Schweiz


hugostamm am Mittwoch den 30. Dezember 2009

Das Ende der neuen Religiosität

Christliche Kreise beschwören seit Jahren das Erwachen der neuen Religiosität im neuen Jahrhundert. Sie erhoffen sich das „Wassermann-Zeitalter“ der christlichen Kultur, eine sanfte Revolution der Religion, die Jesus Christus vor 2000 Jahren in die Welt gebracht hat. Und fleissig suchen sie alle Anzeichen und Signale, die ihre von Hoffnung genährte Erwartung stützt.

Die Ausbreitung des Islams in Mitteleuropa hat ihren Optimismus in letzter Zeit arg gedämpft. Der Enthusiasmus eines Grossteils der Moslems für ihren Glauben steht in starkem Kontrast zum lauwarmen Engagement vieler Christen. Einzig die Freikirchen halten noch das Fähnchen der Aufrechten hoch und setzen sich mit Verve für ihre Glaubensüberzeugungen ein.

Dann kam die dicke Überraschung zum Ende des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends: Die Schweizer Christen sind aufgestanden und haben die Expansionsgelüste der Moslems jäh gestoppt. Keine Minarette in unserem christlichen Hoheitsgebiet, entschieden sie zur Überraschung der Politiker. Viele Freikirchen reduzierten die Abstimmung auf die Formel: Christen gegen Moslems. Und rasch wurde die Initiative als Aufstand der schlafenden Christen interpretiert. Und als Wiedererstarken der christlichen Leitkultur. Endlich ein kräftiges Zeichen der neuen Religiosität! Und flugs denkt die EVP darüber nach, die christliche Leitkultur in der Verfassung zu verankern.

In Wirklichkeit ist das alles Wunschdenken. Die Schweizerische Evangelische Allianz, der grösste Verband freikirchlich orientierter Gläubiger und Gemeinden, war – vermutlich aus taktischen Überlegungen – entschieden gegen die Initiative. Sie fand dabei allerdings wenig Rückhalt bei ihren Gläubigen: Die meisten Freikirchler waren entschieden für die Initiative. Da sie konservativ denken, spielten bei ihnen politische Überlegungen eine grössere Rolle als religiöse Motive.

Es ist deshalb falsch, die Abstimmung als Erstarken der christlichen Leitkultur zu interpretieren. Auch für die Freikirchler war die Minarett-Initiative ein politisches Plebiszit zur Überfremdungsfrage. Das Abstimmungsresultat ist vor allem Ausdruck einer Identitätskrise.

Die neue Religiosität bleibt also Wunschdenken. Die Landeskirchen werden weiter schrumpfen. Das christliche Credo von Hoffen und Glauben ist im Zeitalter des Wohlstands und der Individualisierung ein Auslaufmodell. Wir haben die Mentalität der Versicherten verinnerlicht. Auf Erlösung nach dem Tod zu hoffen, ist nicht mehr unser Ding. Wir leben im Hier und Jetzt und wollen den Mehrwert sofort abschöpfen.

Ich behaupte nicht, dass dies eine kulturelle Errungenschaft ist. Aber es entspricht einer anthropologischen Tatsache. Da entspricht die moderne Esoterik weit mehr dem Zeitgeist. Sie bietet die Selbsterlösung und Vergottung des Menschen an. Da wäre mir dann eine christliche Mentalität doch noch lieber.

Ich wünsche allen Bloggerinnen und Bloggern ein erspriessliches 2010. Auf dass viele Wünsche in Erfüllung gehen. Gleichzeitig möchte ich allen für Ihr Engagement in diesem Forum danken. Das 2009 war der beste Jahrgang. Und bald gehen wir ins 5. Blog-Jahr. Das zeigt, dass religiöse Fragen die Menschen immer noch bewegen.

(Ich war in den letzten Wochen abwesend, weshalb meine Präsenz im Blog gering war. Nun bin ich zurück und werde mich wieder aktiver einbringen.)

1.519 Kommentare zu „Das Ende der neuen Religiosität“

  1. Nada

    @Vietcong: dass ein gläubiger seine religion nicht hinterfragen kann. dass bei ihm einfach eine denkblockade hervorschnellt die alles abblockt, was ihn in frage stellen könnte.

    Definieren sie bitte was sie unter “Hinterfragen” verstehen. Verstehen sie darunter, dass der Gläubige nicht bereit ist, sein Weltbild zu überdenken, dass er sich weigert, sich mit kritischen Fragen auseinanderzusetzen? Oder verstehen sie darunter, dass der Gläubige sich weigert, ihr Weltbild zu übernehmen?

  2. Der inverse Goliath

    @ Vietcong

    Oh, ich sehe, Du willst mich nicht verstehen ;o)

    Eine befreundete Psychologin erklärte mir letzthin (Edi Brugger hat das glaube ich auch so kolportiert), dass Kinder erst ab einem gewissen Alter die logischen Gedankengänge nachvollziehen können, die Erwachsene haben. Logik also erst nach dem Erlernen von empathischen Werten kommt. Beim Krieger-Beispiel sprach ich nicht eine Unfähigkeit der Kommunikation an, sondern, das Vokabular (“Kämpfer für den Herrn” etc) und Schizophrene haben in erster Linie keine Halluzinationen, sondern “hören” Stimmen (laut Erklärungen der Psychologin). Nein, nein, meine Beispiele stimmen schon, lieber vietcong ;o)

    Und der Gläubige hinterfragt seinen Glauben schon, einfach nicht jeder gleich stringent. Einem Zweifler (früher auch merry, adrian) zum Beispiel ist die Bibel nicht das wichtigste. Vielleicht gerade auch wegen der Widersprüche. Ihr Glauben ist dann sehr individuell und nicht ‘replizierbar’ auf eine Glaubenslehre. Jeder muss selbst dazu finden. Andere Gläubige nehmen die Bibel dann wörtlicher und dann kann das Ausschliessen der Widersprüche auftreten. Wieso sie das machen und wie sie damit umgehen, ist dann eben Gegenstand meiner Frage. Das erschliesst sich mir auch nicht.

    Krank kann ich es aber nicht nennen, das widerstrebt (nicht nur) mir. Einmal mehr meine Psychologie-Freundin hat mir erklärt, dass grundsätzlich jeder Mensch eine schwächere oder stärkere Ausprägung einer psychischen “Störung” hat. Es ist aber nur dann eine Krankheit zu nennen, wenn es das alltägliche Leben stört. Und das ist bei einem gläubigen Individuum nicht der Fall.

    “für das weltbild eines gläubigen natürlich von vorteil, doch ist ein natürliches ding, das sich selbst die entwicklung versagt”

    Nicht-Glauben ist nicht eine höher entwickelte Stufe! Es ist schlicht eine andere Art eines Weltbilds.

  3. vietcong

    @ Nada

    ersteres. aber nicht einfach nur nicht bereit, sondern ausserstande seinen standpunkt zu relativieren. einfach sagen zu können: ich glaube zwar daran, aber ich könnte mir vorstellen, dass es auch alles ganz anders sein könnte. unmöglich, denn es würde seine absolutistische wahrheit in frage stellen und etwas absolutes kann man nicht in frage stellen ohne es zu zerstören. er muss nicht meine vorstellungen übernehmen.

    darüberhinaus: wie sollte der gläubige denn jemals einen anderen menschen aufrichtig als gleichwertig akzeptieren können, wenn dieser einen anderen glauben oder sogar einen nicht-glauben pflegt?

    @ Der inverse Goliath

    :)
    na dann sind gläubige keine kranken, sondern einfach kinder. was ja irgendwo auch diesen unschuldstatus und das nicht tragen wollen von verantwortung (lebensverantworung an gott abgeben mein ich) erklärt.

    “Und der Gläubige hinterfragt seinen Glauben schon, einfach nicht jeder gleich stringent…Ihr Glauben ist dann sehr individuell und nicht ‘replizierbar’ auf eine Glaubenslehre. Jeder muss selbst dazu finden.”
    genau das verstehe ich eben unter einem aufgeklärten gläubigen. einer der dem absolutismus abgeschworen und einen individuellen zugang zum glauben gefunden hat. diese leute passen aber auch nicht in das von mir beschriebene bild eines verkorkst religiösen.

    “meine Psychologie-Freundin hat mir erklärt, dass grundsätzlich jeder Mensch eine schwächere oder stärkere Ausprägung einer psychischen “Störung” hat.”
    das ist richtig! kann ich voll unterschreiben!

    “Nicht-Glauben ist nicht eine höher entwickelte Stufe! Es ist schlicht eine andere Art eines Weltbilds.”
    eine geistesänderung die auf die letzten 6000 jahre folgt, kann man schon als etwas weiterentwickeltes bezeichnen. nicht wertend gemeint.

  4. Nada

    @vietcong

    wie sollte der gläubige denn jemals einen anderen menschen aufrichtig als gleichwertig akzeptieren können, wenn dieser einen anderen glauben oder sogar einen nicht-glauben pflegt

    Lol. Haben sie noch nie von Gläubigen gehört, die mit jemanden verheiratet sind, der einen anderen Glauben hat?

    ich glaube zwar daran, aber ich könnte mir vorstellen, dass es auch alles ganz anders sein könnte. unmöglich, denn es würde seine absolutistische wahrheit in frage stellen und etwas absolutes kann man nicht in frage stellen ohne es zu zerstören.

    Noch nie einen Gläubigen getroffen, der sich auch vorstellen kann, dass alles anders sein könnte?

    genau das verstehe ich eben unter einem aufgeklärten gläubigen. einer der dem absolutismus abgeschworen und einen individuellen zugang zum glauben gefunden hat

    Aha, jetzt gibt es ihn plötzlich, den Gläubigen, der seinen Glauben relativieren kann. Komisch vorher haben sie das Gegenteil behauptet.

    Wenn sie schon davon reden, dass Gläubige psychisch krank sind, ist ihnen hoffentlich bewusst, dass es sich bei der Definition, was psychisch krank und was gesund ist, nicht um eine absolute Grösse handelt. Es gab auch schon Zeiten in denen z.B. Homosexualität als eine Krankheit bezeichnet wurde.

  5. Anna

    @ den inversen
    Ich denke nicht, dass ich “die Geschichte ausheble” und “die Lehre ad absurdum führe” (höchstens mit der Frage, ob die Strafe wirklich eine Strafe ist, aber dazu habe ich ja nur Fragen gestellt und keine Antworten gegeben). Es ist mir bewusst, dass einer Grundannahmen des christlichen, jüdischen und muslimischen Glaubens [Aufzählung in alphabetischer Reihenfolge] die Allmacht Gottes ist, im Widerspruch zur Bibel (AT), in der Gott eindeutig ständig mit den biblischen Figuren kämpft, und umgekehrt. Diesen Widerspruch auszuhalten, auch darum geht es. Wer das nicht will, hat die Möglichkeit, die Bibel oder den Glauben oder beides als “absurd” und “Quatsch” zu verwerfen, auch das ist m.E. eine legitime Reaktion.

  6. Anna

    @ … Goliath
    Sorry! : – )

  7. Nada

    @vietcong

    Diese sehr umfangreiche Definition charakterisiert psychische Störungen als klinisch bedeutsame Verhaltens- und Erlebensmuster, die durch

    - Störungen von psychischen, biologischen oder Verhaltensfunktionen bedingt sind (z.B. eine Störung der Stimmungsregulation (psychische Funktion) wie z.B. bei der Depression) und
    - aktuell bei einer Person zu beobachten sind und
    - zu Leiden (z.B. Schmerz) oder
    - zu Beeinträchtigungen und Freiheitsverlust führen (z.B. der Freiheit, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen oder einem Beruf nachzugehen) oder
    - die das stark erhöhte Risiko mit sich bringen, daß die Person Leiden oder Beeinträchtigungen und Freiheitsverlust erfährt.

    Als psychische Störung wird nicht angesehen, wenn Verhalten und Erleben zu Leiden oder Beeinträchtigungen oder zu einem stark erhöhten Risiko, Leiden oder Beeinträchtigungen und Freiheitsverlust zu erfahren, führen und

    - aus der Kultur der Person erklärbar sind (z.B. Trauer nach dem Tod eines nahestehenden Angehörigen) oder
    - lediglich auf Konflikte der Person mit gesellschaftlichen Normen und Anforderungen zurückzuführen sind (z.B. Angehörigkeit zu einer in einem Staat verbotenen politischen Organisation).

  8. Der inverse Goliath

    @ Anna

    “Wer das nicht will, hat die Möglichkeit, die Bibel oder den Glauben oder beides als “absurd” und “Quatsch” zu verwerfen, auch das ist m.E. eine legitime Reaktion.”

    Natürlich darf jeder alles mit seinem Weltbild anstellen. Das würde ich nie antasten wollen. Es geht um die alte Frage des “Lehrbuchchristen” und hier habe ich die leise Ahnung, dass es schon gewisse Stellen gibt, die ein Gläubiger als gegeben annehmen ‘muss’, um sich Christ/Jude/Muslim nennen zu können. Ansonsten tut es ein simples “ich glaube” – an was auch immer…

    Dazu gehört meiner Meinung eben auch, dass man Gottes Allmacht nicht anzweifelt. Der Mensch in der Bibel kämpft und ringt mit sich und seinem Glauben an Gott, aber Gott ist nicht Sparringpartner. Es ist dies kein griechischer Gott, der auch schon mal in physischer Gestalt mit den Menschen kämpft oder sich um menschliche Partner bemüht. Die griechische Mythologie geht von einem Gott-Bild aus, das fehlbar sein kann. Dadurch, dass wir hier verschiedene Götter haben, inkl. einem Göttervater, haben wir intelligentere und weniger intelligente Götter, stärkere und schwächere. Es unterscheidet sie nichts vom Menschen, ausser der Unsterblichkeit (und einige Superkräfte und Tricks). Dieses Bild wird in keiner Weise in der Bibel so kolportiert. Im Gegenteil, da wird ständig auf die Allmacht Gottes gepocht.

    Verändern Sie also das biblische Gottes-Bild dahingehend, dass Sie die Allmacht anzweifeln, nehmen Sie eine wichtige Grundlage nicht als gegeben an. Dann fällt fast jede Geschichte in sich zusammen, inklusive der Exklusivität Gottes. Plötzlich muss sich Gott um den Menschen bemühen – das ist in einem monotheistischen Glauben für mich nicht nachvollziehbar.

  9. Iman

    @Vietcong:
    Muslime jedenfalls geben nicht die Lebensverantwortung an Gott ab, da sie ja erwarten, vor diesem am Ende ihres Lebens Rechenschaft ablegen zu müssen.

  10. Nada

    @Der inverse Goliath: … aber Gott ist nicht Sparringpartner

    Für Jacob schon (Genesis 32:22-32) :-)

  11. vietcong

    @ nada

    brauchst gar nicht so zu lachen mein herr! überleg mal: wenn einer einer absolutistischen religion angehört – also kein gott neben seinem stehen kann/darf – dann wird er, wenn er gegenüber anderen religionen toleranz zeigt, seiner eigenen untreu. das ist das problem bei absolutistischen wahrheitsbildern. natürlich kann herr meier und frau meier zwei verschiedenen religionen angehören, nur nehmen sie diese dann auch nicht sonderlich ernst. relativieren also ihren abolutheitsanspruch. was aber ist ein absolutistischer wahrheitsanspruch, wenn er relativiert wird? eben: gar nichts mehr.

    “Noch nie einen Gläubigen getroffen, der sich auch vorstellen kann, dass alles anders sein könnte?”
    jedenfalls keinen, der mir dies gesagt hätte.

    “Aha, jetzt gibt es ihn plötzlich, den Gläubigen, der seinen Glauben relativieren kann. Komisch vorher haben sie das Gegenteil behauptet.”
    ich unterscheide zwischen fundi-gläubigen und aufgeklärten-gläubigen.

    “Wenn sie schon davon reden, dass Gläubige psychisch krank sind, ist ihnen hoffentlich bewusst, dass es sich bei der Definition, was psychisch krank und was gesund ist, nicht um eine absolute Grösse handelt.”
    das ist korrekt. darum betone ich auch explizit, dass religion für mich keine krankheit ist, sondern ich nur einen verdacht hege, den ich gerne diskutieren möchte, weil mir gewisse parallelen ins auge stechen. ich denke das sollte jetzt langsam klar sein.

  12. vietcong

    @ Nada

    danke für deine definition von psychischer krankheit. wie eingangs gesagt steht mir eine psychisch kranke person nahe. daher kenne ich das themenfeld ein wenig. und nochmal: ich will keinem gläubigen psychische krankheit unterstellen, sondern ich versuche relativ wertfrei zu vergleichen, was meiner meinung nach ein vergleich wert sein könnte.

  13. Anna

    @ Der inverse Goliath
    Die Allmacht Gottes ist doch durch den freien Willen des Menschen eingeschränkt.
    Die Idee, dass nicht nur der Mensch mit Gott ringt, sondern auch Gott mit dem Menschen (z.B. mit Adam und Eva, mit Noah, mit Abraham (der ja sogar mit Gott um das Schicksal der Bewohner von Sodom und Gomorrah verhandelt), mit Jakob…. ist keine wilde Behauptung von mir, sondern das ist traditionelle Bibelauslegung. Zum Ringen braucht es immer zwei.

  14. Nada

    @vietcong

    … sondern ich nur einen verdacht hege, den ich gerne diskutieren möchte

    Wer einen Verdacht hegt, sollte ihn auch (gut) begründen können. Dass sie niemanden unterstellen psychisch krank zu sein, habe ich schon begriffen. Sie heben sich damit auch von denen ab, die in diesem Blog Ferndiagnosen stellen.

    natürlich kann herr meier und frau meier zwei verschiedenen religionen angehören, nur nehmen sie diese dann auch nicht sonderlich ernst.

    Das behaupten sie und alle Fundamentalisten werden ihnen rechtgeben. Ich sehe das anders.

  15. Anna

    @ Nada
    Ja genau, Jakob ringt ja buchstäblich.

  16. Der inverse Goliath

    @ Nada

    Crap…. ;o)

    Stimmt, die Ausnahme bestätigt die Regel (oder so…)

  17. Anna

    @ Der inverse Goliath
    Abraham, der seinen geliebten Sohn opfern soll: Auch eine Form des Ringens mit Gott.

  18. Anna

    Und Adam, der sich überlegt, ob er nun in den unter Todesandrohung verbotenen Apfel beissen soll oder nicht… Moses, 40 Jahre lang in der Wüste unterwegs, wobei seine Mitmenschen seine Entscheidungen und seinen Glauben ständig in Frage stellen…auch ein Ringer.

  19. Anna

    Jonas will zuerst auch nicht machen, was ihm von Gott aufgetragen wurde….
    Aber ok, ich hör’ jetzt auf.

  20. Nada

    @Vietcong

    Eine Diskussion wäre dein Vergleich schon wert. Ich bezweifle nur, dass man das sinnvoll diskutieren kann, ohne grosses Fachwissen.

  21. Der inverse Goliath

    @ Anna, Nada,

    Nein, diese Art Ringen von Abraham, Noah oder anderen ist mehr ein Ringen mit sich selbst und seinem Glauben. Es steht in keinem Vergleich zum physischen Ringen Gott-Mensch in anderen Religionen / Mythologien.

    Jakob könnte man als Ausnahme ansehen, wobei auch hier wieder gäbe es zu diskutieren, ob es Gott war, der in Menschengestalt mit Jakob gerungen hat. Es ist wie die Schlange, die als Luzifer angenommen wird. Gott gibt laut Genesis 32 nicht zu, dass er es selber war, der mit Jakob gerungen hat. Es steht nur “ein Mann rang mit ihm, bis die Morgenröte anbrach”.

    Auch hier wieder, Vorsicht mit interpretieren. Gott kann sich in seiner Allmacht auch anderen Geschöpfen bedienen (Mose auf dem Berg, Dornenbusch…).

  22. Anna

    @ Der inverse Goliath
    Anschliessend sagt Gott aber zu Jakob: “Du hast mit Gott und den Menschen gekämpft und gewonnen…”
    Dies unabhängig davon, wer die rätselhafte Menschengestalt war (ein Engel vielleicht?)

  23. zysi

    @d.i.G

    schauen sie doch kurz in Off 12,9 oder 20,2 nach – da kann die annahme als ein faktum verstanden werden…..

  24. mawi

    an Anna
    aus Jakob wurde eben nach diesem Ringen ‘Israel’
    ‘ der mit el kämpft’
    oder ‘für den el kämpft’
    ich habe so wenig Zeit zu schreiben, es waren so viele Fragen, die bei mir natürlich auch wieder viele Fragen ausgelöst haben, es ist so dermassen interessant.
    Für mich ist es ein grosses Bedürfnis der Heiligkeit JHWH nachzuspüren. Herauszufinden was es bedeutet, seinen Namen zu heiligen. Sein Vaterherz zu suchen, zu entdecken. Ich glaube, dass Jeshua mich dazu befähigt, weil ich schlussendlich erst durch ihn Zugang zum Vater finde.

    DiG
    nur kurz
    ich habe Ihnen bereits schon einmal das Chanukka-Licht gewünscht, weiss auch nicht wieso genau damals- war das eine Eingebung?- ich wünsche ihnen das weiterhin.

  25. Iman

    Sie heben sich damit auch von denen ab, die in diesem Blog Ferndiagnosen stellen.

    Jetzt mal im Ernst, Nada. Wenn ich in einem Jahr immer noch jeden Tag hier schreibe, und stundenlange Arbeit investiere, wäre ich glaube ich froh, wenn mal jemand anspricht, dass das vielleicht nicht so gut für meine Lebensqualität ist.

  26. Nada

    @Iman: wäre ich glaube ich froh, wenn mal jemand anspricht, dass das vielleicht nicht so gut für meine Lebensqualität ist.

    Würden sie lieber direkt angesprochen oder indirekt? Glauben sie, dass es korrekt ist, eine traumatisierte Person in einem Blog mit ihrer Problematik zu konfrontieren. Müsste man nicht fürchten, der Person weiteren Schaden zuzufügen. Ich nehme ihnen nicht ab, dass sie wirklich glauben, dass der Betreffende ein Trauma hat, sonst würden sie vorsichtiger handeln. Bei zwei Teilnehmern in diesem Forum bin ich mir sicher, dass sie Fachwissen über psychische Störungen besitzen. Keine hat je eine evtl. vorhandene Problematik bei einem Blogger auf die Weise angesprochen, wie sie es taten.

  27. Der inverse Goliath

    @ zysi: (13.01.2010 um 18:45)

    “schauen sie doch kurz in Off 12,9 oder 20,2 nach – da kann die annahme als ein faktum verstanden werden…..”

    Das einzige, das damit klar wird, ist, dass der Verfasser der Offenbarung sich auf die Genesis bezieht. Es wird vermutet, dass die Offenbarung des Johannes um ca. 80-100 nChr. verfasst wurde und sich stark an der Septuaginta orientiert hat.

    Die Genesis hingegen wurde in ihrer Endfassung etwa 400 vChr. verfasst, verständlich also, dass der Autor der Offenbarung davon Kenntnis hatte und er fiel dem Fehler anheim (Zeitgeist – der Teufel wurde erst im NT richtig institutionalisiert, wie auch schon von Rabbi Jussuf ausgeführt), die Schlange als Luzifer auszugeben.

    @ Anna, Nada

    Glaubt man nicht an die Allmacht Gottes, dann wird es zwar nicht nur verständlich, dass ihm seine eigene Schöpfung entglitt, dem Teufel kommt dann auch eine ganz andere Bedeutung zu. Er wird zum Gegenspieler, nicht unbedingt als gefallener Engel (Geschöpfe Gottes), sondern als ebenbürtiger Widersacher, den Gott nicht einfach so in die Schranken weisen kann. Wie das dann zusammenspielen soll mit der christlichen Eschatologie, in der Gott den Teufel endgültig besiegen will, ist unklar, da Gott ja vielleicht nicht mächtig genug ist.

    Nimmt man Gottes Allmacht an, dann stellt sich eben meine Frage des Widerspruchs, resp. wieso Gott Satan nicht schon viel früher bezwungen hat und ihm seit Anbeginn soviel Freiraum lässt.

    Variante zwei mit Gott als Allmächtigen scheint mir aufgrund der gesamten Bibel klarer durchzuschimmern, ich sehe aber, das beide ihre Möglichkeit haben und schlussendlich sind beide Varianten für mich wenig befriedigend…

    @ mawi

    Ich danke Ihnen! Mögen Sie mir ein kurzes Email schreiben, wieso Sie mir das wünschen? Ich würde mich freuen. der_inverse_goliath@quantentunnel.de

  28. Fernsehpfarrer

    @Der inverse Goliath: Variante zwei mit Gott als Allmächtigen scheint mir aufgrund der gesamten Bibel klarer durchzuschimmern

    Mir auch. Obwohl das wieder zu der alten Frage führt, wieso lässt Gott soviel Leid geschehen. Unbefriedigend ist das für mich nicht unbedingt. Ich benötige keine Religion, die mir alle Fragen beantwortet.

  29. Iman

    @Nada:
    Ich habe keine persönliche email der hier Schreibenden, sonst würde ich es auf jeden Fall persönlich machen. Ich bin nicht der Meinung, das ich abwertend geschrieben habe. Mich stören Bambergers Posts nicht, wenn sie mich auch nicht interessieren, da ich weiss, dass es missbrauchende Priester, Sporttrainer und (ziemlich häufig) Mitarbeiter von Hilfswerken gibt. Ich glaube auch nicht, dass mein Beitrag traumatisierend war.

  30. Felix

    Der inverse Goliath: “Glaubt man nicht an die Allmacht Gottes, dann wird es zwar nicht nur verständlich, dass ihm seine eigene Schöpfung entglitt”

    Fernsehpfarrer: “…wieso lässt Gott soviel Leid geschehen.”

    Wer an Gottes Allmacht glaubt und zugleich weiss, dass Gott soviel Leid geschehen lässt, kann eigentlich nur zum Schluss kommen, dass Gott durch die Opferung seines Sohnes den Menschen ein Zeichen gegeben hat, das ihnen bedeuten soll: Weil ich allmächtig bin, gebe ich euch einen Teil meiner Macht aufgrund der Freiheit meines Willens, auf dass ihr euch dafür verantwortet, euch und euresgleichen zum Guten oder zum Schlechten zu führen, und dass ich euch dies aus freiem Willen zugeteilt habe, bedeutet auch, dass ihr letztlich euer Tun und Lassen als mein Geschenk an euch auffassen sollt, oder eben nicht, sodass ich an euch erkennen werde, wer mir zugetan ist und wer nicht.

    In diesem Sinne hat Gott in all seiner Allmacht dem Menschen die Gabe gegeben, in seinem Namen Gutes oder Schlechtes oder nicht in seinem Namen Gutes oder Schlechtes zu tun oder zu lassen. Darin, in diesen gottgebenen Alternative ist der Mensch frei. – Das heisst, Gottes Gabe ist die menschliche Freiheit, dadurch er sich selbst ein gutes Stück weit verschenkt, verschwendet an den Menschen. Damit ist dieser christliche, sohnopfernde Gott nicht mehr allmächtig und muss das Leid zulassen, weil er es umwillen des Menschenseins fort gegeben hat.

  31. Niemand

    Nada
    Kirchenaustritte/Freikircheneintritte BRD
    kirchenaustritt.de/statistik/

    wäre mal interessant zu gucken, ob die alle in der Freikirche landen bzw. überhaupt das Ströumgsverhalten zu untersuchen

    wer mal eben so in die Freikirche wechselt, sollte aufpassen, dass er nicht vom Regen in die Traufe gerät…Zum Beispiel wegen der Umerziehungsprogramme, die schon bei kleinen Kindern beginnen, und der “Heiratsordnungen”:

    idea.de/nachrichten/detailartikel/artikel/christen-sollten-keine-nicht-christen-heiraten-1.html

    “Christen sollten keine Nicht-Christen heiraten
    Der Hauptpastor der Willow-Creek-Gemeinde in South Barrington bei Chicago, Bill Hybels: Gemeinsamer Glaube spielt entscheidende Rolle..

    Die einflussreiche, rund 22.000 Besucher zählende Gemeinde hat zu Jahresbeginn eine sechswöchige Predigt- und Lehrreihe über die Stärkung der Institution Familie gestartet. Zu den wichtigsten Voraussetzungen einer christlichen Ehe zähle die geistliche Übereinstimmung, sagte Hybels. Gott wisse am besten, wie tief der Glaube den inneren Menschen präge und durchdringe. Er verändere das Denken, Fühlen, dem Umgang mit Geld und Freizeit und vieles mehr. Für einen Nachfolger Christi sei der Glaube nicht nur ein Anhängsel des Lebens, sondern der Kern der eigenen Identität. In einer lebenslangen Beziehung spiele der gemeinsame Glaube eine entscheidende Rolle. Zu den Voraussetzungen für eine Ehe zählt Hybels weitere Übereinstimmungen, zum Beispiel im Charakter, in der Kommunikation, den Gefühlen und der körperlichen Anziehung. Die Willow-Creek-Gemeinde möchte angesichts einer verbreiteten desillusionierten Haltung gegenüber Ehe und Familie diese Institutionen stärken. Sie seien von Gott geplant und gewollt. Auch wenn die Ehe heute bisweilen altmodisch erscheine, so werde sie nicht verschwinden, erklärte Hybels. Die 1975 gegründete Willow-Creek-Gemeinde hat wegen ihres ganzheitlichen Ansatzes, Menschen mit dem Evangelium zu erreichen, Aufsehen erregt. Aus Kongressen und Schulungen ist eine Bewegung entstanden, die mehr als 12.000 Gemeinden in 45 Ländern verbindet.”

  32. Niemand

    Das Ene der Religionund ihre verpaßten Chancen

    de/nachrichten/detailartikel/artikel/kritik-an-erster-scheidungsmesse.html

  33. Niemand

    wer in die Freikirche wechselt, wird oft gar nicht gewahr, dass er sich einer “Bücherverbrennung” unterzieht…

    Autoren wie Riane Eisler wird man dort nicht finden.

  34. Niemand

    ich würde es als entmündigend empfinden, wenn Autoren, die in der Kirche gelesen werden dürfen, in der Freikirche verpönt sind, unterschlagen werden, auf Verbotslisten stehen.

    jeanshinodabolen.com/

    dafür wird man eingedeckt mit Heilsbringern der Autorensorte von “Left behind”..

  35. Niemand

    na, wie nen ich das denn?

    idea.de/nachrichten/detailartikel/artikel/kultusminister-von-der-bibel-inspirieren-lassen.html

    ich hätte kein Interesse Kreationismus unterrichten zu müssen, dahin läuft der Hase ja wohl!

  36. Nada

    @Niemand: wer mal eben so in die Freikirche wechselt, sollte aufpassen, dass er nicht vom Regen in die Traufe gerät

    Ich bin nicht von einer traditionellen Kirche in eine Freikirche gewechselt. Ich gehe auch nicht in eine Kirche, die mir für das Alltagsleben irgendwelche Vorschriften macht. Ich erhalte Ratschläge, was ich mit denen anfange, bleibt mir überlassen. Heiratsordnungen gibt es bei uns nicht. Von einigen Gemeindemitgliedern kenne ich den Partner/in nicht, weil er/sie nie in die Kirche kommt. Manche bringen ihre nichtgläubigen Partner bei Festen mit. Viele Kinder hören im Teenageralter auf, regelmässig in die Kirche zu kommen. Wenn sie gelegentlich wieder auftauchen, freut man sich einfach. Zur Bücherverbrennung kann ich nicht viel sagen, da die Mitglieder meiner Kirche eh nicht viel lesen. Ich bin genauso wenig intellektuell wie die anderen und lese selten anspruchsvolle Bücher. Die Autorinnen, die sie zitieren, kenne ich alle nicht. Die Kirche, die sie schildern, muss ein Gefängnis sein. Mir stellt sich einfach die Frage, wieso sie überhaupt jemanden aus einem solchen Verein geheiratet haben. Haben die sich am Anfang ihnen gegenüber verstellt? Wurden sie getäuscht?

  37. Moria

    NADA
    Du sagst bescheiden: Ich bin genauso wenig intellektuell wie die anderen und lese selten anspruchsvolle Bücher.
    Ist nicht ein Gramm Intelligenz ein Pfund Lebensweisheit wert? Denn wo Lebensweisheit ist, stellt sich die Intelligenz von alleine ein. So sehe ich es bei Dir.

  38. Nada

    @Moria

    Danke fürs Kompliment. Schon mich aber nicht mit Kritik, wo nötig, sonst wirds nie etwas mit dem schwarzen Gurt.

  39. Niemand

    Nada
    ích bin lediglich auf Ihre Feststellung eingegangen, Kirchen hätten Austritte zu verzeichnen und Freikirchen Zulauf.
    Die Beantwortung Ihrer Frage werde ich hier nicht komplett vorehmen. Das ist dann immer die im Grunde “arme” Reaktion: Ja warum? Haben Sie nicht? Vorweg: Nein habe ich nicht…
    Gipfelnd im freikirchlichen Triumphgeheul : “Das haben wir doch gleich gewußt! ”
    Natürlich! “Mischehen sind zum Scheitern verurteilt”! Ist ja dort bekannt. (Ich glaubte (glaubte-!) Liebe rangiere VOR Gesetzlichkeit…)
    Meine Aussagen beziehen sich auf den großen Dachverband der Evangelischen Allianz – Zusammenschluß von Freikirchen – und nicht auf irgendeine Stubenversammlung , der in Schweiz, Österreich und Deutschland an Einfluß gewinnt? “Gefangenschaftsstrukturen “mal mehr mal weniger.Auch nach historischer Entwicklung der Gemeinden. Jedoch sind Vorgaben und Gesetzlichkeit (Bibeltreue) wohl nicht zu leugnen. Amerikanische Marketing-Unterwanderungsprogramme wie die “Heiratsordnung” von Willow Creek…die Regel.

    Das sollte man doch m.E. zur Kenntnis nehmen. Oder nicht? Bevor man Menschen in die Freikirchen treibt, über dortige Praxis informieren. Was SIe über Freikirche berichten, ist nicht konform. Um welche “Freikirche” es sich handelt, wird wohl nicht verraten?

  40. Nada

    @Iman

    Mit direkt habe ich eigentlich nicht an eine Email gedacht, sondern dass man das Post direkt an den Betreffenden richtet. Dass man ihn nach seiner Motivation fragt. Diesen Fehler mache ich selber oft, ich stelle zuviel fest, ziehe voreilige Schlüsse und frage zuwenig. Aufgrund ihrer Beiträge zog ich z.B. den Schluss, dass sie mit kriegstraumatiserten Menschen aus Bosnien/Somalia zu tun haben, deshalb verwunderte mich ihr Beitrag ein bisschen.

  41. Niemand

    P.S. Haltung und Verständnis (der Lehre), wie -Nada sie hier von sich offenbart, sind m.E. sehr oft genau so von Menschen in der ev. Kirche (oder sonstigen ) anzutreffen. Mit dieser Haltung jedoch würde man in jenen Freikirchen, um die es in diesem Blog hauptsächlich geht, nicht GENÜGEN!

  42. Nada

    @Niemand

    Die Aussage mit dem Zulauf kam von Iman, nicht von mir. Trotzdem vielen Dank für die Antwort. Ich habe bereits mal gesagt, dass ich in eine Migrantenkirche gehe, diese ist keiner Allianz angeschlossen. Als typisch oder konform habe ich meine Kirche nie bezeichnet. Mehr ein anderes Mal, die Arbeit ruft. Wünsche ihnen und allen Mitlesenden einen schönen Tag.

  43. Iman

    @Nada:
    OK, danke für die Belehrung in Blogethik. Ich bin da nicht so bewandert, und Sie haben natürlich recht. “Zu tun haben” beinhaltet vor allem die Kinder und Elterngespräche. Zur Zeit sind es vor allem die Tamilen, welche sehr leiden, leider völlig unbemerkt von der grösseren Öffentlichkeit, weil sie auch nicht so viel Lärm machen, wie andere Gruppen. Traumatisiert sind ferner auch Menschen aus dem Libanon, natürlich dem Irak und einigen afrikanischen Ländern. Mit Frauen aus Somalia bin ich befreundet.
    Eine der Folgeerscheinungen der Globalisierung: die Welt ist bei uns….
    Muss weg, habe leider keine Zeit mehr. Wünsche Ihnen einen schönen Tag.

  44. Niemand

    Freikirche, wie ich sie kennen gelernt habe (3 Jahre als Verlobte und nach freikirchlicher Trauung c. 9 Jahre als Gast auslaufend intensiv) wird immer übergriffig werden! Das war in jenen v ier verschiedenen Denominationen so bis 5. Charismatik, JmM. ÜBERALL werden an den Partner der anderen Denomination Forderungen gestellt!

    Mein unangenehmstes Erlebnis hatte ich als Jugendliche mit einem Baptistenpastor, dem ich in meinem Ferienjob begegnete (war dort mein Vorgesetzter) . Er wälzte sich bis in mein Elternhaus vor (ungefragt, unangemeldet) und saß dort mich in Empfang zu nehmen (Eltern hatten einen Gewerbebetrieb, die er von der Arbeit abhielt), um mich zu bekehren. Nicht nur einmal!

    Freikirche hat hier bei den “normalen Leuten”…bei den geistig Armen, bei Menschen wie du und ich (nicht bei Weisen) keinen guten Ruf! Die Gründe ähneln sich.

  45. Niemand

    “guter Ruf” von Freikirchen
    wollte sagen, hier in meinem neuen Umfeld…eigentlich überall, wo das Thema auftaucht

    —–
    @ Nada
    es immer möglich, mich unter ethischen Maßstäben und einiger übernommener Bekennerprinzipien (so z.B. eine Frauenkirche) eine weitere “Freikirche” zu installieren. Nein, das ist nicht konform!

  46. .

    ich spreche von ev-freik. Gemeinde Brüdergemeinde, Baptisten, Pfingstlern, Mehtodisten (weniger…aber immerhin noch!) und Jugend mit einer Mission.

  47. vietcong

    @ Nada

    “Wer einen Verdacht hegt, sollte ihn auch (gut) begründen können.”
    meine gründe habe ich genannt. ob die gut sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen. vielleicht kommts auch viel mehr noch auf die intention an. ich stelle mir diese frage in bezug auf die von mir genannte, psychisch kranke person. nicht in bezug darauf, dass ich religiöse diskreditieren will, sondern dass ich überhaupt verstehen kann was mit psychisch kranken los ist, ob und wie man ihnen helfen kann. was weiter dazu führen könnte, auch fundamentalistischen religiösen zu helfen.

    “natürlich kann herr meier und frau meier zwei verschiedenen religionen angehören, nur nehmen sie diese dann auch nicht sonderlich ernst.”
    “Das behaupten sie und alle Fundamentalisten werden ihnen rechtgeben. Ich sehe das anders.”
    nochmal: eine absolutistische vorstellung kann vom begriff her nicht relativiert werden. ich glaube sie verstehen das wort absolut anders als ich. absolut in diesem zusammenhang heisst für mich: es gibt nur diesen einen gott und die bibel ist sein buch und die katholische kirche ist seine kirche und daneben gibt es gar, gar nichts. überhaupt nichts. nur dieser eine gott und diese eine lehre und nichts anderes. alles daneben ist blasphemie. DAS ist absolut. wenn man mit begriffen wie toleranz gegenüber anderen ideen argumentiert, ist das moralisch zwar richtiger als das absolute, aber damit wird das absolute untergraben und somit hinfällig. hier sind die fundies schon konsequenter. und daran erkennt man dann auch das wahre wesen dieser religion. natürlich gibts millionen die ihren glauben viel menschlicher-bestimmt leben. zum glück.

    “Eine Diskussion wäre dein Vergleich schon wert. Ich bezweifle nur, dass man das sinnvoll diskutieren kann, ohne grosses Fachwissen.”
    wir diskutieren ja schon :)

  48. vietcong

    @ nada

    nachtrag. was ich etwas störend finde ist, und das passiert mir hier des öfteren, dass wenn ich mal eine behauptung oder eine frage aufstelle, die etwas aneckt, ich mich gleich zeilenweise rechtfertigen muss, anstatt dass das gesagte einfach mal als grundlage für eine diskussion genommen wird. das was ich behaupte ist ja nicht in stein gemeisselt und ich lasse mich gerne belehren.

  49. b

    muß dazu ergänzen, dass ich GLEICHZEITIG immer einen Fuß in anderen Be-Gründungen hatte: feministiche Frauenarbeit ( u.a. mit Christa Mulack), Via Mundi (Mystiker) und Benediktiner sowie meinen Wissensdurst (verbotenerweise) in den Evangelischen Akademien gestillt habe…und selbstverständlich!! mir die Moltmann-Wendel aus einem weltlichen Bücherladen geholt habe: “Ein eigener Mensch werden”

  50. b

    vergaß noch einen katholischen Orden… der auch im Verbund mit einer sogenannten Fachklinik (bekannt im süddeutschen Raum) auf chrislticher Basis steht. Er bietet vielerlei seelsorgerische und psychotherapeutische Hilfe…

    In der Selbstdarstellung für einen geistig Armen kaum von den Grundsätzen jener verlassenen Kirchen zu unterscheiden.

    “Geistiges Muskeltraining” bezeichnen Aussteiger ihre Irrwege und Wege des öfteren. … wenn sie denn den letzten Rest des vermeintlich “Heiligen Geistes ” in die Tonne getreten haben!

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