Schweiz

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hugostamm am Donnerstag den 2. Juli 2009

Banker beten gegen die Krise an

In vielen Banken und Betrieben sind Gebetsgruppen aktiv, wie mein Kollege Michael Meier im TA vom 1. Juli berichtet hat. Sie setzen sich vorwiegend aus Mitgliedern von evangelikalen und charismatischen Freikirchen zusammen. Die Gläubigen der Finanzinstitute versuchen in jüngster Zeit, gegen die Finanzkrise anzubeten.

Welches Weltbild versteckt sich hinter solchen Aktionen? Was ist davon zu halten, wenn führende Manager Gott um Hilfe bitten?

Die Gebetsgruppen verdeutlichen, dass Freikirchler ihren Glauben in die Arbeitswelt tragen. Tatsächlich ist es ein zentrales Merkmal frommer Menschen, dass sie nicht zwischen einem säkularen Alltag und dem Glaubenslebens unterscheiden. Glaube ist für sie immer und überall. Er ist das dominante Lebensprinzip. Auch im harten Alltag eines Bankers.

Weiter zeigen die Gebetsgruppen, dass Freikirchler daran glauben, dass Gott immer und überall eingreift – auch in der Bankenwelt, die Jesus von seiner Mentalität her eher ein Gräuel gewesen wäre. Sie gehen von einem Gott aus, der in die Welt wirkt.

Offenbar hat das Beten der vielen Gebetsgruppen nicht gefruchtet. Die Finanzkrise traf uns mit voller Wucht. Trotzdem beten die frommen Banker munter weiter. Die Frage, ob sich Gott um das Geschäftsgebaren der Finanzwelt überhaupt kümmert, stellen sie sich trotz ihrer Misserfolge nicht. Ihr Glaube und ihr Gottesbild würde radikal ins Wanken geraten, wenn sie ihre Misserfolge zugeben müssten.

Die Finanzkrise hat vielen Staaten, Betriebe, Familien und Einzelpersonen in Nöte gestürzt. Mitschuldig sind viele Kadermitglieder von Banken, die hemmungslos dem Turbo-Kapitalismus gefrönt und sich nicht um die Risiken der Anleger gekümmert haben. Zu ihnen zählen manche Mitglieder dieser Gebetsgruppen. Somit benutzen sie ihren Glauben als Feigenblatt: Statt vor der Krise auf die christlichen Werte aufmerksam zu machen und vor den drohenden Gefahren zu warnen, drehten sie am Karussell munter mit. Und profitierten von den tollen Boni. Ihr Gewissen beruhigten sie nun mit Gebeten.

Da Gott offensichtlich nicht die Notbremse gezogen hat, wäre es eigentlich an den christlichen Bankern, für ethisches Verhalten bei den Banken zu plädieren. Statt im stillen Raum zu beten, könnten sie eine Demo organisieren und analog den zehn Geboten moralische Merksätze für Finanzinstitute propagieren.

1.097 Kommentare zu „Banker beten gegen die Krise an“

  1. Lupo sagt:

    @ Rambo

    In Frankreich nennt man die Republikaner, die die Kirche hassen und für die laizistische Republik und Zentralismus kämpfen, immer noch Jakobiner. Die Jakobiner zeichneten sich durch ihren programmatischen Hass auf Kirche und Adel aus. Und die heutigen Jakobiner in Frankreich, bestens im Parti Socialiste organisiert sind immer noch der Meinung, dass la terreur geschichtlich notwendig war.

    Genauso kommen mir Ihre Beiträge, in denen Sie die Übel des evangelikalen (manchmal nennen Sie es auch evangelischen) Glaubens beschreiben vor. Soviel ich weiss, waren es auch Sie, die die RKK mit den Nazis gleichstellte und dies dann durch irgend eine fade Erklärung etwas abzumildern versuchten, nachdem dies sogar der atheistischen Fraktion etwas zuviel war.

    Ich war auch einmal Robespierre-Fan, da war ich aber ca, 14 Jahre alt. Aufs Alter sollte man weiser und differenzierter werden.

  2. erna sagt:

    Lieber @ der Drache, Ich habe mich ja auch nicht auf die Ideologie sondern auf Ihren Kommunikationsstil bezogen. Ihre Rückmeldung an mich ist deswegen nicht wirklich nachvollziehbar. Geschichtliche Ereignisse habe ich nie bestritten, ich habe mir nur erlaubt gelegentlich – untermauert mit Fakten – zu relativieren.

    Aufgrund der “Gesprächsituation” halte ich nochmals fest, dass sinnvoller Austausch nicht dadurch zustande kommt, dass man sich gegenseitig verunglimpft und die Fronten verhärtet.I ch hänge ja nicht den Boten auf, ich habe den Boten nur gebeten seinen Verhandlungsstil ein wenig zu mässigen.

  3. Lupo sagt:

    @ Jusuf

    Merry hat nie widersprochen, wenn man ihn für eine Frau hielt. Im Übrigen wird man Merry akustisch automatisch als Frauenname ansehen.

    Merry hat sich einmal mir gegenüber geäussert, er sei wohl im Glauben viel konservativer als ich. Dass Merry eine Wandlung von einem fast theologisch argumentierenden konservativen Protestanten zu einem Freikirchen-Gegner durchgemacht hat, der nichts mehr mit Kirchen am Hut haben will, ist offensichtlich. Und solche Blogwandlungen werde ich, wenn Sie es erlauben, weiterhin als merkwürdig bezeichnen, dies deshalb, weil im wirklichen Leben solche damaskischen Erlebnisse eher selten sind.Ich bin naiv, aber nicht völlig blöd.

    Wenn morgen Moria das Tedeum neu vertont, werde ich auch erstaunt sein.

  4. merry sagt:

    @lupo

    jetzt enttäuschen sie mich aber wirklich – rabbi hat völlig recht in dem was er sagt

    ich habe nie behauptet eine Frau zu sein, noch habe ich in weiblichen Formen von mir gesprochen – wenn mich dann Leute trotzdem für eine Frau halten finde ich das sehr amüsant
    meinen Nick habe ich sehr bewusst gewählt, er steht analog zu einer männlichen Romanfigur, welche mir sehr sympathisch ist. Ich bin ehrlich gesagt ein wenig verwundert, dass unter so vielen Bloggern nicht einer auf die Idee gekommen ist, da der Roman immerhin meines wissens nach der Bibel das MEISTVERKAUFTE Buch des 20.Jahrhunderts ist.

    Ich sagte, dass ich theologisch ziemlich konservativ bin, als sie mich als einen liberalen Christen bezeichnen. Das passt doch auch 100% auf einen Freikirchler. Die habens ja mit den liberalen Theologen zehn mal weniger am Hut, als die Protestanten. Zudem haben sie ja genug theologische Kenntnisse, dass die klassisch freikirchlichen Bekenntnisse sehr reformatorisch sind. Ja konservative Freikirchen sind m.E. dem protestantismus meist noch näher als eine klassisch (liberale) Landeskirche.

    Dann wie kommen sie auf die atalaische Idee, ich sei ein geschädigter Freikirchengegner? Da bin ich nun total perplex.
    Auf Morias aufforderung hin, habe ich eine ELLENLANGE LISTE in den Blog gesetzt, mit positiven Aspekten von Freikirchen, diese Liste hat dann Moria dazu veranlasst, ihre ALLES IST 100% negativ Haltung gegen Freikirchen aufzugeben, allerdings mit der Bitte verbunden, dass ich mich auch outen solle, in welche Freikirche ich denn nun gehe, damit sie sagen kann ich kenne auch einen Freikirchler der anders ist.
    Ich habe dann die Wahrheit erzählt, dass ich ein Freikirchler bin, der heute in keine Freikirche mehr geht, ich ihr leider also so nicht als Zeuge dienen könne, aber dass ich hoffe, dass ich auch schon so war, wie ich heute bin, als ich noch in eine Freikirche ging.
    Bloss weil ich mich mit Moria irgendwie finden konnte, bin ich nun bei atalaia ein Freikirchengegner. Das ist überhaupt nicht verwunderlich bei ihm, aber dass sie soetwas sagen, enttäuscht mich schon über die Massen.
    Haben sie meine Antwort an Rambo nicht gelesen? Ich habe genau gleich wie eh und je gegen eine pauschale Verurteilung von Freikirchen argumentiert.

    Im übrigen argumentiere ich immer noch theologisch. Haben sie nicht die jüngste Debatte über Vergebung verfolgt?
    Meine Antwort an Steinlaus, bezüglich den lästigen Missionierern. Theologisch argumentiert.

  5. merry sagt:

    und wer sagt denn dass ich geschädigt bin, bloss weil ich keine Freikirche mehr besuche
    ich habe ja in dieser Zeit sehr viel gelernt, über mich, über Menschen, über die Bibel, über Religion
    ich gehe sogar in einen Blog und verteidige die Typen noch… also wirklich

  6. merry sagt:

    @rambo – danke für die Antwort
    natürlich gehe ich nicht ganz mit ihnen einig – unterscheiden zwischen extremisten und gemässigten, das ist der richtige Ansatz

    dass sie dann einfach alle mehr und weniger extremisten nennen, kann ich nicht nachvollziehen und ich kenne die Evangelikalen nicht nur über irgendwelche Websites und Werbefilme – oft ist es tatsächlich auch so, dass eben die gemässigten gar nicht so aggresiv auftreten, und sie deshalb auch nicht viel gemässgites Material sichten werden, bzw. wer nur gemässigt im Internet auftritt, wird kaum auf ihre Beachtung stossen und sie werden es nicht wirklich registrieren.

    Das ist eigentlich ein ganz normales Prinzip – die Guten fallen nicht auf. Man registriert sich folglich nicht.

    Dann noch etwas. Lange bevor SA schlägertruppen auf Juden los gingen. Viele Jahrzehnte oder schon Jahrhunderte davor wurden beständig durch Worte Vorurteile gesät. Seien sie deshalb einfach auf vorsichtig mit ihren Worten, selbst wenn sie gut gemeint sind.
    Nochmals empfehle ich den Film “Doubt” – geht zwar um die RKK – aber das spielt keine Rolle. Es geht um Zweifel, es geht um Verdacht, es geht um verschiedene Strömungen innerhalb einer Glaubensgemeinschaft und vor allem geht es um Menschen. Das ist wichtig immer vor Augen zu halten.

    - Schöne Ferien Rambo und fallen sie im Vietnam nicht in alte Verhaltensmuster zurück.

  7. Lupo sagt:

    @ Merry

    Wenn es sso ist, dann habe ich zu oberflächlich gelesen und entschuldige mich. Ichhatte das gefühl, dass sie nun auch in die alte Freikirchen-Sekten-Leier einstimmen.

    Mit dem meistverkauften Roman des 20. Jahrhunderts machen Sie mich neugierig. In Doderers Strudelhofstiege kommt eine Mary vor, aber das ist kaum der meistverkaufte Roman des Jahrhunderts (wenn auch einer der besten) . Wo kommt denn ein Herr Merry vor? Aha, ich habs, internet sei dank, Es geht um Tolkien, da kann ich ja getrost gestehen, dass ich den nie gelesen habe und vermutlich auch nie lesen werde. Das zweitmeistverkaufte Buch nach der Bibel (also nicht der zweitmeistverkaufte Roman) sind (ebenfalls nach Internet) die Sprüche unseres geliebten Vorsitzenden Mao.

  8. merry sagt:

    @Drache
    danke für ihr Zitat von den Hexenverbrennern

    es zeigt, dass die Menschen auch bei den schlimmsten Taten glauben, sie täten es im Dienst für eine gerechte Sache
    - auf Atalaia passt es in dem Sinne nicht ganz, dass er pausenlos widerholt, dass es ihm völlig egal ist, ob ungläubige verloren gehen, nach dieser Logik würde er also nicht Ketzer aus “Nächstenliebe” verbrennen – denn von Nächstenliebe gegenüber Atheisten hält er ja gar nichts, das hat er wohl schon hundertmal widerholt

    allerdings sollte das Zitat uns allen zu denken geben – mal ist die herrschende Ideologie das Christentum, mal Humansimus, mal Kommunismus, mal Faschismus und wir Menschen stehen immer in Gefahr, dass wir Verbrechen, Diskriminierung von Minderheiten mit solchen Ideologischen Kunstgriffen rechtfertigen – also sollten wir auf der Hut sein, wenn Hexenjagden veranstaltet werden, auch sei es nun gegen Juden, gegen Homosexuelle oder auch gegen Evangelikale

  9. deeps sagt:

    Lupo
    “Der Herr der Ringe” ist sehr lesenswert.

  10. erna sagt:

    @ merry

    Völlig richtig. Und wenn die Menschen wissen wie die “Falschen” sind beginnt die Hetze. Siehe beispielhaft hier im Blog. Da gibt es welche mit den “falschen” Ansichten, die sich immer wiederholen, die sind wie………gut, dass man sie so leicht erkennt. Genau so funktioniert das.

  11. Anna sagt:

    @ M. Strasser
    Wenn Sie hier im Blog “Freunde” oder besser gesagt, Alliierte suchen, sind Sie mit unsäglichen Kommentaren wie dem an Atalaia über die Heenverfolgungen auf besten Weg und werden schnell Erfolg haben. Sie sollten aber vorsichtig sein, denn alles was Sie schreiben, fällt auf Ihre Organisation, die Freidenker zurück, bzw. ihre gottlose Ethik, für die Sie hier werben, wird an Ihren Beiträgen gemessen werden.
    Ich möchte gerne die Gelegenheit ergreifen, Ihnen ein paar Fragen zu stellen, die ich schon lange gerne einmal mit einem Freidenker (oder einer Freidenkerin) diskutiert hätte. (In meinem Bekanntenkreis gibt es bis jetzt keine Freidenker). Wenn Sie Zeit hätten, mir meine Fragen oder wenigstens, die eine oder andere, zu beantworten, würde mich das sehr freuen.
    1. Frage: Betrifft die Plakataktion, die Ihre Organisation aus GB importiert hat (“There is probably no God, so…”).
    Wie begründe Sie diese Behauptung, dass die Nicht-Existenz eines Gottes wahrscheinlicher ist als die Existenz eines Gottes, und warum haben diese verfängliche, manipulative Formulierung gewählt, anstatt zu schreiben: “There is possibly no God…”?
    2. Betrifft Ihre Haltung gegenüber Religion, Kirchen und Menschen:
    Ich stimme Ihnen zu, dass sich eine Moral/Ethik auch ohne Gott herleiten und leben lässt. Mein Eindruck ist, dass es Ihre Mission ist, diese Haltung publik und dafür Anhänger zu finden. Dagegen ist nichts einzuwenden. Sie fordern, die Gesellschaft solle anerkennen, dass es keinen Gott braucht für ein “gutes Leben”. Aber gestehen Sie religiösen, gläubigen Menschen auch zu, eine Ethik von der Idee eines Gottes abzuleiten? Sind Sie der Meinung, dass eine Welt ohne Religion eine bessere Welt wäre, und wenn ja, warum? Sind Sie der Meinung, dass die Menschen glücklicher wären, wenn es keine Religion wäre, und wenn ja, warum?
    3. Was genau ist die Zielsetzung der Freidenker-Organisation?
    4. Denken Sie (als Wissenschaftlerin), dass religiöse Menschen reaktionäre Auffassungen vertreten, und deshalb die Forschung und den wissenschaftlichen Fortschritt gefährden blockieren?
    5. Zum Schluss eine persönliche Frage: Sie schrieben, dass Ihnen der Glaube in Ihrer Kindheit Trost spendete. Deshalb gehe ich davon aus, dass Sie in Auseinandersetzung mit der Religion und dem Glauben zu Ihren heutigen Überzeugungen gelangt sind. Wie denken Sie, wäre Ihre Entwicklung verlaufen, wenn Sie als Kind nie von Gott gehört hätten, bzw., wenn alle Erwachsenen Ihnen gesagt hätten: “Es gibt wahrscheinlich keinen Gott?” Ist es ein Verlust für ein Kind, wenn ihm eine mögliche Quelle des Trostes vorenthalten wird?
    Es würde mich freuen, wenn Sie mir auf die eine oder andere Frage eine Antwort geben könnten.

  12. Anna sagt:

    @ M. Strasser
    Noch eine letzte Frage: Mich würde interessieren, welchen politischen Parteien die Freidenker angehören bzw. mit welchen Parteien/politischen Ideen (z.B. Sozialismus) die Freidenker sympathisieren.

  13. Atalaia sagt:

    @ Anna

    Das mit dem “Freidenkertum” ist eine von vielen Mogelpackungen. Ich kam zum Glauben, weil ich frei dachte und fühlte und das tue ich auch heute noch, trotz oder gerade wegen meines Glaubens an Gott. Oder kann man nur frei denken, wenn man an nichts mehr glaubt ? ;-)

  14. merry sagt:

    @lupo
    nichts für ungut – ich schätze sie sehr

    Der Herr der Ringe – ist übrigens sehr lesenswert – hat viel mehr tiefgang als man meint

  15. merry sagt:

    ff — unterschätze nie ein Werk, das sehr viele Menschen anspricht

  16. Pilion sagt:

    @Mit Schirm, Charme und Melone 06.07.2009 um 23:37

    Am 07.07.2009 um 01:56 habe ich diese Frage an sie gerichtet: (Falls ich Ihre Antwort übersehen habe entschuldige ich mich.)

    “Ich sage dies als Katholik, der so einiges vergeben kann. Die Welt besteht ja nur noch darum, weil es ein paar Katholiken gibt, die vergeben können. Denken Sie einmal darüber nach.”

    Ich habe darüber nachgedacht, vieles im Blog gelesen, aber der Groschen fällt nicht, können Sie mir bitte auf die Sprünge helfen. Vielen Dank!

    Momentan bin ich in Bolivien unterwegs und frage mich, was Rom hier Gutes und Anderes bewirkt hat, wie das Leben hier wäre, wenn sich Rom nicht eingemischt hätte. Daher interessier mich Ihre Antwort immer noch. Danke!

  17. zoe sagt:

    merry, sie sind ein mann!
    mir kamen sie eher vor wie eine etwas männliche frau.
    nun sind sie halt eher ein weiblicher mann.

  18. mira sagt:

    nur so nebenbei:

    es war seit anfang an klar wie kloosbrühe- für meinereins und ich dachte es sei sogar zu lesen gewesen, dass herr merry eben ein herr merry ist. allerdings frage ich mich auch was genau so wichtig daran ist… herzliche sonntagsgrüsse mira

  19. Lua sagt:

    merry: “@wissen sie lua – ich habe klare Beispiele gegeben – es gibt gewisse Regeln die allgemein akzeptiert sind
    und es gehört zum normalen sozialen Verhalten – das hat ncihts mit Gott spielen zu tun, sondern ist die Grundlage für zivilisiertes Zusammenleben.
    Gott hat diese Welt so eingerichtet, dass wir die Konsequenzen unseres Verhaltens spüren
    wenn wir nun Menschen diese Konsequenzen dauernd vorenthalten schaden wir ihnen, sie werden sich dann für sich schädliches Verhalten aneignen

    Wissen Sie, was ich über Vergebung geschrieben habe, bezieht sich schlussendlich auf die Haltung resp. auf die Motivation. Ich will nicht sagen, dass Sie einen anderen Menschen nicht auf unangebrachtes Verhalten hinweisen dürfen. Die Frage für mich ist, aus welcher Motivation wir dies tun. Wenn unsere Aktionen egoistisch motiviert sind, ist es für uns selber nicht gut. Viele unserer ach so edel gemeinten Aktivitäten sind egoistisch motiviert.

  20. Anna sagt:

    @ Agnostiker
    Naja, die wenigsten Täter “überlegen” vor der Tat etwas…
    Sicher kann von einem Opfer nicht gefordert werden, dass es dem Täter vergibt. Aber aus dem Gesichtspunkt einer “Ökologie der Gefühle” heraus, wäre es wünschenswert. Es ist doch traurig, tragisch und manchmal unnötig, wie viele Menschen ungelöste Konflikte und Streite mit ins Grab nehmen.

  21. Moria sagt:

    Lupo – ach – Lupo
    (mir fehlt der Jeffy-Dody)
    Da lief wieder einiges unter dem Schwer- resp. bald Schwachpunkt Freikirchen…..
    Ihre Worte “Ich sehe, ich bin der letzte nicht-freikirchliche Freikirchensympathisant ( nachdem Merry endgültig ins Freikirchen-kritische Lager abgedriftet ist). Ich bin vermutlich neben Hugo Stamm und Bamberger, dem Agnostiker, dem Elefanten und dem Drachen eine der wenigen authentischen (man könnte auch sagen naiven) Personen auf diesem Blog (-:, denn dieser Wandel von merry von der Frau zum Mann, vom konservativen Protestanten zu Freikirchengeschädigten, würde bei mir einige Fragezeichen aufwerfen.”
    gehören nun wirklich zu den schwächsten in Ihrer Blogkarriere. Das kann ich nur noch in Ihrer Blogfieberkurve als stark erhöhte Temperatur einstufen – was ist denn das für ein Evangelika-Virus, der Sie in Besitz genommen hat? Er schaltet Ihnen ja langsam ebenso Ihre Wahrnehmung aus. Ich könnte mit Ihren Verklärungen wirklich weitaus besser leben, wenn Sie endlich dazu stehen würden, dass Sie mit einem oder beiden Beinen in diesem Verein stehen. Das ganze ist absolut Ihre persönliche Angelegenheit und würde so problemlos akzeptiert. Was soll denn das ständige um den Brei sprechen und die konstanten hilflosen, befremdenden Verteidigungsakten (Ata…..), die nun sogar in einen unberechtigten Angriff auf merry überschwappten? Als aufmerksamer Jurist sollten Sie zudem bemerkt haben, dass merry seinen Namen immer klein schrieb und somit ‘fröhlich’ herüberkam…… Ich gebe zu, ich glaubte auch, dass er weiblich war, aber aus dem Grunde, dass er als tief Gläubiger für mich ungewöhnlich sanft daherkam. Aber eigentlich, wie mira sagt, ist doch das Geschlecht unerheblich.
    Wieso sind ein Rabbi Jussuf, ein Drache, eine Moria u.a. denn nicht authentisch?
    Sie sagen richtig “Aufs Alter sollte man weiser und differenzierter werden.” aber auch mutiger, kritischer und weniger verharmlosend!!
    Weiter Ihr Spässchen “Wenn morgen Moria das Tedeum neu vertont, werde ich auch erstaunt sein.” – Ach, Lupo, das brauche ich gar nicht – wenn ich mir des AGNOSTIKER Verdi’s ‘heilige’ Musik, wie die Messa da Requiem – die er eigentlich für Alessandro Manzoni schriebe, und dies Messa per Manzoni im Ursprung nannte, oder meinen Favorit, Desdemonas rührendes “Ave Maria” am Ende seines Otello’s, auflege – ist dieses bereits jedesmal neu geschrieben für mich!!
    Wie können Sie merry’s differenzierten, ehrlichen Aeusserungen auch nur etwas Negatives entgegenbringen? Er ist ja alles andere (leider….) als ein Gegner von Freikirchen, sondern einzig und alleine KRITISCH und aufrichtig. Ist das Ihnen schon zu viel?

    Dazu kann ich nur Olive’s – danke – Zitat von A. Schnitzler wiederholen, da so passend:
    Eine als falsch erkannte Meinung ohne falsche Scham aufzugeben, das ist vielleicht die wunderbarste Kraftersparnis, die unserem Geist gegönnt ist; und zugleich die, von der wir am seltensten Gebrauch machen.
    Auch Mut und Grösse braucht es dazu – chapeau merry – bonnet Lupo!

    merry
    trotzdem, zu Deinen letzten Voten habe ich ja schon – von Lustes wegen – noch einige (oder ist es nur mehr…. einer?) kritische Punkte anzufügen, später – hab ja eigentlich keine Zeit!

    Rabbi Jussuf
    Du tust mir sooo leid, jetzt hast Du Dich mit merry so gut verstanden – und er ist ein Mann. Na Du wirst es verkraften, Du hast ja noch Zoe, mira, Steinlaus, Anna, Erna, Heidi R. u.a. und noch meine Wenigkeit! Companero!

  22. Rabbi Jussuf sagt:

    @Moria

    Ich hab ja noch Dich…

  23. john rambo sagt:

    @ lupo

    danke für die erklärung. ich sehe mich demnach nicht als jakobiner. denn ich hasse die kirche nicht.
    falls ich evangelisch geschrieben habe, dann meinte ich sicher evangelikal. ist ja dasselbe wie islam und islamistisch. die einen sind die lieben, die anderen die bösen. ich hasse aber auch die evangelikalen nicht. ich finde sie nur eine katastrophe, naiv und im allerhöchsten masse unintelligent.

    “Soviel ich weiss, waren es auch Sie, die die RKK mit den Nazis gleichstellte und dies dann durch irgend eine fade Erklärung etwas abzumildern versuchten, nachdem dies sogar der atheistischen Fraktion etwas zuviel war.”
    ich versuchte gar nichts abzumildern, sondern nur den kritiken an meiner aussage zu begegnen. ich stehe nach wie vor zu meiner aussage. und da sie es noch immer nicht begriffen haben: ich stelle die katholische kirche nicht den nazis gleich, ich zog parallellen in der art des funktionierens und ihres aufbaus. sonst nichts. wenn sie damit ein problem haben, ist es ihres und nicht meins.

  24. john rambo sagt:

    @ merry

    “natürlich gehe ich nicht ganz mit ihnen einig – unterscheiden zwischen extremisten und gemässigten, das ist der richtige Ansatz”
    eben, davon rede ich doch auch.

    “dass sie dann einfach alle mehr und weniger extremisten nennen, kann ich nicht nachvollziehen”
    innerhalb der evangelikalen schon. denn so wie ich den evangelikalismus verstehe – und er beschrieben wird – ist er eine radikale auslegung der bibel.

    siehe wiki:
    “Das relativ junge Wort evangelikal ist heute ein feststehender Ausdruck für ein protestantisches Christentum geworden, das in seinem Selbstverständnis auf besondere Weise bibeltreu sei und sich daher von liberaler Theologie, Säkularismus, aber meist auch von liturgisch orientierten evangelischen wie nichtevangelischen Kirchen abgrenzt. Die Bezeichnung evangelical wurde in den Vereinigten Staaten im 20. Jahrhundert zunehmend verwendet, um Christen zu bezeichnen, die in der Tradition des Great Awakenings stehen. Evangelikale müssen sich gelegentlich des Vorwurfs des christlichen Fundamentalismus erwehren, den jedoch der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, mehrfach bestritten hat.”

    “Das ist eigentlich ein ganz normales Prinzip – die Guten fallen nicht auf. Man registriert sich folglich nicht.”
    das ist wohl wahr. aber ich habe ja, wie gesagt, überhaupt nichts gegen die normalen, sondern nur gegen die fundamentalisten. also sollten sich die normalen von ihnen abgrenzen und mich verstehen. so einfach :)

    “Dann noch etwas. Lange bevor SA schlägertruppen auf Juden los gingen. Viele Jahrzehnte oder schon Jahrhunderte davor wurden beständig durch Worte Vorurteile gesät. Seien sie deshalb einfach auf vorsichtig mit ihren Worten, selbst wenn sie gut gemeint sind.”
    wie gesagt, ich gebe nur zurück. ich habe meine aversion gegenüber leuten wie atalaia – der für mich sinnbild eines fundamentalistischen evangelikalismus ist – erst aufgrund jahrelanger beleidigungen seinerseits entwickelt.

  25. zoe sagt:

    john rambo

    ich wünsche dir schöne ferien.
    zu brüno. ich finde den film äusserst schockierend und zwar auf beiden seiten. es gibt da homosexuelle tätigkeiten die die welt nicht unbedingt zu sehen braucht. vorallem die anfangsszenen,na ich weiss nicht…
    aber noch schlimmer sind die reaktionen auf ihn, er teilt aus und kriegt es knüppeldick zurück, da bin ich einfach erstaunt dass er noch nicht an irgend einem baum bammelt, gelyncht von einer hysterischen masse.

  26. M. Strasser sagt:

    @erna: “Diese Aussage zu Atalaia erachte ich gelinde gesagt als pietätlos.” Ja, pietätlos ist es, da haben Sie recht.

    Wenn einzelne Gläubige pauschal den Glaubensfreien haltlos negative Eigenschaften anhängen, ihnen Werte, Moral, Menschlichkeit und Gefühle absprechen, so wie dieser Blogger es tut, dann drängt sich diese Assoziation bei mir auf.

  27. Jolanda Schäfer sagt:

    Mich erstaunt es immer wieder, wie sich die Menschheit in Krisensituationen daran erinnert dass es da noch eine höhere Macht gibt. Solang alles gut läuft fragt man nicht danach. Es wird belogen und betrogen, Mitmenschen über den Tisch gezogen, es berührt mich nicht, solange meine Kasse stimmt.
    Unter dem Motto: Läuft es gut – habe ich es gut gemacht
    Läuft es schlecht – ist ein anderer schuld

    Ich bin der Meinung dass wir nicht nur eine Krise, sondern eine richtige Katastrophe nötig haben, damit die Menschheit wieder lernt sich auf das Wesentliche zu besinnen!

  28. Atalaia sagt:

    @ M. Strasser

    “Wenn einzelne Gläubige pauschal den Glaubensfreien haltlos negative Eigenschaften anhängen, ihnen Werte, Moral, Menschlichkeit und Gefühle absprechen, so wie dieser Blogger es tut, dann drängt sich diese Assoziation bei mir auf.”

    Und wenn einzelne Ungläubige pauschal Gläubige als naive Dumpfbacken sehen und sie für alles böse in der Welt verantwortlich machen………..und wenn andere Ungläubige seit Jahren roboterhaft Pädophilen-Links aus Zeitungen in den Blog spamen und damit aus Katholiken Pädophile machen wollen, dann drängen sich bei mir noch ganz andere Assoziationen auf……….

  29. john rambo sagt:

    @ zoe

    “zu brüno. ich finde den film äusserst schockierend und zwar auf beiden seiten. es gibt da homosexuelle tätigkeiten die die welt nicht unbedingt zu sehen braucht. vorallem die anfangsszenen,na ich weiss nicht…”

    habe ihn leider noch nicht gesehen, darum weiss ich nicht, von was du sprichst. wenn es um homosexuellen geschlechtsverkehr geht, dann gefällt er dir und mir sicher nicht, aber es gibt ihn auf dieser welt und ich finde es nicht ganz schlecht, manchmal mit dingen konfrontiert zu sein, die einem aus seinen eigenen illusionen wecken. sonst wird man am ende noch gläubig! ;)

    aber es geht ja vor allem um die reaktionen der leute auf ihn. ich hoffe, dass er ein gutes beispiel sein wird für die intoleranz die nach wie vor in unseren köpfen herumgeistert.

    danke für die wünsche – hoffe du hast auch mal noch ferien?

  30. Lua sagt:

    John Rambo: “wenn es um homosexuellen geschlechtsverkehr geht, dann gefällt er dir und mir sicher nicht, aber es gibt ihn auf dieser welt und ich finde es nicht ganz schlecht, manchmal mit dingen konfrontiert zu sein, die einem aus seinen eigenen illusionen wecken. sonst wird man am ende noch gläubig!

    lol. Sie sind der neue Hugo Stamm. Der wahre Experte in Glaubensfragen. “Sektenopfer” brauchen also nur Homosexuelle beim Geschlechtsverkehr zu beobachen, und sie werden vom Glauben erlöst. Wow.

    Haben Sie der Heidi schon ein Ticket geschenkt?

  31. Lua sagt:

    PS @ John Rambo

    Wenn Brüna ins Kino kommt, dürfen Sie mir auch ein Ticket zustellen.

  32. Blog-Humor sagt:

    Hugo Stamm und Gott einigen sich darauf, künftig nur noch Fälle in den Blog-Himmel aufzunehmen, die eine besonders spektakuläre Sektenkarriere vorzuweisen haben.
    Es klopft an der Himmelstür. Hugo Stamm: “Nur noch außergewöhnliche Fälle”!
    Kandidat: “Höre meine Geschichte! Ich dachte schon immer, ein Bamberger betrügt mich. Also komme ich überraschend drei Stunden früher von der Arbeit in den Blog – gehe wie wild die sieben threads bis heute durch, stoppe den curser und suche wie ein Wahnsinniger die ganze Seite ab. Und – unter @tom finde ich diesen widerlichen Kerl Hitler wie der hängt am Ge- äh, Ata-leier. Also, ich einen Drachen geholt, diesem Sack Hitler die Seele ausgebrannt, der fällt runter und … landet direkt auf einem Strauss Bamberger und steht wieder auf … der Sau-Hitler. Ich zurück in die Küche, greife mir den vollen Kühlschrank marke Hork-eimer und schmeiß das Ding vom höchsten Thron: TREFFER! Nachdem der Sau-Hitler nun platt ist, bekomm ich von dem ganzen Stress einen Herzinfarkt.” – “O.K.”, sagt Hugo Stamm, “… ist genehmigt, komm rein.”
    Kurz darauf klopft es wieder … “Nur außergewöhnliche Fälle”, sagt Hugo Stamm! “Kein Problem”, sagt der Kandidat: “Ich mache wie jeden Morgen meinen Frühsport auf dem Blog, stolpere über einen Luiten bei seinem Yoga, fall über den Faden einer Edellaus und kann mich in wirklich letzter Sekunde einen thread später wieder fangen. ‘Meine Güte’, denke ich … ‘Geil, was für ein Glück, ich lebe noch.’ Da kommt plötzlich ein völlig durchgeknallter Frei-denker und haut mir lauthals seinen lol um die Ohren, ich stürze ab, lande in einem neuen Blog und denke, ‘Das gibt es nicht … zum zweiten Mal überlebt!’ Ich schau nach oben und da trifft mich dieser blöde Kühlschrank!” – “O.K.”, sagt Hugo Stamm, “rein ins Gewitter.”
    Und schon wieder klopft es an der Blog-Himmelstür. “Nur außergewöhnliche Fälle”, sagt Hugo Stamm! “Kein Thema”, sagt ein xy (Name der Redaktion bekannt), “Ich sitze nach einer scharfen Nummer völlig nackt im Kühlschrank!“

    Imagine!

  33. Blog-Humor sagt:

    Oder der:

    Bamberger und ein klein-Tom klauen gerade Hitlers Nüsse. Um nicht entdeckt zu werden, schleichen sie in die just offen stehende Leichenhalle, um die Beute zu teilen. Vor der Tür verlieren Sie noch zwei ihrer Nüsse. “Eine für Dich, einen für mich; eine für Dich, eine für mich”, murmeln sie. Atalaia kommt vorbei und hört die beiden. Ihm sträuben sich die Haare. Er läuft zu Hugo Stamm: “Herr Stamm, in der Leichenhalle spukt es. Da handelt Gott mit dem Teufel die Seelen aus!” Hugo Stamm schüttelt nur den Kopf und geht mit Atalaia leise zur Leichenhalle. “Einen für Dich, eine für mich; eine für Dich, eine für mich. So, das sind jetzt alle. Nun holen wir uns noch die beiden vor der Tür!”

  34. Steinlaus sagt:

    @ Lua

    Aber, aber Lua… :-)

  35. pest sagt:

    @Blog-Humor

    selten so gelacht!

  36. mira sagt:

    @ blog humor
    habe mit pest gelacht! und wie…

  37. john rambo sagt:

    @ blog humor

    lache mit!

    @ lua

    na hören sie mal! natürlich! sie wollen doch wohl nicht etwas anderes behaupten?

  38. Edi Brugger sagt:

    @Adrian 17.07.2009 um 13:26

    Ich respektiere ihre Gefühle und ihre Aufforderung, dieses sogenannte Gebet nicht zerreden. So fasse ich mich kurz. Für mich ist das Ganze ein völliger Nonsens und vermag mich überhaupt nicht aufzurühren. Ich finde keine Übereinstimmung zu meinem Weltbild, zu meiner Person. Es spricht mich in keiner Faser an. Das ist meine ganz persönliche Meinung.

    Ich bin aber schon etwas enttäuscht, dass sie sich apriori einer Diskussion darüber enthalten wollen.

  39. murmi sagt:

    steckt eventuell noch Herr Stamm hinter den Atheisten – Werbungen auf den Bussen ?

  40. Reiff Heidi sagt:

    @ Lua

    Bisch du jetzt e Lusbueb oder es Lusmaitli, spielts e Rugel, das Ticket hab ich nicht verstanden, sesch ich bi immer no hinterem Mond dehei, velicht hän Trolle und Trollinen meh Platz uf em Mond, da läuft uns der liebe Gott und Teufel nicht nach. Da machen wir den Elfentanz auf dem Mond, ohne Drohfinger und ohne blödes Autoritäts und Religionsgeschwätz, wau, miau

  41. Moria sagt:

    Edi Brugger
    @ adrian “……Es spricht mich in keiner Faser an. Das ist meine ganz persönliche Meinung.”
    Wie wär’s mit dem Versuch via Fantasie-Fibrillen im Rechtshirn, zuständig für Emotionen und Musikalität – soll hilfreich sein…..!

  42. Edi Brugger sagt:

    Moria
    18.07.2009 um 11:42

    Wie wär’s mit dem Versuch via Fantasie-Fibrillen im Rechtshirn, zuständig für Emotionen und Musikalität – soll hilfreich sein…..!

    Geht nicht, die Amygdala blockiert.

  43. Simon sagt:

    Warum muss sich Herr Stamm (wie viele weitere Zeitgenossen) überhaupt zu betenden Bankern äussern; wenn so wenig daran ist wie er sagt, könnte ihm das doch egal sein!? Und übrigens: Selbst ich als Gegenteil eines Bibelkenners weiss, dass Jesus mit Zöllnern (den grössten Abzockern der damaligen Zeit) essen ging, entgegen allen Erwartungen. Also Herr Stamm, es ist relativ einfach: Liebe die Sünder, hasse die Sünde (wenn wir dem Sünde sagen wollen). Oder eben: Liebe die Banker (und die anderen betroffenen Personen), hasse die Abzockerei.

  44. THEOLOGISCHE DEBATTEN DES MITTELALTERS

    “Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.”

    Sir Arthur Charles Clarke (1917 – 2008)

    Machtausübung ist Dummheit und allgemeiner Wohlstand ist selbstverständlich – sobald die Religion überwunden ist, die schon immer die Aufgabe hatte, die Fehler der Makroökonomie aus dem Bewusstsein des arbeitenden Volkes auszublenden. Die Religion (Rückbindung auf einen künstlichen Archetyp) war solange notwendig und sinnvoll, wie niemand diese Fehler zu beheben wusste, die zwangsläufig zu systemischer Ungerechtigkeit und damit zu Massenarmut und Krieg führen. Ohne die selektive geistige Blindheit, die uns “wahnsinnig genug” für die Benutzung von Zinsgeld machte, und die noch heute die Menschheit in Herrscher (Zinsprofiteure) und Beherrschte (Zinsverlierer) unterteilt, wäre unsere Zivilisation nie entstanden.

    Erst der Prophet Jesus von Nazareth erkannte, wie die Makroökonomie zu gestalten ist, damit niemand einen unverdienten Gewinn auf Kosten der Mehrarbeit anderer (Frucht vom Baum der Erkenntnis) erzielen kann. Doch mit dem Cargo-Kult des Katholizismus mutierte die seit Jesus eigentlich überflüssige Religion vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode: weitere 1600 Jahre Massenarmut und Krieg, seit der Vernichtung der Gnosis (Kenntnis) im vierten Jahrhundert.

    Die “heilige katholische Kirche” degradierte das Genie zum moralisierenden Wanderprediger und projizierte das von Jesus vorhergesagte “Königreich des Vaters” (Freiwirtschaft, Vater der Kultur = Kreditangebot), in dem die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beendet ist, auf ein hypothetisches “Himmelreich” der Toten, nur um selbst eine “Moral” verkaufen zu können, die in der idealen Makroökonomie so sinnlos ist wie eine Taschenlampe bei Sonnenschein.

    Der religiöse Wahnsinn beließ die Menschheit in der systemischen Ungerechtigkeit des Privatkapitalismus (Erbsünde) und ließ so dem ersten Weltkrieg noch einen zweiten folgen, obwohl der Sozialphilosoph Silvio Gesell bereits 1916, unabhängig von der Heiligen Schrift und erstmals auf wissenschaftlicher Grundlage, genau das wieder beschrieb, was der geniale Prophet Jesus von Nazareth als erster Denker in der bekannten Geschichte als Wahrheit erkannt hatte: absolute Gerechtigkeit durch absolute Marktgerechtigkeit.

    Heute (2009) sind wir an genau dem Punkt angekommen, den die israelitische Priesterschaft schon vor 2600 Jahren vorhergesehen hatte: Wir stehen unmittelbar vor der globalen Liquiditätsfalle (Armageddon), der totalen Selbstvernichtung, denn der Krieg (umfassende Sachkapitalzerstörung) konnte nur solange der Vater aller Dinge sein, wie es noch keine Atomwaffen gab!

    Doch ein Atomkrieg ist gar nicht erforderlich, um unsere ganze “moderne Zivilisation” auszulöschen; es reicht aus, wenn wir weiterhin an den “lieben Gott” (künstlicher Archetyp: Jahwe = Investor) glauben und ein allgemeines Zwischentauschmittel mit parasitärer Wertaufbewahrungsfunktion (Zinsgeld) verwenden.

  45. Ann Donatha sagt:

    und die Steuerfahnung hat nichts zu tun

    http://www.chrismon.de/5324.php

  46. Zahl des Tages sagt:

    200 Millionen Euro!

  47. Here are some tips to help with you achieve your pefect bridal makeup: s ome more interesting links.. … .

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