Eine der grössten psychologischen Fallen vieler Religionssysteme ist der Absolutheitsanspruch. Dieser führt oft zur Überheblichkeit. Eine Überheblichkeit, die völlig quer zum allgemeinen Anspruch der Bescheidenheit und Demut steht.
Ein Beispiel solcher Widersprüche erlebte ich bei einer Podiumsdiskussion in Basel, bei der über den Film „No Way to Heaven“ diskutiert wurde. Im Film wird ein junger Schweizer porträtiert, der den so genannten Lichtnahrungsprozess absolviert. Dabei geht es darum, den Körper angeblich umzustellen, damit er in Zukunft keine Nahrung mehr benötigt, sondern sich vom „kosmischen Licht“ (Prana) ernähren kann.
In den ersten sieben Tagen nehmen die Hungerkandidaten keine feste Nahrung und keine Flüssigkeit zu sich. Die restlichen zwei Wochen dürfen sie wieder trinken, aber weiterhin nicht essen. Ein gefährliches Prozedere, weil der Körper die mangelnde Flüssigkeit aus den Zellen holen muss. Mit Langzeitschäden muss gerechnet werden.
Die Begründerin des Lichtnahrungsprozesses, Ellen Greve alias Jasmuheen, ihres Zeichens australisches Medium, preist die Rosskur unter anderem als Mittel gegen den Welthunger. Ihre Botschaft: Würden die hungernden Kinder den Lichtnahrungsprozess absolvieren, müssten sie nicht an Hunger sterben.
Mein Einwand beim Podiumsgespräch, es sei zynisch, unterernährte Kinder drei Wochen lang auf Radikaldiät zu setzen, konterte eine Lichtesserin mit einem Argument: Nicht alle Menschen seien spirituell weit genug entwickelt, um den Körper auf Lichtnahrung umstellen zu können.
Fritz, die Hauptperson im Film, beschäftigt sich seit Jahren mit Esoterik und sollte spirituell auf der Höhe sein. Die Kamera verfolgte ihn während des Lichtnahrungsprozesses. Doch der Streifen entlarvt auch Fritz als sterbliches Wesen. Der junge Mann magerte bis auf Haut und Knochen ab. Obwohl er auch in Zukunft ohne Nahrung leben wollte, kehrte er bald wieder in die dumpfe Welt der Esser zurück. Er war so abgemagert und entkräftet, dass er sein Leben retten musste.
Nicht nur Esoteriker entwickeln ein Bewusstsein der Arroganz und Abgehobenheit, auch Angehörige vieler anderer Glaubensgemeinschaften erheben sich mehr oder weniger bewusst über den Rest der Menschheit. Sie glauben, von Gott oder einer kosmischen Instanz auserwählt zu sein, zur geistigen Elite zu gehören, dereinst exklusiv errettet zu werden und unter dem Schutz einer Allmacht zu stehen. Ungläubige oder Andersgläubige werden dadurch zwangsläufig zu Menschen zweiter Klasse degradiert – bewusst oder unbewusst.
Gläubige werden einwenden, es sei jedem unbenommen, auch zum Glauben zu finden und zur crème de la crème zu gehören. So leicht ist es aber nicht. Skeptiker, Agnostiker oder Atheisten wählen ihre Überzeugung nicht „mutwillig“. Sie ist meist das Produkt eines langen Bewusstseinsprozesses.
Die Überheblichkeit vieler Gläubiger stört mich vor allem, weil sowohl in der christlichen Tradition als auch in vielen esoterischen und spirituellen Konzepten Bescheidenheit und Demut zentrale Lehrinhalte sind. Einmal mehr zeigt sich: Zwischen Anspruch und Realität klafft in Glaubensfragen oft eine grosse Diskrepanz.












































Elefant
“du hast ganz grob über den daumen gepeilt noch ungefähr sechs millionen heftige beiträge von mir gut”.
Da wird sich Herr Zeitgeist sicher freuen. Und ich auch.
Schon jetzt viel Spass beim Schreiben!
Elefant
Vielleicht sollten Sie nun doch langsam mit dem Schreiben beginnen. Wenn Sie stündlich einen Beitrag schreiben haben Sie ihr Ziel in nur 685 Jahren erreicht.
Wir warten…
@ logine
ich gebe es auf. es gelingt mir nicht, das was ich meine auf den bildschirm zu bringen.
tauche wieder einmal unter.
@ der elefant
hast nur scherereien wegen mir. es tut mir leid. danke.
gute nacht
aysha
@ logine
man ist auch nicht mehr lang und dünn, sondern gemäss pc-sprache “vertikal herausgefordert”. bei ansehnlicher leibesfülle ist man “horizontal herausgefordert”… und die, welche die debatte um pc damals losgetreten haben sind in meinen augen mental herausgefordert.
in laupen, kanton bern, zeigen am ortsausgang zwei wegweiser vom hauptsträssli in die pampa, zu den einrichtungen, die man dort abseits des normalen lebensbetriebes plaziert hat: dem betagtenwohnheim und der tierkörpersammelstelle. ein betagtenwohnheim ist wohl eine komfortstufe unterhalb der seniorenresidenz, aber immerhin noch besser als eine betagtenkörpersammelstelle… (residenz klingt immerhin weniger stark nach nässenden druckstellen am körper als das gute alte altersheim. vermutlich macht die grösse und anzahl der druckstellen den unterschied zwischen residieren und vegetieren aus. und mir kämen da allenfalls noch delinquenten-, rekonvaleszenten- oder flüchtlingsresidenzen statt gefängnis, spital und zivilschutzanlage am jaunpass in den sinn…)
was eine sanitärhygienepraktikerin ist, muss ich wohl nicht mehr erklären.
@ Jussuf
>>Diese Überlegungen gehen natürlich nicht nur an Sie, sondern an alle, die versuchen ihren Gott zu beschreiben.<<
Also um Klarheit zu schaffen, ich schreiben nicht mit hier im Blog , um zu versuchen “meinen” Gott zu beschreiben. Ich schreibe unter anderem mit, um meine Sichtweisen, Gedanken mitzuteilen.
Und Jussuf, die wenigen Aussagen die ich an rg gemacht habe nennen Sie – Gott beschreiben !? – Also ehrlich, so tun Sie mir leid.
Und warum kann Gott Allah neben dem Wenigen was ich geschrieben habe, z. B.nicht allmaechtig sein? warum kann Er nicht trotzdem unsichtbar sein? nicht komplet erklaerbar sein ?
>>Die Propheten waren eindeutig Menschen. Wie also legitimieren diese Propheten, dass sie einen direkten Draht zu Gott haben, oder hatten?<<
Diese Frage, moechte ich nicht einfach so schnell schnell beantrworten. Und fuer eine ausfuehrliche Antwort habe ich im Moment keine Zeit.
>>Aus Ihrer Aussage entnehme ich, dass man so als Normalmensch keinen direkten Draht zu Gott haben kann<<
Als Normalmensch kann man eine Art ‘Verbindung’ zu Gott/Allah herstellen, durch das Gebet. Das Wort’ As-Salah’ =( Gebet) ist mit dem Wort ‘ Sila’ ( Verbindung) verwandt.
>>Wie erfahren Sie von den Propheten?<<
Durch die Bibel und Koran.
>> Sind dazu nicht noch einige weitere Menschen nötig, die Ihnen die ‚Weisheiten’ der Propheten erst nahe bringen?<<
Doch ,es sind noetig. Aber den Kriterien, unter welchen die Ueberlieferungen des letzten aller Propheten a.s. unterzogen wurden ueberzeugen mich. Und ich glaube somit zu unversehrten ‘Weisheiten, Weisungen, Informationen ecct.= Offenbarungen , Zugang zu haben.
>> Da ist so viel Menschliches zwischen Ihnen und Ihrem Gott. Ist es so sicher, dass sich da keine Fehler, Privatinteressen, Missverständnisse einschleichen?<<
Doch sicher ! Doch wenn ich zur Quelle zurueck gehe, Koran und Sunna und Gebet so kann ich zu Klarheit und Wahrheit kommen.
Und das Gott / Allah uns diese Moeglichkeit gibt, dafuer danke ich Ihm !
@ rg
>>Wenn ich mir die unzähligen “Glaubenskämpfe” und “Glaubenskriege” über die letzten paar Jahrhunderte und Jahrtausende ansehe, glaube ich zu erkennen dass grosse Unterschiede bestehen. Da scheinen sogar gewaltige Unterschiede zu bestehen, in wie verschiedene Menschen “Gott” beschreiben und was sie unter “Gott” verstehen. Meinen Sie nicht auch?<<
Diese Ihre Antwort bezieht sich meines Erachtens auf die Auslegung der heiligen Striften, nicht auf die B e s c h r e i b u n g Gottes. Aber wenn Sie meinen es sei auch mit der Beschreibung Gottes so,dann will ich das nicht abstreiten. Nur kenne ich auch Leute, und nicht wenige, welche Gott gar nicht so unterschiedlich beschreiben , oder zu beschreiben versuchen.
>> Meinen Sie wirklich dass kein Mensch seit Ihrem Propheten, die Fähigkeit hätte ein update Ihrer “heiligen” Schriften zu schreiben?<<
Ja .das meinen ich.
U.M.
Ein Land wie jedes andere
Gespräch mit dem linken israelischen Historiker Benny Morris
Im Magazin von letzter Woche
http://dasmagazin.ch/index.php/ein-land-wie-jedes-andere/
” In Europa denkt man, alle Menschen sind so friedlich wie die Schweizer. Ich begriff, es gibt auf der Welt nicht nur Schweizer”
Ein hoch interessantes Interview, das zum Teil auch unsere Sicht auf die Geschehnisse erklärt.
Aysha – Ich hätte unserer Macedonia gerne noch weitere Fruchtschnitze, Nüsse und Beeren hinzugefügt…
Elefant – ich habe nicht so Erfahrung mit Betagtenheimen. Vor einiger Zeit habe ich einem 80jährigen mit seinem Drucker geholfen. Du kannst dir nicht vorstellen, wie dieser gebildete (und mittlerweile etwas verwirrte) Mann damit umgeht.
Niemand hat ihm je gezeigt, wie Doppelklick geht oder wie sich ein Fenster auf menschlich erfassbare Dimensionen vergrössern lässt…
Als ich durch die Korridore ging, in die Zimmer lugte, mit diesem oder jenen “Senior” ein paar Worte wechselte wurde mir ganz elend. Es gibt doch einen Film nach Tennessee Williams mit Paul Newman (der weilt auch nicht mehr unter uns) *Endstation Sehnsucht*, der Titel hätte sich auch gut als Name für das Altersheim geeignet..
Trotz dem netten und sicherlich sehr professionellen Personal (Sanitärhygienefachkraft inkl.), fehlt es den Menschen, die hier ihren “Lebensabend” verbringen an so vielen, kleinen, unbezahlbaren Ferundlichkeiten. Wieviel wird wohl für 10 Minuten Aufmerksamkeit, 1x Nasenputzen, 2x Sockenaufheben verrechnet?
Da kann man dann bloss auf die Gnade des Alters hoffen, dass sich ein Schleier zwischen die Welt und uns schiebt und wir nicht mehr alles so genau sehen, hören, riechen, fühlen (?)…
@ Olive
Political Correctness
“Ironischerweise stellen wir am 200. Jahrestag der Bill of Rights fest, dass die freie Rede überall in den Vereinigten Staaten angefallen wird, auch auf dem Campus einiger Universitäten. Die Idee der politischen Korrektheit hat im ganzen Land eine Kontroverse entfacht. Und obwohl die Bewegung aus dem lobenswerten Bedürfnis entstanden ist, die Überreste von Rassismus und Sexismus und Hass wegzufegen, ersetzt sie nur alte Vorurteile durch neue. Sie erklärt bestimmte Themen zum Tabu, bestimmte Ausdrücke zum Tabu und sogar bestimmte Gesten zum Tabu.”
Du hast auf der ganzen Linie Recht, Du hast mir gerade ein update geliefert und mir geholfen, eine Bildungslücke zu beheben. Danke. Ich wusste nicht, dass alle diese neuen Wortschöpfungen pc genannt werden. Das Wort pc ist eigentlich selbst “uncorrect”, man müsste doch eher sprachliche Korrektheit oder “Reformsprache” sagen. Z. B. Pflegefachfrau statt Krankenschwester usw. In Frankreich versucht man ja die Anglizismen auszurotten, was aber vermutlich nicht mehr unter pc fällt, und auch die Isländer versuchen alle Fremdwörter durch isländische Begriffe zu ersetzen, so nennen sie das Telefon Sprechdraht, was aber seit der Erfindung des Handys auch nicht mehr korrekt ist . Ja jetzt hab ich mich wohl selbst widerlegt und den Unterschied zwischen pc und Reformsprache geliefert
Verrückte Welt, sie würde besser dringendere Probleme lösen.
Errata – das war nicht Paul Newman im besagten Film, sondern Marlon Brando, aber auch der ist ja mittlerweile, wie mein Lieblingscomedian George Carlin so wunderbar die PC parodiert, nicht “dead”, sondern “deceased, departed, passed away, “gone”…
Olive, das Interview hatte ich auch gelesen und mich beim häufigen Kopfnicken ertappt.
Schönen Sonntag @ alle.
@ Olive
Ein Land wie jedes andere ?
Der Artikel ist lesenswert, einverstanden, vor allem der erste Teil des Interviews sollte Pflichtlektüre sein für alle “Israelversteher”.
Aber ein Land wie jedes andere ist Israel eben gerade nicht.
Benny Morris ist ein Wendehals. Er schaffte sich zuerst einen Namen als “Neuer Historiker” indem er den Israelis den Spiegel vorhielt und die Gründermythen des Staates Israel widerlegte. Diese Gründermythen prägen aber weiterhin die “Sicht eines Grossteils der Europäer und (fast) aller Amerikaner auf die Geschehnisse” im Nahen Osten, in der Schweiz sind es gemäss Umfragen über 50%.
Morris wurde in Israel so angefeindet, dass er daran dachte, Israel zu verlassen. Da verschaffte ihm Präsident Weizmann eine Professur in Bersheba, und siehe da der Morris wurde vom Paulus zum Saulus und änderte seine Meinung, er wurde vom Palästinenserversteher wieder zum Palästinenserkritiker, ein gut bezahlter Wendehals eben. Er hat seine ehemaligen Freunde, die neuen Historiker, verraten, und dient den israelischen Hardlinern heute als Alibi Figur.
Was prägt Deiner Meinung nach nun unsere Sicht, Olive? Der junge Morris oder der ältere? Dein entsprechender Satz ist mir nicht ganz klar, da der junge Morris ja eine andere Position einnahm als der ältere sie jetzt vertritt.
@ aysha
aber ich bitte dich, scherereien sind was anderes.
rg
Folgender Beitrag an Sie scheint im Nirwana gelandet zu sein:
Sie sagen: ‘…..nur führt das zur Frage, warum fällt es Ihnen so leicht, Vorgänge in einem fremden Land, von dem Sie wahrscheinlich nicht viel verstehen, zu relativieren, aber gewisse Vorgänge in Politik und Wirtschaft in unseren eigenen Breitengraden, so absolut zu verurteilen?’
Da muessen Sie sich fuer einmal klarer ausdruecken – was Sie sonst so gut beherrschen, lieber rg.
- von welchen Breitengraden sprechen Sie, von den engen politischen Graden der CH-Eidgenossenschaft?
- an welche Verurteilung meinerseits denken Sie, an die Banken oder an gewisse politische Parteien oder an einzelne Figuren davon?
Normalerweise bestechen Sie mit kaum zu ueberbietenden Klarheit?
Fragender
…..hier und jetzt befoerdere ich Dich vom Fragenden zum Aussagenden – und bin ganz Ohr.
Denn wo viel gefragt wird, vermutet man/frau viel Wissen!
Elefant
Wie kann ich doch Deinen ‘zeitgeistlichen’ Aerger verstehen – und wenn dann (auch nicht Liberale!) diesen Zeitgeist nicht ertragen, werden Sie gar als ‘schulmeisterlich’ hingestellt. Schon eigenartig geht es hier manchmal zu und her!
Zaro
und seine Blogdamen (pol. correct?)
in wievielen Sprachen kannst Du Dich denn ueber unalltaegliche Angelegenheiten unterhalten?
Danke fuer Dein nahoestliches u.a. Wissen……das hier oft so hilfreich ist
Trotzdem – ebenfalls an die Blogdamen (politically correct?) – bitte ‘political correctness’ nicht mit emotionaler Intelligenz verwechseln…….!
Liebe Aysha
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut denken kann…..
Ralph Waldo Emerson
Hasta luego!
@ Olive
Ein Land wie jedes andere ?
Der Artikel ist lesenswert, einverstanden, vor allem der erste Teil des Interviews sollte Pflichtlektüre sein für alle “Israelversteher”.
Aber ein Land wie jedes andere ist Israel eben gerade nicht.
Benny Morris ist ein Wendehals. Er schaffte sich zuerst einen Namen als “Neuer Historiker” indem er den Israelis den Spiegel vorhielt und die Gründermythen des Staates Israel widerlegte. Diese Gründermythen prägen aber weiterhin die “Sicht eines Grossteils der Europäer und (fast) aller Amerikaner auf die Geschehnisse” im Nahen Osten, in der Schweiz sind es gemäss Umfragen über 50%.
Morris wurde in Israel so angefeindet, dass er daran dachte, Israel zu verlassen. Da verschaffte ihm Präsident Weizmann eine Professur in Bersheba, und siehe da der Morris wurde vom Paulus zum Saulus und änderte seine Meinung, er wurde vom Palästinenserversteher wieder zum Palästinenserkritiker, ein gut bezahlter Wendehals eben. Er hat seine ehemaligen Freunde, die neuen Historiker, verraten, und dient den israelischen Hardlinern heute als Alibi Figur.
Was prägt Deiner Meinung nach nun unsere Sicht, Olive? Der junge Morris oder der ältere? Dein entsprechender Satz ist mir nicht ganz klar, da der junge Morris ja eine andere Position einnahm als der ältere sie jetzt vertritt.
aysha & elefant
wollt ihr euch nicht mal ausserhalb des blogs treffen? so in zeitlupe aufeinander zu rennen? the beauty & the beast spielen?
ach tut’s uns den gefallen…
@Zaro
ob Benny Morris ein Wendehals ist, vermag ich nicht zu beurteilen, ich habe heute das erste Mal von und über ihn gelesen.
Mag sein, dass er einfach die Meinung geändert hat, das könnte ich mir als legitim vorstellen in diesem Zusammenhang.
Diese Sätze haben es mir angetan:
Warum wird Israel dann von so vielen aufgeklärten, gebildeten, intelligenten Europäern viel häufiger kritisiert als die arabischen Staaten?
“Das hat viele Gründe. Die Europäer und der Westen allgemein haben ein sehr positives Weltbild. Für sie liegen gewalttätige kriegerische Handlungen im eigenen Land lange zurück. In Europa denkt man schneller einmal, dass alle Menschen auf der Welt so friedlich sind wie die Schweizer. Aber ich glaube, das ist ein Irrtum. Ich habe irgendwann begriffen: Es gibt nicht nur Schweizer. Araber zum Beispiel sind keine Schweizer.”
Wir können zwar unsere Meinung äussern, und in der Schweiz prallen ja die Meinungen aufeinander, aber Schweizer, die keinen Krieg erlebt haben, können sich schwer so ganz andere Mentalitäten und Erfahrungen wirklich vorstellen.
Ich könnte mir vorstellen, dass das seine Auswirkungen bis in die Auseinandersetzungen in diesem Blog hat.
Es ist einfach so,Erfahrungen prägen unsere Denkweise und unsere Sicht auf die Ereignisse.
rg fragt um musad: Meinen Sie wirklich dass kein Mensch seit Ihrem Propheten, die Fähigkeit hätte ein update Ihrer “heiligen” Schriften zu schreiben?
Um Mussad antwortet: Ja, das meine ich.
Viele Muslime sehen das wohl ähnlich. Das könnte ein wesentlicher Grund sein, warum die islamischen Staaten in technologischer und gesellschaftlicher Hinsicht dem Rest der Welt ein paar Jahrhunderte hinterher hinken.
Wer sich aufs auswendig Lernen von frühmittelalterlichen Texten beschränkt, sollte sich nicht wundern, wenn er sich in einem frühmittelalterlichen Staat wieder findet. Einige Mitblogger schlagen uns intervallweise antike oder gar bronzezeitliche Schriftfragmente um die Ohren. Sie versuchen die selben Fehler zu begehen, einfach mit längerem Anlauf.
Olive zitiert Ben Morris, der sich selber Fragt: Warum wird Israel dann von so vielen aufgeklärten, gebildeten, intelligenten Europäern viel häufiger kritisiert als die arabischen Staaten?
Die Antwort, die er sich selber gibt, ist ein von intellektuellen Floskeln kaum verhüllter Rassismus. Langweilig. Spannender scheint mir, ist die Behauptung, die BMorris in seiner Frage impliziert, überhaupt korrekt?
Mir scheint: Nein! Israel wird in der europäischen Debatte nicht häufiger angegrifen als zB der Iran, es wird nur viel häufiger VERTEIDIGT. Es kommt in den westlichen Medien einfach nicht vor, dass jemand die Positionen von Ahmadinejad für vernünftig hält. Auch die demokratischen Defizite in Ägypten werden von keiner Seite gerechtfertigt. In beiden Fällen erfolgt ein Medienbericht, kein Widerspruch, Ende der Debatte.
Ganz anders im Falle Israels. Wird irgend eine politische Aktion der israelischen Regierung in den Medien abgebildet (nicht kritisiert!), kommen sofort zwölf Angriffe auf die Berichterstatter, es sei erstens nicht wahr, zweitens stark übertrieben und drittens seien die Anderen noch viel schlimmer. Beginn einer Debatte.
@um musad 2009-02-01 05:57:11
“Diese Ihre Antwort bezieht sich meines Erachtens auf die Auslegung der heiligen Striften, nicht auf die B e s c h r e i b u n g Gottes.”
Gibt es denn heute Jemanden der weiss wie man die “heiligen Striften” RICHTIG “auslegt”, und somit “Gott” RICHTIG beschreibt?
“Nur kenne ich auch Leute, und nicht wenige, welche Gott gar nicht so unterschiedlich beschreiben , oder zu beschreiben versuchen.”
Wäre es doch schön, wenn es mehr von diesen Leuten gäbe. Der Welt würde es schon viel besser gehen.
rg: “>> Meinen Sie wirklich dass kein Mensch seit Ihrem Propheten, die Fähigkeit hätte ein update Ihrer “heiligen” Schriften zu schreiben?<<”
um musad: “Ja .das meinen ich.”
Liebe um musad, ich habe auch nichts anderes von Ihnen erwartet, weil sonst wären Sie ja nicht Muslim.
@Interessierte an einer Benny Morris Debatte
Hier ein paar Auszüge von Benny Morris Texten mit Kommentaren von mir
http://www.guardian.co.uk/world/2002/feb/21/israel2
“Hence Arafat’s repeated denial in recent months of any connection between the Jewish people and the Temple Mount, and, by extension, between the Jewish people and the land of Israel/Palestine. “What Temple?” he asks. The Jews are simply robbers who came from Europe and decided, for some unfathomable reason, to steal Palestine and displace the Palestinians. He refuses to recognise the history and reality of the 3,000-year-old Jewish connection to the land of Israel.”
Man muss sich einmal vorstellen eines Morgens wachen die restlichen lebenden US Indianer auf und sagen sich, wir wollen unser Land auf Grund einer über “3,000-year-old connection” zurück. Alle Europäer, Asiaten etc müssen wieder in ihre eigenen Länder zurückkehren oder erhalten kleine Territorien zugewiesen. Und stellen wir uns einmal vor, die Uraustralier möchten das selbe.
Ja, eine “gerechte” Welt würde schwere Zeiten bedeuten.
http://www.latimes.com/news/opinion/commentary/la-op-morris11-2008may11,0,4844093.story
“How do you silence the rocketeers of Hamas and their fellow jihadi groups (which are firing on an almost daily basis into the Israeli town of Sderot) without killing masses of civilians in Gaza? How can you reduce Palestinian Arab birthrates (and this includes the birthrate among Israel’s own Arab minority, whose members increasingly identify themselves as “Palestinians” and will, if present demographic trends continue, constitute more than a third of Israel’s population within 15 to 20 years)? How do you stop Iran’s nuclear armament (after the world has failed to do so) without initiating an open-ended war and without yourself using nuclear weapons?”
Interessant dass Benny Morris die “Palestinian Arab birthrates” als Gefahr sieht aber nicht die hohe Zahl der jüdischen Einwanderer von überall in der Welt, was übrigens nur Juden erlaubt ist/war aber nicht den fliehenden Arabern. Könnte es sein dass die Araber diese Tatsache als Gefahr sehen?
http://www.nytimes.com/2008/07/18/opinion/18morris.html
“ISRAEL will almost surely attack Iran’s nuclear sites in the next four to seven months — and the leaders in Washington and even Tehran should hope that the attack will be successful enough to cause at least a significant delay in the Iranian production schedule, if not complete destruction, of that country’s nuclear program. Because if the attack fails, the Middle East will almost certainly face a nuclear war — either through a subsequent pre-emptive Israeli nuclear strike or a nuclear exchange shortly after Iran gets the bomb.”
Vielleicht sollten Historiker bei der Historie bleiben und sich nicht in der Prophetie versuchen.
rg
Drache
….. wie recht Du einmal mehr hast – daran wird viel zu wenig gedacht. Auch ich habe mich immer gefragt, wieso Israel stets so vehement verteidigt wird und der darueber argumentierende umgehend verunglimpflicht wird. Du sagst es mit Deinen Gedanken dazu.
Eigentlich sollte man erst eine Politik verteidigen, welche verteidigungswuerdig ist!
Zaro – heute, im “Weltspiegel” des NDR, ein Beitrag mit dem Titel: Island – Bankrott auf der ganzen Linie.
Aber natürlich wird nix so heiss gegessen wie’s gekocht wird, auch im Land der Geysire nicht
Übrigens – welches wäre denn “jedes andere” Land, mit dem Israel zu vergleichen wäre?
@ rg
>>Gibt es denn heute Jemanden der weiss wie man die “heiligen Striften” RICHTIG “auslegt”, und somit “Gott” RICHTIG beschreibt?<<
Gott /Allah komplet also r i c h t i g zu berschreiben ist unmoeglich ! Was wir durch die Offenbarungen erfahren sind ein paar Eigenschaften von Ihm .
Was die heilige Schrift ( ich rede jetzt vorallem vom Koran) betrifft, so meine ich , wenn jemand den Koran einmal durchliest, oder nur einzelne Suren liest, ist wohl weit entfernt vom richtig auslegen.
Und um moeglichst in die Naehe zu kommen der r i c h t i g e n Auslegung braucht es ein langes Studium in Koran und Sunna ( Hadithe),also praktisch eine Lebensaufgabe. So sind es auch manchmal die grossen Ulama ( Gelehrten) bei gewissen Auslegungen noch dazufuegen; ” Allahu alem”( Gott weiss es).
Jetzt koennen Sie sagen, was ist den mit Jenen die nicht Ulama werden moechten und trotzdem im Koran lesen moechten?
Jedem Muslim(a) ist empfohlen moeglichst viele Suren ( Verse) auswendig zu lernen, damit er /sie sie im Gebet rezitieren kann. Ein(e) Muslim(a) sollte nicht nur Koran lesen oder auswendig lernen, sondern auch danach leben. — So wird er/sie automatisch auch dazu bewegt, sich Gedanken zu manchen ueber die Textaussage, um sie fuer den Alltag anzuwenden. Um schwerverstaendliche Passagen zu verstehen, ist es wichtig sich Koranerklaerungen zur Hand zu nehmen oder bei einem Ulama nachfragen.
Vielleicht sagen Sie sich jetzt, das ist aber eine aufwendige Sache!
Jeder Mensch, der sich fuer etwas wirklich interessiert und auf den Grund gehen will, muss aufwendige Sache in Kauf nehmen , nicht wahr ?
Mit dem Koran hat man aber zusetzaetzlich ein Geschenk dass man beim Koran –rezitieren bekommt. Es schenkt einem eine innere Ruhe.
Ich bin wohl etwas gar ausgeschweift mit meiner Antwort auf diese Frage.
Sorry ! Es kam einfach so daher.
U.M.
@ Drache
Sie sagen ja was Sache ist, durch meine Schulerfahrungen wurde ich im altentraditionellen Schulsystem konditioniert die Benotung 1 -6, wir mussten auswendig lernen, ob wir es begriffen haben oder nicht. Auch viele alte Schulsysteme sind heute hinterfragt. Rudolf Steinerschulen oder Montesori vermitteln Lerninhalte wo es Kindern auch Spass macht zu lernen.mit viel Farbe und Phanatsie machts mehr Spass, die Welt ist nicht schwarz weiss, einfach bunt mit allen Nuancen Mit alten Traditionellen Systemen auch aus religiösen Ecken wird nach wie vor versucht, aus Menschen Marionetten und Maschinen zu machen, so ein lebendiges Gegenüber schätze ich noch, deshalb schütze ich mich und hab seit Jahren keine katholische Kirche mehr besucht, wenn das ein Mensch wünscht sich diese versteinerten und goldene Objekte anzuschauen dann Bitte, meine Antwort heute, geh, ich warte draussen geht doch….
Aysha
Ich wünsche dir jemanden, der deine Mühlsteine mit einem Zeigefinger auf den Mond schicken kann.
Aber endlich wird er dich selber auf den Mond schiessen müssen.
Warum diese Schwere Aysha? Was hast du zu verlieren?
Vielleicht besteht dieser Mühlstein in nichts weiter als der fürchterlichen Angst etwas zu verlieren?
Aber was gibt es Befreienderes als das, zu verlieren, was einen mit Ketten bindet?
Ich sage dir, Aysha, lass dich fallen, und du wirst sehen, dass du auf dem Boden, auf dem du schon immer warst, landen wirst. Und du wirst endlich sagen: Ach, da war nichts. Nur der Schein trügt und betrügt uns, und lässt uns Tonnen Vergangene Last mit uns schleppen.
Wozu?
Lass los.
Geh weg.
Lass dich verwirren.
Um endlich du selber zu sein.
Und höre. Niemand kann dich beleidigen oder erniedrigen. Niemand. Wenn du frei bist. Und du brauchst deine Steine nicht. Sie brauchen dich. Sie missbrauchen dich.
Lebe, leide, liebe. Alles im Grunde dasselbe. Das Selbe.
Und du bist nicht auserkoren.
Wir alle sind auf dem Weg zu uns selbst.
Und erfahren den Schein.
Und bleiben an ihm hängen.
Oder geben ihn auf und werfen ihn weg.
Dein Bruder wird immer bei dir sein.
Durch allen Schein, durch alle Schatten hindurch. Bleibt das eine wahr.
Und dabei kommt mir in den Sinn; all das, was ich dir sage, sage ich auch mir.
Und Gott, – ist sie nicht die grösste Last?
Und Gott, – ist sie nicht die grösste Lust?
Du siehst, im Schein scheint alles wahr und falsch, gut und schlecht.
Zerbreche den Spiegel.
Und traue dich.
feelit
mein mühlstein ist die liebe
mein mühlstein sind die grenzen
mein mühlstein sind die schmerzen, die ich in den anderen erkenne
wie gleich sind sie doch den meinen
mein mühlstein ist mein nackt dastehen, mein rufen:
versteckt euch nicht! wir haben nichts zu verlieren. nichts!
erkennen macht einsam. unendlich einsam
liebe verbrennt
was ist schon die sonne dagegen?
ein trost!
ich bin so frei wie noch nie
ich bin so sehr in die pflicht genommen, wie noch nie
auserkoren sein? die grösste aller strafen! nein! gottlob nicht.
mein bruder! mein geliebter kleiner bruder!
feelx, der schmerz hat nie aufgehört. so unendlich.
er ist das feuer, das mich verbrennt. er ist der, der mich „gott!!!!“ rufen lässt. mein haupt verneigt.
zornig!
sanft
schweigend
er zeigt auf das leben
ich stürze mich hinein
lebe
liebe
pralle an schranken, an ideen, gedanken ab!
liebe ist gedankenlos
ich rufe, schreie, flüstere: mensch! ohh mensch! welche last! welche bürde, mensch zu sein. wie wunderbar! wie schrecklich! dreschen! mühlstein. brot!
keiner hört mich!
ich hab doch nichts mehr zum loslassen!
soll ich noch meine haltung, meine würde, würdigung aufgeben?
was bleibt von mir?
aysha
@ Olive
Olive
2009-02-01 13:35:30
Tagi: Warum wird Israel dann von so vielen aufgeklärten, gebildeten, intelligenten Europäern viel häufiger kritisiert als die arabischen Staaten?
Morris: “Das hat viele Gründe. Die Europäer und der Westen allgemein haben ein sehr positives Weltbild. Für sie liegen gewalttätige kriegerische Handlungen im eigenen Land lange zurück. In Europa denkt man schneller einmal, dass alle Menschen auf der Welt so friedlich sind wie die Schweizer. Aber ich glaube, das ist ein Irrtum. Ich habe irgendwann begriffen: Es gibt nicht nur Schweizer. Araber zum Beispiel sind keine Schweizer.”
Ich kann an diesem Satz von Morris überhaupt nichts geniales erkennen. Er ist die typische Anwort eines Zionisten, dem die sachlichen Argumente ausgegangen sind.
“In intellektuelle Floskeln gehüllter Rassismus” wie der Drache genial formuliert. Ich kann mich seinen Schlussfolgerungen nur anschliessen.
Oder Morris zu Ende gedacht: Israelis sind auch keine Schweizer. Oder die Schweizer sollen sich aus der Holocaust Diskussion heraushatten, weil sie selber nie einen erleben mussten.
Besser und aus meiner Sicht glaubwürdiger als Morris beschreibt ein anderer Israeli die Geburtswehen des jüdischen Staates, der 1911 in Polen geborene und schon 1930 nach Palästina ausgewanderte Simcha Flapan: “Die Geburt Israels Mythos und Wirklichkeit” Melzer Verlag 2005 . Flapan arbeitete u.a. auch am Center for Middle East Studies der Harward University
@ Rg
Dein Beitrag zu Benny Morris deckt sich vollkommen mit meinen Ansichten. Leider beschäftigen sich die meisten unserer Freunde nur noch mit dem aktuellen Blogthema, so dass Dein Beitrag wohl nicht die verdiente Aufmerksamkeit bekommen wird. Auch deshalb weil Israel Kritik nicht mehr dem Zeitgeist enstspricht. Politcal correctness (bei Männern) sozusagen.
Wie Du sagst, dem israelischen Staat fehlt die rechtliche Legitimation, deshalb fordert er ja dauernd die Anerkennung seines Existenzrechts. Die UN Beschlüsse von 1948 verstiessen ja gegen die eigenen Kern- Grundsätze der UN von der Unverletzbarkeit bestehender Grenzen, und da wurde ein Gebiet verschenkt, das der UNO doch gar nicht gehörte. Seither ignoriert Israel jede UNO Resolution, gerade mit der Begründung, dass Israel keine Resolution anerkenne, welche die Interessen des jüdischen Staates verletze. Den Palästinensern aber wird dieses Recht verweigert.
Helvetien war zu Cäsars Zeiten von Kelten bewohnt, welche später von den Germanen nach Westen abgedrängt wurden. Kelten gibt es heute noch in der Bretagne, in Irland, Cornwall und Wales. Was würden wir Schweizer wohl dazu sagen, wenn die UN einen Teil unseres Staatsgebietes den vielen Iren in der Diaspora zusprechen würde?
@Zaro
wie gesagt, mir ist sonst nichts über Morris bekannt.
Mich hat besonders dieser Teil angesprochen:
“Für sie liegen gewalttätige kriegerische Handlungen im eigenen Land lange zurück. In Europa denkt man schneller einmal, dass alle Menschen auf der Welt so friedlich sind wie die Schweizer.”
weil er meinen eigenen Gedanken als Schweizerin entspricht.
Ich überlege mir oft, wie wir ÜBERHAUPT uns einfühlen können in Menschen, die mittendrin im Auge des Hurricans sind.
Es sind theoretische, intellektuelle Überlegungen.
Apropos: von der Linken wurde Israel in letzter Zeit heftig kritisiert, das kam in diversen Diskussionen und Demonstrationen zum Ausdruck.
Ebenso:
“Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) verurteilte die «unverhältnismässigen Reaktionen» der israelischen Streitkräfte.”
Tagesschau.
Aussergewoehnliche AYSHA
besonderer FEELX
Ich bin beruehrt und kann Euch nur DANKEN….. und mich fragen – unter welchem ‘L’ reihe ich nun Eure beiden wertvollen Beitraege ein, unter: Leben – Lieben – Leiden?
Ich entscheide mich fuer das LEBEN – das einen vergaenglichen, leisen, eisigen und unausweichlichen Schatten auf uns wirft. Aber ich spuere auch EUER Aufleben, beim geringsten Fuehlen der Sonnenstrahlen…..
Nochmals Dank an Euch beide – das war das schoenste Schlusswort in diesem BLOG!
@ Logine
Ich habe 8 Jahre Erfahrung mit Alterbetreuung teils Privat, auch in Heimen, Idee ich hab da noch eine soziale Ader, die ich ausleben muss,wurde daeingeführt in den Pflegebereich, mein grösster Schock an der der ersten Stelle in einem Altenheim war, wie diese alten Menschen teilweise mit zig Psychopharmaka verfüttert wurden, ich hab gedacht, jetzt bin ich im falschen Film, Im erstens Altenheim gab es auch rigide Tagesrituale wie im Militär 0.7.OO Tagwache erbarmungslos für alle dann bin ich mal auf die Institution Graue Panther gestossen und hatte die Möglichkeit ein gutes Konzept kennen zu lernen, die alten Menschen durften ausschlafen, Ein Kaffee wurde Ihnen ans Bett gebracht, das entsprach auch meinem Konzept, ich hab da grösstenteils gute Erfahrungen gemacht mit betagten Menschen. Menschen haben mir spontan ihre Geschichten erzählt. Sorry dass ich in diesem Kommentar Sie angesprochen habe,ich bin auf das Thema Altersbetreuung gestossen bei einem Ihrer Kommentare, trotzdem ich schätze nach wie vor Ihre klare Haltung. : – )
@ Logine
Wohl wahr, dein Zitat. Und wasserdicht.
Aber eben – es kommt leider nicht bei den Empfängern an, die es am nötigsten hätten … ;o)
@ Logine
zu Deinem 2009-02-01 22:09
In seinem Interview mit dem Tagi behauptete Benny Morris, Israel sei ein Land wie jedes andere. In meiner Anwort an Olive, brauchte ich dieses Statement als Titel, versah es aber mit einem Fragezeichen, weil Israel eben kein Land ist wie jedes andere. Es verhält sich wie ein unartiges Kind, noch abhängig von seinem Papa, den USA, aber frech, arrogant und gewalttätig gegenüber den Nachbarn. Was immer es anstellt, sein Papa und die Verwandten (Europäer) nehmen es immer in Schutz. Der Lehrer (UN) ist überfordert und hilflos.
Zu Island. Ich wollte das Thema eigentlich abschliessen, und Du hättest das Gesicht waren können.
) Rg wollte Dir dazu die Möglichkeit geben
Also halt noch einmal: der Staat Island ist nicht bankrott, auch nicht zahlungsunfähig, weil ihm geholfen wurde. Lies doch die heutige NZZ on Line. Da steht:
„Der IMF hat Island im Herbst mit einem Schnellkredit über 4,8 Milliarden Dollar vor dem Bankrott gerettet.“
Auch die Ukraine und Ungarn wurden mit noch höheren Schnellkrediten vorläufig vor dem Bankrott gerettet. Und die USA sind nur deshalb noch nicht bankrott, weil sie – etwas vereinfacht dargestellt – als einzige Nation der Welt ihre Dollar Schulden nicht zurückzahlen müssen, sondern einfach neue Dollars zur Begleichung dieser Schulden „drucken“ können .
Interessant ist, dass in Island jetzt eine bekennende Lesbe, verheiratet mit eben einer solchen, die Geschicke des Landes bis zu den Wahlen im April in die Hand nehmen soll, ein Novum in der Politik . Island ist eben immer wieder für eine Überraschung gut
@aysha, 2009-02-02 13:10:57
schrieb:
‘feelit
mein mühlstein ist die liebe
mein mühlstein sind die grenzen
mein mühlstein sind die schmerzen, die ich in den anderen erkenne
…
ich hab doch nichts mehr zum loslassen!
soll ich noch meine haltung, meine würde, würdigung aufgeben?
was bleibt von mir?
aysha’
und solo denkt, ob es doch nicht einfach unsere sturheit ist, die wir aufgeben müssten?
dä solochrischt
au chli stuur…
Heidi – das freut mich, dass es auch “anders” geht. Ich habe, wie gesagt, bisher wenig Einblick in solche Institutionen, mein Eindruck wollte ja auch keine Verallgemeinerung sein. Normalerweise habe ich auch keine Berührungsängste mit alten Leuten, vielleicht, weil ich als Kind und Jugendliche viel Wohlwollen von dieser Seite erfahren habe. Auch ich habe sie oft als sehr empfänglich erlebt.
Epikur – das ist auch meine Erfahrung. Auf klare, direkte Fragen erhalte ich meist keine Antworten oder irgendwelche Ausflüchte.
Zaro – danke an Euch beide Gentlemen! Ich habe den Weltspiegelbeitrag nur erwähnt, weil er mich an unseren diesbezüglichen Wortwechsel erinnert hat. Ein Augenzwinkern lässt sich halt nicht “mittippen”…
Also, lasst mich mein “Gesicht” verlieren
)
Ich weiss, was die technische Definition von bankrott ist und ich weiss auch, wie ein Rating zustande kommt, von Interbankengeschäft habe ich auch schon gehört, und es ist mir auch bewusst, dass es in den vernetzten Märkten schwerlich zugelassen wird, dass ein Land faktisch bankrott geht. Gemessen an der Staatsverschuldung gäbe es da noch den einen oder andern “Kandidaten” für meine umgangssprachliche Definition von “Bankrott”.
Nach meiner Hausfrauenbuchhaltung bin ich nämlich dann “zahlungsunfähig”, wenn mein Portemonnaie leer, die Kontokarten bis ans Limit ausgeschöpft sind und auf der Kreditkarte mehrstellige offene Monatsrechnungen aufgelaufen sind.
Natürlich könnte ich bei der Corner Banca eine neue Kreditkarte beantragen um die American Express auszugleichen, mit der CS eine “Schuldenkonsolidierung” vereinbaren, bei der Raiffeisen einen Kleinkredit aufnehmen, um den bei der Bank Leu abgelaufenen über die Julius Bär zurückzubezalen, das Auto leasen statt kaufen…
Mit solchen Jonglierereien wäre ich zwar wieder (vorübergehend) liquide und mobil, aber wäre meine finanzielle Lage da rosiger?
Zaro, du hast offensichtlich eine klare Meinung zum Gazakonflikt und du hast uns hier deine Position glaubwürdig dargelegt. Es ist eine, legitime Sicht der Dinge, für die ich keineswegs blind bin. Im Gegenteil. Jedoch – ist sie die einzige, alleinseligmachende, “richtige” Wahrheit?
Vor kurzem habe ich in der NY-Times einen Kommentar zur Zukunft im Nahen Osten gelesen. Darin werden der 2-Staatenlösung, entgegen dem gängigen Tenor, sehr geringe Erfolgschancen eingeräumt. Auch eine Stimme, auch eine Sicht der Dinge: http://www.nytimes.com/2009/01/22/opinion/22qaddafi.html
Autor ist kein geringerer als Lybiens Staatschef, ihre allerheiligste, “über jeden Zweifel erhabene” Heiligkeit Ghaddafi, ein “Detail”, das bei der Gewichtung nicht vernachlässigt werden sollte…
@Zaro
was also soll Israel tun?
@um musad 2009-02-01 22:43:32
Danke für Ihre Antwort. Wie ich schon sagte, ich denke Sie müssen so denken sonst wären Sie nicht Muslim. Trotzdem zwei Kommentare
“Jeder Mensch, der sich fuer etwas wirklich interessiert und auf den Grund gehen will, muss aufwendige Sache in Kauf nehmen , nicht wahr ?”
Das stimmt sicher, nur mein Interesse liegt mehr darin herauszufinden WARUM gewisse Menschen genauso denken wollen wie die Menschen vor zweitausend oder vierzehnhundert Jahren. Und Ihr Interesse scheint mehr darin zu liegen WEITERHIN so zu denken wie die Menschen zur damaligen Zeit.
Was ist so gut daran sich auf das Wissen dieser Zeiten zu beschränken? Und wen “Alt” “Gut” ist, warum nicht weiter in die Vergangenheit zurückgehen? Wenn “Gott/Allah” Millionen von Jahre gewartet hat bis er dachte gewisse Gruppen von Menschen sind intelligent genug das er ihnen ein Buch, angepasst an ihre Intelligenz, diktieren konnte, warum sollte er heute nicht eine Person mit der Intelligenz eines modernen Mohamed finden und ihm ein Update diktieren?
“Mit dem Koran hat man aber zusetzaetzlich ein Geschenk dass man beim Koran –rezitieren bekommt. Es schenkt einem eine innere Ruhe.”
Sicher, aber um “eine innere Ruhe” zu erreichen gibt es unzählige andere Methoden, meinen Sie nicht auch?
@Olive 2009-02-03 10:17:01
cc @Zaro
“was also soll Israel tun?”
Ein gute und wichtige Frage. Aber bevor man diese Frage beantworten kann muss man VERSTEHEN wie es zu dieser Situation kam. Und das kann man nicht so einfach wenn man von Anfang an sich auf die eine oder andere Seite stellt.
rg
@rg
2009-02-03 11:10:28
gute Fragen zur Relion, die ich mir auch stelle.
“Und das kann man nicht so einfach wenn man von Anfang an sich auf die eine oder andere Seite stellt.”
Das ist es, obwohl ich mir manchmal wünschte, ich könnte es.
Manchmal scheint es mir wesentlich einfacher zu sein, Partei zu sein, als immer beide Seiten sehen zu müssen und hundert Mal hin und her abzuwägen.:-(
(das bezieht sich jetzt nicht nur auf diesen speziellen Konflikt)
@Logine
@Zaro
Marcus Tullius Cicero soll das gesagt haben
“The budget should be balanced, the Treasury should be refilled, public debt should be reduced, the arrogance of officialdom should be tempered and controlled, and the assistance to foreign lands curtailed, lest Rome become bankrupt, the mobs should be forced to work and not depend on government for subsistence.” Marcus Tullius Cicero, 106BC – 43BC
Rg – Ob heutige Politiker das wohl auch so sehen?
Zum Verstehen der jetzigen Situation in Palästina: Ich bin voll mit Ihnen einverstanden. Aber irgendwann sollte doch die Vergangenheit beerdigt werden, und das beste aus der Gegenwart mit den verfügbaren Mitteln gemacht werden.
Wir Privatpersonen müssen nach einem traurigen oder tragischen Ereignis auch wieder ins Leben zurückfinden, wenn wir nur immer zurückschauen stolpern wir über jedes Kieselsteinchen, das vor uns liegt.
@rg
>>Danke für Ihre Antwort. Wie ich schon sagte, ich denke Sie müssen so denken sonst wären Sie nicht Muslim. <<
Ja zum Teil, aber eher weil ich durch die Inforamtionen durch den Koran zu diesem Schluss komme. Je mehr ich mich wirklich mit diesem Buch dem Koran befasse, je mehr erkenne ich, dass es kein Update braucht.
>>WARUM gewisse Menschen genauso denken wollen wie die Menschen vor zweitausend oder vierzehnhundert Jahren. Und Ihr Interesse scheint mehr darin zu liegen WEITERHIN so zu denken wie die Menschen zur damaligen Zeit.<<
Ich denke, das ist eine falsche Annahme von Ihnen.Es geht einem Glaeubigen nicht darum, moeglist so zu denken, wie Leute damals dachten. Es geht darum den Weisungen zu folgen die Gott/Allah dem Mensch offenbart hat nach einem ganz bestimmten Plan. – Mit dem Koran hat Gott/Allah Informationen die Er an uns geben will ageschlossen.
>>Was ist so gut daran sich auf das Wissen dieser Zeiten zu beschränken? Und wen “Alt” “Gut” ist, warum nicht weiter in die Vergangenheit zurückgehen? Wenn “Gott/Allah” Millionen von Jahre gewartet hat bis er dachte gewisse Gruppen von Menschen sind intelligent genug das er ihnen ein Buch, angepasst an ihre Intelligenz, diktieren konnte, warum sollte er heute nicht eine Person mit der Intelligenz eines modernen Mohamed finden und ihm ein Update diktieren?<<
>> Was ist so gut daran sich auf das Wissen dieser Zeiten zu beschränken?<<
Sich mit dem Koran befassen, ist nicht , sich auf das Wissen jener Zeit zu beschraenken. Die Koran hat den damaligen Menschen Wissen gebracht. Doch Vieles was Koran an Inforamtionen enthaltet, z.B. ueber Naturphaenomene, konnten sie damals nur glauben, weil es damals noch nicht erforscht wurde und dieses Wissen bestaetigte (ein Beispiel: Embryo Entwicklung).
>>Und wen “Alt” “Gut” ist,….<<
Indem man sich mit dem Koran bescheaftig, meint man nicht, das nur “Alt” “Gut” ist. Man nimmt schlicht wertvolle Informationen daraus.
>>warum nicht weiter in die Vergangenheit zurückgehen?<<
Gott/Allah hat schon den ersten Menschen den Er geschaffen hat mit Intelligenz ausgestattet naemlich Adam. Gott/ Allah hat bereits Adam Dinge gelehrt.
>>Wenn “Gott/Allah” Millionen von Jahre gewartet hat bis er dachte gewisse Gruppen von Menschen sind intelligent genug das er ihnen ein Buch, angepasst an ihre Intelligenz, diktieren konnte, warum sollte er heute nicht eine Person mit der Intelligenz eines modernen Mohamed finden und ihm ein Update diktieren?<<
Wie oben schon angedeutet, der Koran gilt nicht nur der Intelligenz der damaligen Voelker, sein Inhalt geht darueber hinaus.
Der Kroan ist bereits wie eine Zusammenfassung von allen Informationen, die Gott/Allah der Menschheit ueber lange Zeit gelehrt hat.
Je mehr man sich wirklich mit diesem Werk befasst, desto mehr erkennt man den immensen Informaions-Gehalt und es ist eine Freude damit immer wieder auf neue Erkenntisse zu stossen. Also sieht man ein Update fuer nicht noetig.
Es ist aber eine Herausforderung oder auch Aufgabe , jenen Muslimen/ Muslimas die grossen Wissen gesammelt haben durch dieses Buch, es auf leichtverstaendliche Weise wieterzugeben, fuer Mitmenschen, die sich eher fluechtig mit diesem Buch befassen, fuer das Jetzt und die Zukunft.
P.S:
Als kleines Maedchen in der Sonntagsschule, stellte ich mir damals vor , wie gut es waere zu Zeiten der Propheten zu leben.( Ungefaehr Ihr Verlangen nach einem Propheten unter uns.)
Heute sag ich mir, es wuerde die Welt auch nicht verbessern, wieder gaebe es Meschen die auf die Worte des Propheten hoeren wuerden und andere nicht.Ungefaehr gleich wie heute Leute an Gott /Allah glauben oder nicht.
Und noch schnell:
>>Sicher, aber um “eine innere Ruhe” zu erreichen gibt es unzählige andere Methoden, meinen Sie nicht auch?<<
Welche Methoden denn ?
Bei vielen Methoden die ich ausprobiert habe, kam ich nicht zu dieser inneren Ruhe.
U.M.
@ Logine,Olive & rg
Was soll Israel tun?
…………..
Israel müsste alle bisherigen Resolutionen des UN Sicherheitsrates befolgen, das hiesse Rückzug hinter die Grenzen von 1967, Auflösung der Siedlungen, Abriss des Grenzzaunes, zumindest dort, wo er nicht die Grenze bildet, Freigabe der blockierten palästinensischen Gelder, Abbruch der Wirtschaftsblockade usw.
Die Frage ist aber müssig, weil Israel nicht bereit ist irgend etwas in dieser Richtung zu tun, abgesehen vielleicht von einer Aufhebung der Wirtschaftsblockade, und ein paar Konzessionen zum Mauerverlauf.
Israel spielt mit gezinkten Karten (Zitat: Erich Gysling), es baut laufend neue Siedlungen in den besetzten Gebieten.
Das langfristige Ziel der Zionisten bleibt die Annektion des Westjordanlandes (Biblisches Land Judäa und Samaria) und die Abschiebung der Palästinenser in die angrenzenden Staaten. Hätte man die Absicht den Palästinensern die Westbank je wieder zurückzugeben, würden doch dort nicht dauernd neue Siedlungen gebaut. Das sollte doch wirklich jedem klar sein.
Schon 1940 schrieb der Zionist Yosef Weitz, Direktor des Land Departements im Jüdischen Nationalfonds: “Es muss klar sein, dass es im Land nicht Platz für beide Völker hat….Die einzige Lösung ist ein Land Israel, mindestens ein westliches Land Israel (gemeint ist Palästina, westlich des Jordans) ohne Araber…… Kein Dorf darf ausgelassen werden, kein Beduinenstamm” So dachte auch Ben Gurion, als er den Staat Israel ausrief. Quelle: Benny Morris
).
Die Frage Was soll Israel tun ? ist also irrelevant, weil es ohnehin nicht tun wird, was es tun sollte.
Die Frage sollte also vielmehr lauten, wie könnte man den Konflikt lösen, und dazu habe ich schon einen Vorschlag. Wer kann ein widerspenstiges Kind zähmen, wohl nur sein Vater. Das heisst die USA sind gefordert.
Ohne militärische Intervention von aussen wird es nie Frieden geben, in Palästina.
Hamas und Fatah verlangen den Rückzug Israels hinter die Grenzen von 1967, Abbas will dies erreichen durch Verhandlungen, die Hamas durch militärischen Widerstand. Seit Oslo laufen Verhandlungen, immer wieder unterbrochen durch kriegerische Aktionen. Das Ergebnis aller bisherigen Verhandlungen brachten den Palästinensern gar nichts, den Israelis aber schon. Fakten wurden geschaffen, es wurde gebaut, immer neue jüdische Siedlungen wurde aus dem Boden gestampft, verbunden mit Schnellstrassen, welche nur Israelis zugänglich sind . Dazwischen bleiben ein paar Fetzen meist minderwertiges Land für die Palästinenser, sogenannte “Bantustans” ohne Verbindung zu den “Nachbarparzellen”.
Um Gerechtigkeit für alle herzustellen, bleibt deshalb nur die Intervention von aussen wie seinerzeit in Bosnien.
Die USA müssten mit einem UN Mandat einen Teil ihrer Truppen aus dem Irak abziehen und ins Westjordanland verlegen, worauf die israelische Armee sich hinter dir Grenzen von 1967 zurückziehen müsste. Keine israelische Regierung könnte es sich leisten auf die einrückenden Amerikaner auch nur einen einzigen Schuss abzugeben. Im Westjordanland müsste dann ein binationaler, von den USA (oder allenfalls der UN) verwalteter Staat errichtet werden, welcher die Gleichberechtigung und Gleichbehandlung von Juden und Arabern auf seinem Gebiet zu gewährleisten hätte . Jüdische Siedlungen, welche nach z.B .1990 (Jahr verhandelbar) erstellt wurden, müssten geräumt und die Siedler nach Kernisrael umgesiedelt werden, um Platz für rückkehrwillige palästinensische Flüchtlinge zu schaffen.
Geschichten
Durch meine Sozialisation wurde ich im Religionsunterricht teilweise von katholischen Nonnen, teilweise von katholischen Vikaren unterrichtet, die Geschichte von der Fischvermehrung aus der Bibel ist nach wie vor präsent, ich war begeistert von dieser Geschichte, Ein katholischer Vikar hat uns im Reglionsunterricht spannende Krimis vorgelesen anstatt Bibelsprüche zititiert. Vorsicht ist ja geboten, alle in den gleichen Kübel zu werfen. Nur um sich anzupassen sich selbst zu verleugnen ist gefährlich, als Kinder um zu überleben blieb uns ja nichts anderes übrig, als Erwachsene haben wir ja die Chance, Dinge kritisch zu hinterfragen, gibt auch gute Zitate aus der Bibel (die Bibel wurde von lebendigen Menschen geschrieben und nicht von einem idealisierten Heiligen Geist) z.B. “Richtet nicht damit auch ihr nicht gerichtet werdet” Wer frei ist von Sünde werfe den ersten Stein, Zitate Hinweise die ich schätze, könnte ja in die Praxis umgesetzt werden ohne selbstgerecht zu sein, nach meinen Möglichkeiten tu ich das praktisch. WAS HAT DAS MIT ATHEISMUS ZU TUN ? DA WERD ICH NICHT SCHLAU. Das Elend hat schon im Garten Eden begonnen, wahrscheinlich war der idealisierte Gott schon besitzergreifend und geizig, neidisch und feige auch noch, die Schlange vorgeschoben, wo hat denn dieser
rächende Gott das gelernt?
@Zaro
danke für diese Erkärungen.
Dass Israel ein Recht darauf hat, in einem eigenen Staat zu leben, scheint mir logisch, doch wo?
Dort, wo sie sind, wollen sie bestimmt nicht weg, also tönt dein Vorschlag vernünftig.
Ob dieser Vorschlag von dir machbar wäre und ob die USA ein irgend geartetes Interesse daran haben, so zu handeln weiss ich leider nicht..
@Olive 2009-02-03 17:42:18
“Dass Israel ein Recht darauf hat, in einem eigenen Staat zu leben, scheint mir logisch, doch wo?”
Warum?
rg
ZARO
…. FOR MIDDLE EAST CONSULTANT!
Wirklich wahr – danke fuer Deine weitsichtigen, vernuenftigen, leider nicht politueblichen Gedanken!
Du beweist damit, dass jemand mit Kenntnis und Vernunft Licht (-blicke) in die Welt bringen koennte! Danke!
@rg
es ist einfach ein Gefühl, nach allem, was die Juden durchgemacht haben.
Ob es völkerrechtlich i.O. ist, kann ich nicht sagen.
@Olive 2009-02-04 09:00:00
Ich kann das “Gefühl” verstehen. Nur was sollen wir nun mit den “American Indians” und den “Australian Aborigines” tun, die wurden schliesslich auch nahezu ausgerottet? Nur eben über eine längere Zeit, somit erscheint es nicht so tragisch wie was man mit den Juden gemacht hat.
Der einzige Nachteil den diese “Ureinwohner” haben ist dass sie keine gemeinsame Religion haben und somit nicht organisiert sind. Dies ist natürlich ein “Vorteil” für den Rest von uns.
Während wir schon am Land vergeben sind das uns nicht gehört, vielleicht sollte man auch den Armeniens “ihr” Land zurückgeben, schliesslich sind auch sie auf der ganzen Welt verstreut.
rg
rg
…..genau wie Sie sagen!
Gleiches gaelte fuer die Sintis und Romas – waren diese nicht urspruenglich auch Juden?
Ich und mein kolleg müsse eine meinung für die schule zu diesem oberen text schreiben. Das problem ist wir sind erst 13 jahre alt und kapieren das überhaupt nöd. Wenn jemand so nett wäre und etwas schreibt was helfen könnte !! mit einfachen wörtern!! wäre das sehr nett.