Schweiz

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hugostamm am Montag den 22. März 2010

Katholische Kirche taumelt von Krise zu Krise

Die katholische Kirche, die Petrus auf einen Fels gebaut hatte, taumelt in Europa von Skandal zu Skandal. Der am Samstag veröffentlichte Hirtenbrief des Papstes zu den sexuellen Übergriffen hätte zum Befreiungsschlag werden sollen, doch das höchstinstanzliche pastorale Schreiben wurde erneut zum Bumerang. Die wohl tiefste Krise der katholischen Kirche zeigt exemplarisch, dass der elitäre Männerbund im Vatikan den Bezug zur Realität und den Blick für die Gläubigen weitgehend verloren hat. Und wohl auch die Gunst des Himmels – wenn es diesen denn gibt. Man stelle sich vor, was Rebell Jesus von seinen Erbverwaltern auf der Erde halten würde. Er müsste sie wohl wie die Pharisäer aus dem Tempel werfen.

Ein paar Stationen, die den Geist der Kirche dokumentieren:

Der Papst ernennt Marian Eleganti vor kurzem zum Weihbischof von Chur. Eleganti war viele Jahre Mitglied der reaktionären «Seidnitzer-Sekte», des umstrittenen Priesterwerks des österreichischen Priesters Josef Seidnitzer. Die Marienverehrer waren selbst dem Vatikan ungeheuer, ihr Priesterseminar wurde nicht anerkannt. In seinem Lebenslauf verschweigt Eleganti seine geistige und geistliche Verirrung.

Widerstand gegen Eleganti gibt es im Bistum kaum, obwohl Eleganti der vielleicht grössere Hardliner ist als Wolfgang Haas, den vor allem die Zürcher Katholiken zum Teufel gejagt haben . Einzig der Volketswiler Pfarrer Marcel Frossard wagt öffentliche Kritik. Er befürchtet, dass das Bistum Chur zur Sekte wird.

Der Vorgang ist bezeichnend für den Zustand der Kirche: Der Vatikan ist nicht von seiner erzkonservativen Linie abgerückt und bringt im zweiten Anlauf nach Haas einen weiteren Traditionalisten. Und die kritischen Gläubigen sind müde geworden, gegen die reaktionären Kräfte anzukämpfen. Sie sind in die innere Immigration geflüchtet oder haben sich endgültig von der Kirche entfremdet. So verkommt sie zum frömmelnden Altherren-Club, der keine Priesteranwärter mehr findet und 80-Jährige Pfarrer auf die Kanzel schicken muss. Attraktiv bleibt sie so vor allem für weltfremde autoritäre Musterschüler, die womöglich einen verklemmten Bezug zur Sexualität haben.

Ein weiteres Beispiel ist der Hirtenbrief. Heute diskutieren Medien und Öffentlichkeit nicht über dessen Kernbotschaft, sondern über die Umstände und Auslassungen. Der Papst erwähnt nur Irland und übergeht die jüngsten Enthüllungen in Deutschland.

Ein Zufall ist das nicht, denn dann würde er selbst ins Zentrum der Diskussion rücken. Denn keiner wusste so viel über die Übergriffe wie er, wie Hans Küng erklärt. Und keiner hat die Skandale so erfolgreich unter den Teppich gekehrt. Als Erzbischof von München und in seiner 24-jährigen Zeit in der Glaubenskongregation hatte Papst Benedikt XVI. Als Sittenwächter direkt mit den Übergriffen zu tun gehabt. In der Kongregation würden «seit langem alle Missbrauchsfälle zentralisiert, damit sie unter höchster Geheimhaltungsstufe unter der Decke gehalten werden können», erklärte Küng.

Es ist deshalb kein Zufall, dass sich Ratzinger in seinem Hirtenbrief nicht für die Politik der gezielten Vertuschung entschuldigt, wie die Opfer von Irland monieren. Der Papst hätte sich selbst anklagen müssen. Und zugeben, dass er zu einem grossen Teil mitverantwortlich war für die Taktik, dass fehlbare Priester einfach versetzt wurden. Und sich munter weitere Übergriffe leisten konnten.

Wenn Kirche so aussieht, so stellt sich die Frage, woher sie ihre Daseinsberechtigung als Hüterin von Ethik und Moral nimmt.

1.360 Kommentare zu „Katholische Kirche taumelt von Krise zu Krise“

  1. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Katholische Kirche – Die Sünden des Papstes – Fünf Jahre nach der Wahl Joseph Ratzingers zum Papst befindet sich die katholische Kirche in einer existenziellen Krise. (25.3.10)

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Die-Suenden-des-Papstes/story/29263112

  2. Moria sagt:

    ERNA
    nur kurz aus Zeitmangel.
    Auf meine Aussage, dass die Bibel, somit die christliche Lehre, des öftern mit Drohungen operiert, fragen Sie: Was genau meinen Sie, wenn Sie von brutalsten Drohungen reden?
    Darf ich Sie, als Bibel-Insiderin, unter viel anderem besonders auf’s AT > die fünf Bücher Moses verweisen. Da wird z.B. das ‘menschliche Leiden’ als die von Gott verhängte Strafe wiedergegeben.
    Ein anderes Beispiel von vielen, für uns Frauen besonders brisant: ‘Viel Mühsal bereite ich dir, so oft du schwanger wirst. Unter Schmerzen gebierst du Kinder. Verflucht ist der Ackerboden deinetwegen….” (Gen.3;16,17).
    Oder eine von unzähligen Strafen, den Drohungen Gottes folgend, z.B. die biblische Sintfluterzählung: “Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, mit ihm auch das Vieh, die Kriechtiere und die Vögel des Himmels” (Gen 6;5,7).
    Oder die Androhung Gottes der Todesstrafe bis zur Hinschlachtung ganzer Stadtbevölkerungen wegen der Teilnahme an fremden Kulten, Aufforderungen zur Denunziation und Tötung auch nächster Angehörigen…… und vieles, vieles Schauderliches, Blutrünstiges mehr.
    Dazu, wie schon erwähnt, äussert sich F. Buggle in seinem Buch ‘Denn sie wissen nicht, was sie glauben….” eingehend und mit Belegen. Ist nichts für schwache Gläubiger-Nerven, dafür umso mehr für agnostische Skeptiker!

    Unter uns, sind Sie nun eine Schreibgemeinschaft oder eine Einzelverfechterin?

    Um Musud
    Hallo, Du treue Blog-Seele (!)
    Auch nur kurz zum Jenseitsglauben.
    Möglicher positiver Effekt für den Gläubigen: er kann Trost und Hoffnung spenden, indem er Kompensation für erlittenes Leid verspricht > Opium?
    Wahrscheinlich negativer Effekt für den Gläubigen: er kann das Diesseits niemals im selben Masse geniessen, da er immer darauf aus sein muss, Pluspunkte für das Danach zu sammeln….. Zudem riskiert er/sie, sich selbst und andere zu täuschen.
    Da schon merkst Du, dass es der Skeptiker leichter hat, er braucht weder positive noch negative Effekte in dieser Beziehung, da er gar keine Beziehung dazu hat!
    Gruss vom Diesseits ins ebenfalls Diesseits > jenseits der Schweiz!

  3. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Deutschland – Mehrere Verdachtsfälle wegen sexuellen Missbrauchs im Bistum Fulda – Im Bistum Fulda werden derzeit von den Staatsanwaltschaften mehrere Fälle von sexuellem Missbrauch durch Priester und Laienmitarbeiter der katholischen Kirche bearbeitet. Wie das Bistum heute mitteilte, handelt es sich dabei um Vorwürfe gegen drei Priester, die aus den 90er Jahren stammen. Ein Verfahren gegen einen Laienmitarbeiter gehe zurück in die 70er Jahre. Aktuell gebe es einen Verdacht gegen einen weiteren Laienmitarbeiter, hier seien die Ermittlungen aber noch ganz am Anfang, sagte eine Sprecherin. Dazu kämen zwei Altfälle, die von den zuständigen Amtsgerichten geahndet wurden, wobei sich aber neue Vorwürfe gegen die Priester ergeben hätten. Zwei weitere Priester, die ebenfalls schon wegen sexueller Beleidigungen verurteilt wurden, lebten noch im Bistum Fulda. Vier Priester, die sich zwischen 1940 und 1980 sexueller Vergehen schuldig gemacht haben sollen, seien inzwischen gestorben. (25.3.10)

    http://www.nh24.de/index.php?option=com_content&view=article&id=30901:mehrere-verdachtsfaelle-wegen-sexuellen-missbrauchs-im-bistum-fulda&catid=22:allgemein&Itemid=59

  4. Der inverse Goliath sagt:

    @ Anna: (22.03.2010 um 20:24)

    “Zum Stichwort Realität fällt mir, wenn ich den Beitrag von DiG lese (frohe Drohbotschaften, den animistischen Glauben gegen Himmel und Fegefeuer eintauschen, Nährboden, der die Saat aufgehen lässt) auf, dass wir offensichtlich nicht von der gleichen Realität sprechen. Eine Frage an Sie, inverser Goliath: Sind Ihre Bekannten in der Indianermission tätig? Denn ausserhalb allenfalls der Indianermission scheint mir diese Beschreibung nicht zutreffend.”

    Vielleicht driftet die Arbeit einer evangelikalen und einer katholischen Mission auseinander. Ich kenne nur Missionare ersterer Sorte, die allerdings nicht nur in der Indianermission tätig sind. Da die Dogmen der katholischen Kirche auch reichlich klar ausgefasst sind, ausserdem das Fegefeuer ausschliesslich katholisch brennt, denke ich schon, dass eine gewisse Ähnlichkeit der Botschaften besteht.

    Mit wert- und anschauungsneutraler Hilfe meine ich, dass man in einem solchen Land Hilfe zur Sache leistet. Schule und Brunnen bauen, ja. Kirche und Seelsorgerkurse, nein. Dass man nie ganz neutral ist und gewissermassen seine Färbung mit reinspielen lässt, ist klar. Aber es darf kein Aufenthaltsgrund sein, dort die eigene Meinung zu verbreiten. Und das ist nun mal die Aufgabe einer Kirche, egal welcher Denomination.

  5. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Österreich – Die Verunsicherung an der Kirchenbasis ist groß – Massive Missbrauchs- und Misshandlungsvorwürfe gegen Priester haben das Vertrauen der Katholiken in ihre Kirche schwer erschüttert. Konfrontiert damit sind vor allem jene, die an der Basis, in den Pfarren arbeiten. (25.3.10)

    http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/art66,358597,E

  6. Der inverse Goliath sagt:

    @ Nada: (23.03.2010 um 13:41)

    “Leben die Pirahã denn wirklich ein schönes, erfülltes Leben?”

    Mir kommt da immer die Geschichte des Fischers in den Sinn, der zufrieden am Pier sitzt, aufs Meer schaut und von einem Tourist angesprochen wird. Der Tourist ist Consultant in seinem Beruf und kann auch in den Ferien nicht lassen, dem Fischer ein paar gutgemeinte Tipps zu geben. “Hei, fisch doch ein wenig länger und Du kriegst mehr als die fünf Fische, die Dich und Deine Familie versorgen! Dann kannst Du mehr auf dem Markt verkaufen, kannst Dir bald ein Boot kaufen und noch mehr Fische fangen gehen. Bald hast Du einen Fischtrawler, einen kleinen Lastwagen und eine Kühllade, kannst noch mehr fischen und stellst Dir ein paar Leute an, die Dir helfen! Du kriegst noch mehr Geld für Dich und Deine Familie!” Sagt der Fischer “Und was soll ich mit all dem Geld und den Fischen?” Der Consultant eifrig: “Dann hast Du Zeit, Dich niederzulassen, ein Glas Wein zu trinken und zufrieden aufs Meer zu schauen!”

    Meint der Fischer: “Ja, aber das mache ich ja bereits jetzt.”

    Eigentlich spielt das alles doch gar keine Rolle. Diese ständigen Vergleiche, wer die glücklichste Nation ist und wieso und weshalb, ist lauterer Humbug. Glück und Erfüllung ist, was man selber aus seinem Leben macht. All der Sozialneid und die Eifersucht auf Nachbars grünen Garten ist mir zuwider (auch wenn ich ihm manchmal selber anheim falle).

  7. Der inverse Goliath sagt:

    @ um musad: /25.03.2010 um 12:37

    “Ich z. B. als glaeubige Mitschreiberin moechte zum Nachdenken anregen:” Was wenn es das Jenseits gibt !–Was hab ich den verloren,wenn ich an das Jenseits glaube ? — Hab ich schlussendlich nicht eher gewonnen als verloren ?”

    Liebe um musad, auch wenn ich weiss, dass Du noch aus anderen Gründen glaubst, bitte führe nicht dieses Argument an. Es ist eines der schwächsten, finde ich. Das ist die berühmte Pascal’sche Wette. «Besser ich glaube, dann verliere ich auch nicht, wenn es denn einen Gott gibt.» Dann müsstest Du aus Vorsicht auch besser noch an all die tausenden anderer Götter glauben, sonst kommst Du am Ende noch in deren Hades. Und dann musst Du auch einen Ausweg finden, auf all die Religionen, die eine Ausschliesslichkeitsklausel in ihren Grundsätzen haben und nur den Glauben an den «wahren» Gott zulassen.

    Noch weiter ausgeführt, ist diese Wette auf äusserst wackligen Füssen, denn sie stipuliert, dass es nur einen belohnenden Gott gibt oder gar keinen Gott. Vielleicht gibt es aber einen Gott, der nicht belohnt. Vielleicht will Gott ja gar nicht, dass man an ihn glaubt. Vielleicht gibt es einen Gott, aber gar kein Jenseits. Vielleicht gibt es gar keinen Gott, aber ein Jenseits, das man so oder so erreicht. Und wieso blendest Du die «Kosten» des Glaubens aus? Ein gläubiges Leben kann durchaus Opportunitätskosten aufwerfen, die ein Glaubensfreier nicht hat. Die «Gottesfurcht» und all die ‘Dogmas’ sind nicht ohne…

    Oder vielleicht auch anders erklärt – führe ich dieses Argument für meinen Glauben an und sieht der allmächtige Gott am Jüngsten Gericht, dass ich nur aus dieser Wette heraus geglaubt habe, dann kann ich mir vorstellen, wird er mich in etwa genauso behandeln, wie einer der gar nicht glaubt.

    Deshalb meine ich – Vorsicht mit diesem Argument!

    Weiter schreibst Du: “– Nicht n u r das, ich habe noch fuer das Jetzige gewonnen.Weil das was ich aus Koran und Sunna ( Hadithe) lese mich a u c h lehrt im M o m e n t zu leben.Vielleicht sogar um Einiges mehr als ein Normalbuerger( Atheist oder Agnostiker) dies faehig ist zu tun mit seinem Gedankengut.”

    Das musst Du mir erklären, wenn Du Zeit hast – inwiefern denkst Du, kannst Du mehr im Moment leben, als ein Glaubensfreier?

  8. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Vatikan – Nun ist der Papst inmitten von pädokriminellen Skandalen: “Pédophilie: le pape à son tour éclaboussé par les scandales” (25.3.10)

  9. erna sagt:

    @ moria

    Ach so, Sie sind also eine der Altvorderen, die nicht mitbekommen hat, dass die Welt eine Kugel ist………….und dass das mit der Bibel derart abgedroschen ist und als aussagekräftiges Argument nicht taugt. Aber bitte, Sie stellen sich hier so dar nicht ich.

  10. erna sagt:

    @ moria

    ….und unter uns gibt es im blog nicht……..was ganz Neues, was………

  11. eh sagt:

    erna

    Stimmt, niemand weiss wer der andere genau ist. Gerade in einer so grossen Organisation hat ja der einzelne keinen wirklichen Einfluss mehr. Somit muss auch folgendes als reinen Populismus abgetan werden, da die betreffende Person im Rahmen seines Angestelltenverhältnisses nicht anders konnte:”Als Präfekt der Glaubenskongregation habe Joseph Ratzinger 2001 dafür gesorgt, dass alle Missbrauchsfälle unter päpstliche Geheimhaltung gestellt wurden. (Küng)”
    So ein Mensch schreibt dann einen Hirtebriefe (in dem auch Schuldzuweisungen gemacht werden) und vergiesst ganz einfach vor der eigenen Türe zu kehren. :-(

  12. Morgenstern sagt:

    @ hm: “Realität existiert: sie ist der klare, bewusste Blick hinaus, unter Abschaltung bzw. Nicht-in-Gebrauchnahme derjenigen Vorstellungen, die sich in mir aufgebaut haben.

    Wenn ihnen die “nicht-in-Gebrauchnahme” gelingt, dann sind sie wohl nahe dem, was man eben unter “Erleuchtet” verstehen kann. Normalerweise gelingt uns das eben nicht. Unser Gehirn ist ein spezialist darin, “unvollständige” Informationen zu kompletieren. Das ist wohl so eine Art “Mustererkennungsprogramm”, dass eben sofort “Realität” mit “Mustern” überdeckt…

    hm: “Erstes wäre unmittelbares Wahrnehmen, Sehen oder Erkennen in einem alltäglichen Sinn. Unmittelbares Erkennen einer abstrakten Gegebenheit, da bin ich mit Ihnen völlig einig, ist nicht möglich: zum Erkennen abstrakter Dinge müssen wir erst befähigt sein.

    Ich denke, es gibt tatsächlich keinen Unterschied zwischen den beiden Arten des Erkennens. Auch das “alltägliche” Sehen geht einher mit einer sofortigen Abstraktion des Gesehenen.

    hm: “Dazu greifen wir auf vorhandene Vorstellungen, Muster, Ideen oder Werte zurück, ein solches Erkennen ist daher nie unmittelbar – sondern ein sich Orientieren im eigenen Weltbild.

    Auch beim normalen Sehen passiert das. Sie würden ein Tram ganz anders sehen, wenn Sie nicht sofort auf Vorstellungen, Muster, Ideen oder Werte zurückgreifen würden, die bereits in ihnen vorhanden sind.

    hm: “Für Sie ist „unmittelbares Erkennen eigentlich ein Akt der Intuition. Eine Gedanke, sozusagen, der in uns eindringt, ohne über die Sinne zu kommen und ohne aus Verstandesaktivitäten zu resultieren. Ein Gedanke also, der plötzlich da ist und sogleich vom Verstand bearbeitet – und so wohl meist auch verfälscht – wird.“ Ich wage es kaum Ihnen zu widersprechen, was aber würde verfälscht, wenn ich weiter denken würde?

    Was würde passieren? Unsere “Mustererkennungsmaschinerie” würde das per Intuition erhaltene sofort bearbeiten – und somit verändern. Kleines Beispiel: Die (spirituelle) Sonne, die mich aus lauter Liebe geröstet hätte – wenn ich nicht zu tode erschrocken wäre und mich davon abgezogen hätte. War das Gott? Wäre ich tatsächlich geröstet worden? Sie sehen, das reine Wahrnehmen war mir da nicht möglich, sonst wäre ich nämlich nicht erschrocken.

    .

    @ Der inverse Goliath: “Sie schrieben dazu “Wenn ich darin (Meditation -> für Christen “inneres Gebet”) nachlasse, dann bin ich tatsächlich anfälliger für Versuchungen.” dann mag das bedingt stimmen. Was aber sind Ihre Versuchungen und wie können Sie damit umgehen? Welche Versuchungen hat ein Priester und wie kann er damit umgehen?

    Mein Mühsal besteht z.B. in der Nikotinsucht. Die Versuchungen eines Priesters müssen sich da nicht unterscheiden von all den Versuchungen, denen wir alle erliegen können.

    Die Versuchung ist meistens einfach der einfachere Weg. So ist es – um beim Beispiel zu bleiben – einfacher, sich eine Zigi anzustecken, als die Unruhe und Lust zu ertragen, die der Entzug verursacht.

    Wie geht man damit um? Indem man eine andere Lust kultiviert. Die Lust an der Reinheit, Klarheit zum Beispiel. Das tönt wohl abstrakt, es ist aber so, dass ich, wenn ich regelmässig meditiere, ein sehr schönes und angenehmes “Körpergefühl” bekomme. Dieses Gefühl wird meist mit der ersten Zigi ruiniert. Es gilt also, das Gefühl wieder zu holen und es zu pflegen, auf dass es mir wichtiger wird als eben die schnelle Befriedigung durch Nikotin.

    Einfach gesagt: Man muss das Angenehme durch etwas noch angenehmeres ersetzen. Das Problem dabei ist, dass das noch angenehmere anfangs ganz schrecklich schmeckt.

    Wenn Sie das jetzt auf einen pädophilen Priester umlegen, dann heisst das, dass er seine Lustbefriedigung nicht in der sexuellen Handlung suchen sollte, sondern in der Unio Mystica. Das ist eine Erfahrung, die jeglichen weltlichen Orgasmus übertrifft. Das Problem dabei ist, dass es ein sehr langer weg ist dort hin. Dies wäre meine Kritik am Zölibat. Denn wer sich aufmacht in diese Regionen, der verliert nicht etwa die Lust, im Gegenteil wird die phasenweise sogar noch stärker. Das sehen die Inder wohl schon etwas klarer. Warum soll sich der jüngere Mann nicht via Kamasutra die Kundalini hochtreiben? Es scheint doch gar der natürlichere Weg zu sein.

  13. erna sagt:

    @ eh

    Da Sie offenbar meine Botschaft nicht verstanden haben verdeutliche ich nachfolgend meine Aussage: Lesen Sie bitte mal was über die Strukturierung des Vatikans, ist sicher in einer Bibliothek ausleihbar. Und das mit, dass ein einzelner Angestellter in einem Grossbetrieb nichts ausrichten kann. Ich habe viiiiiiel alltäglicher Situationen erlebt mit sogenannten Fachleuten auf dem Gebiet Kommunikation und Psychologie die wenns drauf ankommt nicht wirklich konfliktfähig sind und Schutzbehauptungen aufstellen die tief blicken lassen. Wenn alle, die jetzt so genau wissen wer schuld ist, sich wirklich aus Sachkenntnis reden würden, müsste sich so manch einer in Grund und Boden schämen, weil er / sie noch viel genauer weiss, dass er nicht in der Lage ist sich in seinem Umfeld zu positionieren.

  14. erna sagt:

    @ H. Stamm

    Könnte der Link im Verlaufsfeld “Der Papst und sein Mohammed” der auf eine Website führt: “rumänische Frau kaufen” bitte löschen. Danke.

  15. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Vatikan – Der Theologe Küng, die Opfer-Gruppe Snap und die „New York Times“ werfen Benedikt XVI. vor, als Kardinal vom Missbrauch gewusst zu haben. Der Vatikan widerspricht. Das Vertrauen in den Papst sinkt rapide. (25.3.10)

    http://diepresse.com/home/panorama/religion/548562/index.do?direct=548660&_vl_backlink=/home/recht/index.do&selChannel=

  16. Moria sagt:

    ERNA
    Ach Erna – helfen Sie mir einfach nur – soll nun die christliche Lehre aufgrund der Bibel:
    - wann und wieviel davon ernst genommen werden?
    - aber nicht wörtlich > nur manchmal
    - soll man sie interpretieren > nach Lust und Laune?
    - wann soll man was, wie deuten?
    - wann ist sie (Ihre Worte…) abgedroschen, wann nicht?
    - was ist an ihr abgedroschen, was nicht?
    - ist sie nun – mit welchen Abstrichen – vorgegebene Richtschnur und Leifaden für den Christen oder nur ein Selbstbedienungsrezeptbuch?
    Da wird einem ja nur schwindlig – nochmals, was soll, wann, wieviel, wieviel nicht, befolgt und geglaubt werden und was umgedeutet, interpretiert und weniger geglaubt werden? Bitte um eine ordnende Antwort – Winnie……., auch Sie könnten mir bestimmt und überzeugend dabei behilflich sein!

  17. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Vatikan – Papst Benedikt und der Missbrauch – Priester Lawrence C. Murphy missbraucht hundertfach gehörlose Jungen – und stirbt friedlich und ohne je bestraft worden zu sein. Wie die vatikanische Glaubenskongregation und ihr damaliger Chef Kardinal Ratzinger den Fall erst ignoriert und dann verharmlost haben. (25.3.10)

    http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/802/506967/text/

  18. Emeli sagt:

    Ostern – der Papst steht auf seinem Balkon – der Platz ist menschenleer nur ein weisses Tuch auf dem geschrieben steht-
    diese Ostern wollen wir deinen Segen nicht.

  19. Morgenstern sagt:

    Moria: “Da wird einem ja nur schwindlig – nochmals, was soll, wann, wieviel, wieviel nicht, befolgt und geglaubt werden und was umgedeutet, interpretiert und weniger geglaubt werden? Bitte um eine ordnende Antwort – Winnie……., auch Sie könnten mir bestimmt und überzeugend dabei behilflich sein!

    Ach Moria, spricht Ihr Herz denn nicht zu Ihnen? Wie kommt es nur, dass Sie spirtituelles Licht in der äusseren Welt suchen?

    Thomas Hürliman würde wohl sagen, dass Sie mit dem Auto herumrasen und mit den Schweinwerfern die Oberfläche erleuchten, anstatt dass Sie mal still stehen und die Scheinwerfern nach oben richten würden.

  20. Zweifler sagt:

    @Moria:
    25.03.2010 um 16:26

    Die Bibel ist für mich eine Grundlage über das Leben allgemein. Ich glaube dass viele Religionen zum gleichen Gott führen werden. Sie fragen wieviel befolgt oder nicht befolgt werden soll. Für mich ist das einfach. Die Bibel wurde von Menschen geschrieben. Viele Geschichten haben mit Gott zu tun, bei vielen wurde Gott aber auch missbraucht, wie das ja schon viel der Fall gewesen ist. Als ich wirklich überzeugt nicht an Gott geglaubt habe, das war bis zu meinem 40igen Jahr, konnte ich der Bibel gar nichts abgewinnen. Heute denke ich das ich verstehe was der Kern ist, darum lese ich in der Bibel, aber lange nicht alles.

  21. erna sagt:

    @ moria

    Mal wieder was von Herrn Morgenstern:

    Herr Meier hält sich für das Mass der Welt. Verständlich ist allein, was ihn erhellt.
    Herr Meier sagt, wozu doch eure Kunst, wenn nicht für mich! Sonst ist sie eitel Dunst.
    Noch mehr, bei weitem mehr: Herr Meier meint, dass dann die Kunst im Grunde stäflich scheint.
    Man muss sich eiligst von Herrn Meier wenden, umnicht mit Mord und Raserei zu enden.

    Stark abgeschwächt, aber so ähnlich kommen Sie momentan rüber…..

  22. Zweifler sagt:

    @Moria

    Nehmen wir doch Salomo. Das ist eine Erfindung und mehr nicht. Wenn es ein so grosses Reich gegeben hätte, wäre das ganz sicher hystorisch beweisbar. Der Hammer sind ja seine 1000 Frauen… Bei täglich einer Frau, hätte das bedeutet 3 Jahre für einen Umgang. Wie mir das ein bibelgläubiger Christ verkaufen will, ist mir schleierhaft.

  23. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Schweiz – Pädophiler Priester gründet Kinderchor – Der wegen sexueller Übergriffe in die Schlagzeilen geratene pädophile Priester, der bereits vergangene Woche den sexuellen Missbrauch an einem ehemaligen Ministranten in der Klosterkirche Birnau am Bodensee gestanden hat, hat im aargauischen Baden jahrelang mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. (25.3.10)

    http://www.suedkurier.de/region/hochrhein/kantonaargau/Paedophiler-Priester-gruendet-Kinderchor;art372604,4222866

  24. erna sagt:

    ebenfalls Morgenstern:

    Es flog ein Stein so weit, so weit – und hatte doch kein Federkleid!
    Es war ihm ja zu gönnen. Indessen rechte Seltsamkeit, dass Steine fliegen können

    Unendlich viel geschah, just da ich Mensch gewesen.
    Und was geschah von dir?
    von mir?
    Das, was geschah zu lesen.

    und nicht an Gorki

    Ich misse mehr und mehr den Ernst für eines Dichters Predigt. Was du, mein Freund, vom Dichter lernst, ist meistens längst erledigt.

    ….hat doch was @ moria

  25. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Deutschland – Der Halveraner Priester, der auf einer Onlineplattform für Homosexuelle Partner für Sex-Treffen gesucht haben soll, wurde nicht vom Dienst suspendiert. Er habe sich jedoch bereit erklärt, nach Aussage von Bischof Franz-Josef Overbeck, sein Amt vorerst ruhen zu lassen. Der Priester habe sich unter dem Namen „indridason” anderen Männern zum Sex angeboten. Unter anderem habe er den Wunsch geäußert, ausgepeitscht zu werden. Kurz nachdem Mitarbeiter der Zeitung den Geistlichen mit Fotos von der Internetseit konfrontiert hatten, sei das Profil gelöscht worden. (23.3.10)

    http://www.derwesten.de/staedte/halver/Halveraner-Priester-ist-nicht-vom-Dienst-suspendiert-id2776256.html

  26. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Rom – Kleikale Missbrauchsopfer verlangen von Papst die vatikanischen Akten über den weltweiten Missbrauch durch Kleiker zu öffen und pädokriminelle Priester zu entlassen: “Priester Victims of sexual abuse by priests demonstrated at the Vatican on Thursday demanding that Pope Benedict open up files on pedophile Catholic clerics worldwide and immediately defrock all “predator priests.” (25.3.10)

    http://www.reuters.com/article/idUSTRE62O2X420100325?feedType=RSS&feedName=topNews

  27. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Irland – Ein weiterer Bischof gesteht Unterlassungen im Zusammenahng mit Kindsmissbrauch: “Yet another Irish bishop admits child abuse failure” (25.3.10)

    http://www.irishcentral.com/news/Yet-another-Irish-bishop-admits-child-abuse-failure-as-Vatican-may-force-Cardinal-Brady-to-resign-89115547.html

  28. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Vatikan – Benedikt und der Missbrauchskandal – Der Papst gerät wegen des Umgangs mit Missbrauchfällen weiter ins Zwielicht: Die im Jahr 1996 von ihm geführte Glaubenskongregation hat damals auf Strafen gegen einen pädophilen Priester verzichtet. Benedikts Autorität als Kirchenführer schwindet – warum ist er eigentlich noch im Amt? (25.3.10)

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,685682,00.html

  29. zoe sagt:

    zweifler

    rechne, bei täglich drei frauen? gibt wieviele monate für einen umgang? :)

  30. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Schweiz – Bis zu 30 Zwangsheiraten pro Jahr in Zürich – In der Stadt Zürich werden jedes Jahr bis zu 30 Paare gegen ihren Willen verheiratet. Ihnen bleibt oft nur die Entscheidung: Die ungewollte Ehe akzeptieren oder mit der Familie brechen. – Hinduistische Tamilen, christlich-orthodoxe Assyrer, alevitische Kurden, katholische Kosovaren und muslimische Türken: Sie werden besonders häufig gegen ihren Willen verheiratet. Dies zeigt eine Studie der Stadt Zürich, die heute Donnerstag präsentiert wurde. (25.3.10)

    •www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Bis-zu-30-Zwangsheiraten-pro-Jahr-in-Zuerich/story/20146804

  31. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Schweiz – Viele Priester fühlen sich verletzt, wenn sie von sexuellen Übergriffen anderer Priester erfahren. Dies sagte Nicolas Betticher, Generalvikar der Diözese von Lausanne-Genf-Freiburg im Interview mit den “Freiburger Nachrichten” (25. März). Die Kirche sei eine Familie, “wir Priester sind eine Brüderschaft”. Trotzdem “stehen wir unseren Mitbrüdern bei, auch wenn sie etwas Falsches gemacht haben”, so Betticher.

    …und wie fühlen sich die Opfer, wer steht ihnen bei?

    http://www.kipa-apic.ch/index.php?pw=kineupa&na=0,0,0,0,d&ki=206198

  32. winnie the pooh sagt:

    Geliebter Michael

    Vergessen Sie bei Ihren Links nicht auf den 1. April (Gründonnerstag). Da betascht doch tatsächlcih eine höchstgestellte Person der katholischen Kirche 12 römische Waisenknaben an ihren Füssen. Wenn das kein Skandal ist, den Sie aufdecken sollten.

  33. winnie the pooh sagt:

    “In der Stadt Zürich werden jedes Jahr bis zu 30 Paare gegen ihren Willen verheiratet.”

    Wenn man nur die Ehemänner fragen würde, wäre die Zahl wohl 10 bis 100 Mal höher.

  34. winnie the pooh sagt:

    “Das wäre nicht notwendig, hätte man die Möglichkeit, einen Partner an seiner Seite zu haben.”

    Na ja, auch etwas idealisierend

  35. winnie the pooh sagt:

    “Sie erinnern sich, dass in der Schweiz z.B. Vergewaltigung in der Ehe erst seit kurzem überhaupt angezeigt werden kann”

    Das Erschreckende an diesem Blog ist, dass immer der gleiche Käse neu erzählt wird. Diese Behauptung hatten wir schon einmal und ich habe schon einmal darauf hingewiesen, dass der Tatbestand der Gewaltigung zwar früher den Begriff ausserhalb der Ehe einschloss, dass aber Vergewaltigungen innerhalb der Ehe als Nötigung (allenfalls auch Körperverletzung) bestraft wurden und damit sehr wohl angezeigt werden konnten.

    Un dliebe Erna, Sie wissen ganz genau, welches Huhn ich mit Ihnen zu rupfen hätte, wenn Sie mir vor die Flinte kämen.

  36. um musad sagt:

    @ Felix , Moria

    Es ist mit jetzt mit Euren Postings an mich gerade aufgefallen, das fuer Euch Glaube sofort mit Leiden zu tun hat.
    Ist das evtl. eine starke Abfaerbung von Verstaendnis von christlichem Glaube ?

    Aber o.k reden wir vom Leiden. Existiert das Leiden in einem Leben ohne Glauben nicht ?Kann man es ganz muehelos aus dem Weg wischen
    Wie geht man als – nicht an das Jenseits glaubend – mit dem Leiden um ? –( Moechte ich eingentlich gerne von Euch zwei wissen).

    Felix sagt:
    “Ein Glauben an ein Leben nach dem Tod macht einen pflegmatisch oder wenigstens passiv gegenüber dem, was einem im Leben geschieht.”

    Also, vielleicht fehlt es mir an mehr Selbstkritik, aber sorry, ich kann mein Leben tatsaechlich nicht als pflegmatisch oder passiv gegenueber dem, was einem im Leben geschieht , erkennen.

    “Wer meint als Gläubiger diese Haltung gegenüber dem Leid und dem Leben nicht einzunehmen, muss sich dessen bewusst sein, dass er dem anderen Gläubigen mit seinem Glauben eine Rechtfertigung gibt für seine Passivität gegenüber dem Leid.”

    Vielleicht verstehe ich dieses Statement nicht recht. Aber in der Praxis hab ich da eher das Gegenteil erfahren.
    Ich habe erfahren, das von meinem fruehren Bekanntenkreis es Jemandem sehr schlecht ging ( psychisch). Wenn mir jetzt jemand weissmachen will diese Person hatte in jener Zeit n i c h t gelitten, dann friss ich einen Besen!
    Und was war die riesengrosse Aktivitaet, die Mitmenschen aus eher Atheisten-ecke dieser Person zu bieten hatten ? Vom Artz natuerlich Gespraeche und Medikamente.Dazu Berschaeftigungs-Therapie ( wie Handarbeiten, Spiele, Kuechendinst,ecct.)—NB.dies kam alles aus bezahlter pysch.Betreuung.
    Was kam aber von Freunden und Verwandten( eher atheistisch angehaucht ) ? Natuerlich Besuche, eher hilfloses Zureden, und Ratschlaege.
    Ich viele kilometerweitweg von dieser Person, bekam die Nachricht, das sich ueber Wochen kaum etwas gebessert hat.– Also tat ich was in meinen Kraeften stand. ( Ich zaehle jetzt nicht auf was ich unternommen habe, ich mag auch nicht besonders den Eindruck erwecken, ich moechte mich selbst ruehmen. Aber passiv war ich dieser Situation gegenueber ganz sicher n i c h t ! ) Aber ob Ihrs jetzt glaubt oder nicht, diese Person war mir dankbar fuer ‘ meine’ Hilfe.

    @ Der inverse Goliath

    Bitte noch einwenig Geduld, danke!

    U.M.

  37. Morgenstern sagt:

    winnie the pooh: “Un dliebe Erna, Sie wissen ganz genau, welches Huhn ich mit Ihnen zu rupfen hätte, wenn Sie mir vor die Flinte kämen.

    Scheint, sogar für’s Fleisch ist vorgesorgt. :-D

  38. um musad sagt:

    test
    test

  39. erna sagt:

    @ winnie the poo

    Wie bitte: Sie würden ein Huhn rupfen, wenn ICH Ihnen vor die FLINTE laufen würde. Wie soll ich das bitte verstehen. Die Aussage ist durchaus erheiternd aber leider völlig unverständlich.

    Aber Morgenstern hat auch die Hüher einbezogen:

    In der Bahnhofhalle, nicht für es gebaut, geht ein Huhn hin und her…..
    Wo, wo ist der Herr Stationsvorsteh’s
    Wird dem Huhn man nichts tun?
    Hoffen wir es! Sagen laut: dass ihm unsere Sympathie gehört, selbst an dieser Stätte, wo es – “stört”!

    Und zudem bewege ich mich nicht in so gefährlichen Gegenden wo Männer mit Flinten auf harmlose ältere Frauen zielen, das muss auch noch gesagt sein. Na, passen Sie nur gut auf, wenn Sie auf Frauenjagd ziehen…………halali – Weidmannsheil!
    Bin ich froh, dass ich mich bei dieser Brätlerei nicht angemeldet habe. Eigentlich ist Ihre Aussage eine Warnung an alle weiblichen Teilnehmer: Winnie the Poo lauert ihnen gelegentlich mit der Flinte auf……..haben Sie nicht Gescheiteres zum Bräteln? Und tragen Sie das zu rupfende Huhn mit auf ihrer Jagd?……..erna, die Anti-Dominante ohne Sozialarbeitersyndrom, die immer gleich so emotional wird………

  40. eh sagt:

    erna

    Ja, ja die anderen (inkl. uns) sind auch nicht besser, da haben sie sicher recht und der Papst ist eben nicht unfehlbar.Und jetzt sind sie es aber die mit Anschuldigungen um sich wirft. Damit wird der Papst und die RKK auch nicht weisser gewaschen.
    Und was ist jetzt mit der Aussage von Küng (Missbrauch geheimhalten…sie wissen schon)? Sollten nicht irdische Taten ganz einfach vor ein irdisches Gericht? Was meinen Sie?

    PS: Das mit der Konflikfähigkeit von Fachleuten habe ich auch so erlebt. Der reinste Kindergarten kann ich ihnen sagen.

  41. zoe sagt:

    morgenstern

    :)

  42. winnie the pooh sagt:

    @ notwinnie

    Ihr letzter Beitrag ging wieder ein bisschen in Richtung atheistischer Troll der Küng nur als Feder benutzt, um das arme Bärlein, das einen offenbar so stark beschäftigt, zu kitzeln. Lustig Ihr kleines Versteckspiel.

    Sie sind ja als atheistischer Troll hier die Ausnahme. Den Schlüssel finden wir in den Worten Gelangweiltheit, Humbug. Gleichgültigkeit. Sie wollen die schwarzen Schäfchen, die da abseits der Ernsthaftigkeit einmal über den und dan über den anderen Hag fessen (und damit das zentrale Thema des titanischen Kampfs der Panglosse gegen die Schwarzröcke relativieren und entwerten) auf den geraden Pfad der Tugend (entweder himmelwärts hinauf, oder hinunter in die Hölle der Gottlosen, wahlweise können die Richtungen auch umgekehrt werden) treiben. Oh dass Ihr doch kalt oder warm wäret, dafür, dass Ihr lau seid, will ich Euch ausspucken (Siehst Du Moria, auch ich kann die Bibel zitieren, ich muss allerdings sagen, dass mich Notwinnie mit “gleichgültig” wohl besser duchschaut, als Du mit Deinem Vorzeigechristen). ). Und das ist eben faszinierend. Trolle und Blogger in gelegentlichen Trollrollen (eben zum Beispiel Atheisten, die sich plötzlich für Küng einsetzen, der Widerhaken hat, dann aber plötzlich doch “harmlos” ist), die wollen es gar nicht lustig haben, sie spielen die Rolle des Narren im Barockdrama, der mit seinem kosntanten Widerstand zeigt wie verworfen die Welt derer, die nur um des Humbugs willen argumentieren, ist. Schön und gut aber die Tatsache alleine, dass die Langeweile des Gelangweilten moralisch unzulässige Gleichgültigkeit oder feige Abschottung gegenüber dem Leid der Welt ist, macht eben platten aufklärerischen Rationalismus im Kampf gegen die RKK noch nicht zum Titanenkampf sondern ändert nichts daran, dass es dabei zumindest auf dem Blog um Zänkereien zweier Randgrüppchen geht. Wenn man Minarette abbrechen will, ist man vielleicht nicht gleichgültig aber ..)Mit andern Worten. Durch Vertrampen eines Bärleins steigt man nicht in Elysische Gefilde hoch, denn die kläglichen Überreste eines Bärchens, aus dem die Sägespäne herausgeronnen sind, sind nur ein jammervolles Podest für die eigene Erhöhung. Deshalb. Kehren Sie wieder zu Ihrem eigenen Nick zurück, schreiben Sie wieder über Ihre angestammten Themen, lassen Sie Küng, der Ihnen genauso wenig liegt wie mir (und der nur Moria Freude macht, weil er ein Verbündeter im Kampf gegen die RKK ist), einen guten Mann sein und brechen Sie diese Diskussion ab, es sei denn meine pawlowschen Antworten bereiteten Ihnen Freude, dann können wir gerne auch weiter machen.

    Als Geschenk an Sie (das zeigt, was barocker Titanengeist, zu dem wir beide nicht mehr fähig sinn, wäre, ein Gedicht vom lieben Hoffmannswaldau:

    “Was ist die Welt und ihr berühmtes Glänzen?
    Was ist die Welt und ihre ganze Pracht?
    Ein schnöder Schein in kurzgefaßten Grenzen,
    Ein schneller Blitz bei schwarzgewölkter Nacht,
    Ein buntes Feld, da Kummerdisteln grünen,
    Ein schön Spital, so voller Krankheit steckt,
    Ein Sklavenhaus, da alle Menschen dienen,
    Ein faules Grab, so Alabaster deckt.
    Das ist der Grund, darauf wir Menschen bauen
    Und was das Fleisch für einen Abgott hält.
    Komm, Seele, komm und lerne weiter schauen,
    Als sich erstreckt der Zirkel dieser Welt!
    Streich ab von dir derselben kurzes Prangen,
    Halt ihre Lust für eine schwere Last:
    So wirst du leicht in diesen Port gelangen,
    Da Ewigkeit und Schönheit sich umfaßt.”

  43. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches

    Vatikan – Unheilige Praktiken der Vatikanbank – Es ist etwas faul im Staate Rom: Die Vatikanbank wusch jahrelang das Geld der Mafia weiss – mit dem Segen des damaligen Papsts Johannes Paul II. Es sind nicht nur Pädophilie-Skandale, welche die katholische Kirche gerade erschüttern: Das neu erschienene Buch «Vatikan AG» gewährt Einblick hinter die Kulissen der Vatikanbank – und zeigt Sauereien von biblischem Ausmass auf: Milliarden von Euro sind mit dem Wissen von Päpsten und Kardinälen in den heiligen Hallen weissgewaschen worden. Hohe Mafiabosse hätten genauso auf der Kundenliste gestanden wie italienische Ministerpräsidenten. (25.3.10)

    http://bazonline.ch/ausland/europa/Unheilige-Praktiken-der-Vatikanbank/story/14058948

  44. Nada sagt:

    @Felix: Wer meint als Gläubiger diese Haltung gegenüber dem Leid und dem Leben nicht einzunehmen, muss sich dessen bewusst sein, dass er dem anderen Gläubigen mit seinem Glauben eine Rechtfertigung gibt für seine Passivität gegenüber dem Leid.

    Ja, ja der Martin Luther King hat den Gläubigen eine schöne Rechtfertigung gegeben, ihre Unterdrückung passiv hinzunehmen.

    Aber Zufall sei dank, seit Europa säkulärer geworden ist, lassen sich die Menschen hier nichts mehr gefallen. Es ist wirklich bewundernswert wie die schlecht bezahlten Zeitarbeitskräfte für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen, während ihre (oft gläubigen) Grosseltern brav alles Leid hinnahmen.

  45. Anna sagt:

    @ zoe

    Zu Ihrer Frage von gestern, 18:47 Uhr. Diese Bemerkung war halb-ernst gemeint, einen wahren Kern hat dieser Spruch vermutlich durchaus.

    @ Winnie the Pooh

    Mich würden in Bezug auf indigene Völker wie die glücklichen Pirahãs folgende Fragen interessen. Nehmen wir an, diese Volk betrachtet die Natur, also z.B. die Bäume und ihre Früchte, die Flüsse und ihre Fische, usw., nicht als Sachen, die Gegenstand von Eigentum sein können. Aber wie ist es dann, wenn ein Indio aus einem Ast einen Pfeilbogen herstellt – wem gehört dieser Pfeilbogen? Dem ganzen Stamm gemeinsam, dem Häuptling, oder dem, der den Pfeilbogen gegestellt hat? Und wenn einer einen Fisch fängt, wem gehört dieser Fisch, und wer bestimmt, wer ihn essen darf? Diese Fragen finde ich sehr interessant, ich werde versuchen, etwas darüber herauszufinden.

    An alle zum Thema “glückliche Pirahãs”: Auffallend an solchen Diskussionen ist immer, dass in unserer Kultur Unabhängigkeit, auch Unabhängigkeit von der eigenen Herkunft und Tradition (inkl. Religion) als sehr wichtig bewertet wird. Äusserst wichtig sind auch die Wahlmöglichkeiten des Einzelnen, betreffend Ausbildung, Wohnort, Lebensstil, Beziehungen, usw. Alles, was diese Freiheiten einschränkt, gilt bei uns als “unglücklich machend”. Gleichzeitig halten wir die Indianer, die überhaupt keine Wahlmöglichkeiten haben, und auch keine realistischen Möglichkeiten, aus ihrer Tradition auszubrechen, für “glücklicher”.

  46. erna sagt:

    @ eh

    Wovon reden Sie jetzt: Von dem mit Schrotflinte bewaffneten älteren Frauen auflauernden winnie oder von den Missbrauchsfälen. Das mit winnie können Sie nachlesen, das hat er selbst geschrieben: wenn ich vor seine Flinte laufe würde er ein Huhn rupfen. Ich bewege mich wirklich nicht in so gefährlichen Gegenden und bisher hat winnie behauptet er sei Anwalt – warum er dann Hühner zum rupfen mit sich herumträgt? heute ist doch nicht erster April…..

    M. Wissens geht man zumindest davon aus, dass zumindest künftig Missbrauchsfälle vor ein weltliches Gericht gezogen werden. Ob die Opfer, die um ihr Recht gekämpft und die Sache jetzt den Medien “überlassen” (?) eine Sammelklage einreichen werden weiss ich nicht. Wenn die Angelegenheit tatsächlich via Vatikan geht könnte das länger dauern aber auch unsere Gerichte leiden nicht eigentlich unter Beschäftigungsnotstand.In meinen Augen ist die Sache ohnehin sehr komplex und ich hoffe sehr, dass es nicht bei den Höflichkeitsgesprächen bleibt, die bisher geführt worden sind. Und man habe doch ein wenig Nachsicht mit dem älteren Herrn in Rom, den man doch nicht einfach für als was in der Welt falsch läuft in die Wüste schicken kann. Obwohl, dort sollen gelegentlich brennende und sprechende Dornbüsche auftreten. Käme allerdings sehr drauf an, mit welche Eingebungen seinen Geist bereichern würden………ein brennender Dornbusch ist ein brennender Dornbusch und allzu sehr sollte man in sowas auch wieder nicht vertrauen………….

  47. winnie the pooh sagt:

    @ Bamberger

    Ihr Beitrag von 18.28 Uhr.

    Ich habe den Link nachgelesen (sehen Sie, sogar ich lese Ihre Links). Darf ich Sie einfach bitten, einmal zu recherchieren, ob es hier um die Zeit vor oder nach 1989 geht. Geht es nämlich um die Zeit vor 1989, dann handelt es sich um den Marcinkus-Skandal, der bereits allgemein bekannt ist. Die Baz macht ihre Enthüllung ohne jede konkreten Datenangaben und es gibt einen gewissen Verdacht, dass hier ein junger Journalist ohne Geschichtskenntnisse einfach einen allgemein bekannten und in der Presse breit dargestellten Skandal aufwärmt. Wenn wir bereits abgehakte und aufgedeckte Skandale auch noch diskutieren wollen, dann sollten Sie bald auch einen Link zu Lucrezia Borgia posten.

    Wennes abe rwirklich um die Zeit nach 1989 geht, dann wäre man wirklich interessiert zu wissen, weshalb die Sanierung des IOR (so hiess die Vatikanbank, Institut für religiöse Werke) durch de Weck nicht gelungen ist,

    PS Nach Kurier hat der Autor des betreffenden Buches die Bank in einem Zeitraum von 1978 bis 1993 untersucht. Die Sanierung durch De Weck erfolgte von 1989 bis 1997. Interessanter wäre also die Zeit von 1997 – 2010

  48. erna sagt:

    @ zoe

    Ich zitiere Gedichte vom Dichter: Christian Morgenstern, dessen Name, jedenfalls den zweiten Teil, ein Blogger nur entliehen hat…….

  49. eh sagt:

    erna
    Ja bei künfiten Missbräuchen kann man dies nur hoffen. Und ich will den alten Herrn in Rom nicht loswerden. Aber so ein bischen Busse tun wäre schon noch christlich. Auf Vergebung kann man meines Wissens aber nur zählen wenn man bekennt, ich hoffe deshalb er hat dies wenigstens in der Beichte getan.
    Die Probleme auf dieser Welt müssen mit den Kirchen gelöst werden, nicht ohne sie. Ich denke nach so langer Zeit wäre eine Reformation bei der RKK angebracht. Sich nicht verändernde Strukturen sind irgenwie tot.

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