Die Seele ist ein mysteriöses Konstrukt. Für Gläubige fast aller Couleur ist sie das Lebensding an sich. Sie ist der Sitz der Gottesenergie oder die Verbindung zum Allerhöchsten. Die Seele ist also jene Instanz, die über das Leben hinaus weist. Wenn alles vergeht, existiert sie weiter. Sie ist der Anker im Diesseits, der vor allem bei Schicksalsschlägen Trost spendet: Wenn es dick kommt im irdischen Dasein, beschert sie uns Hoffnung für das Leben nach dem Tod. Die Seele macht uns unsterblich.
Somit schafft sie die Verbindung vom Diesseits zum Jenseits. Sie ist abhängig vom Körper, aber nur auf Zeit. Gleichzeitig ist sie der Sitz unserer Identität. Nach dem Tod zerfällt zwar unser Körper, unser Bewusstsein lebt aber in der Seele weiter. Somit geht nichts verloren, was sich an Erfahrung im Leben oder in mehreren Leben angesammelt hat. Genau genommen: Ich bin die Seele, die Seele bin ich.
Ohne dieses Bewusstsein von der Seele funktionieren Glaubensgemeinschaften oder Heilsvorstellungen nicht.
Bei den fernöstlichen Philosophien und Glaubenskonzepten ist die Seele der Träger wichtiger Informationen. Wie auf einer Festplatte sind alle Taten gespeichert, die „guten“ wie die „schlechten“. Sie machen das Karma aus, das über die Zukunft entscheidet. Erlösung gibt es erst, wenn die schlechten Taten aus früheren Leben durch die guten aus dem aktuellen getilgt sind. Fällt die Bilanz negativ aus, droht eine Wiedergeburt. Pikant: Die Rückkehr auf die Erde gilt als Strafe.
Nicht so bei den westlichen Esoterikern und spirituellen Suchern, die sich die Wiedergeburt wünschen, weil sie sich ans Leben klammern. Sie glauben, durch spirituelle Entwicklung die Seele zu „reinigen“ und im nächsten Leben vom göttlichen All-Eins begünstigt oder belohnt zu werden.
Die abrahamitischen Religionen lehren ein anderes Konzept. Die Abkehr von den vielen Göttern und die Einführung des Monotheismus führten zu einem Umdenken. Das Nirwana wurde abgelöst durch einen konkreten Ort der Geborgenheit: Der Wohnsitz des Vaters wurde zum Ort der Sehnsucht und zum Zuflucht der gepeinigten Menschen, die orientierungslos durch das Jammertal irrten. Der Hinduismus mit den Tausenden von Göttern und Dämonen wurden belächelt, die Idee von der Widergeburt als archaischer Aberglaube beargwöhnt.
Dann kam die Wissenschaft. Die Anatomie zeigte auf, dass die Seele kein nachweisbares Organ ist. Psychologie und Neurologie entwarfen Konzepte und lieferten viel wissenschaftliches Material, die darauf hindeuteten, dass all das, was wir seelische Regungen nennen, mit Hirnaktivitäten erklärbar ist. Da spielen elektrische Impulse, Hormone, Adrenaline usw. eine wichtige Rolle. So wie für uns heute noch das Entstehen und die Ursache von Gefühlen ein Rätsel ist, so schwer lässt sich angesichts wissenschaftlicher Erkenntnisse die Seele erklären.
Bezeichnet der vielleicht wichtigste Begriff in unserem Vokabular bloss ein Phantom?












































@Steinlaus
Meinst Du nicht, dass viele diese Deine bedingungslose Menschlichkeit ausnützen und bei nächster Gelegenheit wieder ihre Schandtaten begehen? Und das rigorose Strafen wenigstens einige davon gar abhalten würden ihr Unwesen zu treiben?
@ Argument
Ich glaube nicht an Strafen, Argument, merke aber, dass ich bezüglich wirksamer Konsequenzen betreffend Täter etwas ratlos bin.
Fokussieren wir in schwarz-weiss Manier zu sehr auf die Opfer, vergessen wir, dass die Täter gar nicht dazu imstande sind, Verantwortung im Sinne gelebter, grenzachtender Mitmenschlichkeit zu übernehmen. Das heisst für mich, dass wir, zumindest vorübergehend, Verantwortung für uns selber WIE auch für Täter zu übernehmen haben. Verlieren wir dabei die Menschlichkeit aus den Augen, verhärten unsere eigenen Herzen und wir (die Gesellschaft) produzieren neue Täter, neue Opfer….
@ heubauch 17:05
Der Zölibat ist vielleicht la pièce de résistance der katholischen Sexualmoral, aber dass der Zölibat abgeschafft werden soll, weil die katholische Sexualmoral repressiv und nicht mehr zeitgemäss sei, ist eine unlogische Idee.
Wenn die katholische Sexualmoral bzw. die RKK dem Menschen gewisse Grenzen setzt und dazu auffordern, seine Trieb zu “kultivieren”, dann tut sie dies sondern aus der ehrlichen Überzeugung heraus, dass dies für die Menschen besser, menschlicher ist. Und nicht aus Schikane oder (wie die viktorianische Moral) aus Prüderie. Das glauben Sie mir nun vermutlich nicht, ich selbst jedenfalls hätte es vor ein paar Jahren nicht geglaubt, aber meine eigenen Feldstudien im grössten katholischen Land haben mich zu dieser Erkenntnis geführt. Die dogmatische Konsequenz der RKK in Fragen wie Abtreibung, Verhütung usw. erweckt den Eindruck der Menschenfeindilchkeit oder Gleichgültigkeit gegenüber dem individuellen Schicksal, dabei ist genau das Gegenteil der Fall. (Aber wie gesagt, ich erwarte nicht unbedingt, dass ich im Hugo-Stamm-Blog in diesem Punkt verstanden werde.)
Wenn man bedenkt, dass Sexualität nicht nur Freude, sondern auch viel Leid bereiten kann, ist die Ansicht, dass der Sexualtrieb nicht abreagiert, sondern kultiviert werden muss, doch gar nicht so falsch.
Mit Ihrer Ansicht, ein Priester, der ein Kind missbraucht, sei kein “echter Pädophiler”, sondern handle aus einer Not heraus, weil keine Frau zur Verfügung steht, habe ich nach wie vor Mühe. Dieses Thema müsste wirklich einmal wissenschaftlich untersucht werden, das wäre doch etwas für den Nationalfonds. Mir fällt auch auf, dass alle Meinungen zu diesem Thema, seien es Ihre Meinung, meine Meinung, oder die der Herren Küng und Drewermann, stark von der persönlichen Einstellung geprägt sind. Bei uns Nicht-RKK-Insidern kommen dann noch Bilder und Phantasien des zölibatären Klosterlebens hinzu, sowie Sympathien/Antipathien für diesen Lebensstil, die mit der Realität möglicherweise gar nicht viel zu tun haben. Ich gebe zu, dass das Klosterleben mich immer ein wenig angezogen hat. Aber da ich leider nicht katholisch bin, kam für mich eine Karriere als Nonne leider nicht in Frage
@Johann:
“…da die Abwesendheit einer Erklärung z. B. ein Zeichen dafür sein könnte, dass Sie tatsächlich einen Elefanten sind.”
Lieber Johann, es sollte heissen: …tatsächlich ein Elefant.”
Scho guet, nichts zu danken.
HO
@ swisswulf
“Das mag wohl sein Herr von Pooh, aber man kann seine Links auch verfluchen, sollte dennoch zwischen dem uns seinen eigenen Texten differenzieren können.”
Nochmals d’accord
Ist die Seele nur ein Phantom? Kann ein Phantom gespalten sein?
@ Moria, HO
Johann hat mal eine gewisse Legasthenie erwähnt – es ist deshalb nicht sonderlich förderlich, ihm seine Rechtschreibefehler aufzuzeigen oder ihm einen weiteren Deutschkurs anzuraten.
Das würde heissen, dass Pädophilie in uns allen angelegt ist.
Bei der Pädophilie geht es im Kern um die Nicht-Einhaltung der Generationenschranke. Weil aber das Verhältnis des Kindes zu den Erwachsenen sexuell aufgeladen ist, ist diese Grenze ständig in Gefahr, überschritten zu werden. Diese Übertretung wird als Pädophilie bezeichnet. Wie alle sonstigen sogenannten Perversionen ist Pädophilie eine Neigung, gegen die der Betroffene nichts machen kann. Sie lässt sich nicht wegtherapieren.
Ein super Artikel !
http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Das-Paedophile-ist-uns-nicht-fremd/story/22425836
@Steinlaus
Ja, da haben Sie wohl recht. Menschlich bleiben ist eine Kunst, die immer schwieriger zu sein scheint. Auch finde ich diese Medienhypes langsam zum Kotzen. Die berrschen unsere Köpfe mit aufgeregten Themen, aber ob das konstruktiv ist scheint mir sehr fraglich zu sein. Mich jedenfalls macht das nur noch agressiv.
Ich werde Ihren Rat befolgen und mich wieder vermehrt der Welt der Bücher widmen. Das ist sinnvoller.
@ Argument
Alles Gute, Argument, und danke für die Diskussion!
@Zweifler: Das würde heissen, dass Pädophilie in uns allen angelegt ist. … Ein super Artikel !
Meinen sie das im Ernst.
Ja, asw, das traditionelle Leib – Seele Verhältnis, an sich ja zentraler Gegenstand der Philosophie des Geistes, scheint mit der „Virtualität“ ein Kind bekommen zu haben. „Virtualität“ ist ja nicht Materie (d.h. Leib im weiteren Sinn) und auch nicht „Geist“, sondern ein Zwischending. Der ursprüngliche Gegensatz physisch – psychisch wird abgelöst durch ein Verhältnis zwischen physisch, virtuell und psychisch. Die klassische Fragestellung, ob dies jetzt nun eine Welt des Seins oder eine Welt des Scheins (in welcher ich dich lokalisierte, asw) sei, muss ergänzt werden mit der Frage nach der Lokalisierung des anderen in der virtuellen Welt. Und da brauche ich wirklich einen ganz anderen Gesprächspartner.
Ebenfalls alles Gute, Steinlaus.
@Zweifler: aber es ist ein Unterschied ob ich mich zur Person äussere die das Amt bekleidet, oder das Amt als solches verhöne.
Wie verhöhnt man ein Amt? Bitte um Tipps., Bei all den Steuererklärungen, die ich im Moment ausfüllen muss, wächst bei mir nämlich das Bedürfnis, das Steueramt zu verhöhnen.
@ Winnie the Pooh
Was ist Ihre Meinung zum Artikel, der heute im Online-Tagi erschien und darauf hinweist, dass das Bistum Basel wissentlich einen Priester anstellte und für die Kinderbetreuung einsetzte, obwohl dieser die vorherigen Einsatzorte wegen sexueller Handlungen an Kindern verlassen musste und einem Leserkommentar, der sich folgendermassen liest:
“Der Tatbestand ist klar, das Bistum Basel (Chur?) hat ein Verbrechen vertusch, ein Straftatbestand erfüllt. Eine Anklage der Kirche, aller Mitwisser ist zwingend, will die Schweiz ein Rechtsstaat sein. “
Könnte man effektiv das Bistum Basel auf Vertuschung verklagen?
Nada:
19.03.2010 um 14:00
Haben Sie den Artikel gelesen?
@Zweifler: Haben Sie den Artikel gelesen?
Nur schnell überflogen, er gefiel mir nicht.
.
@Nada:
19.03.2010 um 14:19
Die Wahrheit ist nicht immer einfach zu akzeptieren.
@ all
Ein interessanter Artikel auf dem Blog «On Faith» der Washington Post in dem Daniel C. Dennett und Linda LaScola ihre Studie vorstellen, in der sie gewisse (protestantische) Priester befragen, die ihren Beruf ausüben, obwohl sie dem Glauben abgefallen sind.
Wieviele dieser Priester und Pastoren gibt es wohl, die predigen, was sie selber nicht glauben?
@Anna: Die dogmatische Konsequenz der RKK in Fragen wie Abtreibung, Verhütung usw. erweckt den Eindruck der Menschenfeindilchkeit oder Gleichgültigkeit gegenüber dem individuellen Schicksal, dabei ist genau das Gegenteil der Fall. (Aber wie gesagt, ich erwarte nicht unbedingt, dass ich im Hugo-Stamm-Blog in diesem Punkt verstanden werde.)
Dann erklären sie bitte, was wir missverstehen. Wenn eine Kirche eine vergewaltigte 11-jährige zwingen will, das Kind auszutragen und jedem, der sie bei einer Abtreibung unterstützen will, mit Exkommunikation droht, wo bleibt da die Menschenfreundlichkeit gegenüber dem individuellen Schicksal? Ich bin auch gegen Abtreibung, aber es gibt Ausnahmefälle bzw. gehört zu den Fragen, bei denen jede für sich selber entscheiden muss, ob sie Gott gehorchen will oder nicht. Schliesslich heisst es im NT Jesus said to them, “The Sabbath was made for man, and not man for the Sabbath. Gott hat den Menschen Gesetze gegeben, damit sie besser und friedlicher zusammenleben, nicht um sie zu knechten.
@Zweifler: Die Wahrheit ist nicht immer einfach zu akzeptieren.
Schlechtes Argument, werde ich nächstes Mal auch bringen, wenn sie gegen irgendwelchen wissenschaftlichen Theorien wettern. Können sie mir nicht sagen, was genau sie an diesem Artikel so toll finden?
@Nada
In diesem Artikel kommt gut zum Ausdruck dass es nur eine sexuelle Form von vielen ist. Es werden Produkte gekauft die mit Kinderarbeit hergestellt sind, die Zeitungen spielen Moralapostel wenn es um Pädofile geht, ein paar Seiten weiter kommen dann SM Inserate usw. Mir geht diese Scheinheiligkeit einfach auf die Nerven. Sie gehen ja in eine Freikirche, da werden die Männer sicher auch wehement gegen Schwule sein, warum. Weil sie eben nicht schwul sind, was sie aber im Geheimen im Internet machen ???
@Nada
Was sagen Sie dazu, dass in der Schweiz ein 16jähriges Mädchen offiziell als Prostituierte arbeiten darf?
@Zweifler
Danke für den Link. Habe ihn kurz überflogen und kann eigentlich nur Eines dazu sagen:
Der Mensch hat evolutions- und/oder genetisch bedingt sicher noch viele Triebe, bzw. Eigenarten welche zu Handlungen führen würden, welche den Rahmen der heutigen gesellschaftlichen Form sprengen würde. Wenn wir Männer bspw. jedes Mal wenn uns eine Frau sexuell anspricht einfach bedrängen würden…egal ob in einer Beziehunge oder nicht. Oder weiterhin unserem Jagdtrieb ohne Einschränkung nachgehen würden, oder ohne jegliche Diplomatie uns kompromislos wieder zu kriegrischen Handlungen hinreissen lassen würden, währen wir noch in der Steinzeit.
Die Wahrheit ist unter diesem Aspekt sogar sehr einfach zu akzeptieren. Vor allem wenn man bedenkt dass der Mensch im gemessen an der Erdgeschichte das wohl jüngste Geschöpf aller Existierenden ist. Unser Intellekt ist wohl schneller fortgeschritten, als unsere Urinstinkte geschwunden sind.
Und zu guter Letzt: Ja, man muss auch solche Wahrheiten akzeptieren. Was aber trotz all dieser Wahrheiten nicht bedeuten muss unseren Urinstinkten einfach nachzugeben. Dafür existieren eben die Regeln der Gesellschaft. Stellt allerdings die Frage wie es sich verhält mit den Bevölkerungsgruppen in welchen es heute noch Usus ist, 11-13 jährige Kinder (Mädchen) zu verheiraten?!
Olive: “Menschen, die entsagen und ihr Leben Gott weihen, verdienen Bewunderung, das war zumindest früher so.”
Lustig diese Idee. Ein Mensch, der entsagt, will doch gar keine Bewunderung.
Olive: “Aber dann zu entdecken, dass das eine Maskerade ist, die aber vertuscht wird, verstimmt.”
Zu wissen, dass es mit dem Entsagen nicht so einfach ist, sollte zum Allgemeinwissen des Menschen gehören.
Ich finde es etwas weltfremd, zu denken, man könne sozusagen auf Knopfdruck ein Heiliger werden. Und diese Idee steht ja hinter der Erwartung, dass Priester hier ausschliesslich wie heilige wandeln. Wer also denkt, eine blosse Mitgliedschaft erlasse einem von allen Sünden und Versuchungen, der irrt gewaltig. So gesehen ist das Aufdecken von Pädo-Skandalen ein heilsamer Prozess. Mir scheint nämlich, dass alle, die jetzt so schockiert tun, eine gänzlich unzulängliche Vorstellung davon haben, wie denn dieser enge Weg zu Gott überhaupt angelegt ist.
Man kann auch sagen – wie es einige hier im Blog tun – dass ein Zölibat den Menschen daran hindert, seine Sexualität auszuleben. Nur eben: Entsagung lernt man nicht im Ausleben von Gelüsten. Entsagung lernt man mit Entsagung. Man kann sich darüber streiten, ob dieser lebenslängliche Zölibat denn gerechtfertigt sei. Es ist aber zu beobachten, dass Entsagung auch in anderen Religionen geübt wird. Auch im Hinduismus wird der Sexualität spezielle Aufmerksamkeit entgegengebracht – neben dem Kamasutra gibt es auch die Enthaltsamkeit verbunden mit einer aufsteigenden Kundalini-Kraft. Es geht also auch dort darum, sexuelle Energie in geistige Energie umzuformen. Das alles ist also nicht bloss auf dem Mist der RKK gewachsen.
Wenn ich also den Zölibat kritisieren müsste, dann nicht, weil es ihn gibt. Sondern eher, weil er auch über junge Priester gestülpt wird. Mir scheint, so recht zölibatär Leben kann einer erst, wenn er sich schon lange darin geübt hat und auf dem Weg zu Gott fortgeschritten ist. Für mich ist zölibatäres Leben also nicht Bedingung, sondern mögliches Resultat eines solchen Vortschrittes.
Aber da unterscheidet sich halt meine Vorstellung von der der RKK. Aber jedem das Seine. Evtl. funktioniert der Weg der RKK ja auch. Was aber kaum funktioniert, ist, den Menschen zum Ausleben jeglicher Gelüste zu animieren. Das ist eine Autobahn, die nicht zu dem Resultat führt, dass in der Religio angestrebt wird.
@Zweifler
Der Psychoanalytiker hat einen besonderen Zugang zu solchen Themen und er wehrt sich gegen Gedankenverbot.
Aber, er sagt auch dieses:
“auch wenn ich diese Verfehlungen entschieden verurteile.”
“Sie haben die unglücklichste von den zahlreichen seltsamen sexuellen Neigungen, die ein Mensch nur haben kann. ”
“Ein Erwachsener müsste das wissen, er hat die Verantwortung. Doch beim Missbrauch erkennt der Pädagoge seine Bedürfnisse nicht mehr als seine eigenen”
@orgenstern
“Ich finde es etwas weltfremd, zu denken, man könne sozusagen auf Knopfdruck ein Heiliger werden”
Das finde ich jetzt lustig. Das müssten Sie jetzt nicht mir sagen.
@Zweifler
Ab ihrem Kommentar bin ich schlicht fassungslos. Sie stellen sexuelle Gewalt an Kinder auf gleiche Stufe mit Kinderarbeit, Homosexualität, SM-Praktiken unter Erwachsenen. 1. Medien berichten durchaus über Kinderarbeit und prangern Firmen an die Fussbälle/Sportschuhe usw. durch Kinder herstellen lassen. 2. Medien spielen nicht Moralapostel, sondern klären über Missstände auf und tragen somit auch dazu bei, dass sich etwas ändert. Gemäss Bericht auf TA online geht sexuelle Gewalt an Kindern in Deutschland zurück, dass ist sicher auch der Berichterstattung der Medien zu verdanken. http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Sexueller-Missbrauch-ist-stark-ruecklaeufig/story/23565901
3. Dass 16jährige als Prostituierte arbeiten dürfen, finde ich eine Schweinerei, aber nur dank den Medien weiss ich überhaupt darüber. Ich bin sicher, dass hier die Gesetze bald angepasst werden.
@Nada:
19.03.2010 um 15:19
Sie unterstellen mir ja da einiges! Die Homosexualität habe ich nur im Zusammenhang mit Freikirchen erwähnt. Kinderarbeit stelle ich ganz bewusst auf die gleiche Stufe, weil sie sehr grausam sein kann, genauso wie sexueller Missbrauch. Menschen die SM Praktiken betreiben, haben nach meiner Meinung auch eine gestörte Beziehung zur sexualität, (wie kann ein normaler Mensch Schmerzen als schön empfinden.
Vor allem geht es mir darum die Pädophilen nicht zu brandmarken. Warum? Wenn jemand merkt, dass er sexuell erregt wird wenn er ein nacktes Kind sieht, sollte er den Mut haben Hilfe zu suchen, wenn aber seine Veranlagung so verteufelt wird, gibt es wohl bald niemanden mehr der Hilfe sucht.
Olive: “Das müssten Sie jetzt nicht mir sagen.”
Wem dann? Das war doch von Ihnen: “Aber dann zu entdecken, dass das eine Maskerade ist, die aber vertuscht wird, verstimmt.”
@Zweifler
Kinderarbeit stelle ich ganz bewusst auf die gleiche Stufe, weil sie sehr grausam sein kann, genauso wie sexueller Missbrauch.
Ich finde Kinderarbeit auch sehr verwerflich und schädlich. Wenn ein Kind z.B. Fussbälle näht oder Getränke auf der Strasse verkauft, ist das sehr traurig, weil es keine Zeit zum Spielen und Lernen hat. Durch diese Arbeit wird es jedoch nicht traumatisiert, evtl. gewinnt es sogar Selbstvertrauen, weil es zum Familienunterhalt beiträgt. Dass sie schwerste, körperlich schädigende Kinderarbeit in Bergwerken, Chemiefabriken etc. der sexuellen Gewalt an Kinder gleichstellen, kann ich nachvollziehen.
wenn aber seine Veranlagung so verteufelt wird, gibt es wohl bald niemanden mehr der Hilfe sucht.
Behaupten sie ernsthaft, dass Pädophile keine Therapeuten mehr aufsuchen wegen der Medienberichterstattung? Dürfen die Medien ihrer Meinung nach auch nicht mehr über Raser, Komatrinker und Gewalttäter mehr berichten, weil diese dann keine Hilfe mehr suchen.
Nada:
19.03.2010 um 15:57
Sicher sollen die Medien berichten. Sie verstehen leider nicht was ich meine…
Wie viele Männer sind pädofil veranlagt? Ich weiss es nicht, aber ich war sehr froh es nicht zu sein! Wenn ich an die Zeit denke als meine Tochter noch klein war, bin ich froh darüber das mich ein Kinderkörper nie gereizt hat. Wenn eine Freundin auf Besuch war und beide nackt aus dem Zimmer rannten um in den Keller in die Sauna gingen. Mir tut ein Mann leid den so was erregt, er muss was dagegen unternehmen. Hätte ich den Mut gehabt wenn das so gewesen wäre mit meiner Frau darüber zu spechen? Ich Unterscheide eben die Veranlagung und die Tat wehement. Für die Veranlagung kann niemand etwas, aber ein Kind zu missbrauchen ist etwas vom schändlichsten das es gibt. Aber eben, es ist einfach wenn man die Veranlagung nicht hat. Jedes Kind das missbraucht wurde, ist eines zu viel, aber es kann keine Tat zurückgenommen werden. Also ist es mir wichtig zu verhindern das weitere Taten passieren. Mir geht es darum Männern die diese Veranlagung haben Mut zu machen darüber zu sprechen, bevor es zu spät ist. Wenn aber das pädofphil sein, so verteufelt wird, dass sich keiner mehr getraut sich zu bekennen, erreichen wir genau das Gegenteil.
@Nada:
19.03.2010 um 15:19
@Zweifler
“Ab ihrem Kommentar bin ich schlicht fassungslos. Sie stellen sexuelle Gewalt an Kinder auf gleiche Stufe mit Kinderarbeit, Homosexualität, SM-Praktiken unter Erwachsenen”
Sehen Sie, genau das meine ich. Ich rede von Pädofilen und nicht von Kindergewalt. Die Kindergewalt verurteile ich wehement.
Nehmen wir doch die Veranlagung SM und Pädofil. So lange niemand zu Schaden kommt, sind beides sexuelle Formen.
So lange sich das pädofile nur in Gedanken abspielt, ist es keine ausgeführte Gewalttat. Gleich mit SM, solange sich beide unter Kontrolle haben und wissen wenn der “Spass” aufhört ist das keine ausgeführte Gewalt. Wenn aber jemand nur noch einen Orgasmus hat wenn er den Partner tatsächlich erdrosselt sieht das wohl ander aus, oder?
@ DIG
“Der Tatbestand ist klar, das Bistum Basel (Chur?) hat ein Verbrechen vertusch, ein Straftatbestand erfüllt. Eine Anklage der Kirche, aller Mitwisser ist zwingend, will die Schweiz ein Rechtsstaat sein. ”
Das Nichtanzeigen einer Straftat ist dort, wo keine Anzeigepflicht besteht (wir hatten diese Diskussion ja bereits, eine Pflicht besteht für Beamte, bei Geldwäscherei für Finanzintermediäre in Genf offenbar für alle etc.) keine Begünstigung und der Tatbestand Vertuschung einer Straftat existiert nicht.
A la rigueur könnte man sich aber fragen, ob der wissentliche Einsatz eines pädophilen Priesters in der Jugendarbeit nicht als fahrlässige Körperverletzung oder gar eventualvorsätzliche Körperverletzung bestraft werden könnte, wenn ein Kind schweren (seelischen oder körperlichen) Schaden erleidet.
Ich habe kein Verständnis für Verantwortliche von Gemeinden und Vereinen und Pfarreien, die eine Person, welche sich an Jugendlichen vergangen hat, nicht sofort aus der Jugendarbeit entfernen.
@ DIG
Zum näheren Verständnis. Handlungsdelikte bedürfen eines Handelns. Durch Unterlassen kann man Handlungsdelikte nur dann begehen, wenn man eine sogenannte Garantenpflicht, eine Pflicht zum Handeln, hat (sog. unechte Unterlassungsdelikte) . Wer also eine Straftat einfach dadurch vertuscht und damit den Täter begünstigt (so heisst das juristisch) , dass er sie nicht anzeigt, begeht eine Unterlassung und kann nur bestzraft werden, wenn eine Pflicht zum Anzeigen besteht. Diese Regel über unechte Unterlassungsdelikte beruht im Übrigen auf dem Leibnitzschen Kausalmodell. Ein Nichttun kann keine Ursache für eine Wirkung sein, weshalb Nichttun nur strafbar ist,w enn dies das Gesetz ausdrücklich vorsieht (echtes Unterlassungsdelikt) oder wenn mit dem Nichttun eine Pflichtverletzung verbunden ist (deontologische Kausalität).
Wer für Jugendarbeit verantwortlich ist und einen Pädohilen als Leiter nicht entfernt, der begeht ja auch nur eine Unterlassung. Diese Unterlassung ist abermit einer Pflichtverletzung verbunden, da ein Verein, die Kirche, ein Internat eine Fürsorgepflicht für die ihnen anvertrauten Jugendlichen haben. Deshalb kann der Einsatz eines pädophilen Priesters als Körperverletzung strafbar sein.
@ Zweifler
Wenn Sie aber den Artikel von Mayer in der gestrigen Zeit lesen, dann ist es fraglich, ob Ihre Betrachtungsweise: krank, tut mir leid, sollte sprechen können, die einzig mögliche ist. Pädophilie als eine perverse Spielart patriarchalischen Machtmissbrauches gegenüber Frauen und Kindern (und schwächern Männern) zu sehen, ist nicht völlig absurd.
Mit anderen Worten, wer sich an ein Kind ranmacht, ist nciht einfach nur veranlagt, sondern übr auch Macht aus und Macht ans sich ist bekanntlich böse.
@Winnie the Pooh:
19.03.2010 um 16:43
Sobald er sich an ein Kind heranmacht und es missbraucht begeht er eine schlimme Straftat die nicht zu entschuldingen ist. Aber für mich ist die Veranlagung und das Ausführen eben ein grosser Unterschied.
@Morgenstern:
19.03.2010 um 15:38
Deshalb denke ich doch nicht, jemand könne “auf Knopfdruck” Heiliger werden. Ich persönlich denke, dass man als Mensch überhaupt kein Heiliger werden kann .
Die Kirche selbst glaubt das offenbar,wenn auch nicht auf Knopfdruck.
Wenn jemand wirklich aus freien Stücken enthaltsam leben will und das auch kann, warum nicht? Aber wie viele sind das wohl?
Damit hier keine Missverständnisse aufkommen, ich bin klar für eine Zwangskastration wenn jemand ein Kind missbraucht hat. Das ist nach meiner Meinung die grösste Sicherheit dass er das nicht mehr macht wenn er aus dem Gefängnis kommt.
letzte Kommentare …
ich jedenfalls lebe in einer Welt des Betrugs…
nicht in einer Welt der “ehrbaren Kaufleute”… in einer Welt, wo “Sacher” drauf steht, und minderwertiges Palmin-ButtercremgeFETTgeschmier drin ist…
@ Blogchauvis
abendblatt.de/hamburg/article1426221/Jede-dritte-Hamburgerin-ist-finanziell-von-einem-Mann-abhaengig.html
abendblatt.de/hamburg/article1426332/Die-Durchschnittsrente-der-Hamburgerin-betraegt-473-Euro.html
#######erst macht der Christenmann über Jahrhunderte die Frau zur Hausfrau, und dann…
beschimpft er sie als …………….Versagerin#####
@ potenzielle Manager, wenig berücksichtigte Kriterien zur Wahl eines Bundeslandes
(abgesehen von den schlechten Schulen im Norden…und den kinderverachtenden Schul-Anstalten im Süden
)
.abendblatt.de/region/pinneberg/article1424920/Sparplaene-der-Kreise-treffen-Behinderte.html
abendblatt.de/region/pinneberg/article1424923/Gespart-werden-sollte-bei-der-Buerokratie.html#reqRSS
[die Geschichte von vorgestern ging darum: ich mußte mein behindertes (erwachsenes) Kind aus der stationären Einrichtung abholen, weil es infektkrank und dort "so" nicht erwünscht war - tagsüber, wenn die Probanden Werkstatt oder Schule besuchen, ist vor Feierabend kein Betreuer im Haus...die zufällig anwesende Leitung äusserte den Wunsch, ich möge das Zimmer aufräumen und putzen, weil eine - s. Kontext - "Heiminspektion" bevorstünde...Das ist Alltägliches!in deutschen "Heimen"! ....Wer sich da keine Zitrone selbst auspressen kann, wird nie in den Genuß einer solchen kommen!] Wer da nicht selbst seine Utensilien zum Inhallieren handhaben kann, wird ewig und 3 Tage auf dem Schleim sitzen bleiben…]
?? Was/welche Plage besser ist: ein gelber Schleimpilz/ feindlose Giftalgen auf dem Meeresgrund oder missionierende Sekten?
“Meine” eigene Lebens- Geschichte ist gekoppelt an einen christlichen, übergestülpten Sonderweg einer längst wieder verlassenen Sondergemeinschaft und die daraus resultierenden UN-WEG.Barkeiten nach Ausstieg…Ich werde (eines Tages?) ein jegliches Kapitel (wieder) aufschlagen und “transformieren”. ..Worterteilung für Betrogene. Worterteilung für Mutige.
Befriedigend zu sehen, dass woanders durchaus eine Diskussion über “die folgenreiche Errettung des Ludwig B.” zustande kommt.
Hat was mit “Seele” zu tun…und mit “Missbräuchlichkeiten”….noch wird dieses herunter gespielt…Nein, mit “Liebe” ist das nicht zuzutünchen!!!
P.S….
Sozialabbau bei Behinderten ist ein BUNDESWEITER Trend! …Man kann sie sich eben nicht leisten, die “Behinderten”!
@Zweifler: Wie viele Männer sind pädofil veranlagt? Ich weiss es nicht, aber ich war sehr froh es nicht zu sein!
Wenn sie nicht pädophil veranlagt sind, wieso um Himmels Willen finden sie dann einen Artikel mit der Überschrift “Das Pädophile ist uns nicht fremd” so toll? Ein Artikel, in dem wortwörtlich steht:
Wenn die Mutter ihr Kleinkind pflegt, stillt oder ihm den Po einreibt, dann klingen erotische und sexuelle Empfindungen und Assoziationen an, auch wenn ihr diese im Normalfall als solche nicht bewusst sind – bei Tieren gibt es so etwas nicht. Wenn das Baby an der Brust saugt, dann ist der Mann, der das Kind gemacht hat, und der diese Brust liebkost hat, unbewusst präsent. Und im Sohn sieht die Mutter schon den künftigen Mann.
Mal abgesehen davon, dass nicht nur Söhne sondern auch Töchter gestillt werden, mit welchem Recht nimmt sich dieser Mann heraus zu beurteilen, was Frauen beim Stillen empfinden. Wenn durch solche “Fachleute” jede menschliche Berührung (sogar das Nähren des eigenen Babys) sexualisiert wird, dient das nur einem Zweck: Der Verwischung von Grenzen.
Dabei haben sie völlig übersehen, dass die Sexualität in unserer Kultur immer und überall mit Übertretung gekoppelt ist.
Finden sie diesen Satz korrekt? Glauben sie das Sexualität in der Ehe tatsächlich mit Übertretung gekoppelt ist? Auch hier geht es wieder um das Verwischen von Grenzen.
@ Nada
“Finden sie diesen Satz korrekt? Glauben sie das Sexualität in der Ehe tatsächlich mit Übertretung gekoppelt ist? Auch hier geht es wieder um das Verwischen von Grenzen.”
Was hat die Ehe mit der Frage von Grenzübertretungen zu tun? E sgeht wohl mehr darum a), welches die Regeln sind, die da übertreten werden und b) ob diese Regeln im Eiinverständnis aller Beteiligten übertreten werden sollen.
Wenn mit dem Satz gemeint war, dass Sexualität immer mit einem Übergriff auf den anderen gekoppelt ist, dann gebe ich Ihnen Recht, dann ist der Satz nicht korrekt, wenn aber gemeint ist, dass Sexualität Tendenz hat, Regel der Gesellschaft zu übertreten, die Lust am Verbotenen, dann hat der Satz schon seine Berechtigung. Den Zusammenhang mit der Ehe sehe ich wirklich nicht
klar muss man die alle in eine Tonne hauen, Herr Steeb! Nämlich in den Restmüll!
http://www.idea.de/nachrichten/detailartikel/artikel/evangelische-allianz-wirkt-gesellschaftsrelevant-1.html
gut, dass der nicht mein Professor war!
http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10490&detailid=713947
@Winnie the Pooh:
… wenn aber gemeint ist, dass Sexualität Tendenz hat, Regel der Gesellschaft zu übertreten, die Lust am Verbotenen, dann hat der Satz schon seine Berechtigung.
Wenn Sexualität diese Tendenz hat, dann dürfte es “normale” Sexualität in der Ehe nicht geben, da keine Regeln übertreten noch Verbotenes getan wird. Offensichlich gibt es sie aber.
b) ob diese Regeln im Eiinverständnis aller Beteiligten übertreten werden sollen
Welche Regeln werden den in einer Ehe/Konkubinat/homosexuellen Partnerschaft übertreten? Verstösst es gegen Regeln, dass man in einer Beziehung Sex hat?
Pädophile wollen uns einreden, dass in allen Beziehungen Regeln übertreten werden und somit ihre Übergriffe “normal” sind. Das meine ich mit dem Verwischen von Grenzen.
@ Nada 14:36
Sie haben Recht, dass gemäs katholischer Sicht das Leben des ungeborenen Kindes als schützenswerter gilt als das Leben der 11-jährigen Mutter. Die Katholiken glauben, dass der Foetus ab dem Zeitpunkt der Zeugung bereits eine Seele hat, und zwar ist diese Seele mit der Erbsünde belastet. Darum die enorme Wichtigkeit der Taufe. Im 19. Jahrhundert erfanden Theologen sogar eine “Taufspritze”, welche es erlaubte, im Fall einer Missgeburt den Foetus im Uterus zu taufen. Wenn nun die katholische Lehre den Tod der Mutter einer Abtreibung vorzieht, geschieht dies nicht aus Grausamkeit, sondern aus der Überzeugung heraus, dass die Seele der (getauften) Mutter gerettet wird, während die Seele des ungetauften Kindes im Fall einer Abtreibung auf ewig rettungslos verdammt wäre. Die Katholiken, die lieber den Tod eines 11-jährigen Mädchens in Kauf nehmen, als einer Abtreibung zuzustimmen, sind keine grausamen Menschen, sondern ihnen ist die Vorstellung unerträglich, dass eine unschuldige Seele für ewig verdammt ist. Diese Frage der Seele des Foetus ist so ernst, dass Theologen im 19. Jahrhundert eine “Tauf-Spritze” entwickelten, welche es erlaubte, im Fall einer Missgeburt den Foetus/das Kind im Uterus zu taufen. Für Nicht-Katholiken ist das alles sehr exotisch, aber aus der Sicht des Katholiken sind diese Überlegungen einerseits logisch und andererseits nicht von Grausamkeit, sondern von der Sorge um das Seelenheil aller Beteiligten getragen.
Anna
Sehr gut, wie Sie die Einstellung der RKK beschreiben.
Aus einer ganz ähnlichen Einstellung heraus sehen sie auch in erster Linie die Täter als Opfer und die eigentlichen Opfer werden fast vergessen.
Nein, grausam ist das nicht, sowenig wie die Azteken grausam waren, wenn sie ihren Opfern das lebende Herz aus der Brust schnitten.
@ Rabbi Jussuf
Ich hoffe, Sie verstehen mich richtig: Wenn ein 11-jähriges Mädchen, das von seinem Stiefvater vergewaltigt wurde, und nun schwanger ist, nicht abtreiben darf, ist das für das Mädchen sehr wohl grausam und tragisch. Das bestreitet niemand. Es ging mir darum zu zeigen, warum die RKK auf ihrer für uns unverständlichen und unmenschlich scheinenden Haltung beharrt.
Heute gelesen :”….Gemäss Martin Werlen sind drei Brüder, welche sexuelle Übergriffe verübt haben, weiterhin beschäftigt. Man wolle ihnen eine zweite Chance geben. Auf eine Anzeige habe man aus Gründen des Opferschutzes verzichtet….”
Und je massiver der Uebergriff desto nötiger der Opferschutz….