Die Seele ist ein mysteriöses Konstrukt. Für Gläubige fast aller Couleur ist sie das Lebensding an sich. Sie ist der Sitz der Gottesenergie oder die Verbindung zum Allerhöchsten. Die Seele ist also jene Instanz, die über das Leben hinaus weist. Wenn alles vergeht, existiert sie weiter. Sie ist der Anker im Diesseits, der vor allem bei Schicksalsschlägen Trost spendet: Wenn es dick kommt im irdischen Dasein, beschert sie uns Hoffnung für das Leben nach dem Tod. Die Seele macht uns unsterblich.
Somit schafft sie die Verbindung vom Diesseits zum Jenseits. Sie ist abhängig vom Körper, aber nur auf Zeit. Gleichzeitig ist sie der Sitz unserer Identität. Nach dem Tod zerfällt zwar unser Körper, unser Bewusstsein lebt aber in der Seele weiter. Somit geht nichts verloren, was sich an Erfahrung im Leben oder in mehreren Leben angesammelt hat. Genau genommen: Ich bin die Seele, die Seele bin ich.
Ohne dieses Bewusstsein von der Seele funktionieren Glaubensgemeinschaften oder Heilsvorstellungen nicht.
Bei den fernöstlichen Philosophien und Glaubenskonzepten ist die Seele der Träger wichtiger Informationen. Wie auf einer Festplatte sind alle Taten gespeichert, die „guten“ wie die „schlechten“. Sie machen das Karma aus, das über die Zukunft entscheidet. Erlösung gibt es erst, wenn die schlechten Taten aus früheren Leben durch die guten aus dem aktuellen getilgt sind. Fällt die Bilanz negativ aus, droht eine Wiedergeburt. Pikant: Die Rückkehr auf die Erde gilt als Strafe.
Nicht so bei den westlichen Esoterikern und spirituellen Suchern, die sich die Wiedergeburt wünschen, weil sie sich ans Leben klammern. Sie glauben, durch spirituelle Entwicklung die Seele zu „reinigen“ und im nächsten Leben vom göttlichen All-Eins begünstigt oder belohnt zu werden.
Die abrahamitischen Religionen lehren ein anderes Konzept. Die Abkehr von den vielen Göttern und die Einführung des Monotheismus führten zu einem Umdenken. Das Nirwana wurde abgelöst durch einen konkreten Ort der Geborgenheit: Der Wohnsitz des Vaters wurde zum Ort der Sehnsucht und zum Zuflucht der gepeinigten Menschen, die orientierungslos durch das Jammertal irrten. Der Hinduismus mit den Tausenden von Göttern und Dämonen wurden belächelt, die Idee von der Widergeburt als archaischer Aberglaube beargwöhnt.
Dann kam die Wissenschaft. Die Anatomie zeigte auf, dass die Seele kein nachweisbares Organ ist. Psychologie und Neurologie entwarfen Konzepte und lieferten viel wissenschaftliches Material, die darauf hindeuteten, dass all das, was wir seelische Regungen nennen, mit Hirnaktivitäten erklärbar ist. Da spielen elektrische Impulse, Hormone, Adrenaline usw. eine wichtige Rolle. So wie für uns heute noch das Entstehen und die Ursache von Gefühlen ein Rätsel ist, so schwer lässt sich angesichts wissenschaftlicher Erkenntnisse die Seele erklären.
Bezeichnet der vielleicht wichtigste Begriff in unserem Vokabular bloss ein Phantom?




























Anna
Ich habe Sie schon verstanden.
@Anna
Ich kenne diese Begründung schon. Für mich ist das insofern nicht exotisch, als ich eine Grosstante hatte, die bei der Geburt des ersten Kindes solche Komplikationen hatte, dass ihr Ehemann von den Ärzten gebeten wurde, sich entweder für das Leben seiner Ehefrau oder das seines Kindes zu entscheiden. Obwohl beide katholisch waren, hat er sich für das Leben seiner Frau entschieden. Sein Priester war natürlich nicht zufrieden über diese Entscheidung. Soweit ich das als Kind beurteilen konnte, war das, trotz Kinderlosigkeit, eine der wenigen bis ins hohe Alter glücklichen Ehen in meiner Familie. Interessant finde ich, was in Wikipedia dazu steht:
2.den limbus puerorum (auch: limbus infantium). Dies ist der Ort für die Seelen der ungetauften Kinder, die nicht zum Vernunftgebrauch gelangten, bevor sie starben. Im Oktober 2006 hat Papst Benedikt XVI. jedoch angekündigt, die Lehre vom limbus puerorum nicht mehr verbreiten zu wollen.
@ Nada
Wenn Sie die Antwort auf Ihre Frage von 14:36 Uhr schon kennen, warum fragen Sie mich? Die fünf Minuten, in denen ich mit meiner anscheinend überflüssigen Antwort an Sie beschäftigt war, werde ich nie mehr zurückerhalten…
Betreffend das Thema Kinderprostitution/dominierende Religionen bin ich immer noch verwirrt. Meinten Sie diese Bemerkung nun ernst oder doch nicht? Soll ich Ihnen dazu noch eine Antwort schicken?
@Rabbi Jussuf
Nehme alles züruck, was ich über ihre Unfähigkeit als Wettervorhersager gesagt habe.
Nada
@Anna:
Ihre Antwort nahm mich Wunder, ich konnte ja nicht mit Sicherheit wissen, dass sie für mich nichts Neues enthielt. Ich entschuldige mich aber und bedauere, dass ich ihnen die fünf Minuten nicht zurückerstatten kann. Die Frage betreffend Kinderprostitution und Faktoren, welche diese begünstigen, finde ich tatsächlich interessant. Ich bin auf ihre Antwort gespannt. Nicht ernst gemeint war nur meine These im Zusammenhang mit Religionen, die Kloster/Zölibat haben. Es war eine Provokation, wegen der Fraktionenbildung in diesem Blog und dem Gejammer, dass Beiträge gewisser Personen immer zerrissen werden. Ich wollte nachweisen, dass, wenn man einen offensichtlichen Blödsinn schreibt, sofort angegriffen wird (auch von der Anti-Anti-RKK-Fraktion). Ich glaube, der Versuch ist gelungen, dafür hat er mir eine Moralpredigt vom Puh-Bär eingetragen. Ich werde mir trotz dieser Schelte keinen Maulkorb betreffend RKK anlegen lassen.
@ Nada
Naja, die Anti-Anti-RKK-Fraktion gibt es ja genaugenommen gar nicht…. auch dies ist nichts weiter als ein übles Gerücht genau wie der Zusammenhang zw. Zölibat und Missbrauch (@ whoever: ja, das habe ich jetzt nur geschrieben, um Sie zu ärgern) Und einen Maulkorb anliegen wollte Ihnen mit Sicherheit niemand. Ich schreibe Ihnen dann am WE etwas zum Thema Prostitution, hoffentlich etwas, das Sie nicht schon wissen
@ Nada
Ach Nada, Übertretungen von Regeln muss doch nicht mit Pädophilie gleichgesetzt werden. Es können Praktiken sein, die die Kirche ablehnt, es können Orte sein, sie ablehnt werden, das ist doch gemeint mit der Tendenz der Sexualität, Regeln zu übertretem (oder den Rahmen zu sprengen). Und deshalb lege ich so Wert darauf, ob die Partner einverstanden sind oder nicht. Wenn jemand gepeitscht werden will, dann wird zwar eine Regel übertreten, aber das geht uns nicht viel an. Und die Übertretung solcher Regeln, ist der Sexualität immanent. Mit anderen Worten, Sexualität hat Tendenz zum Tabubruch.
Wieso aber Sexualität in der Ehe immer regelkonform sein soll, geht mir nicht in den Kopf.
@Winnie the Pooh: Wieso aber Sexualität in der Ehe immer regelkonform sein soll, geht mir nicht in den Kopf.
Wie sie selber schreiben, muss man heute zur Peitsche usw. greifen um noch Regeln zu verletzen. Das ist wohl nicht jederfrau’s Sache. Bis in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts konnte man noch mit Praktiken, die auch Spass machen, gegen Regeln verstossen. Da heutezutage fast alles geht, muss man schon sehr exotische Dinge tun, um noch Regeln zu verletzen. Deshalb bezweifle ich, dass Sexualität in den meisten Ehen von Tabusverstössen und Regelbrüchen geprägt ist. Ich bezweifle ebenfalls, dass sich viele Ehepaare von der Kirche vorschreiben lassen, welche Praktiken erlaubt sind. Dieser Psychoanalytiker lebt m.E. geistig noch im letzten Jahrhundert.
Hinter free info verbirgt sich ziemlich krankes Gedankengut. Neben Scientology und “esoterischen Geheimbünden”, wir denken an die St.Galler Tagung…, macht free info auch immer wieder mit antisemitischen Gedankengut auf sich aufmerksam.
Wenn ich das richtig verstanden haben, dann ist der Link den free info postet von Arnold Leese, ein bekannter Faschischt und Judenhetzter. Bitte überprüft ob das stimmt (meine Englischkenntnisse sind ungenügend) und meldet es Hugo Stamm, dass der Link gelöscht wird.
jüdische Ritualmorde… Free Info ist einer von diesen kranken Antisemiten.
@ Zweifler
Ich gehe jetzt davon aus, dass Sie aufgeklärt sind über fremde Kulturen, Religionsfanatismus im Judentum Beschneidung von unschuldigen Knaben, in anderen Kulturen Klitorisbeschneidung, SADISMUS pur. Ich habe mich intentiv mit diesen Themen beschäftigt, mich ab und zu an der Glotze informiert was betroffene eben Opfer sagen, zentral ist für mich ohne wenn und
aber Kinder zu schützen und einfach normal begleiten bis sie eben flücke werden und eigene Wege gehen. Triebtäter zu kastrieren, da hab ich gedanklich echt mühe, ich glaube nicht an ein früheres oder späteres Leben, ich rechfertige in keiner Weise TäterInnen, Kindsmisshandlung ist das grösste Verbrechen der Menschheit es doch besser, viele Menschen die hingehalten werden und gegängelt werden in Todeszellen, ich mag RACHE nicht, Kinder sind natürlich und authentisch, mögen Bewegung, der leibliche KOERPER ist ein guter Begleiter Kinder und Narren sagen die Wahrheit, erlauben wir doch unseren Kindern mal die Wahrheit zu sagen und spielen nicht ständig beleidigte Leberwurst, hab einen guten Draht zu Kindern, ohne persönliche Ideen und Erwartungshaltungen habe ich heute meinen Geburtstag genossen, meine Grosskinder sind hochbegabt, zeichnen farbig , die sind authentisch, werden normal und liebevoll begleitet, hoffe dass desruktive Miesmacherei dadurch etwas relativiert wird. Die Aussage von Sokrates – wir haben die Wahrheit gesucht – wir haben sie nicht gefunden – morgen reden wir weiter – da kommt mir wieder einLied in den Sinn aus einem Musikszenario der Name der Sängerin ist mir nicht mehr geläufig, ich mag keine Schokolade ich will lieber einen MANN, meine Grosskinder sind zum Glück normal beweglich und keine Moraltanten, als Kinder haben wir doch alle Grenzen ausprobiert, ist doch normal oder nicht ?
@ Hugo Stamm
Achtung hat Recht. Der Beitrag von 20.04Uhr von Free Info über Ritualmorde von Juden gehört gelöscht. Diese Ritualmordvorwürfe sind allerbraunste Sauce und haben immer wieder die Judenverfolgung gerechtfertigt. Auch wenn Free Info nur ein Troll sein mag und usn testen will, irgendwo hört der Spass auf. Meine Beiträge sind auch nicht immer trollfrei, aber sie halten sich an Grenzen, die in unserer zivilisierten Gesellschaft auch für Witzbolde gelten
@ Nada
Nur eine kurze Einmischung. Ich denke Sie tun diesem Psychoanalytiker sehr Unrecht, wenn Sie behaupten, er lebe geistig noch im letzten Jahrhundert. Ihre Aussage, “da heutezutage fast alles geht, muss man schon sehr exotische Dinge tun, um noch Regeln zu verletzen”, kann ich zwar nachvollziehen, aber der Psychoanalyiker sagt aber genau das Gegenteil, nämlich, dass “inadäquate Annäherungen und Übertretungen in den normalen zwischenmenschlichen Beziehungen ständig stattfinden (und nicht notwendig traumatisierend sind)”. Damit hat er m.E. völlig Recht. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Ihr Chef bleibt am Abend während einem Stromausfall im Lift stecken. Am nächsten Morgen, wenn Sie zur Arbeit kommen, sagt er zu Ihnen: “Nada, wissen Sie, was mir gestern abend passiert ist? Ich bin zwei Stunden im Lift stecken geblieben. Aber leider nicht mit Ihnen!” Je nach dem, was Sie für eine Beziehung mit Ihrem Chef haben, je nach dem, ob Sie ihn attraktiv finden oder nicht, können Sie diese Bemerkung nun als Belästigung (oder traumatisierend) empfinden, oder nicht. Eine Übertretung ist so eine Bemerkung in jedem Fall, denn normalerweise sollte der Chef nicht mit Ihnen flirten… Aber vielleicht flirtet der Chef gar nicht mit Ihnen, sondern meinte diese Bemerkung ironisch? Oder er parodiert mit diesem Spruch Leute, die so plump flirten? Das alles ist sehr kompliziert und zweideutig, und da niemand genau weiss, wo die Grenzen seines Mitmenschen liegen, kommt es unweigerlich im Alltag ständig zu Übertretungen. Deshalb sollte man das ganze nicht so schwer nehmen.
Das Problem mit Ihrer Fragestellung zur Ehe ist, dass sich Sexualität gemäss der Ansicht des Psychoanalytikers nicht auf die Ehe beschränken lässt, da alle zwischenmenschlichen Situationen eine sexuelle Komponente haben. Man könnte deshalb sagen, dass jemand, der verheiratet ist und eine ausschliessliche Beziehung mit seinem Partner leben will, die Regel der Ausschliesslichkeit jedes Mal verletzt, wenn er mit jemandem spricht oder jemanden anschaut, der nicht sein Partner ist.
@Anna
Man könnte deshalb sagen, dass jemand, der verheiratet ist und eine ausschliessliche Beziehung mit seinem Partner leben will, die Regel der Ausschliesslichkeit jedes Mal verletzt, wenn er mit jemandem spricht oder jemanden anschaut, der nicht sein Partner ist.
Aber Anna, sie sind ja noch strenger als die Bibel, dort ist es nur ein Problem, wenn der Blick lüstern/aufdringlich ist.
Das alles ist sehr kompliziert und zweideutig, und da niemand genau weiss, wo die Grenzen seines Mitmenschen liegen, kommt es unweigerlich im Alltag ständig zu Übertretungen. Deshalb sollte man das ganze nicht so schwer nehmen.
Man kann doch nicht bei allen menschlichen Kontakten gleich von Übertretungen reden. Das verharmlost tatsächliche Übertretungen. Auch die Behauptung, dass man nicht wisse, wo die Grenzen seines Mitmenschen liege, scheint mir bedenklich. Wer nicht weiss, wo die Grenzen liegen, sollte auf gar keinen Fall mit Kindern arbeiten!
Anna, wenn ich Texte von solchen Psychoanalytiker (oder Herr Muschg) lese, bin ich froh, dass ich den grössten Teil meiner Freizeit mit Nichteuropäern verbringe. In diesem kulturellen Kontext gibt es zwar viel mehr Nähe/Körperkontakt, anderseits auch sehr klare und strenge Grenzen.
@ Nada
Wenn Sie meinen, ich sei “strenger als die Bibel”, haben Sie mich ganz falsch verstanden…. mit dieser Bemerkung wollte ich darauf hinweisen, dass, wenn man wie der Psychoanalytiker in diesem Interview, davon ausgeht, dass jede zwischenmenschl. Begegnung eine sexuelle Komponente hat, selbst die verliebtesten, treusten, ehrlichsten usw. Partner ihre Sexualität nicht auf die Ehe beschränken können.
Mir scheint, dass Sie und ich unter einer Übertretung nicht das gleiche verstehen, wir sollten wohl diesen Punkt zuerst klären.
der Artikel
“Geschlechterkampf von rechts” von Thomas Gesterkamp (SUCHE) muß ja hohe Wellten geschlagen haben! …
Tja
“hehre gepflegte Diskussionen” um nichts oder erfolgreiches Aufzeigen von Mißständen und Zusammenhängen?
Idea sagt dazu:
Evangelische Allianz wirkt gesellschaftsrelevant
Generalsekretär Hartmut Steeb: Politiker greifen das Thema Christenverfolgung auf. Foto: idea/Kretschel
Bad Blankenburg (idea) – Mit ihrer gesellschaftsrelevanten Arbeit sieht sich die Deutsche Evangelische Allianz „auf der richtigen Spur“. So hätten in den letzten Wochen mehrere Politiker eines ihrer Grundanliegen, nämlich das Engagement für die Religionsfreiheit und gegen die Christenverfolgung, aufgegriffen, sagte Generalsekretär Hartmut Steeb (Stuttgart) bei der Vorstandssitzung dieser Dachorganisation von Evangelikalen aus Landes- und Freikirchen am 16. März im thüringischen Bad Blankenburg.
Nach Angriffen aus den Medien auf die evangelikale Bewegung im vergangenen Jahr gebe es aber „keinen Anlass zur Entwarnung“. Nach Steebs Beobachtung ist die Bereitschaft der Öffentlichkeit, die evangelikale Bewegung differenziert zu betrachten, nach wie vor gering. Als Beispiel nannte er eine Schrift der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung unter dem Titel „„Geschlechterkampf von rechts“. Darin seien konservative Publizisten, Männerrechtler, Familienfundamentalisten, militante Abtreibungsgegner, evangelikale Christen und einige katholische Kirchenobere in einem Atemzug genannt, weil sie den Feminismus als gemeinsames Feindbild hätten. „Die uns entgegenstehenden ideologisierten Gruppen hauen uns alle in eine Tonne“, so Steeb. Dennoch sollten die Evangelikalen nicht schweigen, wenn es um das Eintreten für biblische Werte gehe. Dies gelte etwa im Blick auf die angestrebte Erweiterung des Grundgesetzes, wonach niemand wegen seiner sexuellen Identität benachteiligt werden dürfe. Ein so undefinierter Begriff wie „sexuelle Identität“ ebne nicht nur den Weg zur Abschaffung des Vorrangs von Ehe und Familie, sondern ermögliche letztlich auch die Anerkennung von Polygamie und Pädophilie.
Justizministerium bittet Allianz um Meinungsäußerung
Steeb ging auch auf innerevangelikale Diskussionen ein, ob die Allianz gesellschaftliche Fragen heute für wichtiger erachte als geistliche Themen. Nach seinen Worten gibt es keine Veränderung in den grundsätzlichen Zielsetzungen: Förderung der Einheit unter Christen, biblische Orientierung, Gebet und Evangelisation. In den vergangenen Jahren seien auf diesen Gebieten große Fortschritte möglich gewesen. Als ein Beispiel nannte Steeb die ProChrist-Evangelisationen. Heute erforderten gesellschaftliche Herausforderungen mehr politische Stellungnahmen. So habe das Bundesjustizministerium die Allianz gebeten, ihre Meinung zu Änderungen beim Vormundschafts- und Erbrecht zu äußern. Laut Steeb versteht sich die Deutsche Evangelische Allianz als Netzwerk von Christen aus verschiedenen Kirchen, das 1.105 örtliche Allianzgruppen und 350 Werke und Verbände umfasse. An den Veranstaltungen während der Allianz-Gebetswoche im Januar hätten sich rund 300.000 Christen aus Landes- und Freikirchen beteiligt.”
Alles Lüge, Herr Steeb!
Gesellschaftlich relevant sind die Aufdeckungen und Enthüllungen und Aufklärungen Einzelner, Mutiger, die sich gegen den Gleichschaltungszwang in jenen Gemeinschaften stellen, die den individuellen Lebensplan und die Beziehungen DURCHEINANDER bringen und “Gehorsam” und Anpassung an den Konsens über alles stellen!
**Fuß: schon die “Ökumeneveranstaltung stand unter dem Design derFreimaurer
, nicht wahr? Und uns Uarßßulla hatte sich drolligst überschlagen…Was soll also eine politische Rechtfertigung????
Viel Lärm um NICHTS!
Viel Lärm um Hypes…
Nicht mehr Wert als in die Tonne! In den Restmüll! In der Praxis: NULL!!! DAS IST IHRE “ALLIANZ”!
diese entzückende christliche rechte Geschlechterrollenzuweisung-und Politik beschert den Frauen höchste Abhängigkeit und HERR STEEB:
eine durchschnittliche Rente von 400Euro und ein paar Zerquentschte!!…der Rest ist Gotes Lohn!
UND:
ich nenne sie schon seit ewigen Zeiten FAMILIENFUNDAMENTALISTEN! Es sind die Schlimmsten! Es sind Schleimer und Anschleimer, Spalter und Schläger , Ausmerzer, Demagogen, Weintrinker, Tennisspieler, Golfspieler, Weltreiser, 6-Zylinderfahrer, Bibel-Frauenunterdrücker, Aufträgekonkurrenten, Besitzanhäufer, Gifter und Umweltvergifter….
@hihihi:
20.03.2010 um 05:41
Guten Morgen!
guten Morgen Olive!
jetzt auf Arte…Reportage
USA: Die neuen Patrioten
In den USA sammelt sich eine neue stramme Rechte: patriotisch, populistisch und Anti-Obama. Sie vergleichen seine Politik mit der Hitlers und Mussolinis, werfen ihm vor, er wolle in das Land der Freien Sozialismus, Kommunismus und Faschismus einführen. Klar, das klingt total verrückt, absurd, an den Haaren herbeigezogen. Aber dahinter steckt Methode und die hat Erfolg: In der Tea Party Convention treffen sich die neuen Fundamental-Kritiker an Obama zurzeit in Massen und überall im Land.
Unsere Reporter waren beim ersten Nationalkongress der American-Tea-Party in Nashville, sie besuchten eine lokale Gruppe dieser neuen „Patrioten“ in dem 200-Seelen-Dorf Dandridge in Tennessee – und sie waren überrascht von der Vehemenz, mit der die neue „Rechte“ auftritt.
Ihre Galionsfiguren sind Sarah Palin und Glenn Beck – die ehemalige republikanische Kandidatin für die Vizepräsidentschaft unter John McCain und der Star-Talkmaster von Fox News, dem stramm-konservativen US-Fernsehkanal. Sarah Palin gefällt sich in der Rolle der Ober-Kritikerin von rechts an Obama. Glenn Beck hetzt in seinen Talkshows gegen die Gesundheitsreform, die Verteidigungs- und die Wirtschaftspolitik Obamas.
Die neue Bewegung bedroht die Republikaner – sie wildert erfolgreich in ihrem Revier. In diesen Zeiten der Krise, in der die Vorherrschaft der USA in der Welt wankt, suchen viele Amerikaner eine neue Stärke und die „Leader“, die sie verkörpern könnten. Noch ist die „American Tea Party“ nur eine Bewegung – aber sie dient bereits als Sprungbrett für ihre Ikone Sarah Palin. Sie scheint ernsthaft damit zu liebäugeln, sich in drei Jahren um das Amt des Präsidenten zu bewerben.
China: Frauen erwachen…
Die Befreiung der Frau war ein wesentlicher Teil des Plans des Großen Vorsitzenden: Mao gab ihnen ihre Grundrechte zurück, das Recht auf Bildung, das Wahlrecht, das Recht auf Arbeit und auch das Recht auf Scheidung. Doch in der harten Realität bestehen viele dieser Rechte bis heute nur auf dem Papier. Unbildung, häusliche Gewalt, fehlende Gesetze zum Schutz der Frauen bis heute – in China ist die Selbstmordrate der Frauen sehr hoch: Beinahe 500 Frauen töten sich in China selbst, jeden Tag.
Seit einigen Jahren aber formiert sich eine Bewegung von Frauen, die alte Gewohnheiten und Traditionen überwindet und sich neue Plätze in der Gesellschaft erobert: Frauen zwischen 20 und 45 Jahren, in der Mehrzahl urban geprägt. Ihre „Emanzipation“ vollzieht sich ganz anders als die ihrer Vorkämpferinnen im Westen. Es gibt dort keinen militanten Feminismus und auch keinen unbedingten Willen, sich einen Platz in der Politik zu erobern.
Vielmehr sind es Frauen, die ihr Glück in der freien Wirtschaft gefunden haben. Unternehmerinnen wie die millionenschwere Zhang Lan oder, weit bescheidener, Fu Lan, eine Unternehmerin auf dem Land. In China sind heute in 47 Prozent der Unternehmen Frauen die Chefs.
Sie alle sind auf diese Weise finanziell unabhängig – und das verleiht ihnen einen vollkommen neuen Status in der chinesischen Gesellschaft mit sozialen und kulturellen Folgen: Im Internet boomen die Blogs von Frauen, die sich trauen, in aller Öffentlichkeit über ihre Wünsche und Sehnsüchte, auch sexueller Art, zu schreiben. Inzwischen ist die Mehrzahl der Blogs in China in Frauenhand.
So bahnt sich, dank der neuen ökonomischen Unabhängigkeit und des Mutes, die eigenen Träume zu leben, eine neue stille Befreiung der Frau in China ihren Weg.
hihihi:
20.03.2010 um 04:53
wenn Männer(Bünde) zusammenhalten, zeigt sich doch, wer die wahren Opfer sind!
die Männer natürlich!
Ist Gott behindert?
Fragen über Seelen-Fragen
http://www.aww.uni-hamburg.de/behinderung-ohne-behinderte-ss2010.htm
@all
http://www.swr.de/nachtcafe/-/id=200198/nid=200198/did=5952304/1rehb7a/index.html
Heute die Wiederholung auf SWR
“Zölibat, Verhütung, Schwule – muss die Kirche umdenken?”
Um 12.20
“alle Wirkungen, die den Betroffenen erst später bewußt geworden sind”…
http://www.abendblatt.de/politik/article1427942/Ex-Leiter-der-Odenwaldschule-gesteht-Sex-Uebergriffe.html
gilt das nur für sexuellen Mißbrauch?
@Nada:
19.03.2010 um 17:22
Entweder drücke ich mich missverständlich aus, oder wir reden einfach nicht vom Gleichen.
Mir geht es um die Männer die es sexuell erregt wenn sie einen Kinderkörper sehen oder berühren. So ein Mann hat es schwer wenn er Vater ist. Viele so normale Dinge sind für ihn gefährlich. Meine kleine Tochter hüpfte gerne zu mir in den Whirlpool, oder kroch gerne am Sonntag Morgen unter meine Decke usw. War für mich kein Problem im Gegenteil es war schön und hat viel Spass gemacht. Was meinen Sie? Wieviel Mut bräuchte es für einen Mann der merkt dass ihn seine kleine Tochter erregt, das jemandem zu sagen. Wie würde wohl die Mutter reagieren? Aber auch wenn er so fühlt, gibt es für mich nicht die geringste Entschuldigung wenn er sich an der Tochter vergreift. Ich erlebe körperliche Nähe mit meinem Nachzügler am intensivsten. Er hat das Down Syndrom, für ihn sind Umarmungen etwas sehr wichtiges. Wenn er sich sehr freut ist das Umarmen für ihn einfach logisch, doch in der Schule ist das streng verboten, eben wegen dem pädo Wahn. Ich kann die Schule verstehen, aber mein Sohn wird so viele male verletzt und leidet darunter.
Liebe BlogfreundInnen
Als Termin, der den meisten passt, hat sich der 12. Juni 2010 herausgestellt.
Alle sind am
Samstag, 12. Juni 2010 um 18.00 Uhr
eingeladen.
Ort: Banlieue Zürich (nicht Goldküste) mit S-Bahnstation und Nacht-S-Bahn die ganze Nacht einmal pro Stunde nach Zürich zurück. Der genaue Ort wird den Festangemeldeten nach dem 1. Juni 2010 bekanntgegeben.
Parkplätze: Organisierbar aber nur mit 8 Minuten Fussmarsch. Zufahrt zum Tagungsort mit Parkplatz ist aber für (wenige) Gehbehinderte gewährleistet. Rollstuhlgängigkeit nur sehr bedingt (d.h. mit Hilfe).
Bedingung: Open Mindedness: es soll ein friedlicher Abend (mit friedlichen Streitgesprächen) werden.
Diskretion: Die an diesem Abend ausgetauschten Namen, Adressen und E-Mail-Adressen werden im Blog nicht geoutet und werden nicht für Spamming, Mobbing und ähnliche –ings verwendet. Durch die Anmeldung wird diese Bedingung akzeptiert
Anmeldung: bis zum 1. Juni 2010 unter Angabe von Nick gültiger E-Mail-Adresse an
jefferstamm@gmx.ch
Die E-Mail-Adressen werden absolut vertraulich behandelt und dem Anwaltsgeheimnis unterstellt. Bitte angeben, ob man auf einer allfälligen Teilnehmerliste (die nur den Angemeldeten zugestellt wird) mit Nick erscheinen will oder nicht.
Mitzubringen: Fleisch, das roh oder grilliert verzehrt werden kann oder vegetarisches Äquivalent, evtl. Badehose, evtl. Frisbee. Gartengrill (mit Holzkohle) vorhanden.
Sonderwunsch: HelferInnen gesucht, die Salate und Desserts vor Ort zubereiten oder mitbringen. Material könnte gestellt werden.
Schlechtwetter: Eher Absage und Verschiebung auf nach den Sommerferien. Ich könnte schon eine Hütte finden, finde es aber ein bisschen ätzend im Sommer drinnen zu sitzen.
Ist Hans was Heiri ? Die ganzen Nickwecksel umsont, ein html hats vermasselt. Mein Beleid.
“Ist Hans was Heiri ? Die ganzen Nickwecksel umsont, ein html hats vermasselt. Mein Beleid.”
Danke, meine Bestürzung hält sich in Grenzen, man sollte eben im Alter nicht mehr experimentieren.
Rabbi
Gestern Nachmittag wollte ich Ihnen schon beinahe zurufen, Sie möchten doch den Temperaturanstieg bitte etwas drosseln. Ich war dabei unser grosses Treibbeet mit Pferdemist vollzupacken, mann war das eine Hitze plötzlich! Da musste ich an Nada und Sie denken und schmunzeln.
Gut schabbes !
Hugo solls löschen, melden Sie es.
hugo.stamm@tages-anzeiger.ch
Gruss
Die katholische Kirche in Irland war im vergangenen Jahr durch zwei Untersuchungsberichte schwer erschüttert worden: Diese hatten den jahrzehntelangen tausendfachen Missbrauch von Kindern unter dem Dach der Kirche dokumentiert.
Papst Benedikt XVI. hat in einem Hirtenbrief an die irischen Katholiken eine Untersuchung von Missbrauchsfällen durch Geistliche angeordnet. Er hat den Missbrauch «aufrichtig bedauert».
Zu einer Mitverantwortung des Vatikans äusserte er sich nicht.Der Mann ist genial! Lobet und preiset den Herrn, er hat den Richtigen auserwählt. Der Stellvertreter Gottes ist ein geiler Hardliner
@Winnie the Pooh
Sie wirken auf den Fotos wie der junge Max Frisch. Ein echter Intellektueller eben. Sollte ich einmal einen Anwalt brauchen (was Gott verhüten möge), werde ich mir erlauben mich vertrauensvoll an Sie zu wenden.
Winnie the
Puhhh………
mit puhhh mein ich natürlich aufschnauf…
Ein Bischof macht die 68er-Revolution für Missbräuche mitverantwortlich. Auszug aus einer grossen Tageszeitung:
«Exzellenz, Sie haben davon keine Ahnung» Replik zu Bischof Mixa
Eure hochwürdigste Exzellenz, Sexualität kennen Sie nur vom Hörensagen. Sie hatten noch nie Sex mit einer Frau, einem Mann oder einem unmündigen Kind. Sonst wären Sie vermutlich vor vierzehn Jahren nicht Bischof geworden. Und seither geblieben. Und doch äussern Sie sich jetzt in einem bayerischen Blatt scharf zu den dunklen Seiten der Sexualität. Sie belehren uns, dass wiralle, die wir seit der «Sexuellen Revolution» sexuell freier geworden sind, mitverantwortlich seien für die zahllosen Missbräuche in der katholischen Kirche. Sie behaupten, die 68er-Revolution habe die «abnormen sexuellen Neigungen» begünstigt. Auf gut Deutsch: Wer frei und aufgeklärt ist, wird zum Schwein. Das lasse ich mir von Ihnen nicht bieten, Exzellenz. Ganz einfach, weil Sie von Sexualität keinen Dunst haben. Weil Sie aus der Not Ihrer Ahnungslosigkeit sogar
eine Tugend machen; Sie verteidigen das Zölibat. Zusammen mit Ihrem weissberockten Landsmann im Vatikan wollen Sie nichts
davon wissen, dass Ihre Priester mit fleischlicherLiebe in Berührung kommen.Und so ist es: Sie wissen
nichts davon, was es wirklich heisst, zölibatär zu leben. Weil die Betroffenen nicht offen drüber reden.
Stattdessen setzen Sie einfach Behauptungen in die Welt. Zum Beispiel, das Zölibat habe nichts zu tun mit
den widerlichen Missbrauchsgeschichten im kirchlichen Dunstkreis. Das ist peinlich.Exzellenz, Sie machen sich lächerlich mit all diesen Theorien. Sie haben zwar Karriere gemacht in Ihrer öffentlich-rechtlichen Körperschaft, aber einen kompetenten
Eindruck machen Sie nicht. Inzwischen dürften Sie doch alt und gescheit genug sein, als Bischof in aller
Bescheidenheit zu sagen, dass Sie ein Problem haben.Sie haben ein Problem mit Ihrem Personal. Und diese
Priester, Mönche und Nonnen haben Probleme mit ihrer Sexualität. Wissen Sie, ausnahmslos jeder
Mensch hat seine liebe Mühe mit ihr. Und gewalttätige, missbräuchliche Sexualität gibt es überall. Vor allem auch im Schoss von
Zweierbeziehungen und Familien,man weiss es. Wir könnten doch von der Erfahrung ausgehen: Sexualität ist nebst dem Leben
selbst das köstlichste Geschenk des Himmels an uns Menschen. Lassen Sie sich das sagen, Exzellenz. Sie können es ja nicht wissen, weil Sie es nicht erlebt haben. Nicht erleben dürfen. Und eigentlich müssten wir uns alle eingestehen, dass wir ungeschickt sind, sobald wir der Sexualität nahe kommen. Ungeschickt, unsicher, ängstlich. Ganz innen, meine ich. Auch davon haben Sie keine Ahnung, weil Sie von dieser Erfahrung nichts wissen wollen. Nichts. Kraft Ihres Amtes könnten
Sie dafür sorgen, dass auch in Ihrem Einfl ussbereich die Sexualität zur Sprache kommt. Und zwar o en, wahr und liebevoll.
Dank der 68er-Bewegung ist das jetzt eher möglich als zu der Zeit, wo Sie noch ein Kind waren. Aber das können Sie
ja nicht wissen. Sie sind zu verbissen damit beschäftigt, uns weiszumachen, wo Gott hockt.
Klaus Heer,
Paartherapeut, Bern
Im Namen der Kirche bekunde ich offen die Scham und Reue
Hirtenbrief Papst Benedikt XVI.
Zwischenruf
- Klaus Hoffmann – Jedes Kind braucht einen Engel -
Sie sind der Anfang und das Licht
DOCH WIR SEHN ES NICHT
sie sind das Wort, das niemals bricht
DOCH WIR VERSTEHN ES NICHT
Sie haben Herzen
die begreifen jede Hand, die gibt
und öffnen sich dem der sich zeigt
und ihnen Liebe gibt
Sie sind das Wasser und die Kraft
DOCH WIR BEUGEN SIE
die Kraft, die neues Leben schafft
DOCH WIR BESCHNEIDEN SIE
Sie haben Augen
die können viele Sonnen sehn
DOCH WER SIE BRICHT
DER WIRD IN IHNEN
SEINEN SCHATTEN SEHN
Jedes Kind braucht einen Engel
der es schützt und der es hält
Sie sind der Boden, der uns trägs
DOCH WIR BELAECHELN SIE
das Grün, das aus den Zweigen
schlägt
DOCH WIR ZERBRECHEN SIE
Sie sind die Zukunft
DOCH WIR SPERREN IHRE TRAEUME EIN
UND SEHEN FASSUNGSLOS
AUS UNSERN MAUERN STAMMT DER ERSTE STEIN
Jedes Kind braucht einen Engel
der es schützt und der es hält
Alle Texte von Klaus Hoffmann
“Irische Opfer sexueller Gewalt haben sich tief enttäuscht über den Hirtenbrief des Papstes gezeigt. Der Brief an die Katholiken in Irland sei weit davon entfernt, die Sorgen der Opfer sexueller Gewalt anzusprechen, erklärte das Bündnis One in Four.”
Jetzt im Tagi online.
Siehst du, engelI27, das habe ich vorausgesagt, bzw. das war vorhersehbar. Die Scheisse stinkt nun noch mehr. Das ist wie Deo an einem massiv stinkenden Unterarm oder künstlicher Föhrenduft auf einerverkackten Bahnhofstoilette. Es wird nicht besser sonder schlimmer.
Aber der Papst muss sich nun ausruhen, soviel Gutes tun, ist anstrengend. So ein Hirtenbrieflein kostet verdammt viel Kraft.
(Und Engel sollen nicht fluchen. Ich bete schnell zwei drei Aves Maria, husch husch. Alles ist gut, es wird mir vergeben.)
@ an Bischof Mixa
Nichts gegen Klaus Heer den Radio- und Heftlitherapeuten , aber den Artikel, den Sie hier wiedergeben, stammt aus der “grossen” Tageszeitung Blick am Abend, dem dümmsten Blatt auf dem Schweizer Markt und das müsste man schon dazusagen.
Ich bin auch der Meinung, dass es ziemlich naiv ist, dass man Kindermisshandlungen auf die 68-er Revolution oder – wie es offenbar de rPapst getan hat – auf falsch verstandene Öffnungssignale des 2. Vatikanums zurückführen will. Meine These ist nur, dass die sexuelle Revoution keine Verbesserung der Lage der Kinder gebracht hat, aber ihre eigenen Missbräuche muss die Kirche auf ihre eigene Kappe nehmen
@ alle
Man sollte nicht kritisieren, bevor man gelesen hat. Die Passage im Hirtenbrief des Papstes an die Iren über das 2. Vatikanum lautet:
“Das Programm der Erneuerung, dass das Zweite Vatikanische Konzil vorgelegt hat, wurde häufig falsch gelesen; im Licht des tiefen sozialen Wandels war es schwer, die richtigen Weisen der Umsetzung zu finden. Es gab im Besonderen die wohlmeinende aber fehlgeleitete Tendenz, Strafen für kanonisch irreguläre Umstände zu vermeiden. In diesem Gesamtkontext müssen wir das verstörende Problem des sexuellen Missbrauchs von Kindern zu verstehen versuchen, das nicht wenig zur Schwächung des Glaubens und dem Verlust des Respekts vor der Kirche und ihre Lehren beigetragen hat. ”
Der Papst rügt also nicht, wie Mixa sexuelle Libertinage, sondern er rügt, dass man mit den fehlbaren Priestern zu milde umgegangen ist, eine Rüge, die ja mit Bezug auf die weltlichen Strafrechtsrefomren der 60-er und 70-er Jahre auch erhoben wurde und die zur Annahme der Pädophilen- und der Verwahrungsinitiative geführt hat.
Im Übrigen scheint mir die hier erhobene Kritik am Hirtenbrief nicht pertinent zu sein. Natürlich sind die Opfer enttäuscht, Opfer sind aber immer enttäuscht, das ist verständlich und liegt in der Natur der Sache. Wer glaubt. man könne durch einen Hirtenbrief die Opfer zufriedenstellen, muss schon sehr naiv sein.
@ Engel
Sie können das Ave Maria auch singen:
http://www.youtube.com/watch?v=g7ZL0Q_c0jg
@ Anna
Es gibt ein schönes Lied – Dona nobis pacem pacem – das sog. Gute kann der Mensch ja nehmen, hat für mich nichts mit Religionszugehörigkeit zu tun, das schlechte Gewissen hat mit Religionsfanatismus zu tun, aus der Esoterikecke wird das sog. Nirwana versprochen aus Religionsecken wird mit der Hölle und Teufel gedroht, da ist doch eine Verunsicherung vorprogrammiert. “Manipuliert wird mit dem sog. schlechten Gewissen”.
Klopfen Sie mal auf ihre rechte Schulter mit der linken Hand und umgekehrt das heisst im Fachjargon “Crosscrowling” .
Ich akzeptiere mich so wie ich bin, mit all meinen Macken, ist auch ein Weg.
@Winnie the Pooh
Das Programm der Erneuerung, dass das Zweite Vatikanische Konzil vorgelegt hat, wurde häufig falsch gelesen; im Licht des tiefen sozialen Wandels war es schwer, die richtigen Weisen der Umsetzung zu finden. Es gab im Besonderen die wohlmeinende aber fehlgeleitete Tendenz, Strafen für kanonisch irreguläre Umstände zu vermeiden.
Soll das heissen, vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurden Strafen für kanonisch “irreguläre Umstände” (=sexuelle Gewalt an Kindern) nicht vermieden? Gibt es Beweise für diese Behauptung, ging man vorher tatsächlich härter gegen pädokriminelle Priester vor?
@ Winnie the Pooh, Nada, alle
Dank den Blogdiskussionen und dem Tagi-Interview mit dem Psychoanalytiker wurde mir plötzlich klar: Wenn schon eine Ideologie oder ein Gedankengut “schuld” sein müsste an den Missbräuchen seit den 60er Jahren und an der Milde im Umgang mit den Tätern, dann wäre das weder der Zölibat, die sexuelle Revolution, noch Libertinage. Sondern es wäre die Psychoanalyse! Genaugenommen die Popularisierung der Psychoanalyse, d.h. die kommerzielle Nutzung der psychoanalytischen Theorie in den USA seit dem 2. Weltkrieg, und ihre Verbreitung in der Gesellschaft. Damals wurde zum ersten Mal der Alltag mit sexuellen Bedeutung “aufgeladen” (bzw. diese Bedeutungen wurde offengelegt) (z.B. Autowerbung), und wenn – angeblich – ohnehin “alles” was wir tun, eine sexuelle Konnotation oder Bedeutung haben soll, wird es in der Tat schwierig, Grenzen zu ziehen und noch schwieriger, die Bestrafung der Täter zu rechtfertigen.
@Anna: Mir scheint, dass Sie und ich unter einer Übertretung nicht das gleiche verstehen, wir sollten wohl diesen Punkt zuerst klären.
Das Probleme ist nicht nur, dass sie und ich nicht das Gleiche darunter verstehen, sondern dass allgemein kein Konsens mehr darüber besteht. Es gibt sogar Individuen, die selber nicht wissen, was sie darunter verstehen sollen. Ich zitiere nochmals aus dem Interview mit Peter Passett:
Dabei haben sie völlig übersehen, dass die Sexualität in unserer Kultur immer und überall mit Übertretung gekoppelt ist.
Solche inadäquaten Annäherungen und Übertretungen finden in den normalen zwischenmenschlichen Beziehungen ständig statt und sind nicht notwendig – wie das heute eine verkürzte psychoanalytische Theorie will – traumatisierend.
Bei der Pädophilie geht es im Kern um die Nicht-Einhaltung der Generationenschranke. Weil aber das Verhältnis des Kindes zu den Erwachsenen sexuell aufgeladen ist, ist diese Grenze ständig in Gefahr, überschritten zu werden. Diese Übertretung wird als Pädophilie bezeichnet.
Dieser Psychoanalytiker bezeichnet im gleichen Interview Pädophilie als Übertretung (der Generationenschranke) wie er auch behauptet, dass Sexualität immer immer mit Übertretung gekoppelt ist bzw. Übertretungen in zwischenmenschlichen Beziehungen ständig stattfänden. Bei einem solchen grosszügigen Gebrauch des Wortes Übertretung wird einerseits sexuelle Gewalt an Kindern verharmlost bzw. die Gesellschaft verunsichert, was überhaupt Missbrauch/Übertretung ist. Kein Wunder, dass sich in einer solchen Kultur ein Lehrer bereits verdächtig macht, wenn er einem weinenden Kind die Hand auf die Schulter legt. Ich fände es dringend notwendig, dass in der westlichen Kultur endlich die Grenzen nicht mehr verwischt, sondern wieder klarer definiert würden. In andere Kulturen klappt das besser. Dort muss Körperkontakt nicht zwangshaft vermieden werden, weil die Menschen nicht mehr wissen, wo die Grenzen sind und Angst haben eine Grenze versehentlich zu übertreten.
Die Bemerkung, dass sie strenger seien als die Bibel, war im Übrigen ironisch gemeint.
@Anna
Unsere Beiträge haben sich überschnitten. Anscheinend kommen sie zu einem ähnlichen Schluss wie ich. Die Popularisierung der Psychoanalyse als alleinige Ursache für die Schwierigkeit der westlichen Gesellschaft “Grenzen” zu ziehen, finde ich aber etwas übertrieben.
@ Nada
Danke für Ihre Antwort. Ich denke, im Zusammenhang mit dieser Diskussion muss man Übertretung und Missbrauch klar auseinanderhalten. Jeder Missbrauch ist eine Übertretung, aber nicht jede Übertretung ist ein Missbrauch.
Die Grenzen werden m.E. nicht nur kulturell definiert, sondern individuell in jeder zwischenmenschlichen Beziehung. Das spricht Herr Passet auch an. Jedes Kind (auch jeder Erwachsener) hat seine eigenen Grenzen. Darum gibt es so viele Missverständnisse zwischen Teenagern. Weil die Jugendlichen die Situation nicht lesen und richtig einschätzen können. Diese Vorstellung, dass die Grenzen völlig klar sein können, scheint mir eine Illusion zu sein. Das funktioniert nur, wenn sich alle wie Roboter nach einem festen Skript durch den Alltag bewegen, aber genau das wollen Sie ja nicht.
@ Nada
Pädophilie ist eine “Übertretung”, weil es eine gesellschaftliche Regel gibt, wonach Kinder als Sexualpartner tabu sind. Wer Kinderpornographie anschaut, verletzt dieses Tabu und übertritt die Regel, selbst wenn dabei kein Missbrauch stattfindet. So würde ich die Abgrenzung vornehmen.