Wäre die Bibel ein aktuelles Buch, das heute erstmals veröffentlicht würde, müssten sich Autor und Verleger mit aller Wahrscheinlichkeit wegen Verletzung der Rassismusnorm verantworten. Die Verantwortlichen müssten mit einer Verurteilung rechnen.
Das „heilige Buch“ enthält zahlreiche Aufforderungen zu Völkermorden. Rassistische Aussagen werden aber vor allem gegen die Juden gemacht. Ausgerechnet gegen die Juden, muss man anfügen. Schliesslich ist das jüdische Volk laut Bibel das auserwählte Volk Gottes. Wie passt das zusammen? Das ist eines der vielen ungelösten Rätsel der Bibel.
Picken wir ein paar Beispiele heraus und beginnen mit Paulus. „Die Juden haben sogar Jesus, den Herrn, und die Propheten getötet; auch uns haben sie verfolgt. Sie missfallen Gott und sind Feinde aller Menschen; sie hindern uns daran, den Heiden das Evangelium zu verkünden und ihnen das Heil zu bringen. Dadurch machen sie unablässig das Mass ihrer Sünden voll. Aber der ganze Zorn ist schon über sie gekommen.“ (1 Thess. 2; 14-16). Mindestens in diesem Aspekt ist die Bibel prophetisch: Auch 2000 Jahre später wirkt der Fluch noch immer nach.
Die Unreinen und Ungläubigen aus dem Judentum werden an anderer Stelle so charakterisiert: „Denn es gibt viele Ungehorsame, Schwätzer und Schwindler, besonders unter denen, die aus dem Judentum kommen. Diese Menschen muss man zum Schweigen bringen, denn aus übler Gewinnsucht zerstören sie ganze Familien mit ihren falschen Lehren … Für die Reinen ist alles rein, für die Unreinen und Ungläubigen aber ist nichts rein, sogar ihr Denken und Gewissen sind unrein. Sie beteuern, Gott zu kennen, durch ihr Tun aber verleugnen sie ihn; es sind abscheuliche und unbelehrbare Menschen, die zu nichts Gutem taugen.“ (Tit. 1; 10-16).
Der ganz grosse Sündenfall war denn auch, dass die Juden Jesus ans Kreuz geliefert haben.
So überrascht es nicht, dass die Kirchenväter bis in die Neuzeit die Ansicht vertraten, die Juden seien mit dem Satan im Bund. Und von ihm besessen. Selbst bei Luther finden sich antijudaistische Aussagen der üblen Sorte. Für den Reformer beteten die Juden den Teufel an, wie Franz Buggle in seinem Buch „Denn sie wissen nicht, was sie glauben“ nachweist.
Die Stigmatisierung der Juden als Unreine und Satansgläubige zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Christentums. Die christlichen Völker verantworten zu einem guten Teil den Hass auf die Juden, der sich bis in die heutige Zeit fortsetzt. Die christlichen Gemeinschaften sind ursächlich mitverantwortlich für die Ausgrenzungen, Folterungen und Ermordungen von unzähligen Juden in den vergangenen Jahrhunderten. Und am Beinahe-Genozid während des Dritten Reichs. Dem Genozid am Volk Gottes.





















@Aysha
da kannste mal sehen, wer wirklich fortschrittlich ist
@ wen’s interessiert
Ich habe grade ein Buch son Siri Hustvedt gelesen mit dem Titel “Die zitternde Frau – eine Geschichte meiner Nerven” mit Fussnoten 235 Seiten. Sie versucht anhand “ihrer Geschichte” aufzuschlüsseln was “Bewusstsein” ist unter Einbezug der Erforschungen von Gehirn und Geist und die Fragen der heutigen Neuropsychiatrie. Sehr lesbar und ich würde sagen, wer sich für “unsere” Themen interessiert könnte daran Gefallen finden. £Irgendwie ein Roman zu einem interessanten Sachgebiet “Wer bin ich” ansatzweise in Hinsicht darauf: gibt es mich wie ich selbst mich wahrnehme überhaupt.
@Aysha: nun, meine frage ist: hat es einen sinn?
So eine schwierige Frage muss ich also beantworten, damit du weiterschreibst. Liebe Aysha, mein Leben ist angefüllt von Dingen, die Sinn ergeben. Ich mach morgens Frühstück, weck die Kinder, geh Arbeiten, geh Einkaufen, mache Haushalt und koche, während ein Kind von der Schule erzählt, helfe zwischendurch zwei Kindern stereo bei Hausaufgaben/Wörter abfragen, hole manchmal noch das Kleinkind einer Freundin von der Krippe und hüte es usw. Alles ergibt Sinn und macht meistens auch Spass, trotzdem mag ich ab und zu Dinge, die keinen Sinn sondern einfach Freude machen. Wenn du Lust hast, erzähl mir mehr über deinen Glauben, einen überzeugenden Grund kann ich dir dafür nicht liefern. Es würde mich aber freuen zwischendurch mal von dir zu hören.