Eine interessante These bezüglich Verschwörung vertritt der Konfliktforscher und Strategieexperte Kurt Spielmann. In der Sendung „Treffpunkt“ vom 17. November auf DRS 1 erklärte er, dass Religionen eigentlich aus Verschwörungstheorien entstanden seien.
Spillmann sagte zum Grundsatz solcher Theorien, bei mysteriösen Grossereignissen würden immer einzelne Fragen offen bleiben. Beispiel Mondlandung, Ermordung John F. Kennedys, 9/11. Die Weltverschwörer würden die wirklichen Fakten übergehen und die Indizien der ungelösten Fragen zu einer neuen Theorie zusammenkleistern.
Weiter legte Spillmann dar, die Verschwörungstheorien dienten dazu, die vielfältige Wirklichkeit mit einfachen Mustern zu erklären. Oft sei auch die Angst der Motor für solche Theorien. Angst rufe geradezu nach einfachen Erklärungen komplexer Zusammenhänge.
Um die Angst zu bändigen, brauche es leicht verständliche Theorien.
Solche Theorien entwickeln in der Regel Menschen, die überfordert sind und ein Komplott der Mächtigen wittern. Es gibt aber auch Verschwörungstheorien „von oben“. Spillmann nennt den Brand von Rom um das Jahr 60. Nero habe das Ereignis den Christen in die Schuhe geschoben, um sie verfolgen zu können. Ähnlich sei es bei Hitler gewesen, der die Protokolle der Weisen von Zion benutzte, um den Holocaust zu rechtfertigen.
Auch die Kirche hat solche Verschwörungstheorien benutzt, um Gläubige zu disziplinieren. Stichworte sind die Inquisition und die Stigmatisierung von Freimaurern.
Als Verschwörungstheorie von oben bezeichnet Spillmann die Erkenntnis von Galilei. Seine Beweise, dass die Erde rund sei, habe die Kirche als Verschwörungstheorie abgetan. Ebenso die Evolutionstheorie. Sonst wäre die Doktrin ins Wanken geraten, wonach die Menschheit die Krone der Schöpfung sei. Und dass die Erde das Zentrum des Universums darstelle.
Spillmanns Ausführungen gipfeln in der Aussage, Religionen seien letztlich ebenfalls Verschwörungstheorien. Diese Theorien seien Erklärungshypothesen von Dingen, die man nicht verstehe und die Angst auslösten. Weil die Welt keine Hilfsmittel zur Bewältigung der Ängste biete, suchten die Menschen Unterstützung von fernen Instanzen mit besonderen Kräften, also den Göttern. Heilslehren seien kompakte Welterklärungsschemen, weil die Ängste mit dem Verstand nicht gebändigt werden könnten. Damit entmystifiziert Spillmann die Religionen und ihre Ansprüche nach der absoluten Wahrheit.
Die Sendung: http://www.drs1.ch/www/de/drs1/sendungen/treffpunkt/2785.sh10107395.html












































@deeps
Danke, auch für die Worte an Aysha
@erna
Ich will nun den Disput zwischen uns ruhen lassen, das wird langsam zu Spam, darunter leidet der Blog. Solche Zwiste sollten aufhören. Meine Bitte an Sie, ich weiss ich wiederhole mich: Bitte verzichten Sie in Zukunft auf solche Aussagen, wie ich es mehrfach erwähnt habe.
Mein Vorschlag: Ich halte es für das beste, wenn Sie es so machen wie ich: Wir schreiben keine Beiträge aneinander. Ich meinte das möglich sein, insbesondere weil Sie damals einverstanden erklärten. Nun bitte ich Sie, sich daran zu halten. Was passiert ist, können wir beide nicht vergessen, daher umso mehr. Grösse zeigen im Schweigen. Auch nicht hintenrum, mit andern Blogger über mich ablästern, wie Sie das auch schon taten. Ich mache solche Dinge auch nicht.
@deeps
Danke, auch für die Worte an Aysha
@erna
Ich will nun den Disput zwischen uns ruhen lassen, das wird langsam zu Spam, darunter leidet der Blog. Solche Zwiste sollten aufhören. Meine Bitte an Sie, ich weiss ich wiederhole mich: Bitte verzichten Sie in Zukunft auf solche Aussagen, wie ich es mehrfach erwähnt habe.
Mein Vorschlag: Ich halte es für das beste, wenn Sie es so machen wie ich: Wir schreiben keine Beiträge aneinander. Ich meinte das möglich sein, insbesondere weil Sie damals einverstanden erklärten. Nun bitte ich Sie, sich daran zu halten. Was passiert ist, können wir beide nicht vergessen, daher umso mehr. Grösse zeigen im Schweigen. Auch nicht h
good news:
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/MinarettVerbot-Ein-Ja-zeichnet-sich-ab/story/31785289
@Yoschi
Gratuliere Ihnen für das für Sie erfreuliche Restultat. (“Demokratie ist Scheisse”, denkt der Verlierer). Nein, im Ernst, ich bin erschüttert. Fordern Sie nun noch lauter: “Türken raus?!”
@ Dobra
Ich habe Ihnen keinen Sexismus unterstellt, ich habe Fragen gestellt so wie erna das rüberbringt im Blog, jeder Satz enthielt ein
Fragezeichen. Fragen haben doch nichts mit Unterstellungen zu tun. Auffällig ist, dass Sie immer alles persönlich auf sich beziehen, ständig sind Sie in Abwehrhaltung, fair wäre einfach für einen Dialog. dass Sie mal einfach Ihre persönliche Meinung kundtun geht auch ohne “da hab ich dich du Schweinehund” . Allen Leuten Recht getan, ist eine Kunst die NIEMAND kann.
Mir sind Menschen lieber die reden, wie Ihnen der Schnabel gewachsen ist. Ich hasse Heuchelei.
Aysha
Ich habe den Faden verloren, darum werde ich nicht weiter auf das Thema eingehen, ausser Du würdest noch weiter diskutieren wollen. Dann hilf mir auf die Sprünge.
Nada
Mir ist noch immer nicht klar was beleidigend gewesen sein soll.
Dass afrikanische und aus dem islamischen Kulturraum kommende Wissenschaftler im Westen arbeiten, bestätigt doch eigentlich erst recht, was ich sagte.
Erna und Dobra
Was macht ihr für ein Geklüngel? Könnt Ihr nicht geradeheraus sagen, was Euch am Anderen nicht gefällt und das auch mit Zitaten unterlegen?
Es sieht mir verdammt nach Gerüchteküche aus.
Mawi
Ihre Einschätzung über das Geschichtsverständnis des Islams kann man grösstenteils so sehen.
Aber es dann auf die genau gleiche Weise selber zu machen, geht dann doch nicht:
So zu tun, als ob die Juden die Einzigen seien, die ein Anrecht auf das Land hätten.
Auf diese Art gibt es garantiert keine Lösung des Nahost-Konfliktes.
Peinlich peinlich für die Schweiz
Ich schäme mich für die Dummheit dieses Volkes.
@ Dobra
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Ich schätze es, dass das Schweigen endlich gebrochen wird, alles in sich hineinzufressen erzeugt Magengeschwüre, Störungen haben Vorrang. Die Menschen schweigen nichtmehr, die ersten Ansätze wurden deutlich in den 68-er Jahren, Simone de Beauvoir und Jeanpaul Sartre haben Zeichen gesetzt.
@ Dobra
“Ein düsteres Abstimmungswochenende zeichnet sich ab. Ich bin schokiert.”
Finde ich gar nicht ! Heute wird gefeiert……….alles läuft in meinem Sinn. Einmal mehr zeigt sich, dass die gleichgeschalteten Medien am Volk vorbei politisieren. Wir sehr die Leute manipuliert werden, zeigt eben gerade, dass die Umfragen ein total anderes Resultat voraussagten. Immer wurden die Befürworter der Minarett-Initiative ins Extremisten-Eckchen gestellt und schlecht gemacht. Und jetzt zeigt sich plötzlich, wie gross das Unbehagen im Volk gegenüber einem wachsenden muslimischen Einfluss eben ist ! Dass die Christenhasser im Blog aufs Muslimen-Züglein aufsprangen, das zeigt nur, wie verlogen diese Gruppierungen argumentieren. Die gesellschaftszerstörenden Gutmenschen im Blog kriegen so richtig einen ans Bein ! Die Mehrheit in der Schweiz lässt sich zum Glück nicht für dumm verkaufen, Stammiten hin oder her. Mensch werde ich feiern heute !! Gott ist treu !!
Janine
Die Mehrheit des Volkes lässt sich für dumm verkaufen, damit auch Sie.
Sie haben noch nichts begriffen – und werden es auch nie.
@ yoschi
@ Aysha
yoschi @ aysha “aysha, verreis in die türkei…”
Das geht zuweit.
Sie, yoschi, verletzen nicht nur ein Gegenüber, sondern die menschliche Würde an sich, Ihre eigene inklusive.
Es gibt Momente, da fühle ich mich beschämt, Mensch zu sein. Obwohl wir das Grosse in uns tragen, lassen wir uns vom Niedrigsten bestimmen. Welch destruktive Abgründigkeit!
Doch: Welche Chance auch, Mensch zu werden, Mensch zu sein, sich selber und einem Du!
Aysha, Schwester, bleib! Sei! Atme! Lebe! Liebe! Leide! Schreie! Sei unvollkommen! Sei Mensch!
Yoshi, Bruder, bleib! Sei!Atme! Lebe! Liebe! Leide! Schreie! Sei unvollkommen! Sei Mensch!
Mensch, bleib! Sei! Atme! Lebe! Liebe! Leide! Schreie! Sei unvollkommen! Sei Mensch!
@ D.B.
Im Tagi online wird darauf hingewiesen, dass die Times online über die Minarettabstimmung berichtet hat.
http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/europe/article6936267.ece
Spannend, BR Calmy Rey befürchtet islamische Terroranschläge, wenn die Minarettinitiative angenommen wird.
The government, for its part, is worried about reprisals plunging Switzerland into the front line of the war against terror. Micheline Calmy-Rey, the foreign minister, said a yes vote “could make Switzerland a target for Islamic terrorism”.
Offenbar bin ich nicht alleine mit meinen”revisionsbedürftigen Kontextinterpretationen”, selbst unsere SP Bundesrätin scheint gewaltige Probleme damit zu haben, da sie dem Islam solche Ungeheuerlichkeiten zutraut.
Und weiter noch:
Tatiana, a teacher who had previously voted for the left, was quoted in a newspaper as saying she would vote for the minaret ban as she could “no longer bear being mistreated and terrorised by boys who believe women are worthless”.
Tatjana muss wohl ihren Kontext auch völlig revidieren.
Unseren muslimischen Mitbürger dürfen nach IHRER Interpretation der Sachlage nämlich so statisch sein,
wie sie nur immer wollen.
Es ist an uns, sich um sie herum zu bewegen.
Und was muss man da noch alles lesen in diesem Artikel:
A similar battle has been raging in Germany over plans to build one of Europe’s biggest mosques IN THE SHADOW OF COLOGNE CATHEDRALE
Absolute Frechheit.
@Heidi Reiff
Fragen wie: “Wünschen Sie sich persönlich ein Harem ?Ist wahrscheinlich schwierig so was aufzuziehen in der CH. ” sind nicht einfach Fragen. Soviel Lauterkeit muss dann schon sein. Insbesondere dann nicht, nachdem ich Sie für Ihren gewählten Begriff des “Turbanheinis” gerügt habe. Im übrigen scheinen Sie ziemlich wenig über Polygamie und Harem zu wissen, ausser irgendwelchen sterotpyen, xenophobe Ideen, die Sie da wiederkäuen.
Wenn Sie seriös darüber nachdenken wollen dann bilden Sie sich weiter.
Bücher von Fatima Mernissi:
»Der Harem in uns«, Die Furcht vor dem anderen und die Sehnsucht der Frauen, Herder Verlag
»Der politische Harem«, Mohammed und die Frauen, Verlag Herder, 2002
»Harem«, Westliche Phantasien, östliche Wirklichkeit, Verlag Herder, 2000
Zur Person: Fatima Mernissi
Fatima Mernissi ist mit einem Bein in der Vergangenheit aufgewachsen. Als die Marokkanerin 1940 in Fez zur Welt kam, war das Leben in Marokko noch von archaischen Traditionen geprägt. Sie verbrachte eine behütete Kindheit in einem traditionellen Harem mit Türwächter und dem Verbot, das Haus ohne Erlaubnis zu verlassen. Ihre Mutter war eine verschleierte Analphabetin. Fatima gehörte zu den ersten Mädchen, die das Gymnasium besuchen durften. Voller Wissensdurst nutzte das begabte Mädchen ihre Chancen. Sie studierte in der Hauptstadt Rabat Politologie, erhielt ein Stipendium für ein Soziologie-Studium in Paris und promovierte anschließend in den USA. Sie schrieb zahlreiche Bücher über den Islam und die Frauen und wurde Professorin. Heute verkörpert Fatima Mernissi den Aufbruch der Frauen in Marokko.
http://newsnetz-blog.ch/hugostamm/blog/2009/11/18/sind-religionen-verschworungstheorien/comment-page-25/#comment-99266
Ich wiederhole:
SP BUNDESRAETIN UND AUSSENMINISTERIN MICHELINE CALMY REY BEFUERCHTET ISLAMISCHE TERRORANSCHLAEGE, WENN MINARETTINITIAVE ANGENOMMEN WIRD.
@Janine
Natürlich dürfen Sie feiern, tun Sie das. Sie haben gewonnen. Loben und preisen Sie Gott für seine unermessliche Güte! Sie dürfen uns auch mit markigen Titeln wie “Christenhasser” abkanzeln. Sie dürfen Sich auch darüber freuen, dass Ihr Gott treu ist.
Interessant, dass Sie das so betonen. Gibts denn auch einen untreuen Gott. Super, dass Sie das überhaupt gedanklich zulassen.
@ dobra
Zitate, dobra, Zitate…..? Ich diskutiere gar nicht, merken Sie das nicht? Ich verlange lediglich, dass Sie Ihre Aussagen definieren resp. mit Zitaten untermauern. Sie brauchen sich nicht zu sorgen, zu oft habe ich hier erlebt wohin es führt, Ihnen gegenüber eine andere Ansicht zu vertreten. Die wird im besten Falle toleriert und dann wird, wie aktuell, dem anderen von Ihnen erklärt, was der andere sich beim Schreiben gedacht hat. Für mich ist das bornierte Rechthaberei, etwas, woran ich nicht interessiert bin, keine Angst.
ich fordere: terrorsympathisanten auf den mond, dobra!
SP BUNDESRAETIN UND AUSSENMINISTERIN MICHELINE CALMY REY BEFUERCHTET ISLAMISCHE TERRORANSCHLAEGE, WENN MINARETTINITIAVE ANGENOMMEN WIRD.
noch fragen? erschütternd, in der tat, dobra.
@Yoschi
Terrorsymphatisanten auf den Mond zu schiessen ist sehr aufwändig. Sie können Sie auch gleich auf der Erde …
@Janine
Komisch was für eine Gott Sie haben? Jedenfalls nicht der der Bibel, denn der ist der Gott der Christen, Juden und Muslime.
Inhaltsverzeichnis und voller Titel des Buches:
Harem, Westliche Phantasien, östliche Wirkung
1. Scherezades Geschichte von der Frau mit dem Federkleid
2. Im Westen hält man Harem für erotisch
3. Im westlichen Harem nichts Neues
4. Die muslimische Scheherezade – Das Hirn ist die mächtigste Waffe der Frau
5. Scherezade auf dem Weg nach Westen
6. Im Westen gelten intelligente Frauen als hässlich
7. Jacques Harem – Schweigende Schönheiten ohne Schleier
8. Mein arabischer Hare^m – Harun al Rashid, der erotische Kalif
9. Die Majlis – Vergnügen als heiliges Ritual
10. Im Inneren eines europäischen Harems: Monsieur Ingres
11. Erotische Frauen auf muslimischen Miniaturen – Die ungestüme Shirin macht Jagd aus die Liebe
12. Prinzessin Nur-Jahans Zeitvertreib – die Tigerjagd!
13. Grösse 36 – der Harem der westlichen Frauen
So, und das ist aus einer einzigen Sicht. Es gab noch eine andere Seite: nämlich den Teil des Harems in dem sich nicht die wohlakzeptierten bürgerlichen Frauen aufhielten (Analphabetin hin oder her) sondern auch jene in dem sich die armen – wirklich armen, @ dobra, ich empfehle Ihnen weiterbildende Lektüre, damit Ihr Bild nicht so minimal bleibt – Frauen für Stress und andere Unterprivilegierte aufhielten. Zudem argumentiert Mernissi mit “der verdrängten Macht” der Frauen mit der sie mächtige Männer vereinnahmen und manipulieren konnten. Zum einen erachte ich das für nicht erstrebenswert, da ich hier in der Schweiz gleichberechtigt bin und mir Bildungsmöglichkeiten offen stehen bin ich glüchlicherweise auch nicht darauf angeweisen – für mich eher negativ belastete Wesenszüge – sowas zu entwickeln, was für mich eine gewisse Falschheit impliziert. Mit anderen Worten: Ich kann bis zu einem gewissen Grad mich selbst sein und mein Leben leben. Das schliesst Mernissi in ihrem Buch als Vorteil irgendwie aus. Und nochmals @ Dobra: Ehe Sie Empfehlungen abgeben sollten Sie solche Bücher selbst lesen, das hat den Vorteil ihren Stellenwert zu erkennen (und der ist m.E. schon fast vernachlässigbar, ich bin nicht sicher ob man das dafür verwendete Papier nicht auch direkt einer Altpapiersammlung hätte zuführen können). Ich will mich nicht irgendwie in den Vordergrund stellen aber entweder hats dieser Sonntag hats offenbar in sich oder dobra ist ein unausstehlicher Macho.
@Muslime
Ich entschuldige mich als Schweizer der NEIN gestimmt hat bein Ihnen für das traurige Resultat.
@erna
Hihi. Nun bin ich also neben einem sexistischen, psychisch kranker Kokser auch noch ein Haremsbefürworter und ein unaustehlicher Macho. Wunderbar, erna, Sie machen das toll. Sie sind die Beste!
Die Götter kämpfen um eine Vormachtsstellung bei den Menschen. Gott ist offensichtlich nicht tot, Herr Nietzsche. Solange nicht, wie die Menschen gewillt sind, darum zu streiten.
Schade, dass die Götter nicht mehr Macht haben. Mit ihrer liebenden Kraft könnten sie dem Streit ein Ende setzen.
Schade, dass die Götter nicht weniger Macht haben. Der Streit würde gar nie eskalieren.
@Glaubender
Ich frage mich, warum es uns nicht gelungen ist, eine tragfähige Mehrheit zu bilden. Das scheint mir ein riesen Desaster, dass wir die Vernunft nicht wecken konnten sondern uns von den einfach gestricken Freund/Feind-Argumentation übertölpeln zu lassen. Wie so oft….
@Rabbi Jussuf:
29.11.2009 um 13:47
“Peinlich peinlich für die Schweiz
Ich schäme mich für die Dummheit dieses Volkes.”
Dann gehöre ich zu denen, für die du dich schämst. ich habe mich nach langem Hin-und Her entschieden, ja zu stimmen.
Aus Gründen der Zeichensetzung und aus feministischen Beweggründen.
Ausserdem gabs da auch Frauen, die älter wurden und damit überflüssig, sich mehr oder weniger selbst überlassen auf den Tod warteten. Nichts, was man sich so landläufig wünscht.
@ dobra
ZITATE!!!!!!!!!!!!!!!!!! und nö, ich habe mir einfach nicht vorstellen können, warum Sie Heidi Reiff derartig einseitige Triviallektüre empfehlen, die sachlich wenig oder nichtssagend ist. Wenn Sie so ein Buch einem anderen sozusagen als Sachbuch empfehlen erachte ich das als ziemlich fragwürdig. Eben nun bringen Sie endlich Zitate, wo ich Sie in der von Ihnen ausgeführten Art und Weise tituliere oder spüren Sie wirklich den Wetterumschwung und habens heute nur mit dem Provozieren? Das wars……..Sie sind defintiv nicht, was ich von einem Gesprächspartner erwarten würde.
@DiG
Gut gesagt, in der Tat! Diese Götter wissen wohl selber nicht warum. Vielleicht versuchen sie sich selbst abzuschaffen, können es aber nicht, weil sie unsterblich sind?
Dobra: “Sie können Sie auch gleich auf der Erde …”
Was???? Einsperren? Da haben wir leider nicht genug Gefängnisse dafür. Darum: Geht nach Hause, Terrorsympathisanten.
Ein dunkler Tag für die Schweiz, falls sich die Hochrechnungen zur Anti-Minarettinitiative bestätigen. Diese Abstimmung wirft einen langen Schatten auf unser Land. Es fällt einem schwer zu akzeptieren, dass in unserem Land eine Mehrheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bereit ist an der Glaubens- und Religionsfreiheit zu rütteln. Das ist ein verheerendes politisches Signal. Die Stimmung wird angeheizt. Die Zeichen stehen auf Konfrontation. Dass in diesem Blog Leute aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen laut jubeln, lässt mich leer schlucken. Pfui!
Für mich ist dieses Resultat ein Zeichen der Angst. Angst ist jedoch ein Symptom fehlender Selbstsicherheit. Offensichtlich habe in diesem Land viele Leute nicht genug Vertrauen in die eigene Identität. Wer dieses Vertrauen hat, braucht das Andere nicht zu fürchten. Im Gegenteil: die Vielfalt kann als Bereicherung aufgenommen werden.
Ich rufe alle vernünfigen Kräfte dazu auf kühlen Kopf zu bewahren und aus dem Abstimmungsergebnis das Beste zu machen. Lassen wir uns von den Angstmachern nicht einschüchtern. Es liegt an jedem einzelnen sich im Alltag für das friedliche Zusammenleben und die Rechte aller Menschen in diesem Land einzusetzen. Dieses friedliche Zusammenleben ist keine Selbstverständlichkeit. Die geistige Freiheit leider auch nicht. Es braucht immer Leute, die diese Werte vorleben und sich engagiert dafür einsetzen.
Glaubender:
29.11.2009 um 14:38
@Muslime
Ich entschuldige mich als Schweizer der NEIN gestimmt hat bein Ihnen für das traurige Resultat.
sie outen sich hier als verfassungsfeind. traurig, traurig. und sowas nennt sich schweizer.
@Rabbi Jussuf: Dass afrikanische und aus dem islamischen Kulturraum kommende Wissenschaftler im Westen arbeiten, bestätigt doch eigentlich erst recht, was ich sagte.
Tut es überhaupt nicht, es bestätigt nur, wer sich die meisten Ressourcen auf diesem Planeten unter den Nagel gerissen hat. Zudem Erfindungen/Entwicklungen werden von Menschen gemacht, NICHT von Kulturräumen. Ein afrikanischer Wissenschaftler trägt (ob in den USA oder z.B Kenia tätig) somit mehr zu Entwicklung und Fortschritt bei als ein Europäer mit Volksschulabschluss. Also ist die Frage “wieso taucht diese Minderwertigkeit nicht auch in Afrika auf” für mich schon irgendwie beleidigend. Tragischer finde ich übrigens das Überlegenheitsgefühl mancher Europäer/Amerikaner, die selber nichts aber auch gar nichts zur Entwicklung der Menschheit beitragen (dafür umso mehr zur Vernichtung von Ressourcen). Bitte verstehen sie mich nicht falsch, ich möchte nicht ihnen solche Gefühle unterstellen.
@Olive
Niemand muss sich bei niemanden für das Resultat entschuldigen, das Volksmehr gilt es zu respektieren und wir müssen damit leben. Aber eine gewisse Beschämung empfinde ich auch, aber damit will ich mich nicht von der Masse abheben. Es ist auch mein Land und es ist auch mein Resultat obwohl ich es nicht goutiere.
@ Rabbi
Das gilt auch für Sie……….Sie Berufs-Islam-Verklärer………kauen Sie fleissig an der Schlappe !!!
@ Dobra
Es gibt nur einen Gott und der ist treu………treu denen, die seinen Willen tun und sich nicht durch die falschen Propheten gängeln lassen.
@ Glaubender
“Komisch was für eine Gott Sie haben? Jedenfalls nicht der der Bibel, denn der ist der Gott der Christen, Juden und Muslime.”
Habe ich je was anderes behauptet ? Er ist auch der Gott der Stammiten und sonstigen Atheisten. Aber…….was bedeutet das genau ? Dass jeder das ewige Leben erlangen wird ? Oder muss man da eventuell gewisse Voraussetzungen erfüllen ? Wenn Sie hier schon mit dem Gott der Bibel kommen, was ich sehr begrüsse…………WAS steht denn genau in der Bibel ? Dass auch diejenigen das ewige Leben erlangen werden, welche den falschen Propheten nachlaufen oder Gott verleugnen ? Glaubender zu sein, heisst noch lange nichts. Ich kann auch an Hubbard oder an Darwin glauben…………..
@Yoschi
Volksfeinde? Wo? Ach, der Glaubende, der sich entschuldigt, der erschüttert ist vom Resultat, der Mitgefühl mit den Verlierern zeigt, der mit seiner Ja-Stimme versuchte auf eine andere Art religiöse oder politische oder kulturele Toleranz zu leben, als Sie vielleicht es tun? Natürlich, das ist ein Volksfeind! Auch auf den Mond damit.
Brüllende Sieger sind nicht so sehr der Brüller.
@ Glaubender
“@Muslime
Ich entschuldige mich als Schweizer der NEIN gestimmt hat bein Ihnen für das traurige Resultat.”
Nach der vorangegangenen Diskussionen hier im Blog stehen Sie mit Ihrer Entschuldigung total bescheuert da.
Weder Aysha noch Nada würden sich für sowas entschuldigen, wenn sie an Ihrer Stelle stünden.
Nach dem Selbstverständnis der beiden Damen bekunden Sie mit Ihrer Entschuldigung nämlich Ihre Sympathie mit den Initiativebefürwortern.
@Janine
Sie äussern die Vermutung, dass Sie auch an Hubbard glauben können?
Niemals! Sie werden niemals an Hubbard glauben können. Sie sind zwar ein strammer, fundamentalistisch angehauchter Evangelikaler, aber mit dem Comix-Glauben von Hubbi und Konsorten werde Sie nichts anfangen können. Sie brauchen einen autoritären Ein-Mann-Ein Wort-Ein-Schwert-Gott. Eine lieben Gott eben.
Und an Darwin können Sie auch nicht glauben. Aber das ist ein anderes Kapitel
Feiern Sie doch bitte richtig, statt zu bloggen. Ich wünsche Ihnen eine frohe Party!
Aber Olive
Was hat ein Minarettverbot in der Verfassung mit feministischen Gründen zu tun?
Dafür schäme ich mich wirklich, wenn man das nicht auseinanderhalten kann.
Ein Zeichen? Wofür?
@Fritz Christmastree
Niemand steht bescheuert da. Ist einfach eine andere Art damit umzugehen. So schwierig?
@ Dobra
Der Glaubende will den Muslimen sein Bedauern ausdrücken indem er – aus der Sicht unserer Musliminnen- mit den Initiative- Befürwortern sympathisiert.
Wenn das nicht bescheuert ist, was ist es dann.
dobra, sie sehen sich als so eine art rächer der überstimmten. dabei machen sie sich lächerlich. ich wollte sie darauf hinweisen. was sie damit machen ist ihre sache, ich gehe jetzt auch feiern.
@ Der inverse Goliath
Haben Sie jetzt Ihr Gewand gewechselt oder den Nicknamen ? Ist keine Unterstellung eine Frage capito.
Ich staune, wie gut Sie über mich Bescheid wissen, welche Romane ich lese, so leicht lasse ich mich nicht ins Boxhorn jagen. Ich wische hinter meiner eigenen Türe, vor meiner Türe wischt die Hauswartin. Es ist mir heute Piep egal was Andere über mich
denken. Haben Sie Probleme mit mir ? Das ist Ihr Bier, das übernehme ich nicht. Vielleicht verzapfen Sie auch Stuss, ich bin es gewohnt, dass ich ab und zu auf die Schippe genommen werde, wir Menschen sind Gewohnheitstiere, einfach zur Information, ich heisse nicht Winkelried, ich warne Sie vor, mein nächster Nickname ist VENUS. Schliessen Sie zu Ihrer Sicherheit schon jetzt die Türe ab , oder eine Alternativlösung, holen Sie anstatt Wein im Keller mal die Leichen raus.
Die Gedanken sind frei, kein Mensch kann sie wissen, keiner Jäger erschiessen, es bleibet dabei, die Gedanken sind frei : – )
… und ich brauch’ jetzt dann auch einen Schnaps!
@Yoschi
Dann feiern sie mal schön.
@Fritz Christmastree
Eine andere Haltung ist das und durchaus mit etwas guten Willen eine Nachvollziehbare. Auch wenn Sie diese Haltung nicht teilen: Bescheuert ist sowas nicht.
Hach was müh ich mich da ab. Sie wissen was ich meine.
@Heidelbär
Sie bringen es auf den Punkt, danke. Dranbleiben!
Gruss
@ Dobra
Sie sind ein hoffnungsloser Idealist.
Es würde mich nicht wundern, wenn Sie aufgrund dieser Haltung immer wieder herbe Enttäuschungen einstecken im RL.
Vielleicht lesen Sei einfach ausnahmsweise mal das, was geschrieben wurde, und nicht das, was geschrieben hätte werden sollen.
Vielleicht versuchen Sie einfach mal zu verstehen, was jemand tatsächlich schreibt.
@ Zur Feier des Tages
http://www.youtube.com/watch?v=2s13X66BFd8
An alle, die’s wirklich interessiert, was gestern bis spät in die Nacht hinein hier abgelaufen ist.
Es wird wohl ein etwas längerer Beitrag. Aus diesem Grund werde ich auch nicht alle Beiträge nochmals wiedergeben.
Es fing damit an, dass Aysha Rabbi Jussuf zu erklären versuchte, was sie unter „distanzieren“ verstehe. Sie schrieb, dass sie sich generell nicht distanziere, und wenn ich das richtig verstehe, begründet sie diese Haltung damit, dass sie meint, darunter verstehe sie meistens ein Nicht so sein wie der Andere, von dem man sich distanziert, ein besser Sein als der Andere, von dem man sich distanziert, eine verneinende Haltung „ich würde so etwas nicht machen“, ein Sauber Sein gegenüber dem Anderen, von dem man sich distanziert.
Distanzierung bedeutet umgangssprachlich, den sozialen Abstand oder die soziale Distanz gegenüber einer anderen Person oder einer Tat oder einer Äusserung ausdrücklich zu vergrössern, indem man sie festlegt.
Damit wird gesagt, dass der sich derart Distanzierende ausdrücklich nicht mit der Haltung einer anderen Person übereinstimmt, sondern sich davon abhebt, oder dass er ausdrücklich die von anderen begangene Tat ablehnt, oder dass er klarstellt, dass er mit Aussagen anderer nicht einverstanden ist.
Dabei ist der im weitesten Sinne soziale Abstand nicht notwendig ein hierarchischer, sondern kann ebensogut auf derselben sozialen Ebene stattfinden, zB „ich distanziere mich ausdrücklich vom Gebaren einiger Parteimitglieder, die der Auffassung sind, dass…“. Distanzierung bedeutet nicht unbedingt ein Herabsehen oder ein Abgehobensein gegenüber anderen, Distanzierung meint zunächst nur, nicht dieselbe Haltung einzunehmen, nicht derselben Meinung zu sein, oder generell, nicht einverstanden zu sein. Wer diese Ausdrucksweise des „sich distanzierens“ gebraucht, will damit zum Ausdruck bringen, dass er dem Anderen gegenüber, von dem er sich distanziert, sein Einverständnis verweigert.
Und wie hier auch schon richtig eingewendet wurde, kann sich jemand von sich selber distanzieren, indem etwa gesagt wird: „Er distanzierte sich von seiner früheren Sympathie, die er gegenüber XY empfand, und gestand, dass er sich in ihm geirrt habe.“
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Distanzierung zunächst nur einen Unterschied festhält, welcher nicht unbedingt wertend sein muss: ich sehe es so, der andere sieht es anders, und nicht, ich sehe es besser, der andere sieht es schlechter, ich bin der bessere, der andere ist der schlechte, ich bin sauber, der andere wühlt im Dreck. Gleichwohl kann diese Ausdrucksweise eine Wertung vornehmen: „Ich distanziere mich ganz entschieden von diesen wüsten Beleidigungen des Herrn Z.“
Nun, Aysha meint dann, dass sie diesen Ausdruck deshalb nicht verwendet; deshalb wohl, weil sie der Auffassung ist, dass mit dieser Ausdrucksweise immer eine Wertung verbunden sei und erläutert dies wie folgt:
„deshalb distanziere ich mich nicht von den untaten neiner mitglaubensbrüder und schwestern. ich bin nicht besser und kann nicht mit sicherheit sagen, dass ich in deren lage anders täte. ich weiss es schlichweg nicht!“
Offensichtlich verwendet sie diese Ausdrucksweise doch, aber nur, indem sie verneint, sich zu distanzieren. Und wovon distanziert sie sich nicht? – Sie schreibt: „Ich distanziere mich nicht von den Untaten…“, und begründet dies damit, dass sie selbst nicht besser sei und mit Sicherheit sagen könne, ob sie in deren Lage anderes täte, das heisst zunächst einmal, dass sie sich nicht von ihren Glaubensbrüdern und –schwestern unterscheide, die sich in einer Notlage befinden, und dann aber auch, dass sie durchaus Verständnis für die Taten habe, die ihre Brüder und Schwestern begingen und begehen, da sie selbst sich von ihnen als Glaubensschwester nicht unterschiede und in einer ähnlichen Situation dasselbe tun würde.
Das hiesse dann aber, dass Aysha aus der integralen Zusammengehörigkeit, die sich aufgrund ihrer Religion ergibt, nicht nur ihr Einverständnis für die Taten ihrer Brüder und Schwestern gibt, sondern sich selbst mit ihnen und ihren Taten identifiziert.
Ganz abgesehen davon, dass sie sich damit markant von uns, die wir nicht zu jenen Geschwistern gehören, distanziert, geht sie soweit, dass sie sich auch von den Untaten ihrer Glaubensgeschwister nicht distanziert, ja selbst nicht zurückschreckt, sich mit den Untaten ihrer Geschwister zu identifizieren. Und das ist und war mein Kritikpunkt, darauf wollte ich sie hinweisen.
Auf diesen Beitrag von Aysha an Rabbi Jussuf, in dem auch von anderem geschrieben wurde, auf das ich hier aber nicht weiter eingehe, schrieb ich einen Beitrag, der gewiss angreifend und provokativ, erna meinte, er sei polemisch, die von Aysha vertretene Haltung in Frage stellte:
„Felix: 28.11.2009 um 13:31
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,292415,00.html
Auch dazu meint Aysha:
“deshalb distanziere ich mich nicht von den untaten neiner mitglaubensbrüder und schwestern. ich bin nicht besser und kann nicht mit sicherheit sagen, dass ich in deren lage anders täte. ich weiss es schlichweg nicht!”“
Natürlich hätte ich auch anders vorgehen können, aber, offen gesagt, war ich derart geschockt, dass mir spontan eine Sequenz aus einem Film in den Sinn kam, in dem ein kaum fünfjähriges Kind umgürtet von einer Vielzahl von Handgranaten in einem Haus irgendwo in Afganistan auf amerikanische Soldaten zuging. Ich musste nicht lange suchen, bis ich auf einen Bericht im internet stiess, der sich mit dieser neuen „Waffe“ befasste. Zudem erinnerte ich mich an eine ganz ähnlich verlaufende Diskussion mit Aysha von vor etwa zwei Jahren, in der sie dieselbe Haltung einnahm. Damals verlief sich das Problem irgendwo. Diesmal wollte ich es wissen.
Aysha meinte dann, das sei bösartig, was ich mache, weil sie selbst Kinder habe, dabei ging es mir darum, sie auf die Konsequenzen aufmerksam zu machen, die eine solche Distanzlosigkeit und Identifizierung mit sich bringe, in der Hoffnung, das sie begreife, was sie geschrieben hat. Doch mit einiger Beharrlichkeit verteidigte sie ihren Standpunkt, fügte aber hinzu, dass „ distanzieren ja nicht befürworten oder unterstützen hiesse“.
Aber wie ich weiter oben zu erklären versuchte, dass Distanzierung immer einhergeht mit der Feststellung, mit einer Haltung, einer Tat, einer Aussage nicht einverstanden zu sein, so bedeutet wohl, sich nicht von etwas distanzieren, soviel wie, einverstanden sein mit einer Haltung, einer Tat, einer Aussage. Aber was anderes heisst denn „befürworten“, wenn nicht „einverstanden sein“. Aber was heisst es denn, wenn ich mich ausdrücklich nicht von einer Tat oder Aussage oder Person distanziere, doch wohl, dass ich jene Tat, jene Aussage, jene Person unterstütze. –
Aber dann kommt Aysha auf einen Punkt zu sprechen, der doch deutlich wie nie zuvor, darauf aufmerksam macht, worum es ihr eigentlich geht. Sie schreibt:
„ich distanziere mich nicht, nein! es trifft mich in meinem kern. ich leide und weiss nicht was ich dagegen unternehmen kann. ich frage mich, was ist alles passiert, dass menschen sogar kinder benutzen? was ist dort los, dass kinder nicht nach spielsachen, velos, markenjeans, töffli, mp3, nintendo s rufen? warum ?
warum distanzierst du dich nicht von leuten, die eine ganze bevölkerungsgruppe so weit bringen, dass sie ihre kinder opfern?
oder sind das keine menschen, diese palästinenser?
nein, felix! ich distanziere mich nicht! ich leide. ich mache mir sorgen. ich bin hilflos. mitten drinn. ich wünschte, ich könnte distanz schaffen.“
Damit wird wohl jedem und jeder klar, dass Aysha nun auf das hinweist, wovon sie sich nicht und offenbar nie distanzieren kann, ihren Glaubensgeschwistern. „Es trifft mich in meinem Kern. Ich leide… Ich frage mich, was ist alles passiert, dass Menschen sogar Kinder benutzen?“ Zwar spricht sie nun nicht mehr von ihren Glaubensgeschwistern, mit denen sie sich identifiziert, – und deshalb leidet, sondern von Menschen, doch um das klar zu stellen, welche Menschen sie meint, frägt sie zurück, weshalb ich mich nicht von Leuten, die eine ganze Bevölkerungsgruppe so weit bringen, ihre Kinder zu opfern, distanziere oder ob denn diese Palästinenser keine Menschen seien.
Damit erweitert sie jene oben beschriebene integrale Zusammengehörigkeit der Gläubigen und überträgt sie auf die ganze Menschheit, um dann doch wieder zurückzukehren, zu den Palästinensern, ihren Glaubensgeschwistern, die sie so ganz nebenbei „Leuten“ gegenüberstellt, die die eigentliche Verantwortung für die „Untaten ihrer Glaubensbrüder und -geschwister“ tragen.
Zur Erinnerung: Es ging mir von Anfang an darum, Aysha auf ihre Distanzlosigkeit gegenüber jenen Untaten hinzuweisen. Ich habe nun zu verdeutlichen versucht, dass es ein ganz entscheidender Unterschied ist, ob es um eine Identifikation mit den Mitgliedern einer Glaubensgemeinschaft geht, oder ob es um eine Identifikation mit den Taten bzw Untaten geht, die von jenen begangen wurden.
Aysha kommt also auf dieses Problem zurück und schiebt die Verantwortung für die Untaten irgendwelchen „Leuten“ (sicherlich ist es so, dass diese „Leute“ auch verantwortlich sind, für die gegenwärtige Situation in Palästina) zu, um, und das ist jetzt meine Vermutung, jene integrale Zusammengehörigkeit nicht zu verletzen oder zu schädigen. Dabei wäre es ein leichtes, zu sagen, ich distanziere mich nicht von meinen Glaubensgeschwistern, aber ich distanziere mich von jenen Untaten. Nein, ihre integrale Identifikation zwingt sie nun dazu, anderen „Leuten“ die schlechten Taten zu überantworten. Somit ist das Problem offenbar für Aysha gelöst, denn nun kann sie sich von den Untaten distanzieren ohne sich von ihren Glaubensgeschwistern abzuheben.
Die Fragen, die sie an mich stellt, gleichen Antworten. Als ob ich mich mit jenen „Leuten“ identifizierte, mich nicht von ihnen distanzierte, ja sogar soweit ginge, zu behaupten, Palästinenser seien keine Menschen.
Ganz abgesehen davon, dass sie mir damit etwas unterstellt, was ich nie sagen oder schreiben oder denken würde, – und hier auch nicht zur Debatte stand, wirft sie mich in jenes Lager, zu jenen „Leuten“, die die eigentliche Schuld tragen.
Auch dies geschieht ohne dass es ihr bewusst war, was sie damit eigentlich sagte. Nochmals, ihre Fragen an mich machen nur Sinn, wenn sie damit ihre integrale Identifikation unbeschadet retten kann.
Und wie zur Bestätigung sagt sie am Ende: „Ich leide. …. Mitten drinn. Ich wünschte, ich könnte Distanz schaffen.“
Damit wird deutlich, dass selbst ihr individuelles Wünschen oder ihr Wollen einer Distanzierung an einer unüberwindlich scheinenden Mauer der Verbundenheit mit ihren Glaubensgeschwistern zerschellt.
Hätte ich dies alles vor der Eskalation überlegt, wäre es nicht soweit gekommen. Ich schrieb nocheinmal, worum es mir ging. Und in diesem Beitrag fiel der von Dobra so vehement kritisierte Satz: „So in etwa Ayshas selbstloses Märtyrerherz, dass sich in vollständiger, ja beinahe schon krankhafter Distanzlosigkeit mit den Tätern solidarisiert!“
Sicherlich ein etwas pathetischer Satz, aber er trifft meiner Ansicht nach genau das Problem.
Daraufhin schreibt mir Aysha, sie habe meine Fragen an sie beantwortet und fragt mich herausfordernd: „ und felix? warum distanzierst du dich nicht? antworte mir! jetzt.“
Was ich dann auch tat:
„Ich distanziere mich recht deutlich von solchen Aussagen, die du machst. Ich werde nie jemanden töten, egal in welcher Situation ich mich befinde. Das nimm nach Hause und denk mal drüber nach. Im übrigen mache ich einen Unterschied zwischen dir als Menschen und deinen Aussagen. Du wärst genauso wenig in der Lage. Das nehme ich dir einfach nicht ab, dass du es nicht wüsstest.“
Dabei hatte ich das für mich Fragwürdige im Auge, die Distanzlosigkeit gegenüber jenen Untaten, und nicht jene Distanzlosigkeit gegenüber ihren Glaubensgeschwistern. Nocheinmal wies ich sie darauf hin, dass sie mit ihrem Beitrag an Rabbi Jussuf ihr Einverständnis gab, solche Untaten zu begehen, und dass ich mich von solchen Aussagen distanziere. Stattdessen fragte sie mich etwas, was sie mir zuvor unterstellte. Was sollte ich da noch antworten? – Darum ging es ja nicht, es ging um den Frevel des Suizids und des Mordes an Unschuldigen, Unbeteiligten, ja selbst an Kindern.
Daraufhin bekam ich von Aysha eine Kaskade von Vorwürfen an den Kopf geworfen, die ich hier nicht zu zitieren brauche. Wer das nachlesen will, mag das tun. Ich kann diesen Wutausbruch nicht anders interpretieren, als dass die von mir scheinbar verursachte Verletzung ihrer integralen Identifikation dazu geführt hat. Von daher konnte ich nur hinzufügen: „Engagement kann irgendwann zu emotionalem Kolaps führen und Distanzlosigkeit beeinträchtigt das Urteilsvermögen nachhaltig.“ Darüber hinaus machte ich deutlich, dass ich mich von jenem Konflikt distanziere, dass ich mich weder der einen noch der anderen Seite anbiedern wolle, und dass es nichts bringe, wenn sie mich zu den „Leuten“ zähle, die ihrer Meinung nach wirklich dafür verantwortlich sind – und auf der anderen Seite der Mauer lebten.
Als ich diesen Wutausbruch von Aysha nochmals durchlas, stach mir eine Bemerkung ins Auge, die ich nicht stehen lassen konnte, sie schrieb: „wer bist du schon! elender mensch du.“ Nun ja, das hat mich einfach gekränkt. Ich bin nicht stolz darauf, was ich darauf schrieb, aber den abgründigen Hass, der mir entgegenschlug, bleibt unvergessen.
Jedenfalls stehen die beiden nachfolgenden Beiträge von Aysha an mich in der Linie, wie ich vermutet habe und wie ich es nun versucht habe zu verdeutlichen. In dem einen Beitrag weist sie auf ihr „Volk“ hin, im anderen auf „Gott“. Damit wird nochmals auf die integrale Identifikation hingewiesen und hartnäckig behauptet, ich hätte diese verletzt. Das habe ich nicht getan und war auch ganz und gar nicht meine Absicht, dies so erscheinen zu lassen. Was ich kritisiert habe, war die Distanzlosigkeit und Identifikation mit den „Untaten“.
Unter welchen Umständen auch immer, ich distanziere mich entschieden gegen jede Art von Suizidterrorismus.
@ heidi reiff: (29.11.2009 um 15:23)
“Haben Sie jetzt Ihr Gewand gewechselt oder den Nicknamen ?”
Ich verstehe die Frage nicht, Heidi Reiff, können Sie noch etwas präzisieren?
Ich schrieb Ihnen zu, dass Sie hier Stuss erzählen, aufgrund Ihrer wiederholten plakativen Äusserungen zu “Turbanheinis und Ölscheiche”. Was Sie darüber immer wieder äussern, ist nichts als Stuss. Stuss deshalb, weil Sie keine Ahnung haben vom Gebiet, von den dort lebenden Menschen, deren Glaube und Tradition, und einfach nur nachplappern, was Sie am Kiosk an Schlagzeilen aufschnappen und von der Hauswartin hören, wenn die vor Ihrer Tür wischt. Oder eben, wenn Sie Karl May lesen ;o)
Liebe Heidi Reiff, ich habe doch keine Probleme mit Ihnen, woher auch. Auch ich verzapfe immer mal wieder Stuss, dann sagt es mir auch jemand und ich gebe mir Mühe stussfreier daher zu schwätzen. Vielleicht hilft das auch bei Ihnen. Weniger Leichen im Keller ausgraben (Kinder, Bruder und Alice Miller mal dort sein lassen) und dafür mal wieder ein Glas Wein trinken.
Im Übrigen konnte ich herzhaft lachen ob Ihrer Warnung…. ;o) “ich heisse nicht Winkelried, ich warne Sie vor, mein nächster Nickname ist VENUS. Schliessen Sie zu Ihrer Sicherheit schon jetzt die Türe ab , oder eine Alternativlösung, holen Sie anstatt Wein im Keller mal die Leichen raus.”
@Felix
Der erste Teil-deine Überlegungen zur kongenialen Distanziertheit , finde ich sehr gut
Deine letzter Satz hingegen wirkt schon sehr plakativ, so dass ich mich nochmals frage, worum es geht. Wer symphatisiert hier im Blog wohl mit Suizidterrorismus? Aber wohl doch nicht etwa …?Schaffst du da nicht Nähe, wo keine ist? Und was soll daran verwerflich sein, wenn jemand sagt: “In deren Lage hätte ich gleich reagiert?” Wärst du, indoktriniert von der Hitlerjugend ev. kein Nazi geworden? Woher weisst du das mit letzter Sicherheit? Zumindest sind Überlegungen in diese Richtung noch keine beklagenswerte Distanzlosigkeit zu den Greueltaten von Nazis, Islamisten etc.
Meiner Meinung kommt noch etwas anderes hinzu, heute nacht: Es geht um Stolz und Gekränkheit und weniger, nicht nur um Inhalte. Für mich war es ein Bitterkeits-Gau und das bin ich leid. Oder dann war es der Suff.
Danke Schweizer Stimmvolk………ich war schon lange nicht mehr so stolz auf meine Nationalität ! Das Volk hat den manipulierenden Mainstream-Medien und Gruppierungen, welche die eigene Kultur verraten, um handkehrum eine menschen- und frauenverachtende Religion zu verklären, einen Tritt in den Allerwertesten gegeben !! Heute ist ein Festtag !!
@Janine
Gerne geschehen! EIN Schweizerstimmbürger vom stimmberechtigten Schweizervolk bedankt sich bei Ihnen für den Dank.
PS:
Unter Aller-Werteste meinte man ursprünglich Gott. Keine Ahnung wie ein Körperteil vom Menschen diese Zuschreibung bekommen konnte.
Aber macht nichts, der Arsch ist ja auch wichtig.
Bin geneigt “verdammt wichtig” zu sagen. Tue ich aber nicht.
Aus pietätsgründen.