Schweiz


hugostamm am Montag den 1. Februar 2010

Der Islam braucht Aufklärung

Für radikale Christen mit dogmatischer Haltung sind Aufklärung und Humanismus Werkzeuge des Satans. In ihren Augen begann die Krise des Christentums und des Abendlandes mit der geistigen Emanzipation der Massen. Was für fortschrittliche Personen ein grosser Schritt zur Würde der Menschen ist, betrachten Fundamentalisten als Beginn der Dekadenz, begleitet vom Zerfall der Werte und der Moral.

Wie wichtig aber Aufklärung ist, um die Gesellschaft in die geistige Freiheit zu führen, zeigt sich bei den Fundamentalisten in islamischen Ländern. Der amerikanische Autor Theo Padnos hat drei Jahre undercover in jemenitischen Koranschulen verbracht und ein Buch über seine Erfahrungen mit fanatischen Islamisten geschrieben. Es soll in diesem Frühjahr in den USA erscheinen.

In einem Interview mit dem Tages-Anzeiger zeigt Padnos auf, was für ein verschrobenes Weltbild die Islamisten pflegen. Aus ideologischer oder religiöser Verblendung heraus biegen sie die Realität so lang zurecht, bis sie ihren Wünschen und Sehnsüchten entspricht. Oder ihren Ressentiments und Vorurteilen. Fragen oder Gegenargumente werden schon gar nicht zugelassen. Was nach Ignoranz und Dummheit aussieht, entpuppt sich aber als Realitätsverlust und Wahrnehmungsverschiebung. Letztlich ist es die Folge einer Indoktirnation, die Verstand und Vernunft ausschaltet.

Ein paar Beispiele: Padnos erzählt, viele Islamschulen würden die Ummah vermitteln, also die Idee der globalen Familie von Gläubigen: „Die Schüler sollen die islamische Gegenwart erforschen und die Vergangenheit entdecken. Diese islamische Vergangenheit wird als etwas immer Grossartiges vermittelt, während die Gegenwart für den Islam als demütigend empfunden wird. Das wichtigste Ziel ist es, die Schüler dazu zu bringen, sich zu fragen, was sie persönlich tun können, um das Goldene Zeitalter der drei Kalifen im Mittelalter wiederzubringen, als der Islam stark war.“

Laut Padnos hat der Islam radikale Aspekte: Das Frauenbild, die Vorstellung vom Heiligen Krieg, die Einstellung zur Gewalt. „Aber er hat auch eine mystische und fast empfindsame Seite. Ein grosses Problem ist das Weltbild, das in den Schulen vermittelt wird, nämlich dass der Islam vom Westen betrogen werde. Schon nach kurzer Zeit fühlen sich die Schüler persönlich bedroht und angegriffen, und sie wollen zurückschlagen und dabei viele Feinde und am besten Juden töten.“

Padnos erlebte, dass die meisten Schüler in den Koranschulen das Gefühl empfanden, in einer Art Krieg mit dem Westen zu sein, der Gewalt rechtfertigt. „Der Mord an den beiden deutschen Krankenschwestern vor einiger Zeit etwa wurde im Unterricht gutgeheissen“, sagte Padnos. Und die meisten Schüler seien grössenwahnsinnig und glaubten, irgendwann den Islam allein retten zu können.
Es herrsche zwischen dem Lehrer und den Schülern Einigkeit, dass die Krankenschwestern nicht jemenitischen Frauen bei der Geburt zu helfen wollten, sondern das Ziel verfolgten, dass sie in Zukunft keine Kinder mehr bekommen könnten, sagte Padnos weiter. Die Begründung: Der Westen wolle alles kontrollieren und nun dafür sorgen, dass jemenitische Frau nicht mehr so viele Gläubige zur Welt bringen würden. Am Ende sagte der Lehrer: «Die Vereinten Nationen und die Christen wollen nicht, dass ihr Kinder bekommt. Jeder von euch muss rausgehen und zehn Kinder bekommen.» In einem Raum mit sexuell frustrierten Männern – in den Koranschulen sind natürlich keine Frauen erlaubt – kam die Idee sehr gut an, sagte Padnos.

Auf die Frage, warum sich der Islam immer weiter radikalisieren würde, antwortete der Autor: „Viele islamische Länder haben etwas von einer bröckelnden Burg. Und nirgendwo brechen die Steine im Augenblick schneller aus der Mauer als im Jemen. Natürlich würden die Bewohner der Burg gerne sehen, dass Zinnen und Türme stolz in den Himmel ragen, und sie hassen den schleichenden Verfall. Viele Jemeniten haben das Gefühl, dass die Mächtigen in ihrem Land alles verkaufen. Die Felder, das Land, die Bodenschätze. Für viele Muslime ist das Land aber für die Familie der Gläubigen da, nicht für westliche Firmen, Soldaten oder Touristen.“
Padnos schätzt den Jemen als unfähigen Staat ein. Der wachsende Einfluss radikaler islamischer Gruppen werde das Land ins Chaos treiben. Ein Chaos, das es für Al-Qaida-Terroristen interessant mache.

Falsche Vorstellungen vom „Feind“ und religiös-ideologische Fixierungen sind der Nährboden für erfolgreiche Indoktrination. Diese führt zu einem verschrobenen Weltbild und falschen historischen und politischen Bildern. Der aktuell bedrohlichste geopolitische Konflikt beruht also auf religiösem Fanatismus. Das einzige Gegengift wären vernünftige Erziehung, Bildung und Aufklärung. Um das zu erreichen, müssten die Frauen endlich mehr Rechte bekommen. Doch diese haben keinen Zutritt zu den Koranschulen und sind in den Moscheen ohne Einfluss. Die grösste Gefahr für die Menschheit ist eine einseitige Männergesellschaft.

Deshalb in islamischen Ländern: Frauen an die Macht.

1.126 Kommentare zu „Der Islam braucht Aufklärung“

  1. believer

    P.S. Vielleicht stört es Sie, wenn ich so leichtfertig von Mördern und Drittem Weltkrieg und dergleichen mehr rede, aber ich finde, das sind wichtige Begriffe, u.a., die man auch oft verwenden sollte.

  2. skamess

    Hmm – mal etwas Anderes als Musik. Ich habe hier noch eine wirklich grauenhafte Website. Ich kann jeden nur warnen, der diesen Link anklickt. Aber jeder muss selber wissen, was er tut: http://www.exitmundi.nl

  3. frage

    Was mich immer wieder tröstet in dieser Welt sind die letzten Worte der Nazis nach dem Nürnberger Kriegsprozess. Keiner von denen sagte einfach nur: ich bin ein Schuft, es ist gerecht, dass ihr mich hängt, oder: ich bin kein Schuft und der Henker ist ein Arschloch. Sondern: jeder von denen hatte noch irgend etwas Intelligentes zu sagen. Spricht das nicht für die Intelligenz der Menschheit?

  4. frage

    Man kann sich immer wieder fragen, was das ganze Theater denn eigentlich soll. Und man wird keine Antwort darauf finden. Man wird nie wissen, warum das Theater – irgendwann in der frühen Antike offenbar – den Raum der Arena verlassen hat und in die Welt hinaus getreten ist, und jetzt haben wir das ganze Theater im Alltag, jeden Tag. Zum Glück gibt es wenigstens immer noch und immer wieder andere Antworten. Aber können sie wirklich befriedigen? Ich weiss es nicht.

  5. frage

    Warum finden die Menchen keine Antworten auf die letzten Fragen? Nicht einmal in der Wissenschaft? Nichts ist letztlich wirklich hieb- und stichfest, alles kann angezweifelt werden. Muss man da nicht Heidi Reiff verstehen, wenn sie sagt, sie habe von alledem genug, und wolle nur im Hier und Jetzt leben? Natürlich muss man sie verstehen, und trotzdem: die letzten Fragen hören leider auch nicht auf zu sein. Und die Antworten darauf werden immer konfuser, wie mir scheint in der heutigen Zeit.

  6. skamess

    Hoppla, schon wieder zensiert worden.

  7. believer

    Die neusten Beiträge zeigen, dass diese Leute nichts dazu lernen: sie haben offenbar das Lernaggregat in ihren Gehirnen irgendwann einmal für immer abgeschaltet. Was stimmt mit unseren Schulen nicht? Das ist eine wichtige Frage in dieser Zeit.

  8. believer

    Es gibt hier tatsächlich Leute – und nicht wenige – die kann man über x-Themen verfolgen, und die schreiben immer wieder das Gleiche, ohne dass sie irgend ein einziges Gegenargument auch nur aufgenommen zu haben scheinen. Das ist frappierend.

  9. believer

    Was sich diese Leute geleistet haben hier, ist wirklich unglaublich, und dass sie nicht gescheiter werden, ist betrüblich. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.

  10. galileo

    Eppur si muove!

  11. konstatierer

    Hmm – nun wollen Herr Stamm und seine Blogianer und Blogianerinnen also zeigen, dass sie auch über die Liebe Bescheid wissen, nachdem sie zuvor so eindrücklich bewiesen haben, dass sie vom Glauben und von der Hoffnung keine Ahnung haben. Das ist es ja, was sie beweisen wollen, immer und immer wieder: dass sie von Dingen wie Glauben, Hoffnung und Liebe oder Weg, Wahrheit und Leben nicht den blassesten Schimmer von einer geringsten Ahnung haben. Aber das gelingt Ihnen doch wunderbar. Nur weiter so! Der Geist wird es sicher verzeihen: er ist ja an die Gnade Christi gebunden.

  12. fazitär

    @konstatierer. Genau das Gleiche wollte ich auch schon lange sagen, habe aber die richtigen Worte dafür nicht gefunden. Ich danke Ihnen für diesen interessanten Beitrag.

  13. @ believer

    Sie sind ja gut orientiert aus der Ecke der Psychologie. Ich habe mich intensiv mit Kommunikation auseinandergesetzt, habe dabei auch etwas gelernt – Angriff – Verteidigung – . Hier im Blog greifen Sie mich an , Sie sagen ja , dass ich falsch denke, ich bestehe darauf, dass Sie mir darauf eine Antwort geben, WENN SCHON, DANN FAIRPLAY , was stört Sie so an meinen Beiträgen ?
    Ein gutes Buch aus der Psychologieecke “Kinderich – Elternich – Erwachsenenich – ” .

    Mit Fasten und meditieren ist der Welthunger nicht gelöst, das Waffenproblem auch nicht, der idealiesierte Erlöser Jesus der für uns alle gestorben ist hat ja nichts verändert, ich halte nichts von leeren Versprechungen mache auch niemandem was vor, Leben ist Begnung oder auch nicht, mein Gegenüber hat auch Augen im Kopf, somit waren es Menschen, die mich gerettet haben Schutzengel die gehandelt haben, von mir nicht verlangt haben, dass ich ewig dankbar bin, mitHerz, können Menschen nur noch landen mit Religionszugehörigkeit, ich frage niemand bist du katholisch, reformiert oder was auch immer, Kinder die liebevoll begleitet werden, werden keine Monster, keine Mörder, keine Diebe, da hat Alice Miller recht.

  14. believer

    @heidi reiff. Fairplay? Glauben Sie wirklich, dass dies ein Gebot ist in diesem Blog? Wo soviel Kritik auf eine einzige Sache gerichtet ist, und nichts als Kritik fast, da kann man doch nicht von Fairplay reden. Das ist ja ein Witz. Machen Sie mich doch nicht lächerlich! Wenn Sie konkrete Antworten auf konkrete Fragen hätten haben wollen, dann hätte genügend Zeit dazu bestanden (die Sie nicht genützt haben). Jetzt wollen Sie plötzlich Antworten? Das ist doch nicht Ihr Ernst? Sie haben doch Ihre Antworten schon, offenbar – seien Sie doch zufrieden mit diesen. Ich wünsche Ihnen alles Gute.

  15. believer

    Sie könnten aber vielleicht zur Kenntnis nehmen, dass nicht alle Menschen in der Beantwortung aller Fragen so sicher sind, wie sie es offenbar für sich sind. Ich habe z.B. immer viele offene Fragen, und ich gebe mir alle Mühe, diese für mich zu beantworten, weil sie mich nicht in Ruhe lassen. Das gehört halt auch zum menschlichen Leben, u.v.a., diese dauernden Fragen und dieses ewige Antwortenmüssen. Das hält doch die Menschen auch in Schwung – oder etwa nicht?

  16. believer

    Das entspricht halt dem Geist des Wissenschaftlers – da kann ich auch nichts dafür. Die Wissenschaft wird immer weiter gehen, schon alleine nur darum, weil sich die Zeit dauernd verändert. Einen absolut endgültigen Schluss der Wissenschaft wird und kann es darum nie geben – im Gegensatz zu den Behauptungen oder Hoffnungen all der GUT-Theoretiker. Es gibt immer nur mögliche Annäherungen an die Wahrheit, mehr liegt ja gar nicht drin (wenn man es ganz genau betrachtet).

  17. believer

    @Dobra. Ich scheue Ihre Frage sehr viel weniger als Sie diejenigen von Jesus Christus. Aber: das ist ja egal (u.v.a.).

  18. believer

    Wahrscheinlich kennen Sie diese nicht einmal. Er hat den Menschen viele Fragen gestellt. Viele Leute reden ja über die Bibel, ohne sie je gelesen zu haben. Sie finden sie nicht toll – ohne sie gelesen zu haben – weil sie aus irgend welchen Gründen diesen Typen nicht mögen, der da die Hauptrolle spielt. Andere wiederum haben irgend etwas Negatives erlebt, was sie mit der Religion verbinden, und dann verteufeln sie Jesus Christus und die Bibel und die Religion. Man kann sich schon fragen, ob der ‘Heilige Vater’ wirklich der Gott ist, zu dem Jesus Christus gebetet hat, aber muss man deswegen gleich die ganze Religion verteufeln?

  19. believer

    Für mich steht ausser Zweifel, dass der Papst versucht hat, Attribute Gottes anzunehmen (u.a. mit solchen Bezeichnungen wie ‘Heiliger Vater’). Das finde ich nicht recht, ich akzeptiere aber den Papst als (mehr oder weniger streit- und fehlbares) Oberhaupt der christlichen Kirche (nicht mehr und nicht weniger als dies). Ich bin sicher, es wird einmal realistischere Päpste geben als jene der Vergangenheit – das ist zumindest eine Hoffnung. Und Hoffnungen kann man ja immer haben in der Religion. Wenn aber einzelne Gläubige Fehler machen – sei es nun ein Papst oder irgend ein Priester – was hat Jesus Christus damit zu tun?

  20. skamess

    Gerne möchte ich an dieser Stelle noch ein Acoustic Medley von Bob Marley vorspielen – aber das wird dann sicher wieder zensiert, also: lassen wir das. Warum stellt sich eigentlich niemand die Frage, was der Papst und Bob Marley gemeinsam haben? Es ist eigentlich erstaunlich wenig, obwohl sie doch eigentlich vom gleichen reden. Ist diese Welt nicht vollkommen verrückt?

  21. @ Believer

    Ich kenne Sie ja nicht persönlich und Sie mich nicht. Ich habe reagiert auf Ihren Angriff auf mich , dass ICH FALSCH DENKE, ich weiss nie was andere denken. Das Wichtigste in meiner persönlichen Sozialisation war, was andere Denken. In einem langjährigen
    Prozess konnte ich mich befreien von diesen Indoktrinationen. Kein Mensch ist im Besitz der absoluten Wahrheit, woher wissen Sie
    denn, dass ICH FALSCH DENKE, das haben Sie doch im Blog behauptet, Sie haben mir doch etwas unterstellt oder nicht ?

    Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende

  22. Altersunterschiede

    sind manchmal Weisheitsunterschiede.

    Heidi Reiff
    lassen Sie sich doch nicht beeindrucken von jemand der Ihr Enkel sein könnte! Von jemandem, der so schwimmt. SIE haben doch Ihre Antworten! Und der im gleichen Atemzug ” Make love not war” (ohne diesen Spruch herleiten zu können… was hieß denn das in der Ära der größten Kulturrevolution konkret? Und WER trug es auf der Fahne? Die Jesuspeople? ) und volle Autoritätsfügung propagiert.

  23. skamess

    @heidi reiff. Ich habe nie gesagt, dass sie Falsches denken. Ich könnte mich jedenfalls nicht daran erinnern. Jeder Mensch denkt das, was für ihn richtig ist. Ihre Gedanken sind voller unüberlegter und unausgegorener Wirrniss.

  24. skamess

    Täusche ich mich, oder gehören Sie zu jenen Schweizern, die auf einem hohen Wohlstandsniveau jammern und flennen für nichts und wider nichts? Leben Sie nicht in der reichsten, schönsten und bestorganisiertesten Gesellschaft, die es je auf Erden gegeben hat. Was beklagen Sie sich also über falsche Gedanken? Das ist doch ein Luxusproblem, welches Sie haben. In der Schweiz gibt es keine Probleme: wer hier ein Problem hat, der ist nicht ganz normal.

  25. skamess

    Ausserdem möchte ich Ihnen sagen, dass es keinen Spass macht, mit Ihnen zu stürmen. So, stop it, please!

  26. skamess

    Den vielen Anarchisten, die sich offenbar in diesem Blog tummeln – ob es ‘richtige’ Anarchisten sind oder nur intellektuell frustrierte Pseudo-Anarchisten weiss ich nicht, kann ich nur sagen, dass der Zusammenhang zwischen dem Anarchismus und dem Faschismus relevant ist. Der Anarchismus gebärt fast zwangsläufig einen Faschismus. Dazu gibt es interessante Beispiele in dieser Gesellschaft, aber noch viel mehr interessante historische Beispiele, z.B. die Figuren von Napoleon und Hitler. Nach der französischen Revolution mit ihrer ganzen Revolutionsanarchie kam zuerst einmal der Bürgergeneral Napoleon. Die Zustände waren offenbar so wirr geworden, dass ein Kaiser sie wieder zurecht bringen musste. Noch krasser ist das Beispiel im von der schlimmen damaligen Weltwirtschaftskrise so arg gebeutelten Deutschland der 1930-er Jahre: Inflation, Wohnungsnot, Sozialnot, Kriminalität, Anarchie. Was daraufhin geschehen ist, das wissen wir alle. Nun kann man sagen, dass es gut möglich ist, dass nach einer Phase der Anarchie etwas Neues entsteht. Der Preis für eine solche gesellschaftliche Anarchie wird aber – aus verschiedenen Gründen – heute und zunehmend immer grösser – die Beispiele des 20. Jahrhunderts haben das gezeigt. Wenn man also weltanschaulich eine Anarchie vertritt, dann muss man das relativ gut begründen können.

  27. skamess

    Ferner. Ich gebe mich keinerlei Illusionen hin. Es wird noch einige Jahrhunderte dauern, bis der Grossteil der Menschen im Dritten Jahrtausend nach Christi Geburt angekommen ist. Das dauert immer mehrere Jahrhunderte. Das zweite Jahrtausend war das Jahrtausend der (Natur-) Wissenschaft. Nehmen wir Galilei als Fixpunkt, so dauerte es im Zweiten Jahrtausend rund 600 Jahre bis die Menschen in diesem Jahrtausend angekommen sind. Unter 500 Jahren kann man kaum rechnen. Und das ist noch eine relativ lange Zeit, und in dieser Zeit werden weiterhin die Ewiggestrigen das Wort führen.

  28. skamess

    Punkto Ewiggestrige: zu solchen zähle ich auch Leute wie Dawkins, Dennett, Harris oder Hitchens. Sie sagen, das Christentum sei veraltet und sprechen, u.a., von Hexen. Der ganze Neopaganismus ist ja noch veralteter als das Christentum, wenn schon. Hier fehlt die innere Logik. Hexen in der heutigen Zeit? Man muss sich einmal vorstellen, was in den Köpfen dieser Leute für Gedanken sind. Na ja.

  29. skamess

    P.S. Wahrscheinlich reiten die neopaganistischen Hexen nicht mehr auf einem Besen, sondern auf einem Staubsauger – auch eine Entwicklung.

  30. @ skamess

    Haben Sie jetzt Ihren Niggnamen gewechselt ? Die Unterstellung wegen FALSCHEM DENKEN kam von @ Believer. Sind Sie jetzt der Neue Messias ? Haben Sie den Grössenwahn. Galilei ist auf dem Scheiterhaufen gelandet weil er die Wahrheit gesagt hat. Habe mir das youtube angesehen, da mit diesen Sängern, Luxuswagen aufgeplustert mit Fingerringen, ich mag Machogehabe nicht. Wenn es Ihnen Spass macht mich fertig zu machen suchen Sie sich ein anderes Opfer, auf primitive Sado-Masospielchen lass ich mich nicht ein Punkt.

  31. skamess

    Es gibt in der heutigen Gesellschaft Frauen, die das Wort vom Macho schon in den Mund nehmen, wenn ein Mann diesen nur auftut oder seine Meinung sagt. Solche Frauen würde ich als ‘krank’ bezeichnen, oder als ‘Wohlstandsmüll’.

  32. skamess

    Im Übrigen ist mir keine andere Gesellschaft bekannt, in welcher ein Feminismus so weit gediehen ist wie die christliche – oder glauben Sie, bei den alten Germanen hätte ein Matriarchat geherrscht? Wohl kaum. Vielleicht gibt es irgend welche Matriarchate unter abgeschlossenen paradiesischen Insel-Urvölkern – da weiss ich zu wenig darüber Bescheid. Ansonsten bin ich eher dafür, dass gescheite Frauen an der Macht sind als dumme Männer – aber eben…

  33. skamess

    Und im Übrigen dürfen Sie hier gerne das letzte Wort haben: ich bitte sogar darum. Denn das ist ja schliesslich Ihr Thema hier. Also: nur zu.

  34. skamess

    Ferner erinnere ich an dieses Lied der Frauenbewegung von 1982: http://www.youtube.com/watch?v=XeCJaSSWCDo . Nun wurde das ja ausreichend gesagt, und es gibt ja heute genug Softies und Dödels aller Art. Hat sich aber irgend etwas verändert bzw. sind die Frauen nun zufrieden mit den neuen Männern? Ich stelle nichts solches fest. Im Gegenteil scheint mir heute das Verhältnis zwischen den Geschlechtern schwieriger denn je.

  35. skamess

    Das ist es doch, was Sie hören wollten? Weitere Medienkritik und schwere Anklagen gegen die Medien gibt es in der modernen Musik: etwa bei Sizzla, Capleton, Billy Bragg oder Reinhard Mey (u.a.).

  36. skamess

    Haben Sie eine journalistische Ausbildung, Herr Stamm?

  37. skamess

    Ich war auf einer Sprach- und Journalistenschule: dort lernt man interessante, gute und rechte Dinge. Aber die Praxis sieht leider anders aus. Wieso?

  38. GRFK

    Muss man in diesem Land heute eigentlich gerichtlich abklären, ob der Mensch hier noch einen Glauben haben und vertreten darf oder nicht? Was ist denn hier eigentlich los???

  39. @ Skamess

    Ich habe mich nach meinen Möglichkeiten als junge Frau eingesetzt für Gleichberechtigung, die Organisation hiess Ofra = für die Sache der Frau- ich beziehe das jetzt nicht auf mich persönlich – zumindest hat eine Oeffnung stattgefunden – Frauen verdienen nach wie vor weniger als Männer – . Ich mag Softies – mit dem idealisierten Heldentum verändert sich nichts – es verhärtet die Fronten –

    Kleiner Ausschnitt aus dem Buch Catherine Herriger “Wenn ein Mann Tränen zeigt, wird er entweder dafür bewundert (>> … er konnte sich endlich einmal gehenlassen<>… und flennen tut er auch<<). Je nachdem, wie sehr er für seine Umgebung einem männlichen Image entsprechen muss. Seine Ueberforderung zeichnet sich sowohl in der sexuellen wie in der sexuellen wie in der emotionalen Beziehung zur Frau ab. Potenzschwierigkeiten stellen sich ein…. er spürt seine gefühlsmässige Unzulänglichkeit, ohne das Warum erkennen zu können.

  40. kleine Korrektur – oder als Waschlappen klassifiziert und flennen tut er auch….

  41. skamess

    Wie gross soll der Zorn Gottes noch werden über dieses unglaubliche und unfassbare Verbrechen hier?????

  42. believer

    Ich prüfe diese Woche eine Anzeige gegen Herrn Stamm und diverse Blogteilnehmer. Ich bin eigentlich überhaupt nicht erpicht auf rechtliche Sachen, wie Herr Stamm offenbar, der solche Sachen zu mögen scheint, oder: ich weiss auch nicht – ich mag das im Grunde überhaupt nicht. Ich musste 44 Jahre alt werden, bevor ich mich schon nur zum erstenmal bei einer Hausverwaltung über einen Mitmenschen beschwert habe. Allerdings gibt es Grenzen in der Schwere von Verbrechen, die hier klar und massiv und permanent überschritten wurden.

  43. Blogfresser

    @believer
    Welche “Verbrechen” wurden “hier klar und massiv und permanent” überschritten?
    Mir fällt die Schwere Ihrer Worte auf.

  44. Olive

    Nähme mich auch wunder.

  45. believer

    Was das Verbrechen angeht, so ist es offenkundig für einen verständigen Menschen, und es ist gewaltig und massiv. Es wiegt um so schwer, weil wir hier in einem Land sind, in welchem man von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit ausgeht. Aber das waren offenbar einmal. Besonders peinlich hier sind die Vertreter der Freidenker. Die sollten einmal schleunigst den Namen ihrer Gesellschaft ändern, denn mit freiem Denken hat das aber auch gar nichts zu tun, was diese Leute hier sagen und tun.

  46. believer

    Freiheit ist keine eingleisige sondern eine zweigleisige oder mehrgleisige Sache. Wer Freiheit für sich beanspruchen will, der muss auch Freiheit gewähren können. Aber daran hapert es, und aus diesem Grund funktioniert ja auch die freiheitliche Gesellschaft nicht (mehr).

  47. believer

    Herr Stamm weiss das im Übrigen ja auch selber: er wird ja seine eigene Einstellung kennen. Er ist nicht für das freie Denken, sondern: gegen die Religion. Er ist ideologisch gefangen in seiner ganzen Religionskritik – und seine Blogerinnen und Blogger sind es offenbar noch viel mehr als er selber.

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