wenn die paar Hamsterer ihre Einstellung ändern und nur ihren Teil nehmen, und nicht das auch noch, was anderen zu steht. Und da sehe ich durchaus eine Aufgabe der Religionen, die Massen entsprechend zu erziehen.

  45. rg

    @Basta: 30.07.2010 um 23:02

    An wen denken Sie wenn Sie sagen

    “Nehmen aber einige wenige übermässig viel aus der Schüssel, …”

    zwei, drei Beispiele genügen. Danke

    rg

  46. Basta

    @Olive: Sie sagen: “Was ich sagen will: wenn ein Mensch Respekt vor der Natur hat und vernünftig ist, kann er sogar aus Eigennutz Sorge zur Umwelt tragen.
    Wenn er an andere Menschen auch denkt und versucht, nach dem simplen Grundsatz:” was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu”

    Das stellen sich die Ungläubigen so vor und das kann auf ein einzelnes Individuum bezogen auch zutreffend sein. Ich rede übrigens von Gläubigen, nicht von Menschen die in die Kirche rennen oder nur Kirchensteuer bezahlen. Gläubige, mit Respekt vor Gott und seiner Schöpfung.

    In der Geschichte gibt es verschiedene Kulturen, die in Einklang mit der Natur leb(t)en und allen diesen Kulturen ist genmeinsam, dass sie an einen Gott oder an Götter glaub(t)en.
    In den Industriestaaten lebt man keineswegs im Einklang mit der Natur, im Gegenteil, mit dem CO2-Ausstoss gefährdet man den ganzen Planeten, der zu überhitzen droht. Das Eis an den Polkappen schmilzt rapide. Ich frage mich, wie sich das Klima verhält, wenn in 20 Jahren kein Eis mehr in der Arktis vorhanden ist, alle Gletscher geschmolzen sind und kein Eis mehr kühlend auf das Klima wirken kann. Bei uns erschöpfen sich die Massnahmen zum Klimaschutz auf die Einführung von Ökosteuern und Abfallsteuern. Das wäre es dann.
    Diese Profitorientierung zu Lasten der Natur hat mit Respektlosigkeit zu tun. Religiosität gepaart mit Bescheidenheit täte uns und der Natur besser. Gott abzulehnen hat mit grenzenloser Arroganz zu tun, wo Demut und Dankbarkeit am Platz wären. Es ist diese gelebte Arroganz, die Einzelne mehr aus den Schüsseln nehmen lässt, als ihnen zusteht. Es ist diese gelebte Arroganz unserer Konsumkultur, die alles unserem Willen unterordnen will, die andere Kulturen, die im Einklang mit der Natur leben, als Minderwertig abtun und die Interessen unserer Aktiengesellschaften rücksichtslos über die Interessen dieser wertvollen, naturnahen Menschen stellen. Akteingesellschaften, die Morden, Stehlen und Lügen, um die Natur ausbeuten zu können. Dahinter stehen keine Gläubigen Menschen, sondern rücksichtslose Egoisten.

  47. Harvey

    @ Felix

    Ja, hier habe ich mir ein Scherzchen erlaubt, mit legitim meinte ich “ehelich” (Illégitime” = unehelich), damit wollte ich sagen, dass die beiden nicht einfach die Verantwortung für ihr Kind von sich weisen können.

    Aber noch einmal. Ich käme nie auf die Idee zu behauten, die Entwicklung von Darwin und/oder Nietzsche zu Hitler sei zwingend (es gibt also keine neue Heidegger-Fehde) , iman muss meine Aussagen im Lichte der ständig widerholten Behauptungen sehen, dass Nationalsozialismus wesentlich aus dem Katholizismus hervorgegangen sei.

  48. Harvey

    @ Basta

    Icxh sehe den Zusammenhang Religiosität – Oekologie nicht. Ein grosser Teil der evengelikalen Christen und der Rechtskatholiken in der USA (inkl. Obama selber) haben mit Oekologie nicht viel am Hut. Obama gibt manchmal ein paar Lippenbekenntnisse ab, die er schnell zurücknimmt, wenn er Angst hat, die Mehrheit im Senat zu verprellen.

    Es gibt durchaus Stellen in der Bibel, die eine ökologische Lebenshaltung unterstützen können, und es gibt auch andere Stellen, etwa der Umgang mit Tieren. Da aber vor Christus wohl keine ernsthaften ökologischen Probleme bestanden, die die Menschheit gefährdeten (es gab Umweltsünden, etwa das Abholzen der Wälder in Szilien und Süditalien für die Weizenproduktion, aber die gefährdeten die Menschheit nicht) , wäre es wohl auch etwas merkwürdig, wenn dies ein zentrales Thema der Bibel wäre.

  49. rg

    @Basta: 30.07.2010 um 23:24

    “Das Eis an den Polkappen schmilzt rapide. Ich frage mich, wie sich das Klima verhält, wenn in 20 Jahren kein Eis mehr in der Arktis vorhanden ist, alle Gletscher geschmolzen sind und kein Eis mehr kühlend auf das Klima wirken kann.”

    Die Fakten schen da nicht mit Ihnen einverstanden zu sein

    http://arctic.atmos.uiuc.edu/cryosphere/IMAGES/global.daily.ice.area.withtrend.jpg

    rg

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