Schweiz

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hugostamm am Sonntag den 20. Dezember 2009

Die andere Weihnachtsgeschichte

Was wäre, wenn Jesus zu seinem Geburtstagsfest für eine Stipvisite auf die Erde käme? Ein Besuch bei der Stätte seines Wirkens nach rund 2000 Jahren?
Wenn er beispielsweise inkognito an der Christmette im Petersdom teilnehmen würde? Und dann einen Weihnachtsgottesdienst im Zürcher Grossmünster besuchen? Was ginge ihm dabei wohl durch den Kopf?

Um Bilanz über sein Lebenswerk ziehen zu können, würde er zuerst eine Bestandesaufnahme machen. Alle Achtung, würde er den Christen zurufen. Ihr habt das Christentum zur grössten Religionsgemeinschaft getrimmt. Das lässt sich sehen.

Doch beim Studium der Kirchenstrukturen käme Jesus ins Grübeln. Was für ein chaotischer Flickenteppich! Da sind die Grosskirchen. Die Katholiken, die Protestanten, die Anglikaner, die Orthodoxen. Und dann noch Zehntausende kleiner und grosser Freikirchen.

Habe ich euch geheissen, Kirchen zu gründen und Hierarchien aufzubauen, würde Jesus ihnen in Gedanken zurufen. Habe ich euch geheissen, euch gegenseitig zu bekämpfen und einander Gläubige abzujagen? Überhaupt: Ihr glaubt alle an mich, ihr liebt mich gleichermassen. Ihr betet alle meinen Vater an und den heiligen Geist. Und stützt euch auf das gleiche Wort, mein Wort, festgehalten in den Evangelien.

Und was ist daraus geworden? Jede Kirche lehrt etwas anderes! Jede interpretiert mein Wort unterschiedlich. Ihr habt nicht einmal den gleichen Glauben, sprecht nicht die gleiche Sprache. Und ihr kämpft verbissen um den Anspruch, die wahren Christen zu sein. Irgend etwas muss da gründlich schief gegangen zu sein.

Beim Besuch im Vatikan würde der Prunk Jesus blenden. Mein Stellvertreter in Gold bestickten Gewändern in einem Palast? Hey, würde ihm Jesus gern zurufen, ich pilgerte mit meinen Aposteln umher, ausgerüstet mit wenigen Habseligkeiten.

Verwundert würde Jesus die Fahrt des Papstes beim Besuch seiner Gläubigen im Papamobil beobachten. Panzerglas? Hast du Angst vor deinen Gläubigen, lieber Benedikt? Muss ich dir in Erinnerung rufen, dass ich zu den Armen und Kranken gegangen bin, ihnen Trost und Heilung gebracht habe? Dass ich mich mit den Huren unterhielt und die Pharisäer aus dem Tempel warf? Und du willst mein Stellvertreter sein? Du, der du abgeschieden und fern der gesellschaftlichen Realität in einer Männerwelt lebst?

Nächste Station würde Jesus bei den Protestanten machen. „Bei euch gefällt mir, dass ihr keinen Machtapparat mit hohen Würdenträgern aufgebaut habt. Ausserdem gesteht ihr den Gläubigen zu, den Glauben individuell auszugestalten. Doch in eurer grenzenlosen Toleranz duldet ihr auch Fundis in euren Reihen, die meinen Glauben verdrehen. Ihr seid mutlos und habt kein Profil.“

Bei den Orthodoxen bliebe Jesus nicht lang. Ihr seid so verstaubt und konservativ, würde er ihnen sagen. Ihr klebt so ängstlich am Wort, dass ihr das Leben verpasst. Glauben heisst Leben. Die Bibel ist nur eine Richtschnur. Alles ist in Bewegung, im Fluss, wie könnt ihr euch da starr an den alten Buchstaben klammern?

Dann nähme Jesus die Hunderttausenden Pastoren und Prediger der Freikirchen an seine Brust. „Jeder von euch behauptet, in direktem Kontakt mit mir zu stehen und aktuelle Worte von mir zu empfangen. Ich kann mich nicht erinnern, je mit einem von euch gesprochen zu haben. Ihr seht Dinge, die es nicht gibt und hört Botschaften, die nur in eurer Fantasie bestehen.“

Zum Schluss würde Jesus alle Bischöfe, Pfarrer, Vikare und Geistlichen zusammen rufen. Ich habe in der Bibel nichts gesagt von prunkvollen Gotteshäusern. Ich habe euch nicht angewiesen, in vornehmen Pfarrhäusern zu wohnen, hohe Saläre von den Gläubigen einzufordern. Ich habe euch nicht gesagt, ihr sollt Reichtümer anhäufen und gesellschaftliche Macht anstreben. Ich habe euch nur aufgetragen, zu den Menschen zu gehen und ihnen vom Glauben zu erzählen.

Doch eher gehe ich durch ein Nadelöhr, als dass es mir gelingen würde, die immensen Kirchenstrukturen zu zerschlagen. Der Fehler meines Vaters war wohl, dass er euch Menschen den Machtdrang gegeben hat.

Jesus erhob sich und machte sich rasch davon.

888 Kommentare zu „Die andere Weihnachtsgeschichte“

  1. pufendorf sagt:

    Eine etwas abgewandelte Grossinquisitor-Geschichte, gefällt mir gar nicht so schlecht und wird höffentlich Anlass für eine Diskussion über diejenigen Werte, die Stamm (das ist im übrigen nicht despektierlich, man sagt auch nicht Herr Goethe) seinem Jesus zuschreibt und die Werte, die religiöse Organisationen auch haben müssen, um als Organisation zu überleben..

  2. Emeli sagt:

    Danke für diese Geschichte Herr Stamm.

  3. Alois sagt:

    Jesus ist bereits auf Erden. Haben Sie das nicht gewusst, Herr Stamm. Er bleibt noch unerkannt unter den Menschen, aber er ist bereits gekommen. Er wohnt nämlich in jedem von uns. Selbst in Ihnen. Und er ist hierdurch allezeit manifest auf Erden. Das ist die Wiederkunft von Jesus, und nicht wie er als Person wiedergeboren wird. Die Auferstehung umfasst seine geistige Niederkunft. Das ist das grosse Geheimnis um seine Person.

    Mir ist klar, dass Sie das konsequent abweisen. Aber es ist so. Jesus ist in uns reinkarniert. Er lebt. Dereinst körperlich gestorben, aber geistig reinkarniert und heute genau so real wie jeder von uns selbst. Sie wollen ja auch nicht behaupten, Sie würden nicht existeren, nur weil wir von Ihnen nur Blogeinträge haben, Sie selbst aber gar nicht kennen. Sie sind durch diesen Blog eine Realität geworden. Und genau so ist es mit Jesus. Jesus hat durch uns einen neuen Körper erhalten, den Körper des Christentums.

  4. Daniel Läderach sagt:

    Ein sehr anregender Text, ich bin gespannt auf die Diskussion!

  5. Emeli sagt:

    Ich habe euch zehn Gebote gegeben nur 10, nicht mal die befolgt ihr. Habe ich etwas gesagt von schreiben – nein ich sagte erzählen. Glaubt ihr mein Vater wusste nichts von den Schriften, die schon vor meiner Geburt auf der Welt erschienen sind.

    Habe ich gesagt ihr dürft die Schöpfung missbrauchen? Wer hat gesagt, dass macht euch die Erde untertan heisst, zerstört sie.

  6. Michael Bamberger sagt:

    “Jesus erhob sich und machte sich rasch davon…“

    …und dicht an seinen Fersen folgten die von ihm scharf kritisierten Kleriker in ihren bunten Gewändern und riefen unisono: „Den Tod, den Tod hast du verdient“.

    Und so trug es sich also zu, dass Jesus in der Death Row in Huntsville eingekerkert und hingerichtet wurde. Da er gegen den Inhalt der Giftspritze anscheinend immun war, fand die Hinrichtung schliesslich durch den elektrischen Stuhl statt, denn Kreuzigungen hatten sich bekanntlich in Huntsville nie so richtig durchsetzen können.

    Der Rest der Geschichte ist bekannt, denn, wie aus der Tagespresse zu erfahren ist, hat die SVP – unterstützt von der EDU – soeben die Lancierung einer Initiative bekannt gegen, welche ausdrücklich den Austausch aller Kreuze auf allen Kirchtürmen der Schweiz fordert und zwar zugunsten von stilisierten Giftspritzen der immunen Art, in Kombination mit elektrischen Stühlen. Eine entsprechende Plakatkampagne sei bei einer erstklassigen Werbeagentur in Auftrag gegeben worden, wie aus zuverlässlichen Quellen zu vernehmen ist.

    Dazu noch diese kurze Randnotiz: Der Juweliersverein der Schweiz lässt durch seinen Pressesprecher verlauten, dass die Juweliere Jack-Pot Zeiten erleben. Seit Menschengedenken seinen die Umsatzzahlen der Branche noch nie derart explodiert. „Die fulminante Nachfrage nach Giftspritzen-und-Elektrostuhl-Amuletten in Gold und Silber übertreffe alles vorher dagewesene“, so der Pressesprecher.

    „Horatio“

  7. Nada sagt:

    Vielen Dank Herr Stamm für diese Geschichte, die uns ermahnt, darüber nachzudenken, was Jesus wirklich wollte. Ich vermute Jesus wäre am meisten entsetzt über die Armut und die Einsamkeit auf dieser Erde, denn ihn Luke 3:11 steht “Wer zwei Röcke hat, der gebe davon dem, der keinen hat, und wer zu essen hat, mache es ebenso.” Leider sind wir alle nur sehr begrenzt bereit, unsere materiellen Güter mit den Armen und unsere Zeit mit den Kranken und Einsamen zu teilen. Der Fehler beim Menschen ist nicht nur sein Machtdrang, sondern seine erschreckende Fähigkeit zum Selbstbetrug. So glauben doch alle Christen Gott zu dienen, verlieren das Wichtigste jedoch aus den Augen.

  8. Simon Gaus sagt:

    Die Orthodoxen Kirche (von denen es sehr unterschiedliche gibt) ist nicht so wortgläubig, wie das dargestellt wird. Dies wären eher orthodoxe Reformierte oder Evangelikale.
    Oft zeichnet die Ostkirchen ein kosmologisch-universales Christusverständnis aus, und der Bezug zum konkreten Leben ist stark vorhanden. Ein Beispiel ist der ‘Tag der Schöpfung’, der seit 1989 (damals vom Patriarchen von Konstantinopel vogeschlagen) von allen Orthodoxen Kirchen zu Beginn des orthodoxen Kalenderjahres, am 1. September, gefeiert wird. Dieser Gedenktag wird heute auch von vielen anderen Kirchen gefeiert. Dies ist auch ein Resultat des ökumenischen Engagements einiger orthodoxen Kirchen, die auch den Weltkirchenrat mitgründeten.
    Unter dem Link http://www.oikoumene.org/de/home.html gibt es einen Einblick in die Programme des grössten kirchlichen Zusammenschlusses, der ein ‘anderes’ Christentum zeigt.

  9. Morgenstern sagt:

    Und was würde Jesus zu Stamm sagen?

    Etwa: Du wolltest alle Kirchen einreissen. Zurecht! Du hast den Menschen genommen was genommen werden soll. Gut. Aber was hast Du ihnen gegeben? Warum hast Du den Menschen meinen Vater madig gemacht? Was redest Du gegen Gott, wenn Du nur die Menschen meinst?

  10. Max sagt:

    Sie haben noch eins vergessen, Hugo Stamm.

    Jesus würde fragen: “Was habt Ihr aus meiner Geburt gemacht?”

    “Ihr habt eine gigantische Geschäftemacherei daraus gemacht! Wer von Euch denkt denn noch wirklich daran, warum ich damals geboren wurde? Was wäre für Euch Weihnachten ohne Eure monströsen Geschenke? Die Kinder würden weinen, und die Erwachsenen wären masslos enttäuscht und für die Geschäftemacher würde die Welt zusammenbrechen.”

    Ich glaube, Jesus würde nicht wollen, dass wir Weihnachten SO feiern. Er würde Weihnachten verbieten und vieles andere auch.

    Ich wünsche mir, dass Jesus zurückkommt und uns Menschen zeigt, wo der Hammer hängt.

  11. Michael Bamberger sagt:

    @ Max

    “Ich wünsche mir, dass Jesus zurückkommt und uns Menschen zeigt, wo der Hammer hängt.”

    Also ganz im Sinne des rachsüchtigen, selbsverliebten und eifersüchtigen “Vaters” der 10 Gebote: “Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation”

    Darauf freuen wir uns alle aber riesig.

    “Horatio”

  12. erna sagt:

    “……Verwundert würde Jesus die Fahrt des Papstes beim Besuch seiner Gläubigen im Papamobil beobachten. Panzerglas? Hast du Angst vor deinen Gläubigen, lieber Benedikt?….”

    Na ja, immerhin wurde in letzter Zeit auf seinen Vorgänger ein Mordanschlag verübt, da macht halt Panzerglas Sinn. Was ist an einem ältern Herrn, der im Papamobil für alle sichtbar stehend durch die Gegend gefahren wird schon auszusetzen. Ich hoffe doch sehr Jesus würde sich den wirklich wichtigen Dingen zuwenden und sich nicht Kleinikram und Querelen verwickeln lassen um dann hoheitsvoll wieder abzutreten. Etwas mehr und einen etwas wirklich Wirkungsvollen Auftritt würde ich mir schon wünschen. Vielleicht lebt er ja denn auch jetzt und mitten unter uns…..

  13. Morgenstern sagt:

    @ “Horatio”

    Sie können Ihm dann ja im Namen der evoutionärhumanistischen Humanität den Hammer abschneiden. Dazu werden Sie sicher in den Kerker an der Death Row in Huntsville eingelassen.

    (Jaja, kaum träumt einer vom Hammer, ist der “Horatio” zur Stelle.)

  14. erna sagt:

    @ max

    Um Gottes Willen, Max, warum so marzialisch? Gottes Sohn ist weise und wird hoffentlich nicht einen weiteren Krieg eröffnen wollen wenn er denn wiederkäme….wie schon angedeutet habe, glaube ich nicht, dass solch spektakuläre Auftritte den Weg seiner Wiederkunft auf Erden säumen würden. Vielleicht hat er Ihren Weg bereits mal gekreuzt und Sie haben ihn bloss nicht erkannt.

  15. erna sagt:

    Aber was wissen wir schon. Hätte er denn die Möglichkeit sollte er vor allem den Orthodoxen ihre Muffigkeit anschaulich vor Augen führen und sie auffordern ihre hässlichen Bärte endlich abzuschneiden.

  16. Morgenstern sagt:

    Max: “Ich wünsche mir, dass Jesus zurückkommt und uns Menschen zeigt, wo der Hammer hängt.

    Aber sonderbar ist es ja schon, was Sie sich da wünschen.

    Nach Kopenhagen sind die nächsten Hammerschläge doch schon absehbar. So viel Einsicht in die Schöpfung wurde uns doch schon gewährt. Dazu muss kein Jesus mehr hier inkarnieren.

  17. erna sagt:

    @ simon gaus

    Versuchen Sie nicht uns hier die orthodoxen Kirchen schmackhaft zu machen, auch und vor allem nicht die östlichen orthodoxen Kirchen. Den Bezug zum Materiellen haben Sie da teile ich Ihre Einsicht zu 100 Prozent, die haben den Vatikan in dieser Disziplin doch fast gar übertroffen. Und Frauen, lesen Sie nach grade im Zusammenhang mit diesem 1. September, haben dort in kirchlichen Gremien einen ganz schweren Stand, wenn sie denn in diese Männerdomäne inzwischen überhaupt haben eindringen können. Frauen sind da im Zusammenhang mit einem Werdegang in geistlichen Berufen Menschen 3. Klasse, eine Art von quantité négligeable, die zu vernachlässigen ist.

  18. erna sagt:

    @ simon gaus

    sorry, da ist mir ein etwas peinlicher Tippfehler untergerutscht:

    “…….. Den Bezug zum Materiellen haben sie da teile ich Ihre Einsicht zu …..”

    sollte es heissen. Ich wollte Sie persönlich nicht mit meiner Aussage in solcher Art verquicken.

  19. erna sagt:

    Und hier nochmal was von Rumi, aus einer kommentierten Ausgabe, das eigentlich ganz gut zum Thema passt. Es geht darin um “Liebe” um “universale Liebe” wohl:

    Der Geliebte, vor den der Liebende seine Seele gebunden bringt, schlägt ihn, solange er noch eine Spur von Selbstbewusstsein zeigt, denn die Zeille der Liebbe ist kein Stall für Vieh, das Festmahl der Liebe ist nichts für die Unreifen.

    Es klopfte einer an des Freundes Tor. “Wer bist du, sprach der Freund, der steht davor?” Er sagte “Ich!” Sprach der: “So heb dich fort. – An diesem Tisch ist nicht der Rohen Ort!” Den Rohen kocht das Feuer “Trennungsleid” – das ists, was ihn von Heuchelei befreit! Der Arme ging auf Reisen für ein Jahr, in Trennunfsfunken brannt’ er genaz und gar. Reif kam dann der Verbrannte von der Reise, dass wieder er des Freundes Haus umkreise. Er klopft’ ans Tor mit hunderterlei Acht, dass ihm entschlüpf’ kein Wörtlein unbedacht. Es rief der Freund: “Wer steht dort vor dem Tor?” Er sagte; “Du, Geliebter, stehst davor!” “Nun, da du ich bist, komm o Ich,herein – zwei Ich schliesst dieses enge Haus nicht ein!”

    Liebender und Geliebter werden auch zu zwei Spieglen, die einander betrachten – wie es vor allem Ahmad Ghazzali gesagt hatt. Aber dieses Mysterium kann durch rationale Bemühungen niemals erklärt werden. Denn sie erfahren eine höhere Einheit, in der selbst Gabriel keinen Zutritt hat. Der Liebende, der seinen Herzensspiegel unermüdlich poliert hat, damit er die Schönheit des Geliebten aufnehmen kann, oder dessen Herz unter den Schlägen der Heimsuchung zerbrochen ist, damit der verborgende Schatz, der ewige Geliebte, gefunden werden kann – er erfährt, nicht als Ausdruck philsophischer Theorien, sondern als ganz persönliches Erlebnis:
    Alles ist der Gliebte, und der Liebende ist sein Schleier.

    Grade in solchen Texten finde ich persönlich durchaus interreligiös verbindende Elemente, einfach in einer anderen Farbe von Sprache, in einer uns fremden Tonart komponiert, in ihrer Tiefe aber mit einer auch für Westeuropäer durchaus adäquaten Aussage.

  20. Ai sagt:

    Das Göttliche

    Edel sei der Mensch,
    Hülfreich und gut!
    Denn das allein
    Unterscheidet ihn
    Von allen Wesen,
    Die wir kennen.

    Heil den unbekannten
    Höhern Wesen,
    Die wir ahnen!
    Ihnen gleiche der Mensch;
    Sein Beispiel lehr uns
    Jene glauben.

    Denn unfühlend
    Ist die Natur:
    Es leuchtet die Sonne
    Über Bös’ und Gute,
    Und dem Verbrecher
    Glänzen wie dem Besten
    Der Mond und die Sterne.

    Wind und Ströme,
    Donner und Hagel
    Rauschen ihren Weg
    Und ergreifen,
    Vorübereilend,
    Einen um den andern.

    Auch so das Glück
    Tappt unter die Menge,
    Faßt bald des Knaben
    Lockige Unschuld,
    Bald auch den kahlen,
    Schuldigen Scheitel.

    Nach ewigen, ehrnen,
    Großen Gesetzen
    Müssen wir alle
    Unseres Daseins
    Kreise vollenden.

    Nur allein der Mensch
    Vermag das Unmögliche:
    Er unterscheidet,
    Wählet und richtet;
    Er kann dem Augenblick
    Dauer verleihen.

    Er allein darf
    Den Guten lohnen,
    Den Bösen strafen,
    Heilen und retten,
    Alles Irrende, Schweifende
    Nützlich verbinden.

    Und wir verehren
    Die Unsterblichen,
    Als wären sie Menschen,
    Täten im Großen,
    Was der Beste im Kleinen
    Tut oder möchte.

    Der edle Mensch
    Sei hülfreich und gut!
    Unermüdet schaff er
    Das Nützliche, Rechte,
    Sei uns ein Vorbild
    Jener geahneten Wesen!

    Johann Wolfgang Goethe ( 1749 – 1832 )

  21. @ Hugo Stamm. Interessant, Herr Stamm, Ihre Ueberlegungen, was würde Jesus dazu sagen, wenn er uns besuchen würde. Dies sind ja vor allem Gedanken, die sich Gläubige auch immer wieder machen.

    Vermutlich würde Jesus gar nicht viel anderes sagen, als das, was in den Evangelien von ihm geschrieben ist. Er war ja nicht grundsätzlich gegen den Tempel und die Synagogen. Er betrachtete sie sogar als göttliches Haus. Schon als Knabe konnte er den verängstigten Eltern sagen: “Wisset ihr nicht, dass ich sein muss in dem, das meines Vaters ist” Luk. Kp. 2,49.

    Anderseits war Jesus ganz eindeutig gegen die Auswüchse des Gotteshauses und ganz entschieden gegen jede Scheinheiligkeit. So konnte er auch einmal den Tempel reinigen vom Marktrausch der Geschäftsleute. Man kann sich gut vorstellen, dass Jesus auch bestimmt seine liebe Mühe hätte mit dem ganzen Weihnachtsrummel unserer Tage, wie der tiefste Sinn von Weihnachten geradezu zugeschüttet wird.

    Wie damals, so könnte er auch heute wehklagen: “Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter die Flügel; aber ihr habt nicht gewollt!. Siehe, euer Haus soll euch wüst gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: “Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!! ” Matth. Kp. 23, 37f.

    Den selbstgerechten Pharisäern unserer Tage würde er wie damals die Leviten verlesen und den Liberalen unserer Tage und der ganzen säkularisierten Gesellschaft würde er zu bedenken geben: “Ihr irret und wisset die Schrift nicht noch die Kraft Gottes” Matth. Kp. 22,29

    Alle Mühseligen und Beladenen würde er einladen: “Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken”. Matth. Kp. 11,28.

    Wünsche Ihnen Herr Stamm und allen Kommentatoren eine auch besinnliche Weihnachtszeit! Ihr W. Jakob

  22. Markus Schmidli sagt:

    Auch diese nette Geschichte ist ja nur eine Interpretation des “wahren” Jesus. Genausogut aber könnte Jesus daherkommen und Hugo Stamm mit der Peitsche aus dem Sekten-Blog prügeln. Was Jesus wirklich tun würde, das weiss niemand, und zwar aus zweierlei Gründen: Erstens weil nach wie vor keinerlei Beweis vorliegt, dass Jesus überhaupt je gelebt hat. Und zweitens weil er andernfalls wie Du und ich ein ganz gewöhnlicher Mensch war, der niemals wiederkehren wird. Tote kehren nicht wieder. Und es gibt keine Söhne Gottes. Sowenig wie unbefleckte Empfängnisse und jenseitige Paradiese.

    Solange es Dumme gibt, wird es immer Kirchen und Wortgottesausdeuter geben, die den Menschen verbiegen und ausbeuten wollen. Ich warte auf den Tag, da man die ganzen Priester, Popen, Pfaffen, Rabbis, Muezzine, Mullahs, Mönche, Nonnen, Medizinmänner, Bischöfe und wie das ganze Geschmeiss heisst – ich warte darauf, dass man sie aus ihren Häusern herausprügelt, wie man sich früher der Könige, Diktatoren, Nazis und Kommunisten entledigt hat. Dass endlich Schluss ist, mit der staatlich abgesegneten Volksverdummung. Dann bräuchte es endlich auch kein Sekten-Blog mehr, sondern es würde nur noch Dummen-Blog heissen.

  23. Moria sagt:

    Markus Schmidli:
    Aber, aber ….. was soll Ihr Bekenntnis zur Gewalt? Ist es Ihr Mittel un_glaeubiger Auseinandersetzung? Im dieser Form untergraebt sie ebenso ein freies Denken, wie jenes, das Sie den Glaeubigen (zurecht!) vorwerfen.
    Also was soll das?

  24. Hallo Jesus sagt:

    hihihi…

    Sie und Günter Wallraff….

  25. Pendel sagt:

    @Herr Stamm: “.. Käme Jesus ins Grübeln. [..]Die Katholiken, die Protestanten, die Anglikaner, die Orthodoxen. Und dann noch Zehntausende kleiner und grosser Freikirchen.” Ende Zitat. ‘ Und dann noch diesen Herr Stamm, der es einfach nicht ertragen kann, dass es Menschen gibt, die an mich und meinen Vater als den Schöpfer aller Dinge glauben. Der sich alle erdenkliche Mühe gibt, gescheiter als alle anderen zu erscheinen und es halt einfach nicht schafft…..’

    Frohe Weihnachten

  26. worM sagt:

    Eine nette Geschichte, die uns da Hugo Stamm erzählt. Selbstverständlich rein hypothetisch – so wie der „richtige“ Jesus, da dieser ja historisch kaum je dergestalt existiert hat, wie es den Gutgläubigen die alten ‚urban legends’ weismachen wollen.

    Aber gehen wir davon aus, es tauchte tatsächlich eine Figur aus dem Nichts auf, mischte sich unter die Leute und erzählte, er wäre der wiedergeborene Sohn Gottes oder ähnliches. Wie weit käme er? Einmal davon ausgegangen diese Christus-Figur heizte den Mächtigen gehörig ein und stiftete einiges an Unruhe. Hier in Europa würde man ihn wohl solange gewähren lassen, bis er ein Sicherheitsrisiko darstellen würde. Wäre dies der Fall, würde man ihn wahrscheinlich temporär zwangspsychiatrisieren und mit Medis ruhigstellen, bis er vom Messias-Trip runtergekommen wäre. In Ländern mit weniger Demokratieverständnis würde er mit Sicherheit bald einmal für lange Zeit in einer geschlossenen Anstalt, wenn’s dumm läuft und seine Reden von politischer Brisanz wären, auch mal auf Nimmerwiedersehen im Knast verschwinden.

    Wer weiss, vielleicht hat dieser Jesus in den letzten Jahrhunderten und bis in die Neuzeit hinein schon ein paar Versuche unternommen, um die Menschheit zu erlösen. So halb gelungen ist ihm erst ein einziges Mal vor 2009 Jahren. Alle anderen Versuche sind bislang gescheitert und er wurde – bevor sich seine Kunde über die ganze Welt ausbreiten konnte – aufgehängt, erschossen, erschlagen, ersäuft oder wenn er Glück hatte auch nur in die Irrenanstalt eingeliefert. ;-)

  27. Markus Schmidli sagt:

    @Moria: An Gewalt ist nichts schlechtes, sie ist manchmal notwendig. Selbst die Jesus-Figur in der Bibel gebraucht die Peitsche, um die Tempeldiener und das ganze überflüssige Gezücht loszuwerden. Bibelgläubige können auch gerne in der Bibel nachlesen:

    “Glaubet nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit der Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.” (Matthäus 10:34-35)

  28. Moria sagt:

    Markus Schmidli
    Sie sind ja wieder ein Blogneuling der ‚feinen’ Sorte – zeigen Sie mir auch nur ein einzig Beispiel weltweit, oder auch Familienweit……, wo sie sich Gewalt als Problemloesung bewaehrt hat?
    Wie sagte schon Tolstoi:
    Gewalt mit Gewalt bekämpfen heißt, neue Gewalt an die Stelle der alten setzen.

    Des weitern scheinen Sie auch zu denen zu gehoeren, die – wenn es ihnen gerade mal in den Kram passt – die Bibel heranzuziehen, was soll das? Schadet nur Ihrer Glaub¬_un_wuerdigkeit.
    Gehoeren Sie wohl einer Sado-Maso-Gemeinschaft an? Die Beantwortung dieser Frage interessiert mich eigentlich wenig bis gar nicht.

  29. Moria sagt:

    M. Schmidli
    Sorry fuer die Schreibfehler, aber bei gewissen Bloggern bin ich etwas fluechtig…..

  30. Free Info sagt:

    @Alle

    Nach dem Mayakalender erschien Jesus im 5. Tag der 6. Stufe auf der 9 stufigen Pyramide der Evolution des Bewusstseins.
    Die Mayapyramide ist der Kalender der Evolution des göttlichen Bewusstseins über 9 Stufen, jede Stufe ist aufgeteilt in 13 Zyklen (7 Tage und 6 Nächte).
    Der Mayakalender wurde von dem schwedischen Bio-Microphysiker und Naturwissenschafter Dr. phil. D, Carl Johan Calleman bis ins kleinste Detail erforscht und entschlüsselt und anhand der wissenschaftlich belegten Daten von dem wohl wichtigsten archeologischen Fund (der Stein von Coba in Mexico) in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Künstler und Forscher der Mayakultur Ian Xel Lungold (selig) auf den gregorianischen Kalender übertragen.

    Es ist eine Farce zu behaupten Jesus hätte eine Religion oder eine Kirche gegründet!
    Dieser Jesus hatte lediglich eine ganz bestimmte Botschaft für alle Menschen:

    Die 6. Stufe dauerte 5125 Jahre und ein Zyklus (ein Tag oder eine Nacht) jeweils 400 Jahre (umgerechnet auf den gregorianischen Kalender).
    Über diese 400 Jahre des 5. Tages der 6. Stufe wurde die Botschaft Christi über die ganze Welt verbreitet. Das Bewusstsein davon wurde in diesen 400 Jahren eingeleitet und dann in der 5. Nacht (416 n. Chr.) fiel Rom!
    Die mächtigste Nation auf Erden, das römische Weltreich fiel!

    Was ist da passiert?

    Was passierte ist Bewusstsein, das Bewusstsein, dass Ceasar kein Gott war und auch kein anderer Kaiser war es!
    Es war das Bewusstsein, dass jede Person ihre eigene Stimme hat und, dass Rom sehr weit weg war!
    Es war individuelles Bewusstsein, die Erkenntnis der Wahrheit der Botschaft Christi was Rom zerstörte, es war die Umsetzung dieser Erkenntnis des Bewusstseins was dann in der 5. Nacht der 6. Stufe auf der 9 stufigen Pyramide der Evolution des Bewusstseins die Autorität Roms unterminierte und zu Fall brachte.
    Nein – jener Jesus gründete keine Religion und auch keine Kirche, er war lediglich der Wandelwerder eines neuen höheren Bewusstseins.
    (Gesetz überkam Ursache).

    Die 7. Stufe dauerte nur noch 256 Jahre und ein Zyklus (ein Tag oder eine Nacht) jeweils nur noch 20 Jahre, d.h. eine Beschleunigung der kosmischen Frequenz 13 zu 20, alles wurde 20 Mal schneller.
    Nach dem Mayakalender erschienen die Nationalsozialisten (Hitler) im 5. Tag der 7. Stufe auf der 9 stufigen Pyramide der Evolution des Bewusstseins. Mit dem zweiten Weltkrieg und dem Abwurf der Atombombe seitens der Aliierten in der 5. Nacht waren sie die Wandelwerder eines neuen noch höheren Bewusstseins.
    (Macht überkam Gesetz)

    Am 5. Januar 1999 begann die 8. Stufe und alles wird immer schneller und schneller, eine weitere Beschleunigung der kosmischen Frequenz 13 zu 20.

    Die 8. Stufe dauert nur noch 12,8 Jahre und ein Zyklus (ein Tag oder eine Nacht) jeweils nur noch 360 Tage (gregorianischer Kalender).
    Am 19. November 2007 begann die 5. Nacht, in dieser Nacht (2008) wurden wir alle auf ein neues höheres Bewusstsein katapultiert. Der Fall der Machthaber (Bush, Cheney) und der Zusammenbruch der globalen Machtzentren (internationalen Energie- und Finanzkorporationen) wurde am 6. Tag (2009) vor den Augen der ganzen Welt eingeleitet.
    (Ethik überkommt Macht).

    Zur Zeit stehen wir am Anfang der 6. Nacht (2010) die am 8. November 2009 begann.
    Dazu die hochinteressanten Erkenntnisse und Voraussagen von Dr. phil. D, Carl Johan Calleman.
    http://www.indalosia.de/alleman:Der_Beginn_der_6._Nacht.htm

    Ihr Free Info

  31. Free Info sagt:

    @Alle

    Sorry da ist mir ein Tipfehler im Web-Link passiert.

    Korrektur:
    http://www.indalosia.de/calleman_Der_Beginn_der_6._Nacht.htm

    Ihr Free Info

  32. worM sagt:

    @Free Info:
    20.12.2009 um 20:55

    Sapperlopp, free info! Danke für Ihre gelehrten Ausführungen bezüglich Jesus, Pyramiden und Maykalender. Sie haben das Zeug zu einem zweiten Von Däniken. Schreiben Sie doch ein Buch darüber, Ihr Geheimwissen ist derart wichtig, dass es auch ausserhalb dieses Blogs gelesen werden muss !!!

  33. erna sagt:

    @ worM

    Folgen Sie mal dem link auf die Website….!

  34. aysha sagt:

    @ free info

    hören sie doch auf mit dem schmarrn!

    @ pufendorf

    leider muss ich unseren austausch über die ehe auf ein andermal vertagen.

    wünsche ihnen erholsame feiertage.

    aysha

  35. Leser sagt:

    @Max

    Ihr Stil ist unverkennbar, Max. Aber Sie sind nicht einfach nur Max. Sie sind Maximilian Tobias Rosenstengel, stimmts?

    War das nun Ihre Weihnachtsbotschaft?

  36. zoe sagt:

    michael bamberger

    zu 12.42
    giftspritzen und elektrostuhlamuletten. genau. in gold und silber.
    oh gott.

  37. Max sagt:

    Nicht schlecht, Leser, nicht schlecht.

    Aber Sie kennen ja die Geschichte. An Weihnachten bekommen Sie von jedem eine Karte. Selbst von Leuten, von denen Sie glaubten, dass sie gar nicht mehr leben. Und dann hören Sie ein ganzes Jahr nichts mehr von ihnen. So ist das nun mal.

    Ja, das war meine Weihnachtsbotschaft.

    Ach ja, noch etwas: Wenn Sie zufällig mal an die Moria schreiben, dann sagen Sie ihr einen Gruss von mir, ja?

  38. Rabbi Jussuf sagt:

    Ich weiss nicht, ob Jesus je freiwillig sich den Menschen zeigen würde. Irgendjemand müsste ihn in unsere Zeit geschubst haben, so rein aus Schadenfreude.

    Jesus würde sich nicht zeigen, weil er sich schämen würde, ob seiner grandiosen Fehlleistung in Sachen Prophezeiungen. Die Erde besteht immer noch, es hat sich seit seiner Auferstehung nichts getan, alles ist noch so wie vor seiner Geburt.
    Ja, er würde sich schnellstens verdrücken, vielleicht zu einem Coiffeur, sich eine neue Frisur schneidern lassen und nachdem er sich nicht mehr schämte würde er flugs eine neue Weltuntergangssekte gründen, denn die Zeit drängt, bald schon ist 2012.

  39. mawi sagt:

    @ Rav Jussuf, ich fühle mich total zerschlagen und kaputt.
    “Jesus würde sich nicht zeigen, weil er sich schämen würde, ob seiner grandiosen Fehlleistung in Sachen Prophezeiungen. Die Erde besteht immer noch, es hat sich seit seiner Auferstehung nichts getan, alles ist noch so wie vor seiner Geburt.”
    Ich mag dazu garnichts mehr schreiben, einfach noch einen gute Nacht Gruss

  40. Moria sagt:

    LESER
    Ich staune > Deine sado-kriminalistische Ader beeindruckt!
    Unser Weihnachtsbotschafter wuenscht sich, dass „Jesus zurückkommt und uns Menschen zeigt, wo der Hammer hängt.“
    Doch, doch selbst der Blog wuenscht sich manchmal, wenn er sich gerade im Tiefflug befindet, einen ROSI in Hochform zurueck.
    Der wenigstens wusste, was Taktgefuehl war > er wusste zu jeder Zeit, wie weit er zu weit gehen konnte!
    So hoffen wir auf eine erneute Neujahrsbotschaft von good rough rose……!

  41. Emeli sagt:

    Die Adventszeit und Weihnachten ist eine schöne Zeit. Im Moment ist alles so schön weiss und die Weihnachtsdekorationen
    bringen eine schöne Stimmung. Wenn jede Geburt eines Menschenkind so vorbereitet würde, sähe es in der Welt etwas
    wärmer aus. Ich mag Weihnachten und freue mich an jeder Karte die ich bekomme weil diese Menschen mir wenigstens einen kurzen Augenblick ihrer Zeit schenken.

  42. Zweifler sagt:

    @Hugo Stamm

    Vielen Dank, das ist der beste Artikel den ich je von Ihnen gelesen habe. Würde ich sofort unterschreiben! Was mir auffält, ist wie gut Sie den Kern von den Aussagen Jesus verstanden haben.

  43. vietcong sagt:

    ich glaube jesus war ein aufgeklärter humanist.

  44. zysi sagt:

    stamm, das war mal was lesbares- nur haben sie den gegenspieler vergessen, der erklärt auch viele voten hier…..

    möge der herr euch segnen

    maranata

  45. vietcong sagt:

    ach ja, ein tatsächlich sehr schöner weihnachtstext! im kern extrem christlich-islamisch-humanistisch!

  46. Streber sagt:

    Zum Artikel von Herrn Stamm:
    “S’il y a un Dieu, l’athéisme doit lui sembler une moindre injure que la religion.”
    “Wenn es einen Gott gibt, muss der Atheismus ihm wie eine geringere Beleidigung vorkommen als die Religion.”
    Edmond de Goncourt; Schriftsteller

    “Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat Papst Benedikt XVI. dafür kritisiert, die Seligsprechung des umstrittenen Papstes Pius XII. voranzutreiben. Pius soll den Holocaust wissentlich ignoriert haben – die katholische Kirche versuche nun, “eine andere Geschichte zu schreiben”.”
    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,668136,00.html

    @erna: 19.12.2009 um 12:14
    Natürlich mache ich mir ein eigenes Bild, ich übernehme nicht einfach die Sichtweise von Posener o. ä. Wie Russell gesagt hat, sollte jeder auch andere Zeitungen lesen und mit anderen Leuten diskutieren als nur mit jenen, welche dieselbe Weltanschauung vertreten. Absolutheitsansprüche und Dogmen sind einer selbstkritischen Haltung der Kirchenvertreter abträglich. Viele Leute sind leider nur von den Pfarrern einerseits und Massenmedien andererseits informiert (und der grösste Teil der Journalisten wiederum nur von den Pfarrern), das genügt nicht für eine differenzierte, ausgewogene Darstellung kritischer Standpunkte.
    “Vielleicht hätten Sie nicht unbedingt weiter zum Religionsunterricht und zur Glaubenslehre mehr gehen müssen ab der 6. Klasse…” doch, ich musste. In der Schweiz gilt Glaubensfreiheit erst ab 16 (ZGB 303), und mein Vater hat mich nicht vom Religionsunterricht befreit, obwohl ich ihn darum gebeten hatte.
    “…aber anderswo weitersuchen sollen, da wo Sie selber hätten Wurzeln schlagen können…” ich habe gesucht und gefunden: in Philosophie und Humanismus, ganz diesseitig. Mir fehlt nichts ohne Transzendenz-Glauben.

  47. Hägar sagt:

    @solochrist: 20.12.2009 um 23:44
    “wenn ein verwöhnter schweizer wie der solo erlebt, wie massenweise lebenden schafen die kehle aufgeschnitten wird (die messer scheinen nicht so gut geschliffen) so möcht er wissen wieso ‘unser tierschutzgesetz’ keine anwendung findet.”

    Es findet ja Anwendung: Das Schlachten von Wirbeltieren ohne Betäubung ist in der Schweiz seit 1893 verboten. Wenn Sie das in der Schweiz erlebt haben, müssen Sie dieses Vergehen anzeigen.

    Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 (TSchV)
    Art. 178 Betäubungspflicht
    1 Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung getötet werden. Ist die Betäubung nicht möglich, so muss alles Notwendige unternommen werden, um Schmerzen, Leiden und Angst auf ein Minimum zu reduzieren.
    2 Die Tötung eines Wirbeltiers ist ohne Betäubung zulässig:
    a. bei der Jagd;
    b. im Rahmen zulässiger Schädlingsbekämpfungsmassnahmen.
    http://www.admin.ch/ch/d/sr/c455_1.html

  48. Der inverse Goliath sagt:

    @ H Stamm

    Danke für die Weihnachtsgeschichte. Das haben wir letzthin im Freundeskreis auch diskutiert, mit etwa demselben Resultat. Es ist wie Dickens’ ‘A Christmas Carrol’ und statt Scrooge führt ‘The Ghost of the Christmas Past’ Jesus herum, zeigt ihm, was aus Weihnachten (und der Welt) geworden ist.

    Aber eigentlich ist die Frage, resp. dieser Weltrundgang auch hinfällig. Gott und seine Dreieinigkeit sieht das ja bereits heute in seiner Allmacht. Er sieht was für Schindluder mit seiner Religion, resp. seinen Glaubensgrundsätzen getrieben wird.

    @ die Gläubigen: Was für ein Interesse hat der christliche Gott, so lange zu warten, bis er das Letzte Gericht einberuft?

    @ Streber: merci für Ihr Statement.

  49. vietcong sagt:

    @ hugo stamm

    ich muss gerade mit bestürzung auf tagi online folgendes lesen:
    “Das Volksschulamt will, dass nicht-christliche Kinder keine Lieder singen müssen, in denen Jesus als Sohn Gottes gefeiert wird. Die Leser von Tagesanzeiger.ch kritisieren die Richtlinie scharf.”
    http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Wann-wird-das-Schweizerkreuz-verboten/story/29842842

    kannst du deinen kollegen da mal auf die finger klopfen und sie bitten das ‘die leser’ durch ‘einige leser’ zu ersetzen? ich bin auch tagi online leser und kritisiere diese richtlinie ganz und gar nicht. im gegenteil.

  50. Zweifler sagt:

    @vietcong:
    21.12.2009 um 13:37

    So ein Wind wegen Adventslieder, kann ich nicht verstehne. Dann sollen alle die da so dagegen sind, an diesen Feiertagen auch arbeiten, die Arbeitgeber würde es freuen.

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