Schweiz

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hugostamm am Sonntag den 14. Juni 2009

Gott, Herrscher über den Regen

Die Familienlobby, ein Zusammenschluss freikirchlicher Sittenwächter, kämpft gegen die Verluderung von sittlichen Werten. Die Familie ist ihr heilig, Sexualität gehört in die Ehe, Homosexualität ist des Teufels. Die Familienlobby erklärt, konfessionell neutral zu sein. In Wirklichkeit ist es ein Verein mit freikirchlicher Prägung.
Seinen grossen Auftritt hatte der Stosstrupp Gottes bei der Euro-Pride in Zürich. Die Familienlobby machte mobil gegen die „Homo-Lobby“. Der Anlass werbe «unlauter für einen Lebensstil, der erwiesenermassen in grosses Unglück stürzt».
Das Weltbild der Familienlobby kennt kaum Nuancen. Sie schreibt:
„Seit Karl Marx und Friedrich Engels wollen linke Meinungsmacher und Politiker/-innen die Familie abschaffen. In jüngster Zeit sind es die 68er, die vehement an der Zerstörung der Familie arbeiten. Nach ihrem Gang durch die Institutionen haben sie in wenigen Jahren eine neomarxistische, konsumfixierte Anarchie errichtet. Die brüchigen Säulen ihres familienpolitischen Programms heissen:
* Sex nach Lust und Laune
* Abtreibung ungewollter Embryos
* Abschieben der Kinder in Krippen und Horte
* Scheidungen im Schnellverfahren ohne Schuldfrage
* Homosexualität als legitimes Partnerschaftsmodell
* … und wenn’s nicht mehr hinhaut, den Giftbecher bestellen
Der Wunsch nach treuer Liebe in Ehe und Familie ist zu tief im menschlichen Herz eingegraben. Höchste Zeit, der destruktiven Propaganda der Neomarxisten entgegenzutreten und das Modell der traditionellen Familie neu zu propagieren.„
Im Vorfeld der Euro-Pride haben die Sympathisanten der Familienlobby Organisatoren und Sponsoren mit Protestbriefen eingedeckt. Schweiz Tourismus hat mehrere Hundert Schreiben erhalten.
Die Briefe waren so ehrverletzend, dass die Organisatoren eine Strafanzeige gegen Daniel Regli, Präsident der Familienlobby, eingereicht haben. Regli präsidiert auch die SVP des Zürcher Kreises 11.
Aufschlussreich ist das religiöse Weltbild der Familienlobby. Es macht deutlich, dass freikirchlich Gläubige ein Gottesbild pflegen, wie es normalerweise kleine Kinder entwickeln. Eine Pressemitteilung der Lobby macht es deutlich. Darin heisst es, die Organisatoren hätten  100’000 Besucher zur Parade 6. Juni 09 erwartet. Es seien aber laut Polizeiangaben nur 15’000 bis 20’000 gewesen. (Der Veranstalter zählte 50’000.)
De Familienlobby glaubt, viel zum Misserfolg beigetragen zu haben. Die Anhänger beteten zu Gott, er möge es regnen lassen.  Wörtlich heisst es in der Mitteilung: „Zwar brachen die Teilnehmer in Jubel aus, als kurz vor Start des Umzugs die Sonne durch die Regenwolken hervor brach. Schon wähnte man sich im Sieg über Christen, die für Regen beteten, um die Parade zu verhindern. So setzte sich der Tross im Schatten des Ostwindes mit lauter Musik in Bewegung. Kurz vor fünf siegte dann aber der Westwind. Druck- und Gegendruck hatten eine riesige Wolkenwand aufgebaut, die sich mit Blitzen, Donner und heftigstem Regen im Zürcher Stadtzentrum entlud.“
Die Freikirchler geben ihren „Misserfolg“ teilweise zu: „Nun, auch die Familienlobby hat ihr Ziel verfehlt, die ganze Parade durch Regen zum Flop werden zu lassen. Gott, der Herr der Wetterlage, hatte offensichtlich einen etwas differenzierteren Plan. ‚Er lässt Seine Sonne scheinen über Gerechte und Ungerechte’ (Mt. 5,45). Er gibt auch Homosexuellen Freiraum, ihr Leben auszuprobieren. Jedoch macht Er ebenso deutlich, dass die Versuche, sich auf diese Art das Glück zu sichern, in heftigem Unwetter enden.
        Die Familienlobby kann mit dieser weisen Lösung gut leben. Sie wird ihre Aktivitäten zum Schutz und zur Förderung familiären Lebens weiter forcieren und auch in Zukunft mit dem HERRN der Wetterlage zusammenarbeiten.“
Damit ist die Frage der Theodizee eindeutig beantwortet: Die Anhänger der Familienlobby sind offensichtlich überzeugt, dass Gott jeden Regentropfen gezielt steuert.

1.101 Kommentare zu „Gott, Herrscher über den Regen“

  1. Lua sagt:

    @ antonius

    Dann verstehen wir damit das Selbe.

  2. john rambo sagt:

    @ agnostiker

    “Sie schreiben explizit dass davon auszugehen ist, dass die katholische Kirche eher früher als später Massenmorde an verschiedensten unliebigen Gruppen vornehmen würde…. Das ist unterste Schublade! Sie haben nicht einfach nur Führungsstrukturen verglichen (was schon problematisch wäre), sondern explizit vor künftigen Massenmorden der Kirche gewarnt…”

    was ist mit den kreuzzügen? was passierte mit den einwohnern südamerikas? unter welcher religion wurde halb afrika versklavt? und welches andere land war auch opfer eines faschistischen systems – neben deutschland? und wer verbietet angesichts millionen von aids-toten immer noch die zur zeit einzige lebensrettende massnahme? ja, das ist wirklich unterste schublade.
     
     
    @ pero

    sorry pero, aber ich sprach vom moralischen unterschied. und moral sollte wohl auch in der praxis anzutreffen sein oder?

  3. Moria sagt:

    Canis Lupo
    …….hihi!
    Nein, nein, der Swann ist schon ok
    Nur ganz selten tut er weh
    Aber dann mit aller Kraft
    Fliesst aus ihm mal glaeub’ger Saft
    Deformation professionelle
    Nennt man dies auf die Schnelle
    Ausgleich bis zum ‚geht nicht mehr’
    Daran leidet er so sehr
    Irgendwelch freikirchlichen Tendenzen
    Lassen ihn den Geist begrenzen
    Aber eine Schwaeche darf er haben
    Sonst tun wir uns an seinem Schreiben laben….

    Bis dann auf ein Wiederschreiben
    So einfach sollst Du doch nicht scheiden!

    Merry
    Unser ‚cabrón’ Atalaia sagt unter soviel Schwafel „Sie sind, genau wie Moria, auf einem Auge blind.“
    Wenigstens sehen wir beide – im Gegensatz zu ihm – noch mit einem AUGE, und wie scharf, ist schon mal was!

    John Rambo
    ……wie bitte? Das war nun aber Rambo- und nicht JR-maessig – fast saumaessig daneben. Compañero!

    Blueberry
    Vorweg – bei Deinem gestrigen Posting an mich hast Du etwas verwechselt, nicht ich sprach vom T-Shirt mit der ‚eins’ resp. ‚zwei’ drauf – das war unser amigo Swann….!

    Braucht es denn wirklich ‚eine Stimmung’ fuer Fidelio? Meinte ich doch, dass musikalische Offenbarung von Freiheit und Menschlichkeit stimmungsunabhaengig ist, hm!
    Aber die leg ich mir jetzt auch auf……..gute Idee!

    Ach, Blueberry, danke der Ehre, aber das Evangelium erklaeren, ueberlasse ich Dir oder hoechstens noch dem ‚Unglaeubigen Katechet’ (!!) – denn zu autoritaer kommt es mir herueber…… und Einsicht laesst sich nur individuell vermitteln, ohne Zwang, ohne Ge- und Verbote!
    Sollen sich die Fundis autoritaer leiten lassen…..aber nicht Fidelio-LiebhaberInnen!

    Anna
    Bitte, bitte korrigieren Sie……unbedingt, Sie meinen ‚es’ doch IRONISCH!!
    Denn Ihre Aussage:
    „….da weiss der Pfarrer tröstende Worte, er kann dem dem Hinterbliebenen seelisch helfen.
    ……der Atheist und deshalb nicht Theologie studiert hat, sondern eine praktischere Ausbildung absolvierte, kann dem Hinterbliebenen helfen bei der Bewältigung der Bürokratie…..“
    Ach unsere Anna – den Atheisten stellt sie somit als manuellen Buerokraten – den Pfarrer als Psychologen dar……. Herzlichsten Dank!
    Dass Sie auch immer soviel Pech mit Ihren Vergleichen haben muessen.
    Immerhin damit verdienen Sie sich den Wochenpreis des QUERSTEN HUMORS – der verkannten IRONIE!

    Pero
    Rabbi Jussuf
    …..spannend!
    Meint Ihr (v.a. Pero) nicht, dass der Glaube an Gott – einem unendlich viele Traeume entzieht?
    Auch meinte ich, wenn es dann einen Gott gaebe – er im Erkennen dieser Menschen, diese ohne zoegern verlassen wuerde…..!?!

  4. Blueberry sagt:

    Mutz, habe ich Ihren Gallenfluss angeregt? Wissen Sie, das Christentum, der Islam und das Judentum sind die Grössten Faktoren für Krieg. Mal abgesehen vom Buddhismus, der ohnehin eher eine Philosophie ist, sind Religionen im Grunde nur für eines da: Um Zwietracht zu säen zwischen den Menschen. Ein Humanist hat völlig andere Pläne und Ziele. Für einen Humanisten ist es spannend ein Miteinander zu gestalten, indem Individuen ihr Recht zugestanden wird. Durch diese geistige Freiheit wird es dem Einzelnen erst möglich ein konstruktives Kollektiv zu bewirken. Ihr Religionsheinis hingegen habt nichts anderes als straffe, hierarchische Strukturen im Kopf, die auf irgendwelchen Phantasmen von ein paar prähistorischen Ziegenhirten beruhen. Begreifen Sie nicht, dass Sie und Atalaia nichts anderes tun, als krampfhaft zu versuchen Ihre Kindheit zu wiederholen? Mensch Mutz, werden Sie erwachsen und streifen Sie den Mumpitz endlich ab, mit dem Sie und Atalaia massiv hirngewaschen worden sind. Und bitte hören Sie gleich damit auf von wegen: “Blueberry, Blueberry, der Teufel wird Sie holen.” Ihr Teufel kann mich mal, genauso wie Ihr Big-Boss!

  5. Blueberry sagt:

    Moria, Du hast mich sehr nachdenklich gestimmt, was ich doll gerne mag. Ich will Dich gerne besser kennen lernen. Aber zuerst muss ich Dein geistiges Geschenk aufarbeiten. Du “hörst” von mir.

    Grüsse

  6. Anna sagt:

    @ Moria
    Dass SIE meinen Beitrag nicht verstehen werden – ich hatte nichts anderes erwartet. Auf die Moria ist wirklich Verlass. :-)

  7. Pero sagt:

    @Moria
    Ein Mensch der befürchtet, dass ihm Träume entzogen werden, muss sehr unsicher sein…

  8. Anna sagt:

    @ Charles Swann
    Übrigens, bevor Sie Mitleid mit mir bekommen wegen den Einfuhrzöllen: Inzwischen habe ich herausgefunden, dass mir da jemand einen Bären aufgebunden hatte und in Wirklichkeit Bücher davon befreit sind. Aber nur dann, wenn man ausschliesslich Bücher bestellt – wenn jemand z.B. ein Buch und eine CD bestellt, beträgt der Einfuhrzoll 60% des Gesamtpreises der Bestellung (Buch + CD + Lieferkosten).

  9. Rabbi Jussuf sagt:

    @Moria

    Sagen wir es so: Gott ist einer von vielen Träumen. Nur wenn er zum Tyrannen wird (Monotheos) dann verbannt er all die anderen Träume in die Hölle – und wird selbst zum Albtraum.

  10. Basta sagt:

    @Rabbi Jussuf: Auf mein Zitat aus der hagalil.com-Website über den Zusammenhang des Bruchs der Kultur und der Transzendenz schreiben Sie: “Diese Einstellung ist nun genau so gefährlich, wie die Hassideologie selber. Das impliziert, dass wieder einer oben hockt und bestimmt, was denn Gut und was Böse sei. Ich sehe da keinen Unterschied mehr.
    Da haben Sie aber eine ganz individuelle, nicht nachvollziehbare Sicht der Dinge. Ich bin mit der Beobachtung der jüdischen Website absolut einverstanden, dass für die Entstehung einer Hassphilosophie die Voraussetzungen dann günstig sind, wenn die spirituelle Komponente einer Kultur geschwächt ist oder versagt, wenn einer Gesellschaft die Wertmassstäbe abhanden kommen, also das Gespür für die Leere und das Böse verkümmert, eingeschlafen, erstickt ist. Das impliziert gar nichts, was schlimmer als eine Hassideologie sein könnte. Auf jeden Fall gibt es keinen entsprechenden logischen Zusammenhang. Dass Sie da keinen Unterschied sehen, das müssen Sie wohl oder übel sich selber zuschreiben. Im übrigen geben Sie sich selber einer gefährlichen Überlegung hin: Die Art und Weise wie Sie schreiben, ist doch genau die Schreibweise, die uns weis machen will, dass gut böse ist und böse gut. Es ist durchaus nicht so, dass Werte, Transzendenz und die spirituelle Komponente einer Kultur zur Vernichtung anderer Menschen führt. Im Gegenteil, jede Kultur braucht Wertmassstäbe. Wenn die Werte lächerlich gemacht, mit den Füssen getreten werden und verkümmern, wenn sogar behauptet wird, die Religion sei schlimmer als die Hassideologie, die dagegen steht, dann verlieren die Worte ihren Sinn, dann wird der Boden für die Verbreitung von Hass präpariert. In diesem Sinne bedaure ich Ihre Sichtweise sehr. Ich hoffe, dass Sie mir antworten werden, dass ich Sie falsch verstanden habe und dass Sie etwas ganz anderes gemeint haben, als ich verstanden habe.

  11. Moria sagt:

    Pero
    Deine Antwort bestaetigt ja geradezu meine fragende These……: ob man/frau aus Unsicherheit (unter anderem selbstverstaendlich) an Gott glauben will oder tut?

  12. Basta sagt:

    @john rambo: Doch, lieber Rambo, Sie verharmlosen und verniedlichen die Naziverbrechen, indem Sie sagen: “es sind menschen wie wir und darum sind sie gleich viel wert wie wir. wenn wir anfangen das menschsein anhand der taten eines menschen zu werten, dann sind wir nicht anders als die nazis…
    Nach was sollen wir denn die Menschen beurteilen, wenn nicht nach ihren Taten? Haben Sie persönliche Sympathien für die Nazis? Oder aus welchem anderen Grund verniedlichen Sie diese kriminelle und gewalttätige Spezies so? In Ihren Texten werten Sie die Nazis auf, so dass man beinahe den Eindruck erhält, ein Nazi sei etwas normales, über das wir uns keine Gedanken zu machen brauchen. Das kann ja sicher nicht im Ernst Ihre Einstellung sein. Dann lassen Sie aber bitte auch die Rechtfertigungen zu Gunsten der Nazis weg.

    Sie sagen: “und jetzt sagen sie mir: führt meine denkweise zu einer relativierung der verbrechen? nein.” Nun, so wie Sie schreiben, führt Ihre Schreibweise tatsächlich dazu, dass der geneigte Leser Ihre Texte so versteht, als ob Sie die Verbrechen der Nazis relativieren würden, ja gar in Richtung einer Rehabilitierung der Nazis hin arbeiten.

    Ihre Absicht, andere Völkermorde nicht dem Vergessen anheim fallen zu lassen in Ehren. Auch ich lehne es ab, den Völkermord an den Juden als schlimmer anzusehen, als zum Beispiel den Völkermord an den Tutsi. Um ein konkretes Beispiel zu nennen. Das Ziel, die beiden Völkermorde als Gleichberechtigt darzustellen, erreichen Sie aber nicht, in dem der Völkermord an den Juden verniedlicht wird und Sie den Nazis quasi den Weg zur Salonfähigkeit ebnen. Sondern indem wir den Völkermord an den Tutsi thematisieren. Und immer wieder davon und darüber sprechen. Mit Ihrer Art der verniedlichenden Argumentation haben Sie sich nur in eine ungemütliche Situation gebracht, in der Sie sich Rechtfertigen müssen, ohne Ihre eigentliche Botschaft zum Leser hinüber gebracht zu haben. Irgendwie schade, oder?

  13. john rambo sagt:

    @ Basta

    sie haben mich falsch verstanden: ich sage nicht dass man die menschen nicht nach ihren taten beurteilen sollte – aber ihr menschsein bleibt unangetastet. ihre würde als menschen ist stehts dieselbe, egal wie gut oder böse sie sind. wenn wir diesen grundsatz aufgeben, sind wir nicht anders als die, die wir verurteilen.
    ich kann nur meinen alten merksatz wiederholen: pass auf, wenn du ein monster tötest, dass du nicht selbst zu einem wirst.

    im übrigen finde ich die naziverbrechen auch grauenhaft und ich finde es komisch, wie viele leute mir hier unterstellen, ich verharmlose irgendetwas.

    “In Ihren Texten werten Sie die Nazis auf, so dass man beinahe den Eindruck erhält, ein Nazi sei etwas normales, über das wir uns keine Gedanken zu machen brauchen.”

    falsch: ein nazi ist etwas normales, und gerade darum müssen wir uns gedanken darum machen! nur wenn wir verstehen, dass jedem menschen eine gute und eine böse seite innewohnt, können wir verstehen, warum es die nazis so weit treiben konnten und können wir verstehen, dass wir immer in gefahr sind, diese geschichte zu widerholen. nur mit dem bewusstsein vom bösen, können wir dagegen vorgehen.

    “Nun, so wie Sie schreiben, führt Ihre Schreibweise tatsächlich dazu, dass der geneigte Leser Ihre Texte so versteht, als ob Sie die Verbrechen der Nazis relativieren würden, ja gar in Richtung einer Rehabilitierung der Nazis hin arbeiten.”

    das glaube ich nicht. gut, wenn man etwas anders verstehen will, als es gemeint ist – dann ja.

    “Um ein konkretes Beispiel zu nennen. Das Ziel, die beiden Völkermorde als Gleichberechtigt darzustellen, erreichen Sie aber nicht, in dem der Völkermord an den Juden verniedlicht wird und Sie den Nazis quasi den Weg zur Salonfähigkeit ebnen. Sondern indem wir den Völkermord an den Tutsi thematisieren.”

    da haben sie recht. nun ursprünglich habe ich aber nicht völkermord, sondern die strukturen des aufbaus von kirche und diktatur verglichen. das thema völkermord ist wohl die logische konsequenz hieraus.

    “Mit Ihrer Art der verniedlichenden Argumentation haben Sie sich nur in eine ungemütliche Situation gebracht, in der Sie sich Rechtfertigen müssen, ohne Ihre eigentliche Botschaft zum Leser hinüber gebracht zu haben. Irgendwie schade, oder?”

    ich glaube, wenn man möchte, dann könnte man mich auch so verstehen wie es gedacht ist. man muss mir nur nicht unterstellen, dass es mir darum geht, irgendetwas zu verniedlichen. also liegt das problem vielleicht nicht bei mir?
     
     
    @ moria / alle

    nun ich finde es bedenklich, dass man gerade in unseren breitengraden immer noch solche hemmungen hat die geschichte aufzuarbeiten, geschweige denn einfach mal hinzuschauen. in den köpfen ist oft nur folgendes anzutreffen: nazi = bös = nicht darüber sprechen. es herrscht ein totales unverständnis über die damalige geschichte, und im selben masse hat sich aber jeder eine unverrückbare meinung darüber gebildet.

    ich finde das ist so ziemlich die falscheste vorgehensweise, wie man diesem thema begegnen kann. ich versuche einen anderen weg. (ich höre schon was jetzt dann wieder kommt). ich finde man sollte über die nazis lachen können. oder was denkst du, verhindert in zukunft eher eine widerholung der geschichte: dass man angst hat vor etwas, oder dass man darüber lachen kann? bitte genau nachdenken, bevor man mir wieder irgendwas nachsagt.

    es genügt, wenn ich das wort nazi in den mund nehme und schon hagelt es bomben auf mein haupt. dabei habe ich weder die naziverbrechen in irgendeiner form relativiert, noch jemanden persönlich angegriffen. aber am liebsten würde mich gleich aus dem blog werfen. ist das ok? ist das die form der toleranz, die wir von unseren christlichen und atheistischen mitmenschen fordern? also passt bitte in zukunft etwas auf, bevor ihr mir irgendetwas unterstellt, lest mich nicht so wie ihr mich lesen wollt, sondern erinnert euch an den herzensguten rambo und versucht meine texte als die texte eines philantropen zu lesen, der die menschen liebt und euch nämlich auch!

  14. Rabbi Jussuf sagt:

    @Basta
    Sie haben mich schon richtig verstanden.
    Erklären Sie mir mal, wie man „einen Bruch mit der Transzendenz“ und „das Gespür für die Leere und das Böse“ feststellen kann, wenn nicht mit genau den Wertmassstäben der vergangenen Kultur.
    So etwas kann nur jemand erzählen, dessen religiöse Traditionen im Verschwinden begriffen sind, im Stil von „früher war alles besser“.

    Das aber ist eine reaktionäre Katze, die ihrem Schwanz nachrennt.

    Es sagt rein gar nichts aus über die Art der Transzendenz (zudem ein unklar definiertes Wort) und es tut so, als ob jedermann sich einig sei, was „leer“ und „böse“ sei.

    “ Die Art und Weise wie Sie schreiben, ist doch genau die Schreibweise, die uns weis machen will, dass gut böse ist und böse gut.“
    Das sag ich nicht. Aber Sie sagen damit, dass Böse etwas sei, das glasklar definiert sei. Und das ist falsch.
    Es gibt genügend ostdeutsche Bürger, die wünschten sich das DDR-Regime zurück mit der gleichen Begründung. (Ok, ohne die Transzendenz). Weil sie nicht mit der „leeren“ westlichen Lebensweise zu Rande kommen.

    Richtig ist, dass Zeiten des Umbruchs immer Gefahr laufen, dass es zu Auswüchsen kommt.
    Formuliert man diese Tatsache aber wie in Ihrem Zitat, dann heisst das, das Alte ist immer das Bessere als das Neue. Man tut gleichzeitig so, als seien die alten Werte das Gute an sich und verwischt dabei das Schlechte, das zum Zusammenbruch der alten Kultur geführt hat.
    Das eigene Schlechte und Schwache wird zum „Bösen“ externalisiert. (Die Anderen sind immer schuld!)
    Und da greift @john rambos Kritik.
    Er versucht zu zeigen, dass wir, die wir in einer „alten Kultur“* leben, nicht besser sind und als Einzelmenschen genauso gefährdet sind, wie irgend ein Nazionalsozialist. Der lebte auch in seiner „alten Kultur“.

    *“alte Kultur“, im Sinne Ihres Zitats, in einer Tradition lebend, die wir als Gut befinden. Wie sonst könnten wir darin leben?

    Was herauskommt, wenn man das „Böse“ externalisiert und verabsolutiert, zeigen die Nazis als besonders gutes Beispiel.
    Und genau das wird in Ihrem Zitat unbewusst gefordert.
    Leute, die so etwas schreiben, sind keinen Deut besser als die Menschen, die in Nazideutschland gelebt haben. Sie haben bloss das Glück, dass sie in einer einigermassen gesicherten Umgebung leben.

  15. Basta sagt:

    @john rambo: Danke für Ihre Präzisierungen. So kann ich damit leben, möchte aber zu folgendem noch einen Kommentar abgeben: Sie sagen: “ich glaube, wenn man möchte, dann könnte man mich auch so verstehen wie es gedacht ist. man muss mir nur nicht unterstellen, dass es mir darum geht, irgendetwas zu verniedlichen. also liegt das problem vielleicht nicht bei mir?
    Nun, ich unterstelle Ihnen garantiert nichts. Unterstellen findet dann statt, wenn einem Meinungen untergeschoben werden, ohne dass im Text ein Hinweis in diese Richtung erkennbar wäre. Ich bin bei meiner Replik an Sie immer von konkret schwarz auf weiss Geschriebenem ausgegangen. Ich habe auch die naheliegende Bedeutung Ihrer Sätze aufgenommen und nicht wild in der Gegend herum interpretiert. Und Fragen gestellt, ob ich Sie wirklich richtig verstanden habe. Könnte es sein, dass das Problem doch in der Formulierung liegt? Aber wie gesagt, ich bin froh, dass Sie da doch einiges richtig gestellt haben.

  16. Edi Brugger sagt:

    Atalaia@ merry

    Ich fordere Sie nochmals auf, zu unterlassen, mir Unsinn zu unterstellen. Ich vertrage Provokationen besser als Sie.

    Atalaia wie er leibt und lebt

  17. Pero sagt:

    @Moria
    Gemeint wars genau andersrum: Ist man sich seiner selbst sicher, kann man auch gelassen über die faszinierenden, menschlichen Fragestellungen nachdenken, die unter dem Begriff «Gott» zusammengefasst werden. Ich halte «Gott» darum nicht für eine unreife Ansicht oder gar eine Dummheit, sondern für ein Stück philosophische Poesie, eine kulturelle Leistung. Es sind Versuche, sehr komplexe und abstrakte Zusammenhänge greifbar zu machen. Solange sie an ihrem Platz stehen, als Modell verstanden werden und nicht mit der Realität verwechselt, habe ich nichts einzuwenden gegen den Glauben anderer. Im Gegenteil kann er mir helfen, meine Sicht auch besser zu formulieren. Das müssen wir schon anerkennen: Wenn Gedankenfreiheit herrschen sll, dann herrscht eben auch Freiheit für den Gottgedanken.

    Oder nochmal anders: Wer in irgendeinem Gott eine Bedrohung, eine unnötige Disziplinierung, eine Knechtung, was immer in der Art sieht, der bezieht sich viel mehr auf diesen Gott, als ihm lieb ist. Er ist unfrei, hat ihn keineswegs überwunden, sondern reibt sich sogar daran.

  18. john rambo sagt:

    @ basta

    uff, da bin ich froh :) nun sie haben sicherlich nicht unrecht. ich behaupte auch nicht, dass jede meiner formulierungen bis in den letzten winkel durchdacht wäre. ich muss ja nebenher auch noch arbeiten! ;)
    mir ist nur gerade so eine blogbreitseite entgegengeflogen, und ich fühlte mich einen moment lang komplett missverstanden, daher womöglich meine reaktion, dass man mir dinge unterstellt. ist sicher nicht persönlich oder böse gemeint.

  19. Moria sagt:

    Re: Formulierung

    John Rambo
    …..was die Formulierung so alles anstellen kann. – oft viel Missverstaendliches.
    Ob das Thema zum ‚lachen’ geeignet ist, nun Rambo, das ist nicht einmal eine Frage der Formulierung eher des Geschmacks, wirklich doch. Da kommen mir einfach die Gedanken an die Opfer und deren Qualen hoch – und da kann ich mit dem Begriff der Toleranz oder dem ‚einen anderen Weg anzugehen’ einfach nichts mehr anfangen. Das ist lediglich meine ganz persoenliche Befindlichkeit.

    Pero
    Du – der Meister der Formulierungen, der Klarstellungen, der Unmissverstaendlichkeit……., wenn Du dann willst!

    Wie Du ‚einen’, leider nicht den ueblichen, meist aber praktizierten Glauben an Gott umschreibst, dagegen koennte wohl niemand, nicht einmal der haerteste Atheist, einen Einwand erheben.
    Leider wird Gott nicht als Mystik oder’ Traumdeutung’ gehandhabt, vielmehr als Suche nach etwas Uebernatuerlichem, als Sehnsucht nach ultimativen Antworten. Viele Menschen brauchen offensichtlich einen imaginaeren Schoepfer, Richter und Vollstrecker.
    Gottesglaube und/oder (philosophische) Poesie – waere ein interessanter Diskussionsausgangspunkt (bei viel vorhandener Zeit zum …….)!

  20. john rambo sagt:

    @ moria

    ich habe nicht gesagt dass ich über die opfer lache. ich lache über die nazis und deren groteske art die durchaus etwas komisches hat, in dieser völlig übertriebenen strenge. auf der anderen seite trifft mich das schicksal der opfer tief. mir scheint es jedoch möglich diese zwei dinge unabhängig voneinander betrachten zu können. ob dies nun eine gabe oder ein fluch ist, will ich nicht sagen müssen.

    eins muss gesagt bleiben und dies in anbetracht dessen, das wir nicht vergessen wollen: die opfer der nazis werden in der geschichte versinken wie alle anderen opfer, aller anderen despoten auch und in hundert jahren wird es zu lange her sein, als dass noch gefühle geweckt werden. also sollten wir ihnen als menschen gedenken und nicht als gesichtslose opfer eines verbrecherstaates, der durch all die ständigen erinnerungen an ihn, leider ein viel zu deutliches bild hinterlassen hat, als jene die unter ihm gelitten haben. insofern höhre ich jetzt auf über nazis zu schreiben, wenns recht ist. das thema kommt ja sicher bald wieder von irgendwoher.

    grüssle

  21. pest sagt:

    @Atalaia
    Dass Sie meine Argumentation nicht “schnallen” , verwundert mich nicht. Siehe IQ!
    Was Sie aber wieder ueber Namenhuepfen etc. schreiben offenbahrt lediglich Ihre Paranoia. Lieber Atalaia, Sie tun mir aufrichtig leid. Mit einem aufmunternden Hallelujah. Gruss pest

  22. Alois Mutz sagt:

    @Blueberry
    Sie können einem nur noch Leid tun. Ab jetzt werde ich Ihnen nicht mehr antworten.

  23. Basta sagt:

    @Rabbi Jussuf: Ausgangslage der Diskussion ist folgendes Zitat, das im Zusammenhang mit der Entstehung eines Umfeldes steht, das Hassideologien zulässt: “Aber wann taucht eine solche Gefahr auf? Genau in dem Augenblick, in dem ein Bruch zwischen der jeweiligen Kultur und dem Transzendenten erfolgt, das heisst, wenn die spirituelle Komponente einer Kultur geschwächt ist oder versagt, wenn einer Gesellschaft die Wertmassstäbe abhanden kommen, also das Gespür für die Leere und das Böse verkümmert, eingeschlafen, erstickt ist.
    Sie sagen darauf unter anderem: “@Basta,
    Sie haben mich schon richtig verstanden.
    Erklären Sie mir mal, wie man „einen Bruch mit der Transzendenz“ und „das Gespür für die Leere und das Böse“ feststellen kann, wenn nicht mit genau den Wertmassstäben der vergangenen Kultur.
    So etwas kann nur jemand erzählen, dessen religiöse Traditionen im Verschwinden begriffen sind, im Stil von „früher war alles besser“.
    Das aber ist eine reaktionäre Katze, die ihrem Schwanz nachrennt.
    ” und ““ Die Art und Weise wie Sie schreiben, ist doch genau die Schreibweise, die uns weis machen will, dass gut böse ist und böse gut.“
    Das sag ich nicht. Aber Sie sagen damit, dass Böse etwas sei, das glasklar definiert sei. Und das ist falsch.
    Es gibt genügend ostdeutsche Bürger, die wünschten sich das DDR-Regime zurück mit der gleichen Begründung. (Ok, ohne die Transzendenz). Weil sie nicht mit der „leeren“ westlichen Lebensweise zu Rande kommen.

    Nun, Ihre Kritik geht davon aus, dass die Schreiber des Zitats auf der Website hagalil.com dass Alte als gut, das Neue als schlecht taxieren. Lesen Sie bitte genauer: Es ist nicht davon die Rede, dass sich Werte verändern. Sondern dass der Sinn für Gut und Böse schwindet, weil die philosophische, ethische oder religiöse Basis einer Kultur verloren geht. Weil Begriffe so verwendet werden, dass sie nicht nur nicht mehr mit dem ursprünglichen Inhalt übereinstimmen, sondern gerade das Gegenteil aussagen. Weil an der Schule Geschichte, Philosophie und Religion den Fächern Mathematik und Naturwissenschaften weichen müssen. Damit geht grundlegendes Verständnis und Wissen über unsere Kultur und über die Entstehung der heutigen Werte verloren. Folge davon ist, dass es schick wird, das Böse zu denken und zu tun. Am Fernsehen wird in Filmen die Gewalt verherrlicht. Gerade heute verliert unsere Gesellschaft viele ihrer grundlegenden Werte. Und das macht das Zusammenleben gewiss nicht einfacher. Führt aber letztliche zum Verlust der Vormachtstellung der westlichen Kultur. Weil keine Kultur mehr da ist. Nur mit Geld und Wirtschaftsleistung lässt sich eine Vormachtstellung nicht halten. Eine Vormachtstellung lässt sich nur langfristig halten, wenn die anderen Kulturen daraus einen Vorteil haben, z.B. weil die vorherrschende Kultur Gut und Böse unterscheiden kann und sich selber gut verhält, nämlich so, dass sich die anderen Kulturen frei entfalten können. Ihre Kritik, dass das Böse nicht glasklar definiert sei, betrachte ich als billigen Trick, um vom eigentlichen Thema abzulenken. Jeder weiss, was mit Gut und Böse gemeint ist. Das Böse ist der Gegenbegriff zum Guten und ein zentrales Konzept der Philosophie- und Religionsgeschichte. Werte können sich auch weiterentwickeln, wenn sie gepflegt werden und philosophisch diskutiert. Was aber verloren ist, entwickelt sich nicht mehr weiter, das fehlt einfach. Und oft füllt das Böse und Gewalt das entstehende Vakuum, und eine neue Hassideologie entsteht. Das Böse wird nicht externalisiert, denn es entsteht mitten unter uns. Die Grundlage, auf der Hassideologien entstehen und gedeihen können, sind auf der Website hagalil.com schon richtig beschrieben. Auch dass die Bürger der ehemaligen DDR sich das alte Regime zurückwünschen, weil sie Lebensweise im Westen als „leer“ empfinden, ändert nichts daran und ist kein Wasser auf ihre Mühle. Die Lebensweise im Westen ist rein materialistisch und egoistisch geworden, die empfundene Leere ist tatsächlich vorhanden und wie Zunahme von rechtsextremistischen Vorfällen aufzeigt, führen die verlorenen Werte dazu, dass wir den Anfang der Entstehung von neuen Hassideologien gerade heutzutage live beobachten können. Nun das Verlorene fälschlicherweise dafür verantwortlich machen wollen, dass neue Hassideologien entstehen, das würde ich eher als externalisieren empfinden. Ich glaube, es wäre sinnvoller, genau zu beobachten und den Hass in den Anfängen aufzulösen und nicht zuzuwarten, bis er ein nicht mehr kontrollierbares Eigenleben entwickelt hat. Ich kann leider nicht umhin, Ihnen weiterhin vorzuwerfen, die Begriffsverwirrung aktiv zu fördern und das Entstehen neuer Hassideologien somit indirekt zu unterstützen.

  24. der Zeitgeist sagt:

    @ Agnostiker
    Ich habe meinen Beitrag nochmals aufgeschaltet, da laut Dobra anscheinend einige Beiträge verlorenen gegangen sind.

    Aber nun zu Ihren Argumenten :
    • Da ich nur sehr sporadisch im Stammblog lese, kenne ich die Gesinnung von Anna nicht. Der Beitrag von Anna ist mir beim Überfliegen wegen den Schlussbemerkungen ins Auge gestochen, weshalb ich dies zum Anlass für mein Posting nahm.
    • Zu ihrem Punkt 3) : Mit der SVP habe ich nichts am Hut, weshalb Sie mir auch nicht unterstellen dürfen, dass ich deren Propaganda erlegen bin. Dass ich mich hinter das Minarett-Verbot stelle, entspringt meiner persönlichen Überzeugung und kritischen Haltung gegenüber dem Islam.

    Des weiteren schreiben Sie : Religionsfreiheit ist ein Konstrukt, das zwingend für alle Religionen in allen Ländern gelten müsste. Somit können Sie nicht Minarette grundsätzlich verbieten, ohne parallel auch jeden Kirchturm zu verbieten.
    Bitte erklären Sie mir, weshalb Sie Religionsfreiheit als ein Konstrukt bezeichnen. Ich betrachte Religionsfreiheit als ein zwingendes Menschenrecht, das auf der ganzen Welt durchgesetzt werden muss. Sie könnten allenfalls die Religionen als menschliche Konstrukte bezeichnen, nicht aber ein Menschenrecht.

    Jedoch hat weder ein Kirchturm noch ein Minarett etwas mit der freien Ausübung einer Religion zu tun. Es sind lediglich Wahrzeichen neben einem Gebetsraum oder einer Kultstätte.
    Kirchtürme gehören nunmal seit über 1000 Jahre zu unserer abendländisch-christlichen Kultur, wie eben auch Minarette zur morgenländisch-islamischen Kultur gehören.
    Das Argument des Gegenrechts könnte ich nur dann gelten lassen, wenn auch in den islamischen Ländern, besonders Saudi Arabien und Iran, Kirchtürme erlaubt werden.

    Des weiteren schreibt Agnostiker:
    Fordern Sie nicht Religionsfreiheit, wenn Sie nicht gewillt sind, diese ALLEN zu geben. Fordern Sie nicht ein Verbot von einem Turm (Minarett), wenn Sie nicht gewillt sind, den anderen Turm (Kirchturm) auch zu verbieten! Ihr Nick ist nicht schlecht gewählt… es ist der heutige Zeitgeist, gegen alles Fremde grundsätzlich zu wettern, weil Sie es nicht verstehen…

    Also nochmals ein Turm hat nichts mit Religionsfreiheit zu tun und dies wird Ihnen jeder Rechtsgelehrte bestätigen. Nur wenn wir den Moslems den Bau von Gebetsräumen verbieten würden, wäre dies ein Eingriff in eben dieses Menschenrecht.

    Und nun zu ihrem abschliessenden Argument, dass ich gegen etwas bin, dass ich nicht verstehen würde, dann muss ich leider entgegnen, dass ich sehr wohl weiss, von was ich rede, denn ich beschäftige mich seit Jahren eingehend mit Religionen und vor allem auch mit dem Islam. Nachdem ich den Koran mehrmals in verschiedenen Übersetzungen gelesen und studiert habe, bin ich zum Schluss gekommen, dass diese „Religion“ eine sehr gefährliche Ideologie ist, weshalb sie eigentlich verboten werden sollte. Da sie aber international als Religion anerkannt wurde, müssen wir sie notgedrungen als solche akzeptieren.
    Und wenn Sie weiterhin mit mir über den Islam diskutieren wollen, dann muss ich Ihnen sagen, dass ich dies prinzipiell nur noch mit Leuten tue, die mindestens den Koran gelesen haben.
    Ich bitte um entsprechende Kenntnisnahme.

  25. Moria sagt:

    Zeitgeist
    Cc Agnostiker
    Ein gesunder Geist in einer toleranten Zeit – das wuenschte ich mir als ‘Zeitgeist’……

    Und noch ganz speziell fuer Sie ZEITGEIST:
    Ein wenig Kenntnisse (!) und gutes Gedächtnis, einige Kühnheit in den Ansichten und gegen die Vorurteile charakterisieren den umfassenden Geist.
    (Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues)

  26. Heidi Reiff sagt:

    Eine zentrale Frage ist doch auch, wie gehe ich um mit Nähe und Distanz, ich teile mein Bett nicht, gehört mir allein, hat doch nichts mit Egozentrik zu tun und all diesem aufoktrierten QUATSCH: Mit destruktiven Ideologien werden Menschen benutzt als Waren, als Gegenstände und objekte, haben Sie eine Lösung Atalaia und Mutz, ausser Polemik und Menschenverachtung kommt da nichts ^rüber, wo haben Sie das gelernt?

  27. feelx sagt:

    Jede Zeit hat seinen Gott. Der Chriristengott hat längst nicht mehr die Macht, uns ein Zusammengehörigkeitsgeühl zu schenken .Er hat alles gegeben und alles verloren.Heute lachen wir über diese kollektive Enbildung/;Ein Gott wird nur stark, wenn es Menschen gibt, die an ihn glauben. Dieser Glaube ist verloren gegagen. Christus war ein Märthyrer wie es tausende gab; Sowie auch Mohamend einer war.Sie beide streiten über das ein und das selber urgöttliche’ Wesen, von den die Juden von alters her sprechen und in ihren Schriften niedergelgegt haben.Vielleicht ist das die gottlichste aller Kulturleistungen, dass sie anfingen, das Göttlicher aufzuschrieiben.Und mit der Schrift wu’rde erstmals in der Geschichte der Menschheit Gott eingekerkert.Er musste den Befehlen der Buchstaben gehorchen ob er wollte oder nicht.

    Wir heutigen lassen Gott lieber selbst sprechen als ihn einzuzuzäunen in das, was von IHM jemals festgesschrieben wurde.

    Welcher ehrliche Gläubige bekennt sich dazu, Gott einzukerkern? :-Gottes Worte hören wir doch nur in den seltensten Momenten äusserster Not. Gott lässt sucg bucgt sich nicht so ohne weiteres in Lee(h)rformeln einsargen? Gott ist das schlich Unberechenbare.

  28. feelx sagt:

    Es macht mich traurig, wenn ich sehe, wie sich die Menschen gegenseitig die Köpfe e’inschlagen wegen des Glaubnens? Fr, Gott an die vielen glauben , er ist der machtloseste Gottt; weil er all diejeniegen, die an ihn glauben verliert? Denn das einzige, was er noch vermag, ist Barmherzigkeit zu ziegen? – Unsd wieviele Menschen a

  29. feelx sagt:

    Es macht mir traurig, wenn ich sehe, wie sich die Menschen gegenseitig die Köpfe einschlagen wegen des Glaubens. Gott, an die doch so viele glauben, er ist der machtloseste Gott, weil er all diejenigen, die an ihn glauben verliert. Das einzige, was er noch vermag, sein grösstes Geschenk an uns Sterbliche, und welches Geschenk so viele nicht oder zu sPâ

  30. Atalaia sagt:

    @ Brugger

    Haben Sie mal wieder Ihre Wallungen ? Von was für Provokationen reden Sie ? Ich selber werde ja mit fast jedem Beitrag provoziert. Nur löst das bei mir keine Koliken aus.

    @ pest

    Mir tun Sie, wie jeder Pestkranke auch leid. Und dass Sie das Thema IQ besser auf der Seite lassen, gebietet schon das Niveau Ihrer Beiträge im Blog. Also………..lieber schweigen und Tierbildchen sammeln.

  31. feelx sagt:

    oder zu spät entdecken, ist die Gabe der Barmherzigkeit. Und denken wir uns djiese Barmherzigkeit ohne jede Verlogenheit und Verstohlenheit nd Hinterlist? Denken wir sie offen und frei und herzlich und’ehrlich.Wie kommt es, dass wir unseren Schuldigern vergeben können? und dagen wir, dieser Schuldigechuldiet dir 4000 Euro?
    Wer von all den Gottlosen hier kann mirt das erklären?? – Die Kraft dennoch zu vergeben ud zu vergesssen??

  32. feelx sagt:

    Dabei ist der Gott der Barmherzigkeit der letzte und grösste gotooooo
    er hilft in der Not und rettet dich aus tiefer Verzweiflung;

  33. Edi Brugger sagt:

    Atalaia
    28.06.2009 um 03:21

    @ Brugger

    Haben Sie mal wieder Ihre Wallungen ? Von was für Provokationen reden Sie ? Ich selber werde ja mit fast jedem Beitrag provoziert. Nur löst das bei mir keine Koliken aus.

    Atalaia können sie mir sagen worauf sie sich beziehen. Ich bemühe mich eigentlich eher sie zu ignorieren statt zu provozieren.

  34. Moria sagt:

    feelx
    …….zu spaeter Stunde – ev. zu zuspaeter Stunde?!
    Du fragst: “Wer von all den Gottlosen hier kann mirt das erklären?? Was genau willst Du erklaert haben? Wir ‘Gottlosen’ versuchen doch selbst Antworten zu finden; ich wuerde mir nie anmassen, etwas ultimativ erklaeren zu wollen.
    Nur, sollte dann der von Dir erwaehnte Gott wirklich barmherzig sein – wieso ist er dann derart ungerecht? Ist es nicht ‘einfacher barmherzig als gerecht zu sein? Fuer mein Empfinden schon.

  35. Atalaia sagt:

    @ Brugger

    Ich ignoriere Sie ja normalerweise, da Ihre Beiträge typisch für einen Atheisten-Sektierer sind. Also nicht wirklich weltbewegend. Wenn aber meine Name in einem Ihrer Rundumschläge auftaucht, dann halte ich Ihnen noch so gerne den Spiegel vor.

  36. feelx sagt:

    Moria

    Wie es kommt, dass wir dem anderen vergeben können? Ich denke, weil wir im Anderen uns selbst erkennen.

    Im übrigen bin ich angenehm überrascht, dass du auf einen solchen apokryphen und deliriösen Text reagierst :)

    Jedenfalls wurde ich unangenehm überrascht, dieses Gekritzel von mir hier wiederlesen zu müssen.

    Ich erinnere mich an nichts mehr.

  37. Rabbi Jussuf sagt:

    @feelx
    Der Vergleich mit der Tell-Saga und den alten Geschichten der Bibel ist gar nicht so schlecht.
    Auch bei der Tell Geschichte ist der Ursprung in einem ganz anderen Umfeld zu suchen. Die Geschichte wurde nach und nach durch verschiedene Leute „instrumentalisiert“ und schrittweise zum Schweizer Nationalmythos verdichtet, indem man historische Bezüge und eindeutige geografische Orte einbaute.
    Die Parallele zu den Moses- und Abrahamgeschichten und besonders zu David ist nicht zu übersehen.
    Wobei in der Davidgeschichte durchaus ein kleiner historischer Kern enthalten sein könnte, der bei Tell ganz sicher fehlt.
    Es ist immer wieder erstaunlich, welche Kraft solche archetypischen Bilder haben, egal woher sie kommen.

  38. Moria sagt:

    feelx
    auf Dich ‘muss’ man/frau einfach reagieren…….ich spuere so unheimlich viel dahinter, selbst wenn Du rueckwaerts schlafwandelst!
    Kannst Du mir trotzdem eine Antwort auf meine Fragen, wenn Deine Aussage dann doch Bestand hat?
    Gruss!

  39. Alex Ludin sagt:

    @Atalaia: Ihre an Hass nicht zu überbietende Antwort an mich bestätigt einmal mehr mein Bild, das ich von Ihrem Umgang mit den biblischen Lehren habe.

    Deshalb möchte ich es an dieser Stelle nochmals erwähnen: Ich lasse es mir von keiner durch Menschen gebildeten “Interessengruppe”/Kirche vorschreiben, wie ich die Bibel zu verstehen habe!
    Der Grund ist meines Erachtens, dass die Bibel, wenn sie von “Gott” selbst ist, nicht von den einen Menschen den Anderen vorgekaut werden darf – Weder durch eine freie Auslegung bei Übersetzungen, noch durch menschliche Hilfskonstrukte namens Katechismus oder wie sie alle heissen.
    Genau gleich sehe ich es übrigens beim Koran und der Tora.

    Angenommen, diese Schriften wären göttlichen Ursprungs, so sollten sie meines Erachtens auch “göttlich vollkommen” sein. In diesem Fall müsste jede Deutungsvorschrift (Katechismus, Sunna, Hadithen etc.), die aus Menschenhand an andere Menschen gerichtet ist, Blasphemie sein.

  40. Hugo Stamm sagt:

    Da die Arbeitsbelastung beim Aufschalten der Texte eine kritische Schwelle erreicht hat, werden die Kommentare versuchsweise direkt aufgeschaltet und nachträglich gelesen. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass die Diskussion ohne Verzögerung stattfinden kann.

    Die Kontrolle erfolgt also mit einer gewissen Verzögerung. Beleidigende, ehrverletzende, sexistische oder rassistische Texte werden weiterhin gelöscht. Wer wiederholt gegen diese Regel verstösst, wird endgültig von der Diskussion ausgeschlossen.

    Um ein Sicherheitsnetz aufzubauen, bitte ich alle Bloggerinnen und Blogger, mir fragwürdige Kommentare per Mail zu melden, damit ich sofort reagieren kann. (hugo.stamm@tagesanzeiger.ch) Bitte Nickname und Zeit des inkriminierten Textes angeben. Vielen Dank für Euer Verständnis.

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