Schweiz


hugostamm am Freitag den 23. Oktober 2009

Wie der Mensch Gott gefunden hat

Es gibt ein paar Konstanten im und Erkenntnisse über das Leben, die für alle Menschen eine zentrale Bedeutung haben: Wir sind auf die Erde geworfen, wir haben das Bewusstsein über unsere Existenz, wir haben die Fähigkeit, die Zeit wahrzunehmen, wir wissen um unseren eigenen Tod. Weiter erkennen wir, dass wir zu den sozialen Wesen gehören, die aufeinander angewiesen sind. Der Einzelne wäre kaum fähig zu überleben. Der Kit von kleinen und grossen Gemeinschaften ist die Liebe.

Diese Parameter gelten vermutlich für alle Gemeinschaften, ethnischen Gruppen und religiösen Bewegungen. Sie ermöglichen erst die kulturelle die Entwicklung in allen Lebensbereichen: Erziehung, Bildung, Wissenschaft, Technik. Alles Dinge, die das Zusammenleben in der Regel fördern und uns das Leben angenehm machen. Ohne Befriedigung dieser Grundbedürfnisse sind psychische Entwicklungen kaum möglich.

Es fällt auf, dass in dieser Aufzählung transzendentale oder religiöse Aspekte fehlen. Sie sind eine Folge der kulturellen Entwicklung. Parallel zu den geistigen Errungenschaften veränderten sich die religiösen Konzepte. Vom einfachen Glauben an die Gestirne entwickelten sich alchimistische und animistische Heilslehren, der Glaube an eine Vielzahl von Göttern und schliesslich die Vorstellung von einem personalen Gott. Es käme heute wohl niemandem mehr in den Sinn, Sonne und Mond als göttliche Wesen anzubeten.

Der Glaube an ein Leben nach dem Tod ist also eine kulturelle Leistung. Dies ist ein Hinweis darauf, dass der Mensch ein höheres Wesen gesucht und Gott gefunden hat. Und es lässt vermuten, dass Gott sich dem Menschen nicht offenbart hat, wie uns dies verschiedene Heilslehren suggerieren. Hätte Gott dies getan, hätten unsere Urahnen wohl kaum Sonne und Mond angebetet.

Ohne Liebe verkümmert der Mensch. Ohne Gott nicht.

1.312 Kommentare zu „Wie der Mensch Gott gefunden hat“

  1. Effi

    Werter Prof. Dr. Dr. h.c. Oberstudienrat Wyss
    Mit Bedauern nehme ich von den Ausflüchten Kenntnis, hinter denen sich das gnädige Fräulein Melanie versteckt.
    Um die Gefühle des Fräuleins nicht unnötig zu verletzen, möchten Sie ihr bitte ausrichten, dass ich von ihrer grossen Anteilnahme am Schicksal von Eric, namentlich von ihrem aufopfernden, selbstlosen Verzicht auf die Teilnahme am Blog tief gerührt sei.
    Da ich meine Bedienstete nicht unnötig in Anspruch nehmen möchte, habe ich Ihnen diese Zeilen eigenhändig geschrieben. Bilden Sie sich also nichts darauf ein und kommen Sie nicht auf falsche Ideen.
    Einen schönen Abend auch Ihnen und grüssen Sie mir das gnädige Fräulein recht herzlich.

  2. Prof. Dr. Dr. h.c. John Wyss

    Werte gnädige Frau Effi,

    Oberstudienrat ist zuviel der Ehre, wir wollen es doch nicht übertreiben.

    Auch kann ich nicht als Angestellter von Fräulein Melanie im eigentlichen Sinne bezeichnet werden,
    arbeite ich doch ehrenamtlich für sie, was mir wiederum eine grosse Ehre ist.
    Seien Sie versichert, es lag uns fern, Sie vor den Kopf zu stossen indem wir Sie lediglich mit einem Angestellten abspeisen.
    Auch ich bin ein wertvoller Mensch.

    Doch nun zu Ihren bewegenden Zeilen.
    Fräulein Melanie lässt herzlich danken für die lieben Worte, welche Sie gefunden haben.
    Sie sind wohl der einzige Mensch im Blog, welcher dazu fähig ist.

    Sie äusserten wiederholt den Wunsch, Helfen zu wollen.
    Wenn schon, dann am rechten Ort.
    Fräulein Melanie lässt Sie bitten, in ihrer Abwesenheit doch ein Auge auf Eric zu werfen.
    Fräulein Melanie hegt nämlich den Argwohn, dass Eric mit mindestens zwei Hauptnicks im Blog unterwegs ist,
    was ihm nicht gut tut.
    Auch soll er bei Entzugserscheinungen bitte nicht ihre alten Kommentare durchackern.

    Und nein, es ist keine aufopfernder und selbstloser Verzicht,
    welcher Fräulein Melanie dazu bewegen, dem Blog fern zu bleiben.
    Im Gegenteil, sie macht das aus tiefstem Herzen und richtig gerne
    Fräulein Melanie macht sich nämlich keine Illusionen bezüglich ihrer Beliebtheit im Blog,
    sie hat hier nur einen “Anhänger”, und das ist Eric Berne.

    Da dieser momentan etwas überfordert ist,
    gibt ihm Fräulein Melanie das nötige Time-out,
    welches er aber auch angemessen nützen sollte.
    Es wäre schön, wenn Sie ihn dabei unterstützen könnten.

  3. Effi

    Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Hofrat von Wyss,
    gewiss sind Sie ein wertvoller Mensch.
    Gerade aus unserer gegenseitigen Wertschätzung heraus möchte ich Ihnen nicht verschweigen, dass ich über den Verlauf dieses Austausches etwas irritiert bin. Es war und ist mein ausdrücklicher Wunsch, mich mit dem gnädigen Fräulein Melanie über das Fräulein Melanie auszutauschen; stattdessen tausche ich mich nun mit Ihnen über Eric aus. Nicht, dass mich nicht gerne mit Ihnen austauschen würde, oder mir das Schicksal von Eric gleichgültig wäre, ganz im Gegenteil, doch die Fürsorge und Hingabe des Fräuleins, so aufrichtig sie auch gemeint ist, darf nicht dazu führen, dass das liebe, arme Kind… hach!
    Geschätzter Herr, wissen doch: Was sich ein Fräulein einmal in den Kopf gesetzt hat, lässt es sich so schnell nicht mehr ausreden! Dennoch, oder gerade deshalb, bitte ich Sie inständig darum, lassen sie es mich versuchen, lassen Sie mich mit dem gnädigen Fräulein sprechen! So gering meine Aussicht auf Erfolg auch sein mag: Sie ist auf jeden Fall höher, als wenn Sie mit ihr sprechen. Ausserdem darf in einer so verzweifelten, dramatischen Situation nichts unversucht gelassen werden.
    Ich hoffe auf Ihre späte Einsicht.

  4. hugostamm am Freitag den 23. Oktober 2009

    Dass der Mensch Gott gefunden hat bin ich selber nicht überzeugt. Soviel wirre Lehren wie alle Religionen vertreten zeugt nicht davon. Wie die Menschheit zu sich selber gefunden hat ist unbestreitbar wie Sie es auch schreiben.
    Um Gott zu finden der der Wirklichkeit nahe kommt wird die Wissenschaft noch hunderte von Jahren beschäftigen, und Sie wird es schwer haben den Fanatiker der Religionen entgegen zu treten. Diese Mächte haben sich in hunderten ja tausenden von Jahren etabliert und werden weiter bangen um ihre Macht. Oder sieht es heute nicht darnach aus. Religion war und ist politisch es geht den Mächtigen nicht um das Seelenheil sondern um die Leute die an ihrer Religion Glauben, besser gesagt hoffen das dies die Wahrheit ist. Glauben ist mehr mit dem Kriegen verbündet als mit den Frieden. — Das sollte auch einem Gläubigen zu denken geben. Krauer Walter ( Schweizerschoggi@yahoo.de )

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  6. Haddock

    Wir leben in ein gigantischer Einheit. Wie mann dieser nennt ist egal,aber jeder Handlung hat hierin auch seine Folgen.Daher stammt unser ”Gott Begriff” schlussendlich.Diese Einheit zu sehen ,verbände Zusammenhänge an zu nehmen kann verhindern das wir unsere Umgebung und Mitmenschen ausnützen,auf welsche schlaue Art auch immer.
    Menschen wie Herr Stamm slagen durch, in der anderen Richtung. Glauben an eine Wahrheit wissenschaftliche Erkentnisse in dienste des Kapitals und Egoismus sorgen dafür das wir ständig verdrängen was wir eigentlich in unsere Umgebung und bei Mitmenschen anrichten..

    Unsere Gesellschaft weisst aber ganz klar genauso sektarische eigenschaften auf ,wie jeder Sekte.

    Wissenschaftliche Erkentnisse sind welche, die auch ständig wiederlegt werden müssen.Erkentnisse, die auch nur in kurtzsichtiger Eigenbelang benützt werden.
    Wissenschaftler und Ihre anhänger sind im Verhalten auch nur religieus sie glauben immer nog in eine Wahrheit die auch nur stammt von unsere einseitig geschulte Wahrnehmung..Was unds fehlt ist ein ehrlicher Verhaltenscodex für die Umgang mit einander und unsere Umgebung, Religion war ein Versuch in die Richtung, aber wurde aus Machtsinteressen völlig misbraucht. Bei Wissenschaft heutzutage genau das gleiche Bild,es ist im Grunde genommen die neue Religion unserer Zeit.Es scheint als machen wir Fortschritte,aber betrachtet mann diese wirklich genau, sind es eigentlich menschlich gesehen, armselige Rückschritte.

  7. Haddock

    Also kann die Annahme einer Einheit uns vielleicht doch helfen,vielleicht nicht auf die klassische ”Gott” art und Weise.

  8. hm

    Haddock
    Sehe ich ähnlich: folgt (oder glaubt) man dem klassischen Evolutionsmuster nach J. Frazer, Magie-Religion-Wissenschaft, so muss ein viertes Element folgen.
    Aber abgesehen von einer Vielzahl esoterischer Gruppen und Grüppchen, die (wohl fast verzweifelt) seit 40 Jahren ihr “new age” oder ihren “neuen Menschen” propagieren, merkt man nichts davon.

  9. Haddock

    Uebrigens entschuldige mein slechtes Deutsch. Ich bin Niederländer…………………………Ich denke das Wissenschaft und Religion sich vereinigen könnten.

  10. Haddock

    Alle antworten auf unsere Fragen liegen nämlich im menschlichen Verhalten,nicht primair in wissenschaftliche Erkentnisse.

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