Eine interessante These bezüglich Verschwörung vertritt der Konfliktforscher und Strategieexperte Kurt Spielmann. In der Sendung „Treffpunkt“ vom 17. November auf DRS 1 erklärte er, dass Religionen eigentlich aus Verschwörungstheorien entstanden seien.
Spillmann sagte zum Grundsatz solcher Theorien, bei mysteriösen Grossereignissen würden immer einzelne Fragen offen bleiben. Beispiel Mondlandung, Ermordung John F. Kennedys, 9/11. Die Weltverschwörer würden die wirklichen Fakten übergehen und die Indizien der ungelösten Fragen zu einer neuen Theorie zusammenkleistern.
Weiter legte Spillmann dar, die Verschwörungstheorien dienten dazu, die vielfältige Wirklichkeit mit einfachen Mustern zu erklären. Oft sei auch die Angst der Motor für solche Theorien. Angst rufe geradezu nach einfachen Erklärungen komplexer Zusammenhänge.
Um die Angst zu bändigen, brauche es leicht verständliche Theorien.
Solche Theorien entwickeln in der Regel Menschen, die überfordert sind und ein Komplott der Mächtigen wittern. Es gibt aber auch Verschwörungstheorien „von oben“. Spillmann nennt den Brand von Rom um das Jahr 60. Nero habe das Ereignis den Christen in die Schuhe geschoben, um sie verfolgen zu können. Ähnlich sei es bei Hitler gewesen, der die Protokolle der Weisen von Zion benutzte, um den Holocaust zu rechtfertigen.
Auch die Kirche hat solche Verschwörungstheorien benutzt, um Gläubige zu disziplinieren. Stichworte sind die Inquisition und die Stigmatisierung von Freimaurern.
Als Verschwörungstheorie von oben bezeichnet Spillmann die Erkenntnis von Galilei. Seine Beweise, dass die Erde rund sei, habe die Kirche als Verschwörungstheorie abgetan. Ebenso die Evolutionstheorie. Sonst wäre die Doktrin ins Wanken geraten, wonach die Menschheit die Krone der Schöpfung sei. Und dass die Erde das Zentrum des Universums darstelle.
Spillmanns Ausführungen gipfeln in der Aussage, Religionen seien letztlich ebenfalls Verschwörungstheorien. Diese Theorien seien Erklärungshypothesen von Dingen, die man nicht verstehe und die Angst auslösten. Weil die Welt keine Hilfsmittel zur Bewältigung der Ängste biete, suchten die Menschen Unterstützung von fernen Instanzen mit besonderen Kräften, also den Göttern. Heilslehren seien kompakte Welterklärungsschemen, weil die Ängste mit dem Verstand nicht gebändigt werden könnten. Damit entmystifiziert Spillmann die Religionen und ihre Ansprüche nach der absoluten Wahrheit.
Die Sendung: http://www.drs1.ch/www/de/drs1/sendungen/treffpunkt/2785.sh10107395.html




























@ Heidelbär
Die vernünftigen Kräfte in diesem Land haben gesieht. Dass Sie nicht dazu gehören, das ist nicht wirklich neu in diesem Blog ! Kauen Sie jetzt einfach an der Tatsache, dass Sie zu einer laut schreienden, extremistischen Minderheit gehören !
@ Dobra
Ich feiere auch, indem ich mich an den Kommentaren der Islam-Verklärer weide. So was von verlogen ! Dem Christentum will man alles Böse anhängen um dann eine menschen- und frauenverachtende Religion zu verklären. Gaahhhhts no !!!
@Janine
Da bin ich aber froh, dass Ihr Glaubenskonstrukt keine Menschen verachtet. Tut er nicht. Nein, tut er nicht! Iwo! (Und wenn, dann nur die Menschen, die es ebe nauch verdient haben, verachtet zu werden gelle? So geht das. Ganz einfach. Ist nicht schwer.
Schon fertig gefeiert? So schnell ging das?
Ich lecke meine Wunden wesentlich länger über diese Abstimmung.
@Rabbi Jussuf
der Kürze halber antworte ich mit Julia Onken:
“Mit dem Bau von Minaretten wird ein sichtbares Zeichen für die staatliche Akzeptanz der Unterdrückung der isalmischen Frau gesetzt. Zuerst muss unsere Gesellschaftordnung – Demokratie, Gleichstellung von Mann und Frau – vollumfänglich respektiert und akzeptiert werden, dann sind auch Minarette kein Problem. ”
Ich habe wie gesagt, lange darüber nachgedacht, die für und wider Stimmen gehört und gelesen. An sich hätte ich nichts gegen Minarette, warum auch, sie schauen noch gut aus, ( bin neben dem im Balgrist aufgewachsen) aber es wäre naiv, zu glauben, dass sie nicht als Symbol für etwas stehen.
Das Ja zur Initiative ist ein Nein zu den negativen Aspekten, die dieser Turm verkörpert.
@ Dobra
Auch mit diesen kindischen Wörtchen wie “Glaubenskonstrukt” werden Sie die Realitäten nicht ändern können. Konstruieren Sie nur weiter an Ihren Stammiten-Phantasiegebilden. Gott hat auch mit Leuten wie Ihnen Geduld…………so, jetzt feiern wir in der Kirche weiter und danken Gott, dass er unsere Gebete erhört hat !!
@ Steinlaus
Ihr Beitrag Super : – )
Ich bin vielen Menschen in meinem Leben begegnet auch vielen jungen Menschen, spontan ohne dass ich gefragt habe, haben Sie mir einfach ihre Geschichten erzählt, Fakt ist doch,dass der Mensch auch Zuhörer braucht, das Bedürfnis sich mitzuteilen gehört auch zum Menschen, wir müssen ja nicht aufplusternd immer unseren Senf dazugeben, haben auch das Recht zu sagen, über das möchte ich nicht reden. Ev. durch ein Manko hat der Mensch nach wie vor zu hohe Erwartungshaltungen. Ich
möchte das nicht verallgemeinenern. Ich gebe mich zufrieden mit europ. Ländern. Jedem das Seine, die erste Frage ist doch manchmal, was will ich überhaupt, das wissen viele nicht, durch pechschwarze Pädagogik und Religionsfanatismus werden die meisten Menschen verbogen, ich habe mich eingelassen in Gruppentherapien, hab auch einiges dazugelernt nach wie vor sind mir die Worte eines Gruppenleiters präsent : “werft die Moral zum Fenster raus, die ist verstunken und verlogen”, auch eine Predigt, die hat für mich Hand und Fuss. Die Abenteuerlust vorallem bei jungen Menschen ist da, als junge Frau hab ich das ausgekostet, bin etwas vernünftiger geworden, etwas ambivalent, Alter schützt vor Torheit nicht. : – )
Wünsche Ihnen einen schönen Abend
@Janine
Gute Idee, feiern Sie weiter, im Schoss ihrer Kirche. Ist auch viel schöner als im Blog. Erhört ihr Gott eigentlich nur die Gebete in der Schweiz oder tut er das in Somalia auch?
Deeps, danke für das Stichwort Schnaps. Ich bleibe beim Essen.
@ Pufendorf
Sicher bin ich nicht, aber ich vermute, dass es sich bei diesem Pudding tatsächlich um den Christmas Pudding gemäss Original-Original-Original-(Original?)-Rezept aus der Zeit der magna charta handelt.
Ob ich trotz der Hitze Lust habe, so etwas zu essen? Oh ja. Nicht, dass ich ständig von einem Christmas Pudding träumen würde, aber wenn mir jemand ein Stück anbieten würde, würde ich es gewiss nicht verschmähen. Wegen der Hitze würde ich es zusammen mit einer Kugel Vanilleeis essen, obwohl das etwas unorthodox wäre. Sehen Sie, in dieser Hinsicht bin ich dann doch gar nicht so unflexibel und konventionell.
Mit Ihrem Bekenntnis, dass Sie amerikanischen Pizzen vorziehen, können Sie mich nicht schockieren (falls dies Ihre Absicht war). Ich mag diese Pizzen auch. Die Frage, warum Pizza Hut in der Schweiz nicht funktioniert, ist für mich eines der grossen Rätsel des 20. Jahrhundert. Etwas schockiert war ich aber, als ich erfuhr, dass der alte Klassiker “Spaghetti Bolognese” ebenfalls von Ellis Island kommt und es dieses Gericht in Italien gar nicht gab (gibt, ausser am Gardasee natürlich). Leider wird den USA und England (wo schliesslich das, was wir als “Curry” kennen, erfunden wurde) wird für Ihre kulinarischen Leistungen viel zu wenig Anerkennung gezollt, woran m.E. die Franzosen mit ihrer elitären highbrow-Sternenküche schuld (womit wir wieder bei meiner Kritik an diesem unsäglichen Christmas Pudding Rezept wären).
Folgendes auch @ Miss Piggy: Da es beim Kochen immer darum geht, Tradition und Innovation miteinander zu verbinden, habe ich nichts dagegen, dass Gerichte verändert und weiterentwickelt werden, soweit sind wir uns einig. Aber an meinem Einwand (welcher diese Diskussion auslöste), dass ein Christmas Pudding-Rezept mit Whiskey und Zabaglione irreführend sei, daran halte ich fest, ganz einfach deshalb, weil man ein Rezept nur dann nach seinem Gusto oder wegen unerhältlichen Zutaten abändern kann, wenn man das konventionelle “Original”-Rezepte kennt. Solche Rezepte wie dasjenige, das ich kritisierte, führen schlussendlich nur zu Verwirrung, Desorientation und im schlimmsten Fall zum Identitätsverlust (des Gerichts, nicht des Kochs, hoffe ich). Nichts gegen Apfel Helène, aber von einem Kochbuch erwarte ich, dass es mir erklärt, was eine Birne Helène ist, nicht, was sie auch noch sein könnte, falls ich gerade keine Birnen finden kann und eine Schoko-Allergie habe(oder wenn mein Dessert dem Hund verfüttern will).
ich spendiere eine runde, denen die feiern. prost.
hoffentlich kehrt wieder ruhe ein im lande. das wünsche ich aus ganzem herzen.
@ felix
das ehrt mich, wenn du mir so viel aufmerksamkeit und so viel zeit und zeilen widmest.
deine zusammenfassung entspricht nicht meinem erleben und meiner motivation. ich stehe zu jedem buchstaben, den ich geschrieben habe. entweder willst du nicht verstehen, kannst nicht verstehen, oder ich drücke mich nicht klar aus. egal, felix. es spielt keine rolle.
wenn dein gewissen ruhig ist, so wie du vorgegangen bist und bereitschaft gezeigt hast, mich zu verstehen, dann ist alles gut. es ist dein gewissen.
ich stehe zu der aussage :” elender mensch”, die dich offenbar verletzt haben soll. du, felix, bist der, der sehr grosszügig solche ausdrücke verwendet. mehrmals schriebst du vom erbärmlichen menschen usw…
du hast vergessen, oder blendest aus, was ich immer sage: es gibt nur den menschen. gott lieben kann ich nur über seine schöpfung, dem menschen, usw….
du hast auch vergessen, dass ich schrieb : ich leide, es ist ungeheuerlich, wenn junge israelische soldaten in die palästinensischen lager geschickt werden. wie können diese jungen menschen das aushalten, usw…. ich schrieb dies mehrmals, zu letzt an horatio.
ich schrieb, dass ich die menschheit als ” EINen organismus” sehe…..
naja, ist egal. du hast recht. lebe wohl damit.
zur klärung: ich bin nicht beleidigt. ich bin resigniert. ich sehe keine möglichkeit zum wohlwollenden dialog.
dein versuchskaninchen sagt dir adieu, so wie man es bei euch zu sagen pflegt. und vielleicht freut es dich: ich werde dieses land, europa bald verlassen.
aysha
@ olive
Und ein nein zu einer weiteren Entwicklung einer Parallelgesellschaft zu der nicht ein Röstigraben sondern eine Kluft uns trennt. Und ich meine eine unüberbrückbare Kluft wegen der kulturellen Unterschiede, die zudem nicht in erster Linie durch die erste Einwanderer-Generation sondern vielmehr durch die folgenden Generationen geprägt wurde, die sich hier integrieren könnte. Manche tun das, auffallen tun die, die es nicht tun. Es wurde wohl mit diesem Abstimmungsresultat dem grossen Missbehagen in der aktuellen Situation Ausdruck gegeben. Das meine ich sei nicht einfach unter “xenophob” abzuhaken sondern ernst zu nehmen und offenes Verhandeln sei nun unumgänglich, was vermutlich für alle positive Auswirkungen haben wird.
Vielleicht sollten wir uns eher dafür schämen, dass unsere Politik erst durch dieses Abstimmungsresultat die Anliegen der schweizer Bevölkerung und dessen Alltag wahrnimmt.
@ dobra
ach, dobra… was soll ich sagen. ich danke dir.
@ deeps
rührt mich sehr. wirklich. danke. bin gern deine schwester.
@ nada
ich verneige mich vor ihnen. möge gott sie und ihre kinder schützen und segnen. danke.
@ glaubender
ich werde sie in meiner erinnerung behalten. sie, an einem fluss, eins mit der natur, nachdenklich, bescheiden, würdevoll. danke.
@ rabbi
es gibt nichts offenes. die diskussion mit mir ist beendet.
@ steinlaus
grosse frau.
aysha
@Olive
Ja, die Mails von Frau Onken. Ich denke, dass sie damit nicht nur der muslimischen Gesellschaft in der Schweiz eine Bärendienst erwies, bzw. weit übers Ziel schoss, sondern auch den Gemässigten von der Mitte, sprich der Mehrheit. Dank solchen Statements hat ein grosse Teil der Mitte sich nun für die Annahme der Initative entschiden, quasi um ein Zeichen zu setzen. Vor allem ist die Aussage dass Onken heikel weil Sie vollumfänglich gleiche Rechte von Mann und Frau im Islam fordert, aber -mit Verlaub- diese Forderung ziemlich dreist ist, denken wir doch an “unser” Religionen, man bedenke z.B. die Stellung der Frau in der RKK. Und man man denke an die Zahlen der Lohnunterschiede, die vor drei Wochen publik wurden. Sie sehen, die Gleicheit im gemässigten schweizerischen Islam unterscheidet sich wenig ovn der Gleichheit in unserem propperen Schweizerbiotop. Reformation gelingt wohl eher besser mittels Integration.
Ich zitiere nochmals Onkens Aussage: “Zuerst muss unsere Gesellschaftordnung – Demokratie, Gleichstellung von Mann und Frau – vollumfänglich respektiert und akzeptiert werden, dann sind auch Minarette kein Problem.” Ersetzen Minarette einmal gedanklich mit ref. und kath. Kirche. Ja klar richtig, das eine (unsere frauenfeindlichen Strukturen sind historisch gut verankter in den Kirchen, bzw. sind unserer Kirchen historisch gut verankert in unserem Bewusstein, aber ist das Grund genug mit diesen zwei Ellen zu messen?
@Aysha
Ich bin bedrückt und betroffen, wegen der Abstimmung, sehr.
Ich denke “elender Mensch” und “erbärmlicher Mensch” sind beides sehr schmerzhafte Zuschreibungen. Verbleibe nicht in diesem Schmerz, rapple dich auf!
Komme wieder. Auf ein Neues. Und tanze zwischen den Hochzeiten, mit Bayram UND Weihnachten. Du bist Integration, du bist Leben, du bist Vorbild. Wenn du kapitulierst, dann tue es, aber ich finde es nicht ok. Erst recht nicht jetzt. Weder da draussen noch im Blog.
und wieder mal wurden eindrücklich die grenzen christlicher nächstenliebe und toleranz demonstriert. toleranz gegenüber muslimen: ja, aber nur wenn sie zuhause bleiben. herr janine freut sich natürlich dass seine gebete für weniger respekt voreinander erhört wurden. schon schön, jedesmal wenns so klappt wie man möchte, dann ists gottes werk und immer wenns einem gegen den strich läuft, wars der teufel. schöne alte welt. nichtsdestotrotz: die muslime die in der schweiz sind, werden hier bleiben. dagegen hilft auch janines beten nichts. und das freut mich an diesem tag
ps: der vatikan war übrigens gegen diese initiative… sollte uns, oder vielmehr den christen, nicht zu denken geben?
@Olive
Danke für die Antwort
“ Mit dem Bau von Minaretten wird ein sichtbares Zeichen für die staatliche Akzeptanz der Unterdrückung der isalmischen Frau gesetzt.“
Nach dieser Logik müssten auch katholische Kirchtürme verboten werden.
Es müssten auch Bürohochhäuser verboten werden, denn dort gibt es noch immer nicht den gleichberechtigten Lohn für die Frau.
Sehen Sie, was das für ein Unsinn ist?
erna
Wie genau sehen die Anliegen und der Alltag der Schweizer Bevölkerung aus, die durch diese Abstimmung wahrgenommen werden soll?
@ janine
“ich war schon lange nicht mehr so stolz auf meine Nationalität”
ich dachte du seist brasilianer?
ein interessanter text eines freikirchenaussteigers:
http://www.position-online.ch/index.php?id=32&tx_ttnewstt_news=42&tx_ttnewsbackPid=9&cHash=fa84a3929c
@ Goldmund
Haben Sie das wirklich nicht mitbekommen?
Aysha
Ich habe da weniger an dich als Person gedacht. Deine Beiträge waren zwar der Anlass für diesen etwas lang geratenen Beitrag von mir, in dem ich versucht habe mich der Problematik religiöser Vereinnahmung anzunähern. Mit dem Begriff der integralen Identifikation denke ich, ist es mir gelungen, Klarheit zu schaffen.
Ich danke dir für diese offenen und schonungslosen aber doch sehr hilfreichen und authentischen Texte.
p.s. Ich habe in jenem Jahr, als Christoph Blocher zum Bundesrat gewählt wurde, der Schweiz den Rücken gekehrt. Mein Verständnis also hast du, wenn du in das Land deiner Geburt zurückkehrst und der Schweiz adieu sagst.
Mach’s gut und – Friede sei mit dir
erna
Wenn wir uns schon schämen sollen, möchte ich wissen was sie genau meinen. Also was soll mitbekommen haben?
PS: Obwohl ich daran arbeite meine telepathischen Fähigkeiten zu verbessern, kann ich ihre Gedanken zu diesem Thema nicht lesen
erna
Eigentlich möchte ich ja nur eine Angwort auf meine 1. Frage: Wie genau sehen die Anliegen und der Alltag der Schweizer Bevölkerung aus, die durch diese Abstimmung wahrgenommen werden soll?
@ aysha
“du hast auch vergessen, dass ich schrieb : ich leide, es ist ungeheuerlich, wenn junge israelische soldaten in die palästinensischen lager geschickt werden. wie können diese jungen menschen das aushalten, usw….”
Ja Sie leiden. Sie leiden am Leid der anderen.
Eigentlich leiden Sie noch viel mehr, als diejenigen, an deren Leid Sie leiden.
In jedem Leidensherd der Welt sitzen Sie im Zentrum als Haupleidtragende.
Hinter jeder Ecke findet sich etwas, woran Sie leiden können, ja selbst hier im Blog sind der Leiden mannigfach für Sie,
die Leidensspezialistin.
Und dann leiden Sie nicht einfach still vor sich hin, nein, das wäre doch Jammerschade um das Leiden,
wenn es nicht richtig in Szene gesetzt wird, ein stilles Leiden ist nichts weiter als ein sinnloses Leiden.
Und so tragen Sie uns in regelmässigen Abständen Teile Ihres grossen Leidensschatzes vor.
Heute wird wohl es nicht das letzte Mal gewesen sein.
@ erna
“Vielleicht sollten wir uns eher dafür schämen, dass unsere Politik erst durch dieses Abstimmungsresultat die Anliegen der schweizer Bevölkerung und dessen Alltag wahrnimmt.”
@ Goldmund
Sind Sie im Ausland lebender Politiker? oder kennen Sie den schweizerischen Alltag wegen anderen Behinderungen nicht?
vietcong
interessante Seite!
olive
“Dann gehöre ich zu denen, für die du dich schämst. ich habe mich nach langem Hin-und Her entschieden, ja zu stimmen.
Aus Gründen der Zeichensetzung und aus feministischen Beweggründen.”
olive es geht mir genau so!
rabbi
ja klar, stimmt voll und ganz was du schreibst als anwtort an olive um 17.36
aber was macht sinn? überhaupt nichts zu tun?
aysha
ich verstehe voll und ganz. es ist besser wir beschnacken dies mal bei einer tasse kaffeundschoggikucheninderschönstenstadtderwelt!
erna
Ach erna jetzt stellen sie sich dümmer als sie sind. Es gibt verschieden “Alltage” in der Schweiz. Falls sie nicht fähig sind zu formulieren welchen Alltag sie genau meinen und meine Frage zu beantworten, dann lassen sie es doch einfach.In ihren Augen sollten wir uns schämen und ich frage mich einfach was sie genau damit meinen. Welche Anliegen sind nun durch die Annahme dieser Initiative ins Visir der Politik gerutsch, die bis anhin nicht durch die Politik wahrgenommen wurden.
Werden sie doch konkret (dies ergäbe eine Diskussion) oder bleiben sie nebulös und schämen sie sich.
@ goldmund
Lesen Sie bitte in meinen Stellungnahmen nach, Sie werden eine Antwort finden. Warum sollte ich mich schämen? Ich habe klar formuliert, dass unsere Politiker sich schämen sollten den Alltag vieler Schweizer bisher so schlecht wahrgenommen zu haben. Es wird viel geredet über Integration usw.. Bisher geschehen ist kaum etwas, nach wie vor werden Menschen mit einer doch ziemlich beladenen multikulturellen Situation allein gelassen. Am besten erkundigen Sie sich mal bei Amtsstellen, in Schulen, Spitälern oder Wohnblocks.Ausländerfeintlichkeit und Rassismus ist zum Schlagwort geworden solcher Art, dass längst ansässige Schweizer die einzigen sind, die in Schwierigkeiten keinen Ansprechpartner haben nirgendwo. Letztere Aussage ist überprüfbar, falls Sie sich tatsächlich für sowas interessieren.
@Dobra:
29.11.2009 um 17:24
ccRabbi
“Vor allem ist die Aussage dass Onken heikel weil Sie vollumfänglich gleiche Rechte von Mann und Frau im Islam fordert, aber -mit Verlaub- diese Forderung ziemlich dreist ist, denken wir doch an “unser” Religionen, man bedenke z.B. die Stellung der Frau in der RKK. Und man man denke an die Zahlen der Lohnunterschiede, die vor drei Wochen publik wurden..”
Ich denke gar nicht, dass diese Aussage heikel und dreist ist, denn die “Mängel” der RKK sind bekannt, ebenso die Lohnungleichheiten in der Schweiz. ( Man denke zum Beispiel nur an eine Uta Ranke Heinemann im Fall der RKK, im zweiten Fall ans Gleichstellungsbüro)
Immerhin können mittlerweile diese Misstände hier zu Lande thematisiert und bearbeitet werden. Diese Möglichkeit sollten wir uns keinesfalls nehmen lassen.
Es sind häufig Frauen aus muslimischen Ländern ( Bezugsquelle u.a.EMMA, ja.), die daran erinnern, dass uns diese Möglichkeiten abhanden kommen könnten
und es sind häufig Männer, die dann sagen, wir seien halt einfach nur islamophob, xenophob und sowieso nicht in Ordnung.
Umso mehr müssen wir uns gegen Zustände ( in diesem Fall möglicherweise präventiv) wehren, die noch schlimmer sind, es hilft doch nicht, hier Asche auf den Kopf zu streuen und zu sagen: hier ist auch vieles nicht in Ordnung, eigentlich sind wir kein bisschen besser, da könnten wir doch grad so gut die Kirchtürme verbieten usw.usf.
Zugegeben, die Anti-Minarett-Initiative ist bescheuert und verändern wird sie nicht viel. Aber ein Zeichen hat sie wohl gesetzt.
.Die Aussage des Rabbi:
“Peinlich peinlich für die Schweiz
Ich schäme mich für die Dummheit dieses Volkes.”
kommt mir, je länger ich sie anschaue, umso schräger rein.
.
Ist es richtig, dieses Volk als dumm zu bezeichnen, das gar nicht so viele Möglichkeiten hat in diesem Fall, seinem Unbehagen Ausdruck zu verleihen? Oder bedeutet dieses Unbehagen in diesem Fall Dummheit, Primitivität, Xenophobie, Unkenntnis der wahren Sachlage, Nichtverstehen fremder Kulturen, Lieblosigkeit?
Ist es richtig?
Und ist die Meinungsfreiheit nur gültig, solange sie mit der eigenen Meinung übereinstimmt?
Ich halte es für möglich, dass sich viele Leute differenzierte Überlegungen zum Thema gemacht haben und dann die Entscheidung getroffen haben, so abzustimmen.
@zoe:
29.11.2009 um 18:54
Gell, es ist überhaupt nicht einfach.
Olive
“Ist es richtig, dieses Volk als dumm zu bezeichnen, das gar nicht so viele Möglichkeiten hat in diesem Fall, seinem Unbehagen Ausdruck zu verleihen? Oder bedeutet dieses Unbehagen in diesem Fall Dummheit, Primitivität, Xenophobie, Unkenntnis der wahren Sachlage, Nichtverstehen fremder Kulturen, Lieblosigkeit?“
Dummdreist ist noch passender.
Es geht hier um die Verfassung unseres Landes und nicht um eine Unmutsbezeugung oder Meinungsfreiheit.
@Olive
Natürlich bin ich gegen eine Verunglimpfung der Befürworter, ich denke das hab ich genügend dargelegt. Ich attestiere vielen (ausser den Yoschis und anderen Brandstifter) sehr wohl die Fähigkeit nach seriöser Prüfung und einigen weitreichenden Überlegungen, einen Entscheid zu fällen, der auch zugunsten der Initiative ausfiel. Aber ich vermute, dass die meisten Ja Stimmen eher emotianler denn rationaler Natur waren. Aber auch dann. Es ist zwar für mich ein Verdikt, aber es gilt, es ist so. Dennoch muss ich dem entgehegen halten, dass die viele vernünftige Stimmen aus allen Lagern die Ablehnung der Initiative ablehnten. Es waren ein paar Brüller und der Rest wollte wie sie “Zeichen setzen”. Nun das Zeichen ist gesetzt, aber wie weiter? Nochmals zu den Inhalten: Ihre Argumente enkräften meine Aussagen nicht, wie mir scheint. Wenn Sie meinen, dass in der RKK die Misstände von innen her verändert werden, dann umso mehr: Minarette zulassen! Davon schrieb ich ja: Reformation kommt oft von innen. Die Forderung Onkens an den Islam zuerst diese “Dinge” einzuhalten ist daher fraglich. Sie verlangen mehr von anderen als sie selber bieten können. Darauf wollte ich hinweisen.
Zudem verstehe ich nicht, wie man zu einer- Ihr O-Ton- “bescheurten” Sache ja sagen kann und dann findet wenigstens haben wir ein Zeichen gesetzt. Ich verstehe das nicht, aber ich respektiere diese Haltung, denn es entspricht der Mehrheit.
Ich verstehe auch Ihr Argument nicht, wenn Sie schreiben “das lassen wir uns nicht nehmen”: Die Freiheit Dinge anzuprangern und zu verändern könnten Ihnen durch die Ablehnung der Initiative genommen werden? Muss ich das so verstehen?
@Hugo Stamm
Ich denke die Aussagen von Yoschi gegenüber Ayhsa, wegen dem Auswandern, die er duzendweise postet, dürfen gelöscht werden. Das ist primitives und gehässiges Gesocks und somit auch ehrverletzend.
erna
“Ich habe klar formuliert, dass unsere Politiker sich schämen sollten den Alltag vieler Schweizer bisher so schlecht wahrgenommen zu haben”
“Vielleicht sollten wir uns eher dafür schämen, dass unsere Politik erst durch dieses Abstimmungsresultat die Anliegen der schweizer Bevölkerung und dessen Alltag wahrnimmt”
War mir eben nicht klar (Wir sollten UNS schämen), aber dafür jetzt. Danke.
Sie halten also das Abstimmungsresultat für die Folge von Ausländerfeindlichkeit und Rassimus welche durch die Untätigkeit unserer Politiker begünstigt wurden?
Ja wer genau ist nun für dies verantwortlich? Für die Integration? Und wo genau auf dieser Welt haben Politiker geziehlt solche Prozesse in die richtige Richtung (im Sinne eines Lösungsmodell) gelenkt?
ich sehe gerade, dass mein link den ich am 29.11.2009 um 17:59 gepostet habe auf eine leere site verweist. schade, irgendwie hats nicht funktioniert…
@ alle muslime in der schweiz
kleiner tipp: nennt das minarett in zukunft nicht mehr minarett, dann dürft ihr weiterhin türme bauen
zb. könnte man moscheen mit hohen kuppeln bauen!
ich empfehle die irakische architektin zaha hadid, die baut schön und gross!
@ Dobra
Waren Sie auch bedrückt, als Sie hörten, dass man in islamischen Ländern nicht problemlos Kirchtürme aufstellen darf ? Oder funktioniert Ihre Bedrücktheit nur bei Muslimen ? Sie sind einfach Heuchler Dobra !
@ vietcong
“und wieder mal wurden eindrücklich die grenzen christlicher nächstenliebe und toleranz demonstriert.”
Aha…….jetzt sind plötzlich alle Ja-Stimmer Christen……..und alle haben aus religiösen Gründen “Ja” gestimmt. Wer so simpel wie Sie gestrickt ist, der lässt eben nur noch Unsinn raus. Auch Sie möchte ich fragen……..wo war Ihre ach so tolerante Stimme, als Christen in islamischen Ländern unterdrückt wurden oder werden ?
“Toleranz gegenüber Muslimen…….”
Da sorgen Sie sich natürlich……..aber wie es mit der Toleranz von Muslimen gegenüber Christen aussieht, das interessiert Sie nicht die Bohne ! Mit dem Teufel muss man nicht tolerant sein……..schreiben Sie sich das hinter die Ohren !!
Ob die Muslime hier bleiben oder nicht, spielt keine Rolle. Wir werden Sie aber in die Grenzen weisen und das können auch Ihre Sprüche nicht ändern Fräulein Vietcong ! Und was der Verweis auf den Vatikan soll, wissen wohl nicht mal Sie selber. Seit wann ist der Vatikan für Sie eine Referenz ? Und es sind ja keine katholischen Kreise, welche diesen Sieg errungen haben. Da waren unsere Gebete schon hilfreicher.
Ach ja, Sie dachten ich sei Brasilianer ? Und ich dachte, Sie seien Mongolin…….wie man sich doch täuschen kann !
@ Janine: 29.11.2009 um 16:23
Danke Schweizer Stimmvolk………ich war schon lange nicht mehr so stolz auf meine Nationalität ! Das Volk hat den manipulierenden Mainstream-Medien und Gruppierungen, welche die eigene Kultur verraten, um handkehrum eine menschen- und frauenverachtende Religion zu verklären, einen Tritt in den Allerwertesten gegeben !! Heute ist ein Festtag !!
Sie zeigen eindrücklich wessen Geistes Kind Sie sind.
@ Antonius
“Sie zeigen eindrücklich wessen Geistes Kind Sie sind.”
Na hoffentlich ! Ich habe noch nie in meinem Leben SVP gewählt. Komisch, nicht ? Man muss kein SVP-ler sein, um vernünftig abzustimmen. Und wessen Geistes Kind SIE sind, das liegt auf der Hand. Wer sein eigenes Land so hasst, der sollte in den Iran auswandern.
sind Relgionen Verschwörungstheorien?
Na klar! Mit Verschwörungstheoretikern an den Hebeln!
ich hab das schon mal irgedwo erzählt: vor gut 17 Jahren, nach der Geburt meines Sorgenkindes, nach den Vakuum-Freikirchen-und Unterdrucksetzungsjahren, ´war ich auf dem Pfad, wieder in meine ursprüngliche Kirche, in der ich getauft und konfirmiert worden und (egen der Freikirche und unter Druck) vor der Eheschließung ausgetreten war, wieder einzutreten. Jedoch in einem “frenmden” Bundesland. MeinAnsinnen einem Provinzpfarrer vortragend.
Bei meinen Schilddrüsenauffälligkeiten (Schnittwunde am Hals) und damals chronischen Hustensymptomen im Winter, wollte dieser Pfarrer mich zuerst seinem Supervisor vorstellen, mit dem er befreundet war: ein Heilpraktiker in eimem Alchimistenstübchen. Dieser sollte mir eine Therapie verordnen. Erst danach hätte ich wieder Zugang in die ev. Kirche (jedoch in Bayern) gefunden.
Das mag schier unglaublich klingen… Inzwischen kann man schlimmereStories finden!
Lang ist’s her
…Der Gesamtverein hat mich gesehen! Einschl. Dekanen und Bischöfen….
olive
nein überhaupt nicht! verflixt nochmals.
@ Janine
“Aha…….jetzt sind plötzlich alle Ja-Stimmer Christen”
nö. habe ich das behauptet? ich sagte: “und wieder mal wurden eindrücklich die grenzen christlicher nächstenliebe und toleranz demonstriert.” warum sagte ich das? weil herr schlüer&co. nicht müde wurde, von unseren urchristlichen werten und wurzeln zu fabulieren. hier haben wir das ergebnis: intoleranz und respektlosigkeit. immerhin knapp ein viertel der schweizer bevölkerung ist demnach christlich oder vertritt die christlichen werte der intoleranz. eindeutig bewiesen. die echten christen sind also in den anderen 75% bevölkerung die entweder nicht abstimmten oder ein nein einlegten. (merke: bei einer stimmbeteiligung von 50% sind 50% nur noch ein viertel der stimmbevölkerung – da sind die nicht stimmberechtigten noch nicht mal dabei).
“……..und alle haben aus religiösen Gründen “Ja” gestimmt.”
ach bei minaretten gehts nicht um religion? jetzt bin ich aber erstaunt mein lieber!
“wo war Ihre ach so tolerante Stimme, als Christen in islamischen Ländern unterdrückt wurden oder werden ?”
gabs da mal eine abstimmung in der schweiz? klären sie mich auf!
“Mit dem Teufel muss man nicht tolerant sein……..schreiben Sie sich das hinter die Ohren !!”
ich schreibe mir hinter die ohren: mit herrn janine muss man also nicht tolerant sein. so.
“Ob die Muslime hier bleiben oder nicht, spielt keine Rolle. Wir werden Sie aber in die Grenzen weisen und das können auch Ihre Sprüche nicht ändern Fräulein Vietcong !”
ach, das spielt nun plötzlich doch keine rolle? und ja: sie bleiben bestimmt hier und es werden noch mehr. und sie werden weiterhin moscheen bauen. na wie gefällt ihnen das?
“Und was der Verweis auf den Vatikan soll, wissen wohl nicht mal Sie selber. Seit wann ist der Vatikan für Sie eine Referenz ? Und es sind ja keine katholischen Kreise, welche diesen Sieg errungen haben. Da waren unsere Gebete schon hilfreicher.”
lesen, herr janine, lesen. schön, das mit den gebeten. sie beten also sogar für intoleranz. das ist konsequent.
“Ach ja, Sie dachten ich sei Brasilianer ? Und ich dachte, Sie seien Mongolin…….wie man sich doch täuschen kann !”
ja, weil atalaia ein ort in brasilien ist. oder in portugal. sind sie portugiese? schweizer sind sie jedenfalls nicht. was haben sie eigentlich in meinem schönen land verloren? ich finde, sie sind unwillkommen, weil sie völlig unintegriert sind. ps: vietnam liegt nicht in der mongolei. soviel zu ihrem geografieverständnis. aber ich verstehe schon, aus ausländern, sind sie natürlich auch nicht so intelligent wie ich schweizer
Ich bekenne mich ebenfalls als einer, der für die Minarettsinitiative (gegen die Minarette) gestimmt hat. Die Initiative hatte einen gewaltigen Nachteil, sie war ein Kind der SVP. Natürlich stammt die Mehrheit der Befürworter aus dem rechten Lager. Das Ergebnis deutet aber auf eine massive Unterstützung auch aus dem linken Spektrum. Ich setze mal ein Schätzung aus dem Handgelenk:
40% aus dem rechten Lager (SVP, EDU und weitere Gruppierungen)
40% aus der Mitte (FDP, CVP, EVP)
20% aus der linken Seite (SP, Grüne)
Angenommen, die Initiative wäre von einem gemischten Komitee, z.B. in dieser Zusammensetzung gestartet worden. Ich bin sicher, das Resultat wäre nochmals markant eindeutiger zugunsten der Initiativbefürworter ausgefallen.
Mein Verhältnis in diesem Blog zu den Religionen ist klar. Je weniger Religion desto besser und wenn schon, dann sind mir gemässigte Gruppierungen weitaus lieber als fanatische. Ich verzichte gerne auch auf Kirchtürme mit ihrer penetranten Beschallung der Umgebung, wie auch auf Weg- und Bergipfelkreuze. Ich akzeptiere sie als Teil unserer Kultur auch mit einem historischen Wert. Genauso verstehe ich den Wert der Moscheen in den islamischen Ländern, der Tempel in Indien, der jüdischen Tempel usw. in den betr. Ländern.
Glaubensfreiheit ist für mich ein geistiger Akt. Glaubenssymbole dienen primär zur Demonstration der Macht, als Werbemittel und zur formalen Disziplinierung der Gläubigen. Echte Religiosität ist eine geistige Überzeugung und braucht keine Kirche, kein Glockengeläut, keinen Tempel und kein Minarett. Und damit fällt m.E. das Hauptargument der Initiativgegner ins Wasser. Was glauben denn die Muslime, die nicht in der Einflusszone eines Minaretts leben? Sind sie deswegen in der Glaubensfreiheit eingeschränkt? Wieviele Minarette sind dann (flächendeckend?) notwendig, um die gesamte muslimische Bevölkerung zu bedienen?
Nehmen wir an, Minarette wären unabdingliche Zeichen der Glaubensfreiheit. Der Zweck dieser Türme ist doch der Aufruf zum Gebet durch einen Muezzin oder eine Lautsprecheranlage. Wer garantiert uns, dass dies später nicht ebenso als unverzichtbarer Anspruch auf Glaubensfreiheit aufgezwungen wird? Wer garantiert uns dass uns, oder zumindest dem islamischen Teil unserer Bevölkerung, nicht auch Teile der Scharia als Recht auf Glaubensfreiheit aufgezwungen wird?
Glaubensfreiheit, Redefreiheit, Denkfreiheit zählen zu den wertvollsten Errungenschaften unserer westlichen Kultur. Diese Werte bedürfen laufender Pflege und gelegentlich auch Mut um sie zu verteidigen. Ist es unsere Meinungsfreiheit wert, Repressionen durch Islamisten in Kauf zu nehmen, wie sie uns unsere Justizministerin in Aussicht gestellt hat? Toleranz muss auch Grenzen haben. Ist Glaubensfreiheit grenzenlos? Wo liegen die Grenzen und wer bestimmt sie?
@Edi Brugger:
30.11.2009 um 12:37
Eben.
Es steckt eine ausserordentliche Macht in Emotionen, in Gefühlsseligkeit, in der Phantasie. Diese Formen der Macht manifestieren sich in verschiedenen Aktivitäten, in religiösen und sozialen, individuellen und kollektiven, nationalen und ethnischen Aktivitäten. Wenn Macht sich im Gefühlshaften konzentriert, wird sie ausserordentlich verwerflich und gefährlich und führt zu allen möglichen Katastrophen. Alle Lösungen und Antworten auf das Problem der Macht steigern nur Angst und Beschränktheit. Es gibt keinen Ausweg aus dieser Verwirrung, es sei denn durch Verstehen und Liebe.
Ohne Liebe können die vielen Formen der Macht mit ihren Konflikten, ihrer Verwirrung und Zwietracht niemals überwunden werden. … Das Unermessliche, das Unerkennbare wird nur in der Liebe erkannt, niemals durch die tiefen, subtilen Abwehrmechanismen des Intellekts.
@ vietcong
““und wieder mal wurden eindrücklich die grenzen christlicher nächstenliebe und toleranz demonstriert.”
Um es auch für Sie nochmals in verständliche Bröckchen zu zerlegen…….Nächstenliebe heisst nicht, die Werke des Teufels zu unterstützen und Toleranz gegenüber der Sünde und den Werken des Widersachers hat Jesus nie gelehrt und gelebt. Ist schon interessant, wenn Leute, welche das Christentum hassen, uns immer wieder vorkauen wollen, wie denn das Christentum auszusehen hat…………
Ach ja…….was hätte man denn in der Schweiz abstimmen sollen, wenn mal wieder ein paar Christen durch radikale Muslime massakriert wurden ? Dümmer kann man nicht mehr argumentieren ! Und was das Atalaia-Geschwafel soll, das wissen wahrscheinlich nur Sie selber. Kindergarten, wenn die Argumente ausgehen…………
Und da wir schon bei Erwinioi sind, er hat etwas ganz Zentrales geschrieben:
Ihr wollt also den Gläubigen ihr Spielzeug lassen – wohl auch um sie nicht wirklich ernst nehmen zu müssen. Sich selbst dann tolerant zu fühlen, tut natürlich der Seele gut. Tatsächlich lässt sich aber auch Arroganz und Ignoranz hinter der ach so tiefen Betroffenheit vermuten.
Und weil wir schon dabei sind, auch Edi hat ewas Geschrieben, was ganz wichtig ist:
Glaubensfreiheit, Redefreiheit, Denkfreiheit zählen zu den wertvollsten Errungenschaften unserer westlichen Kultur. Diese Werte bedürfen laufender Pflege und gelegentlich auch Mut um sie zu verteidigen. Ist es unsere Meinungsfreiheit wert, Repressionen durch Islamisten in Kauf zu nehmen, wie sie uns unsere Justizministerin in Aussicht gestellt hat? Toleranz muss auch Grenzen haben. Ist Glaubensfreiheit grenzenlos? Wo liegen die Grenzen und wer bestimmt sie?