Schweiz


hugostamm am Dienstag den 15. Juni 2010

Wenn der Glaube zum Problem wird

Der Glaube ist eine anthropologische Konstante. Glauben gehört zum Menschen, Glauben ist eng mit dem Leben verknüpft. Der auf den Alltag bezogene Glaube kann lebenswichtig sein. Wir sind gezwungen, an unsere Zukunft zu glauben, um psychisch stabil und ausgeglichen zu sein. Wer nicht auch an das Gute im Menschen glaubt, wird misstrauisch und asozial. Der Glaube an das Positive und Schöne im Leben gibt Kraft und hilft, das Leben zu meistern.

Der Glaube hat auch eine Ventilfunktion. Wenn immer wir etwas nicht verstehen, können wir uns dem Phänomen mit dem Glauben nähern. So lässt sich etwas einordnen, das sich nicht erklären lässt und uns verunsichert. Wenn wir nicht wissen, was nach dem Tod ist, können wir wenigstens glauben, es gebe ein Leben nach dem Tod.

Vielleicht ist der Glaube auch eine Funktion des Überlebenswillens. Selbst im Angesichts des Todes glaubt der Todgeweihte ans Überleben. Der Glaube ist eng mit der Hoffnung verknüpft. Ein Leben ohne Hoffnung wäre oft ähnlich schwer auszuhalten wie ein Leben ohne Glauben. In jeder Krise, bei jedem Schicksalsschlag hoffen und glauben wir, dass wieder bessere Zeiten kommen, dass wir das schwere Los schnell überwinden können.

Der Mensch hat immer geglaubt. An einen Gott, an ein Leben nach dem Tod, an den Sechser im Lotto, an ein besseres Leben, an den Partner fürs Leben, an die baldige Genesung von einer schweren Krankheit.

Zur Bewältigung des Alltags hat der Glaube zweifellos eine nützliche Funktion, auch wenn es problematische Formen gibt. Im Bereich des Religiösen, des Übersinnlichen, des Transzendenten ist der Glaube ein besonders sensibles Phänomen. Er kann uns in eine Scheinwelt führen, unser magisches Denken fördern, uns vom Leben und der Gemeinschaft entfremden, uns radikalisieren und fanatisieren im Denken, Fühlen und Handeln.

Der Glaube ist also nicht per se gut, auch wenn er eine wichtige Funktion für unser Leben erfüllt. Die Grenze zwischen Glaube und Aberglaube ist fliessend. Es ist deshalb essentiell, sich kritisch mit Fragen des Glaubens auseinanderzusetzen. Der Glaube muss dem Leben dienen und sich im Alltag bewähren.

Nützlich ist in der Regel nur jener Glaube, der uns hilft, das Leben besser zu meistern. Das gilt auch für den religiösen Glauben. Bleibt also die Frage, ob sich die vergangenen und aktuellen Heilslehren bewährt haben. Denn der religiös motivierte Glaube hat unendlich viel Leid in die Welt gebracht, zu Kriegen und Gewaltexzessen geführt.

Diesbezüglich fällt die Bilanz der meisten Glaubensgemeinschaft ernüchternd aus.

1.187 Kommentare zu „Wenn der Glaube zum Problem wird“

  1. mawi

    zoe
    Haben Sie den gekriegt? Freut mich. Ja wir sind am Heuen, alles kommt gut…
    ;-)
    Wir sind halt auf 1000 Metern, und wir sind nicht die Schnellsten. Und wen man am Samstag nicht heut, dann blieben dieses Jahr noch nicht so viele Tage vorig.
    Bis bei uns mal ein Mäher läuft (so von wegen alt, kaputt, usw), haben die anderen schon alles Gras am Boden liegen

  2. zoe

    hoppla

    habe ich in wiki gefunden

  3. Rabbi Jussuf

    mawi
    Würde Euch gerne helfen, ich bin nämlich dank meiner Erleuchtung ein begnadeter Senser. Da fliegt das Gras nur noch so, besonders an Steilhängen.

  4. Buddhus

    Hugo Stamm schreibt:
    Der Glaube hat auch eine Ventilfunktion. Wenn immer wir etwas nicht verstehen, können wir uns dem Phänomen mit dem Glauben nähern. So lässt sich etwas einordnen, das sich nicht erklären lässt und uns verunsichert. Wenn wir nicht wissen, was nach dem Tod ist, können wir wenigstens glauben, es gebe ein Leben nach dem Tod

    Ich möchte Sie folgendes fragen:

    1. Welches ist Ihre Ventilfunktion im Leben, ausser diesem Blog hier?

    2. Wie gehen Sie persönlich mit Dingen um, welche Sie nicht verstehen können?

    3. Was tun Sie, wenn Sie etwas nicht erklären können und dementsprechend verunsichert sind?

    4. Wissen Sie, was nach dem Tod kommt, und wenn Sie es nicht wissen, woran GLAUBEN Sie?

    5. Wie (falls überhaupt) stellen Sie sich im Leben Ihrer Ungewissheit, Ihrer Unwissenheit und Ihrer Erkenntnislosigkeit?

    Ich möchte Sie all dies deshalb fragen, weil es ganz leicht ist, an irgend einem Glauben Kritik zu üben, denn jeder Glaube bietet reichlich Grund dafür, aber es ist ganz schwierig, eigene Erkenntnisse zu erarbeiten, welche mehr sind als blosse Kritik, welche man womöglich für Erkenntnis hält.

    Eine Pflanze für einen Stein zu halten ist dumm, daraufhin zu weisen, dass eine Pflanze kein Stein ist, macht allerdings auch nicht viel schlauer, sofern man nicht erklären kann, was die Pflanze vom Stein unterscheidet.

    In diesem Sinne macht es wenig Sinn den Glauben zu gängeln, solange man keine eigene Erkenntnisse entgegen setzen kann.

    Kritik (am Glauben) erfordert deshalb keine Erkenntnis, sondern lediglich ein wenig ein wenig Willen und Sachverstand. Dies aber ist noch lange keine echte Erkenntnis, sondern lediglich der erste Baustein eines langen Weges.

    Welches sind Ihre persönlichen Erkenntnisse Herr Stamm, dies würde mich weit mehr interessieren, als ihre immer gleichen Texte, verbunden mit ihren immer gleichen Infragestellungen jeglichen Glaubens?

    Sehe Ihrer Antwort mit Interesse entgegen.

    Buddhus

  5. mawi

    Rabbi
    nicht zuverwechseln mit dem Sensemann?
    ;-)
    War das eben grad ernst gemeint?
    So viele Steilhänge haben wir gar nicht.
    Und gesenst ist schon.

  6. blaupause

    azuzena: ich bin gläubig, fühle mich hier nicht gehetzt.

    schön für sie, dass sie über der “sache” stehen. sie lassen stamms unablässige versuche sie (und alle irgendwie gearteten gläubigen) zur jetztzeit- und diesseitsreligion des bambergerschen “kritischen” rationalismus’ zu bekehren anscheinend völlig kalt. sie scheinen eine technik entwickelt zu haben, anhand derer solche ambitionen einfach an ihnen abperlen. sie sagen sich wahrscheinlich eigentlich einfach: die ungläubigen da, ich hier. soll jeder glücklich werden auf seine weise. lustig daran ist, dass sie nicht missionieren, aber herr stamm und co. sehr wohl (unterschwellig und manipulativ). nur lässt sich eben kaum einer hier manipulieren, weil diese art der manipulation doch sehr offensichtlich daherkommt.

    vielleicht wäre das einmal ein blogthema: die manipulation des menschen durch die religionen und die philosophischen ideologien. aber dieses thema würde bedingen, dass der autor sich seiner eigenen konditionierung selbst bewusst ist. und wäre er dies, würde er, wie buddhus es bereits angedeutet hat, das göttlich mindestens respektvoll in seine überlegungen miteinbeziehen und eben nicht allein die selbstgerechtigkeit des eigenen verstandes in den vordergrund stellen. aber dieses niveau von differenzierung kann man von einem sich dem zeitgeist verpflichtet sehenden journalisten kaum verlangen. aber vielleicht kann man das von einem sektenexperten, der diesen namen auch verdient erwarten?

    ps:

    Ich setze den Fall, ein Land besteht aus lauter Einwohnern, die sich vor Gott verpflichtet haben, sich nach den Anweisungen der Bibel zu richten: wie wohl würde es ihnen ergehen!
    Immanuel Kant

  7. 20W3982gt

    Buddhus: “… weil er nichts zur Erkenntnis an sich beitragen, indem er nicht nur das Bestehen einer möglichen Wahrheit, sondern meiner Meinung nach, auch jede Form einer möglichen (spirituellen) Wahrheitsfindung ablehnt oder lächerlich macht.

    Wie wahr.

    Buddhus: “Allerdings gibt es jene Form der Erkenntnis, welche über jeden Glauben weit hinaus geht. Diese Erkenntnis stellt Hugo Stamm in Abrede, weil er nichts darüber weiss, und genau dies ist sein Problem (und der meisten Blogger hier).

    Und schon wieder: Volltreffer.

  8. mawi

    Rabbi
    Kannst ja am Sonnentag beten, das es nicht schiffen kommt in den Appenzeller Voralpen. So von wegen Ballenpressen. Du Erleuchteter.

  9. zoe

    mawi

    meiner tönt ähnlich… es chunt scho guet

  10. Rabbi Jussuf

    mawi
    Sensemann? Schnitter?
    Aber sicher ist es wahr. Kann auch Kühe melken. Wenn die merken, wie erleuchtet ich bin, dann fliesst die Milch fast von alleine.

  11. Azuzena

    Rabbi Jussuf: ich bin nämlich dank meiner Erleuchtung …

    Du auch noch, hoffentlich ist das nicht ansteckend. Möchte den Rest meines Lebens nicht als Glühbirne verbringen.

  12. Buddhus

    @Alle

    Wenn jemand ein Imker werden möchte, braucht er hierfür ein Bienenvolk, ein Bienenhaus, eine Ausbildung und eine Wiese mit blühenden Blumen. Er muss lernen, wie man Bienen pflegt, die Waben schleudert und schliesslich den Honig gewinnt.

    Hier in diesem Blog gibt es jedoch Menschen, welche im übertragenen Sinne leugnen, dass es sowas wie Honig überhaupt gibt.

    Was soll man diesen Menschen erwidern, wenn Sie bereits zu faul sind, die Wiese (Gottes Schöpfung) zur Kenntnis zu nehmen? Aus ihnen wir niemals ein Imker (erleuchteter Meister) werden.

    Statt dessen begnügen sie sich mit den Süssigkeiten des Verführers und merken es nicht einmal, obwohl ihr Herz vor lauter Karies bereits schwarz geworden ist.

    Buddhus

  13. Azuzena

    @Buddhus: obwohl ihr Herz vor lauter Karies bereits schwarz geworden ist

    Am besten kaufen sie sich auch noch ein Medizinlexikon.

  14. Buddhus

    @Azuzena

    Sie sind mir ja eine ganz Schlaue. Vermutlich würden Sie auch Zahnbürste und Zahnpaste leugnen, wenn man ein wenig Erkenntnis dafür bräuchte. Aber zum Glück braucht es dafür nur die Migros.

    Buddhus

  15. Rabbi Jussuf

    Buddhus
    leider muss ich Sie enttäuschen. Ich weiss, wie man Honig gewinnt. Wiederum dank meiner Erleuchtung.

  16. Buddhus

    @Rabbi Jussuf

    Schön für Sie, aber wissen Sie auch, wo der Honig her kommt und die Blüten und die Bienen, Sie Erleuchteter?

    Buddhus

  17. 20W3982gt

    @ Rabbi: “Ich weiss, wie man Honig gewinnt.

    Jaja, bestes Stammtischniveau.

  18. Rabbi Jussuf

    20W3982gt
    Dass Sie keine Ahnung haben, das wissen wir schon lange.
    Man sollte sich nicht einmischen, wenn zwei Erleuchtete Zwiegespräch halten. Das gebietet der Anstand. Schweigen und lernen, das ist die allererste Lektion auf dem Weg zur Erleuchtung.

  19. blaupause

    wer ist hugo stamm – quiz

    1. sektenexperte: ich bin ein kritischer Rationalist. ich hinterfrage grundsätzlich alles und jeden. ich glaube darum eher nicht an das göttliche. aber mit sicherheit kann ich das nicht sagen. ich bin aber kein agnostiker. zumindest gehe ich jetzt einmal davon aus. vielleicht bin ich eben doch einer, aber nicht so richtig. für mich haben alle religionen mehr oder weniger sektenhafte züge, denke ich jedenfalls, also meistens, man kann das auch anders sehen, aber doch eher eigentlich so, wegen den dogmen. mich nerven dogmen. manchmal denke ich, dogmen wurden nur gemacht um mich zu ärgern. mir schwebt eine menschheit vor, die gänzlich nach wissenschaftlichen kriterien denkt und handelt und den zweifel als höchste menschliche tugend und fähigkeit erfährt und dogmen dogmatisch bekämpft. also durch den konsequenten zweifel, denke ich oder vielleicht denke gar nicht ich das sondern mein hirn denkt es und ich gebe nur wieder was mein hirn gerade gedacht hat, wenn ich mich nicht irre, also geirrt habe über das zweifeln als höchste menschliche fähigkeit, die gegebenheiten am laufenden band hinterfragen zu können, um der wahrheit zwar nicht gerecht werden zu können, aber immerhin näher zu kommen, vielleicht, vermutlich, also dahingestellt, das dies überhaupt möglich ist und es wahrheit wirklich gibt, da bin ich mir gar nicht so sicher, ich weiss, das ich dogmen nicht mag, ja, darum kämpfe ich gegen den glauben: jetzt ist es raus. wobei…

    2. sektenexperte: ich bin atheist. ich denke, dass es das göttliche nicht gibt. darum bekämpfe ich den glauben, wo immer ich nur kann. erst wenn die welt vom glauben an das göttliche befreit ist, kommt die menschheit zur wahren blüte.

    3. sektenexperte: ich bin (z. B.) überzeugter protestant. ich glaube an gott, mache aber deutlich auf falsche propheten aufmerksam. mein glaube erscheint mir der beste für mich und die meinen zu sein (womit ich grundsätzlich auch sie meine). ich respektiere aber andersgläubige, so sie keine vereinnahmende fanatisierte gruppen bilden oder den teufel anbeten.

    4. sektenexperte: ich kritisiere jede form von glauben und will die gläubigen dazu bringen über die moderne philosophie nachzudenken. ob ich selber an das göttliche glaube oder nicht ist meine privatsache, weil ich nicht möchte, dass man mich an meiner persönlichen einstellung festnageln kann. ich trenne daher beruf (sektenexperte) von meiner freizeit. im beruf bemühe ich mich um objektivität. meine subjektive haltung geht die öffentlichkeit nichts an. ich führe zwar auch privat einen blog (also, mein beruf ist quasi eine berufung geworden) wo ich auch viel subjektives einfliessen lasse, aber ich verbitte mir dennoch eine interpretation (durch gläubige) darüber, da ich grundsätzlich zum kritischen rationalismus und zum evolutionären humanismus tendiere, dies aber nicht an die grosse glocke hängen möcht, da ich vielleicht auch ein agnostiker bin (sein möchte) irgendwie.

  20. killer bee

    Erkennen ist nicht in Metaphern schwelgen, sondern – ich bin so frei – ein unmittelbarer Moment der kognitiven Wahrnehmung – bitte. Was ich anprangere ist so (pseudo-)schöngeistiges Gerede, das wirklich nur an einen abklatschen kann: “Allerdings gibt es jene Form der Erkenntnis, welche über jeden Glauben weit hinaus geht. Diese Erkenntnis stellt Hugo Stamm in Abrede, weil er nichts darüber weiss, und genau dies ist sein Problem (und der meisten Blogger hier).”

    Dass sich solche Erkenntnis dann zuletzt maximal im Tippen von vier Buchstaben in Caps Lock manifestieren wird, ist dabei keine Prophezeiung, sondern einfach die Voranzeige für ein enervement. Und wenn dann solche Erkenner ihre Schüler oder Brüderchen auch noch bei denen finden, die da nota bene aus dem Sprachfundus der Kriegerkaste schöpfen (gell, ” iksrt auch Symbol für Zoll, oder inch?), dann Volltreffer mittschiffs und touché – coulé.
    lol
    Weiter: was soll ich ich einem eingebildeten Idioten entgegnen, der aufhetzt, es wären da welche zu faul, Gottes Schöpfung als Wiese zur Kenntnis zu nehmen? Es wären da welche, die statt Imker zu werden nur von dessem Honig naschen würden, dabei sei deren Herz schon lange zerfault, ja deshalb, weil sie ja negierten, dass es Honig überhaupt gibt.
    bsssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssss
    einfach nur gestochen, wirklich
    :-(

  21. Buddhus

    @killer bee

    Wissen Sie, was das Schönste bei (Killer-) Bienen ist?

    Nachdem sie einmal gestochen haben, krepieren sie.

  22. blaupause

    Auflösung:

    Es ist der kritische Rationalist und evolutionäre Humanist mit einer stillen (nahezu unterdrückten) Neigung zum Agnostizismus.

    Haben Sie es gewusst?

  23. blaupause

    Die Nummer 4 also. Die Nummer 1 im Blog ist nach wie vor Michael “Horatio” Bamberger. Und daran wird sich nie auch nur ein Jota je verändern.

  24. killer bee

    @Buddhus
    Sie wissen wirklich nicht was Sie sagen.

  25. Steinlaus

    @ Buddhus

    Iss etwas Honig, lass ihn auf der Zunge zergehen, geniesse ihn, auf dass du wieder geniessbar wirst… ;-)

  26. killer bee

    Für mich sind Sie Kategorie “nicht ganz ‘runtergekommen’. Suchen Sie sich doch ihre G’spänlis, aber verschonen Sie andere mit IHREM Gott und IHREM Glauben. Sie und inbes. diese schwache 20W-Birne wirken nur noch ätzend.
    :-(

  27. 20W3982gt

    Und? Sie können ja scrollen.

  28. killer bee

    ja, aber nicht bevor ich auch Ihnen die Meinung sage: Sie plustern sich gross auf als Gläubige mit einem Gott ohne je konkret zu werden, was Sie damit meinen, Sie schlagen Schaum, bilden Luftblasen, reihen sinnentleert meistens einfach Worte in Sätze aneinander, ohne jeglichen tieferen Sinn zu entfalten, zelebriert eigentlich schamlos hier euer Szenentreffen und habt noch die Unverschämtheit denen, die euch sehr wohl erkennen, zu sagen: he, das ist unsere Party hier
    ;-)
    , verpisst euch doch gefälligst, wenns euch nicht passt.
    He, was euch fehlt ist die Ohrfeige der Anständigen, die euch doch mal auf den Boden knallt, ihr durchsichtigen Säureköpfe, Ihr!

  29. Olive

    @Buddhus

    “Im übigen habe ich überhaupt nichts gegen Herr Stamm persönlich, sondern zunehmend etwas gegen seine Texte, welche einseitig, unausgewogen und inhaltlich kontra produktiv sind, weil er nichts zur Erkenntnis an sich beitragen,”

    Dafür sind sie auch gar nicht gedacht. Und Ausgewogenheit ist entgegen der landläufigen Meinung nicht immer ein Wert an sich.

  30. blaupause

    olive: Dafür sind sie auch gar nicht gedacht (Stamms Texte)

    ja wofür sind sie dann gedacht, liebe olive? bezweckt ihrer meinung nach stamm etwas mit seinen texten? ja sind sie am ende gar einfach nur ausdruck des evolutionär humanistischen selbstzwecks? motto: ich weiss, dass ich ein sektenexperte bin. oder: ich sektenexperte also bin ich. wer wäre hugo stamm ohne seine sekten?

    eben: hier tut sich ein kritischer, rationalistischer evolutionärer humanist mit einer starken, aber unterdrückten affinität zum agnostizismus kund, den es grundsätzlich einfach freuen würde, wenn die welt ein wenig so denken würde wie er selbst und immerhin im blog findet er auch regen zuspruch, da es hier von kritischen, rationalistischen evolutionären humanisten und atheisten nur so wimmelt. seine texte sind also vorallem dies: selbstzweck im sinne von selbstbestätigung.

    warum auch nicht? bestätigt euch nur gegenseitig. das kommt in den besten glaubensgemeinschaften vor.

  31. Olive

    @blaupause

    Die Texte sollen zum Nachdenken anregen, nehme ich an.

    Dazu brauchen sie weder ausgewogen zu sein noch zur Erkenntnis an sich beitragen.

  32. blaupause

    olive: “Die Texte sollen zum Nachdenken anregen, nehme ich an.”

    ja, das kann schon sein. das ist eine gute antwort. es ist als ob hugo stamm uns immer wieder vor augen halten will: schaut so denke ich, beruflich wie privat! was meint ihr dazu? er will sich scheinbar spiegeln in seiner leserschaft. einmal wöchentlich und stets zum selben thema: warum man nichts und niemandem glauben soll.

    der sektenexperte ist eigentlich ein verkappter antiprediger. einmal wöchentlich versucht er seiner kleinen 3000-köpfigen gemeinde den glauben auszureden.

    aber spassig sind seine immer offensichtlicher werdenden manipulationsversuche durchaus. stamm hat so etwas von einem leicht abgehobenen populärwissenschaftler an sich. und man fragt sich, wie lange er dieses spiel bezüglich “immer mehr desselben” noch durchhält.

    ich kann mir sehr gut vorstellen, dass stamm nach seiner pensionierung ein zutiefst religiöses leben (purster katholizismus) führen wird. diese option unterscheidet ihn deutlich von leuten wie bamberger und rabbi jussuf, die mit sich und der welt bereits abgeschlossen zu haben scheinen.

  33. aysha

    @ mawi

    gut, mawi! reden wir klartext.

    also, wer bedroht den weltfrieden massivst?

    deine anrede an rabbi jussuf ist richtig symbolisch. er nennt sich nicht nur rabbi, du aber nennst ihn nur so. es gibt noch andere menschen als die, auf die dein blick fokussiert ist. verstehst du mich? du redest sonst auch in rätseln, deswegen wirst du mich schon verstehen.

    was passiert wenn es 12 schlägt?

    aysha

    @ rabbi jussuf

    sorry, dass ich deinen nick erwähne. hat nichts mit dir zu tun.
    gruss

    aysha

  34. spirea ulmaria

    Buddhus

    Das Nichtwissen aushalten können ist in meinen Augen eine Stärke. Nichtwissen ersetzten durch Glauben halte ich für eine Form der Angst und Schwäche.
    Ich stelle lieber Fragen bei deren beanwortung ich keine “höhere Macht” zur erklärung heranziehen muss.
    Falls für dich die Frage wichtige ist was genau nach dem Tode geschieht und du in Rahmen deiner Glaubenskonstrukte darauf Anworten bekommst ist dies doch wunderbar. Ich persönlich halte diese Frage nicht für wichtig und brauche auch keine Antwort darauf, ich lass mich einfach überraschen und konzentriere mich auf das Leben vor dem Tod.

  35. wer trägt die Verantwortung?

    Freikirche kann tötlich sein.

    “All the loneley peaople, where do they all come from?”

    Menschen mit vielen Freunden haben eine höhere Überlebenschance als Einsame. Der Effekt übertrifft andere Risikofaktoren.

    Artikel lesen auch im Hinblick auf nüchterne Bilanz dominatorischer Glaubenszirkel, ihrer “Freundeskultur” und ihrer AUssteiger

    “San Francisco. Einsamkeit ist nach einer neuen Studie etwa so schädlich wie Rauchen oder Fettsucht. Ärzte und andere Gesundheitsexperten sollten daher das soziale Umfeld ebenso ernst nehmen wie Tabakkonsum, Ernährung und Sport. Das schließen Forscher aus einer Analyse von 148 Studien zum Sterberisiko, die Daten von über 300.000 Menschen vor allem in westlichen Ländern erfassten. Demnach haben Menschen mit einem guten Freundes- und Bekanntenkreis eine um 50 Prozent höhere Überlebenswahrscheinlichkeit als Menschen mit einem geringen sozialen Umfeld. Der Effekt sei in etwa so groß wie der vom Rauchen, und er übertreffe viele andere Risikofaktoren wie Übergewicht oder Bewegungsmangel. Julianne Holt-Lunstad von der Brigham Young University im US-Staat Utah und Kollegen präsentieren ihre Daten im Journal „PLoS Medicine“ vom Dienstag. Die Studien hatten die Menschen im Schnitt über 7,5 Jahre hinweg beobachtet. Der Effekt blieb bestehen, auch wenn man Alter, Geschlecht und sozialen Status berücksichtigte.

    Da der Zusammenhang von sozialem Umfeld und Sterblichkeit altersunabhängig sei, sollten Ärzte nicht nur einen Blick auf das Umfeld älterer Menschen werfen, meinen die Autoren. Das Durchschnittsalter der Studienteilnehmer betrug 64 Jahre. Den größten Effekt aller gemessenen Faktoren hatte die allgemeine soziale Integration, am wenigsten ausschlaggebend war, ob die Menschen allein oder mit anderen zusammen lebten. Das soziale Umfeld habe Auswirkungen auf den Umgang mit der eigenen Gesundheit und auf psychologische Prozesse wie Stress und Depressionen, erläutern die Forscher. Einige Studien hätten gezeigt, dass Kontakte das Immunsystem stärken. Jede Art, das soziale Umfeld zu verbessern, werde sowohl die Überlebensfähigkeit als auch die Lebensqualität verbessern, schließen die Autoren. Gesundheitsvorsorge sollte daher auch das soziale Befinden betrachten, Mediziner sollten Sozialkontakte und Kliniken soziale Netzwerke für Patienten fördern. „Mediziner, Gesundheitsexperten, Erzieher und die Medien nehmen Faktoren wie Rauchen, Ernährung und Sport sehr ernst: Die hier präsentierten Daten bieten ein stichhaltiges Argument, die sozialen Faktoren zu dieser Liste hinzuzufügen“, betonen die Autoren. ” HA

  36. ernüchtert

    was “Mutter-Gemeinden” auf ihre Nachfolgegemeinden, z.B. “evangelisch-freikirchliche Gemeinde”, ausstrahlen trotz Abspaltung.

    http://peebs.net/comment-exclusive-brethren/10-things-scientology-and-the-exclusive-brethren-have-in-common/

    10 things Scientology and the Exclusive Brethren have in common
    On May 15, 2010, in Commentary, by Peebs.Net Share

    Scientology

    The Exclusive Brethren

    1 – They are both considered by many to be bona fide cults

    2 – They both have had to have the word ‘church’ added to their official names

    3 – Scientology borrows the Christian cross, the Exclusive Brethren have to insert the word ‘Christian’

    4 – Both have extraordinarily wealthy leaders who are obsessed with security – David Miscavige (Scientology) and Bruce Hales (Exclusive Brethren).

    5 – Both teach that if you leave the group, you are eternally lost.

    6 – Both retain lawyers to attempt the silencing of perceived opposition through the use of frivolous lawsuits.

    “Beware of attorneys who tell you not to sue … the purpose of the suit is to harass and discourage rather than to win.” – Ron Hubbard (Scientology)

    “Sue the bastards” – James Symington (Exclusive Brethren)

    7 – Leaving either requires complete separation from the group. Scientology calls this ‘Disconnection‘. The Exclusive Brethren call it ‘Withdrawal‘. The remaining members will then shun the former member.

    8 – Both have their own schools where the curriculum is carefully monitored and where the students are directed toward their unique beliefs.

    9 – Allegations of abuse have been laid against both groups and in the Australian Parliament senators have demanded full inquiries.

    10 – Scientology and the Exclusive Brethren share the same Public Relations firm – Jackson Wells, Sydney Australia

  37. Gabriela Charrière

    Herr Stamm,

    ich bin schon sehr erstaunt, dass sie die Bibel nicht besser kennen. Ich würde mindestens das Buch Hiob nochmals lesen, dann sehen sie nämlich, dass es nicht um eine Wette ging. Gott hat lediglich Satan zugelassen, Hiob zu prüfen, aber nur bis zu einem gewissen Mass. (Das Mass war allerdings gross, das gebe ich zu) Von Wette war jedoch keine Rede! Gott ist schliesslich nicht Mensch wie Sie und ich.

    Als ehemals drogensüchtige Frau bin ich Gott sehr dankbar, dass er mir nachgegangen ist, mich befreit hat und mir eine neue Perspektive für mein Leben gegeben hat.

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