Krise und Klima der Verunsicherung fördern den Aberglauben und sind Wasser auf die Mühlen von Sektierern und Weltverschwörern. Diese nutzen die Gunst der Stunde und rotten sich immer mehr zusammen. Ausserdem wagen sie zunehmend den Schritt an die Öffentlichkeit. Wohin dies führt, habe ich in einem Artikel im Tages-Anzeiger vom 31. Oktober aufgezeigt:
Grosser Empfang für Weltverschwörer und Sektierer in der Olma-Halle: Stargast beim Anti-Zensur-Koalitions-Kongress ist Scientology-Boss Jürg Stettler.
Zum Kongress der Anti-Zensur-Koalition (AZK) von heute Samstag in St. Gallen hat der 53-jährige «Apostel» Ivo Sasek eingeladen. Der ehemalige Zürcher Automechaniker verbreitet mit seiner grossen, international tätigen Sekte Organische Christusgeneration (OCG) seit vielen Jahren Drohbotschaften. Nach biblischer Doktrin propagiert er beispielsweise die Züchtigung der Kinder mit der Rute. «Du errettest sein Leben», behauptet Sasek, «blutige Striemen schützen vor der Hölle.»
Sasek wurmt es seit langem, dass seine Gemeinschaft mit Sitz in Walzenhausen AR in der Öffentlichkeit als Sekte wahrgenommen wird und seine Anliegen in den Medien kaum Gehör finden. Deshalb startete er zusammen mit seiner Frau politische Aktionen und gründete die AZK. Aus dem Sektenumfeld stammt auch die Anti-Genozid-Partei (AGP), die gegen die staatliche Überwachung kämpft. Die AGP hatte Unterschriften für das Referendum gegen die biometrischen Pässe gesammelt. Die Partei ist überzeugt, dass die Bevölkerung bald mit implantierten Chips überwacht wird.
Die Anti-Zensur-Koalition hat sich in kurzer Zeit zu einem Forum für Sektierer entwickelt. Sasek organisiert regelmässig Konferenzen, die Hunderte Besucher anlocken. Die Stossrichtung lässt sich aus den Artikeln der «Anti-Zensur-Zeitung» ablesen. Es geht um die «tödlichen Mobilfunkstrahlungen», die «Nebenwirkungen der Homosexualität» («hohe Suizidrate, Depressionen, Ekel vor sich selber»), den Schwindel über die Klimaerwärmung, die neue Weltordnung und die Unfruchtbarkeit durch Gennahrung. In dieses Themenfeld passen auch antisemitische Töne. Die AZK-Zeitung zitiert einen Artikel der «Basler Nachrichten» vom 13. Juni 1946, wonach sich die Zahl der jüdischen Opfer im Zweiten Weltkrieg lediglich zwischen 1 und 1,5 Millionen bewegt habe. Ausserdem äussert das Blatt die Vermutung, dass die Schweinegrippe mithilfe der Gentechnik hergestellt worden sei und nun als militärische Waffe für biologische Kriegsführung diene.
Aufschlussreich ist auch die aktuelle Referentenliste. In der Olma-Halle wird Scientology-Chef Jürg Stettler erklären, «was Scientology wirklich ist». Weitere Redner werden den «Impf-Terrorismus» anprangern und gegen die Klimalügen wettern.
Warnung vor den Illuminaten
Bei einer früheren Konferenz in Chur propagierte Harald Baumann die «Germanische Neue Medizin» des Scharlatans Geerd Hamer, ein anderer Referent beschwor die drohende Eugenik und die neue Weltordnung, und die Impf-Kritikerin Anita Petek Dimmer vom Verein Aegis warnte vor den Impf-Gefahren. In einem weiteren Vortrag wurde die Gefahr der Illuminati, der geheimen Weltregierung, thematisiert.
Obwohl der Eintritt in die Olma-Halle gratis ist, zieht die AZK die Konferenz professionell auf. Die Referenten werden auf mehrere Leinwände projiziert und ihre Vorträge in verschiedene Sprachen übersetzt. Ein grosser Kamerakran kann Publikum und Vortragende effektvoll ins Bild rücken. Selbst die Verpflegung in den Pausen ist kostenlos. Moderiert werden die Grossveranstaltungen von Sektengründer Sasek persönlich. Ein grosses Orchester sorgt für einen würdigen Rahmen. Die eigens komponierte AZK-Hymne wird von sechs seiner zehn Kinder gesungen, wobei die Töchter in züchtigen langen Röcken auftreten.
Ralph Engel, Abteilungsleiter bei den Olma-Messen St. Gallen, stützt sich auf den Entscheid der Gewerbepolizei ab, die den Kongress bewilligt hat. «Wir halten uns aus der politischen und gesellschaftlichen Diskussion heraus», erklärt er. Er werde aber genau prüfen, ob die Veranstalter sektiererisch auftreten oder gegen Sitten und Gebräuche verstossen werden.




























@ Zweifler: (07.11.2009 um 11:17)
“Würde ein extremer Atheist sein 16 Jähriges Kind mit einem Freund in eine Freikirche gehen lassen?”
Ich würde mit meinem Kind sogar selber hingehen und ihm zeigen, was da gepredigt wird. Danach darf das Kind selber entscheiden, schliesslich ist ab 16 Jahren Religionsfreiheit garantiert.
“Würde er ehrlich diskutieren wenn das Kind plötzlich an Gott glauben würde?”
Ja. Die Gott-Idee ist ja nicht per se zu verwerfen. Einzig die institutionalisierten Auswüchse sind es, die mir zuwider sind. Das Dogmatische, Indoktrinierende, Missionierende.
“Ich denke nein, das Kind würde ganz schön manipuliert, da bin ich sicher. So intolerant wie ich hier die meisten Atheisten erlebe, wird ihren Kindern sicher eingeimpft dass es Gott nicht gibt. Ich denke aber das ist falsch, denn ich bin überzeugt es gibt Gott.”
Die “Manipulation” findet somit auch bei Ihnen statt, denn Sie geben Ihren Kindern weiter, dass es Gott gibt. Damit das nicht passiert, müssten Sie fairerweise an einem Tag die Bibel vorlesen und vom christlichen Gott erzählen und am nächsten Tag Odin, Allah und Vishnu zur Sprache kommen lassen. Tun Sie das? Erzählen Sie ihnen neben all dem göttlichen auch etwas, das mit einem glaubensfreien Leben zu tun hat? Wenn ja, dann danke ich Ihnen und Sie erhalten grosses Wohlwollen von mir. Wenn nicht, wie wollen Sie dann angesichts Ihrer eigenen Einseitigkeit einem Atheisten “Manipulation” vorwerfen?
Und weiter: (07.11.2009 um 11:21)
“Ich kenne ein Ehepaar das sehr inteligent ist und beiden sind in guten Positionen in der Wissenschaft. Sie haben ein tolles Haus, 3 Kinder, ein Hausmädchen und eine Putzfrau. Zeit für die Kinder aber keine! Der älteste Sohn war bereits 2 mal in Untersuchungshaft. Das Mädchen findet es cool mit möglichst vielen zu bumsen… usw. Also dann schon lieber eine strenge evangelikale Erziehung.”
und um 07.11.2009 um 17:25
“Es ist weniger gefählich für ein Kind bei extremen Freikirchlern aufzuwachsen, als wegen Beruf und so alleine gelassen zu werden.”
Das ist das alte Argument, dass Zusammenhänge überall dort sucht, wo man keine offensichtlichen herstellen kann. Wie der Amokläufer, der schiesst, weil er Metal hört und Egoshooter spielt. Kann alles durchaus zusammenhängend sein, man ist dann aber bass erstaunt, wenn es einen Fall gibt, der plötzlich nicht mehr in dieses Schema passt und gar einer aus einer streng evangelikalen Erziehung zum Kriminellen wird! Es tut mir leid, Zweifler, aber es sind dies schwache Argumente, die Sie da für den Glauben und gegen die Glaubensfreien ins Feld führen. Vielleicht finden Sie noch bessere, wieso es sich lohnt, einer streng evangelikalen Glaubensgemeinschaft anzugehören?
@ Janine: (08.11.2009 um 08:45)
“Zum Glück hat Ihre Sekte ein Verfalldatum…”
Wann ist das?
@Pufendorf: 08.11.2009 um 23:31
Meine Aussage: “Jesus blieb zu Lebzeiten unbeachtet”, stelle ich nach wie vor zur Diskussion. Der Erfolg des Christentums beruht m.E. darauf, dass es damals die bessere Alternative war. Paulus und Co. waren hervorragende PR-Agenturen, vor allem in eigener Sache. Sie verstanden Jesus als Kultfigur aufzubauen und mit Geschichten auszuschmücken, die beim damaligen relativ ungebildeten Volk hervorragend ankamen.
Apropos Bildung. Die Links von mawi sprechen klare Worte:
chai.ch/jmg/dokumente/verlag/rundbriefe/0701-philosophie-und-leerer-trug.pdf
chai.ch/jmg/dokumente/verlag/rundbriefe/Vorworte/0702-koenig-der-juden-d-seidenberg.pdf
Z.B :„Diese Überheblichkeit (der Philosophen) kontrastiert scharf zur schlichten Botschaft der Schrift, dass nicht Bildung weise macht, sondern Gottesfurcht.“ (E.B.: Und wenn man vor Angst in die Hose geschissen hat, ist man gebildet).
Wie die Auseinandersetzung zwischen den Philosophen (Wissenschaft) und den Theologen (mit Milliarden von Anhängern, darunter auch massenweise Papierlichristen) ausgehen wird, ist für mich klar. Die Religionen haben den Beweis ihrer Heilsversprechungen bisher nicht erbringen können, im Gegenteil. Die grössten Schandtaten der Menschheit (Kreuzzüge, Weltkriege, Spanien-, Irland-, Basken-, Balkankonflikt) wurden nicht ausschliesslich von ihnen angezettelt, aber sie haben überall kräftig mitgemischt und ihre Pfründe verteidigt.
Der Leistungsausweis der Wissenschaften (auf Basis der Philosophie) ist überall sichtbar, ohne sich auf eine Anhängerschaft von einigen Million berufen zu müssen.
Zurück zu Ihrem Artikel. Einverstanden, Verstand führt nicht zwingend zur Ethik, genausowenig wie die Hypothese eines Schöpfergotts, der die Ethik mit dem Schöpfungsakt mitgeliefert hat. In diesem Fall wäre ethisches Verhalten ein zwingendes Naturgesetz, dass keinen Verstoss erlaubt.
Ethik als verstandesmässige Erkenntnis schliesst ja nicht aus, dass diese auch von Gläubigen vollzogen werden kann. Paulus und Co. haben diesbezüglich gute Arbeit geleistet, verglichen mit dem was der rachsüchtige Jahwe im AT vom tumben Volk gefordert hatte. Mit der Jesusfigur haben sie praktisch einen neuen Gott aufgebaut, ohne den alten zu verbannen. Das ist vielleicht einer der wichtigen Gründe ihres Erfolgs.
Ethik ist auch kein naturwissenschaftliches Thema. Es steht jedoch jedem Naturwissenschafter offen, sich damit auseinanderzusetzen, ohne deswegen an einen Schöpfergott glauben zu müssen.
@Edi Brugger
Zitat aus dem Rundbrief: “Z.B :„Diese Überheblichkeit (der Philosophen) kontrastiert scharf zur schlichten Botschaft der Schrift, dass nicht Bildung weise macht, sondern Gottesfurcht.“ (E.B.: Und wenn man vor Angst in die Hose geschissen hat, ist man gebildet).“
Aufpassen, wenn im AT vom Tor gesprochen wird, dann ist damit einer gemeint der nicht an Gott glaubt. Bildung hat damit gar nichts zu tun.
Weise ist, wer an Gott glaubt, (ob er nun gebildet ist oder nicht). Das ist Logik des AT.
In unserer heutigen Denkweise ist das schwer nachzuvollziehen.
Darum passiert es auch immer wieder, dass (nicht nur) Sekten finden, Bildung sei des Teufels.
Deutlich in diesem Machwerk von chai.ch: Alles was nicht auf jüdischem Mist gewachsen ist, ist gottlos. Darum ist Philosophie schlecht (stammt ja aus dem Griechischen). Die nahe liegende Schlussfolgerung: Philosophie = Bildung, also ist Bildung schlecht.
Die Jungs von der Jüdisch Messianischen Gemeinschaft vergessen dabei, dass ihre eigene Grundlage in GRIECHISCH geschrieben war.
Ist ja schon lustig, wie sie vorgehen. Da ist das Neue Testament, das von Griechisch ins Hebräische übersetzt wird, um es nachher flugs ins Deutsche oder Englische zu übersetzen und dabei noch ein paar hebräische Brocken stehen zu lassen. Das macht den Anschein, als hätten sie eine ursprünglichere Version des NTs und können sich so in der Illusion suhlen, sie seien die einzig legitimen Nachfolger der urchristlichen Gemeinde von Jerusalem.
@Edi Brugger und @ Rabbi Jussuf:
Zu Euren Überlegungen von eben, hier ein paar einschlägige NT-Passagen zwecks vorsätzlicher Infantilisierung der Schafsherden:
„Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen.“ (Mt 6,34)
“In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.” (Mt 11,25)
„Es heisst nämlich in der Schrift: Ich lasse die Weisheit der Weisen vergehen und die Klugheit der Klugen verschwinden. Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortführer in dieser Welt? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt als Torheit entlarvt? Denn da die Welt angesichts der Weisheit Gottes auf dem Weg ihrer Weisheit Gott nicht erkannte, beschloss Gott, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten.“ (1. Kor 1,19-21)
„Das Ende aller Dinge ist nahe. Seid also besonnen und nüchtern und betet!“ (1. Petr 4,7)
“Horatio”
@ pufendorf
Nein, Sie sind nicht mein Grauen. Ich habe mir da was angehört und gedacht, dass das so typisch für musikalische Tendenzen jener Zeit ist. Auch in eine Geschichte verpackt – mit happy end – ist der Verlauf eher tragisch auch im Alltag der damaligen Zeit. So verschnörkelt und verziert in Italienisch vorgetragen gaukelt es einem “Schönheit” (in Erinnerung an die von Ihnen zitierte Arie des schmachtenden cherubino, die Gründe für dessen Verzweiflung sind “tierisch”) vor, dahinter steht Armut und Grauen. Was man sich so an Gesangsvorträgen reinzieht……….na ja. Schliesslich haben sich hierher englisch sprechende des Sanskrit mächtige Würmer hierher veirrt, in einer so “verrückten” Welt ist wohl so manches möglich und wir hören selig lächelnd zu weil wir, ach, weils doch sooo schön und beglückend klingt.
@ deeps
Wirklich wirksame Medikamente gegen Migräne gibt noch nicht sehr lange. Mit alternativer Medizin, das kann ich Ihnen aus langjähriger Erfahrung versichern, ist gar nichts zu machen. Und für die Medikamente die die Physiologie unseres Körpers so wieder ins Lot bringen, dass man einen Anfall coupieren kann, dafür bin ich der Pharmaindustrie von Herzen dankbar. Migräne ist nicht Kopfschmerz, Migräne ist was Schlimmes, Schmerzen solcher Art, als ob jemand mit Eisenhänden den Schädel zusammendrücken würde, stetig, Übelkeit, Erbrechen nicht mehr richtig sehen können Lichtunverträglichkeit, da hockt man am liebsten in ein verdunkeltes möglichst kühles Zimmer – keinesfalls liegt man! – und wartet bis das nach Tagen beginnt abzuklingen oder auf den Tod, weil der Erlösung bringen würde. Das kann sich über mehrere Wochen hinziehen.
Da helfen Hausmittelchen und Alternativmedizin nicht, weil die Ursache der Krankheit damit nicht angegangen werden kann. Ich habs u.A. mit Akupunktur versucht aber auch das war für nichts und wieder nichts. Wenngleich ich olive’s und poi’s Ansicht zu Hausmittelchen unterstütze kann ich Ihnen versichern, Migräne ist ein Leiden, das damit nicht gelindert werden kann.
na bravo…
http://www.jesusrevolution.com/jesusrevolution/?pid=StartJRCity
@Erna
zum thema Migräne kann/ muss ich mich leider aus eigener Erfahrung anschliessen.
@ vietcong
Ja, man spricht von “Revolution” und “radikalen Nachfolgern Jesus’” – die “Kämpfer für Jesus” unterscheiden sich in ihrer Sprache nicht wirklich von denen, die sie zu bekehren versuchen. Mit aller Gewalt sozusagen. Halleluja.
@Der inverse Goliath:
09.11.2009 um 12:19
christlichen Gott erzählen und am nächsten Tag Odin, Allah und Vishnu zur Sprache kommen lassen. Tun Sie das? Erzählen Sie ihnen neben all dem göttlichen auch etwas, das mit einem glaubensfreien Leben zu tun hat? Wenn ja, dann danke ich Ihnen und Sie erhalten grosses Wohlwollen von mir. Wenn nicht, wie wollen Sie dann angesichts Ihrer eigenen Einseitigkeit einem Atheisten “Manipulation” vorwerfen?
Manipuliert habe ich meine Kinder nie, aber sicher beeiflusst, dass kann man nach meiner Meinung auch nicht vermeiden. Als mein Sohn noch klein war nahm ich ihn viel mit zum angeln, heute ist er selber begeisterter Angler. Hätte er aber selber keine Lust am angeln gehabt, hätte ich ihn sicher nicht gezwungen. Genau so ist das mit der Religion, ich wurde in der Freikirche oft ermahnt dass ich meinen Kindern viel zu viel Freiraum lasse, aber ich war selber fast 40 Jahre Agnostiker und hasste es evangelisiert zu werden. Ich habe meinen Kindern nur Fragen beantwortet, aus Prizip, ich hätte nie von mir aus erzält. Heute ist ein Kind behindert, ein Kind glaubt an Gott und ein Kind ist Atheist.
@ Der inverse Goliath
so scheints. diese armen irren…
Fräulein Melanie, leider muss ich Sie enttäuschen.
Über Ihren Satz “vielleicht sind Sie nicht ungebildet genug” habe ich gelacht, aber:
Der Vergleich mit dem Gemälde ist keineswegs als Aufmunterung zu verstehen mein Fräulein!
Oh nein!!
Es geht mir darum, Sie dazu anzuregen, Ihr (milde gesagt, surreales) Verhalten Eric Berne gegenüber kritisch zu reflektieren.
@ Zweifler: (09.11.2009 um 14:09)
“Manipuliert habe ich meine Kinder nie, aber sicher beeinflusst, dass kann man nach meiner Meinung auch nicht vermeiden.”
Dann darf ich hier anfügen, dass auch der geneigte Atheist seine Kinder nicht ‘manipuliert’, sondern allenfalls beeinflusst. Das passiert. Natürlich. Sonst hätten die Eltern ja noch weniger Einfluss, als man ihnen heute noch zugestehen will. Den Rest sehen Sie ganz richtig und wenn es jeder so halten würde, wie Sie, hätten wir sehr viel weniger Toleranz-Probleme.
“Ich habe meinen Kindern nur Fragen beantwortet, aus Prinzip, ich hätte nie von mir aus erzält. “
Ich denke, man darf durchaus erzählen, solange den Kindern die Geschichten nicht mit einem Alleinigkeits-Wahrheitsanspruch erzählt werden. Erzählt man es aber als Geschichte, hat es durchaus viel Schönes, Erheiterndes und Lehrreiches darunter.
Randbemerkung: Dürfte ich Sie bitten, die von Ihnen zitierten Stellen jeweils in Anführungsstrichen zu setzen? Es ist dann einfacher zu sehen, was Ihre Worte sind und was Sie zitieren. Besten Dank!
@ solochrist
Wenns doch so einfach wäre! Ich insistiere doch gegen missbräucliche Vereinfachung und unzulässige Vergleiche. Aber bleiben wir beim Thema Eltern / Kinder. Zum einen haben Eltern auch eine Lebensgeschichte und zum anderen sind sie zwar für ihren Nachwuchs verantwortlich aber nicht im Sinne davon, dass sie für jede Fehlentwicklung desselbigen “schuld” sind. Ich habe hervorgehoben was “der Zweifler” in den Mittelpunkt gesetzt hat. Wer zweimal in Untersuchungshaft war ist nicht 15 und eine junge Frau, die durch Bettgeschichten tingelt kann sich die Pille verschreiben lassen (also über 18!). Sonst wäre sie vermutlich längst schwanger geworden und Mutter uneherlicher Kinder. Wenn “Kinder” im Erwachsenenalter nichts Gescheiteres wissen, muss und kann man nicht die Eltern dafür verantwortlich machen.
@ solochrist
…oder die Religion als Heilsbringer heranziehen. So zu simplifizieren ist gradezu verantwortungslos.
@ solochrist
Mit mir waren Kinder von Gastarbeitern deren Familien in die Schweiz nachgezogen sind in Ausbildung. Die haben aber immer wieder erwähnt, dass ihre Eltern gearbeitet hätten, damit sie’s einmal besser hätten. Auch da war bei weitem nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen, das waren Schlüsselkinder, die sich für die Matur nach der Decke strecken mussten und ganz viel schlucken. Scheint aber, dass die klüger waren als die in “Zweiflers” Beispiel. Die hatten begriffen worums im Leben geht.
@ Michael Bamberger
9.11.2009 13:18
Wissen Sie was Ihr Name bedeutet?
Mi cha El ?
Wer(ist) wie El?
Warum sind Sie so bissig? Fühlen Sie sich angesprochen?
Hallelujah bedeutet übrigens: Ihr sollt Jah loben !
Steht im Imperativ.
erna: “Die hatten begriffen worums im Leben geht.”
Worum geht es denn im Leben?
@ morgenstern
Ich würde meinen, dass alle Menschen gewisse Hindernisse zu bewältigen haben, Frustrationen ertragen müssen und in alldem einen Lebensstil entwickeln können, der ihnen selbst zuträglich ist. Und dafür muss jeder selbst grade stehen- Vermutlich wars so, dass, weil Mami und Papi jener Kinder einer Arbeit nachgingen (Papi auf dem Bau und Mami abends putzen, jedenfalls wars oft so) und weder Zeit noch Energie hatten ihren Kindern bei z.B. den Schulaufgaben zu helfen und die anstatt zu lamentieren und sich in schlechter Gesellschaft zu tummeln, lernten selbständiges Handeln und Verantwortung zu übernehmen. Wenn die also etwas erreicht haben haben sie viel selbst dazu beigetragen. Man erhält wofür man bezahlt, das spiegelt sich in jedes einzelnen Leben.
@ erna
Ja. Sicher.
Ich dachte, Sie wollten da mehr sagen mit “worums im Leben geht”.
@ morgenstern
Was stellen denn Sie sich darunter vor? Das Leben ist im Grunde der Dinge sehr gewöhnlich und basiert auf “essen, schlafen, ein Dach über dem Kopf”. Und wer’s dann unter nicht gerade einfachen Bedingungen beruflich zu was bringt, hat vermutlich auch Selbstachtung und Zielvorstellungen. Das ist ganz schön viel. Und ob Sie’s nun wahrhaben wollen oder nicht, darauf kommts an. Darauf, dass man sozial anerkannt ist, für sich sorgen kann und der schnöde Mammon stimmt. Denn wie sollte man z.B. Beziehungsfähigkeit entwickeln, wenn man keinen Boden unter den Füssen hat und in einer Welt der Illusionen lebt?
@ erna
Sicher. Aber ist das alles?
Es gibt viele, die die Menschheit weiter gebracht haben, aber ausgegrenzt und verarmt waren dabei. (z.B. Autoren und Künstler)
Wenn aber das auch was ist, worum es im Leben geht, dann ist Ihre Definition nicht genügend.
Seis drum. Jedem das seine.
BE:
Danke – Du hast mich beruhigt – eigentlich habe ich Dir dieses ‚hinter-dich-lassen“ als erstaunliche Persoenlichkeit schon zugetraut. Dazu passt eigentlich Søren Kierkegaard hervorragend:
Denn wer mit der Welt streitet, wird groß im Überwinden der Welt, und wer mit sich selbst streitet, wird größer im Überwinden seiner selbst; wer aber mit Gott streitet, wird größer als alle.
Cc Frl. Melanie
Janalaia
Fraeulein Melania
Siehe oben….. Sie sagen: Wollen Sie endlich das Kriegsbeil mit Ihrem Schöpfer begraben….
Ich persoenlich streite gar nicht mit ‚Gott’ – wie kann ich mit jemandem streiten, den es nach meiner Auffassung und meinem Gefuehl her nicht gibt? Da knuepfe ich mir eher Janalaia vor….. macht auch mehr Spass und bringt ebenso wenig!
Und dann noch die Leier mit „….. und müssen dann in der Stunde des Todes erkennen…….,“ Wieviele Male waren Sie bei meinem Tode schon dabei? Oder steht es in meinem Horoskop, das ich ja im Griff habe – wie ich Ihnen schon beweisen konnte!?
FELIX
Ok, wenn es Dir ‚lediglich’ um den Gebrauch dieses ganz bestimmten Ausdrucks ging.
Wie gesagt, selbst haette ich ihn wohl auch nicht gebraucht, aber aus dem begreiflichen Zorn Ziegler’s kann ich den Ausdruck eben nachvollziehen……. Ich wiederhole meine Aussage, dass fuer mich Mord auch bedeuten kann, den schwaechsten Gliedern der Menscheit ihre Lebensgrundlagen zu entziehen….
Auf meine Frage „Ist nicht jede auch mittelbare oder fakultative ‚Toetung’ > Mord?“ hast Du nicht geantwortet?
Du fragst zurecht: Ist es denn nicht so, dass wir uns auch im Gebrauch von Worten “einer gewissen Verantwortung bewusst werden sollten”?
Sicherlich – aber das WORT soll auch Licht in Wahrheiten (?!) bringen, Verschwiegenes aussprechen, Unsichtbares veranschaulichen, Vergangenes vergegenwaertigen, (vermeintlich > religioes begruendetes) Unendliches verendlichen ……u.v.m.!
Danke Euch, Moria und Steinlaus!
Liebe Grüße!!!!
@ morgenstern
Vielleicht reden wir aneinander vorbei. Meine Rede war, dass es Menschen gibt, die aus wenig viel machen und andere, die zwar gute Voraussetzungen haben, verlegen sich vor allem aufs Lamentieren und erklären wer schuld ist, dass…..Anfangen tun wir alle ganz klein und vermutlich ist meist der Weg der kleinen Schritte angesagt. Die Welt erretten, kann man nicht planen:)
Sie haben natürlich recht, genau so ist es. Eben, neben Zielvorstellungen und Visionen benötigt man eine grosse Portion Durchhaltevermögen und die Fähigkeit Frustration auszuhalten. Wer seine Vorstellungen vom Leben teilweise umsetzen kann, seine Interessen (auf z.B. Fachgebieten) “vertiefen” und dabei passabel leben kann, ist doch eigentlich schon in einer ganz komfortablen Situation. Ausgegrenzt werden ist hart, aber wenn der Rest stimmt und man in “seinem Element” ist kann man sich vielleicht damit abfinden.
Wenn jemand verarmt, war er vorher vermögend? hat er seine Situation falsch eingeschätzt, die falschen Entscheidungen getroffen? war er, wie man so sagt, seiner Zeit voraus und mit weniger nicht zufrieden, zog vor in ärmlichen Verhältnissen zu leben als sich dem Durchschnitt anzupassen?
@ BE
Der Dank ist auf meiner Seite, BE! Ebenfalls liebe Grüsse!
@ morgenstern
Und wenn Sie Autoren und Künstler als Kategorie nennen stelle ich noch etwas weiteres in den Raum: Die grossen italienischen Maler z.B. beschäftigten in ihren Ateliers andere Künstler, die Auftragsarbeiten ausführten. Die Signatur auf den Gemälden ist aber in jedem Fall die des einen, der die Aufträge entgegennahm. Wenn man durch Florenz viele Kunstausstelungen pilgert trifft man weiter u.a. auch auf Gemälde von denen keiner weiss, wer sie überhaupt gemalt hat, trotzdem überragen sie so manch anderen Werk und man steht da und kann sich fast nicht mehr lösen. Ist der Urheber deswegen unglücklich, weil wir nicht einmal mehr wissen wer er war? Wohl kaum. Er hatte offenbar ein Auskommen und konnte seine Begabung entwickeln. Möglich er oder sie war glücklich und führte ein ganz gutes Leben.
Wenn aber an der Basis das eine oder andere nicht funktioniert, also wenn jemand Hunger leidet und nur noch vegetiert, auf der Strasse leben muss, ständig Wind und Wetter ausgesetzt und den Verrohungen die man da eben antrifft, der Alltag nur noch Kampf ums minimale Leben ist, wenn man nicht schlafen kann (haben Sie schon mal erlebt, wie sichs anfühlt wenn man zwei Wochen mit einem Minimum an Schlaf auskommen muss? oder wie es sich auswirkt, wenn man zwar todmüde ist aber partout nicht schlafen kann? über längere Zeit), d.h. wenn ganz weit unten an der Basis des Lebens etwas nicht stimmt hat anderes gar keine Möglichkeit zu entstehen. Dann wird man keinen Bedarf haben, Visionen zu entwickeln, dann ist man vermutlich zufrieden, wenn man einen Tag mehr überlebt hat. Ich will nicht dozieren aber vielleicht führen Sie gelegentlich etwas konkreter aus, woran Sie denken, wenn Sie mir obige Frage stellen.
@ erna
Ich nehme an, wir reden aneinander vorbei.
Ich dachte, sie wollen hier was zum Sinn des Lebens aussagen [worums im Leben geht] (oder gibt es für Sie nur sinnvolles Leben, wenn es monetär in geregelten Bahnen verläuft? Ich gehe jetzt mal nicht davon aus. Also reden wir aneinander vorbei).
@ morgenstern
Bitte um Zitate, wo ich solches geschrieben habe, ansonsten erachte ich Ihre neuerliche Reaktion als reine Provokation und schenke Ihren Posting keine Beachtung mehr.
erna: “Bitte um Zitate, wo ich solches geschrieben habe, …”
Ich habe doch Ihren Satz zitiert, zu dem ich eine Frage hatte:
————————————————————————–
Morgenstern:
09.11.2009 um 16:23
erna: “Die hatten begriffen worums im Leben geht.”
Worum geht es denn im Leben?
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Da schrieben Sie doch, dass jemand begriffen habe, worum es im Leben gehen. Daher habe ich angenommen, Sie wüssten, worum es im Leben gehe. Ansonsten könnten Sie entsprechendes Begreifen bei einem anderen ja gar nicht beobachten.
Darum die Frage: Worum geht es denn im Leben?
Aber egal. Ich erwarte da keine Antwort von Ihnen. Zumindest keine Aussagen zu monetären Belangen wie z.B.: “Dann wird man keinen Bedarf haben, Visionen zu entwickeln, dann ist man vermutlich zufrieden, wenn man einen Tag mehr überlebt hat.” Solche Aussagen interessieren mich nicht, weil das für mich keine Antwort ist auf die Frage, worum es im Leben geht. Es gibt nämlich Leben jeglicher Art, viele würden wir als wahre Scheissleben bezeichnen – aber auch in diesen Leben wird es wohl um was gehn. Nur, worum?
Simple Frage eigentlich. Worum geht es denn im Leben?
@Der inverse Goliath
Ich komme leider erst jetzt dazu ihre Frage zu beantworten. In etwa ging es bei diesem Ritual um Wünsche auf einen Zettel zu schreiben und in einen Fluss werfen. Wer an den Gott der Bibel glaubt, kann das nicht tun, denn er ist der einzige lebendige Gott. Nur er kann Gebete beantworten. Wir dürfen keine andere Götter neben ihm haben. Wenn andere aber Freude an solchen Ritualen haben, stört mich das nicht. Ich gebe meinen Kindern den christlichen Glauben weiter, weil ich davon überzeugt bin, dass nur Gott den wahren Frieden und ewiges Leben geben kann. Ich erzähle meinen Kinder nichts von Allah, Vishnu etc., weil ich dazu nicht kompetent genug bin. Ich könnte ihnen höchstens ein Zerrbild vermitteln. Wenn sie sich darüber orientieren möchten, können sie ihre andersgläubigen Freunde fragen. Der Älteste hat auch einen Freund, der nichtgläubig ist. Mittlerweile sind sie gross genug, um sich in Büchern und im Internet Informationen zu besorgen. Ich habe selber auch mal ein Buch über Buddhismus gelesen. Dass sie sich an aufdringlich missionierenden Christen stören, kann ich nachvollziehen. Nur scheinen sich viele Leute nicht nur am Missionieren zu stören, sondern am Christentum/Gott allgemein.
Deeps, Sportsfreund ! Die unsinnige Angelegenheit mit den Kügelchen passt doch hervorragend zu “Handystrahlen”, “Hamer” “Steiner” etc…. Meine drei Unterstellungen (gestelzt ausgedrückt “Hypothesen”) bezüglich Hokuspokus-Heilung führten bei Dir zu Schwindel ? Da juckt mich doch glatt eine vierte Unterstellung in den Fingern…
Be_frei(t)eFrau – Steinlaus
ob ‘sensible’ BloggerInnen schneller begreifen……, da fuer sie alles ausdrucksvoll ist?
ERNA
erholen Sie sich doch lieber bei – http://www.youtube.com/watch?v=kk_sfIkdZAE
Ihre letzteren Postings machen sogar fuer mich Sinn…… doch es gibt immer wieder Sterne die am Untergehen sind!
NADA
Ihre Ausfuehrungen lese ich immer – wie ich auch schon betonte… – sehr gerne.
Darf ich auf Ihr letztes Votum @ d.i.G. zurueckkommen.
Sie sagen “Ich erzähle meinen Kinder nichts von Allah, Vishnu etc., weil ich dazu nicht kompetent genug bin. Ich könnte ihnen höchstens ein Zerrbild vermitteln”
Meine Frage – bekommen wir als Christen nicht auch ein Zerrbild unseres christlichen Gottes mit? Wird und wurde er in der Vergangenheit nicht staendig missbraucht – in der Gesellschaft – in der Politik. Bei letzterer denke ich nur daran, wollte man Ruhe im Land haben, dafuer war der gemeinsame Glaube gerade recht. Wer ihn in Frage stellte, galt als Aufruehrer. Dieser Unterdrueckung hat sich vorallem die Kirche schuldig gemacht.
Selbst ein Theologe des letzten Jahrhunderts nannte Gott als ‘transzendentalen Grund“ – sind dies und viel anderes nicht auch Zerrbilder?
@ Moria, 09.11.2009 um 18:33
‘… wer aber mit Gott streitet, wird größer als alle.’
dä solochrischt
öppär vo öis zwäi isch doch mol agnostich verbländäd gsi…
@ erna, 09.11.2009 um 15:06
schrieb @ solochrist
‘…So zu simplifizieren ist gradezu verantwortungslos.’
und erna, 09.11.2009 um 15:47
‘…Kinder von Gastarbeitern deren Familien in die Schweiz nachgezogen sind…’
klar, da gibt es auch kinder die von ihren eltern verkauft, verlassen, verdingt…
dä solochrischt
wo ebä gern vo sinärä häilä wält red
@ erna, 09.11.2009 um 15:05
schrieb @ solochrist
‘…Wenn “Kinder” im Erwachsenenalter nichts Gescheiteres wissen, muss und kann man nicht die Eltern dafür verantwortlich machen.’
dä solochrischt
wo sich frögät, obs dänn eltärä ohni fehlär git…
@ solochrist
Wo habe ich das behauptet?
@ solochrist
Das waren meine Texte:
erna:
09.11.2009 um 15:06
@ solochrist
…oder die Religion als Heilsbringer heranziehen. So zu simplifizieren ist gradezu verantwortungslos.
erna:
09.11.2009 um 15:47
@ solochrist
Mit mir waren Kinder von Gastarbeitern deren Familien in die Schweiz nachgezogen sind in Ausbildung. Die haben aber immer wieder erwähnt, dass ihre Eltern gearbeitet hätten, damit sie’s einmal besser hätten. Auch da war bei weitem nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen, das waren Schlüsselkinder, die sich für die Matur nach der Decke strecken mussten und ganz viel schlucken. Scheint aber, dass die klüger waren als die in “Zweiflers” Beispiel. Die hatten begriffen worums im Leben geht.
Den längsten mag ich hier nicht nochmal reinkopieren, Sie können ihn schliesslich als Gesamtes nachlesen.
Was ist nur los mit Ihnen?
@ moria
Schön für Sie.
@ Steinlaus, 09.11.2009 um 09:53
schrieb @ solochrist:
‘…Die Frage ist doch, ob wir uns mit der Unvollkommenheit des einzelnen Ortes arrangieren können und ob wir mit Begrenzungen – allen voran unserer eigenen – Frieden schliessen können.’
da höre ich aber mehrere fragen raus?
dä solochrischt
wo nüd möcht stoh bliibä… ämäl solang er do uf derä erdä läbt.
@ erna, 09.11.2009 um 23:48
schrieb @ solochrist
‘Wo habe ich das behauptet?’
und erna, 09.11.2009 um 23:55
@ solochrist
‘…Was ist nur los mit Ihnen?’
erna, nimm den solochristen nicht bit für bit auseinander und lach mal wieder – und sprich ihn bitte nicht mit SIE an!
dä solochrischt
wo doch nieämäräm öppis wür undärstellä ussär vielicht…
@deeps @erna @olive @Melanie
Absurdes zum Thema: Migräne.
Hellinger, ein echt vernebelter Psychoheiler (kein akkreditierter Psychotherapeut oder Psychiater) dessen Konzept immer mal von praktischen Heilern gerne als die einzig wahre und ganzheitliche Methode zum Erkennen von familiären Verstrickungen herbeihalluziniert wird, meinte in einer Fragestunde mal auch schon “Migräne ? ….. ist aufgestaute Liebe ! “. So einfach geht das.
@ swisswulf
Danke für deine Rechereche! (Der Depp passt hin und wieder auch auch nicht schlecht!)
Habe unterdessen auch noch diesen Link gefunden. Ganz interessant, wie es zu diesen Tabus gekommen ist.
de.wikipedia.org/wiki/Nahrungstabu
@ Morgenstern
Es geht doch nicht um böse Christen oder unmoralische Atheisten. Mir ist es egal, was einer glaubt, interessieren tut mich, wie er/sie sich benimmt.
Vielleicht hast du recht, vielleicht saufen die Jungen ja mehr, weil sie nicht gläubig sind. Ich habe lediglich erwähnt, dass es auch früher schon viele “Säufer” gab, als “man” noch glaubte.
Dann meinst du noch: “Der gemeinsame Nenner nennt sich tatsächlich Gott. Es gibt sonst keinen gemeinsamen Nenner. Es bleibt ohne Gott nichts übrig, das TATSÄCHLICH zu tragen vermag.”
Das behauptest du. Ob das stimmt oder nicht, sei jetzt mal dahingestellt. Lehnst du es denn damit nicht schon von vornherein ab, mit Glaubensfreien einen gemeinsamen Nenner zu finden? Hältst du es überhaupt für unmöglich, oder verstehe ich dich falsch? Und muss man es unbedingt Gott nennen?
@ Erna
Das tut mir leid, mit der Migräne. Das tönt ja sehr unangenehm.
Die Migränen, unter denen ich ab und zu leide, verlaufen zum Glück viel harmloser. Lediglich Kopfschmerz, Sehstörungen, manchmal Übelkeit und von daher genügen meine Mittelchen mehr oder weniger. Und sonst würde ich weiter suchen. Wenn man nichts zu verlieren hat, kann man auch mal was Unkonventionelles probieren bzw. tiefer gehen. Das würde ich zumindest tun.
Das ist aber nur meine persönliche Meinung. Ich will Ihnen damit nicht zu nahe treten und wünsche Ihnen, dass die Attacken von selber ausbleiben. Alles Gute in dieser Hinsicht!
@ poi
Da juckt mich doch glatt eine vierte Unterstellung in den Fingern…
Dann schiess mal los, aber langsam, ich habe nämlich gar keine Kügelchen im Hause!
Morgenstern
deeps
Morgenstern meint “Der gemeinsame Nenner nennt sich tatsächlich Gott. Es gibt sonst keinen gemeinsamen Nenner.”
Einspruch Sternlein – ist ein ‘gemeinsamer Nenner’ nicht soviel wie ein minimalster Konsens? Und dieser ist in der Gottesfrage – wir wissen ALLE nicht, ob es ihn > Gott auch wirklich gibt! Das ist unser gemeinsamer Nenner > das Nichtwissen!
unter meinen “Ausgepackten” fand sich auch der H.Göbel…Erfolgreich gegen…
Sorry: Wortwahl. Schwieriger ist das Abpuffern, wenn Mirgäne getriggert auftritt (durch Vermeidungshaltung des gesunden Fußes, aufsteigende Linie…der ganze Skelettapparat ist betroffen..)
ich hatte mir das Buch erst zugelegt, nachdem ich schon durch eigene Anschauung zu den gleichen Ergebnissen gekommen war und erfolgreich nach einem scheußlichen U-Bahn (Lichteinfall, Lärm) -Erlebnis beschlossen hatte: ich will den Scheiß nicht mehr! (durchaus im übertragenen Sinne) Und die Migräne hat sich ziemlich verp—–!
Hatte als Kind die typischen Migränephasen, später wieder im Studium….dann lange gar nicht und zuletzt gut zehn Jahre, ohne dass es in der neuen Form (Aura) die Ärtze (Allgemein, Augen, Neuro, Rheuma…) diagnostiziert hätten (lange Bluthochdruckphasen…schon mehrmals mit Notarzt) Habe folglich nie Medikamente genommen. Dann meinte ein Augenarzt beiläufig beim Hinausgehen in der Tür..ja das ist Auramigräne.
Der nächste Internist wußte auch nichts Besseres als die falsche Komponente zu verordnen. Jetzt kühn geworden (über Serotonin belehrt) und “für den Notfall” habe ich immer meinen Helfer in Reserve…brauche ich aber (fast) gar nicht mehr. (fängt mit max an und ist alt) Bombige Pharmazie! Ich betreibe medizinische Mischkalkulation: gegen erste Halskratzanzeichen dagegen das Zaubermittel Meditons….
und religiös-gesundheitspolitsche…Mischkalkulation: nun zum WInter wieder den Tee der Artus-Mönche.
Moria
weißt du, Moria, in “diese Kiste” lunze ich ja nur noch aus Zeitvertreib hinein…einfach mal graben, was “die” so treiben (in ihren Leitdiskussionen…oh graus!) Freikirche und freikirchlichen Glauben an sich hab ich längst HINTER mir! Was ich schwer hinter mich bekomme ist die Wut aus Verlust-und Schadensgründen (der “Schaden” auf dem ich sitzen geblieben bin) Abgesehen davon erlebe ich nun andererseits eine Relativierung wie Schaden zu interpretieren ist….
so ein Neuanfang hat durchaus reizvolle Aspekte und schöne , kreative, hoffnungsvolle Seiten. …(habe auch lange gerungen, Materielles loszulassen…ist mir nicht gelungen: kam durch die Hintertür wieder rein…auch da: differenziertere Betrachtung üben) Aber es gibt eben Irreversibles. Und manchmal mach sogar ich die Erfahrung: wenn man etwas läßt, kommt es von “selbst”…
Gut getan hat die Feststellung in den Nachrichten, dass die Menschen weltweit sich gegen die kapitalistischen Prinzipien verbüden. (das “sozialistische” Frankreich mit voran an der Spitze) Das ist doch was!
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Für Steinlaus gibt es so eine schöne Geschichte über den Zufluchtsort in das eigene Selbst in der mythologischen Bibel der Frauen. Kennen Sie die?
Deeps, Sportsfreund ! Deine Aufforderung zum laaaangsamen Schuss beinhaltet eine reizvolle Logik. Das könnte für Gaaanzheitlich hinhauen, oder ? Danke für Deine Erlaubnis, dies überhaupt in Betracht ziehen zu dürfen.
Aber jetzt gaaanz ernsthaft: Mach ich natürlich nicht, weil Du mir mit grosser Wahrscheinlichkeit in deiner Leichtfertigkeit ein massiges, durchgekochtes Wiki-Einheitsmenue servieren wirst. Ich steh eben mehr auf frisch Zubereitetes.
@poi:
10.11.2009 um 00:27
Wenn Hellinger nicht derart zum Heulen wäre, könnte man lachen..
“Wenn man nichts zu verlieren hat, kann man auch mal was Unkonventionelles probieren bzw. tiefer gehen. Das würde ich zumindest tun.”
Ich glaube, es gibt keinen Migräniker, der das nicht versucht hat, man greift wirklich nach dem Strohhalm. Die Migräne hat klar auch psychische Komponenten, Stress als Auslöser gehört dazu.
Wenn man Stress minimieren kann, wird es einem besser gehen und bei Frauen hört sie häufig nach der Menopause von selber auf.
Aber ist auch eine messbare ( im Computertomogramm erkennbare) Krankeheit und in der Psyche graben bringt nicht viel, jeder muss herausfinden , was ihm hilft. Selten, aber doch schon erlebt) kann man sie ohne Medi kupieren, ich z.B. mit einem Pfefferminzölroller. Ansonsten sind die Migränespezifischen Mittel ( meins heisst Ind.. Aura-Migräne:-) )ein wirklicher Segen.
@ Goldmund
Ich hatte mein Beispiel aufgeführt, um damit zu sagen, Homöopathie
KANN auch in Notsituationen besser funktionieren als Schulmedizin.
Damit der eine oder andere, dessen heimliches Motto ist:
Lieber mit Schulmedizin sterben
als mit Homöopathie weiterleben
Sich im Notfall vielleicht doch eines anderen besinnt.
Dass ich hingeschrieben habe, ich würde nichts weiteres dazu sagen, hat seine Gründe:
Diskretion.
Sie können es daher in Ihre Kategorie Speck durch den Mund ziehen einordnen.
Spitäler, welche solches offiziell machen, können sie selber mühelos herausfinden.
Bei den andern ist es nicht eine Frage des Spitals, sondern der involvierten Leute.
Da der Turnover in der Regel ein paar wenige Jahre beträgt, bringt es nichts zu wissen, welches Spital.
Dieser Fall wird der Homöopathie eh nicht zum Durchbruch verhelfen.
“Kritische” Geister werden den möglichen Erfolg mit der Bemerkung wegzuwischen wissen:
Irgendwann musste es ja zu einer Sistierung der Blutung kommen.
Zufall, dass es gerade dann war, nachdem die Kügelchen verabreicht worden waren.
Diese Leute werden die Erfogle der Homöopathie immer der zufälligen Koinzidenz zuschreiben.
Migräne ist ein sehr weites und komplexes Feld.
Wahrscheinlich gibt es unterschiedliche Ursachen für Migräne.
Da bei manchen “organische” Missbildungen nicht auszuschliessen sind,
kann bei diesen Formen die Alternativmedizin auch keine “sensationellen” Heilerfolge bewirken.
Die Alternativmedizin kann dort aber bewirken, dass man es lernt zu akzeptieren,
dass man lernt, besser damit umzugehen,
dass man unter den Anfällen nicht mehr so sehr leidet.
Ich jedenfalls würde Erna auf jeden Fall eine homöopathische Behandlung der Konstitution empfehlen.
Probieren geht über studieren.
Und wie Olive richtig schreibt, viele Migränen verschwinden, oder schwächen sich nach der Menopause ab.
Arme Männer !