Krise und Klima der Verunsicherung fördern den Aberglauben und sind Wasser auf die Mühlen von Sektierern und Weltverschwörern. Diese nutzen die Gunst der Stunde und rotten sich immer mehr zusammen. Ausserdem wagen sie zunehmend den Schritt an die Öffentlichkeit. Wohin dies führt, habe ich in einem Artikel im Tages-Anzeiger vom 31. Oktober aufgezeigt:
Grosser Empfang für Weltverschwörer und Sektierer in der Olma-Halle: Stargast beim Anti-Zensur-Koalitions-Kongress ist Scientology-Boss Jürg Stettler.
Zum Kongress der Anti-Zensur-Koalition (AZK) von heute Samstag in St. Gallen hat der 53-jährige «Apostel» Ivo Sasek eingeladen. Der ehemalige Zürcher Automechaniker verbreitet mit seiner grossen, international tätigen Sekte Organische Christusgeneration (OCG) seit vielen Jahren Drohbotschaften. Nach biblischer Doktrin propagiert er beispielsweise die Züchtigung der Kinder mit der Rute. «Du errettest sein Leben», behauptet Sasek, «blutige Striemen schützen vor der Hölle.»
Sasek wurmt es seit langem, dass seine Gemeinschaft mit Sitz in Walzenhausen AR in der Öffentlichkeit als Sekte wahrgenommen wird und seine Anliegen in den Medien kaum Gehör finden. Deshalb startete er zusammen mit seiner Frau politische Aktionen und gründete die AZK. Aus dem Sektenumfeld stammt auch die Anti-Genozid-Partei (AGP), die gegen die staatliche Überwachung kämpft. Die AGP hatte Unterschriften für das Referendum gegen die biometrischen Pässe gesammelt. Die Partei ist überzeugt, dass die Bevölkerung bald mit implantierten Chips überwacht wird.
Die Anti-Zensur-Koalition hat sich in kurzer Zeit zu einem Forum für Sektierer entwickelt. Sasek organisiert regelmässig Konferenzen, die Hunderte Besucher anlocken. Die Stossrichtung lässt sich aus den Artikeln der «Anti-Zensur-Zeitung» ablesen. Es geht um die «tödlichen Mobilfunkstrahlungen», die «Nebenwirkungen der Homosexualität» («hohe Suizidrate, Depressionen, Ekel vor sich selber»), den Schwindel über die Klimaerwärmung, die neue Weltordnung und die Unfruchtbarkeit durch Gennahrung. In dieses Themenfeld passen auch antisemitische Töne. Die AZK-Zeitung zitiert einen Artikel der «Basler Nachrichten» vom 13. Juni 1946, wonach sich die Zahl der jüdischen Opfer im Zweiten Weltkrieg lediglich zwischen 1 und 1,5 Millionen bewegt habe. Ausserdem äussert das Blatt die Vermutung, dass die Schweinegrippe mithilfe der Gentechnik hergestellt worden sei und nun als militärische Waffe für biologische Kriegsführung diene.
Aufschlussreich ist auch die aktuelle Referentenliste. In der Olma-Halle wird Scientology-Chef Jürg Stettler erklären, «was Scientology wirklich ist». Weitere Redner werden den «Impf-Terrorismus» anprangern und gegen die Klimalügen wettern.
Warnung vor den Illuminaten
Bei einer früheren Konferenz in Chur propagierte Harald Baumann die «Germanische Neue Medizin» des Scharlatans Geerd Hamer, ein anderer Referent beschwor die drohende Eugenik und die neue Weltordnung, und die Impf-Kritikerin Anita Petek Dimmer vom Verein Aegis warnte vor den Impf-Gefahren. In einem weiteren Vortrag wurde die Gefahr der Illuminati, der geheimen Weltregierung, thematisiert.
Obwohl der Eintritt in die Olma-Halle gratis ist, zieht die AZK die Konferenz professionell auf. Die Referenten werden auf mehrere Leinwände projiziert und ihre Vorträge in verschiedene Sprachen übersetzt. Ein grosser Kamerakran kann Publikum und Vortragende effektvoll ins Bild rücken. Selbst die Verpflegung in den Pausen ist kostenlos. Moderiert werden die Grossveranstaltungen von Sektengründer Sasek persönlich. Ein grosses Orchester sorgt für einen würdigen Rahmen. Die eigens komponierte AZK-Hymne wird von sechs seiner zehn Kinder gesungen, wobei die Töchter in züchtigen langen Röcken auftreten.
Ralph Engel, Abteilungsleiter bei den Olma-Messen St. Gallen, stützt sich auf den Entscheid der Gewerbepolizei ab, die den Kongress bewilligt hat. «Wir halten uns aus der politischen und gesellschaftlichen Diskussion heraus», erklärt er. Er werde aber genau prüfen, ob die Veranstalter sektiererisch auftreten oder gegen Sitten und Gebräuche verstossen werden.












































Das Schlimme ist, dass Haß weiter gegeben wird. Da bilden Christen keine Ausnahme. Eine Kettenreaktion. Die Brüder haßten Kirchenchristen. Und ich hasse nun Freikirchen zurück.
Es ist schon erstaunlich, wenn da jemand die Kette unterbricht und davon frei ist, zu hassen, obwohl ihm noch dauernd Folgeschäden aus dem Keim erwachsen. Ich jedenfalls hasse Freikirchen! Nein, nicht den Ata…eine virtuelle Nicht-Gestalt. Ich hasse jenes freikirchliche Gedankengut und jene Geisteshaltung, wie sie neulich besonders über die Exclusiven – Liok Bruederbewegung – (und deren Reinheitsverstiegenheiten und Auserwählungstheologien) berichtet wurde. Ich muß schon als Kind eine Abneigung gegen solche Atmosphären entwickelt haben. Eine “Sensibilisierung”. Keine Ahnung, woher das kommt…Und ich ziehe da gleich mit Tante Frieda (Homepage) …vor etlichen Wochen.
Ich kam mit einem “anderen” Glauben und einem Vermögen, diesen zu entwickeln, der sich nicht mit dem ihren deckte. Mein Glaube wurde mir zerstört. Aber ich meine nicht, dass es das ist, weshalb ich “hasse”! Es ist viel mehr! Mehr an Zerstörung als als zerstörter Glaube….
Jener Atalaia sollte doch seine Selbstbestätigung in seiner Gemeinschaft finden? Kommunikation, Und noch viel mehr… Weshalb hat er es nötig, in Regionen einzudringen, wo sich u.a. Menschen austauschen, die nicht mehr (Gründe sind bekannt) eine solche Zugehörigkeit aufbieten? und was berechtigt ihn, in der vorgeführten Weise anderer Leute Erfahrungen zu richten? Es ist eine weitere Variante von Christ und Einzelperson, welcher ich im Richtigen Leben glücklicherweise noch nicht begegnet bin!
@ Edi Brugger
So einigermassen erholt habe ich mich schon, danke der Nachfrage.
Woher Sie wohl diesen Frust haben? Ich kann Ihnen den Glauben an “Gott” nicht vermitteln, das ist eine Sache zwischen Ihnen und Ihm.
@ Edi Brugger
Sorry , habe die falsche Taste gedrück.
Gegenfrage: Wenn ich Ihnen denn ein ‘historisch anerkanntes Dokument ‘ liefern würde, wie stünde es dann um Ihre Einstellung dazu? Wären Sie denn dann bereit, sich in Ihrem ganz innersten Kern davon ansprechen zu lassen?
Folgende Schriften könnten vielleicht etwas Klarheit in Ihre Fragen bringen
chai.ch/jmg/dokumente/verlag/rundbriefe/0701-philosophie-und-leerer-trug.pdf
chai.ch/jmg/dokumente/verlag/rundbriefe/Vorworte/0702-koenig-der-juden-d-seidenberg.pdf
Edi Brugger, ich werde mich von Ihnen in meinem Glauben nicht beirren lassen, dafür habe ich schon zuviel erlebt. Ich würde aber auch nicht unbedingt behaupten, ‘nur’ andere täten für mich denken.
Vielleicht reden andere aber für mich, da ich meine Stärken nicht zwingend über die Tastatur leben kann….
Und noch einmal ganz deutlich, ich identifiziere mich n i c h t mit der Kirche, auch nicht mit der reformierten Landeskirche.
@ Anna
Danke, warum hat’s dann geklappt als ich was an Sie geschickt hatte????
Laila tov!
b
Ich nenne Sie mal so. Atalaia geht es in seinen destruktiven Äusserungen nur darum, das Gesrpäch, das hier im blog stattfindet, kaputtzureden. Das ist SEINE frohe Botschaft.
@ poi
Sorry poi, deinen ersten Satz hatte ich, nachdem ich den Rest deines Textes gelesen hatte, schon wieder vergessen, da mir direkt schwindlig wurde ob sovielen Unterstellungen…
Wie dem auch sei, du hast gefragt: “Der Begriff Ganzheitlich ist mir im Zusammenhang mit Behandlung von Störungen und Krankheiten durch Magiere und praktische Heiler nicht klar. Ein unscharfer Begriff, der sicher in der astrologisch-psychologischen fundierten Heilpraktik viel Cash bringen wird.”
Ich hoffe, du bist mir nicht böse, wenn ich jetzt Wiki zitiere, aber vor allem der erste Abschnitt drückt ganz gut aus, wie ich es sehe und auch handhabe.
Zum Thema ganzheitliche Medizin sagt Wiki u.a. Folgendes:
“Die gesundheitlichen Problembereiche sollen nach Auffassung der holistischen Medizin mit ihren verschiedenen Verknüpfungen erkannt und eine einseitige Betonung einzelner Aspekte soll vermieden werden. Ziel ist die umfassende Berücksichtigung aller Aspekte des Krankseins und der Gesundheit. Der Mensch soll nicht nur ein Objekt ärztlicher Techniken sein, sondern im Sinne des Humanismus als Maß aller Dinge in seiner Ganzheit wahrgenommen und behandelt werden. Dabei werden die Methoden der Schulmedizin, der biologischen Medizin und alternative Heilmethoden mit Methoden der Psychotherapie zu einer einheitlichen Therapie kombiniert.
Im engeren Sinn handelt es sich bei der Ganzheitsmedizin um einen umgangssprachlichen Begriff. Der Zuordnung verschiedener Heilmethoden liegen dann keine wissenschaftlich oder staatlich anerkannten Kriterien zugrunde. Auch die traditionelle chinesische Medizin, die anthroposophische Medizin oder Ayurveda betrachten sich als ganzheitliche Ansätze.
Wissenschaftlich anerkannt sind dagegen die Psychosomatik und die Medizinische Kybernetik als ganzheitliche Ansätze in der Medizin, wobei die Anwendung der Kybernetik oder der Systemtheorie auf medizinische Fragestellungen noch in den Anfängen steckt. Lediglich die Medizinische Universität Wien verfügt über ein eigenständiges Institut für Medizinische Kybernetik.’”
aus: de.wikipedia.org/wiki/Ganzheit#Ganzheitliche_Medizin
Wie du siehst, nichts soll verteufelt oder ausgeschlossen werden. Jedes hat seinen Platz. Man kann die verschiedenen Methoden nämlich wirklich gut kombinieren, denn in allen Bereichen gibt es Lücken, aber auch Alternativen.
Mir persönlich ist es wichtig, mich selbst als Ganzes wahrzunehmen. Wenn ich z.B. Migräne habe, was zum Glück nicht allzu oft vorkommt, dann kann ich mich hinlegen, oder Tabletten schlucken, oder etwas essen, oder massieren, oder es einfach ignorieren. Alle Massnahmen funktionieren, aber nicht immer im selben Masse. Manchmal nützen z.B. Tabletten gar nichts. So ist es also an mir, herauszufinden, was das beste wäre. Es gibt eben nicht immer ein 100%iges Erfolgsrezept.
So, das reicht mir jetzt aber zum Thema. Gehört ja eigentlich auch gar nicht hier rein.
Trotzdem allen Danke, die mitdiskutiert haben.
anders gefragt: warum hassen Christen? Müßten sie laut Verheissung nicht davon befreit sein?
Liebe b@
Weiss Du, was mich erstaunt – wieso haeltst Du Dich weiterhin dermassen auf dem laufenden, was in diesen erbaermlichen freikirchlichen Kreisen noch alles so abgeht? Wie letzthin und u.v.a. von Dir „Ich hasse jenes freikirchliche Gedankengut und jene Geisteshaltung, wie sie neulich besonders über die Exclusiven – Liok Bruederbewegung – (und deren Reinheitsverstiegenheiten und Auserwählungstheologien) berichtet wurde.“
Wenn ich Dich waere, wuerde ich von allen solchen und anderen Mitteilungen fluechten – weit, weit weg in eine ‚normale’, authentische, unverfaelschte, einigermassen (!) ehrlichere Welt – die doch einiges Wunderbares zu bieten hat > haette…..
Streife diese Brueder und Schwestern-Geschichten ab…. kehre ihnen den Ruecken und schaue nach vorn, zu Menschen (auch in der Literatur) an denen man/frau hochschauen kann….
Hass – ist er nicht der Bruder der Angst? Vielleicht auch oft ein angemessenes Gefuehl, dass ‚andere’ oder ‚anderes’ ueberlegen sind?
deeps
Mit Migraene in der Hitze
Sollst nicht auf dem Stuhle sitze(n)
Leg Dich in die Haengematten
Wohlig in der Baeume Schatten!
Deine Schmerzen gehen weg
Alles andre nuetzt ’nen Dreck……..
Bei Deiner vernuenftigen und nachvollziehbaren Aufzaehlung, was Du gegen Migraene tun koenntest …..bitte vergiss mir die Haengematte nicht, die hilft Dir am schattigen Platz zwischen zwei bluehenden Baeumen unter Vogelgezwitscher sicher noch am besten!
FELIX-oh-FELIX
Jetzt mach aber nicht Du auch noch auf ‚schwierig’ – ich bitte Dich.
Eigentlich ging ich davon aus, dass gerade Du verstehen koenntest, was ich meine….
In diesem Blog ist das zerpfluecken von Worten schon in Mode gekommen – was soll das?
Weder halte ich daran fest, jemanden zu zitieren, noch irgendjemanden als ‚Moerder’ – wie Du so unbegreiflich hektisch meinst – zu bezeichnen, es geht doch schlicht darum, dass wir das Elend auf dieser Welt auch beim Namen nennen sollten.
Den unsinnigen Vergleich zu Abreibungsgegnern haette ich zu allerletzt von Dir erwartet…., wirklich Felix.
Es geht mir doch einfach darum, dass wir uns alle – jeder einzelne – einer gewissen Verantwortung bewusst werden sollten. Natuerlich weiss ich, dass wir als Einzelmasken kaum Einfluss auf das Weltgeschehen haben, mindestens aber sollten wir unser Bewusstsein etwas aktivieren.
Oder real, indem wir z.B. auf 10 % unseres Fleischkonsums verzichten, taeten dies alle, muessten nicht mehr taeglich 40.000 Kinder verhungern. Denn damit wir 200 g Steak auf unseren Teller bekommen, muessen 2 kg Getreide verfuettert werden, von denen acht Kinder in der Dritten Welt einen Tag lang satt werden koennten. – Uebrigens bin ich alles andere als eine Vegetarierin!
Es ist lediglich ein Beispiel, dass jeder einzelne einen nuetzlichen Beitrag zur Verringerung des globalen Hungertodes leisten koennte. Es gaebe noch viele weitere kleine Schritte.
Vorallem aber sollten wir endlich nicht mehr den ultraliberalen Politikern unsere Stimme geben, denn – wie ich schon ausfuehrte – eine verfehlte Politik der Weltbank und der Welternaehrungsorganisation FAO sowie eine ungerechte Handelspolitik der Industriestaaten sind vorwiegend fuer diese katastrophale Entwicklung verantwortlich.
Folgende Aussage von Dir verstehe ich ueberhaupt nicht „Ist es nicht entmündigend und gar verachtend, Menschen ihrer Eigenverantwortung zu berauben, indem man ihnen unser Fremdmitleid und Fremdverantwortung unterschiebt?“
Da bin ich ueberzeugt, dass ein hungriger Magen auf Verantwortung oder Mitleid pfeift, ja er wird sie sogar verschmaehen…..
Lieber Felix, und OB meine Meinung zu diesem Elend emotional begruendet ist – und wie! Kann man(n)/frau sich mit sattem Bauch wohlfuehlen, wenn er/sie daran denkt, dass in demselben Moment so und soviele Mitmenschen hungern? Auch Du nicht – das bin ich mir sicher. Und durch ein kuenstliches – meinst Du denn vernuenftiges (?) – Zurueckweisen der Verantwortung gegenueber dem Hungerelend ist dem Hungernden auch nicht geholfen.
……. aber sonst geht es mir gut – nicht schwierig als Priviligierte aus der ersten (!?) Welt!
Moria
das ist nur noch eine Teilpersönlichkeit…eine Rechtfertigung… Tatsache ist ja, dass man niemals mehr ganz davon frei wird…und es am Verhalten liegen könnte, damit umzugehen (was, solange die Anwesenheit hier im Blog besteht, nicht förderlich ist) Es ist nicht mein GANZES Leben! Nein, es gibt darüber hinaus GENUG ANDERES! (es gibt aber diese kleine Flamme, die auflodert, wenn mein Schmerzzentrum berührt ist durch ehemalige Involvierung und Weichenstellung: sprich: wenn irgendein “Schicksalsschlag”, die Lebenswege der Kinder betreffend, darauf zurück zu führen ist) Es hängt immer davon auch ab, in welche Umstände man “nachher” gerät…etliche Jahre war ich nicht derart oder überhaupt nicht damit beschäftigt. Erst seit einiger Zeit wieder..durch Internet, und seit die Kinder woanders leben…
Leute wie Schnädelbach “bschäftigen” sich auch .. noch immer…oder in jemen anderen Lager: beschäftigen sich “mit der anderen Seite” wie jener Thomas Schirrmacher…
es interessiert mich ferner, was aus anderen “geworden” ist! H. Stamm läßt das Thema auch nicht in Ruhe und umgekehrt. Eine Stellungnahme wie von Steinlaus dagegen ist hilfreicher als angenommen…Dass sie selber Offenheit und eine solche Diskussion als “mutig” bezeichnet, zeigt mir den BEDARF!! zeigt mir, wie tabuisiert das Gebiet noch ist.
@ Moria
Ha, ha, Danke fürs Dichten.
Übrigens, besagte Hängematte stammt ursprünglich aus Brasilien und ist das Geschenk eines lieben Freundes. Mit sammt Ständer ist sie mit uns nach Oz gezogen. Ein tolles Ding. Da passt die ganze Familie rein!
Apropos Fleisch essen. Ich wäre echt lieber Vegetarierin, wenn ich es nicht so gerne hätte, das gebratene Huhn oder das Schnitzel. Manchmal schaudert mich etwas in der Metzgerei, beim Anblick von ganzen Körperteilen die da rumliegen und rumhängen. Und dann frage ich mich schon mal, ob es richtig sein kann, Tiere zu züchten um sie zu essen. Ich seh hier ja manchmal auch die Lastwagen vollgestopft mit den Schafen, die sie dann in den Nahen Osten verschiffen. Das erscheint mir irgendwie unmenschlich bzw. “untierlich”.
Weiss eigentlich grad jemand, weshalb die Juden und die Moslems kein Schweinefleisch essen dürfen?
@depps
Das hier habe ich beim Gogglen in einem Forum gefunden:
Koscher bedeutet etwa soviel wie “rein”. Zu den Speisegesetzen gehört auch die Einteilung der Tiere in koscher und trefe (unrein). Koscher beinhaltet aber auch das totale Ausbluten des Tieres bei der Schächtung (Schlachten) und die Schächtung unter Aufsicht eines (Ober-)Rabbiners.
Das Schwein ist trefe, weil es zwar Paarhufer, aber kein Wiederkäuer ist. Nur Säugetiere, die Paarhufer und Wiederkäuer sind, dürfen gegessen werden. Fische müssen Schuppen haben, deswegen ist der Aal nicht koscher.
Außerdem dürfen Milchiges (dazu gehört auch Fisch) und Fleischiges nicht zusammen bei einer Mahlzeit gegessen werden. Denn in der Bibel steht: Du sollst das Böcklein nicht kochen in seiner Mutter Milch.
in diesem Sinne
es ist sicher so, Moria, “niemand kann aus seiner Biografie aussteigen”. (Schnädelbach)
und Symptomatik
Man nähert sich ja auch seiner Erkenntnis an.. so gesehen gibt es in der hermetischen Medizin von RD auch Wisenswertes…er weiß z.B., dass Einzelkinder oft Schuilddrüsenpatiientinnen sind und kinderreich…häufige Konstellation
man kann sich andererseits jederzeit wieder hinein steigern… in das Sektenthema
Verwerflich ist Schadenfreude (nicht nur) in diesem Zusammenhang! Und die gibt es hier reichlich! (insbesondere von Ata… habe soeben das Buch über Mißerfolge von Sobonfu Some ausgepackt…)
Und jemandem, der sechs (und mehr) Lebensjahrzehnte auf dem Buckel hat, muß auch kein Psychologieexamen mehr empfohlen werden!
Trenn -
Kost
par exellence
ansonsten——-> Schrot & Korn
man komme mir jetzt nicht mit …paarhuferfrei = bockfrei
Ziegenbraten! KÖSTLICH!
@Felix: 08.11.2009 um 22:33
Ethik bezieht sich auf Achtung und den respektvollen Umgang mit den Mitmenschen. Eine kleine Lektion könnte dir nicht schaden. Aber man kann auch theoretisieren ohne zu praktizieren.
Du kannst mich nicht provozieren, schon gar nicht mit deinem arroganten Imperativ. Ob ich mich zu einem Thema äussere oder nicht, ist allein meine Entscheidung.
melanie
Gerne würde ich mehr erfahren über welche Aerzte bei einer unstillbaren Blutung im Spital in ihrer Not den Homöopathen zu Hilfe holten. Also bitte liebe melanie: Welches Spital, wo , wann, link…. bin wirklich interessieret.
@deeps
Sollte keineswegs @depps heissen…sorry, ich und meine Tippfehler.
@ Effi
Zu freundlich, vielen lieben Dank für Ihre aufmunternden Worte.
Das von Ihnen erwähnte Bild habe ich glaube ich auch schon mal gesehen, an einem Vortrag.
Aber es ist kein schönes Bild, lediglich die möglichen Assoziationen machen es interessant.
Das Bildsystem ist offen, der Beobachter aus der Ebene des Real Life wird miteinbezogen.
Ein grosses Thema der Romantik wurde somit aufgegriffen und in einen bestimmten Kontext gesetzt.
Einer, wahrscheinlich eine Frau ( wäre ganz wichtig zu wissen ) wird beobachtet, ein anderer beobachtet, wie dieser Beobachter beobachtet und da ist der Bildbetrachter, welcher beobachtet, wie einer einen beobachtet, welcher einen beobachtet, der wahrscheinlich eine Frau beobachtet.
So übertragen könnte man sagen, Eric beobachtet Heidi, ich beobachte Eric und Heidi.
Und auf der Metaebene ist Gott,
Gott, der uns alle beobachtet und therapiert.
Interessant dieses Bild auch im Zusammenhang mit dem Eugen Drewermann Beitrag,
den ich vor einigen Tagen in den Blog gestellt habe.
Vor lauter Beobachten des Lebens kommt man gar nicht mehr zum Leben.
@ poi
Ihr Beitrag kann fliessend aufgenommen werden in diesen Diskurs.
Der Therapeut beobachtet immer nur eine Auschnitt, je grösser sein problemrelevanter Ueberblick,
umso wahrscheinlicher, dass er das eigentliche Problem erkennen kann.
Wer ist nun derjenige der behandelt werden muss.
Frage bei Heidi, Eric und mir,
mögliche Frage, welche im Bild aufgeworfen werden könnte.
Und ganz sicher eine Frage, welche sich jedem seriösen Homöopathen schnell einmal stellt,
bei der von Ihnen erwähnten Konstellation, spätestens dann, wenn eine gut gewählte Medikation beim Kind nicht anschlgt.
Das Problem liegt eher darin, wie sage ich es den Eltern, dass nicht das Kind, sondern sie eine Behandlung benötigen.
Daneben gibt es auch Schulmediziner, welche Abhängigkeiten schaffen.
Ein Bekannter musste alle sechs Wochen zum Hausarzt zwecks Kontrollen.
Ich erwähnte wiederholt, dass ich in diesen Kontrollen keinen Sinn sehe, ohne Effekt.
Nach Aufgabe der Praxis, musste sich mein Bekannter einen neuen Hausarzt suchen.
Nun wird er noch einmal im Jahr kontrolliert.
@ Morius
Ich habe keine Entscheidung zu fällen.
Sie sind es, welche Etwas zu entscheiden hat.
Wollen Sie endlich das Kriegsbeil mit Ihrem Schöpfer begraben
und ein erfülltes Leben in Spiritualität celebrieren,
welches Ihnen auch erlauben wird,
zu verstehen, was Sie bis anhin nicht verzeihen konnten
oder schmollen Sie weiter vor sich hin
in einer Verstandeswelt, welche Ihnen nicht wirklich liegt
und müssen dann in der Stunde des Todes erkennen,
wie dumm bin ich doch gewesen,
dass ich die Chancen,
welche sich mir mit diesem Leben geboten haben,
nicht besser nutzte.
@ Goldmund
Warum sind Sie interessiert?
@ nada
“Danke für ihre Erklärung. Meine Kinder treffen insofern auf ein vielseitiges Umfeld, als dass sie die öffentliche Schulen besuchen, in Vereine gehen und auch Freunde haben, die nicht christlich sind.”
in dem fall spreche ich nicht von ihren kindern. ich sprach von kindern in streng evangelikalem umfeld. solche jesus-camp-kinder. oder solche die im irak missionieren gehen (sind dann allerdings schon etwas ältere kinder). oder eben solche homophoben wie der janine.
@ moria
“Gar eine ererbte (biologische ?) oder kulturelle Praegung davontraegt, indem ihnen staendig und nachhaltig der Glaube an Gott eingeimpft wird. So dass es fuer sie ebenso schwer ist, diesen Glauben an Gott abzuschuetteln, wie fuer Affen…”
stimmt. das ist ein weiterer punkt.
@ anna
“Vergessen Sie nicht, dass die Janine, die Sie sich in Ihrem Kopf zusammenfabulieren, gar nicht gibt. Da ich das mit 100% Sicherheit weiss, fühle ich mich verpflichtet, Sie darauf hinzuweisen”
aha. was wollen sie mir eigentlich genau damit sagen?
@ Morgenstern
“Nun, dann ist das evolutionär-humanistische Umfeld genau so schädlich für den jungen Geist. Dort darf man dann halt NICHT glauben, wenn man dazugehören will.”
sie verwechseln da zwei dinge. sie sprechen von einem ‘evolutionär-humanistischen’ umfeld. ein wortkonstrukt ohne inhalt. ich spreche von einem freien geist. nicht von einem der einfach die religiösen dogmen durch andere ersetzt.
“Was wissen Sie denn vom Umfeld der Janine?”
lassen sie mal. janine und ich, wir haben da eine spezielle ebene. das dürfen sie nicht so ernst nehmen.
@ janine
ich fasse hier nur kurz deinen an mich geschriebenen vortrag zusammen:
“Bevor Sie hier solchen Schwachsinn schwadronieren … Sie sind doch irgendwo bescheuert … da kommen Leute wie Sie und lassen so einen Schrott raus … gleichgeschaltete Roboter, wie Sie und Ihre Kumpane welche sind … drehen Sie nur noch im roten Bereich. Was wirklich unsere Kinder seelisch kaputt macht, ist genau IHR WELTBILD und IHR VERFLUCHTER ZEITGEIST, … Sie sind einfach ein Heuchler … Wenn Sie bei uns auch nur ein Kind finden, welches … sich respektlos gegenüber Erwachsenen benimmt, dann gebe ich einen aus.”
ich denke wenn sie ihren ersten absatz, zusammenfassend noch einmal lesen, dann wissen wir, wer das kind ist, das sich respektlos benimmt. sie schulden mir also ein bier. immerhin lassen sie wieder mal ihre wahren intentionen durchblicken. christliche nächstenliebe spüre ich da keine, tut mir leid. ich spüre bloss evangelikalen hass. nur weiter! lassen sies raus! vielleicht hilfts?
ps: was hast du eigentlich für ein problem mit mir und dobra, dass du uns immer in einem atemzug nennst? hast du das gefühl ich oder er hätten es nötig, dir unter verschiedenen namen zu begegnen?
@ morgenstern
“Nicht ganz. Ich wehre mich nur dagegen, dass hier christlicher Glauben (Glauben generell) als grundsätzlich Schädlich hingestellt wird. Lesen Sie die Anwürfe von Vietcong, uns Sie werden meine Worte besser verstehen.”
sie verstehen mich nicht. ich unterscheide zwischen gemässigten christen und den evangelikal verblendeten. generell finde ich glauben wichtig. ich habe nur meine zweifel an den religionen. ihre aussage deutet darauf hin, das sie überhaupt nicht verstehen um was es mir geht.
@ Steinlaus: “Aufgebaut werden (manchmal mehr, manchmal weniger) hier zum Beispiel:
- der Zugang zu nützlichen, weiterführenden, klärenden Informationen”
Äusserst selten, dass hier was kommt, zudem man sonst keinen Zugang hätte.
Steinlaus: “- wertvolle, inspirierende Diskussionen”
Ab und zu zwischen Glaubenden. I.d.R aber nicht, weil ein Glaubender, wenn er offen ist, sich schnell verschliessen muss.
Steinlaus: “- die Einsicht, dass ohne Kritikfähigkeit / – willigkeit keine Diskussionen geführt werden können und kein friedliches Zusammenleben möglich ist”
Jetzt, da Sie die Einsicht haben, müssten Sie doch auch weg vom Stammblog.
Steinlaus: “- das Bewusstsein für Zusammenhänge, für’s Geschehen”
Was wurden Ihnen hier bewusst, was Sie nicht schon wusten?
Steinlaus: “- vertiefte Klarheit der eigenen Position / Weltanschauung”
Hm, ja, durchaus.
Steinlaus: “- der Wille, die Dinge zu beleuchten, zu hinterfragen”
Hier wird alles zum Nihilismus. Sie wollten doch aufbauen?
Steinlaus: “- zwischenmenschliche Kontakte”
Evtl. der Stammiten unter sich.
Steinlaus: “- Situationen zur Überprüfung der eigenen Weltanschauung”
Prüft man tatsächlich die eigenen Weltanschauungen in diesem Blog? (Oder ist das Christentum nach wie vor der Grund für alles Böse?)
Steinlaus: “- Formen des zwischenmenschlichen Umgangs”
Was ist daran Stammblog-spezifisch?
Steinlaus: “- private Kontakte, Freundschaften, Verbindungen”
Unter Stammiten mag das sein. Aber Sie wiederholen sich.
Steinlaus: “- die Lust an der thematischen Auseinandersetzung”
Nimmt ab, da nie was rauskommt dabei.
Steinlaus: “- Perspektiven, die ein lebbares, konstruktives Miteinander erlauben”
Der Stammblog radikalisiert…
Steinlaus: “- Fragestellungen, die uns dazu auffordern, über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken”
Nein, es ist immer der selbe Blick und die selbe Fragestellung, die einem präsentiert wird.
Steinlaus: “- Flexibilität und Differenzierungsvermögen im Denken, Fühlen, Handeln”
Bei den Stammiten? lol. Hier wird zementiert, nicht differenziert.
Steinlaus: “- Räume verschiedenster Art, in denen wir uns bewegen lernen”
Welche Räume? Bewegen lernen?
Steinlaus: “- Brücken, mit Hilfe derer wir Abgründe überwinden können”
Hier werden Brücken nicht angenommen. Abgründe tun sich auf und werden noch weiter geöffnet.
Steinlaus: “- vertieftes Verständnis für die menschliche Existenz, was natürlich weitere Fragen aufwirft…”
Nein, kein Verständnis. Nur Häme und Belustigung.
Steinlaus: “- Einsicht über die Notwendigkeit, Verantwortung zu übernehmen”
Es wird hier keine Verantwortung übernommen. Hier wird niedergemacht und zertrampelt.
Steinlaus: “- die Fähigkeit zum Denken”
Hatten Sie diese denn nicht schon?
Steinlaus: “Und das ist doch schon unglaublich viel, nicht wahr? Haben Sie mehr erwartet? Was?”
Illusionen, Steinlaus. Illusionen.
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@ deeps: “Ist das nur deine persönliche Meinung oder gibt’s dazu stichhaltige Hinweise?”
Habe ich doch klar geschrieben: “Komasäufer und Grundlosschläger sind meiner Meinung nach schon ein Indikator für einen generellen Sinnverlust.”
deeps: “Denn siehst du, wir sollten doch endlich damit aufhören, uns gegenseitig den “Schwarzen Peter” zuspielen zu wollen.”
Welchen schwarzen Peter? Ich weiss nicht, in welcher Welt Sie leben. Aber die Welt, die ich kenne, ist nicht eine voller römisch katholischer Christlichkeit. Die Welt, die ich kenne, ist eine weitestgehend Sekulare. Ich bin nicht 90 Jahre alt. Nicht mal halb so alt. Die Welt, in der ich aufgewachsen bin, ist weitestgehend gottlos. Ich war selber schon Weekendsäufer, nur grundlos prügeln mochte ich mich nie.
Ich erzähle hier ganz einfach von der Welt, die ich kenne. Ihren Peter können Sie also gerne …
deeps: “Ich glaube nun mal nicht, dass das Grundverhalten eines Menschen unbedingt von der Lebensphilosophie bzw. von Glauben/Nicht-Glauben abhängt.”
Doch, natürlich. Das Weltbild das wir haben ist grundlegend für unser Verhalten.
deeps: “Massgebend ist doch vielmehr, ob sich jemand wohl fühlt in seiner Haut, ob er/sie sich akzeptiert fühlt. Ob jemand angstfrei leben kann, Raum hat sich zu entwickeln, in Freiheit, ohne äusseren Druck.”
Da ist es doch schon, das Weltbild. Sie beschreiben es einfach als ein Äusseres, das auf den Menschen eindringt. Meistens ist dieses “Äussere” aber nur das Innere, das nach aussen projeziert wird.
deeps: “Wir müssen einfach von diesen ewigen Pauschaliesierungen wegkommen.”
Dann tun Sie es. Oder Vietcon (Bamberger, Rabbi usw.) soll es endlich tun. Ich bin es müde, hier immer diesen Schrott zu lesen vonwegen: Nur wegen den bösen Christen. Wie gesagt, in meinem Leben haben “die Christen” herzlich wenig verbrochen. Sie glänzen eigentlich durch Abwesenheit. Darum bekomme ich schon fast Schreikrämpfe, wenn ich hier ewig diesen Contra-Christen-Schrott lesen muss.
Weltfremder geht es schon gar nicht mehr.
deeps: “Wie sonst können wir einen gemeinsamen Nenner finden?”
Der gemeinsame Nenner nennt sich tatsächlich Gott. Es gibt sonst keinen gemeinsamen Nenner. Es bleibt ohne Gott nichts übrig, das TATSÄCHLICH zu tragen vermag. Von mir aus dürfen dabei alle Religionen niedergetrampelt werden, aber die Gottesidee muss trotzdem bestehen bleiben. Religio, ohne geht es nicht. Das wissen insgeheim wohl alle, die hier im Stammblog schreiben. Sonst wäre keiner längere zeit hier.
@ b
“anders gefragt: warum hassen Christen? Müßten sie laut Verheissung nicht davon befreit sein?”
@ b
Ich hege – wie Moria schon angetönt hat – den Verdacht, dass dieser Hass mit einer tiefen Angst zu tun hat.
Fundamentalistisch gläubige Menschen sprechen immer wieder den Teufel an und ich könnte mir gut vorstellen, dass deren Aggressivität, deren verbissener Hass glaubens-freien Menschen gegenüber daher rührt, dass sie diese als “Werkzeuge” des Teufels betrachten. Und den Teufel fürchten sie wie nichts sonst. Selbst dann, wenn sie das Kreuz hochhalten und sich dabei vormachen, gegen ihn gefeit zu sein.
Den Teufel gilt es in ihren Augen mit allen Mitteln zu bekämpfen. In fundamtenalistischen Kreisen (und nur da!) heiligt der Zweck die Mittel – davon weiss auch die Geschichte einiges zu berichten.
“Gebt dem Teufel keinen Raum!” (Epheser 4,22)
Andersdenkende müssen zum Schweigen gebracht werden, werden als Gefahr betrachtet. Es gilt, Autorität über den Teufel zu haben. Andersdenkenden auf Augenhöhe zu begegnen, wird aus dieser abwehrenden Position heraus nahezu verunmöglicht.
“Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr gegen die listigen Anschläge des Teufels bestehen könnt.” (Epheser 6,11)
Für gewisse Christen scheint die Welt – dieser Blog – ein “übernatürliches Schlachtfeld” zu sein. Sie sehen sich als “geistliche Krieger” – ausgerüstet mit dem Schwert Gottes werden Satans Atttacken unermüdlich und heldenhaft abgewehrt.
“Der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe.” (1. Petrus 5;8)
Wird der Teufel als “brüllender Löwe” empfunden, verursacht dies Angst und Schrecken. Folgt daraus Aggressivität, könnte dies als nicht überhörbare Notwehrreaktion bezeichnet werden – die Stimme des Teufels muss übertönt werden. In diesem Sinne betrachte ich diese Aggressivität als Ausdruck einer tiefen Angst, als ein Sich-Aufbäumen vor der Macht des Teufels. Ein mit einer solch tiefen Angst verbundener Glaube kann anstelle von Liebe Hass auslösen.
“Giess deinen Zorn aus über die Heiden, die dich nicht kennen, über jedes Reich, das deinen Namen nicht anruft.” (Ps. 79;6)
Hierbei handelt es sich um ein in konservativ-ridigen Kreisen viel beobachtetes selbstgerrechtes, rachsüchtiges Verhalten. Dazu kommt ein ausgeprägter Hass, inklusive der daraus resultierenden Bestrafungsphantasien.
“Wenn jemand zu euch kommt und nicht diese Lehre mitbringt, dann nehmt ihn nicht in euer Haus auf, sondern verweigert ihm den Gruss. Denn wer ihm den Gruss bietet, macht sich mit schuldig an seinen bösen Tagen.”
Wer will sich schon die Hände schmutzig machen? (Vorsicht Ironie!)
“Wir wissen: wir sind aus Gott, aber die ganze Welt steht unter der Macht des Bösen.” (1 Joh. 5;19)
Wen wundert’s, dass solch – wörtlich genommene – Aussagen zu einer abgründigen (und bei den Betroffenen und deren Umwelt leidverursachenden) Weltfeindlichkeit führen? Satan wird als dunkle Macht empfunden, die in Herz und Sinn aller Menschen schlummert und als Damoklesschwert über allem steht.
“Hebe dich hinweg von mir, Satan!” (Mark. 8,33)
Wird nun ein andersdenkender / glaubens-freier Mensch als vom Satan instrumentalisiert betrachtet, haben dogmatisch Gläubige wohl keine andere Wahl, als sich von diesen zu distanizeren, um selber nicht mit dem diabolischen Virus kontaminiert zu werden, denn dies wäre existenziell bedrohlich.
“Der Satan verkleidet sich als Engel des Lichts. ” (2. Korinther 11;14)
Ein anderer Name des Teufels ist Luzifer, “Lichtbringer” – eine Eigenschaft, die man Satan vor dem Fall zuschreibt.
Ein Licht, das nicht aus derselben Quelle des betreffenden Gläubigen stammt, wird dem Teufel zugeschrieben und demnach als bedrohlich empfunden. Welch unheimliches, unglaubliches Paradoxon!
Dem habe ich nur eines entgegenzusetzen: Das Licht in mir grüsst das Licht in dir.
Und selbstverständlich negiere ich damit nicht das “Böse” an sich, sondern konstatiere, dass dort, wo Lieblosigkeit und Desktruktivität stattfindet, menschliches, verantwortungsvolles Handeln gefordert ist!
Dazu noch eine kleine Geschichte – leider ist mir die Quelle nicht bekannt:
“In der Schule mussten die Schüler eine Arbeit über den Teufel und über Gott schreiben. Ein Junge aus gläubigem Elternhaus schrieb und schrieb über Gott. – Als er auf die Uhr schaute, war die Zeit abgelaufen. Über den Teufel hatte er noch nichts geschrieben. Es blieb Zeit für einen Satz: “Für den Teufel keine Zeit.”"
@ solochrist
“und einiges fehlt doch auch noch, oder etwa nicht?”
Selbstverständlich! Wäre nicht der Anspruch, an einem Ort ALLES zu finden, vermessen? Sind wir nicht frei, unzählige Orte zu besuchen und uns vielschichtig inspirieren zu lassen? Die Frage ist doch, ob wir uns mit der Unvollkommenheit des einzelnen Ortes arrangieren können und ob wir mit Begrenzungen – allen voran unserer eigenen – Frieden schliessen können.
@ morgenstern
“Dann tun Sie es. Oder Vietcon (Bamberger, Rabbi usw.) soll es endlich tun. ”
dann lesen sie endlich, was ich ihnen oben geschrieben habe
vietcong: “ich unterscheide zwischen gemässigten christen und den evangelikal verblendeten. generell finde ich glauben wichtig.”
Kommt aber selten bis gar nie aus Ihren Worten raus.
vietcong: “ich habe nur meine zweifel an den religionen.”
Natürlich. Muss man ja. (Sogar jede “heilige” Schrift weist darauf hin, dass man sich nicht auf Religionen verlassen darf.)
vietcong: “ihre aussage deutet darauf hin, das sie überhaupt nicht verstehen um was es mir geht.”
Ich sehe den irren Rambo, wie er aus vollem Rohr auf alles schiesst, was nach Glauben/Religion/Gott aussieht.
@vietcong
Ich denke das mehr gelesen, als verstanden wird. Und grundsätzlich scheint hier im Blog das Selbe wie für die Bibel zu gelten:
Alles eine Frage der persönlichen Interpretation
Dabei finde ich dass hier so viele Leute sich so eindeutig und klar ausdrücken, wie es keine der heiligen Schriften vermag.
Fräulein Melanie: 09.11.2009 um 09:35
Morgenstern: 09.11.2009 um 09:49
Einseitig und betoniert sind selbstverständlich immer nur die anderen… jeder einzelne sollte sich an der Nase nehmen! Oder, wie es in der Bibel heisst: wer frei von Schuld ist, werfe den ersten Stein. Oder, mir weltanschaulich näher liegend, Bertrand Russell: „Falls Sie nicht reisen können, umgeben Sie sich mit Menschen, welche andere Meinungen vertreten, und lesen sie eine Zeitung einer anderen Partei. Falls die Leute und die Zeitung verrückt, pervers und böse erscheinen, seien Sie sich bewusst, dass Sie jenen ebenso vorkommen. In dieser Einschätzung mögen beide Seiten Recht haben, aber nicht beide Unrecht.“
Alltägliches:
Deutschland – Der Vikar hatte vor Gericht gestanden, die Kirche, seine ehemalige Lebensgefährtin sowie weitere Personen um mehr als 200.000 Euro geschädigt zu haben. Seine frühere Geliebte hatte er mehrfach äußert gewalttätig verprügelt – vorzugsweise mit dem Hosengürtel. Die Frau und deren Tante brachte er dazu, auf zwei Häuser und einige Grundstücke Grundschulden eintragen zu lassen und schädigte sie um mehr als 90.000 Euro sowie weitere Frauen um rund 18.000 Euro. Bei der Erzdiözese Freiburg besorgte sich der stets unter Geldnot leidende Expriester unter dem Vorwand, den schwerkranken Bruder pflegen zu müssen, über Darlehen insgesamt 120.000 Euro. Tatsächlich finanzierte er sich damit einen aufwendigen Lebenswandel mit teuren Möbeln, Luxuskarossen und weiteren Geliebten. (8.11.09)
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2267897_0_3856_-delikater-fall-der-priester-und-das-presserecht.html
@ Streber
Wenn in dieser Einschätzung beide Seiten Recht haben, liegen auch beide falsch.
Ich schrieb ja, dass dieser Blog zur Radikalisierung führt…
@ Swisswulf
… weil es eben nie klar und eindeutig genug ist. (Wer von Christen schreibt, aber nur evangelikal verblendete meint, ist z.B. nicht klar genug. Es ist gar anzunehmen, dass auch “evangelikal verblendet” nicht klar genut ist, weil dieser Teich auch schon sehr gross ist.)
@ Steinlaus
Was bleibt, ist Radikalisierung, weil sich jeder auf die Zehen getreten fühlt.
Und wenn dann noch der Bamberger seinen Spam hier abwirft, ist jedem klar, dass es gegen alle Glaubenden geht.
Alltägliches:
Kanada – Priester vor Verurteilung wegen Sexualmissbrauch: “Catholic priest faces sentencing for sexual abuse” (8.11.09)
http://www.theglobeandmail.com/news/national/catholic-priest-faces-sentencing-for-sexual-abuse/article1356154/
@ Morgenstern
“Jetzt, da Sie die Einsicht haben, müssten Sie doch auch weg vom Stammblog.”
Ich muss nicht weg, Morgenstern, weil das Licht meines Sterns gerne das anderer Sterne grüsst. Ab und zu brauche ich Atempausen und meinen eigenen, geschützten, heiligen Raum, ja.
“Was wurden Ihnen hier bewusst, was Sie nicht schon wussten?”
So vieles, Morgenstern, so unendlich vieles! Z.B. dass ich, um das Wunderbare lebendig in mir zu tragen, mich von ihm atmen zu lassen und darin zu atmen, mich von Dogmen, Bildern und Ideologien jeglicher Art befreien muss.
“Hier wird alles zum Nihilismus. Sie wollten doch aufbauen?”
Nihilismus ist die Verneinung aller positiver Ansätze. Wenn ich schreibe, hier werde unter anderem der Wille, die Dinge zu beleuchten, zu hinterfragen, aufgebaut, verstehe ich dies keinesfalls als Nihilismus. Indem ich, dem Zwiebelschalenprinzip gleich, Haut um Haut beleuchte und das entferne, was mich vom eigentlichen Kern trennt, betrachte ich dies für mich persönlich als konstruktiven Prozess. Mein diesbezügliches Befinden spricht Bände!
“Zwischenmenschliche Kontakte – evtl. der Stammiten unter sich.”
Sie irren!
“Formen des zwischenmenschlichen Umgang – was ist daran Stammblog-spezifisch?”
Nichts Spezifisches – einer von vielen möglichen Orten. Aber es ist für mich ein solcher!
“die Lust an der thematischen Auseinandersetzung – nimmt ab, da nie was rauskommt dabei”
Dies mag sehr wohl individuell wahrgenommen werden. Sie haben mich danach gefragt und ich habe meiner eigenen Erfahrung nach geantwortet. Ich schliesse andere Erfahrungen nicht aus damit!
“private Kontakte, Freundschaften, Verbindungen” – unter Stammiten mag das sein. Aber Sie wiederholen sich.”
Sie haben Recht, ich wiederhole mich. Nichts desto trotz irren Sie!
“Der Stammblog radikalisiert…”
Nein, er polarisiert.
“Fragestellungen, die uns dazu auffordern, über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken – Nein, es ist immer der selbe Blick und die selbe Fragestellung, die einem präsentiert wird.”
*schmunzel* Umso notwendiger erscheint mir gerade aus dem von Ihnen genannten Grund genau diese und keine andere Fragestellung!
“Flexibilität und Differenzierungsvermögen im Denken, Fühlen, Handeln – Bei den Stammiten? lol. Hier wird zementiert, nicht differenziert.”
Aber hallo! Wer zementiert jetzt, anstatt zu differenzieren! Morgenstern, Morgenstern…Noch einmal: Meine Antworten spiegeln mein eigenes, subjektives Empfinden. Selbstverständlich wird hier auch zementiert, natürlich findet sich hier undifferenziertes Verhalten – dies aber auf beiden Seiten. Und daneben findet sich gerade eben das, was ich angesprochen habe. Und das macht Hoffnung, macht reich, inspiriert, macht Beweglich, lüftet den eigenen Geist durch.
“Räume verschiedenster Art, in denen wir uns bewegen lernen – Welche Räume? Bewegen lernen?”
Lichtvolle Räume, die unser eigenes Licht berühren, Räume, in denen wir sehen lernen, z.B. oder düstere Räume, die uns sensibilisieren für unser eigenes niedriges Potenzial, Räume, die es zu öffnen gilt, Räume auch, in denen wir uns orientieren lernen.
“Es wird hier keine Verantwortung übernommen. Hier wird niedergemacht und zertrampelt.”
Tue ich das? Zeigen Sie mir bitte auf, wo und wie. Dieser Vorwurf erstaunt mich jetzt, denn wenn er Hand und Fuss hat, hätte ich erwartet, dass Sie mich an Ort und Stelle damit konfrontiert hätten.
“die Fähigkeit zum Denken” – Hatten Sie diese denn nicht schon?”
Nein, ich hatte sie nicht, ich war bisher zu sehr mit dem Überleben beschäftigt.
“Illusionen, Steinlaus. Illusionen.”
Auch die gibt es. Aber es folgen immer wieder heilsame Desillusionen, die für mich persönlich von grossem Wert sind. Ich habe nie erwartet, dass irgendein Weg, irgendein Prozess, schmerzfrei ablaufen würde.
@ Morgenstern
Korrektur, sorry….Desillusionierungen
@ Morgenstern
“Kommt aber selten bis gar nie aus Ihren Worten raus.”
dann stellen sie vielleicht die falschen fragen. ich bitte sie auch bei mir so grosszügig zu sein und zu unterscheiden, wann ich es ernst meine und wann nicht. ich denke man liest das schon heraus. einem janine trete ich anders entgegen als einem morgenstern.
“Ich sehe den irren Rambo, wie er aus vollem Rohr auf alles schiesst, was nach Glauben/Religion/Gott aussieht.”
dann müssen sie genauer hinsehen.
@ swisswulf
da hast du leider recht. nun… ist mir ja auch schon passiert
@ Morgenstern
Noch etwas, Morgenstern: Anfangs 2008 hatte ich den Eindruck, dass hier kein Platz ist für das Licht.
Sie selber haben mir, als ich in Ihrem Windschatten ausruhen durfte, geantwortet: “Nicht doch.” (Windmühle, 2008-03-03 14:39:10)
Sie hatten Recht!
Mir scheint, als wären Sie jetzt genau an dem Punkt, an dem ich damals war. Ruhen Sie ein wenig aus, Morgenstern, lassen Sie das Sternenlicht auf sich wirken, ohne sich dabei um irgendetwas zu bemühen. Geniessen Sie, auf dass Sie nicht ungeniessbar werden!
Alltägliches:
Katholische Kirche – Die heutige katholische Kirche lehrt ohne Umschweife, dass Dämonen Lebewesen sind und nicht blos symbolische Zeichen. Die katholische Kirhce beschäftigt offizielle Exorzisten, die angeblich Dämonen abwehren. Die Exorzisten lehren, dass Dämonen unablässig die Menschen befallen, dass aber befallene Meschen durch den Exorzismus geheilt und geschützt werden: “The contemporary Roman Catholic Church unequivocally teaches that demons are real personal beings, not just symbolic devices. In fact, the Catholic Church has a cadre of officially sanctioned exorcists who are supposed to ward off the demons. The exorcists of the Catholic Church teach that demons attack humans continually but the afflicted persons can be healed and protected by exorcism.” (9.11.09)
http://www.philstar.com/Article.aspx?articleId=521753&publicationSubCategoryId=111
Edi Brugger
Zuerst behaupten und dann auf den Mann spielen, das sagt doch genug über dein Verhalten aus.
Die Aufforderung war als solche ernst gemeint. Ich wiederhole:
Könntest du bitte ethisch einwandfreies Verhalten rational begründen?
Moria
“Es geht mir doch einfach darum, dass wir uns alle – jeder einzelne – einer gewissen Verantwortung bewusst werden sollten”
Ich bin weitgehend deiner Meinung, das kann ich dir versichern, nur, mir ging es um den Gebrauch dieses ganz bestimmten Ausdrucks.
Ist es denn nicht so, dass wir uns auch im Gebrauch von Worten “einer gewissen Verantwortung bewusst werden sollten”?
@ Steinlaus
Ich “Hier wird niedergemacht und zertrampelt.”
Steinlaus: “Tue ich das?”
Nicht Sie, ich meine den Groove im Blog.
Steinlaus: “…ich war bisher zu sehr mit dem Überleben beschäftigt.”
Zumindest im wirtschaftlichen Sinne kenne ich das.
Steinlaus: “(Windmühle, 2008-03-03 14:39:10) Sie hatten Recht!”
Wow. So lange her, und Sie können das in so kurzer Zeit zitieren. Na, hoffen wir mal.
.
@ all
Weil Spam so schön ist (und ich nach Fakten gefragt wurde):
Siebenjähriger mit zwei Promille in Klinik eingeliefert
Aktualisiert um 09:13 Uhr
Passanten fanden das zitternde und sich übergebende Kind am Sonntagabend auf einem Trottoir im Berliner Stadtteil Spandau.
Ein erst sieben Jahre alter Junge ist in Berlin mit einer lebensgefährlichen Alkoholvergiftung in eine Spital gebracht worden. Bei dem Jungen wurde ein Blutalkoholwert von zwei Promille festgestellt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Das Kind schwebe in Lebensgefahr und werde auf der Intensivstation behandelt.
Gemäss ersten Erkenntnissen der Polizei soll er mit seinem zwei Jahre älteren Bruder alkoholische Getränke auf einem Spielplatz getrunken haben. Diese hatte er dort von anderen Jugendlichen erhalten.
20’000 alkoholbedingte Spitalaufenthalte
Laut Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) landen immer mehr Kinder und Jugendliche nach Alkoholexzessen im Spital. Allein in Hamburg seien im vergangenen Jahr 1765 Minderjährige mit der Diagnose «psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol» hospitalisiert worden. Das waren 174 mehr als im Jahr zuvor.
Hochgerechnet auf ganz Deutschland sind dies nach Angaben der TK fast 20’000 alkoholbedingte Spitalaufenthalte von Minderjährigen pro Jahr. Damit stehe das so genannte Komasaufen mittlerweile auf Platz 15 der häufigsten Ursachen für Klinikaufenthalte bei Kindern und Jugendlichen.
tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Siebenjaehriger-mit-zwei-Promille-in-Klinik-eingeliefert/story/22277129
Steinlaus: “Aber hallo! Wer zementiert jetzt, anstatt zu differenzieren!”
Irgend wann ist man es einfach müde. Zement ist einfacher angerührt.
@ Morgenstern
“Irgend wann ist man es einfach müde.”
Am Tag, an dem die Last auf deinen Schultern unerträglich wird
und du strauchelst, möge die Erde tanzen, dir das Gleichgewicht wiederzugeben.
Und wenn deine Augen hinterm grauen Fenster zu Eis erstarren
und das Gespenst des Verlusts sich in dich einschleicht,
möge ein Schwarm von Farben, Tiefblau, Rot, Grün und Azur, herbeikommen,
dich auf eine Au der Freude aufzuwecken.
Wenn die Leinwand der curach* des Denkens spröde wird
und ein Fleck Ozean schwarz unter dir wächst,
möge ein Pfad gelben Mondlichts sich über die Wellen legen,
dich sicher ans Ufer zu führen.
Möge die Nahrung der Erde dein sein,
möge die Klarheit des Lichts dein sein,
möge die Flüssigkeit des Ozeans dein sein,
möge der Schutz der Ahnen dein sein.
Und möge ein sanfter Wind diese Worte der Liebe um dich schmiegen,
wie einen unsichtbaren Mantel, der dein Leben behüten soll.
John O’Donohue
* Traditionelles irisches Fischerboot, bestehend aus einem mit geteerter Leinwand bespannten leichten Holzrahmen
Heute 09. November 2009 22:50 SF 1:
Der Pfarrer, der Sohn und die Haushälterin – Priesterskandal in Irland
Pfarrer Michael Cleary war der Superstar der katholischen Kirche Irlands. Er sang sich mit zwei Singles in die Topcharts und hatte seine eigene Fernseh- und Radiosendung. Der charismatische Geistliche zog ganz Irland in seinen Bann, auch die junge Filmstudentin Alison Millar, die in den 1990er-Jahren ein Porträt von ihm machen wollte. Als Michael Cleary kurz nach den Dreharbeiten an Krebs starb, eröffnete seine Haushälterin der geschockten Nation jenes Geheimnis, das der Pfarrer mit ins Grab genommen hatte: Er war der Vater ihres Sohnes Ross, der mit ihnen im Pfarrhaus aufgewachsen war. 15 Jahre später kehrt die Filmerin Alison Millar an den Ort des Geschehens zurück und versucht zusammen mit Ross zu verstehen, wer sein Vater wirklich war und warum dieser die ganze Nation zum Narren gehalten hatte.
Wie ganz Irland war auch die junge Filmstudentin Alison Millar fasziniert vom charismatischen und umtriebigen Pfarrer Cleary, der neben seinen Pfarreipflichten in seiner Fernsehshow und in seiner Radiosendung heisse Themen diskutierte und sich auch in die Herzen von Nichtgläubigen sang. Alison wollte unbedingt einen Film über ihn machen und war begeistert, als er endlich zusagte.
Ein Jahr lang filmte sie Michael Cleary und ging im Pfarrhaus ein und aus, wo er mit seiner Haushälterin Phyllis Hamilton und deren Sohn Ross wohnte. Die drei wuchsen ihr ans Herz, und als Pfarrer Cleary kurz nach den Dreharbeiten an Krebs starb, war sie zutiefst betroffen.
Umso entsetzter war sie, als Phyllis Hamilton nach seinem Tod der schockierten Nation eröffnete, der beliebte und kirchentreue Pfarrer sei der Vater ihres Sohns Ross. Plötzlich war das Filmmaterial der jungen Studentin Gold wert. Alle wollten wissen, wer dieser Mann wirklich gewesen war und warum er alle zum Narren halten konnte. Doch Alison versteckte die Filmrollen auf dem Estrich ihrer Eltern.
15 Jahre später, als sich der Staub gesetzt hatte, wollte die Filmerin dem Geheimnis von Pfarrer Cleary auf den Grund gehen und verstehen, warum sie nichts davon mitbekommen hatte. Da Phyllis in der Zwischenzeit gestorben war, nahm sie Kontakt mit deren Sohn Ross auf. Gemeinsam liessen sie die ganze Geschichte nochmals Revue passieren.
Aus der Sicht des Sohns entstand das Porträt eines Mannes, der berühmt sein wollte, die Kirche und seine Berufung liebte, aber zu schwach war, zu seiner Familie zu stehen, die er nicht haben durfte. Doch der Film entlarvt nicht nur die Schattenseiten des Priesters, sondern auch die Scheinheiligkeit der katholischen Kirche, die keine Verantwortung übernehmen wollte und Ross und seiner Mutter jegliche Unterstützung verweigerte. Ross und tausenden anderen verheimlichten Priesterkindern nicht nur in Irland gibt dieser berührende Film ein Gesicht und eine Stimme.
melanie
Mich interessieren medizinische Fälle die sich vom “schulmedizinschen Alltag” abheben und einen “Wunder” Charakter haben. Aus beruflichen Gründen verfolge ich solche Geschichten schon seit jahren und nur wenige davon halten, was die Verpackung versprochen hat. Zuerst wird einem der Speck durch den Mund gezogen und wenn man klare Fakten will, beisst man ins Leere. Deshalb habe ich auf diesreagiert”Ich kenne diesen Homöopathen persönlich.
Werde aber nichts mehr weiter dazu sagen.Ist nur so als kleiner Gedankenimpuls gedacht”
Ich bin sehr offen für Gedankenimpulse möchte mich aber nicht mit Märchen abspeisen lassen.
Es gibt Wunder und für mich wäre es schon ein grosses Wunder wenn ein öffentliches Spital bei einer nichtstillbaren Blutung einen Homöopathen zu Rate zieht.
Also liebe Melanie: Bekomme ich noch was zwischen die Zähne oder nicht d.h. werden sie konkret und liefern Fakten zur ihrer Geschichte.
Mit freundlichen Grüssen
Goldmund
@Goldmund
Wir waren mal bei einem Homöpathen, der arbeitete so mich Magneten auf die Medis gestellt wurden … Bei zwei Personen hat es absolut nichts gebracht. Bei der dritten verschwand aber der Heuschnupfen den diese Person jahrelang hatte. Warum weiss niemand, für mich war das nur Hokuspokus, aber der Heuschnupfen kam tatsächlich nie wieder.
@ Nada: (06.11.2009 um 18:14)
Ich: Diese Angst, ausgelöst durch die christliche Frohe Droh-Botschaft, ist es, die mir Angst macht.
Nada: “Ich würde gerne wissen, ob diese Angst ihre Toleranz gegenüber Christen beeinflusst.”
Das ist zu generell ausgedrückt. Wenn ich mich dadurch gegenüber allen Christen beeinflussen lassen würde, wäre das sehr bedenklich. Keine Angst, da ist bei mir die Toleranz genug hoch angeschrieben. Aber richtig ist es schon, dass auch diese, meine Toleranz, ganz im Sinne von Karl Popper, Grenzen kennt, und ich fühle mich in keiner Weise verpflichtet, die biblische Aufgabe eines Missionars zu tolerieren, der jemandem seine vermeintlich defizitäre Weltanschauung mit der frohen Drohbotschaft austreiben will. Das tue ich dann auch lauthals kund.
Weiter schreiben Sie: “Von der Angst bzw. Überzeugung (Vietcong), dass Christen ihren Kindern psychische Gewalt antun bis zur Entscheidung die Kinder davor zu schützen, indem man sie ihren Eltern wegnimmt, ist es nicht so ein riesiger Schritt. Angst macht mir diese Intoleranz gegenüber Christen zurzeit nicht, weil ich nicht annehme, dass solch totalitären Ideen in Europa auf grosse Akzeptanz stossen. Bedenklich finde ich es trotzdem.”
Nun, das ist ein Zwei-Weg-Argument. Umgekehrt gibt es auch genug fundamentale Christen, die ihre Kinder davor schützen wollen, mit der übrigen Welt in Kontakt zu kommen. Die Intoleranz dieser Christen ist in diesem Falle genauso bedenklich. Aber auch hier gehe ich einig mit Ihnen – wirklich Angst macht es mir nicht. Es ist dies keine Intoleranz, die die Welt momentan (oder auch in Zukunft) massgeblich beeinflusst. Ich werde es einzig in meinem engen persönlichen Umkreis nicht tolerieren und dagegen vorgehen.
Und um 07.11.2009 um 12:31
“In einem einzigen Fall, einem neuheidnischen Ritual im Hort, habe ich mit den Leiterinnen abgemacht, dass meine Kinder nicht daran teilnehmen.”
Darf ich fragen, was das für ein neuheidnisches Ritual ist? Danke.
@ Felix Brunschwiler: (06.11.2009 um 20:29)
An Morgenstern schreibst Du: “Es ist eine Frage wert, ob eine zunehmende Verrohung der Gesellschaft festzustellen ist, und ob diese Verrohung auf die zunehmende Säkularisierung der Gesellschaft zurückzuführen ist. Wenigstens macht es den Eindruck, als ob hier gesellschaftliche Entwicklungen parallel verlaufen….”
Wie beantwortest Du diese für Dich? Fand eine Verrohung der Gesellschaft in den letzten 20, 50 oder 100 Jahren statt? Oder ist es nur die ewige Klage der älteren Generation, dass die jüngere keine Moral und Ethik mehr kennt? Läuft die Bejahung dieses Zusammenhangs zwischen Verrohung und Säkularisierung nicht darauf hinaus, der säkularen Gesellschaft ethischen oder moralischen Werterhalt abzusprechen?