Die katholische Kirche, die Petrus auf einen Fels gebaut hatte, taumelt in Europa von Skandal zu Skandal. Der am Samstag veröffentlichte Hirtenbrief des Papstes zu den sexuellen Übergriffen hätte zum Befreiungsschlag werden sollen, doch das höchstinstanzliche pastorale Schreiben wurde erneut zum Bumerang. Die wohl tiefste Krise der katholischen Kirche zeigt exemplarisch, dass der elitäre Männerbund im Vatikan den Bezug zur Realität und den Blick für die Gläubigen weitgehend verloren hat. Und wohl auch die Gunst des Himmels – wenn es diesen denn gibt. Man stelle sich vor, was Rebell Jesus von seinen Erbverwaltern auf der Erde halten würde. Er müsste sie wohl wie die Pharisäer aus dem Tempel werfen.
Ein paar Stationen, die den Geist der Kirche dokumentieren:
Der Papst ernennt Marian Eleganti vor kurzem zum Weihbischof von Chur. Eleganti war viele Jahre Mitglied der reaktionären «Seidnitzer-Sekte», des umstrittenen Priesterwerks des österreichischen Priesters Josef Seidnitzer. Die Marienverehrer waren selbst dem Vatikan ungeheuer, ihr Priesterseminar wurde nicht anerkannt. In seinem Lebenslauf verschweigt Eleganti seine geistige und geistliche Verirrung.
Widerstand gegen Eleganti gibt es im Bistum kaum, obwohl Eleganti der vielleicht grössere Hardliner ist als Wolfgang Haas, den vor allem die Zürcher Katholiken zum Teufel gejagt haben . Einzig der Volketswiler Pfarrer Marcel Frossard wagt öffentliche Kritik. Er befürchtet, dass das Bistum Chur zur Sekte wird.
Der Vorgang ist bezeichnend für den Zustand der Kirche: Der Vatikan ist nicht von seiner erzkonservativen Linie abgerückt und bringt im zweiten Anlauf nach Haas einen weiteren Traditionalisten. Und die kritischen Gläubigen sind müde geworden, gegen die reaktionären Kräfte anzukämpfen. Sie sind in die innere Immigration geflüchtet oder haben sich endgültig von der Kirche entfremdet. So verkommt sie zum frömmelnden Altherren-Club, der keine Priesteranwärter mehr findet und 80-Jährige Pfarrer auf die Kanzel schicken muss. Attraktiv bleibt sie so vor allem für weltfremde autoritäre Musterschüler, die womöglich einen verklemmten Bezug zur Sexualität haben.
Ein weiteres Beispiel ist der Hirtenbrief. Heute diskutieren Medien und Öffentlichkeit nicht über dessen Kernbotschaft, sondern über die Umstände und Auslassungen. Der Papst erwähnt nur Irland und übergeht die jüngsten Enthüllungen in Deutschland.
Ein Zufall ist das nicht, denn dann würde er selbst ins Zentrum der Diskussion rücken. Denn keiner wusste so viel über die Übergriffe wie er, wie Hans Küng erklärt. Und keiner hat die Skandale so erfolgreich unter den Teppich gekehrt. Als Erzbischof von München und in seiner 24-jährigen Zeit in der Glaubenskongregation hatte Papst Benedikt XVI. Als Sittenwächter direkt mit den Übergriffen zu tun gehabt. In der Kongregation würden «seit langem alle Missbrauchsfälle zentralisiert, damit sie unter höchster Geheimhaltungsstufe unter der Decke gehalten werden können», erklärte Küng.
Es ist deshalb kein Zufall, dass sich Ratzinger in seinem Hirtenbrief nicht für die Politik der gezielten Vertuschung entschuldigt, wie die Opfer von Irland monieren. Der Papst hätte sich selbst anklagen müssen. Und zugeben, dass er zu einem grossen Teil mitverantwortlich war für die Taktik, dass fehlbare Priester einfach versetzt wurden. Und sich munter weitere Übergriffe leisten konnten.
Wenn Kirche so aussieht, so stellt sich die Frage, woher sie ihre Daseinsberechtigung als Hüterin von Ethik und Moral nimmt.




























@Rabbi Jussuf
Die Fragestellung für mich ist nicht, ob es eine Hölle braucht, sondern ob es eine Hölle gibt. Ich glaube tatsächlich, dass es sie gibt, nicht erst im Jenseits, sondern bereits im Diesseits, wenn Menschen ihre Gier und Hass voll ausleben.
@Zweifler: Wenn Sie Christin sind, glauben Sie ja auch an die Schöpfungsgeschichte, da steht aber nirgens, dass Gott auch die Hölle erschaffen hat.
Haben sie jemals das NT gelesen? Glauben sie mir, dort finden sie den Begriff Hölle. Dass für Christen nur die Genesis zählen sollte, ist mir neu.
@ Zweifler
Wenn Gott von niemandem eine Entscheidung braucht, dann brauche ich ja auch nicht an ihn zu glauben, um trotzdem ins Jenseits zu kommen, so es denn eines gibt. Oder habe ich Ihre Aussage falsch verstanden?
@Der inverse Goliath:
26.03.2010 um 16:31
Sie haben mich richtig verstanden. So wie ich Sie hier kennenglernt habe, haben Sie von Gott mehr angenommen als Sie vielleicht denken
@Nada:
26.03.2010 um 16:25
Ich habe das NT sogar mehrmals gelesen. Sie haben ja gesagt, dass es die Hölle bereits im Disseits gibt wenn Hass und Gier herrscht. Mit dieser Hölle bin ich einverstanden, aber das mit der ewigen Verdammnis und so, glaube ich nicht.
@Rabbi Jussuf: So, wie Sie es schildern, kommt keiner in die Hölle.
Wer wohin kommt, weiss und bestimm doch nicht ich!! Ich habe Gott als barmherzig erfahren. Wieso sollte ich daran zweifeln, dass er zu allen Menschen barmherzig ist? Vielleicht ist meine Gotteserfahrung auch nur Illusion in meinem Gehirn und es gibt kein Jenseits. Alles ist möglich. Aber auch ohne Jenseits finde ich es ein Gewinn, wenn man den Geboten von Jesus folgt.
@DiG
” Ich habe meine Freunde, meinen Hund, mein Tagebuch, meine Musik, meine Gedanken, mein Optimismus…. die mir helfen, den Moment zu geniessen.”
Das ist doch Gott, oder etwa nicht?
@ Nada
Stimmt, richtig erkannt. Die Kosten des Glaubens, die ich angeführt habe, müssen nicht unbedingte Kosten sein. Ich führte sie auch nur deshalb an, weil sie eine Bürde sein können. Wie auch das Leben eines Glaubensfreien eine Bürde darstellen kann, da er vielleicht sucht, aber nicht findet.
Es ging mir nur darum, aufzuzeigen, dass die Gleichung «Glauben = Eitel Freude im Dies- und Jenseits» nicht aufgeht (und ich spreche bewusst nicht von den täglichen Sorgen und Nöten, die jeder von uns mal hat).
Die Hölle wiederum, ist ein ganz harter Brocken. Versuchen Sie mal das Experiment, in dem Sie sich bewusst von Gott abwenden und ein glaubensfreies Leben aufzubauen suchen. Wie schnell holt Sie das schlechte Gewissen ein, dass Sie nun der Verdammnis anheim fallen werden, so Sie gleich heute noch vom Tram überfahren würden? Da geht man ganz schnell wieder zum sicheren Glauben zurück, beichtet, betet und ist sich wieder des Himmelreichs sicher. Das heisst konkret, dass, so viel Ihnen der Glauben auch gibt, Sie doch auch wissen, dass es keinen anderen Weg für Sie gibt! Es ist Gott oder ewige Verdammnis. Deswegen ist das Geschenk Jesu am Kreuz auch kein Geschenk. Ein Geschenk kann man annehmen oder ablehnen ohne dass einem gleich der Tod in alle Ewigkeit angedroht wird.
Sie sehen die eigentlichen Kosten und die Bürde, die Sie tragen gar nicht. Weil der schmale Pfad den Sie gehen, links und rechts in die Hölle führt und Sie tunlichst vermeiden, einen Fehltritt zu tun. Das mag für Sie meist beschwingt, fröhlich und voll der Gnade aussehen – ist es aber aufgrund der vorweggenommenen Entscheidung gar nicht.
Deswegen ganz direkt ausgedrückt – glauben Sie weiter, Sie kommen sonst in die Hölle!
[Wissen Sie, wie lange es brauchte, mich davon zu lösen, dass mit meiner Aufgabe des Glaubens die Hölle auch nicht mehr existiert? Sehr sehr sehr viel länger, als die Überzeugung, dass der christliche/abrahamitische Gott nicht existiert]
Nada:
26.03.2010 um 16:40
“Aber auch ohne Jenseits finde ich es ein Gewinn, wenn man den Geboten von Jesus folgt.”
Dass es ein Gwinn für Sie ist, kommt bei Ihnen auch sehr gut zum Ausdruck. Ich kenne wenige Christen die so sind wie Sie!
@DiG
[Wissen Sie, wie lange es brauchte, mich davon zu lösen, dass mit meiner Aufgabe des Glaubens die Hölle auch nicht mehr existiert? Sehr sehr sehr viel länger, als die Überzeugung, dass der christliche/abrahamitische Gott nicht existiert]
Das muss schwer gewesen sein! Das mit der Hölle habe ich auch in meiner aktivsten freikirchler Zeit nie geglaubt. Das war für mich immer nur ein Druckmittel und mehr nicht. Vielleicht ist das bei mir so gewesen, weil ich die ersten 4 Jahrzehnte meines Lebens gar nichts vom Glauben gehalten habe.
@ Zweifler
Mit Ihrer Vorstellung von Gott haben Sie eine schöne, deistische, vielleicht sogar pantheistische Weise gefunden, die sehr viele Leute, Gläubige wie Glaubensfreie für sich akzeptieren können. Denn es umfasst alles und nichts. Aufgrund unserer christlichen Herkunft und der damit einhergehenden Vorbelastung mit dem Term «Gott» oder «Jesus» kann ich dann nichts mehr anfangen. Er schränkt bereits ein. Deswegen vermeide ich es, mich als gläubig oder gar christlich zu bezeichnen.
@ Nada
Stimme Zweifler um 16:44 vollumfänglich zu.
@DiG
Die Bibel hat heute noch eine Bedeutung für mich, weil ich durch sie Gott wie ich ihn verstehe kennengerlent habe. Die ersten 40Jahre meines Lebens waren sehr stark materiell geprägt. Ich konnte oder wollte vieles nicht verstehen. Erst durch die Bibel und eine Zeit in der es mir nicht gut ging, habe ich viel von dem kennengerlernt was ich früher verpasst habe.
@ Zweifler
Da Sie mit offenem Verstand lesen (wie Sie heute morgen postuliert haben), denke ich auch, dass Sie ein sehr liberaler und nicht literarer Gläubiger sind, da Sie nichts wortwörtlich nehmen, das Ihnen nicht zusagt. Diese Zurechtschneidung des eigenen Glaubens auf seine Bedürfnisse ist es, was mich schön dünkt. Es deckt sich mit meiner Vorstellung eines Weltanschauungspatchworks, ob das nun glaubensfrei oder glaubend ist.
[Wie bereits früher mal erwähnt, ist es damit halt einfach etwas schwieriger, sich Christ zu nennen, weil damit einige Lehr- oder Grundsätze einhergehen, die Sie so nicht übernehmen oder für sich als gut und richtig empfinden. Was aber nichts damit zu tun hat, dass Ihr Glauben für Sie wertvoll und richtig ist.]
@Der inverse Goliath: Deswegen ganz direkt ausgedrückt – glauben Sie weiter, Sie kommen sonst in die Hölle!
Ach in diesen Blog hat mir bereits mal eine Janine gedroht, dass ich mich auf dem breiten Weg zur Hölle befinde. Das hat mich genauso wenig beeindruckt wie jetzt ihre Warnung. Dass sie sehr lange brauchten, um sich von den Höllendrohungen freizumachen, die man ihnen als Kind eingebläut hatte, glaube ich sofort. Ich finde dies auch verständlich, kann es aber trotzdem nicht ganz nachvollziehen, da ich nicht so aufgewachsen bin. Mir scheint sogar tief drinnen sitzt bei ihnen immer ein winziger Rest dieser Erziehung fest, nämlich bei der Überzeugung, dass nur der fundamentalistische Christ richtig glaubt. Ich glaube auf eine andere Weise und versuche dies meinen Kinder auch so zu vermitteln. Gerade ihre Beiträge machen mir jedoch gewisse Gefahren bewusst, die in religiöser Erziehung vorhanden sind.
@ Nada:
Ich wusste, dass Sie genau diese Satz herauspicken würden
Hoffe, Sie haben dieses Augenzwinkern auch schon vorher bemerkt und es nicht als Aufforderung oder gar Affront empfunden.
“Mir scheint sogar tief drinnen sitzt bei ihnen immer ein winziger Rest dieser Erziehung fest, nämlich bei der Überzeugung, dass nur der fundamentalistische Christ richtig glaubt.”
Interessante Feststellung, aber nein, das kann ich tatsächlich abstreiten. Das war mal so, inzwischen denke ich doch, dass ich in dieser Hinsicht dazulernen konnte. Hingegen bringen Sie natürlich meine Repliken zu dieser Feststellung, wenn Sie eben damit anfangen, dass Sie an die Hölle glauben. Das Label «Christ» ist inzwischen so breitgefächert, dass es schwer ist, festzustellen, wo genau der einzelne sich befindet und wieviel er von diesen Grundsätzen und Lehren für sich beansprucht. Ich ging mit meiner Aussage also eher auf Informationsfang, zu sehen, wo Sie sich bewegen
NADA
Cc D.i.G.
Was eine/n Aussenstehende/n schon im vornherein abschreckt ,’Christ’ oder ein/e andere/r Religionszugehörige/r zu sein, ist in meinen Augen, das ein- und ausgrenzende von anderen Menschen. Als Humanist schliesst man/frau die ganze Menschheit ein…..
Hast Du keine Mühe deswegen, Nada? Gerade Du, die so multikulturell eingestellt bist und – wie Du auch schon erwähntest – sogar wirkst?
NADA
zur Erklärung
bei jener achtfachen Mutter (Mütter-Klage beim BVG) gab es dazu keinen Mann (es ging um Nachkriegsmütter) und die Rente war so gering, dass sie Sozialhilfe dazu beantragen mußte. Die Kinder lieferten dagegen zusammen einige Tausende an Sozailabgaben und Steuern an den Staat ab…
Und bei kurzen Anrechnungsjahren der Ehe ( wg. Scheidung) nützt die zu teilende Rente dieser wenigen Jahre der Mutter, die wegen einer Kinderschar nicht berufstätig sein kann und “übrig” bleibt, leider auch kaum.
MORIA
Auch Dir ein SCHÖNES! Und die nächsten Tage GUTE ZEIT! Ebenso DEEPS! und v.a.m. vor allem dig’s Hund
@ Felix 26.03.2010 um 01:32
Ich denke du stufst dies nicht ganz richtig ein. Du birngt das Erdbeebenbeispiel dazu. Nur weil Du Glaeubige evt. nicht oder weniger aufschreien hoerst, und sie die ganze Angelegenheit eher ruhig hinnehmen, heisst das noch lange nicht , dass jene in der Absicht sind etwas zu verbessern.Nur sind halt auch oft finanzielle Mitte noetig um zu verbessern.
Uebernimmst Du dich da nicht einwenig. Glaubst Du tatsaechlich man koenne Leid auf der Welt ausschliessen ? Ich denke auch Du tust Glaeubigen Unrecht, wenn Du sie als die Weinenden hinstellst, Unglaeubige aber nicht.– Ich meine eben Glauben laesst einem nicht all zu lange trauern und wieder nach vorne schauen.
Das der Unglaeubige mehr als der Glaeubige glaubt er koenne sich fuer alles absichern, da stimm ich Dir zu, er mit mehr Elan hinter diese Arbeit geht.
Trotzdem muss aber ein Leben eines Glaeubigen nicht voller Passivitaet und Pflegmaismus sein. Vielleicht gibt er einfach anderern aber auch wichtigen Dingen mehr Gewicht.
“Eine Frage, wenn du erlaubst, bist du aus Liebe zum Glauben gekommen? – Oder was war der Anlass dazu”
Anlass?– Was soll ich sagen. Eindruecke und Unterhaltungen mit glaeubigen Muslimen/innen.– Es war Vieles gleichzeitig miteinanader. Neben ganz klaren Gedanken,evt. Offenheit fuer Neues/Anderes auch eine unvergessliche Prise Romantik.
U.M.
@Felix:
26.03.2010 um 01:32
” Wo Gott zur Entschuldigung wird, da hilft man nicht den Menschen, sondern beruhigt sich nur in seinem Glauben, um vor der Verzweiflung oder dem Zweifel oder dem echten Fragen auszuweichen, – was ich ablehne, ganz und gar, und was ich als die Hauptverfehlung des Glaubens an einen Gott und an ein Leben nach dem Tode erachte.”
So sehe ich das auch.
Für viele mag es dennoch Trost sein, so zu denken, besonders Leute, die nicht viel Möglichkeit haben, ihr Schicksal zu ändern.
Aber irgendwie ist das auch das Stossende daran. Es gab auch bei uns Zeiten, da die Mächtigen den Armen einredeten, es sei Gott gewollt, dass es diese Unterschiede gebe und dass sie arm seien…
Für die Leute hier, welche dem Winnienicktum nicht mehr folgen können,
was nach dem hier vorherrschenden Niveau die Mehrheit sein dürfte, etwas Erhellendes.
Notwinnie ist eigentlich not-winnie was englisch ist und auf Deutsch Nicht Winnie heisst.
Was ist notwinnie.
Notwinnie ist Alles Existierende, was nicht Winnie ist.
Winnie und notwinnie machen zusammen die ganze Schöpfung aus.
Als ein sehr ambitioniertes Nick notwinnie.
Notwinnie wird diesem Nick jedoch nicht gerecht, eigentlich sollte er sich von seinem Grundtenor her Gegen notwinnie oder Anti notwinnie nennen.
Um das krasse Ungleichgewicht etwas auszugleichen sah ich mich genötigt, den Nick Für notwinnie oder Pro notwinnie zu kreiiren.
Ich habe nämlich einen extrem tief ausgeprägten Sinn für Ausgleich und Gerechtigkeit.
So setzt sich notwinnie zusammen aus Für notwinnie und ( Gegen ) notwinnie.
Nun hat sich auch noch notnotwinnie gemeldet.
Sehr interessantes Nick.
Ist not notwinnie Winnie ? Die Antwort ist ganz klar nein.
Da Winnie ein wenig bewusstes Wesen ist bezüglich seiner Ausdehnung als Geistwesen, ist not notwinnie mehr als Winnie.
So haben wir das bewusste Wesen, Winnie, welches Bestandteil ist von notnotwinnie.
Und jetzt wissen wir auch, warum Winnie so dick ist, wie eine Matrioschka beherbergt er zwiebelschalenförmig viele Winnies.
Die Skandale um die RKK zeigen die ersten positiven Früchte,
Papst Benedicts Bemühungen werden belohnt,
eine tiefere Spiritualität beginnt um sich zu greifen.
Erste Journalisten bringen den Lesern das Weltgeschehen von einer geistigen Warte aus näher:
“Was könnte problematischer sein als das Verhältnis des Erleuchteten zu jenen Tumben, die er erleuchten will? Der Erleuchtete muss Barrieren von Bewusstsein und Klasse überwinden, ohne dabei vor Arroganz zu platzen; von den Tumben wiederum wird Dankbarkeit erwartet und freiwillige Unterordnung.
Noch brisanter wird die Sache, wenn es sich beim Erleuchteten um einen englischen Starkoch handelt, der den Menschen in der verfettetsten Stadt Amerikas die Zubereitung gesunder Kost beibringen möchte. Zu diesem Zweck drehte der Über-Koch und Viktualien-Impresario Jamie Oliver, der als «Naked Chef» auf Albions Glotzen wirkte und als Zorro der weissen Schürze gesünderes Happa Happa in Britanniens Schulen forderte, eine TV-Serie in Huntington im Appalachen-Staat West Virginia, wo laut amerikanischen Regierungsangaben die beleibtesten Amerikaner residieren.
…
Es half nicht, dass von jenseits des Atlantiks allerhand Bemerkungen Olivers nach Huntington wehten, welche die Versuchskaninchen in West Virginia erzürnten. Diese, befand der Erleuchtete, seien zwar nicht «dumm» oder «ignorant», hätten indes keine Ahnung, wie eine gesunde Mahlzeit zubereitet werde. Warum sollten sie auch? In Huntington wie überall im Lande des Barack Obama locken Schnellgaststätten und können tiefgefrorene Pizzas billigst erstanden werden. Und wer möchte sich mit Töpfen und Pfannen herumschlagen, wenn die Lebensmittelchemie dem Heisshunger innert Sekunden mit geschmacksverstärktem Fastfood zum Tiefstpreis beizukommen vermag?
Jamie Oliver sitzt jedenfalls am Ende seiner ersten Exkursion in die Gefilde der Kalorienbomben weinend auf dem Spielplatz der Schule und sagt: «Sie verstehen mich nicht; sie wissen nicht, warum ich hier bin.» Das tut uns aber leid! ”
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Der-Starkoch-in-Amerikas-Speckguertel/story/14070987
Halleluja !
@ Für notwinnie
“Notwinnie wird diesem Nick jedoch nicht gerecht, eigentlich sollte er sich von seinem Grundtenor her Gegen notwinnie oder Anti notwinnie nennen.”
Meinen sich nicht eher: Anti-Winie (Kurzform A-Winnie)?
Notwinnie ist wohl kaum gegen sich selbst.
Frage: Wenn ein A-Theist gegen den Glauben an Gott ist; woFÜR ist er dann?
Sie als Für notwinnie sind prädestiniert, diese Frage zu beantworten.
Diese Frage ist der Schlüssel zu einem tieferen Verständnis dieses Blogs und seiner A b g r ü n d e.
@ notnotwinnnie
Ich meinte natürlich contra, pro ist Latein, und contra ist es auch.
Ich möchte diese tiefschürfenden Gedanken zum Winnietum jedoch nicht weiter vertiefen.
“Frage: Wenn ein A-Theist gegen den Glauben an Gott ist; woFÜR ist er dann?”
Atheisten meinen, sie müssen nur provokativ genug gegen Gott trötzeln, dann zeigt sich ihnen Gott.
Das ist ihre Taktik.
Sie wollen Gott provozieren.
So gesehen ist A-Theist keine Ueberzeugung, sondern ein hilfloser Provokationsversuch, Gott dazu zu verleiten,
sich zu erkennen zu geben.
A-Theisten ja nicht umsonst eine der wenigen Glaubensgruppierung neben den Theosphen, welche den Namen Gott in der Bezeichnung ihrer Glaubensrichtung tragen.
Wenige leiden so sehr unter ihrer Gottesferne wie die Atheisten, insofern ist ihre Sehnsucht nach Gott besonders gross.
Das Alphabet kann man neben den Zahlen auch zur Aufzählung verwenden.
So bekommt A-theist wiederum eine ganz ander Bedeutung.
Der alpha Theist, der erste der Gottesanhänger…
Aber im Blog gibt es nur zwei wirkliche A-Theisten, Felix und Edi.
Staune nach wie vor wie normale legitime Emotionen “WUT” durch Religions- und pechschwarze Pädagogig im Keim erstickt werden, ich akzeptiere meine Emotionen lasse sie einfach zu, nicht blindwütend aus an unschuldigen Kindern, Heil Hitler Heil Stalin, Ghadaffi, ich mag RACHE NICHT, muss ich mich rechtfertigen nur um dazugehören , ich Pilgere nicht nach Lourdes, Heilwasser und Weihwasser mag ich nicht mehr kenne das auswendig aus der heuchlerischen Religionsecke, das Weihwasser stand bereit am Eingang der Tür, Bekreuzigung, im Viertakt, so zuerst auf die Stirn , dann links und rechts, paradox ich ueb das manchmal unbewuss selbt. Das Lied die Gedanken sind frei haben ^mir ^mehr ¨gebracht als verlogene Bibelsprüche…….
Alltägliches:
Italien – Nun wird auch in der italienischen Kirche eine Reihe von Missbrauchsfällen bekannt – auch hier in einer Taubstummenschule. Von den Absolventen der Schule in Verona gingen nun 67 an die Öffentlichkeit und warfen ihren einstigen Betreuern sexuellen Missbrauch und körperliche Misshandlung vor. 14 von ihnen schilderten detailliert und unter Eid, was ihnen widerfahren sei und nannten dabei 24 Geistliche und Laien im Dienst der Kirche. (26.3.10)
http://diepresse.com/home/panorama/welt/554264/index.do?_vl_backlink=/home/recht/index.do
Alltägliches:
Deutschalnd – Neue mutmaßliche Misshandlungsfälle gibt es indes auch in Deutschland: Im Windsbacher Knabeninternat in Bayern, einer Schule der Evangelischen Kirche, soll es in den 1950er- und 1960er-Jahren zu Misshandlungen und sexuellem Missbrauch gekommen sein; vereinzelte Übergriffe fanden noch 2000 bzw. 2001 statt. (26.3.10)
http://diepresse.com/home/panorama/welt/554264/index.do?_vl_backlink=/home/recht/index.do
Alltägliches:
Deutschland – Priester gesteht Missbrauch im Internat – Auch im ehemaligen Internat Mariengarden ist ein Schüler sexuell missbraucht worden. Wie der Provinzial der Oblaten gestern in einer Pressemitteilung erklärte, wurde gegen einen 79-jähriger Priester ermittelt. Er hat den Missbrauch gestanden. Die Tat ist allerdings verjährt. (26.3.10)
http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_borken/borken/1294321_Priester_gesteht_Missbrauch_im_Internat.html
Alltägliches:
Katholische Kirche – Missbrauch in der katholischen Kirche – Schweigen, beichten, büßen – Erst Irland, dann Deutschland und jetzt die Schweiz, Österreich, die Niederlande: Europaweit wird die katholische Kirche mit immer neuen Missbrauchsvorwürfen konfrontiert. SPIEGEL ONLINE analysiert das Krisen-Management der Landeskirchen – und den wachsenden Frust an der Basis. (26.3.10)
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,684666,00.html
Alltägliches:
Frankreich – Untersuchung durch Staatsanwalt gegen einen Priester wegen Kinderpornographie: “A prosecutor says that preliminary charges have been filed against a priest in a small town southeast of Paris accused of sexual assault and possession of pornographic photos of a child parishioner.” (26.3.10)
http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5jQWrzPjAEtxgfa_tARqu5413A4PAD9EMENTO0
@ Bamberger
Zur Zeit schwierig in dieser Trollumgebung zu kommunizieren, es kommt mir vor, wie wenn wir auf zwei Seiten einer vollen Bar stehen und uns etwas zurufen.
Ich lese alle Ihre Links über das IOR nach, weil mich das echt interessiert, und stelle fest, dass jeder etwas anderes aus dem Enthüllungsbuch liest.
Das kommt wirklich davon, wenn man eine Bank unterhält, ohne fähig zu sein, sie beaufsichtigen zu können. Für Finanzskandale ist wohl die Kommunkationspolitik des Vatikans auch nicht besonders geeignet.
Mich interessiert, ob und wie das weiter geht, und ob tatsächlich herauskommt, dass die Banksanierer damals tatsächlich nur die Oberfläche des IOR saniert haben und darunter eine Schattenbank weitergeführt wurde.Auf der anderen Seiote bin ich auch ein bisschen skeptisch, weil das Buch von einem Berlusconi-Journalisten geschrieben wurde. Seit wann enttarnt denn die Mafia die Mafia?
Alles spannend, halten Sie mich auf dem Laufenden, der ganze Banco Ambrosiano-Skandal hat mich seit jeher fasziniert und wenn es einmal ein seriöses Buch gibt, das zeigt, dass gewisse Leute auch nach der Absetzung von Marcinkus einfach weiter machen konnten, dann zeigt das auch, wie tief der Vatikan eben “italienisch” ist.
@ Nada
” Ich glaube tatsächlich, dass es sie gibt, nicht erst im Jenseits, sondern bereits im Diesseits, wenn Menschen ihre Gier und Hass voll ausleben.”
Sartre sagte, l’enfer c’est les autres und meinte damit wohl auch diesen Blog mit seinen huis clos (den er prophetisch vorausgehesen hat).
Ich denke, dass Sie es nicht so meinen. Aber was meinen Sie denn? Sind die Opfer von Gier und Hass in der Hölle (was eine etwas banale und auch ungerechte Vorstellung von Hölle, so im Stil des Boulevardjournalismus wäre) oder sind die Gierigen und Hassenden in der Hölle, was eine subtile und spannende Umkehrung der Max Weberschen Interpretation des Kalvinismus wäre.
Unser Bild der Hölle ist stark von Dante geprägt, der sich wiederum auf die Evangelien (zum Beispiel Matthäus 13) abstützte:
“Also wird es auch am Ende der Welt gehen. Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein”
Ich kann mit einem solchen Bild nichts anfangen und mit einer solchen Hölle auch nichts anfangen. Sartre’s Hölle als Beziehung zum andern, in der man sich quält, ohne sich lösen zu können, ist interessant, hat aber – natürlich nicht bei Sartre – keine transzendentale Komponente. Ich kann mir nur als Hölle das Nicht mehr sein, das Versinken in der Dunkelheit vorstellen. Dann aber ist die Angst im Diesseits vor dem Nichtsein im Jenseits die eigentliche Hölle
@ Der inverse Goliath
@ Nada
Nochmals zu den glücklichen Indianern, ich schulde Ihnen noch eine Antwort bzw. eine Erklärung, warum ich nicht ernsthafter auf dieses Thema eingegangen bin.
Es ist gut möglich, dass isolierte Indianer, also solche, die keinen Kontakt zu unserer Kultur haben, glücklich im Sinne von zufrieden sind, weil sie mit dem, was sie haben, zufrieden sind und nicht immer mehr und etwas anderes wollen.
Ich habe dazu keine Meinung und will auch keine habe.
Interessant ist, dass das, von dem wir alle glauben (z.B. Wahlmöglichkeiten), dass es uns glücklich macht, uns vielleicht doch nicht so glücklich macht.
Aber das muss man so stehen lassen, wieso die armen Indianer in unsere Glückssuche verwickeln? Mich nervt es, wie die Indianer von allen Seiten, d.h. von den kapitalismusfreundlichen Freikirchen und von kapitalismusfeindlichen politischen Gruppierungen instrumentalisiert werden. Da ich zu den Índios keinen persönlichen Bezug habe, ziehe ich es vor, ausnahmsweise einmal keine Meinung dazu zu haben. Wenn sich Ausländer in dieses Thema einmischen (auch die Missionare, Ihre Kollegen also Inverser Goliath), mischen sie sich auf einer symbolischen Ebene in einen nationalen ideologischen Konflikt ein, vielleicht ohne dies zu wollen oder ohne sich dessen bewusst zu sein.
Der letzte Beitrag war von mir, da habe ich mich unfreiwillig als Troll geoutet.
“Alles spannend, halten Sie mich auf dem Laufenden”
Lol,
keine Macht dieser Erde, ausser dem Tod wird Bamberger davon abhalten, uns diesbezüglich auf dem Laufenden zu halten.
Die kleinste Winnieeinheit dürfte mit dieser Aussage auch die Närrischte sein.
@ Moria
Glücklich ist, wer trotz Verlorenheit Geborgenheit empfindet.
Glück bedeutet, mit einem inneren Einverständnis das tun, was zu tun ist.
Glücklich ist, dessen Geist sich den Gezeiten des Lebens anzupassen vermag.
Glück ist, wenn in der Endlichkeit eines Atemzuges etwas Ewiges mitatmet.
Glück ist vertrauensvolle, bedingungslose Hingabe ans Sein.
Glück ist verinnerlichte Schönheit, ist innerer Reichtum, ist Freiheit des Geistes.
Glück unbegrenzte geistige Weite innerhalb der Begrenzung des Seins.
Glück heisst, die unstillbare Sehnsucht mit einem Lächeln zu grüssen.
Glück ist liebende Flügelberührung mit einem Du in der Weite des Himmels.
Glück ist Licht, das durch jede Dunkelheit hindurch scheint und jedes andere Licht grüsst.
Dies meine (unvollständigen) Gedanken dazu, Moria – deine Frage hat mir einiges abverlangt!
Zu guter Letzt nun ein Nietzsche Zitat, das mich im Zusammenhang mit deiner Frage sehr anspricht:
“Vegetation des Glückes. – Dicht neben dem Wehe der Welt, und oft auf seinem vulcanischen Boden, hat der Mensch seine kleinen Gärten des Glückes angelegt; ob man das Leben mit dem Blicke Dessen betrachtet, der vom Dasein Erkenntniss allein will, oder Dessen, der sicher giebt und resignirt, oder Dessen, der an der überwundenen Schwierigkeit sich freut, – überall wird er etwas Glück neben dem Unheil aufgesprosst finden – und zwar um so mehr Glück, je vulcanischer der Boden war -, nur wäre es lächerlich, zu sagen, dass mit diesem Glück das Leiden selbst gerechtfertigt sei.”
also:
Winnie = närrischer alter Mann mit Übergewicht, gleichzeitig Bär mit bescheidenem Verstand
notwinnie: Atheist mit festen Prinzipien, der sich als Troll versucht, um den Ernst auf diese Site zurückzubringen und manchmal Beiträge von Winnie verpasst und dann meint, er habe nun das letzte Wort gehabt.
Für notwinnie: Altbekannter Troll ohne festen Standpunkt eher den Gläubigen zuzurechnen und deshalb auch kein Winnie-Fan , der auch gerne auch in Tramwagen zur Endstation Sehnsucht fährt.
notnotwinnie= Anna
o tempora o mores
So ein Pech auch Anna. Aber das kann passieren. Besonders dann, wenn der Computer automatisch die Eingabefelder speichert. Ich finde es schön, dass es dir passiert ist und nicht mir. Vielleicht aber sollte ich micht nicht zu früh freuen, denn auch ich bin nicht gefeit diesen Lapsus zu produzieren. Notwinni hat tschüss gsagt, “Fürnotwinnie” raunzt ein bisschen rum (ist halt wie meist schlecht gelaunt) und nothotwinne ist nun halt der neue kongeniale Gegen-Mitspieler.
@ winnie the pooh:
Ich muss gestehen, dass auch ich nicht mehr über den ominösen Berlusconi-Journalisten Gianluigi Nuzzi und dessen Buch weiss, als Sie. So bleibt wohl nichts anderes übrig, als sich irgendwann die Lektüre von Vatikan AG zu Gemüte zu führen, ausser man stolpert mal über eine ausführliche Rezension, was mir bislang noch nicht gelungen ist.
Die Salzburger Nachrichten schrieb gestern u.a. folgendes: „Spätestens im August 1992 wusste Karol Wojtyla, besser bekannt als Papst Johannes Paul II., von den kriminellen Machenschaften höchster kirchlicher Würdenträger und ließ diese in ihren Ämtern. „Wojtyla ging nach Machiavelli, dass der Zweck die Mittel heiligt“, sagte Nuzzi am Mittwoch in Wien. Sein Nachfolger, Papst Benedikt XVI, habe unter dem Druck der Fakten im Vorjahr den IOR-Chef still und heimlich ausgewechselt. „Es ist schwierig, eine Kanonenfabrik in eine Süßigkeitenfabrik umzuwandeln“, erklärte Nuzzi dazu. Nachsatz: „Ich warte darauf, dass die Europäische Zentralbank einmal die IOR-Konten überprüfen darf.“
Hier die Quelle:
http://www.salzburg.com/online/7mal24/aktuell/Mafiagelder-in-Vatikan-Bank-gewaschen.html?article=eGMmOI8VdoLcxoiw30qlmp1HLrpPGD4rrdTtoQ4&img=&text=&mode=&
@ Nada
Wenn Sie die Hölle schon ausblenden, wie Sie es heute schildern, sollten Sie dan nicht logischerweise all jene diesbezüglichen Bibelverse des Nazareners auf die metaphysische Müllhalde der Geschichte entsorgen. Tun Sie das?
Zu dieser Thematik meinte Bertrand Russell 1927 in seinem Vortrag „Why I’m not a Christian“ folgendes:
„Wenden wir uns nunmehr moralischen Fragen zu. Christus hatte nach meiner Ansicht einen sehr schweren Charakterfehler, nämlich daß er an die Hölle glaubte. Ich meinerseits finde nicht, daß jemand, der wirklich zutiefst menschenfreundlich ist, an eine ewigwährende Strafe glauben kann. Christus, wie er in den Evangelien geschildert wird, glaubte ganz gewiß an eine ewige Strafe, und wiederholt findet man in ihnen eine rachsüchtige Wut auf jene Menschen, die auf seine Predigten nicht hören wollten – eine bei Predigern nicht ungewöhnliche Haltung, die aber die höchste Vortrefflichkeit etwas in Frage stellt. Bei Sokrates beispielsweise findet man diese Einstellung nicht. Er ist gegenüber den Menschen, die nicht auf ihn hören wollten, höflich und verbindlich, und meiner Meinung nach ist diese Haltung eines Weisen viel würdiger als die der Entrüstung. Sie erinnern sich wahrscheinlich alle daran, was Sokrates vor seinem Tode sprach, und an jene Worte, die er im allgemeinen zu Leuten sagte, die mit ihm nicht übereinstimmten. Christus sagte in den Evangelien: “Ihr Schlangen- und Natterngezücht! Wie werdet ihr der Verurteilung zur Hölle entrinnen?”, und zwar sagte er es zu Leuten, denen seine Predigten nicht gefielen. Nach meiner Meinung ist das nicht gerade das beste Verhalten. Es gibt jedoch viele derartige Stellen über die Hölle, zum Beispiel den bekannten Ausspruch über die Sünde wider den Heiligen Geist: “Wer aber wider den Heiligen Geist redet, dem wird weder in dieser noch in der künftigen Welt vergeben werden.” Diese Stelle hat in der Welt unaussprechliches Elend verursacht, denn alle möglichen Leute glaubten, sie hätten wider den Heiligen Geist gesündigt und es würde ihnen weder in dieser noch in der zukünftigen Welt vergeben werden. Ich finde wahrhaftig nicht, daß ein Mensch, dessen Natur ein rechtes Maß an Güte enthält, soviel Angst und Schrecken in die Welt gesetzt hätte. Dann sagt Christus: “Der Menschensohn wird seine Engel aussenden. Diese werden aus seinem Reiche alle Verführer und Übeltäter sammeln und werden sie in den Feuerofen werden. Da wird Heulen und Zähneknirschen sein.” Und über das Heulen und Zähneknirschen spricht er immer wieder. Es kommt in einem Vers nach dem andern vor, und deshalb ist es für den Leser ganz offenbar, daß ihm die Vorstellung des Heulens und Zähneknirschens ein gewisses Vergnügen bereitete. Dann erinnern Sie sich natürlich alle an die Stelle über die Schafe und Böcke, wie er bei seiner Wiederkehr zu den Böcken sagen wird: “Weicht von mir, all ihr Übeltäter, in das ewige Feuer.” Er fährt fort: “Und sie werden in das ewige Feuer gehen.” Dann wieder sagt er: “Wenn deine Hand dir Ärgernis gibt, so haue sie ab; es ist für dich besser, verstümmelt ins Leben einzugehen, als mit zwei Händen in die Hölle zu fahren, in das unauslöschliche Feuer, wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.” Auch das wiederholt er immer wieder. Ich muß sagen, daß diese ganze Lehre vom Höllenfeuer als Strafe für die Sünde eine grausame Lehre ist. Sie hat Grausamkeit in die Welt gebracht und für Generationen unbarmherzige Foltern. Und könnte man annehmen, daß der Christus der Evangelien auch in Wirklichkeit so war, wie ihn seine Chronisten darstellen, so müßte man ihn gewiß zum Teil dafür verantwortlich machen.“
„Horatio“
@ anna
Notnotwinnie gefällt mir ausgesprochen gut als Nick.
Gratuliere.
Ich habe seit Monaten hier im Blog nichts Gescheiteres gelesen als das.
Die umfassende Daseinsform wird durch ihre kosmische Matrix erfasst, das ist wie in der Homöopathie.
nothotwinnie wird nochmals zurückscrollen um denverpatzen äh verpassten letzten Beitrag für notwinnie nachzulesen. Aber das letzte Wort überlässt er gerne dem Bär. so muss es wohl sein und lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll
@ Winnie
Wie nicht anders zu erwarten, was mich anbelangt irrst du dich in allen Punkten.
Winnnie ist eben nicht notnotwinnie, der wüsste Bescheid.
@ Moria
Korrektur: ……oder Dessen, der sich ergiebt… und in den Glücks-Sätzen fehlt ein “ist” (…unbegrenzte geistige Weite) – sorry.
@ Felix
Korrektur am Text vom 26.03.2010 um 17:48
..dass jene nicht in der Absicht sind etwas zu verbessern. —— sollte es heissen
Unser Internetanschluss hat wieder einmal gepuckt, darum komme ich so spaet mit der Korrektur.
@winnie the pooh: Aber was meinen Sie denn?
Ich meine, dass hier auf dieser Welt Menschen anderen Menschen die Hölle bereiten, in Bürgerkriegsgebieten, in Folterkellern von Terrorregimen. Dies wird sich nicht ändern, solange Menschem dem Bösen (Gier/Hass) ihr Herz öffnen. Wieso Gott das zulässt, ist unverständlich und schmerzhaft, gibt aber den deutlichen Auftrag an die Menschen diesen Zustand zu ändern. Wenn es nun im Diesseits eine Hölle gibt, warum nicht auch im Jenseits. Für mich als Christin ist es aber wichtiger, die Hölle im Diesseits zu bekämpfen, als darüber zu spekulieren wie die Hölle im Jenseits aussieht. Anderseits ist es für viele Menschen empörender, dass in der Bibel steht, dass Menschen unter Umständen in der Hölle enden, als die Tatsache, dass Menschen hier und jetzt die Hölle erleiden müssen.
Alltägliches:
Schweiz – In der Schweiz ist eine Debatte der Kirchenoberen über den Umgang mit Missbrauchsfällen entbrannt. Ein Mitglied der Bischofskonferenz fordert ein Register für pädophile Geistliche und übt offene Kritik am Papst. Wäre der Missbrauchsskandal ein Orkan, dann säße Abt Martin Werlen im Auge des Sturms: Der Geistliche leitet das Benediktinerkloster Einsiedeln in der Schweiz. Dessen Stiftschule ist bis weit über die Grenzen des Landes bekannt und gilt als Kaderschmiede der katholischen Elite. In den vergangenen Wochen erreichte der Missbrauchsskandal Einsiedeln. In der Stiftschule soll es seit den siebziger Jahren immer wieder zu sexuellen Übergriffen gekommen sein, fünf Geistliche sollen sich in den vergangenen neun Jahren fünf “Verfehlungen” zu Schulden haben kommen lassen. Drei der Brüder seien aber weiterhin im Kloster beschäftigt. “Wir stehen zu unseren Mitbrüdern”, so Werlen. Man wolle den Männern eine zweite Chance geben. Eine These, die unter den Schweizer Katholiken heftig diskutiert wird. (26.3.10)
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,684664,00.html
Alltägliches:
Katholische Kirche – Das Waterloo der katholischen Kirche: Warum der Papst zurücktreten sollte: “The Catholic Church’s Waterloo: Why the Pope Should Step Down” (26.3.10)
http://www.huffingtonpost.com/keli-goff/the-catholic-churchs-wate_b_515102.html
@Winnie
Zu Gruppenbildung im Blog und zur Verbissenheit der Teilnehmer
Soweit ich das erkennen kann, bilden sich Gruppen themenbezogen und nicht als aufzählbare Einheit von Nicks. Der Eindruck von Grüppchen kann aber leicht aufkommen, weil wir oft um die RKK kreisen. Als wir über ein Burka-Verbot debatierten, waren sofort andere Koalitionen da.
Verbissen sind natürlich grundsätzlich nur die anderen, genauer: die Gegner. Für den seltenen Fall, dass man selber zu kräftigeren Worten greift, so geschieht das nur aus gutem Grund. Da wurde man nämlich aufs infamste beleidigt und der Blog-Administrator hat die beinahe strafrechtlich relevanten Ergüsse unerklärlicherweise stehen lassen, so dass man gar nicht anders kann, als gleiches mit gleichem zu vergelten. Was ein neutraler Beobachter antworten würde, welche Partei sich häufiger in einer solchen Selbstverteidigunspose erwischen lässt? Nun, neutral ist nur, wer mir recht gibt.
@Michael Bamberger: sollten Sie dan nicht logischerweise all jene diesbezüglichen Bibelverse des Nazareners auf die metaphysische Müllhalde der Geschichte entsorgen. Tun Sie das?
Nein, tue ich nicht, weil ich diese Verse anders lese als sie. Es geht für mich nicht darum, dass Jesus wie Bertrand Russell ihm unterstellt, eine rachsüchtige Wut auf jene Menschen hatte, die auf seine Predigten nicht hören wollten. Für mich handelt es sich um eine Warnung, wie es endet, wenn Menschen hassen statt zu lieben. Solange Menschen nicht Mitgefühl und Nächstenliebe für einander (inkl. Feinde!) haben, solange sie nicht bereit sind, ihren Wohlstand zu teilen und Kränkungen zu vergeben, sondern ihrem Hass, ihrer Gier freien Lauf lassen, wird es immer eine Hölle geben.