Schweiz


hugostamm am Dienstag den 9. Februar 2010

Haiti – gelobtes Land für Missionare

Haiti liegt seit dem Erdbeben am Boden. Wieder einmal hat es eine von der Welt vergessene Bevölkerung getroffen, die ohnehin schon seit Jahrzehnten dem Abgrund entlang strauchelt und von allen Göttern verlassen scheint.

Die Katastrophe hat das geschundene Land mit einem Schlag ins grelle Licht der Scheinwerfer gerückt. Die Bilder von den verletzten und verzweifelten Kindern und Frauen gingen ans Herz. Wo starke Emotionen im Spiel sind, werden sie in unserer Zeit von der modernen Kommunikationsgesellschaft sofort bewirtschaftet.

Mission – PR für Gurus und Götter

Dieses Phänomen nutzen Sekten und Freikirchen konsequent für ihre Zwecke. Sie sind in den letzten Jahren PR-Profis geworden. Ihr Kerngeschäft ist die Mission, eine spezielle Form der Werbung. PR für Gurus oder Götter – und für die eigene Glaubensgemeinschaft – sind dort am wirksamsten, wo die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit liegt. Deshalb ist Haiti seit dem Erdbeben für Missionare schon fast ihr gelobtes Land.

Denn: Wo Kirchen wie Kartenhäuser einstürzen, lauern die Chancen für die Heilsbringer aller Couleur. Elend macht hilflos, stürzt die Mensch in Angst und Verzweiflung. In ihrer Not greifen sie nach jeder Hand, die ihnen entgegengestreckt wird. Dabei können sie sich den Luxus nicht leisten zu fragen, ob die Hand zum verlängerten Arm einer Sekte oder Freikirche gehört.

Ereignen sich grosse Katastrophen, stehen die Scientologen sofort auf der Matte. Nach dem Massaker im Zuger Parlament oder dem Absturz der Crossair-Maschine bei Bassersdorf waren sie sofort zur Stelle. Ihr PR-Highlight war – vor dem Erdbeben auf Haiti – 9/11. Die ehrenamtlichen Geistlichen, wie sie sich nennen, sind eingekleidet in gelbe Überzüge mit dem Schriftzug „Scientology“ und arbeiten – Zufall oder nicht – meist da, wo die Kameras postiert sind.

John Travolta im Krisengebiet

Nach dem Erdbeben auf Haiti schickten die Sektenbosse sofort ihren Vorzeigepromi John Travolta auf die Piste. Der Schauspieler holte seine für 150 Passagiere ausgelegte Boeing 707 aus dem Hangar und flog den scientologischen Hilfstrupp persönlich ins Krisengebiet. Fernsehkameras begleiteten die Mission. Mehr PR geht kaum.

Was den Scientologen heilig, ist anderen Sekten und Freikirchen billig. Die Gläubigen schwärmten in grossen Scharen aus, um den Katastrophenopfern Suppe und Gott zu bringen.

Der missionarische Eifer artete bald aus. So entführten christliche Missionare aus den USA in ihrer Verblendung 33 angebliche Waisenkinder. Haiti ist für sie das Reich des Satans, wo schwarze Magie und Voodoo-Zauber grassieren. Die Fundamentalisten glaubten, ein gutes Werk für Gott zu tun, wenn es ihnen gelingen würde, dem dunklen Land Kinder zu entreissen. Der bekannte Fernsehprediger Pat Robertson wagte auszusprechen, was viele Fundamentalisten denken. Der ehemalige Kandidat für die amerikanischen Präsidentschaftswahlen bezeichnete das Erdbeben von Haiti als Strafe Gottes. Die Haitianer hätten einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, sagte er.

Das ist purer Aberglauben. Erdbeben sind Naturkatastrophen, die mit Gott nichts zu tun haben. Mission in Krisengebieten ist moralisch anrüchig. Solche Prediger nutzen die Not der Opfer, um ins Rampenlicht zu geraten und missionarischen Profit zu schlagen. Denn nirgends ist Mission leichter und erfolgreicher als in Katastrophengebieten. Opfer, denen auf der Erde nichts mehr bleibt, akzeptieren auch fremde Götter – wenn sie in deren Namen ein Stück Brot bekommen.
Wer mit dem scientologischen oder christlichen Kreuz in der Hand Reis verteilt, respektiert Würde und Glauben der Erdbebenopfer nicht, sondern nützt ihre Not aus, um nach ihrer Seele zu greifen.

891 Kommentare zu „Haiti – gelobtes Land für Missionare“

  1. vietcong:

    @ michael bamberger

    “Gegen Ende der 60er Jahre (die 68 Bewegung) war überhaupt nichts zu spät, doch der Druck der Öffentlichkeit fand zu jener Zeit schon vehement statt.”

    das friedensabkommen wurde erst 1973 geschlossen.
    und auch danach warfen die usa noch knapp 250.000 tonnen sprengstoff über kambodscha ab.

    Am 1. Mai 1975, vierzehn Tage nach dem Triumph der Roten Khmer in Kambodscha, ging der dreißigjährige vietnamesische Konflikt mit dem Einmarsch der Kommunisten in Saigon zu Ende. Im Dezember übernahmen in Laos die Pathet Lao die Macht. Das ehemalige Indochina war trotz der US-amerikanischen Intervention vollständig unter kommunistischer Kontrolle. Am 2. September 1976 wurde die wiedervereinigte Sozialistische Republik Vietnam gegründet und Saigon in Thành Phố Hồ Chí Minh (Ho-Chi-Minh-Stadt) umbenannt.

    die usa hatten militärisch und politisch also überhaupt nichts erreicht. ergo verloren. natürlich im kontext der 68 bewegung und den ganzen politischen wirren. aber verloren ist verloren.

  2. Johann:

    @ Michael Bamberger:
    17.02.2010 um 15:19
    “Als damals die alltäglichen, horrenden Bilder des Vietnamkriegs unaufhörlich über die schwarz weiss flimmernden TV Schirme”

    Damals lagen redliche Motive für solche Bilder zu grunde: Informieren und die Hoffnung das der Krieg hierduch bald enden würde.
    Ihre Motive sind alles anderes als redlich.

  3. not funny:

    Ein Fünftel der Briten im arbeitsfähigen Alter ist “wirtschaftlich inaktiv”

    Das Problem dürfte nicht Hartz-IV mit einem “anstrengungslosen Wohlstand” sein, sondern die Wiederkehr des Lumpenproletariats
    aus: http://www.heise.de/tp/blogs/8/147097 (Telepolis)

    Mit zunehmdem Lumpenproletariat, das auch in der Schweiz spätestens in 10 jahren wieder verwirklicht sein wird, werden auch die Ausbeuter, Skalventreiber, dubiose Sektenführer mit Heilsversprechungen und anderes Obergesindel zunehmen. Frei nach dem Motto: Obergesindel unterdrückt Untergesindel.

  4. Johann:

    @ Zweifler:
    Danke für den Schulterklopf

  5. Johann:

    @ vietcong:
    17.02.2010 um 09:34

    —> “das ist jetzt etwas gar hypothetisch.”
    Da muss ich Ihnen wohl recht geben.

    Ihre restliche Ausführung kann ich leider nicht ganz unterschreiben:

    —>”sie vergessen, dass der mensch triebgesteuert ist. eine unterdrückte sexualität wird sich irgendwann in irgendeiner form bemerkbar machen. dementsprechend: wer sexualität ausleben kann, wird das risiko senken, sich irgendwann in einer krankhaften oder kriminellen art sexuell ausleben zu müssen.”

    Gemäss neuesten Untersuchungen liegt die Ursache von Pädophilie in ein veränderung des gehirns. http://www.carechild.de/news/aktuelle_news/forscher_entdecken_moegliche_ursache_fuer_paedophilie_313_1.html
    Wenn dies tatsächlich erhärtet, und danach sieht es aus bedeutet dies:
    1) Pädophilie ist angeboren und wird nicht von eine unterdrückte Sexualität verursacht.
    2) Pädophilie wird nicht verhindert durch eine Heirat

    Dies in Betracht ziehend frage ich mich wie sie Ihre Aussage :
    ####”eine unterdrückte sexualität wird sich irgendwann in irgendeiner Form bemerkbar machen.”####
    umhimmelswillen meinen.
    Sollte der Pädophilie Mensch jetzt seine Sexuelle neigungen jetzt nicht mehr unterdrücken????

    Und was meinen Sie genau mit
    ####”wer sexualität ausleben kann, wird das risiko senken, sich irgendwann in einer krankhaften oder kriminellen art sexuell ausleben zu müssen.”"####
    Sollte der Pädophilie Mensch seine Sexuelle Neigungen jetzt ausleben????

    Wie ich schon mal argumentiert habe, ist einer Pädophil oder er ist es nicht. Er wird nicht zum Pädophilen nur weil es ein Zölibat gibt oder er von einer Hierarchie gedeckt wird.
    Ich könnte höchstens teilweisse mit Ihnen mitgehen wenn Sie sagen das das Priesteramt eventuel eine verstärkte Anziehungskraft auf Pädophilen ausübt. Dies wird aber nicht verhindert durch die Möglichkeit der Priesterlichen Ehe.

    Auch das Lehrerambt übt im gleichen Masse eine verstärkte Anziehungskraft auf Pädophilen, wie dies auch die Zahlen von Sexuell belästigte Schüler in den USA belegen.

  6. Edi Brugger:

    @Zweifler

    „Lieber von einem Missionar Reis und Medikamente, als von einem Atheisten tolle Beiträge im Internet. Bei aller Kritik, was machen denn Atheisten und Freidenker für Haiti?“

    Sie können davon ausgehen, dass eine ganze Menge von Spenden an die Glückskette, die u.a. von Caritas und HEKS verteilt werden, auch von nicht gottesgläubigen gespendet waren. Ich kann das aber sowenig beweisen, wie sie das Gegenteil.

    Sie fragen NADA:

    „Wieso erlauben sich andere Urteile über Priester oder Christen?“

    Praktisch alle Links von Bamberger beziehen sich auf eine Organisation die sich für die oberchristlichste hält. Die Urteile hier beziehen sich in erster Linie auf diese Organisation und einen speziellen Teil ihrer Priester. Wenn sie sich die Mühe machen würden, wenigstens einen Teil dieser Links zu verstehen, würde sich ihre Frage selbst beantworten.

    Und noch zu zwei Bemerkungen:

    „Überlege mir ob ich nicht der RKK beitreten soll.“

    „Ich war auch lange in einer Freikirche, so langsam kommt der Glaube auch wieder zurück, trotz oder vielleicht wegen diesem Blog.“

    Das ist nicht das erste Mal, dass sie dies in Aussicht stellen. Sie sind und waren von jeher gottesgläubig und sind nicht mehr Zweifler als andere Gläubige, auch wenn sie erst etwas anderes suggerierten. Was hindert sie denn daran, der RKK beizutreten? Soll das ein Hilferuf sein oder ein primitiver Erpressungsversuch, weil ihnen die Wahrheiten über die RKK unangenehm sind? Wenn sie diese Scheinwelt als Denkersatz brauchen, machen sie diesen Schritt und melden sie sich an. Die RKK ist froh, auf zehn Austritte wieder einen neuen begrüssen zu können.

    Ich bin neugierig wie sie diesen Entschluss rational begründen.

  7. Birne:

    Edi Brugger, der Glauben lässt sich nicht rational begründen. Wieso stellen Sie solch unvernünftige Forderungen an Zweifler?

  8. zweifler:

    @Edi Brugger:
    18.02.2010 um 12:22

    “Ich bin neugierig wie sie diesen Entschluss rational begründen”

    Gar nicht, ich wüsste nicht warum ich auf etwas persönliches antworten sollte, macht ja der Bamberger Fanclub auch nicht.

  9. Olive:

    @Birne:
    18.02.2010 um 12:43

    Die Frage nach der Begründung bezieht sich nicht auf den Glauben, sondern auf den möglichen Beitritt zur RKK.

  10. Olive:

    @Johann:
    18.02.2010 um 11:41

    Dieser Bericht stammt aus dem Jahr 2007. Nun nähme mich wunder, ob Sie noch andere Infos haben, die diese Vermutung, wie Sie sagen, erhärten?

    Auf jeden Fall stellte sich die Frage, was ist Ursache und was Wirkung? Ob eine verkleinerte Amygdala wirklich die Ursache ist oder ob das eher Zufall ist oder die Folge von hormonellen ( nicht nur Sexualhormone) Störungen ist?
    Dass häufig sexuell Missbrauchte wieder missbrauchen und Geschlagene wieder schlagen ist eine Tatsache.

  11. vietcong:

    @ Johann

    bezüglich pädophilen, ok, können wir glaub auf den selben nenner kommen. bin mir nicht mehr sicher ob ich das an deine oder eine andere adresse geschrieben habe, mir ging es gar nicht so sehr um die pädophilen sondern mehr um den missbrauch von minderjährigen. mein fehler, entschuldigung dafür. pädophilie kommt, wie ich da gesagt habe wohl auch in kichlichen kreisen sehr selten vor. der missbrauch von minderjährigen, also zb. kinder zwischen 11 und sechzehn, wenn man das überhaupt an zahlen binden kann, kommt aber vor. und zu häufig, als dass es nur noch einzelfälle wären. das können sie kaum bestreiten. ebenso hast du recht, auch der berufsstand der lehrer ist davon betroffen. ich denke aber in der tat, dass ein zölibat und die damit unterdrückte sexualität zu problemen führen kann. und ein zölibat gibt es bei lehrern nicht. es bleibt also bei der kirche ein problem im speziellen, was nicht heisst, dass dieses problem nicht auch in anderen gesellschaftsfeldern vorkommt.

    das tönt jetzt etwas unschön, aber sexuelles verlangen beginnt beim menschen mit der geschlechtsreife und passiert erstmal fernab von gesellschaftlichen regeln und moralvorstellungen. und etwas pathetisch gesagt: auch die griechen hatten schon ihre lustknaben. und das waren auch keine pädophilen. ich würde es als sexuelles verlangen gegenüber einem extrem jungen, aber geschlechtsreifen menschen darstellen. sexualität an sich geht ja in vielen richtungen hart an die grenzen. sei es in bezug auf das alter, in bezug auf die gewalt, in bezug auf fetische usw. gerade deswegen braucht es eine gesunde moral die diese grenzen strikt setzt. zu leicht würden und werden sie gebrochen. ich widerhole mich, wenn ich sage, dass der mensch zu einem sehr, sehr grossen teil von seiner sexualität gesteuert wird. zum essenstrieb sagt man: zuerst kommt das fressen und dann die moral. ähnliches könnte man zum sexualtrieb sagen: zuerst kommt die lust und dann kommt die moral. so ist der mensch. alle versuche dies zu ignorieren, wie es die kirche seit zweitausend jahren tut, sind auf der ganzen linie gescheitert.

    zum thema pädophilie:

    “Sollte der Pädophilie Mensch seine Sexuelle Neigungen jetzt ausleben????”
    gott bewahre. sicher nicht. aber wir müssen damit auch in kauf nehmen, dass es übergriffe geben wird. das ist das moralische dilemma in dem man zwangsläufig steckt. also gibt es einen anderen weg? ich weiss es nicht, wäre aber froh darum.

  12. Birne:

    Olive: “Die Frage nach der Begründung bezieht sich nicht auf den Glauben, sondern auf den möglichen Beitritt zur RKK.”

    Diese “Erklärung” ist unvernünftig, weshalb ich sie so stehen lasse, bis in alle Ewigkeit.

  13. Morgenstern:

    Dobra: “Dennoch haftet dem Agape tw. etwas zu selbsloses an und genau das wollte ich vermeiden. Die Liebe, die wir zum jungen Leben verspüren ist immer wieder von Eros geprägt und das ist genau richtig so. Das dient allen, ist ein natürlicher (evolutionärer) Prozess. Entscheiden ist, was wir im Eros dem Gegenüber entgegenbringen.

    Natürlich befindet sich der Mensch im Spannungsfeld von Eros und Agape. Da haben Sie sicher recht.

    Ich denke aber schon, dass normalerweise die Liebe, die wir zu Kindern haben, eher jene von Agape ist. Lassen Sie mich das so erklären: Wir können grosse Freude an der Knospe haben. Wir sehen in ihr schon Volkommenheit. Und doch werden wir die Knospe nicht pflücken, weil wir schlussendlich eben auch die Blume möchten erblühen sehen. Und das, obwohl wir evtl. schon gar einzelne Blüten erkennen.

    Eros sagt: Ohne Dich kann ich nicht leben.
    Agape sagt: Ich gebe mein Leben für Dich.

    Wenn wir Eltern fragen, ob sie ohne Kinder nicht besser dran wären, kommt doch zwischendurch auch mal: Oh ja, ich hätte wohl keine gemacht, wenn ich dieses und jenes gewusst hätte. Fragt man dann aber, ob sie die Kinder nicht lieber weggäben, dann kommt wohl meistens: Nur über meine Leiche.

    ;-)

  14. Morgenstern:

    @ Steinlaus

    Antwort ist im neuen Thread “Liebe nur einen Gläubigen “.

  15. Johann:

    @ Agnostiker:
    17.02.2010 um 06:34

    Beste Agnostiker, auch wenn Sie gemäss Ihrem Nick noch Fleisch noch Fisch sind, schätze ich Ihre Beiträge sehr. Es hat mich dann auch ziemlich befremdet, dass Sie sich zu aussagen wie “Ihre Beiträge enthalten einige der dümmsten Aussagen, welche ich in letzter Zeit hier gelesen habe” verführen lassen.

    Normalerweisse reagiere ich nicht gross auf solche Beiträge, bei Ihnen, weil ich Sie schätze, mache ich mal eine Ausnahme.

    Wenn einer schreibt “dümmsten Aussagen”, ist das für mich meistens ein Hinweiss dass man:
    - Ablenken will von der eigentliche Thematik, auf die Person die eine Beitrag gepostet hat
    - Argumentative Notstand herscht die man mit verbaler Kraftsprüche wettmachen möchte.

    Über dumme Aussagen gesprochen reiche ich Ihnen gerne den Ball zurück:
    —> “Hingegen sind die Priester die einzige Gruppe in Ihrer Aufzählung, welche eine Organisation im Rücken haben, welche ihnen mit viel Geld über Jahrzehnte die Anzeigeerstattung erspart hat”.

    Wieso meinen sei, dass es kommt das Pädophile Lehrer, es immer wieder schaffen versetzt zu werden in andere Schuldistrikten ohne dass eine Anzeige Ihnen das Handwerk legt. Nein, die Lehrer haben keine Mächtige Organisation hinter sich.

    —> “Schädlich für die Opfer??? So ein Blödsinn! ”
    Wenn ich über Opfer spreche, meine ich alle Kinder die Opfer von Sexualverbrechen geworden sind. Die Linksammlung und dass Priester Bashing was hier im Blog stattfindet zieht ein sehr krummes Licht auf die ganze Problematik von Kindsmissbrauch. Es lässt angeblich erscheinen, dass Kindsmissbrauch reduziert werden kann auf Religion, Kirche und Priester, und insinuiert auf hinterhältiger Art, dass es nur Kindsmissbrauch durch Priester gibt.
    Damit der allergrösste Teil der Kindsmissbrauch opfer unrecht angetan. Es gibt also kene Väter, Brüder, Lehrer unsw. die Kindsmissbrauch begehen. Damit werden alle andere Opfer anonymisiert. Und dies ist schädlich für die Opfer, und Blödsinn ist dies in keinster Weisse. Es ist nur blödsinn dass Sie dies nicht sehen möchten.

    —> “Also wenn Sie tatsächlich glauben, dass irgendjemand hier die Gesamtproblematik der pädophilen Verbrechen nicht erkennt, dann sind Sie geistig blind beim Lesen der Beiträge.”
    Gut welche Beiträgen meinen Sie genau, zeigen Sie mir ein paar, damit ich weiss über was Sie genau reden.
    Auch die Geistiger Blindheit gebe ich Ihnen gerne zurück.

    Wollen wir durch ehrlich sein. Hier im Blog herscht ein Verbaler Schlagabtausch zwischen gläubiger und Humanisten, sprich Atheisten, die andauernd entweder die andere Seite schlecht machen wollen oder Ihre eigene “Verein” in ein gutes Tageslicht stellen möchten. Diese Linkssammlung passt ervorragend in die Strategie von “Schlecht machen” und hat sein Auslöser nicht in irgendwelche Pädophile Priester, aber in Notstand der Argumentation in vergangene Blogs. Das man mit die Links die Opfer helfen möchte ist nur ein Schamlappen die erst sein einige Monaten herbeigeführt wurde.

    Und ja ich glaube tatsächlich dass verschiedene hier die Gesamtproblematik der pädophilen Verbrechen nicht erkennt, oder Sie bereitwillig und absichtlich beiseite schiebt:
    - Gemäss http://www.usccb.org/nrb/johnjaystudy/prev3.pdf gibt es 4% der Priester in der USA die beschuldigt wurden von Kinsmissbrauch. Dies bedeutet also das 96% der Priester ihre Finger von Kinder lassen können. Diese 96% wird für die EU Wahrscheinlich höher ausfallen. Und wie liegen die Zahlen für Lehrer, väter unsw.?
    - Dort wo ich wohne hat es 2-3 Priester. Es hat aber über 80 Lehrer, mehrere Tausend Väter, und über 50 Sport Betreuer. Wo ist die chanche wohl grösser das ein Kind missbraucht wird?

    Wenn man sich nur schon diese zwei Sachen zu gemüte führt, dann glaube ich tatsächlich dass verschiedene hier die Gesamtproblematik der pädophilen Verbrechen nicht erkennt.

    —>”Da es weltweit keine andere Organisation gibt, welche pädophile Verbrechen in diesem Ausmass verschleiern wollte”
    Welches ausmass meinen Sie jetzt. Verbrechen die über eine Periode von 70 Jahren begangen werden, werden alle in eine Periode von 5 jahren entdeckt. Auf dem ersten Blick erscheint hier ein riesiges Ausmass an verbrechen offengelegt zu werden. Wenn man die Zahlen aber über die Periode von 70 Jahre verteilen würde sieht das ganze ganz anders aus.
    Verstehen Sie mich nicht falsch, ich möchte nichts beschönigen, und möchte rein gar nicht die Kirche schützen. Habe schon mehrmals geschrieben dass ich anerkenne dass die Kirche ein Problem hat dass sie lösen müssen. Es geht mir nur darum alles in einem richtigen Perspektiv zu sehen.

    Und, sind Sie sich tatsächlich so sicher das es nur die Kirche ist die versucht solche Verbrechen zu verschleiern?

    Wie ich schon 2x geschrieben habe:
    “Abschliessend möchte ich sagen dass sexueller Missbrauch ein zu ernstes Thema ist, um es den Medien, etablierten Parteien und ideologisch zweifelhaften Organisationen und Personen wie Bamberger zu überlassen. Notwendig ist eine seriöse Diskussion, die sich auf umfangreiches wissenschaftlich-fundiertes Faktenmaterial und deren Analyse stützt, um dem Missbrauch vorzubeugen sowie den Opfern und Tätern adäquate Hilfen zu bieten.”

    Und zur Abschluss möchte ich noch ein anderer Punkt anstossen, und bin mir dabei bewusst dass ich hiermit das Prädikat “Dumm” wahrscheinlich wieder bekommen werde.
    Was ich mir schon des öffteren gefragt habe ist:
    Wie kommt es doch das fast die ganze säkularisierte Welt auf die Kirche zeigt bezüglich Kindsmissbrauch, dies obwohl die säkularisierten Menschlichkeit für den grössten Teil der Kindsmissbrauchsfällen verantwortlich ist.
    Könnte es eben diesen grund sein dass, die ganze säkularisierte Welt auf die Kirche zeigt, weil sie in ihre eigene Reihen dieses Problem nicht gelöst bekommen?

  16. Johann:

    @ Olive

    In diesem Untersuch stand zu lesen: “Eine der Vermutungen für die Gründe von Pädophilie wurde zweifelsfrei widerlegt. Der möglicherweise selbst erfahrene sexuelle Missbrauch in der Kindheit spielt bei der Pädophilie keine Rolle. ”

    Wer bin ich dies anzuzweifeln.

  17. Olive:

    @Birne:
    18.02.2010 um 13:37

    Wie Sie wünschen, ich wollte Ihnen nur erläutern, wie Edi Brugger die Frage überhaupt gestellt hat. Aber egal.

  18. Johann:

    @ Vietcong

    “alle versuche dies zu ignorieren, wie es die kirche seit zweitausend jahren tut, sind auf der ganzen linie gescheitert.”

    Gebe ich Ihnen recht, und dieses Problem muss die Kirche unverzüglich lösen.

    “aber wir müssen damit auch in kauf nehmen, dass es übergriffe geben wird. das ist das moralische dilemma in dem man zwangsläufig steckt. also gibt es einen anderen weg?”

    Und das ist wohl der quintessenz: Auch wenn es keine Kirche mehr geben würde, die Übergriffe werden noch immer stattfinden.

  19. Olive:

    @Johann

    Es gibt auch andere Ansichten

    http://www.schicksal-und-herausforderung.de/die-frage-nach-den-ursachen/die-rolle-der-neurobiologie.html

    http://www.geschichteinchronologie.ch/ps/Palomino_paedophile-erkrankung-taeter-heilung.html

    “Doch scheint die Missbrauchs-These als ALLEINIGE Ursache für die Pädophilie auszufallen: Denn chronischer Stress führt zu einer Vergrößerung der Amygdala. ”

    Aber wer sind Sie denn, etwas in Frage zu stellen?
    http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/mensch/neurowissenschaften_aid_67293.html

  20. Steinlaus:

    @ Felix

    “Die Verantwortung tragen nicht nur die “Oberen”, die Verantwortung für eine derartige Lebensschändung tragen wir alle, denn wir alle sind schliesslich diese Gesellschaft, wir alle sind Teil der Schuld.”

    Die Verantwortung am Geschehen tragen wir alle – absolut einverstanden. Ich danke dir, Felix, für den gesamten Text. Ich wollte, ich könnte dir sagen, wie ich “das” mache – aber ich kann es nicht, weil da kein “Tun” ist, sondern nur “Sein”.

    @ Morgenstern

    Vielen Dank für Ihren konstruktiven Beitrag (im neuen Blog)!!

  21. Johann:

    @ Olive

    Der Link http://www.schicksal-und-herausforderung.de/die-frage-nach-den-ursachen/die-rolle-der-neurobiologie.html
    verweisst auf eine Seite die aus der Feder eines Pädophilen stammt.
    Bin schon viele solche Seiten begegnet, und all diese Seiten haben eine Sache gemeinsam. Sie versuchen die Pädophilie als etwas darzustellen das gar nicht komisch ist, es gibt sogar Seiten die es als normal betrachten und nicht verstehen dass sie Quasie geechtet werden.

    Das Sie diesen Link als Gegenansicht presentieren, ist wohl ein Schlag ins Gesicht von jegliche Pädo-Opfer

    Und Link http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/mensch/neurowissenschaften_aid_67293.html sagt nur das, was die von mir platzierten Link besagt.

    Kurz, was möchten sie uns mitteilen. Das Pädophilen es nicht gerne hören dass ihre Anomalie sich vielleicht im gehirn befindet?

  22. Dobra:

    @Olive
    Ich denke Sie haben meinen Text anders gelesen, als ich Ihn verstanden haben wollte. Nein, ich denke, nicht dass dies eine männliche Sichtweise darstellt, sollte es zumindest nicht. Das Beispiel vom gut riechenden Kinderkopf stammt übrigens von einer Frau, die hat mir das gesagt und ich habs überprüft ;-)
    Auch das “im Stillen geniessen” haben Sie schon etwas anders gedeutet, ich glaube da eine Empröung herauszulesen, die ich eher weniger mit meine Aussagen verbinde.
    Zudem habe ich eine Definition von Eros geliefert, die z.B auch gutes Essen als erotisch erlebbar “erkennt”. Von daher: Entwarung.
    Einverstanden?

    @Morgenstern
    Ihre Schilderung über das Zusammenspiel von Eros und Agape sehe ich auch so.

    @Pufendorf
    Danke für die weiteren Ausfürhungen, ich bin leider etwas in Zeitmangel. Interessieren täte mich noch vertiefter, wie sich die von Ihnen erwähnten Probleme mit ICD-10 in der Rechstsprechung manifestieren, aber dafür bräuchte ich vermutlich einen Termin bei Ihnen…
    Erstaunlich scheint mir die von Ihnen erwähnte Zahl der Abnahme von IV BezügerInnen. Woher haben Sie diese?

  23. Johann:

    @ Drache

    Sie behaupteten, das nichts im internet zu dem einen Artikel von Dr. Johannes Maria Schwarz zu finden ist. Er beruft sich vorallem auf Pennsylvania State Professor Philip Jenkins und zwar auf sein Buch “Pedophiles and Priests”

    Hier ein kleiner zusammenschnitt was ein Rezenzent über dieses Buch geschrieben hat http://www.thefreelibrary.com/Pedophiles+and+priests:+anatomy+of+a+contemporary+crisis-a030534559

    Jenkins writes as a sociologist, not as a polemicist. Pedophiles and Priests discusses the vital role played by calamity-howlers in creating calamities. Social problems exist, but, as Jenkins makes clear, it takes “claims-makers” to “construct” them into crises–and crises to satisfy the demands of claims-makers. Thus the business of turning problems into crises–and crises to satisfy the demands of claims-makers. Thus the business of turning problems into crises is by its nature self-serving. Greenpeace yells at us to save the whales; we duly open our pocket books and lobby our legislators to that end, and what gets saved is–Greenpeace. What does it matter? Nothing silences misgivings more effectively than a raised consciousness. With biodiversity trembling in the balance, who has time to quibble over the research methods of its defenders, or the six-digit salaries they so often reward themselves with?

    Jenkins sees in the current clerical abuse scandal a classic example of social construction. He never downplays the seriousness of priests committing sodomy with the boys and young men in their charge. He simply asserts that what shapes our collective response to such behaviour is not the behaviour itself, but the way in which publicists “frame” it to suit their own interests. The National Catholic Reporter, for example, believes that Rome should allow priests to marry; when, therefore, stories of sexually erring clergymen began to surface in 1985, that newspaper seized on the incidents they described as symptoms of a deepening crisis in the Catholic church over celibacy. Celibacy couldn’t have been the culprit. Jenkins finds no significant difference in abuse rates among married ministers and single priests. Nor can he point to any dramatic increase in those rates over the last twenty years. His calculations indicate that some one thousand out of over fifty thousand serving American priests “are or have been involved with minors;” of these one thousand, a few hundred are true pedophiles, and “a few dozen in the whole of North America,” the sort of predators in clerical collars our media delight in presenting us with. Claims-makers, concludes Jenkins, have magnified the number of “paedophile priests,” by a factor of twenty or more.

    Jenkins beschreibt genau dass was ich immer schon vermutet habe und ich in vielleicht übertriebene Art beschrieben habe:
    “Wie kommt es doch das fast die ganze säkularisierte Welt auf die Kirche zeigt bezüglich Kindsmissbrauch, dies obwohl die säkularisierten Menschlichkeit für den grössten Teil der Kindsmissbrauchsfällen verantwortlich ist.
    Könnte es eben diesen grund sein dass, die ganze säkularisierte Welt auf die Kirche zeigt, weil sie in ihre eigene Reihen dieses Problem nicht gelöst bekommen?”

  24. Edi Brugger:

    @Olive

    Danke für die Klarstellung. Mit “Glauben” kann man offenbar alles verdrehen. Das nennt man dann “bireweich”

  25. Dobra:

    @Johann
    Ich denke es ist umgekehrt. Der Fingerzeig auf die RKK hat damit zu tun, dass die einene ihre Hausaufgaben gemacht haben, die andere aber noch nicht mal gemerkt haben, dass sie welche gefasst haben, bzw. nur einen Teil davon machen und sich über den Rest ignorant und dumm stellen.

    Der vermehrte Fingerzeig auf die Kirche hat meiner Meinung nach mehrere Gründe:
    -Es kommt überproportional in der RKK vor. Es ist die einzige Kirche, in der das so der Fall ist
    -Es werden dort ungenügende Massnahmen getätigt
    -Unter anderen darum, weil dort die sex. Ausbeutung von Kindern strukturell begünstigt wird. Autoritäre Strukturen, rigide Sexualmoral, Zölibat, Tendenz zur “schwarzen Pädagogik” u.a.
    -Weil dies bei Jugendvereinen, Schulen und in Familien (häufigster Ort) so nicht der Fall ist. Weil in der “säkularisierten Welt” Strukturen bestehen, die belegen, dass dort die Probleme bekannt sind und dort viel unternommen wird. Erkundigen Sie sich bitte, was in den letzten 10 Jahren gegen sexuelle Gewalt (und andere Gewaltformen) z.B. in de Schweiz und in Deutschland gemacht wurde. Da wird viel Geld in die Hand genommen, in die primäre bis sekundäre Prävention bei Tätern und Opfer, da werden strarftrechtliche, therapeutischen, pädagogische Masssnahmen getätigt usw. Der Staat baut Fachstellen auf, inverstiert in der Bildung und in die Aufklärung. usw.
    Dieses Argument dass die RKK überdurchschnittlich Opfer von Fingerzeigen würde finde ich beschämend, das erinntert mich in etwas an jugendliche Straftäter, die aus so kommen. Dort wird mit einer konfrontativen Pädogogik gearbeitet, das täte dieser Kirche gut, aber die mächtigen, feisten Herren lassen sich konfrontieren, wozu auch. Wer die Macht hat muss nicht.

    Die RKK hat noch nicht mal gemerkt, dass sie Hausaufgaben hätten, die leben in einem anrüchigen Stall und machen uns ein X für ein U vor, der salbungsvolle gelabberte Nächstenliebe-Prunk und Angstmacherei dieser Ideologie (gepaart mit Heilsverspechen) lässt uns täuschen. Das ist geistige Umweltverschmutzung, deren Statement zu den Problemen in den eigenen Reihen. Das sind nicht nur Hausaufgabenverpenner, das sind Schulverweigerer.Das ist “Schul-Absentismus” pur, das oias ist Entwürigend, deren Gejammer und ich empfehle Ihnen, nicht in diesen Kanon einzustimmen.

    Tötungen in der Schweiz mit Militärwaffen treten häufig auf. Dennoch machen die Militärwaffen nicht den grössten Teil der Waffen aus, die zur Tötungen benutzt werden. Dennoch gelten diese Waffen dennoch als hochproblematisch. Einige Gründe liegen auf der Hand. Es geht um Verführung, um Verfügbarkeit, und darum dass eine staatliche Instiution die Waffen “liefert”. (und noch um anderes) Auch hier wird der Ruf nicht lauf, man soll doch selber vor der Haustüre kehren, anstatt …

  26. Moria:

    AGNOSTIKER
    was meinst Du zur ‘Spielwiese’ statt Kriegsschauplatz?

    DOBRA
    auch Du ein Kandidat fuer die GSoA, wenn Du nicht schon dabei bist. Oder bist Du ein GSoA a.D. wie unser amigo Agnostiker ein O.a.D. ist?
    Deine Mitgliedschaft waere bei soviel Empathie, Wissen und Ueberzeugungskraft ein Gewinn…!

  27. @ dobra:

    w i e s o denn so häfuig in der rkk? was ist über die dunkelziffer gesagt? und schließlich: es kommt mit sicherheit in der evangelischen kirche vor! unser verheirateter diakon und mehrfacher familienvater wurde des vergehens an einem minderj. mädchen bezichtigt und war weg vom fesnter. 70er jahre. männliche konfirmanden führte man pastorenseits zu deren “initiationen”.. sexuelle aufklärungsspielchen ohne wissen der eltern von posteninhabern.

  28. Dobra:

    @ …
    Ich kann Ihnen keine Zahlen liefern. Folgendes glaube ich zu wissen (lieber glaubend zu wissen, als wissend zu glauben….oder doch nicht?)
    :-)
    Die Dunkelziffer besteht, selbstverständlich. Dunkelziffern sind errechnete Schätzungen anhand der Hellziffer, d.h. anhand der bekannten Fälle sowie auf Erfahrungswerten beruhend. Anhand davon kann gesagt werden, dass Dunkelzifferstudien keine Anhaltspunkte liefern, dass Übergrife in der evangelische Kirche höher sind als in der Normalverteilung. Davon nicht eingeschlossen sind die freivangelischen Kirchen, insbesondere die kleinen Splittergruppen. Darüber weiss ich zuwenig.

  29. Johann:

    Dobra:
    18.02.2010 um 18:53

    Das mag schon recht und gut sein. Die Statistik zeigt eine total andere Kurve. Und die Kurve geht in der säkularisierte Welt eher nicht nach unter obwohl man anscheinend schon viel gemacht hat, deshalb die letzten 5 Jahre ein Fingerzeigen auf die Kirche, die, ja das wissen wir alle ein Preoblem hat das gelösst werden muss.

    Sie übersehen genau das was ich schon mal erwähnt habe. Fälle aus den vergangene 30-40 Jahre werden in eine Sehr kurze Zeitspanne (5 Jahren) ans licht gebracht. Dann ist es Wohl klar dass man recht schnell aber nicht korrekt zum schluss kommt dass die Priester über representiert sind.

    Und, ich lege ein bisschen mehr Wert auf die Untersuchungen von Pennsylvania State Professor Philip Jenkins als an angebliche Organisationen die die alles gegen Kindsmissbrauch angeblich unternehemn, aber statistisch gesehen sich nichts geändert hat.

  30. Johann:

    @ Dobra

    Aus meine frühere Postings:
    …dürfte beispielsweise fast allen der Fall des lutheranischen Pastors Gerald Patrick Thomas Jr. aus Texas unbekannt sein, dessen unzähligen Opfern 69 Millionen USD Schadensersatz zugesprochen wurden.

  31. vietcong:

    @ Johann

    “Und das ist wohl der quintessenz: Auch wenn es keine Kirche mehr geben würde, die Übergriffe werden noch immer stattfinden.”

    stimmt. aber wenigstens nicht mehr in der kirche :)

  32. Johann:

    vietcong

    Dann hätten wir hier im Blog auch wieder endlich ruhe

  33. tja...:

    Deutschlandkarte Zeitmagezin 18.2. Spenden für Haiti (der Aktion Deutschland hilft) Postleitzahl 22… dort wohnen die meisten Spender, dort leben die meisten Ungläubigen.

  34. Dobra:

    @Johann
    Durch das ausklammnern einiger relevanter Punkte (z.B. dass diese Kirche sexuelle Ausbeutung anzüchtet) wird eine Diskussion wenige attraktiv. Zudem macht Ihre Antwort einen schwarzpetrigen Eindruck, an dessen hin-und hergeschiebe ich mich nicht betätigen möchte.
    Gruss

  35. Der Drache:

    Johann
    Philip Jenkins hat sein Buch 1996 veröffentlicht. Vermutlich ist es ihm inzwischen selber peinlich, weil der Kern seiner Behauptungen inzwischen für jeden nachprüfbar widerlegt sind. Angesichts der Enthüllungen in Irland ist das Buch eine Lachnummer.

    Dann bringen Sie erneut die oberschwache Ausrede, man brauche nichts gegen diese Verbrechen zu unternehmen, weil es an anderen Orten noch viel mehr Verbrechen gebe. Ganz schwach!

  36. tja...:

    erstaunlich schlecht beim Spenden schneiden sogar die konservativen Gegenden ab: Oberbayern, Bodensee, München, Stuttgart….die Frömmlergegenden also, die gleichzeitig jene sind mit der größten Wirtschaftspotenz….(Deutschlandkarte ‘Spenden für Haiti’, Zeitmagazin)

  37. johann:

    Dobra

    “z.B. dass diese Kirche sexuelle Ausbeutung anzüchtet”
    Die Ausdrucke werden immer polemischer, was darauf deutet das Argumente weit zu suchen sind.

    Was mich erstaunt ist, dass Sie anscheinend 100% davon überzeugt sind das durch Zölibat, Pädokriminalität entsteht. Jeliche Studien nache die Ursache von Pädokriminalität missachtend.
    Wenn das die evolutionäre Humanismus bedeutet…

  38. johann:

    @ Drache
    “Dann bringen Sie erneut die oberschwache Ausrede, man brauche nichts gegen diese Verbrechen zu unternehmen”

    Sie sind der beste Beweis das 10 Jahre Lesunterricht nicht immer erfolg hat.

    Um es anders zu sagen:
    Punkt 4 des Humanistischen Manifest:

    4. Du sollst nicht lügen, betrügen, stehlen, töten – es sei denn, es gibt im Notfall keine anderen Möglichkeiten, die Ideale der Humanität durchzusetzen!

    Sie sind ein Wahres Juwel für diese Sekte.

  39. Olive:

    @Dobra:
    18.02.2010 um 17:15

    Okee

  40. Olive:

    @Johann:
    18.02.2010 um 16:50

    Ja, das ist mir klar, dass diese Seite von einem Pädophilen selbst stammt. Trotzdem mag er etwas Sinnvolles zu sagen haben.
    Die Quintessenz ist, dass es wahrscheinlich mehrere Ursachen gibt, in meinen Augen spielt die Sozialisierung eine wichtige Rolle, Missbrauch, rigide Erziehung etc.
    Sie übernehmen da etwas, ohne es zu hinterfragen. Die Forscher finden manchmal etwas heraus, manchmal bewahrheitet es sich und manchmal nicht.

    “Und Link http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/mensch/neurowissenschaften_aid_67293.html sagt nur das, was die von mir platzierten Link besagt.”

    Eben nicht. Er besagt, dass Missbrauch in der Kindheit nicht die ALLEINIGE Ursache ist, siehe Amygdala.

  41. Selbst die Dämonen glauben an den Sohn Gottes (Jakobus 2:19) und fürchten ihn. Sollen sich die Christen deshalb nicht von ihnen differenzieren und etwas für andere tun? In Haiti geht es um spontanes helfen, ohne dass man sich öffentlich profilieren muss (Im Stillen geholfen ist sowieso besser geholfen).
    Bruder Nr.2 der Roten Khmer wollte sich 1974 halt anders profilieren ohne dass er sich in eine Ecke gedrängt fühlte wie Bin Laden heutzutage. Missionarischer Eifer herrscht eben auch dort wo der Glaube an keinen Gott praktiziert wird. Auch müssen nicht unbedingt Bomben fallen, denn wo die Gewehrkugeln aufgebraucht sind nützt auch ein Spate.
    Der Kommunismus hat so wenig zu tun mit Wissenschaft wie die Lehren von Fundamentalisten, sondern eher mit einer Heil-Endlösungs Vision.

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