Schweiz

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hugostamm am Samstag den 26. September 2009

Wie finden wir Trost in Gott?

Eine Frau verliert ihren Ehemann. Er stirbt an Asbestose. Sein Verhängnis: Er arbeitete früher in einer Fabrik, die aus Eternit Isoliermaterial hergestellt hat. Obwohl das Krebsrisiko damals schon bekannt war, wurden die Arbeiter lange Zeit nicht gewarnt. Schutzmassnahmen wurden wie vielerorts zu spät ergriffen.
„Ohne meinen Glauben an Gott würde ich den Schicksalsschlag nicht überstehen“, sagt seine Frau. „Ich finde Trost in meinem Glauben.“

Jede Form von Trost ist in solchen Situationen willkommen. Es ist verständlich, dass Trauernde Wege suchen, den seelischen Schmerz zu lindern.
Trotzdem werfen solche Aussagen Fragen auf. Kann Gott wirklich Trost spenden? Wie funktioniert der Prozess, wie wirkt sich der Trost aus? Wie ist denn dieser Trost beschaffen? Ist es eine Kraft, die von Gott ausgeht oder ist der Trost lediglich eine menschliche Projektion? Fühlen sich die Trauernden in Gott aufgehoben? Wäre es nicht sinnvoller, Gott würde früher handeln und uns solche Trauer ersparen? Wenn er schon eingreift, warum bekämpft er nicht die Ursachen, sondern erst die Symptome?

Aus dem Glaubensverständnis der trauernden Frau heraus, wonach Gott alle Geschicke auf der Erde lenkt, hat Gott ihr etwas genommen, bevor er ihr Trost spendete, nämlich ihren Ehemann. Müsste sie ihm deshalb nicht zürnen, statt auf seinen Trost zu bauen?

Trost kommt vom Wortstamm treu. War Gott beim beschriebenen Fall treu? Treu gegenüber dem an Krebs erkrankten Mann? Gegenüber der trauernden Frau?
Was konkret spendet Trost? Allein die Vorstellung, dass Gott existiert? Oder spendet die Hoffnung der Gläubigen Trost, den verlorenen Ehemann im Jenseits wieder zu treffen? Doch was ist, wenn sich die Frau in ein paar Jahren noch einmal heiratet? Welchen Mann will sie nach dem Ableben wieder treffen?

Oder spendet der Glaube grundsätzlich Trost? Tröstet er, weil er einen höheren Sinn vermittelt? Wenn ja: Wo liegt der höhere Sinn? Ist das Leben für Menschen sinnlos, die nicht an eine höhere Bestimmung oder an ein göttliches Wesen glauben?

Trost soll den Schmerz lindern helfen. Zuwendung, Anteilnahme und ein befreiendes Gespräch geben den Trauernden Kraft. Sie sollen die Nähe spüren und realisieren, dass sie nicht allein sind. Trost spenden in erster Linie Familienangehörige, Freunde, Bekannte. Spenden Gott und der Glaube eine andere Form von Trost?

1.702 Kommentare zu „Wie finden wir Trost in Gott?“

  1. Buddhus sagt:

    @Alle die Trost suchen

    Das eigentliche Thema dieses Beitrages von Herrn Stamm ist der Trost, und darauf möchte ich nochmals Bezug nehmen, aus meiner ganz persönlichen Sicht:

    Kleines Kind,
    in was für einer Welt möchtest Du gross werden,
    was für eine Welt möchtest Du gerne erleben,
    und was für eine Welt würde Dich trösten?

    Junge Frau,
    in welcher Welt möchtest Du deine Erfahrungen sammeln,
    in welche Welt würdest Du gerne Kinder hinein gebären,
    und wie müsste die Welt beschaffen sein, damit sie Dir ein Trost ist?

    Junger Mann,
    welcher Welt würdest Du dich gerne würdig erweisen,
    in was für einer Welt würdest Du gerne Deine Kinder gross ziehen
    und was müsste in der Welt verändert werden, damit sie Dir Trost bietet?

    Alter Mensch,
    was für eine Welt würdest Du gerne verlassen,
    welche Welt würdest Du gerne als dein Erbe betrachten,
    und was für eine Welt wäre tröstlich für dich in deinem Sterben?

    Und ich frage Dich, ja Dich,
    welche Welt vermöchte Dir deinen Kummer zu nehmen,
    welche Welt vermöchte Dir in deinem Schmerz beizustehen,
    und welcher Welt würdest Du gerne deine ganze Kraft leihen?

    Gleichzeitig muss ich uns alle fragen,
    welche Welt wir unseren Kindern hinterlassen möchten,
    welche Welt wir unserem eigenen Fleisch und Blut schuldig sind
    und vor allem, was wir alles tun müssen, um jene Welt von morgen zu erschaffen,
    welche allen Menschen Trost bietet, den noch ungeborenen Kindern,
    den Neugeborenen, den Müttern und all den Frauen, Männern und Greisen
    unseres geschändeten Planeten?

    Bevor ihr jetzt auf den nächsten Beitrag klickt, um heftig darüber zu debattieren und zu streiten,
    haltet doch bitte einen Moment inne und denkt daran, dass ihr heute noch sterben könntet,
    denn niemand weiss wann es uns trifft oder wann uns die Stunde schlägt,
    und denkt daran, ob es euch ein kleiner Trost wäre zu wissen,
    dass ihr heute das Rechte und das Richtige getan habt,
    eueren Kindern zuliebe und genauso euch selber zuliebe.

    Indem euch dies aber gelingt, findet ihr den höchsten Trost, welcher in einem reinen Gewissen besteht.

    Dieses Gewissen muss jeden Tag geprüft werden, was nicht immer leicht ist, aber dafür ungemein tröstlich.

    Versöhnt ihr euch ausserdem mit euerem Gewissen, so versöhnt ihr euch gleichzeitig mit Gott,
    auch wenn ihr gar nicht an ihn glaubt, und dennoch werden plötzlich Wunder möglich,
    ja, es werden Wunder möglich, und wo vorher Dunkelheit geherrscht hat wird Licht sein,
    das Licht der Erkenntnis.

    Ich wünsche euch allen jeden Trost, den ihr gerade am meisten braucht und sucht.

    Buddhus

  2. Antonius sagt:

    Diese Idee, anderen zu helfen, ist seltsam und so, als hätten Sie Verständnis, Schönheit, Liebe und Wahrheit, das ganze Reich der Ordnung und jenes grosse, immense Gefühl der Ganzheit in sich.
    :-;

  3. Antonius sagt:

    Sorry,

    mein Beitrag vom 18.10.2009 um 00:40 war an Buddhus gerichtet.

    Buddhus, ich habe Ihre Beiträge von Gestern gelesen und bin im Allgemeinen mit Ihnen Äusserungen einig. Aber, da gibt es doch einiges, sagen wir, Widersprüchliches.

  4. Buddhus sagt:

    @Antonius im Speziellen und die restlichen Mitleser

    Noch ein Wort zur Versöhnung

    Es findet sich mmer ein Grund sich nicht zu versöhnen.

    Immer stimmt irgend etwas nicht hundert prozentig, findet sich ein (versteckter) Widerspruch oder wartet eine ungelöste Frage auf Klärung.

    Falls wir allerdings darauf beharren, dass sich der Widerspruch löst oder die Frage klärt, können wir oft vergebens warten und es gibt keine Versöhnung und somit auch keinen Frieden.

    Im Gegensatz zum Geschenk der Liebe ist die Versöhnung ausserdem mit einem aktiven Tun verbunden, denn wer sich nicht aktiv darum bemüht, wird ebenfalls vergeblich auf Versöhnung warten und ein Zerwürfnis bleibt bestehen.

    Auch braucht es für eine Versöhnung meistens mehrere Parteien, zumindest hier draussen in der Welt. Falls sich nun die zweite Partei unversöhnlich gibt und auf ihrer Unnachgiebigkeit beharrt, können wir uns zumindest innerlich mir ihr versöhnen, so dass wir im Herzen keinen Groll mehr gegen sie hegen.

    Schliesslich gibt es noch, hoffentlich ganz selten, Ansichten anderer Menschen, mit denen wir uns nicht versöhnen können, weil dies gegen die eigene Wahrhaftigkeit verstossen würde.

    Solange ein Mensch daher Handlungen gut findet, sich daran beteiligt oder sie selber verursacht, welche anderen Menschen Schaden zufügen, sie erniedrigen, quälen oder drangsalieren, dann darf es dort keine Versöhnung geben. Hier kann man höchstens warten, bis sich die Wandlung vom Saulus zum Paulus vollzogen hat.

    Dies ist übrigens auch der Punkt, wo das Wirken von Jesus eingesetzt hat. Er hat sich mit all Jenen versöhnt, die bereut haben, was die schönste und edelste Form der Versöhnung darstellt. Sie zeugt daher von innerer Grösse sowie dem Mut zum Guten und zwar auf beiden Seiten.

    Was mich persönlich angeht, lieber Antonius, so bin ich für die Welt ein höchst widersprüchliches Wesen, welches viele Fragen aufwirft. Dies mag an mir und meinem Tun liegen, welches Sanftmut und Schwert gleichzeitig ist und oftmals auf Unverständnis oder Widerstand stösst, genauso aber auch an der Uneinsichtigkeit und Verbohrtheit dieser Welt.

    Trotzdem ist in meinem Herzen kein Groll zu finden, denn es weiss, dass der Tag kommt, wo sich die Dinge klären werden, endgültig und dauerhaft – und – hoffentlich versöhnlich.

    Bis es aber soweit ist, sollten wir alle uns überall dort für die Versöhnung einsetzen, wo zumindest eine Chance dazu besteht.

    Buddhus

  5. Buddhus sagt:

    @Nachtrag zur Versöhnung

    Bei der Versöhnung die ich meine, geht es nicht um ein Nachgeben auf Kosten seiner inneren Werte oder Ueberzeugungen, und es geht auch nicht um eine Versöhnung um jeden Preis. Was wäre solch eine Versöhnung auch wert? Sie würde das Uebel dieser Erde dadurch höchstens legitimieren oder legalisieren, was einfach nicht sein kann.

    Aus diesem Grund stehe ich allen Jenen absolut unversöhnlich gegenüber, welche glauben, es sich ungestraft erlauben zu können, sich an anderen Menschen (oder ganzen Völkern) über Gebühr zu bereichern, sie für ihre egoistischen Zwecke einzuspannen oder sie gar für ihre eigennützigen Interessen in den Krieg zu schicken. Für solche Menschen habe ich nur eines übrig, nämlich das Schwert und meine Botschaft an sie ist welchet lautet, dass sie dereinst im gleichen Masse gerichtet werden, wie sich an der Welt vergangen haben.

    Weil es ausserdem die Wahrheit ist, dass sich die ganze westliche Welt, auf Kosten der restlichen Welt bereichert und die erste Welt, die dritte Welt erst verursacht hat, stehe ich Vielem unversöhnlich gegenüber, allen voran den Politikern dieser Erde. Aber es ist eben auch die Wahrheit, dass die dritte Welt herzlich wenig tut, um ihr Schicksal aus eigener Kraft zu verbessern, sodass die Schuld/Schande auf beiden Seiten liegt. Also geht es darum, den Reichtum dieser Welt in angemessener Form zu teilen, was bedeutet, dass wir bei uns weniger gierig und die dritte Welt weniger lethargisch sein sollte, und vor allem, nur jene Kinder zeugt, die sie auch aus eigener Kraft ernähren kann. Indem dies geschieht, wäre ebenfalls eine Aussöhnung mit Mutter Erde möglich, weil weniger Menschen weniger Raubbau betreiben.

    Damit Versöhnung deshalb kein hehres, aber leeres Versprechen bleibt, müssen wir uns der unangenehmen Aufgabe widmen, sie in unseren Alltag hinein zu tragen. Dort, wo wir es selbständig können, wo wir Verantwortung tragen oder frei entscheiden können. Alles andere aber ist keine Versöhnung, sondern Selbstbetrug. Bevor wir ausserdem hingehen um anderen zu sagen, was sie fortan zu tun oder zu lassen haben, sollten wir erst einmal den eigenen Keller aufräumen, damit wir einigermassen guten Gewissens auf andere Menschen zugehen können und das Angebot der Versöhnung nicht verlogen klingt.

    Es gibt eben nichts Gutes, ausser man tut es, ohne darauf zu warten, was die anderen tun. Dies unterscheidet dann auch die Prosa eines Khalil Gibran (der Prophet) von der Realität, der wir uns im Alltag zu stellen haben. Dieser Alltag ist keine Prosa, ist selten erhaben und wenig edel, sondern oftmals schmutzig und grau, und bereits morgen früh beginnt er wieder.

    Beginnen wir aber den Montag morgen mit einem versöhnlichen Gemüt, finden wir sie manchmal doch, die erhabenen kleinen Augenblicke, kostbar und voller Anmut, für die es sich zu Leben lohnt.
    Buddhus

  6. Buddhus sagt:

    @ Letzter Tei/Versöhnung konkret (jetzt wird schmutzig)

    Ich persönlich bin der Ansicht, dass es unter den Menschen immer Unterschiede geben soll und auch geben wird, den unsere Intelligenz, unsere Fähigkeiten, unsere Konstitution und unsere persönlichen Interessen sind nun einmal höchst verschieden.

    Auch wird es immer Menschen geben die reicher oder mächtiger sind als andere, was ich ebenfalls nicht schlimm finde, sofern der Reichtum nicht gestohlen und die Macht nicht erschlichen oder missbraucht worden ist.

    Aber wenn sich jemand im Leben mehr bemüht, eifriger lernt, sich einer Vielzahl von Prüfungen stellt, warum sollte dieser jemand nicht auch mehr vom materiellen Leben haben dürfen?

    Wenn andererseits ein Mensch zu faul zum lernen ist und sich auch sonst wenig bemüht, darf er sich dann darüber wundern, wenn es ihm materiell schlechter geht?

    Worauf ich jedoch drängen würde, was meiner Vorstellung von globaler Versöhnung nahe käme, wären fixe Mindestlöhne UND Höchstlohne (auf der jeweiligen Landesebene) samt Kürzung der Boni auf ein vernünftiges Mass, wäre die Einführung gleicher Arbeitsbedingungen in der gleichen Branche, Menschen würdige Arbeitsbedingungen samt sozialen Netzwerken und ein vernünftiges Gesundheitswesen weltweit . Dies würde eine globale Gerechtigkeit einigermassen garantieren.

    Wer aber würde all dies finanzieren? Nun, meiner Meinung nach wäre dies alles bereits längst finanziert, wenn man all die Gelder, welche in der globalen Wirtschaftskrise verloren gegangen sind, vorher vernünftig eingesetzt hätte.

    Also gilt es künftigem Unheil vorzubeugen, was allerdings bisher nicht geschehen ist, denn alle machen bereits wieder fleissig weiter wie bisher. Also ich finde dies unverzeihlich und unversöhnlich, ja unverträglich mit unserer Zukunft. Da klingt es fast wie ein Hohn, dass ein abtretender Banker in Amerika anstatt 105 Mio nur 100 Mio Abfindung erhalten soll oder so ähnlich. Oh, the times are changing, YES WE CAN (ist ironisch gemeint).

    Folglich müssten die Menschen eigentlich alles in ihrer Macht stehende tun, um ihre Politiker davon zu überzeugen sich fortan anders zu verhalten, indem sie der Wirtschaft ultimative Grenzen setzen, anstatt die Vernunft so lange zu liberalisieren oder auf morgen zu delegieren, bis keine mehr vorhanden ist.

    Mein Fazit:

    Echte Versöhnung fangt dort an, wo es weh tut oder schmutzig wird, daher bemühen sich auch so wenige Menschen darum.

    Buddhus

  7. Buddhus sagt:

    Noch etwas Versöhnliches zum Abschluss:

    Ein kleines Mädchen hat mich, neugierig wie kleine Mädchen gewöhnlich sind, einmal gefragt, ob ich ihm die Ewigkeit erklären könne, denn es verstünde sie einfach nicht.

    Da habe ich ihm geantwortet, es solle sich folgendes vorstellen:

    Nimm ein Sandkorn aus einer Wüste dieser Erde und lege es auf den Gipfel des Mount Everest.

    Anschliessend wanderst Du zurück und nimmst das nächste Korn, und wenn Du alle Sandkörner dieser Wüste auf den Gipfel des Mount Everest getragen hast, ist die Ewigkeit vorbei.

    Da hat Lisa gemeint, dass der Wind doch den vielen Sand bestimmt in die Wüsten zurück trage und sie nie damit fertig würde. Da habe ich ihr gesagt: Siehst Du, genau dies ist die Ewigkeit, denn sie endet nie.”

    Von da an war die Frage für Lisa beantwortet, und sie hat sich mit der Ewigkeit “versöhnt”.

    Buddhus

    PS: Sind wir nicht alle die Sandträger der Ewigkeit, ob gläubig oder nicht, und was immer wir auch tun, so wartet doch schon das nächste Sandkorn auf uns – in Ewigkeit.

    Nun, meine Vision ist, dass die Sandkörner immer schöner und strahlender werden, also lohnt es sich, den ganzen Aufwand auf sich zu nehmen. Wa könnten wir sonst auch anderes tun? Als fürchten wir uns nicht vor der Ewigkeit, sondern seien wir darauf bedacht, dass wir die guten Körner auswählen, was uns dadurch gelingen wird, indem wir wahrhaftig sind.

    Auf diese Weise erbauen wir aus den besagten Sandkörner das ewige Königreich unseres Geistes.

  8. Antonius sagt:

    @ Buddhus (18.10.2009 um 09:03):

    Dies ist übrigens auch der Punkt, wo das Wirken von Jesus eingesetzt hat. Er hat sich mit all Jenen versöhnt, die bereut haben, was die schönste und edelste Form der Versöhnung darstellt. Sie zeugt daher von innerer Grösse sowie dem Mut zum Guten und zwar auf beiden Seiten.

    Sehen Sie; Sie berufen sich auf eine mystische Figur.

  9. Buddhus sagt:

    @Antonius

    Ob mystisch oder wirklich, wo ist da der Unterschied, denn die Kernaussage bleibt die gleiche.

    Auch lässt sich manchmal schwer ergründen, wo die Trennnung zwischen Mystik und Realität zu ziehen ist, denn was für die einen real ist, ist für die anderen mystisch und umgekehrt. Auch vermischen sich im Laufe der Zeit Mystik und reale Begebenheit gerne miteinander.

    Für mich zählt deshalb einzig die Aussage oder die Lehre, welche aus einem Sachverhalt, einer Symbolik oder einem Ereignis zu ziehen ist, damit ich diese in meinem Leben integrieren kann, denn dieses ist mit Sicherheit echt.

    Buddhus

    PS: dies ist übrigens auch eine Möglichkeit der Versöhnung zwischen verschiedenen Betrachtungsweisen.

  10. Antonius sagt:

    @ Buddhus (18.10.2009 um 16:55):
    Ob mystisch oder wirklich, wo ist da der Unterschied, denn die Kernaussage bleibt die gleiche.

    Können Sie nicht zwischen Mythologie und der Wirklichkeit unterscheiden?

  11. Buddhus sagt:

    @Antonius
    Können Sie nicht zwischen Mythologie und der Wirklichkeit unterscheiden?

    Können Sie es denn *g*?

    Ansonsten habe ich das Meine dazu gesagt,
    und es gibt für mich dem nichts hinzu zu fügen.

    Buddhus

  12. Fräulein Melanie sagt:

    @ Buddhus

    Mir ist vor eingen Tagen ein Büchlein der White Eagle Loge in die Hände gefallen: Die vier grossen Einweihungen.
    Darin ist zu lesen auf p 57:

    So können wir abschliessend sagen: die Lufteinweihung beinhaltet die Lektion des brüderlichen Dienens.
    Der triumphierende höhere Verstand beflügelt die Seele, aus reiner Nächstenliebe zu dienen.
    Uebt sie immer und überall Brüderlichkeit, dann betritt sie den Vorhof des Himmels, wo sie sich zu den Gefährten ihres Geistes gesellt und Erleuchtung von ihrem Herr- dem Christus -empfängt.

    Es genügt also über die Lufteinweihung zu verfügen, um Erleuchtet zu sein.
    Ich dachte bisher, dass man alle Einweihungen abgeschlossen haben muss, um Erleuchtet zu sein.

    In diesem Sinne halte ich es für sehr gut möglich, dass Sie erleuchtet sind.

  13. Fräulein Melanie sagt:

    @ Buddhus

    Auf p.40 im gleichen Büchlein ist zu lesen:

    Es gibt Leute, die sehnen sich in der ersten Begeisterung danach, einem Meister aus Fleisch und Blut zu begegnen, sind dann aber meistens enttäuscht.

    Nach Ihren Ausführungen machen Sie genau solche Erfahrungen, was dann ja auch für Ihre Erleuchtung sprechen würde.

    Im Büchlein steht weiterhin, dass ein Eingeweihter in denen, die arm sind im Geiste ihre Gefolgschaft finden, da diese allein über die nötigen Voraussetzungen zu verfügen scheinen, um einen Eingeweihten verstehen zu können.

  14. Buddhus sagt:

    @Fräulein Melanie

    Ich keine weder diese Loge noch ihr Büchlein. Auch weiss ich nicht, ob sie mich ein wenig auf den Arm nehmen möchten, von wegen Lufterleuchtung uns so. Ungern würde ich daher Stellung nehmen, nur um anschliessend von Ihnen zu erfahren, dass Sie nur darauf gewartet haben, mich irgendwie bloss zu stellen. Da ich allerdings viel über Versöhnung geschrieben habe und es mir ernst ist damit, antworte ich Ihnen folgendermassen:

    Aus meiner Sicht gibt es vielleicht Stufen des geistigen Erwachens, aber gewiss nicht Stufen der Erleuchtung oder verschiedene Arten der Erleuchtung. Eine Frau ist daher schwanger oder sie ist es nicht, und ein Mensch ist erleuchtet oder er ist es nicht. Scheinschwangere aber bekommen kein Kind und Scheinerleuchtete sind ganz und gar unerleuchtet.

    Andererseits kann es gut sein, dass nur die geistig Armen einen Erleuchteten erkennen. Dies aber ist in dem Sinne gemeint, dass beide unschuldig sind, doch nur der Erleuchtete besitzt zusätzlich Erkenntnis. Diese ist den geistig Armen nicht gegeben.

    Was Worte wie Einweihung, Gefolgschaft und so weiter angeht, habe ich so meine Mühe damit, denn dies klingt allzu sehr nach Fanatismus, Abhängigkeit und Manipulation. Ich nichts damit am Hut hab.

    Bei “meiner Erleuchtung” geht es dann auch um die spirituelle Suche, um geistige Vervollkommnung und um Eigenverantwortung. Sind wir aber wahrhaft Suchende und übernehmen wir unsere spirituelle Verantwortung, dann vervollkommnet sich unser Geist stufenweise.

    Die letzte Stufe der Vervollkommnung jedoch, kann der Mensch nicht von sich aus erklimmen oder erreichen, denn hierfür bedarf es der göttlichen Gnade der Erleuchtung. Diese wird dann erfahren, wenn unser Geist vollständig von seinen Illusionen, seinen Abhängigkeiten und seiner Verdorbenheit befreit worden ist. Dies geschieht durch seine stufenweise Läuterung, während und als Ausdruck der spirituellen Suche.

    Diese aber ist uns nicht nur möglich, sondern unsere eigentliche Aufgabe hier auf Erden. Ist diese Aufgabe erfüllt, dann geschieht ES mit Sicherheit, denn die Allmacht verarscht niemanden, sie betrügt niemanden um seinen Lohn und sie lässt auch niemanden im Regen stehen. Ganz im Gegenteil versöhnt sich der göttliche Geist gerne mit dem menschlichen Geist, sofern wir daran interessiert sind und das Unsrige dafür tun.

    Hierfür sollten wir einfach wissen, dass wir Gott weder bescheissen noch bestechen können, denn er sieht direkt in unsere Herzen, und dort findet auch die Versöhnung mit IHM statt.

    Jeder Mensch könnte dies selber heraus finden, wenn er nur wollte. Fern jeden Glaubens und jeder Selbsttäuschung, sondern in echt. Wie dies geht habe ich hier bereits ausführlich erklärt. Ein Tipp: Es geht um Selbst-Versöhnung.

    Buddhus

  15. Buddhus sagt:

    @Nachtrag zum obigen Text (dem besseren Verständnis halber)

    Was sind Illusionen?

    Der Glaube an eine göttliche Erlösung durch Nichtstun.
    Der Glaube, dass wir in unserem Tun ungestraft davon kommen.
    Der Glaube, dass Gott es schon für uns richten wird.

    Was sind Abhängigkeiten?

    Dabei geht es um unsere Verhaltensmuster und Konditionierungen.
    Dabei geht es um unsere unbewältigte Vergangenheit und den damit verbundenen Verdrängungen.
    Dabei geht es um emotionale Zwänge, wie Besessenheit oder eine falsch verstandene Form von LIebe (Hörigkkeit)

    Worin besteht die Verdorbenheit?

    Mangelndes Verantwortungsbewusstsein
    Mangelndes Einsichtsvermögen
    Mangelndes Schuldgefühl

    All dies gilt es während der spirituellen Suche zu konfrontieren und zu überwinden
    und es braucht nicht einmal eine Einweihung oder eine Doktrine dazu, sondern einfach nur Wahrhaftigkeit.

    Buddhus

  16. Buddhus sagt:

    @Nachtrag zum Nachtrag (zum noch besseren Verständnis)

    Weshalb sollte sich ein Mensch “ums verrecken” um Erleuchtung bemühen, wenn es doch so mühsam ist? Genügt es denn nicht, einfach nur gut zu sein, auch als Atheist beispielsweise?

    Ich möche einfach darauf hinweisen, dass sich ein Mensch schlichtweg besser fühlt, wenn er seine Illusionen und auch alles übrige los geworden ist. Er fühlt sich freier und befreiter, und wenn schliesslich noch die spirituelle (Selbst-) Erkenntnis hinzu kommt, verschwinden zusätzlich seine Zweifel und das mit seiner Unwissenheit verbundene Leiden.

    Solch ein Mensch befindet sich nicht länger im, sondern über dem Nebel, wo es friedlich ist und wo ihn die Niederungen dieser Welt nicht länger beunruhigen werden. Allerdings backt auch er inmitten des Nebels sein täglich Brot, dieses Schicksal bleibt ihm nicht erspart, aber sein Geist verfällt nicht länger den Illusionen und Verführungen des Nebels.

    Ob sich dies lohnt und ob jemand dies möchte, ist jedem Menschen seine ureigenste Angelegenheit, denn keiner zwingt ihn dazu im Nebel zu bleiben noch seinen Geist darüber zu erheben.

    Jedoch wird einem die spirituelle Erkenntnis nicht geschenkt, quasi als Folge der Evolution, sondern der Mensch muss sich willentlich darum bemühen. Dies ist der Preis der Weisheit, und dies ist fair so.

    Buddhus

  17. Buddhus sagt:

    @Alle (Gerechtigkeit für alle)

    Kann ein Atheist erleuchtet werden?

    Selbstverständlich kann er dies, sobald es ihm gelungen ist, seinen Geist zu klären, sein Gemüt zu beruhigen und sein Herz zu reinigen. Nur wird er dies käumlich tun, solange er keinen Grund dafür sieht, weil es halt ein wenig mühsam ist.

    Ist der Mensch (JEDER Mensch, gleich welchen Un-Glaubens) aber bereit, findet Gott ihn, nicht der Mensch findet (zu) Gott.

    Statt dessen gibt ER sich zu erkennen.

    Dieses Missverständnis oder diese Frage wollte ich gerne noch geklärt haben.

    Buddhus

  18. Jetzt mahl ehrlich bitte sagt:

    @ Buddhus

    Kann man dich im RL treffen?

  19. PlainCitizen sagt:

    Buddhus:
    20.10.2009 um 12:13
    @Alle (Gerechtigkeit für alle)

    Kann ein Atheist erleuchtet werden?

    Klar. Früher brauchte es dazu Kerzen, Heute geht da auch elektrisch.

  20. Antonius sagt:

    @ Buddhus

    Handeln hat eine Vergangenheit und eine Zukunft. Wirken nicht. Wirken vollzieht sich immer in der Gegenwart und ist daher Sache des Augenblicks. Reformieren ist ein Handeln und kein Wirken, darum zieht jede vollzogene Reform immer neue Reformen nach sich.
    Der Verstand, der nur teilen und herrschen kann, ist herzlich ungeeignet, uns zu Feinheit und Weite des Gefühlsleben zu erziehen.
    Der Verstand erschöpft sich im Handeln, es ist im nicht gegeben zu wirken. Wirken stammt aus einer ganz anderen Quelle.

  21. Buddhus sagt:

    @Jetzt mahl erhrlich bitte:
    Kann man dich im RL treffen?

    Leider möchte ich dies nicht (mehr).

    Weder habe ich Lust darauf, auch noch im realen Leben von allen Seiten verunglimpft zu werden noch suche ich eine hörige Jüngernschaft. Beides aber ist tausend Mal wahrscheinlicher als ein einziger echter Schüler.

    Darüber hinaus bedarf es auf meinem Weg der Wahrhaftigkeit keines Meisters von Angesicht zu Angesicht, sondern es genügt einfach den Weg zu gehen, um dem inneren Meister (Sat-Guru=Gott) zu begegnen. Allerdings dauert der Weg mindestens ein Vierteljahrhundet. So lange braucht es nun einmal, bis sich Illusionen und dergleichen im Geist eines Suchers aufgelöst haben.

    Dieser Weg ist trotzdem weit produktiver als die immer gleichen (nutzlosen) Auseinandersetzungen zwischen dem Ego der Menschen und dem erleuchteten Geist eines Meisters, welche so niemals zusammen kommen können.

    Darüber hinaus hören die Menschen nun einmal nicht mehr auf die Worte der (alten) Meister. Viel lieber hören sie auf die moderne Werbung und ihre Ergüsse.

    Ich aber mache keine Werbung und ich mache auch keine Kompromisse was die Spiritualität angeht. Ich mache die Menschen einfach darauf aufmerksam, mehr möchte ich nicht mehr tun.

    Buddhus

  22. Buddhus sagt:

    @Antonius
    Der Verstand, der nur teilen und herrschen kann, ist herzlich ungeeignet, uns zu Feinheit und Weite des Gefühlsleben zu erziehen.

    Da haben Sie schon recht, darum spreche ich ja auch vom Erwerb einer spirituellen Gesinnung, weil diese die Vernunft hervor bringt. Diese Vernunft ist weder dualistischer Verstand/Intellekt (sonder die Befreiung davon) noch ein Konstrukt positiven Denkens (Selbstbetrug), sondern das Ergebnis von spiritueller Hingabe und Erkenntnis. Dies führt zur inneren Eineheit.

    Durch die Vernunft wirkt die Weisheit unseres wahren Seins und deren Wirken ist immer authentisch und echt.

    Buddhus

  23. Fräulein Melanie sagt:

    @ Buddhus

    Sie zeigen eine kritische Haltung gegenüber White Eagle, obwohl White Eagle ein grosser spiritueller Meister ist.
    Irgendwie nehmen Sie gegenüber White Eagle genau die Haltung ein, welchen Sie an Ihren Kritikern nicht schätzen.

    Die Erdeinweihung ist laut White Eagle in der Regel die Letzte, da sie auch die Schwierigste ist.
    P. 67
    “Die Erdeinweihung ist notwendig, weil die Seele, auch nach ihrer Erleuchtung
    und nachdem sie die Himmel und ihre Herrlichkeit erschaut und erfahren hat,

    immer noch lernen muss, die Macht des göttlichen Feuers r i c h t i g anzuwenden

    und physische Materie weise und sinnvoll zu meistern.
    Es handelt sich hier um die Geheimnisse der Magie.
    Ihr habt von Meistern gehört, die in der Lage sind, Werke zu vollbringen, die die Welt als Wunder bezeichnet.
    Sie können Materie mit Materie durchdringen und grosse Distanzen im Bruchteil einr Sekunde durcheilen.
    Sie können Nahrung aus dem Nichts entstehen lasse, um Hungrige zu sättigen, und sie können die sogennannten Toten zum Leben erwecken.”

  24. Buddhus sagt:

    @Fräulein Melanie

    Um es klar und deutlich auszudrücken, all diese Dinge vermag ich nicht zu tun.

    Auch geht es bei der Erleuchtung nicht darum, übersinnliche Kräfte zu erwerben, sondern um in sich EINS zu werden und das eigene Selbst zu erfahren. Nach dieser Erfahrung stellt man fest, dass unsere gesamte Welt, von ihrer Essenz her, nicht wirklich, sondern illusorisch ist. Weshalb sich also um nutzlose Kräfte innerhalb der Illusion bemühen, denn anscheinend vermag auch White Eagle und andere den Welthunger nicht zu stillen.

    Wenn allerdings die Menschen aus ihrem Dämmerschlaf erwachen würden, vermöchte dies den Welthunger deshalb zu stillen, weil eine geistige erwachte Menschheit (im Gegensatz zu heute), gesamthaft vernünftig handeln würde, also möchte ich lieber dort den Hebel ansetzen.

    Darüber hinaus kann hört man bei der heutigen New Age “Spiritualität” immer wieder von den aufgestiegenen Meistern, von Licht-Paralleluniversen oder von kristallinen Entstehungsmustern und dergleichen. Mit alledem habe ich nichts zu tun, denn weder löst dies die Probleme der Menschen hier bei uns noch entwickeln sie sich durch solches Pseudo- oder Halbwissen weiter.

    Das einzige was not tut ist Einsicht, Vernunft und Wahrhaftigkeit. Sich darum zu bemühen ist mit Sicherheit sinnvoller, als von Parallelwelten zu träumen, ob es sie nun gibt oder nicht. Tatsache aber ist: derzeit leben wir in DIESER WELT und deren Anforderungen haben wir uns darum auch zu stellen. Nur, mit einer spirituellen Gesinnung gelingt einem dies einfach besser.

    Aber falls Sie ein Fan von White Eagle sind, habe ich trotzdem nichts dagegen, dann folgen Sie halt dessen Pfad, was immer darunter zu verstehen ist. Warum sich aber darum sorgen, was nach der Erleuchtung allenfalls noch zu lernen ist, besser sich erst einmal um die Erleuchtung bemühen. Der Rest folgt dann ganz von alleine.

    Buddhus.

  25. Buddhus sagt:

    @Fräulein Melanie

    Um des etwas drastisch auszudrücken, vermag keine Kraft der Welt, die Meschen von Ihrer Blindheit zu befreien, sondern die Menschen müssen von sich aus sehen wollen.

    Mögen Sie selbst von Toten erweckt und gesättigt worden sein, so bleiben sie trotzdem blind.

    Eine spirituelle Gesinnung oder Sichtweise wiederum, macht die Menschen dauerhaft sehend, und diese möchte ich Ihnen deshalb gerne näher bringen.

    Mehr kann ich nicht tun und weniger möchte ich nicht tun, aber nicht weil ich muss, sondern weil es es möchte.

    Hierfür braucht man mich allerdings weder vor sich zu sehen noch anzufassen, sondern man muss mir einfach zuhören.

    Allerdings schweige ich fortan überall dort (oder beginne gar nicht erst zu sprechen), wo man kein Gehör dafür hat.

    Versöhnung kann ausserdem nur statt finden, wo ein beiderseitiger Wille dafür vorhanden ist und dieser lässt sich nicht erzwingen, durch keine Kraft der Wel, und dies ist gut so.

    Was wäre eine erzwungene Versöhnung auch wert?

    Buddhus

  26. Buddhus sagt:

    @Fräulein Melanie

    A propos “Kritik”:

    Ich lasse mich schon kritisieren, allerdings kommt es dabei auf die Wortwahl, die Argumente und die Wertschätzung an, welche man mir trotz aller Kritik entgegen bringt.

    Bewusst boshafte Kritik ohne Hand und Fuss oder persönliche Beleidigungen und Diffamierungen, anstatt Gegenargumenten, dulde ich allerdings nicht. Niemand sollte dies tun, denn es geziemt sich einfach nicht und falls einer trotzdem süchtig danach ist und derart braucht, sollte er in die Politik gehen. Dort ist er gut bedient.

    Manchmal habe ich im übrigen das Gefühl, dass die “mutigsten Internetkritiker”, im persönlichen Leben die grössten Heuchler und Feiglinge sind. Ich kenne da so ein paar….

    Auch sollte man erst kritisieren, wenn man etwas besser weiss oder sich selber ausreichend lange mit einem Thema beschäftigt hat und dadurch zu eigenen Erkenntnissen gelangt ist, anstatt lediglich die Zitate von wichtigen Menschen wider zu geben, nur um selber ein ganz klein wenig wichtig zu erscheinen.

    Dafür kenne ich nur einen Ausdruck: Erbärmliches Verhalten, welches keine Versöhnung verdient.

    Echte Kritik allerdings, mit eigenen Argumenten höflich vorgebracht, was bitte ist Schlimmes daran?

    Da kann man viel daraus lernen und vielleicht sollten wir alle lernen, besser zu kritisieren.

    Buddhus

  27. Buddhus sagt:

    @Fräulein Melanie

    Bitte verstehen Sie mich jetzt nicht miss, denn ich habe mit erbärmlichen Verhalten NICHT Sie gemeint, weil Sie wollten mit mir ja lediglich über einen anderen Text sprechen und mussten ihn dafür logischerweise zitieren…

    Ich meinte statt dessen Menschen, welche nichts anderes tun, als alte Philosophen oder Gelehrte zu zitieren, um dadurch den Anschein von eigenem Wissen oder Wichtigkeit zu erwecken.

    Für jene ist das ganze Leben ein einziges Kreuzworträtsel, doch wirklich lernen, tun sie dabei nix.

    Buddhus

  28. Fräulein Melanie sagt:

    Ihre Kommentare an mich sind voller Unterstellungen.
    Ihr letzter Kommentar trieft vor Bitterkeit und Selbstgerechtigkeit.

    Ich erwähnte White Eagle deshalb, weil er der einzige mir bekannte ist, welcher mit dem Wort Erleuchtung seine Lehren erklärt.
    Sie sind es, welcher dieses Wort ins Spiel gebracht hat, nicht ich.

    “Nach dieser Erfahrung stellt man fest, dass unsere gesamte Welt, von ihrer Essenz her, nicht wirklich, sondern illusorisch ist. Weshalb sich also um nutzlose Kräfte innerhalb der Illusion bemühen, denn anscheinend vermag auch White Eagle und andere den Welthunger nicht zu stillen.”

    Es ist sicher so, dass wenn EINER die Probleme der Welt löst, diese nicht gelöst sind.
    Weil EINER die Probleme für alle anderen schlichtweg nicht lösen kann,
    jeder muss letzendlich selber entscheiden, welchen Weg er gehen will.
    Es ist daher sicher so, dass die Problemlösung von der Basis her kommen muss.
    Das ist eigentlich logisch.
    Und deshalb stillen Meister, welche den Welthunger stillen könnten, diesen auch nicht.
    Das sollte eigentlich auch logisch sein.

    Und Ihr Engagement, die Basis für diese Erkenntnis zu wecken ehrt Sie.

    Solange Sie jedoch noch auf Behausung, Kleidung und Essen angewiesen sind,
    haben Sie eben die Illusion noch nicht vollkommen durchschaut.
    Und es gäbe hier noch wesentlich mehr zu tun, als es Ihnen dünkt.

  29. Fräulein Melanie sagt:

    @ Buddhus
    Kommentar 10:41

    Das sehe ich auch so.

    Faust, der literarische Inbegriff des Gelehrten, formuliert es so:
    „Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor.“

    Aber diese Leute kann man, wie Sie ja selber sagen, erst erreichen, wenn sie das oben zitierte selber erkannt haben.
    Vorher ist alles vergebene Liebesmüh.

  30. Buddhus sagt:

    @Fräulein Melanie
    Ihr letzter Kommentar trieft vor Bitterkeit und Selbstgerechtigkeit.

    (Leider schreiben Sie nicht warum, was Ihre schlüssigen Argumente dafür sind).

    Sehen Sie, genau dies meine ich mit boshafter Kritik, zumal der Ausdruck “triefen” furchtbar abwertend und diffamierend ist.

    Man hätte auch scheiben können:

    Ich empfinde Sie als verbittert und Ihre Kommentare klingen in meinen Ohren selbst gerecht, WEIL……!!!!!!!!

    Dem hätte ich erwidert:

    Kein Erleuchterer ist jemals verbittert, sonst ist er nicht erleuchtet. Also entweder lüge ich oder Sie täuschen sich.

    Seine ehrliche Ueberzeugung, mit so vielen fundierten Worten und Arumgenten wie ich es hier getan habe, freimütig widerzugeben, ist für mich ausserdem kein Ausdruck von Selbstgerechtigkeit, sondern von spiritueller Reife und Mündigkeit.

    Buddhus

    PS: Sie schreiben: Und deshalb stillen Meister, welche den Welthunger stillen könnten, diesen auch nicht.
    Das sollte eigentlich auch logisch sein.

    Nein, dies ist absout unlogisch und falls Sie nicht meiner Meinung sind, fragen Sie doch mal die Hungernden.

    Dies klingt für mich wie mit seinen Gaben zu prahlen und dann doch nichts gegen das vorherrschende Elend tun. Dieses Verhalten aber wäre nicht nur vor Einfalt triefend, sondern geradezu widerlich.

  31. Jetzt mahl ehrlich bitte sagt:

    Buddhus: “Weder habe ich Lust darauf, auch noch im realen Leben von allen Seiten verunglimpft zu werden noch suche ich eine hörige Jüngernschaft.”

    lol. Auch ich möchte keines von beidem.

    “Darüber hinaus bedarf es auf meinem Weg der Wahrhaftigkeit keines Meisters von Angesicht zu Angesicht, sondern es genügt einfach den Weg zu gehen, um dem inneren Meister (Sat-Guru=Gott) zu begegnen. Allerdings dauert der Weg mindestens ein Vierteljahrhundet. So lange braucht es nun einmal, bis sich Illusionen und dergleichen im Geist eines Suchers aufgelöst haben.”

    Ja, leider geht es wohl nicht schneller. Wäre trotzdem immer noch ein Eilzugtempo, wenn es in 25 Jahren klappt. Mal sehn.

    “Dieser Weg ist trotzdem weit produktiver als die immer gleichen (nutzlosen) Auseinandersetzungen zwischen dem Ego der Menschen und dem erleuchteten Geist eines Meisters, welche so niemals zusammen kommen können.”

    Darum suche ich auch nicht einen Meister. Ich habe bei einem die Meditation gelernt. Jetzt muss ich sie selber ausübern. Und die Wände, gegen die man rennt, stehen mit oder ohne Meister da. Und er reisst sie auch nicht für mich ein. :-D

    “Darüber hinaus hören die Menschen nun einmal nicht mehr auf die Worte der (alten) Meister. Viel lieber hören sie auf die moderne Werbung und ihre Ergüsse.”

    Darum geht es mir eher. Um Kommunikation.

    “Ich aber mache keine Werbung und ich mache auch keine Kompromisse was die Spiritualität angeht. Ich mache die Menschen einfach darauf aufmerksam, mehr möchte ich nicht mehr tun.”

    Darüber möchte ich mit Ihnen sprechen. Darüber, wie man die Menschen darauf aufmerksam machen kann. Aber ich möchte das nicht in einem öffentlichen Blog tun, sonder irgend wo, wo es privat zu und her geht. Darum meine Frage nach RL. Aber evtl. interessiert Sie das ja nicht weiter. Sie schreiben ja: “mehr möchte ich nicht mehr tun”. War nur eine Frage. Ich bin mir da auch nicht sicher, ob man überhaupt mehr tun kann. Da hätten Sie mir ja evtl. einen Input geben können. Aber evtl. ist es auch nur eine der Wände, die ich selber einreissen muss.

  32. Buddhus sagt:

    @Jetzt mahl ehrlich bitte:

    Ich gebe jedem Menschen den Rat, erst einmal sein eigenes Selbst zu verwirklichen, bevor er sich um das Selbst anderer Menschen sorgt. Vielleicht stellt er anschliessend fest, dass dies auch gar nicht nötig ist.

    Notwendig ist es aus meiner Sicht, die Unwissenheit dieser Welt zu beenden, jedoch wird einem dies erst gelingen wenn man selber sehend geworden ist und selbst dann, macht die Welt vielleicht nicht mit, wie Sie selber feststellen können.

    Doch mehr kann man tatsächlich nicht tun, und dies ist auch nicht notwendig.

    Buddhus

  33. Fräulein Melanie sagt:

    @ Buddhus

    Sie haben insofern Recht, dass ich ” Ihr letzter Kommentar trieft vor Bitterkeit und Selbstgerechtigkeit” subjektiver hätte formulieren müssen angesichts des Mediums, das wir hier benutzen.

    Sie beklagen, dass ich kein Argumente bringe für ” Bitterkeit und Selbstgerechtigkeit ”
    Dann hätte ich folgenden Satz von Ihnen zu zitieren, welchem Ihrem berechtigten Subjektivitätsanspruch von meiner Warte aus gesehen auch nicht genügt und welcher mich auch dazu bewog, Sie derart zu kritisieren, wie ich es getan habe :

    “Dafür kenne ich nur einen Ausdruck: Erbärmliches Verhalten, welches keine Versöhnung verdient.”

    Im Gegensatz zu Ihnen, wissen diese Leute nicht, was Sie tun.
    Deshalb kann ich eine generelle Unversöhnlichkeit, welche ein derart “erbärmliches Verhalten” fordern soll , auch nicht gut heissen.

    “Triefen” hat für mich eine nicht derart abwertende Bedeutung, welche dieses Wort für Sie hat.

  34. Jetzt mahl ehrlich bitte sagt:

    Buddhus: “Notwendig ist es aus meiner Sicht, die Unwissenheit dieser Welt zu beenden,”

    Etwas lichtes in die Welt setzten… ?

    “jedoch wird einem dies erst gelingen wenn man selber sehend geworden ist”

    Ja, da liegt mein Problem. Darum frage ich Sie.

    “und selbst dann, macht die Welt vielleicht nicht mit, wie Sie selber feststellen können.”

    Eine Frage der Kommunikation? Eine Frage der Motivation?

    “Doch mehr kann man tatsächlich nicht tun, und dies ist auch nicht notwendig.”

    Nun, ich bin hier. Und irgendwas muss ich tun – das hat das Leben hier so an sich. Noch sehe ich das rechte tun nicht recht, das viele falsche tun aber schon. Es gefällt mir nicht, mich mit falschem tun durchschlagen zu müssen.

    Tjaja, also doch erst recht sehend werden. Und dabei viel falsches tun. :-(

  35. Buddhus sagt:

    @Fräulein Melanie

    Ja, so kann ich Ihre Kritik verstehen und annehmen.

    Es ist tatsächlich so, dass ich jenen Satz ziemlich radikal formuliert habe.

    Damit wollte ich einfach grundsätzlich zum Ausdruck bringen, dass es jene Verhaltensweisen gibt, welche aus meiner Sicht unmöglich gut zu heissen oder zu tolerieren sind. Ich bin nämlich der Meinung, dass die Menschen längst wissen was sie tun, sie wollen es nur nicht wahr haben.

    Dies ist jedenfalls meine subjektive Wahrnehmung der heutigen Menschheit oder zumindest der westlichen Welt und es widerspigelt genauso meine persönlichen Erfahrungen mit den Menschen in den letzten Jahren.

    Ich glaube tatsächlich, dass der Mensch noch niemals so uneinsichtig, unbarmherzig und verantwortungslos gewesen ist wie heute, gerade WEIL er es längst besser wissen müsste. Auch finde ich, dass die Menschen Ihr Versagen zu rechtfertigen suchen, indem sie einfach ein wenig Zuckerguss über ihr ehrloses Verhalten streuen, um es nicht (vor sich selber) rechtfertigen zu müssen.

    Was ist denn die heutige Politik anderes, als der Versuch, das kollektive Versagen unserer Welt zu verdrängen oder aber mit gespielter Zerknirtscheit etwas Einsicht zu imitieren, währenddem sie hinter den Kulissen ihr verlogenes Spiel weiter treibt.

    Was aber auf der Welt an Verwerflichekit im Grossen geschieht, geschieht genauso im Kleinen, vielleicht sogar in den eigenen vier Wänden, und beides ist gleichermassen tragisch, was uns einigermassen zu denken geben sollte.

    Buddhus

  36. Buddhus sagt:

    @Jetzt mahl ehrlich bitte

    Der Weg zur (Selbst-) Erkenntnis ist mit den Pflastersteigen des eigenen Versagens bestückt.

    Ich sage daher immer, dass wir einfach lernen müssen die “richtigen Fehler” zu machen, zumal wir gar nicht anders können, denn Fehler machen gehört nun einmal zur menschlichen Natur.

    Dies heisst nur jene Fehler also , die uns anschliessend auch weiter bringen, indem wir daraus gelernt haben.

    Vermeiden sollten wir indessen alle Fehler, welche nicht mehr wieder gut zu machen sind und welche uns selber entehren.

    Das eine vom anderen unterscheiden zu lernen, erfordert jene Weisheit, welche uns durch die spirituelle Suche im Laufe der Zeit zu eigen wird.

    Geschieht dies nicht, dann suchen wir am falschen Ort und/oder mit den falschen Mitteln und es ist eine Korrektur notwendig.

    Im übrigen richtet uns Gott dereinst nicht nach unseren Fehlern, sondern dannach, was wir an Gutem unterlassen haben, was wir an Einsicht haben vermissen lassen und vor allem, was wir an Ungerechtigkeit verdrängt haben, um es nicht wieder gut machen zu müssen.

    Buddhus

  37. Jetzt mahl ehrlich bitte sagt:

    Buddhus: “Der Weg zur (Selbst-) Erkenntnis ist mit den Pflastersteigen des eigenen Versagens bestückt.”

    Gut gebrüllt, Löwe. Dann werde ich mal weiter pflastern.

    Ich danke Dir für den Dialog.

  38. für Philipp sagt:

    Ja, jetzt mal ehrlich,
    pflastere dir deinen Weg
    mit den Pflästerchen die
    man dir noch vor-schmeissen wird,
    du Hellseherin wider Willens- DU
    und VERGISS die Pflasterstiege
    – nicxht dass du stolpertest -

  39. Jetzt mahl ehrlich bitte sagt:

    @ für Philipp

    Ich mahle, Du multiplizierst.

    Sprich: Ich mache klein, Du gross.

    ;-)

  40. Jou sagt:

    Ich MUSS einen Kommentar eingeben, sonst kommt eine Fehlermeldung!

  41. Fräulein Melanie sagt:

    @ für Phillipp,

    für den, der die Pferde liebt ?

    Ich glaube kaum, dass irgendeiner versteht, was Sie mit Ihrem Kommentar ausdrücken wollen.
    Wissen Sie es denn selber überhaupt ?

  42. Buddhus sagt:

    @Jetzt mahl ehrlich bitte:
    Ich danke Dir für den Dialog.

    Dies ist gerne geschehen.

    Meiner Meinung nach macht ein Dialog immer dann einen Sinn, wenn er Menschen zu mehr Tiefgang anregt, wenn er uns inspiriert oder oder zum Nachdenken anregt, wenn er uns also in unseren Menschsein weiter bringt oder sogar bessere Menschen aus uns macht.

    Leider findet in diesem Blog selten solch ein Dialog statt, deshalb schreibe ich in keinem anderen Thema mehr. Nicht dass mich die Themen nicht interessieren würden oder ich nichts dazu zu sagen wüsste/hätte, aber mich beremdet die Art und Weise des Dialogs in diesem Blog manchmal sehr.

    Es ist einfach nicht recht wie hier die Menschen miteinander umgehen, und daher beteilige ich mich auch nicht mehr daran. Mittlerweile tut es mir sogar leid, dass ich mich das eine oder andere Mal zu Kraftausdrücken habe hinreissen lassen. Ich glaubte damals, es hilft vielleicht , mal ein wenig auf den Tisch zu klopfen.

    Da habe ich falsch gedacht, ich erleuchteter Tor, und ich ziehe meine Lehre daraus, womit belegt wäre, dass auch Erleuchtete durchaus noch etwas lernen können. Alle anderen jedoch hätten es weit dringender nötig, auf diesen Satz muss ich dann doch bestehen.

    Ja, lieber “Jetzt mahl ehrlich bitte” es hat mich auch gefreut. Ich vermute, wir haben schon unter dem einen oder anderen deiner Nicks miteinander kommuniziert, Du könntest sogar Lua sein. Aber ist ja egal.

    Ich weile die nächste Zeit in den Ferien und bin mir nicht sicher, ob ich dannach noch hier weiter schreiben möchte, da wir beide wissen, dass ich nicht hierher gehöre.

    Buddhus

    PS: @Melanie: Ich glaube, dass Sie mir eigentlich nicht schlecht gesonnen sind, und ich glaube, dass Sie auf der Suche sind aber nicht recht wissen, wo/wie Sie damit beginnen sollen.

    Nun, ein Schritt nach dem anderen (lesen, nachdenken, ausprobieren, korrigieren), ich wünsche Ihnen viel Glück dabei.

  43. Fräulein Melanie sagt:

    @ Buddhus

    Selbstverständlich bin ich Ihnen wohlgesonnen.
    Sich in diesem Blog als Erleuchteter zu präsentieren verdient meine Sympathie.

    Schöne Ferien
    :-)

  44. Jetzt mahl ehrlich bitte sagt:

    Buddhus: “aber mich beremdet die Art und Weise des Dialogs in diesem Blog manchmal sehr.”

    Er ist hartherzig, den teilnehmenden Dickschädeln entsprechend. Du hast es wenigstens schneller verstanden als ich. Der Dialog, den wir beide hier gerade abgeschlossen haben, wäre mit vielen anderen Bloggern nicht möglich gewesen. Dies, weil “Erleuchtung”, “Selbst Erkenntnis” usw. nicht einmal hypothetisch angenommen werden kann. Schon die Hypothese alleine wird verweigert. Da kommt also kein Dialog zustande.

    “Mittlerweile tut es mir sogar leid, dass ich mich das eine oder andere Mal zu Kraftausdrücken habe hinreissen lassen. Ich glaubte damals, es hilft vielleicht , mal ein wenig auf den Tisch zu klopfen.”

    Hm, ich habe wesentlich heftiger geklopft. Aber es bringt nichts, nur Verhärtung. Ich habe es auch mit Argumenten versucht, aber es gibt ja auch immer Argumente dagegen. Auch wenn es manchmal sehr schwache sind. Gehen den anderen die Argumente doch noch aus, verziehen sie sich einfach – und machen dicht. Also auch Verhärtung. Es nützt alles Reden nichts – es müsste jeder selber erleben, bevor er es recht glauben kann. Hier sind sie aber enorm sicher, dass es da nichts geben kann. Tjaja, welch Wahn.

    “Ich vermute, wir haben schon unter dem einen oder anderen deiner Nicks miteinander kommuniziert, Du könntest sogar Lua sein. Aber ist ja egal.”

    Jaja, auch der Mond war ich.

    “Ich weile die nächste Zeit in den Ferien und bin mir nicht sicher, ob ich dannach noch hier weiter schreiben möchte, da wir beide wissen, dass ich nicht hierher gehöre.”

    Ich werde diesen Blog auch hinter mir lassen. Ich denke – und hoffe – ich habe meine Lektionen hier gelernt. Du hast mir dabei sogar geholfen. Danke also. Aber so zwischendurch mal ein Austausch wäre trotzdem schön. Bist Du denn noch ab und zu in diesem Satsangforum?

    Ich wünsche Dir schöne und erholsame Ferien.

  45. Dobra sagt:

    “Das Janusgesicht der Gewalt” von Kenan Güngör greift das Thema soziolgisch auf, so wie ich es vorhin oberflächlich schilderte:
    “Gewalt ist dann nicht nur wie gemeinhin angenommen ein Phänomen der Desintegration, sondern Teil einer mit starken Dissonanzen und Friktionen behafteten partiell gelungenen Integration.”

    Nachzulesen unter:
    http://www.terra-cognita.ch/6/gungor.pdf

    Heramnn Tertlit machte ein Studie über eine Jugendgang, eine Studie, die sich aussordentlich spannend und faszinierend liest. Er begleitete eine Jugendgang mit etwa 50 männlichen, vorwiegend türkischen Mitgliedern zwischen 13 und 18 Jahren. Die Geschichte der Bande wird ebenso in den Blick genommen wie Herkunft, soziale Stellung und Verhaltensmuster der Mitglieder. Gut beschrieben wird bei drei Jugendlichen, das “Tanzen zwischen zwei Hochzeiten”(Nationen), auch darin zeigt er auf wie unterschiedliche diese zwei “Hochzeiten” sein können, auch wenn diese Jungs alle in Frankfurt lebeten und Türken waren.
    http://hermann.tertilt.info/tpb/besprechung/power%20in%20deutschland.pdf

  46. Buddhus' Vermächtnis sagt:

    Liebe Blog-Gemeinde,
    auf ein letztes Wort, auf in den letzten Kampf

    Dies ist ein Blog der Beleidigten und der Beleidiger, des sich beleidigt Fühlens und des beleidigt Werdens, ein regelrechter Beleidungsblog also.

    Manchmal geschieht dies unwissentlich, manchmal unfreiwillig und manchmal unbewusst, doch oftmals voller Schadenfreude, eifriger Häme und blankem Hohn, auf beiden Seiten und ihr wisst, welche Seiten ich damit meine.

    Bereits diesen Satz könnte man jetzt natürlich, separat betrachtet, auch schon als Beleidigung werten oder empfinden, sofern man dies möchte, denn man kann sich ob allem beleidigt fühlen. Dies im Besonderen, je näher man mit einer Aussage der Wahrheit kommt, welche alsbald gerne bestritten wird, weil deren Eingeständnis viel zu unbequem und mühsam wäre. Natürlich würdet ihr dies niemals zugeben, aber nehmen wir für einmal an, ich hätte recht.

    Dies würde dann bedeuten, dass dies hier ein nicht nur ein Beleidigungsblog, sondern schlimmer noch, ein Verleumderblog ist, ein Blog der des Unwahrhaftigen, des Unwahren und des Unrichtigen. Ein Blog voll von unnachbiebigen Beleidigten, welche gleichzeitig Beleidiger und Verleumder sind, Täter und vermeintliche Opfer, Sklaven und Diktatoren. Sklaven ihrer blinden Arroganz und Diktatoren in ihrer Rechthaberei und Masslosigkeit, welche meinen recht zu haben, ohne wirklich im Recht zu sein.

    Doch nur beschämend wenigen hier, geht es um echte Wahrheitsfindung, um sachliche Argumentation oder um die Aufarbeitung der eigenen Unwissenheit. Dies ist schäbig, dies ist erbärmlich und dies ist traurig und jeder Blogger kann sich seinen eigene Scheibe davon abschneiden, Gläubige wie Ungläubige, Moslems wie Christen, Fürsprecher wie Kritiker, denn eines verbindet euch alle miteinander:

    Damit meine ich die Unfähigkeit zur Wahrheit, zur Wahrheitsfindung und schlimmer noch, die beleidigende Abkehr von jeglicher Wahrheitsliebe, verbunden mit eueren trotzigen Abwehr, was Texte wie dieser anbelangt. Nimmermüde sie zu bestreiten und zu bekämpfen, gemeinsam schadenfroh in den Schmutz zu zerren oder wenigstens vielsagend zu ignorieren.

    Davon ausnehmen möchte ich explizit Steinlaus und Felix Brunschwiler und vielleicht auch Goliath, weil sie so ziemlich die einzigen hier sind, welche Mitmenschlichkeit und Anteilnahme nicht nur als Mittel zum Zweck verstehen, sondern als Lebenszweck.

    Gerne hätte ich hierbei meinen Anteil geleistet, doch ist dies einigermassen schwierig, wenn man umgehend zerpflückt wird, sobald man seinen Text abgeschickt hat. Es ist mir oftmals vorgekommen, als wäre ich eine Projektionsfläche all euerer Unzulänglichkeiten und Fehler gewesen, welche ihr vollmundig bei mir gesucht habt, obwohl ihr selber deren Ursache und Verursacher gewesen seid!

    Nun gut, irgendwann hat sich mein eigener Tonfall gleichsam verschärft oder verändert, wie könnte es auch anders sein, aber von Anbeginn bis zum Schluss, waren meine Absichten dennoch lauter, erhaben und rein.

    Eingedenk meines Namens hoffe ich, dass sich der eine oder andere von euch ändern möge, nicht mir zuliebe, sondern euch und eueren Kindern und vor allem Enkelkindern zuliebe.

    Buddhus
    (wollt ihr denn leben müsst ihr sterben, und stirbt der Tod ward ewiges Leben)

    PS: Zum aktuellen Thema: Probleme löst man nicht, indem man sie unter den Teppich kehrt oder auf ein Minarett pflanzt, sondern indem man Probleme beim Namen nennt und von den Verursachern Lösungen einfordert, wer immer dies sein mag.

  47. Leo sagt:

    @Buddhus

    Ich kenne Sie zwar nicht, müsste ich?, aber ich bewundere die Courage für Ihre Worte, auch wenn ich mich nicht betroffen fühle, weil ich fast nie hier schreibe.
    Warum greifen Sie übrigens auf diesen alten Text zurück, denn ihr “PS” hat es in sich.

    Was wäre denn Ihre Lösung auf welche Verursacher?

  48. Buddhus' Vermächtnis sagt:

    @Leo

    Nein Leo, Sie müssen mich nicht kennen…, bin eigentlich nie hier gewesen, bin es auch jetzt nicht, weil ich hier nie richtig warm geworden bin. Den Grund dafür habe ich ja beschrieben.

    Zu meinem PS:

    Es geht mir gar nicht um bestimmte Probleme oder bestimmte Verursacher, sondern es geht mir darum, dass kein einziges Problem heutzutage mehr gelöst werden kann, weil es entweder verharmlost oder überspitzt dargestellt, unter den Teppich gekehrt oder aufgeplustert wird, vielleicht nicht zuletzt deshalb, um von den eigentlichen Problemen abzulenken.

    Damit möchte ich sagen, dass es die Schweiz dringend nötig hätte, eine Auslegeordnung ihrer sämtlichen Probleme zu machen, um anschliessend griffige Lösungen zu suchen, bevor wir die selben Probleme haben wie das Ausland oder bevor uns unsere nicht gelösten Probleme über den Kopf wachsen.

    Mir geht es allem voran um die fehlende Einstellung heutzutage, ohne die man keine Probleme lösen kann, welches auch immer.

    Mir geht es um die fehlende Wahrhaftigkeit der Menschen.

    Buddhus

  49. Leo sagt:

    @Buddhus Vermächtnis
    //Mir geht es um die fehlende Wahrhaftigkeit der Menschen//

    Klingt interessant, so habe ich es noch nie betrachtet. Werde mal darüber nachdenken.

    Ist hoffentlich in Ihrem Sinne, smile.

  50. Dobra sagt:

    @Moria
    An dieser Stelle Dank an deine vielen, spannenden und witzigen Beiträgen, deine Unerschütterlichkeit und dein Humor.
    Gruss!

    Der Mensch

    Empfangen und genähret
    Vom Weibe wunderbar
    Kömmt er und sieht und höret
    Und nimmt des Trugs nicht wahr;
    Gelüstet und begehret,
    Und bringt sein Tränlein dar;
    Verachtet und verehret,
    Hat Freude und Gefahr;
    Glaubt, zweifelt , wähnt und lehret,
    Hält nichts und alles wahr;
    Erbauet und zerstöret;
    Und quält sich immerdar;
    Schläft, wachet, wächst und zehret;
    Trägt braun und graues Haar etc.
    Und alles dieses währet,
    Wenn’s hoch kommt, achtzig Jahr.
    Dann legt er sich zu seinen Vätern nieder,
    Und er kömmt nimmer wieder.

    Matthias Claudius

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