Meine Vorbehalte und teilweise emotionale Skepsis gegenüber den Buchreligion rührt vom Frauenbild, das diese Glaubensgemeinschaften zeichnen. Im ursprünglichen Christentum, Islam und Judentum sind die Frauen Menschen zweiter Klasse. Zwar bemühen sich die progressiven Christen, das Bild von der untertanen Frau zu korrigieren, doch die frauenfeindlichen Passagen in der Bibel bleiben bestehen und werden nicht korrigiert.
Ausserdem verfechten immer noch weite Teile der Christenheit das Bild von der dienenden Frau, die dem Mann zu ergeben sein hat. Der katholische Klerus, katholische Traditionalisten, christliche Gemeinden in der 3. Welt und Freikirchen halten an den haltlosen und menschenverachtenden Aussagen der Bibel fest. In der katholischen Kirche dürfen Frauen die Priesterweihe nicht empfangen – vielleicht ein Glück für sie -, in den Freikirchen gibt es auch heute noch kaum weibliche Pastoren oder Gemeindeleiterinnen.
Einer der zentralen Grundsätze der Bibel lautet: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Diese Nächstenliebe wird von den Christen gern als revolutionären Akt der neuen Menschlichkeit gepriesen. Nur: Die Aussage gilt lediglich in der männlichen Form. „Liebe deine NÄCHSTE wie dich selbst“ ist ein Widerspruch zum Frauenbild in der Bibel.
Im orthodoxen Judentum und im strengen Islam werden die Frauen auch im gesellschaftlichen Rahmen und in der Öffentlichkeit minderwertig behandelt. Die Beispiele sind bekannt, wir haben hier auch schon oft darüber diskutiert.
Beim Frauenbild der Buchreligionen stellt sich eine naive Frage: Hat denn der allmächtige Gott vor 3000 Jahren nicht erkannt, dass das Frauenbild der Bibel dereinst antiquiert sein und eine grosse Hypothek für die Buchreligionen sein wird? Oder entspricht dieses Bild etwa der Vorstellung von Gott? Wenn dem so sein sollte, dann kann er nicht der Gott der Frauen sein. Dann muss sich dieser Gott als Unmensch bezeichnen lassen.
Da wir in einer christlichen Umgebung leben, möchte ich mich auf das Bild der Frau in der Bibel konzentrieren. Dabei greife verschiedene Bibelzitate heraus:
“Aber, wie nun die Gemeinde ist Christo untertan, also auch die Weiber ihren Männern in allen Dingen.” (Paulusbrief an die Epheser)
[3:21.9] Wenn eines Priesters Tochter sich durch Hurerei entheiligt, so soll man sie mit Feuer verbrennen; denn sie hat ihren Vater entheiligt.
[5:22.21] … so soll man sie heraus vor die Tür des Hauses ihres Vaters führen, und die Leute der Stadt sollen sie zu Tode steinigen, weil sie eine Schandtat in Israel begangen und in ihres Vaters Hause Hurerei getrieben hat.
„Eine Frau soll sich still und in aller Unterordnung belehren lassen. Dass eine Frau lehrt, erlaube ich nicht, auch nicht, dass sie über ihren Mann herrscht; sie soll sich still verhalten.” (1. Timotheus 2,11)
“Wenn eine Frau kein Kopftuch trägt, soll sie sich doch gleich die Haare abschneiden lassen.” (1. Korinther 11,6)
“Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn geziemt.” (Kolosser 3,18)
Eph. 5:22 So wie ihr Frauen Christus gehorcht, sollt ihr euch euern Männern unterordnen.
5:24 Und wie sich die Gemeinde Christus unterordnet, weil sie ihn liebt,
so sollen sich auch die Frauen in allem ihren Männern unterordnen.
Die biblische Schöpfungsgeschichte beschreibt die Erschaffung der Frau als letzten Schöpfungsakt nach dem Mann und den Pflanzen und Tieren, als Produkt des Mannes bzw. aus dem Mann heraus, als Hilfe für den Mann und setzt die Frau damit auf die unterste Stufe der Schöpfung! (Gen.2,4-25)
Das Alte Testament wirft der Frau die Verführung zur Erbsünde“ vor. Zur Strafe beauftragt Gott dem Mann, über die Frau zu Herrschen. (Gen.3,1-24)
Das Alte Testament bezeichnet die Frau als „Besitz des Mannes!“ (Jes.Sir.25,1-26,27)
Das Neue Testament bezeichnet den Mann als „Haupt der Frau“ als „Abglanz des Mannes“ als „für den Mann erschaffen“. (Korinth.11,2-16)
Das Neue Testament verlangt von den Frauen sich den Männern unterzuordnen. (Petr.3,1-7)
(3,16) Gott sprach zur Frauer:
Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst/Unter Schmerzen gebärst du Kinder/Du hast Verlangen nach deinem Mann; er aber wird über dich Herrschen.
(21,9) Wenn sich die Tochter eines Priesters als Dirne entweiht, so entweiht sie ihren Vater; sie soll im Feuer verbrannt werden.
(12,4) Eine tüchtige Frau ist die Krone ihres Mannes, eine schändliche ist wie die Fäulnis in seinen Knochen.
(9,8) (…) Wegen einer Frau kamen schon viele ins Verderben, sie versengt ihre Liebhaber wie Feuer.
(25,16) Lieber mit einem Löwen oder Drachen zusammenhausen, als bei einer bösen Frau wohnen.
(25,17) Die Schlechtigkeit einer Frau macht ihr Aussehen düster und verfinstert ihr Gesicht wie das einer Bärin.
(25,22) Denn harte Knechtschaft und Schande ist es, wenn eine Frau ihren Mann ernährt.
(25,24) Von einer Frau nahm die Sünde ihren Anfang, ihretwegen müssen wir alle sterben.
(26,3) Eine gute Frau ist ein guter Besitz; er wird dem zuteil, der Gott fürchtet.
(26,9) Die lüsterne Frau verrät sich durch ihren Augenaufschlag, an ihren Wimpern wird sie erkannt.
(26,22) Eine käufliche Frau ist dem Auswurf gleichzuachten, eine Verheiratete ist für ihren Liebhaber der Turm des Todes.












































@Heidelbär: Ich versuche eigentlich nur darauf hinzuweisen, dass in diesem Zusammenhang mit der Berufung auf Gott etwas vorsichtiger umgehen sollten. Wer Gott für sich beansprucht macht sich verdächtig.
Wer sich auf Gott beruft, sollte dies durch entsprechende Bibelverse belegen. Sonst kommt er mit dem Gebot
“Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht!”
in Konflikt.
Basta hat für seine Forderung, den Frauen das aktive und passive Wahlrecht zu entziehen, bisher keine Begründung aus der Bibel geliefert. Folglich ist sie auch nicht biblisch, sondern stammt aus seinem persönlichen “Führungskult”.
@Lupo: Geschichten wie die Geschichte von Herrn und Frau Lot (Frau Lots Schicksal gefällt sicher Basta) haben innerhalb der Bibel eine Funktion.
Danke für diese Feststellung. Würde man die Geschichten in der Bibel einfach als historische Tatsachenberichte lesen, müsste man sich tatsächlich fragen, wieso stoppt Gott die Opferung Isaaks, lässt aber zu das Jephtha seine Tochter opfert. Von diesem Blickwinkel aus gesehen, könnte man Gott aber auch für männerfeindlich halten, denn an zwei Stellen in der Bibel werden männliche Säuglinge getötet, weibliche jedoch verschont. Das findet aber komischerweise niemand anstössig. Genau wie die Steinigung einer Ehebrecherin im islamischen Raum grosse Proteste hervorruft, erleidet jedoch ein Ehebrecher dasselbe Schicksal, ist das allenfalls eine Kurzmeldung wert.
Logine:schrieb am 15.09.2009 um 15:36
Lupo, Rabbi – vielleicht ist der Tod eine derartige Ungeheuerlichkeit, dass auch ein Tier ihn nicht “denken”, “planen” kann? Für uns ist er ja auch zeitlebends eine Potentialität, ein Abstraktum….Vielleicht unterscheidet ein Tier zwischen “Jagd” und “Spielen”? Vielleicht ist die Katze fürbass erstaunt, wenn die Maus, die sie in dem Moment nicht als “Beute=Fressen” betrachtet sich nicht mehr regt? Ich erinnere mich, dass ich als Kind einmal eine ganz fürchterliche Phase durchlebt habe in der ich mich intensiv fragte, was das sei, der Tod, ob man beim Schlafen auch irgendwie tod sei? Ich fürchtete mich jeden Abend vor dem EInschlafen, vielleicht würde ich im Traum nicht mehr zurück ins Leben finden und nie mehr aufwachen….
Ich habe als Bub etwas Ähnliches durchgemacht. Meine Gedanken kreisten um die Tatsache, das doch irgendwann einmal “Alles” zuende sein würde..ich meine die Erde, die Welt, alles Leben darauf. Ich wälzte mich und schwitzte konnte oftmals gar nicht schlafen.
Ich frage mich die ganze Zeit etwas ganz anderes: Wenn das Ende unseres Lebens nicht endgültig wäre, wenn danach wirklich noch was käme, was uns eventuell gar Freude bereiten würde,,warum hat uns dann die Natur diese panische Angst vor dem Tod mitgegeben? So panisch, dass wir sogar im Extremfall unglaubliche Kräfte mobilisieren können, nur um diese Hülle aus Fleisch und Blut zu schützen. Nein, dieses Leben ist und bleibt einmalig. Und wir sollten es leben und geniessen.
Von einer ganz lieben Bekannten habe ich diesen Link bekommen, welcher viele interessante Gedanken beinhaltet. Sie spielt übrigens auch mit…wen auch im hinteren Teil des der Doku..aber es lohnt sich
(für diejenigen. welche sie auch am Samstag kennen gelernt haben)
http://videoportal.sf.tv/video?id=e3165235-7795-453d-83d5-7762a59315ad
Ich wünsche Euch einen schönen und erfolgreichen Tag
@ Basta
Ich habe schon genau gelesen, aber ich habe grosszügig über Fehlinformationen Ihrerseits hinweggelesen.
Da Sie mich jetzt darauf behaften, möchte ich nur soweit gehen, wenigstens diesen Sachverhalt klarzustellen.
Ich vertrete schon seit Jahrzehnten die Auffassung, dass die Demokratie in der Form, wie sie besteht, keine gute Regierungsform ist, weil nicht die Vernunft, sondern niedere Interessen die Entscheidungstriebfeder ist.
Damit bin ich jedoch eine einsame Ruferin in der Wüste, weil die Demokratie doch den “worst case” verhindert, nämlich den willkürlichen Tyrannen. Dies in abstrahierter Form das Hauptargument, welches ich immer wieder zu hören bekomme.
Ich habe jedoch keine Bücher über Führung gelesen.
Uebrigens: Darf man Sie ansprechen auf Ihre Hippie-Zeit, oder möchten Sie lieber nicht mehr darüber schreiben ?
Wenn Sie sind, wer ich glaube, dass Sie sind, dann waren Sie gestern ja ausgesprochen fleissig.
melanie – dass die Demokratie nicht das non plus ultra ist und im Grunde die Herrschaft der wenigen (Interessierten, Lobbyisten, Gutmeindenden, wie auch immer) ist, dieser Meinung bin ich wie Sie. Gäbe es eine Alternative? Ist sie nicht, wie Candide über unsere WElt sagt, die beste aller möglichen Regierungsformen? Vor einiger Zeit gab es hier einen Wortwechsel, bei dem ich die These aufstellte, jede “befreite” Frau, jeder Atheist müsste eigentlich (insgeheim oder deklariert) ein Anarchist sein, denn die Ablehnung jeder Autorität (ob weltlich: Mann, Gott, Staat?) prädestiniert uns ja dafür. Nur – ob die politische Utopie der An-archie nicht in der Realität nicht, wie meine Gesprächspartner einwarfen, nicht zwangsläufig in Gewalt und Chaos kippt, darüber können wir hier ja nur theoretisch spekulieren. Oder haben Sie einen gangbaren Weg in petto, bei dem die Gesellschaft NICHT durch niedere (was verstehen Sie darunter? Machtgelüste, Materialismus?) Motive angetrieben wird (gehören für Sie auch die urmenschlichen Bedürfnisse dazu?)
@Logine
Da haben wir es, das Phänomen das laut MSS die Grundlage für Gut und Böse bildet.
Das Katze-Maus Spiel. Die Katze begreift nicht die gemeinsame (ethische?) Kategorie leidensfähige ‚Lebewesen’, zu der die Maus, aber auch die Katze gehört.
Die Maus ist reduziert auf die Kategorie ‚Beutetier’.
Es ist schon fast klassisch, wie wir Menschen auf das Katze-Maus-Spiel reagieren. Viele, besonders die KatzenliebhaberInnen, sehen darin ein sinnloses Quälen und noch mehr, ein böses Spiel. Sie stülpen der Katze das Böse über und haben das Gefühl, sie könnten sie mit dem Besen von dem Bösen bekehren.
@Das Tier in mir
Ich bezweifle die Hormontheorie. Katzen spielen auch mit Beutetieren, die sie sicher nicht fressen werden. Es gibt auch Katzen, die machen kurzen Prozess und töten schnell.
http://www.youtube.com/watch?v=FUXFTuGAvGk&feature=related
@ Logine
Anarchie, wie Sie es meinen, ist etwas Gutes, aber dazu Bedarf es eines hohen ethischen Hintergrundes.
Autorität, wie Basta sie definiert, ist auch etwas Gutes. Wo die geeignetsten Leute die Kompetenz halten für eine Gemeinschaft nach Rücksprache mit verschiedensten Interessenverbänden die vernünftigsten Entscheide zu fällen.
Alles an seinem Platz.
Ihre Anarchie ist etwas sehr Gutes, wenn es darum geht, zu einer Neuorientierung zu gelangen,
aber allein schon um unsere hochkomplexe Infrastruktur aufrechtzu erhalten, kann man sie nicht gebrauchen.
Eine Frau muss sich befreien, ganz meine Meinung, dazu braucht es Anarchie, eine Lilith eben.
Aber irgendwann ist sie befreit, und dann muss sie sich neu organisieren.
Autorität ist überall, wenn ich es mir recht überlege, dann ist es ein Archetyp, wahrscheinlich die Vier, der Kaiser.
Sie haben ja als Mutter auch Ihre täglichen Pflichten zu erfüllen, Sie müssen sich der Mutter “autorität” wahrscheinlich mehr unterwerfen, als Ihnen bewusst ist, nix Anarchie..
Ich könnte noch viel schreiben dazu,a ber ich bin mir sicher, Sie verstehen auch so in etwa, was ich damit sagen möchte.
Tja Rabbi, auch ich denke Du liegst richtig mit Deiner Theorie.
Soweit ich weiss bringt die Katze ja in erster Linie lebende Beut mit nach Hause um seinem Nachwuchs zu zeigen wie die Jagd funktioniert. Nun sorgen wir Menschn ja bekanntlich dafür, dass unsere Hauskatzen keinen Nachwuchs zeugen können. Was bleibt ist der Instinkt…und vielleicht sind wir Menschen (welche von den Katzen übrigens als Artgenossen angesehen werden) dann auch Ersatz für die . uns grausma anmutende – Vorführung.
@Melanie
“Ich vertrete schon seit Jahrzehnten die Auffassung, dass die Demokratie in der Form, wie sie besteht, keine gute Regierungsform ist, weil nicht die Vernunft, sondern niedere Interessen die Entscheidungstriebfeder ist.“
Wer soll sagen, was vernünftig ist?
So wie Sie das sagen, läuft es auf eine Diktatur der ‚Vernunft’ hinaus.
Was ist das anderes als Despotismus?
Denn wenn einer sagt, ich habe die Vernunft, folgt daraus, dass alle anderen, die nicht die gleiche Meinung vertreten, unvernünftig sind und damit das Recht zu regieren verwirkt haben.
Eine zutiefst undemokratische Haltung und – zutiefst unvernünftig.
Gleichzeitig ist das die Grundlage der Demokratie.
Manchmal ist es ganz gut, wenn nicht alles so ganz ‚vernünftig’ läuft.
@Lupo
Sie laufen Gefahr Ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren, auf inhaltlicher Ebener, wie auch persönlich. Dass ich mir ein Beispiel an meiner Familie nehmen soll ist doch wohl so ziemlich hohl formuliert, obwohl ich ihre Anspielung sehr gut verstehe. Da werden Sie einmal mehr ihren Prinzipien untreu. Ach ja und falls Sie noch nicht wissen: ich bin (ein Teil) von meiner Famile. Soviel auch zur logischen Denkfigur.
Als Schlusswort habe ich nichts mehr beizufügen. Mir ist einige klarer geworden. Danke für den Dialog.
@Basta:
15.09.2009 um 16:51
“Was ich bei emanzipierten Frauen vermisse, ist dieses gut meinen mit anderen, mit Männern.”
Basta, Sie scheinen einschlägige Erfahrungen gemacht zu haben, ich mache andere.
Sie klagen, dass Gott uns emanzipierte Frauen beschert habe.. sollte er das wirklich getan haben, wäre das ja der grösste Beweis, dass es nötig war:-) Eigentor, Basta.
Eine emanzipierte Frau ( die nicht ihrerseits ganz schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht hat und es deshalb nicht gut meint mit ihnen)
meint es gut mit den Männern UND mit sich selbst.
Und führt sich selber.
@Basta
Sie schreiben: Nun, Gott ist halt ein begandeter Führer, der jeweils situativ das Richtige tut.
Ach ja? Na wo isser denn? Wen führt er? Papa-Razzi? Wo nimmt er denn aktuell Einfluss? In den Köpfen derer, die nicht akzeptieren können dass es ihn nicht gibt?
@Olive
Du schreibst: Basta, Sie scheinen einschlägige Erfahrungen gemacht zu haben, ich mache andere.
Sie klagen, dass Gott uns emanzipierte Frauen beschert habe.. sollte er das wirklich getan haben, wäre das ja der grösste Beweis, dass es nötig war:-) Eigentor, Basta.
Basta schreibt : Nun, Gott ist halt ein begandeter Führer, der jeweils situativ das Richtige tut.
Wie recht Du doch hast, Olive
@ Rabbi Jussuf
Sie sollten mal ein bisschen in der Zeitung lesen, da sehen Sie, wie weit uns die Demokratie und die Unvernunft gebracht haben.
Oder wie Dürrenmatt so schön sagte: Die Welt ist ein Irrenhaus. Und der dürfte auch schon etwa 20 Jahre Tod sein, und es ist seither eher schlimmer geworden.
Weil die Männer Ihre von gottgegebene Verantwortung nicht wahrnehmen, wird sich die Menschheit bald in einer Riesenkatastrophe wiederfinden, Titanic lässt grüssen.
Gefühle sind wichtig, aber man muss seinen Gefühlen ein Gesicht geben und dazu Bedarf es des Verstandes.
@ Dobra
Sie erinnern mich an eine Klette.
Rabbi – genau, der Unterschied liegt im Lebendigen, denn das Lebendige ist im Gegensatz zur toten Materie, die statisch und abgeschlossen ist, per def. kreativ, schafft Neues, neue Situationen, Präzedenzfälle, neuen Konsens. Um noch kurz beim Blogthema zu bleiben: Eva muss ja auch für vieles herhalten, MSS sieht sie aber als Erneuerin, als Katalysator wenn er zeigt, dass sie sich im Grunde gegen das Erstarren, das ewig Gleiche, kurz, den Stillstand entscheidet. Denn wenn das Glück im Wachsen, Lernen, sich Entwickeln liegt, wer kann es ihr dann verübeln, wenn sie aus der Erstarrung im goldenen Käfig des Paradieses ausbrechen will?
Apropos: Ist es nicht interessant, wieviel “Tier” in unserer Sprache hockt? Gerade Katzen scheinen beliebt zu sein, wir lassen sie aus dem Sack, sie lässt das Mausen nicht, es ist für die Katz’…. Andererseits kommt man auf den Hund, führt ein Hundeleben, es ist ein Hundewetter, und über allem thront der Unglücksrabe…..
@ Olive
Der Gesellschaft bringt es nicht so schaurig viel, wenn einzelne Frauen der Meinung sind, dass sie sich selber führen.
An den Schalthebeln der Macht sitzen immer noch Männer und wenn sich dort nichts regt, bringt das der emanzipierten Frau langfristig herzlich wenig.
@ Melanie
Schön dass Sie Ihre Erinnerungen mit mir teilen.
@Fräulein Melanie:
16.09.2009 um 11:07
Da haben Sie gewiss Recht, aber an den Schalthebeln der Macht will Basta sowieso keine Frau sehen.
Er möchte sie im privaten Leben führen, damit sie glücklich wird, auf das habe ich geantwortet.Er möchte sie zurückführen in die göttliche Ordnung, die da heisst: Frau, lass dich vertrauensvoll vom wohlmeinenden, führungskompetenten Mann führen.Sorra, aber da geht mir der Hut hoch
Apropos führen
@Basta
es wäre schon viel gewonnen, wenn die Männer mit der Frau zusammen die Kinder führen würden. Zum Glück gibt es heute mehr (junge) Männer, die sich dieser Aufgabe stellen.
Basta: “Bin ich richtig in der Annahme, dass Sie schreiben wollten, dass Entscheide, die durch ein Team gefällt werden, eine bessere Qualität aufweisen, als ein Entscheid durch einen Einzelführer?”
Nein.
Ich habe aus Ihren Worten entnommen, dass Führen und Entscheiden für Sie ja nicht das selbe sind. Schrieben Sie doch, dass das “Wohin” gemeinsam gefunden wird. Der Entscheid wird also auch bei Ihnen im Team gefällt!
Ihr “Führen” ist also nur noch die Art und Weise, wie die Umsetzung geleitet wird. Und da denke ich, ist ein Team besser, als der Einzelne. Und zwar, weil es in einem Team jeweils mehrere Menschen gibt (mind. 2), die normalerweise unterschiedliche Kompetenzen haben. Idealerweise sollte also die Umsetzung dann jeweils vom Kompetenteren geleitet werden. Da Umsetzungen ja über einen Zeitraum gehen, ist anzunehmen, dass die Leitung wechseln kann (sollte), je nach Kompetenz-Anforderung der Situation. Zur Führung gehört eben das gekonnte Delegieren
Nicht der Entscheid ist besser, die Umsetztung ist besser. Darum kam mein “bullshit”. Mir schien, sie reden von “Führung durch den Mann ist besser”, gleichzeitig aber “Entschieden wird in der Gemeinschaft”. Mir ist nach wie vor nicht klar, worin jetzt der Mann besser sein soll. Wenn Ihre Frau und Sie Entscheide gemeinsam fällen, Sie danach aber alleine für die Umsetzung verantwortlich sind, dann ist Ihre Frau kein grosses Licht. Sorry. Derartige Partnerschaften hätte ich eingehen können, aber irgendwie habe ich starke Frauen lieber.
PS: Meine Frau kann gar nicht Auto fahren. Somit war es keine Anmassung zu sagen, ich könne es besser. Sogar wenn ich schlecht fahren würde, könnte ich es trotzdem besser. Somit heisst es bei uns: Zuerst einkaufen, dann Grümpeltournier. Und das liegt nicht daran, dass meine Frau den dickeren Schädel hat, sondern an den Öffnungszeiten der Läden und der gewollten Geselligkeit nach dem Tournier.
@ Basta
Währen Sie mir Ihren Kumpels am Tournier verweilen, ist Ihre Frau beim Einkaufen. Und wohin führt das?
Wohin, wohin? Es ist KEIN Zeichen der Ignoranz, diese Frage immer und immer wieder zu stellen…
@ Fräulein Melanie
Heute gelesen: jede 5. Person in Führungseliten ist eine Frau. Tendenz zunehmend.
Olive: “es wäre schon viel gewonnen, wenn die Männer mit der Frau zusammen die Kinder führen würden.”
Und wir müssen noch viel mehr darauf pochen, dass auch Männer Teilzeit arbeiten können (und wollen). Wir brauchen neue Mythen! Der Mythos der Zufriedenheit dank Karriere und Supersalär ist ein Killer. Dieses Evangelium führt tatsächlich in die Hölle (auf Erden).
Ob wir darum mit Wirtschaftskriesen beschenkt werden? Ist die Kriese nicht die Kriese, sondern die Befreiung davon?
Fix – die Krise ist gemäss Chef-Exorzist ein Machwerk des Teufels.
Für Sie nochmals der Link:
http://www.welt.de/vermischtes/article2972908/Exorzist-haelt-Finanzkrise-fuer-Teufelswerk.html
@ Erna
“Heute gelesen: jede 5. Person in Führungseliten ist eine Frau. Tendenz zunehmend.”
Lange Zeit vermochten mich solche Meldungen auch zu erfreuen.
Ich musste einfach erkennen, dass das nicht die Lösung des Problems ist.
Erna, schauen Sie sich diese Frauen doch einmal ganz genau an.
Das sind Tussis.
Die wirken nicht in einer weiblichen Art und Weise in ihrer Position, wie ich und wahrscheinlich auch Sie es sich wünschen würde.
Könnten es allerdings auch gar nicht, wenn sie es wollten, das würde mann nicht zulassen.
Die männlichen Machtmühlen lassen das nicht zu.
Auch über die Emanzipation pflegt sich eine solche Männin in einer negativen Art und Weise zu äussern, wenn sie sich überhaupt dazu herablässt, sich dazu zu äussern. Obwohl sie die Hauptprofiteurin der Emanzipation ist.
Eine “gute” Frau, welche Urweibliche Interessen vertritt, schaffts nicht in diese Etagen, wenn ihr nicht ein sehr einflussreicher Mann sehr wohlgesinnt ist,
oder sie über den nötigen Familienhintergrund oder genügend Eigenkapital verfügt.
Auch Männer in Führungspositionen müssten endlich das Weibliche in sich, Ihre Emotionalität entwickeln können und diese Eigenschaft in ihre Arbeit einfliessen lassen dürfen,
das ist meiner Meinung nach der einzige richtige Weg.
Heute wird dieser eher unbewusst im Raum schwebenden Forderung auf den Verweis auf diese Alibifrauenführungsfrauen ausgewichen, die ja am kommen sind.
In der Welt sind dringliche Probleme zu lösen, wir haben nicht mehr viel Zeit.
Logine: “Fix – die Krise ist gemäss Chef-Exorzist ein Machwerk des Teufels.”
Habe den Link kurz angelesen: “Für den Priester geht es dabei nämlich nicht mit rechten Dingen zu. Stattdessen soll der Teufel seine Finger im Spiel haben. Angeblich haben Dämonen die Manager verführt.”
Da hat er – ehrlich gesagt – nicht unrecht. Einen Dämon kann ich sogar benennen: Gier.
Also wäre – genauer betrachtet – das, was zur Kriese führte, das Machwerk des Teufels. Die Kriese selber dann die göttliche Vergeltung.
Fräulein Melanie: “Eine “gute” Frau, welche Urweibliche Interessen vertritt, schaffts nicht in diese Etagen, wenn ihr nicht ein sehr einflussreicher Mann sehr wohlgesinnt ist, oder sie über den nötigen Familienhintergrund oder genügend Eigenkapital verfügt.”
Das lässt sich viel einfacher sagen: Um Macht zu bekommen, muss man (Egal, ob Frau oder Mann) sich zwangsläufig korrumpieren.
Man muss derart viele Hände waschen, bis man dort ist, dass man dann selber schmutzige Hände hat und das grosse Ganzkörperreinigen gar nicht mehr will, weil man dann wieder weg wäre. Schliesslich heben die mit den gewaschenen Händen nur jene aufs Schild, bei denen Sie den Dreck an der Hand kennen. Wie sonst können Mächtige dem Newcomer wohl gesinnt sein?
@Nada: “Basta hat für seine Forderung, den Frauen das aktive und passive Wahlrecht zu entziehen, bisher keine Begründung aus der Bibel geliefert. Folglich ist sie auch nicht biblisch, sondern stammt aus seinem persönlichen “Führungskult”.”
Er hat zwar keine Bibelzitate angeführt, aber er untermauert seine Argumentation damit die “göttlich gewollten Zustände, die die Bibel uns verheisst” wieder herstellen zu wollen.
Basta am 12.09.2009 um 23:57: “Ich stehe dazu: Wir haben es mit den Frauen in der Politik probiert und es hat sich nicht bewährt. Wir brauchen einen rigorosen Umbruch, eine Revolution, um die göttlich gewollten Zustände, die die Bibel uns verheisst, wieder herzustellen.”
Ich halte das “göttlich gewollt” für gefährlich, da darin etwas Absolutes steckt, etwas, das – in monotheistischen Weltbildern – andere Wahrheiten ausschliesst.
@ Fix
Das ist sehr richtig, was Sie da schreiben, aber das Ganze ist trotzdem nicht so einfach.
Wenn das ein Mann macht, dann muss ich das als Emanze total daneben finden.
Wenn es hingegen eine Frau macht, welche kein Deut besser ist als der Mann, dann muss ich es nicht unbedingt gerade toll finden, aber doch Verständnis haben dafür.
Da zählt dann nur das Resultat, der nackte Fact, dass eine Frau eine solche Position erreichen konnte.
Solche Frauen sind die Gallionsfiguren der gelungenen weiblichen Emanzipation, obwohl sie persönlich eigentlich gar nichts damit am Hut haben.
@ Fräulein Melanie
Scheint halt, das (weltliche!) Macht an sich nicht sehr weiblich funktioniert. Scheint auch, dass hier die Frauen schlicht in die gleiche Mühle gesteckt werden, in der die Männer schon lange drin stecken. Eine erneute (oder weitere) Vergewaltigung.
Ganz so, als wären Mann und Frau gleichberechtigt, das zu tun, was Männer immer taten. Was verschwindet, ist das, was Frauen immer taten.
Evtl. braucht es also noch mehr Frauen, um die Strukturen ändern zu können. Damit diese sozusagen auch die Weiblichkeit einbringen können! Wie auch immer. Je männlicher alles wird, um so mehr werden wir das Weib ersehnen. Wir sind keine Roboter, die sich stringent programmieren lassen. Wir sind Menschen. Mann UND Frau. Daraus kann der Mensch nicht ausbrechen. Männerwelten werden untergehen wie Frauenwelten. Nur Menschenwelten können überleben.
Gier – ein Dämon? Für mich ist Gier ein evolutionäres Überbleibsel aus Zeiten, als Knappheit und Hunger den Alltag unserer Vorfahren prägten. Aber wieso nicht, wenn für Sie alles Schädliche des Teufels ist…. Persönlich wehre ich mich gegen Schablonen wie “DAS” Böse, “Das” Gute, “der” Fremde, weil der Schritt zur Personifizierung sehr klein ist es schade ist, die ganze breite Farbpalette, in der sich die Dinge manifestieren, auf Schwarz/Weiss zu reduzieren….
Wie Sie sicherlich ahnen ist “göttlich” für mich nur eines von vielen Synonimen für grossartig, einzigartig, zauberhaft, aussergewöhnlich, etc….. Ebensowenig mag ich das Konzept der rächenden Vergeltung, vor allem dann nicht, wenn sie blind wütet und das Verursacherprinzip völlig ausser Acht lässt und von einer Kollektivschuld ausgeht, die ich – gerade in der Wirtschaftskrise – so nicht sehen.
@ Logine
“Ebensowenig mag ich das Konzept der rächenden Vergeltung, vor allem dann nicht, wenn sie blind wütet und das Verursacherprinzip völlig ausser Acht lässt und von einer Kollektivschuld ausgeht,…”
Das ist Ihr Pinsel, der gerade Schwarz oder Weiss zeichnet.
Gier – der Dämon in uns. Auch der besteht meistens aus Grautönen.
Evolutionäres Überbleibsel tönt ja so, als ob wir heute weniger gierig wären. lol. Wann war der letzte evolutionäre Schub beim Primatengehirn?
Warum nur denkt der moderne Mensch immer, er sei seinen Vorfahren MENTAL überlegen? Nur weil wir ein paar neue Werkzeuge haben? Das wäre dann wohl die Degeneration, weil er nicht mehr weiss, was MENTAL heisst.
@ Fräulein Melanie
Was ist weiblich? und was ist männlich? Warum sind Frauen, die sich bilden und Erfolg haben “Tussis”? Warum haben arrivierte Männer Erfolg und ebenfalls arrivierte Frauen sind verkannte Emanzen oder so? Die Altvorderen haben immer nach der “guten alten Zeit” geschrien, die nie besser war sondern einfach anders. Warum nicht die Zeichen der Zeit nutzen und an völlig veralteten Prinzipien festhalten? Und noch mit anderen Worten: Warum sollte Mann und Frau wegen mangelndem Know how in gleicher Zeit ein niedrigeres Einkommen beziehen wenns auch anders geht? Grade in Zeiten der hohen Arbeitslosen- und Ausgesteuertenzahlen sehe ich darin keinen Sinn. Die männliche Ernährerrolle ist sowas von out und man würde besser vorausdenken: Überleben funktioniert besser, wenn zwei zumindest mögliche Ernährer die Familie zusammenhalten. Neue und andere Lebensformen sind doch nicht schlechter, schlechter als was bitte? Der Hormonhaushalt wird nach wie vor von der Hypophyse gesteuert und die Frauen werden gebärfähig bleiben. Wenn sie sich nicht mehr ducken und ihre Vorstellung von Partnerschaft und Familie einbringen, ist das doch nur positiv für alle.
Logine: “als Knappheit und Hunger den Alltag unserer Vorfahren prägten.”
Wirtschaftskriese = Geldknappheit. Da fehlte Geld, um Kredite zu bezahlen.
Weltweit hungern über 850 Millionen Menschen.
Alles nur evolutionäre Überbleibsel für den wohlstandsgeschädigten Gierschlund.
Fix – sagte ich, dass die Gier weg sei? Ich habe bloss einen Begriff dafür verwendet, der weniger moralinhaltig und wertend ist. Ist ein Dämon manchmal nett, mal weniger nett? Und derjenige, der ihn füttert? Gerade die Wirtschaftskrise ist ein gutes Beispiel dafür, dass es eben meist viele Ursachen für ein Phänomen gibt, wäre es anders, wären auch Lösungen einfacher zu finden…
Waren die Banken gierig, die in den USA den weniger Habenden ohne Sicherheiten eine Hypothek gewährten? Die Firmen, die ihre Produktion in Billiglohnländer auslagerten? Die Profiteure der Globalisierung, Sie und ich? Vielleicht waren es die Bank-Kunden, die sich blenden liessen? Herzhaft mitspekulierten und sich Häuser bauten, die sie nicht vermochten? Ist Wallstreet ein Sodom und Gomorrha und seine Händler Infestierte? Wo ist die Grenze zwischen Genug und Zuviel?
@ Fräulein Melanie
Als junge Frau war ich vermutlich eine Tussie vorallem was Stöckelschuhe betrifft, hohe spitzige Bleistiftabsätze, ohne perfekt geschminkt zu sein habe ich mich nie aus dem Haus getraut. Heute laufe ich mit bequemen flachen Schuhen rum und gehe “meist” ungeschminkt aus dem Haus, wenn sich Menschen aufregen ab meinen “Krähenfüssen” an meinen Augenwinkeln ist das wirklich nicht mein Bier. Viele Männer suchen sich gut aussehende und attraktive Frauen um nach Aussen zu präsentieren. Das Prestige und Macht hat leider in unserer Gesellschaft nach wie vor den höchsten Stellenwert. Augen sind die Spiegel der Seele hat ja nichts mit der Augenfarbe zu tun. “Schönheit kommt von Innen her” . Es gibt Menschen mit totalen starren Blicken, die Lebendigkeit des Menschen wird durch sturen Relgions- und Erziehungsfanatismus meist im Keime erstickt. Ist schon so mit “Füdlischwenken” sind die Probleme nicht gelöst. Ich hab da etwas eine sture Haltung, ich mag einfach “Prunk” nicht. Ludwig der 14. sog. Sonnenkönig hat ja viele Schlösser bauen lassen, persönlich hat er nie in einem dieser Schlösser gewohnt. Die Sehnsucht des Menschen ist unergründlich, vielleicht haben Menschen eine Chance, wenn Sie sich SELBST mal ernst nehmen, das gilt für Mann und Frau,das ist ECHTE SELBSTBERECHTIGUNG, so wie ich das wahrnehme Kinder spielen keine Macht aus, sie probieren einfach Grenzen aus sind intuitiv recht schlau wenden sich dorthin wo sie am ehesten was gekommen, hat doch Null und Nichts mit diesem aufoktriertem BIBELGESCHWAETZ ZU TUN . HS stamm sagt ja wenn ich das recht verstanden habe, müsste man die Bibel neu erfinden, ich erfinde die Bibel nicht, hasse einfach Machtstrukturen und HEUCHELEI. Der Idealisierte Gott hat das Gesicht verloren dank kritischen Menschen, nach meinem Credo auch ohne Philosophin oder Lehrerin oder Professorin oder Professor zu sein, ich hab einfach nichtmehr so fixe Vorstellungen bin einfach dafür, dass wir diese destruktiven Muster aus der Vergangenheit nicht wiederholen. Wau ich habe das Wort “Böse”
aus meinem Vokubular gestrichen, ES GIBT KEINE BOESEN KINDER, DAS IST FAKT.
Fix, sorry, habe Ihnen im alten Blogthema geantwortet.
@ Erna
“Was ist weiblich? und was ist männlich?”
Die Beantwortung dieser Frage geht weit in esoterische Bereiche hinein und äussert sich durch feinstoffliche Energieflüsse.
“Warum sind Frauen, die sich bilden und Erfolg haben “Tussis”?”
Das hängt mit dem System zusammen.
“ebenfalls arrivierte Frauen sind verkannte Emanzen oder so”
Eben leider nicht.
“Warum nicht die Zeichen der Zeit nutzen und an völlig veralteten Prinzipien festhalten?”
Wenn die neuen Prinzipien schlechtere Frucht tragen als die alten.
“Wenn sie sich nicht mehr ducken”
Eine Duckerei würde ich nie verlangen.
@ Heidi Reiff
“Das Prestige und Macht hat leider in unserer Gesellschaft nach wie vor den höchsten Stellenwert.”
“Die Sehnsucht des Menschen ist unergründlich, vielleicht haben Menschen eine Chance, wenn Sie sich SELBST mal ernst nehmen, das gilt für Mann und Frau”
“dass wir diese destruktiven Muster aus der Vergangenheit nicht wiederholen”
Ganz genau Heidi, das wollte ich mit meinem Kommentar ausdrücken.
Sie waren ganz bestimmt nie eine Tussi, Schminke und Stöckelschuhe machen noch lange keine Tussi.
@Fix. Sie sagen: “Währen Sie mir Ihren Kumpels am Tournier verweilen, ist Ihre Frau beim Einkaufen. Und wohin führt das?”
Doch, Fix, mit Ihrer erneuten Frage zeigen Sie, dass ich mich vergeblich bemüht habe, Ihnen ein paar ganz einfache Sachen mitzuteilen. Es ist nicht angekommen… Schade für Sie.
@Olive: Sie sagen: “Eigentor, Basta”
Schön, dass Sie mich wenigstens ans Grümpelturnier begleitet haben.
@
Logine: “Fix – seit wann ist Geld knapp?”
Seit es Nationalbanken gibt, die die Inflation bekämpfen.
Logine: “Vielleicht bin ich hartherzig, denn ich fühle mich nicht für jedes Übel auf der Welt verantwortlich – zufällig bin ich in Europa geboren, was mir schon mal einen grandiosen Vorteil verschafft, ich habe ihn weder verdient, noch muss ich mich dafür schämen. ”
Beweis genug, dass das Primatenhirn evolutionär eben nicht weiter gekommen ist. Der Tellerrand ist anscheinden der einzige Horizont, den es zu erkennen mag.
Logine: “Soll ich mich für meine geheizte Stube entschuldigen, weil irgendwo in Lappland ein Ren friert?”
Sollen sich die Afrikaner denn bei uns dafür entschuldigen, dass ihnen dank der menschengemachten Klimaerwärmung die Felder vertrocknen oder weggeschwemmt werden?
Logine: “Erst wenn ich mich von der Idee eines abstrakten “Bösen” oder “göttlichen” Guten verabschiede, ich sehe, wie zufällig alles ist, kann ich der Versuchung der Überheblichkeit entrinnen und die Welt vorurteilsfrei sehen, erst dann kann und will ich etwas tun, weil ich es als fair empfinde, nicht, weil irgendeine Instanz über mich urteilt. ”
Nun, Gott ist doch tot, oder? Was hält Sie denn davon ab, jetzt selber Verantwortung zu tragen?
Logine: “Dieselbe Instanz hat ja die Würfel so gewürfelt wie sie gefallen sind, also wäre diese Instanz zuerst verantwortlich, lange bevor Sie oder ich zur Rechenschaft gezogen werden könnten.”
Wie gesagt: Gott ist doch tot. Die Primatenhirne sind selber verantwortlich.
Etwas bemühend, wie Sie sich aus der Verantwortung stehlen wollen, mit dem Hinweis auf einen für Sie absolut abstrakten und inexistenten Gott.
Natürlich fühle ich mich auch nicht für alles Negative auf der Welt verantwortlich. Und doch scheint es mir für eben dieses Primatenhirn wichtig zu sein, doch etwas genauer hinzusehen und sich Gedanken zu machen. Wie sollen die Primatenhirne denn mit einer globalisierten Welt klar kommen, wenn sie nicht versuchen, diese globale Welt zu erfassen?
-
@ Basta
Tatsächlich. Ich habe Ihren Punkt wohl nicht verstanden.
@ Fix und Logine
Wissen Sie, was einmal ein gutes Diskussionsthema wäre?
Verantwortung.
Was ist Verantwortung und wer ist eigentlich für wen verantwortlich und warum (nicht)?
Aus religiöser Sicht und aus philosophischer (sakulärer, atheistischer) Sicht.
Diese Frage hat es extrem in sich.
Erinnert ich mich spontan an das Buch / den Film “Der Vorleser”, an die Szene vor Gericht, in der Hanna gefragt wird, warum sie die Türen der brennenden Kirche nicht öffnete, damit die Gefangenen sich vor dem Feuertod retten konnten. Ihre Antwort: “Ich konnte doch die Tür nicht öffnen, denn ich war für die Gefangenen verantwortlich.”
Kain und Abel: Am I my brother’s keeper?
Logine: “Ist ein Dämon manchmal nett, mal weniger nett?”
Was ist ein Dämon?
Logine: “Und derjenige, der ihn füttert?”
Selber schuld.
Logine: “Gerade die Wirtschaftskrise ist ein gutes Beispiel dafür, dass es eben meist viele Ursachen für ein Phänomen gibt, wäre es anders, wären auch Lösungen einfacher zu finden…”
Sorry. Nein. Hier gab es nur einen Grund: Gier.
Logine: “Waren die Banken gierig, die in den USA den weniger Habenden ohne Sicherheiten eine Hypothek gewährten?”
Ja. Die wussten genau, was das für Schuldner sind. Sie wussten auch um den Zustand und den Wert der Immobilien. Sie wussten aber auch, dass sie all diese Schrottwerte in andere Wertpapiere verpacken können und dass es noch gierigere Banken gibt, die diesen Schrott dann kaufen, weil Immobilien doch eine gute Anlage seien und sicher exorbitante Erträge generieren können.
Gier schaltet Hirn aus. Punkt.
Logine: “Die Firmen, die ihre Produktion in Billiglohnländer auslagerten?”
Ja. Schuldig. Die erwarten nämlich, dass es im Heimmarkt trotzdem immer genügend Arbeitskräfte gibt, die Lohn verdienen um deren Produkte zu kaufen.
Gier schaltet Hirn aus. Punkt.
Logine: “Die Profiteure der Globalisierung, Sie und ich?”
Ich weiss nicht, wo/für wen Sie arbeiten. Ich weiss nicht, wo Sie einkaufen und konsumieren. Aber Geiz soll ja geil sein – und irgend wo her müssen die Produkte für die Geizhälse ja hergestellt werden. Sprich: Unser Konsumverhalten hat direkte Auswirkung auf Arbeitsplatz-Auslagerung und Geldexport. Das fehlt nachher alles, weil es dann eben im Billiglohn-Land ist. Kurzfristiger Profit, langfristiger Kahlschlag.
Logine: “Vielleicht waren es die Bank-Kunden, die sich blenden liessen?”
Ja. Evtl. auch der Bankberater, der auf die Kommission schielte.
Logine: “Herzhaft mitspekulierten und sich Häuser bauten, die sie nicht vermochten?”
Klar. Nur woher hatten die das Geld dazu?
Logine: “Ist Wallstreet ein Sodom und Gomorrha und seine Händler Infestierte?”
Kennen Sie die Story von Nick Leeson, der einst Barings ruinierte?
Logine: “Wo ist die Grenze zwischen Genug und Zuviel?”
Dort, wo es den anderen weh tut.
Ich wälze nichts ab, schon gar nicht auf Gott, den es für uns beide nicht gibt.
Anna, ja, ein sehr interessantes Thema. Wie gehen wir mit dem Paradoxom des subjektiven Unschuldsempfinden der Handlanger und Täter der NS-Zeit und der obiektiven Schuldhaftigkeit um?
Fix – ich versuche genau hinzusehen, doch ich lasse mich ungern von den Dingen beherrschen. Es gibt Dinge, die kann ich ändern, Dinge, die lassen sich nicht ändern oder nicht durch mich, ebenso gibt es Dinge, die sind wichtig, andere nicht, die Kunst liegt m.E. darin, den Unterschied zu erkennen und dementsprechend zu handeln. Nur schon Ihr Beispiel zeigt, wie sehr die Warhnehmung auseinanderklafft – wie sollen wir Afrika helfen? Offensichtlich versagt das, was Politik und Hilfswerke bisher unter “Entwicklungshilfe” verstehen eklatant. In den letzten Jahrzehnten flossen etwa gleichviele Gelder in den Kontinent wie hier für Kriegsmaterial ausgegeben wurde. Ich kenn Menschen, die sich persönlich in Afrika engagieren – das grösste Problem ist der Transfer von Wissen, der aber frustrierenderweise an schier unüberbrückbaren Mentalitätsunterschieden zu scheitern droht.
Des weiteren fühle ich mich persönlich weniger fürs Weltklima als für anständige Lebensverhältnisse in meinem direkten Umfeld zuständig – als Teil eines Kollektivs ticke ich wiederum anders und bin bereit, meinen Beitrag für eine nachhaltige Politik zu leisten. Wäre es tatsächlich so, dass es den 3. Welt-Ländern und ihren Bewohnern besser geht, wenn alle Menschen in den Industrieländern weniger konsumieren, weniger Erdöl verbrennen und für die Rettung der Eisbären kämpfen? Womit wollen Sie die 7,8 Milliarden Menschen ernähren, kleiden, wärmen bzw. kühlen? Was ist Ihr Rezept?
@Anna
cc Hugo Stamm
Verantwortung wäre tatsächlich ein spannendes Blogthema…
@ Logine
Der Vorleser war nur eine spontane Assoziation, meine Frage ist allgemein, ob wir für einander Verantwortung tragen und wenn ja, warum (oder wenn nein, warum nicht). Inwiefern unterscheidet sich die religiöse von der sakulären Sicht, etc.
Was meinen Sie denn? Für wen sind die verantwortlich? Nur für sich selbst? Für ihre Kinder? Für wen sonst noch? Sind sie für den Leprakranken in Indien verantwortlich? Sind sie für mich verantwortlich? Und falls ja, woraus ergibt sich diese Verantwortung?
Logine: “Ich wälze nichts ab, schon gar nicht auf Gott, den es für uns beide nicht gibt.”
Nun, für mich gibt es den schon. Nur ist der aus meiner Sicht nicht verantwortlich für unser tun.
Logine: “wie sollen wir Afrika helfen?”
Ich kaufe keine Diamanten.
Ich behandle die Afrikaner, die bei uns anklopfen, gut.
Ich versuche, Energie zu sparen.
Ich gehe beim Afrikaner um die Ecke essen (und der weiss, wohin er Geld sendet).
Natürlich kann ich nicht viel beitragen. Aber jeder ein wenig. Ich bin mir bewusst, dass die Entwicklungshilfe nicht recht läuft. Aber es wird besser.
Logine: “Des weiteren fühle ich mich persönlich weniger fürs Weltklima als für anständige Lebensverhältnisse in meinem direkten Umfeld zuständig”
Weltklima ist auch jenes im direkten Umfeld
Logine: “Wäre es tatsächlich so, dass es den 3. Welt-Ländern und ihren Bewohnern besser geht, wenn alle Menschen in den Industrieländern weniger konsumieren, weniger Erdöl verbrennen und für die Rettung der Eisbären kämpfen?”
Bei den Eisbären bin ich mir nicht so sicher.
Logine: “Womit wollen Sie die 7,8 Milliarden Menschen ernähren, kleiden, wärmen bzw. kühlen? ”
Alleine die Nahrungsmittel, die bei uns in der ersten Welt weggeworfen werden, würden genügen. Die Welt könnte sogar noch mehr Menschen ernähren. Wie viel Milch ist alleine in den letzten Tagen europaweit verschüttet worden?
Die Kleiderschränke sind auch voll.
Wärmen und Kühlen geht auch mit Solar-, Wind- und Wasserkraft. Die Sahara könnte den gesamten Strombedarf der Welt decken (googeln und staunen)! Und wir hier in der CH reden über weitere AKWs.
Wir können uns ja auch alle richtig informieren und dann entsprechend Abstimmen… Ist auch gut für Afrika.
Anna, Sie fragen mich Sachen! Grundsätzlich ist jeder für sich verantwortlich. Ich kann Ihnen leider nicht schildern, inwiefern sich das Verantwortungsbewusstsein religiöser oder ungläubiger Menschen unterscheidet, da ich nur ahnen kann, wie ein religiöser Mensch tickt. Verantwortlich bin ich ja immer wieder in unterschiedlichem Masse, je nach Tragweite meiner Handlungen und Entscheidungen. Die Verantwortung bzw. Mitverantwortung ergibt sich aus den Wirkungen, die sich durch mein Tun oder Nichttun für mich und andere ergeben. Vieles ist zudem determiniert, wie gehen Sie/wir damit um? Sehen wir das setting, in das wir hineingeboren werden als gottgegeben, zufällig, als Test oder als Herausforderung?
Fix – Gier ist für mich ein fast religiöses Konzept, vor allem dann, wenn man es wie Sie es zu tun scheinen als absolute, vom menschlichen Willen unabhängige Kraft begreift. Wenn es sowas auch noch gäbe, wie wollen Sie sie überwinden? Offensichtlich ist es eine Eigenschaft, die wir doch alle bis zu einem gewissen Grad haben. Oder ist ein “Verdammter”, um ein Begriff zu gebrauchen, der hier vorkurzem fiel, per definition nicht “gierig”? Oder nur als Reaktion auf die Gier der andern? In der Menschheitsgeschichte ist Machtanmassung, ungleiche Besitzverhältnisse, Wertigkeit der Menschen ja eine konstante Grösse…. Sind wir gar falsch verkabelt? Oder hat unsere Spezies gar nur “dank” der Gier, dem Prinzip Eigennutz überlebt? Ist eine manilische Puffmutter nun gierig oder eine Wohltäterin? Ich bin ehrlich gesagt überfordert, denn ich sehe konkret als Lösungsstrategie für die Probleme der Welt nur den Weg der kleinen Schritte, wir können doch die Zustände nicht per Dekret revolutionieren?!