Alles spricht von der neuen Religiosität, die Medien beschwören den neuen Trend. Ist das nur ein Schlagwort oder steckt mehr dahinter?
Kaum bestritten wird, dass eine verstärkte Suche nach neuen spirituellen oder religiösen Konzepten zu beobachten ist. Buddhismus, Kabbala, Sufi-Rituale faszinieren viele, welche mit dem christlichen Glaube zunehmend Mühe bekunden. Fernöstliche Heilsvorstellungen wirken attraktiv, Exotik im religiösen Feld ist verlockend. So pilgern Zehntausende nach Indien, um in Ashrams zu meditieren oder Gurus zu Füssen zu liegen.
Zwar hat der Esoterikboom seinen Zenit überschritten, doch das Angebot ist nach wie vor immens und lockt weiterhin ein breites Publikum an. Tantraseminare, Rebirthing, Rückführungen, Meditationen und Workshops aller Art finden Woche für Woche und landauf und landab statt. Freikirchliche Werke wie International Christian Fellowship (ICF) sorgen mit ihren Erfolgsmeldungen und Expansionsbestrebungen für Schlagzeilen.
Sind diese Trends wirklich Ausdruck einer neuen Religiosität? Suchen tatsächlich mehr Menschen denn je neue spirituelle Inhalte und religiöse Konzepte?
Eine klare Antwort kenne ich nicht. Es gibt keine verlässlichen Zahlen. Wir müssen uns auf Beobachtungen und Trends stützen.
Die Austritte aus den Landeskirchen flachen nicht ab. Viele Austretende orientieren sich neu und schauen sich nach alternativen Angeboten um. Dabei schnuppern sie bei verschiedenen Kirchen und spirituellen Gruppen. Das führt letztlich zu einem Nullsummenspiel, weil die Zahl der Religiösen nicht wirklich wächst.
In den Schlagzeilen sind immer wieder freikirchliche Trendkirchen, die tatsächlich beachtliche Zuwachsraten aufweisen. Doch insgesamt stagniert die Zahl der Frommen bei rund 200’000 Gläubigen. Die kleineren Freikirchen verlieren Mitglieder an die attraktiven charismatischen Trendkirchen.
Der Esoterikmarkt ist in den 90-er Jahren rasch angewachsen. Das Überangebot hat aber zu einer Lähmung geführt, weil die Orientierung erschwert wurde. Ausserdem haben viele sehr viel Zeit und Geld in Workshops und Seminare investiert, ohne den versprochenen Durchbruch zu erleben. Dies führte zu Ermüdungserscheinungen und zur Ernüchterung.
Welche Beobachtungen habt Ihr gemacht? Wie schätzt Ihr die Situation ein? Gibt es die neue Religiosität oder ist sie nur ein Schlagwort?












































@ feelx
Ach Feelx, deine Worte fallen so zart und tröstlich in mich hinein – ich danke dir von Herzen!
Eigentlich wollte ich betreffend unserer Tochter nicht so weit ausholen, aber nun komme ich nicht darum herum. Also gut:
Mein Gekränkt-Sein steht nicht im Vordergrund, Feelx, dies ist nur ein unbedeutendes und für uns gut bewältigbares Nebenthema. Schon am Tag der Geburt begann für uns die Ablösung. Wir haben uns immer wieder mit diesem Thema beschäftigt und unsere spezielle, eigenwillige, freiheitsliebende Tochter verlangte auch danach.
Nur war sie aufgrund ihrer Beeinträchtigung (ADHS, Wahrnehmungsstörungen, Teilleistungsschwächen bei gleichzeitiger Hochbegabung) in vielerlei Hinsicht in einem stärkeren Mass als andere Kinder von uns abhängig. Da sich ihre Situation von Tag zu Tag verändert, verlangt dies von uns eine unglaubliche innere Flexibilität und Präsenz, welche wir auch immer wieder aufzubringen vermögen. Wir wollen für unsere Tochter ein Ort sein, an dem sie ganz sich selber werden kann, ein Ort auch, welcher das Kind vor tief greifenden Verletzungen zu schützen vermag, ein Ort des Verständnisses, des Würdigens, der Anteilnahme und der inneren Präsenz.
Das momentane Thema ist die Sorge um unsere Tochter (betreffend: droht ein Rausschmiss aus der Schule, ihre beachtliche Unfallneigung, ihre unausgereifte Selbst- und Fremdwahrnehmung, ihre Impulsivität, ihr mehr als eigenwilliger Charakter, der mit der Umwelt in Konflikt gerät etc.) sowie das Hinterfragen unseres Umganges mit ihr, die Wirkung der Umwelt und der Medien auf sie (zusätzliche Verzerrung der ansonsten schon nicht adäquaten Selbstwahrnehmung), ihr eigener Umgang damit, die Suche nach einer adäquaten Einschätzung der Situation und der Grenzen (wo muss sie geschützt werden – wo müssen wir sie freilassen).
Du schreibst: “Es drängt mich förmlich, dir zu sagen: Lass deine Tochter los! Lass sie sein! Lass sie dort sein, wo für sie das Leben stattfindet! Auch wenn sie für dich in die Irre geht. Lass sie es selbst erfahren! Loslassen, ja sie ruft dir zu: Lass mich endlich los, lass mich in Ruhe!”
Einesteils muss ich dir Recht geben, Feelx, andererseits befinden wir uns hier mitten auf einer nicht zu unterschätzenden Gratwanderung.
Erst 1 Jahr alt, noch bevor sie gehen lernte, baute sie sich innert weniger Minuten einen Turm, mit Hilfe dessen sie die obersten Kästchen in der Küche inspizierte und sich die Gestelle hochzog.
Mit 2 Jahren wollte unser Kind um jeden Preis mit mir in der Küche Gemüse schneiden. Da es sich um einen eigenen Impuls handelte, stellte ich meine Befürchtungen, sie könnte sich dabei verletzen, selbstverständlich zurück und wir übten das Schneiden. Ebenso wollte sie SELBER die Strassen überqueren und drohte unvermittelt zwischen die Autos zu laufen.
Mit 3 Jahren versuchte sie, mit einem Regenschirm sich aus dem dritten Stock eines Miethauses zu verselbständigen – sie war fest davon überzeugt, fliegen zu können.
Mit 4 Jahren stieg sie auf ein Zweiradvelo ohne Stützräder, brauste mit Vollgas davon (alles oder nichts…) und verpasste nur mit viel Glück die nächste Mauer. Sie liebte ihr getüpfeltes Nachthemd und weigerte sich vehement, mit anderen Kleidern einkaufen zu gehen. Mit diesem Nachthemd und roten Gummistiefeln konnte man uns in der Migros über Wochen regelmässig antreffen.
Mit 5 Jahren raste sie mit Rollerblades allen um die Ohren, sodass die Fetzen flogen, selbst vor einer hohen Rutschbahn machte sie nicht Halt und sauste, als ich für einen winzigen Augenblick nicht aufmerksam genug war, im Stehen runter.
Mit 6 Jahren behauptete sie, sie könnte schwimmen und stürzte sich unmittelbar ins tiefe Wasser. Wäre ich nicht an ihrer Seite gewesen, wäre sie ertrunken. Sie sprang vom 3-Meter-Sprungbrett, bevor sie schwimmen konnte. In einer Anwandlung von Auflehnung gegen das Elternhaus packte sie, ebenfalls mit 6 Jahren, ihre Utensilien in Plastiksäcke und wollte ausziehen. Zuerst ging sie aber ALLEINE ins Dorf, um einzukaufen. Sie kehrte zurück, ass ihren eingekauften Proviant und bat mich höflich darum, ihr nun eine eigene Wohnung zu besorgen, damit sie aufbrechen könne.
Mit 7 Jahren trank sie aus der Schoppenflasche Kaffee und war zutiefst verärgert darüber, dass ihr die Schule nicht “wirklich richtige Dinge” beibrachte. Das Thema Schule war damit für lange Zeit abgehakt und sie weigerte sich strikte, auch nur einen Ansatz von Leistung zu erbringen. Sie fand es einfach zu blöd. Sie sprach nicht in der Schule, beteiligte sich nicht und spielte auch nicht mit andern Kindern. Sie ging hin, sass kreidebleich und stumm an ihrem Platz und kam wieder nach Hause.
Mit 8 Jahren empörte sie sich lautstark darüber, dass 8-jährige keinen Motorradführerschein machen können. usw.
Und heute, mit 12 Jahren, meint sie, selbstständig leben zu können in einer eigenen Wohnung, nachdem sie so rasch nebenbei eine Modelkarriere hinter sich gebracht hätte. Und dies bei einer relativ ausgeprägt und grundlegend vorhandenen Strukturierungsschwäche.
Was heisst: Sie besitzt auch heute noch absolut kein Zeitgefühl, betreffend ihrer Schulutensilien herrscht absolutes Chaos, was auch die Lehrer zum Wahnsinn treibt. Zudem spielt ihr ihre eigensinnige Persönlichkeit leistungsmässig einen Streich: Ihr unstrukturiertes Kurzzeitgehirn verhindert, dass sie Zahlen aus dem Mathebuch ins Heft abschreiben kann. Sie schaut die Zahlen an und schreibt irgendwelche dann ins Heft, weil die richtigen bereits wieder herausgefallen sind. Selbstverständlich verneint sie, überhaupt irgendein Problem zu haben. Sie weigert sich strikte, schriftlich zu rechnen und rechnet alles im Kopf – mit entsprechend vielen Fehlern natürlich. Trotz der sprachlichen Hochbegabung ist es für sie einfacher, ihr fotografisches Gedächtnis zu nutzen (das auch nur partiell im sprachlichen Bereich funktioniert) und anstatt die Aufgaben auf dem Prüfungsblatt zu lösen diejenigen des letzten Blattes “fotografisch” abzuschreiben. Dazu kommt eine Dauererschöpfung aufgrund ihrer Hypersensibilität und Hyperaktivität, worin sie rund um die Uhr emotionale Unterstützung und Begleitung anfordert.
Loslassen, Feelx?
Und dann ist da auch noch die Umwelt, ein breites Netz, in welches wir eingebunden sind und darin gefordert werden. Lehrer, Schulleitung, Psychiaterin, Ärzte, Psychotherapeutin, IV – alle (ausgenommen die Psychotherapeutin) wissen sehr gut, was wir anders, besser, kompetenter, aufmerksamer, adäquater machen müssen und sollen. Bei den vielen Gesprächen, die stattfinden, werden wir immer sehr toll dazu ermuntert, was wir unserem Kind schuldig sind, wo wir noch besser als bisher unterstützen und motivieren müssen – kurz: genug ist nie genug. Und du darfst drei Mal raten, wie es eingeordnet wird, wenn etwas nicht läuft: Die Eltern sind schuld. Ach ja.
Gut, wir könnten all dies ignorieren. Geht aber nicht, weil die Sonderschule und die medizinisch-therapeutischen Massnahmen bewilligt und finanziert werden müssen. Und dies läuft eben über die oben erwähnten meist wunderbar kompetenten und wirklich kooperativen und entlastenden Stellen (ist ironisch-resignativ gemeint). Ha! Darin sind wir geliefert, Feelx. Wir müssen kooperieren, ob es uns passt oder nicht. Wenigstens vordergründig.
“Lass sie dort sein, wo für sie das Leben stattfindet!”
Weisst du, wäre sie dort glücklich, wäre es auch einfacher, sie noch mehr loszulassen. Sie selber ist sehr ambivalent – vom am “Schürzenzipfel klammern” bis zu “jetzt ziehe ich aus” (und noch schlimmer: Jetzt bringe ich mich um) liegt alles drin.
“Auch wenn sie für dich in die Irre geht. Lass sie es selbst erfahren! Loslassen, ja sie ruft dir zu: Lass mich endlich los, lass mich in Ruhe!”
Feelx, das Kind ist gut 12 Jahre alt! Ich weiss zudem nur zu gut, was mit einem bildhübschen und mehr als charmanten (wenn sie will) Mädchen passiert, dass alleine unterwegs ist. Das kann es nicht sein, da müssen wir unsere Verantwortung wahrnehmen.
“Und vertraue darauf, dass sie zu dir zurückkehren wird. Da bin ich mir ganz sicher. Dann strecke ihr deine Hand aus, blicke in ihre Augen und gib ihr zu verstehen, dass du für sie da bist, wenn sie dich braucht.”
Oh ja, Feelx, dieses Vertrauen habe ich auch. Und ich werde, wie du es so wunderschön sagst, meine Hände ausstrecken, ihr in die Augen blicken und für sie da sein. Immer.
Allerdings muss ich auch in Betracht ziehen, dass sie aufgrund ihrer Impulsivität, ihrer Unfallneigung, ihrer Sensibilität und ihrer Anhänglichkeit vielleicht eines Tages verfrüht sterben wird. Dann wird sie nicht zurückkehren. Aber dies muss ich in andere Hände legen, muss mich zu einem bedingungslosen Einverstanden-Sein damit, was geschieht, durchringen.
“Und – vertraue deiner Tochter. So schwer und irrsinnig das auch klingen mag.”
Ich vertraue auf ihre Ressourcen, Feelx, nicht aber darauf, was sie im Moment tut. Es klingt für mich nicht irrsinnig, aber ich muss angemessen auf ihre spezielle Persönlichkeit reagieren.
“Und verwahre in deinem Herzen, wenn dich deine Tochter wieder einmal anschreit: Sie liebt dich.”
Oh ja, sie liebt mich, keine Frage – daran zweifle ich niemals! Das Anschreien empfinde ich als ganz natürlichen Prozess der Pubertät, ähm, der Suche nach sich selbst (besser so, nk, nicht wahr?). Ablösung und Autonomie verlaufen so. Ich trage zudem eine grosse Freude in mir, dass dieses Kind, das einst so zerbrechlich war, diese grosse Kraft entwickeln konnte. Ich hoffe, diese Kraft wird ihr die Richtung weisen und sie durch alles hindurchtragen. Und ich vertraue darauf, dass die Erde sie tragen und nähren und der Himmel sie behüten wird.
Feelx, ich danke dir. Und ich hoffe, die Krankheit gehe an dir vorüber. Heb der Sorg!
Herzlich – deine Steinlaus
Klarstellungen
Juan P.: Mir ging es mit meiner Aussage darum, dass religiöse und überzeugte Menschen auch im Alltagsleben aktiv sein müssen und sich nicht in Höhlen und Klöstern ihrem persönlichen “Nirvana” widmen sollten.
Die Welt braucht Taten; die Gebete wurden nicht erhöht.
Erstens: Solange Klöster, christlicher oder nicht-christlicher Provenienz, der Öffentlichkeit nicht zur Last fallen, haben wir kein Recht, diese Lebensweise zu kritisieren. Mir ist ein beschaulicher Mönch in einem Kloster lieber als ein aktiver, aber abzockender Vasella.
Zweitens: Die meisten Mönche und Nonnen, die ich kenne, sind auch im Alltagsleben aktiv.
Drittens: Die Welt braucht nicht Taten. Taten haben wir genug. Es fehlt an den richtigen Taten.
Viertens: Woher weiss Juan P., dass Gebete nicht erhört wurden? Solch apodiktisch formulierte Sätze bringen nichts. Denken heisst auch: differenzieren. Es gibt Gebete und Gebete, Erhörungen und Erhörungen.
@ elefant
grundsätzlich ja und einverstanden. aber für mich liegt eben das problem bei den talkshows, den politsendungen die von parteien genutzt werden und zb. bei deutschland sucht den superstar.
natürlich manipuliert film und fernsehen. aber da sollte man bei anständiger berichterstattung bei den nachrichten anfangen.
in unserer kulturlosen zeit feiert die einfachheit ein fest, aber es wird auch wieder anders kommen. und ich finde man sollte die kultur fördern und nicht seine energie mit kritik an der unkultur verschwenden – die ists nämlich nicht wert.
das thema schulbücher und evolutionstheorie ist für mich ein anderes thema, wo ich sicher kein auge zudrücken kann.
@ steinlaus
was genau verstehen sie denn unter “medienbedingte Wahrnehmungsverzerrung”? ich meine, hätten sie ein beispiel.
und dann möchte ich fragen, ob ihre tochter wohl nicht einfach den weg wählt, der ihr gefällt, aber nicht ihnen, und vielleicht auch ein wenig deswegen?
unterhaltung:
nö für mich ist eben auch das verkaufen von “übersinnlichem” reine unterhaltung, da ich nicht an dieses übersinnliche glaube. sonst müsste ich ja aufhören filme zu schauen, denn die versuchen ja im allerhöchsten und professionellsten masse wahrnehmung zu verzerren. gut es sind immer noch filme und keine liveshow… wohl ein unterschied.
“Viele WOLLEN es gar nicht durchschauen”
klar, aber was solls. also ob jetzt einer mit seinem rabe spricht oder löffel verbiegt – solange er keinem damit schadet und die leute unterhält … natürlich ists gelogen … aber was solls? ist jemand daran gestorben?
“Haben Sie schon einmal Menschen in einem religiösen Wahn um sich gehabt, die in allem ein “Zeichen” sehen?”
nicht im religiösen, doch im psychotischen wahn. das ist für mich eigentlich dieselbe krankheit mit verschiedenen symptomen. und gerade deshalb meine ich es ist nicht das fernsehen, dass solche leute produziert. geistige krankheiten dieser art haben ganz andere ursachen. und jemand der mal so weit ist, dem macht auch eine blume angst oder ein löffel – egal ob er sich nun biegt oder nicht.
zu ihrer tochter
“Aber sehen Sie, genau dies ist und war immer unser Weg mit unserem Kind.”
also, dann nicht verzweifeln, da müssen die eltern manchmal wohl durch. war bei mir auch so. sogar noch schlimmer. wenn ihre tochter dann 25 oder 30 ist, wird sie im nachhinein alles doppelt schätzen wie sies heute verabscheut.
anderer ansatz: wenn sie meint, sie könne model werden und geld einfach und schnell verdienen, dann sieht sie leider nur die eine seite der medallie – zeigen sie ihr die andere und zwar schonungslos, wie einem erwachsenen. dann wird sie schnell ruhig sein.
ansonsten habe ich jetzt kaum mehr zeit zum schreiben, also: viel glück, das klappt schon!
vielleicht fängt pupertät heute früher an… vielleicht hört sie dann auch früher wieder auf?
grüssle
@Atalaia
latürnich!!
es gibt hier drin eigentlich nur einer, der sich meinen respekt ent-verdient hat.
@zoe
ja
@ zoe
Liebe Zoe, ganz herzlichen Dank für deine lieben, unterstützenden Worte!
Zum Bild vom Boot: Oh ja, meine Tochter will SELBER schwimmen. Aber sie schaut sehr aufmerskam zu mir rüber, ob ich auch noch da bin. Wehe aber, sie bemerkt, dass ich zu ihr rüber schaue! Sie verlangt offensichtlich danach, dass ich mitschwimme, dies aber diskret genug, um ihr das Gefühl zu lassen, sie tue es selber.
Danke für dein starkes und berührendes Bild vom Baum in der Strömung. Kraftvoll, treffend, wunderschön.
Gerne erwidere ich deine Umarmung und wünsche dir, ganz für dich selber, ein lebendiges, erfüllendes inneres Fliessen, welches dir inmitten der Stürme des Lebens die notwendige Beweglichkeit und gleichermassen Stabilität bieten möge.
Herzlich – deine Steinlaus
@ nk, cc steinlaus
ich habe erst heute steinlaus’ beiträge zu stamms artikel und den daraus resultierenden dialog steinlaus/nk im zusammenhang gelesen. dies zum richtigen verständnis meines gestrigen beitrags über das tv.
nk, du strahlst in manchen dingen eine gelassenheit aus, die mir völlig abgeht. und das meine ich vollkommen ernst und aufrichtig. ich wünsche mir wirklich, ich könnte ein thema wie das der medien gelassener sehen, denn gelassenheit ist sehr wichtig für das bestehen von hoffnung.
bei dir scheint die hoffnung auf besserung des allgemeinen geisteszustandes noch nicht erloschen zu sein. ich hingegen müsste unter der asche verdammt gründlich und sorgfältig suchen, um auch nur ein krümelchen glut zu entdecken. bei mir verfestigt sich nämlich der eindruck, dass wir den überbordenden schwachsinn, welcher die medien- und kulturlandschaft heute mitprägt, dringend zum überleben brauchen: wir müssen ja alle irgendeine beschäftigung haben, mit der wir unsere tage füllen, und von dieser beschäftigung sollen wir leben können…
ich bin gestern etwas unsorgfältig im formulieren gewesen, und hätte ich den beitrag von steinlaus vor dem schreiben gelesen, hätte ich mir so manches gelaber schenken können, das meinen eigenen zugang zur materie darstellen sollte. ich wollte nämlich noch etwas näher auf dein stichwort der aufklärung eingehen, habe aber vor lauter tv-zombies vor dem geistigen auge etwas den faden verloren.
heute lieferst du mir allerdings eine steilvorlage, für die ich dankbar bin. du schreibst, man solle kultur fördern statt über unkultur herzuziehen. damit nimmst du den faden auf, den ich gestern mit der erwähnung des musikgeschmacks in der hand hatte.
es ist in meinen augen so: kultur, egal welcher sparte, muss auch von irgendwas leben. und am besten lebt sie, wenn sie einer möglichst breiten masse zugänglich ist. und dies ist dann der fall, wenn die inhalte dieser kultur selbst für amöben noch verständlich sind, der genuss des kulturguts also möglichst geringe anforderungen an das verständnis von kulturellen inhalten richten.
dieses von dir treffend bezeichnete fest der einfachheit hat nun aber einen kleinen nachteil: mainstream pflegt nischen zuzukleistern oder für sich zu vereinnahmen. gerade in bezug auf mögliche medienpräsenz. beispiel radio: in der dauerberieselung mit einer band, deren plattenvertrag den sozialhaushalt vieler länder dieser welt in den schatten stellt, bleibt kein platz mehr für neues oder anspruchsvolles. die plattenfirmen wollen die kohle wieder drinhaben, die sie ihren stars nachwerfen, und entsprechend werden radiostationen mit diesem zeug zugeschmissen. und radio will werbekunden, und werbekunden wollen hörer, und so dreht sich die sache immer im kreise, denn die hörer wollen im radio das hören, was sie sich gekauft haben… sichere werte statt neugier, ein geistiger muffkeller statt der frischen luft: es fuktioniert in der kultur nicht viel anders als im glauben.
nun ist prosieben nicht unbedingt der kanal, bei dem ich irgendwelchen sinn darin sehe, sich hoffnung auf eine steigerung des geistigen niveaus zu machen. aber die zeit des zuschauers ist es ja, um die es geht. er kann nur eine sendung gleichzeitig schauen, und der gedanke, dass er sich mit nur wenig niveauvollerem beschäftigen dürfte, weil das breite angebot an schwachsinn nicht mehr derart omnipräsent sämtliche kanäle verstopft, dieser gedanke ist mein kleines glutklümpchen der hoffnung unter der asche der abstumpfung.
um holz auf diesem bischen glut zum brennen zu bringen, muss ich mindestens die asche entsorgen und sauerstoff an die glut lassen. und die entsorgung der asche ist für mich das stete dagegenhalten gegen den schwachsinn. also das herziehen über unkultur.
diesen begriff würde ich gern durch etwas anderes ersetzen, bevor mir hier jemand ganz geschicktes den begriff “entartete kunst” dagegenstellt…
von den einstürzenden neubauten gibt es ein bandphoto aus den anfangstagen. die bandmitglieder halten darauf ein schild in die kamera, auf dem sinngemäss geschrieben steht: “wer sich am herrschenden massengeschmack orientiert, dient der reaktion.” sorgfältig gelesen ist das wahr, und es gilt nicht nur für musik.
die wenigen kreativen nischen, die es heute noch gibt, sind alle bemühungen zur verteidigung wert. ohne verteidigung gegen den mainstream kann in ihnen nichts gedeihen.
@ Steinlaus
Ihre Schilderung Ihrer Tochter war etwas vom Faszinierendsten, was ich seit langem gelesen habe. Ich fühle mich irgendwie an Isabel Allendes Geisterhaus erinnert.
Solche Beiträge sind der beste Beweis, dass es a) sinnvoll für den Blog ist, wenn nicht immer nur “zum Thema” geschrieben wird und dass es b) weiter für mich wertvoll ist, dass es auf diesem Blog Leute hat, die völlig anders denken und fühlen.
Danke
@ nk
“was genau verstehen sie denn unter “medienbedingte Wahrnehmungsverzerrung”? ich meine, hätten sie ein beispiel.”
Damit meine ich, dass in vielerlei Hinsicht ein falsches Bild suggeriert wird. Beispiele:
- Kann man Löffel verbiegen, steht dahinter eine mentale Kraft – solches kann sehr rasch und ethisch fragwürdig dazu führen, dass es z.B. kranken Menschen gegenüber heisst: Du musst nur an diese Kraft glauben, dann kannst du deinen Krebs selber heilen.
- Ein Mädchen muss nur schön sein, sich cool kleiden und möglichst dümmlich daherkichern, ja vielleicht noch eine klitzekleine Schönheitsoperation hinter sich bringen, dann wird es viel Geld verdienen und auf ewige Zeiten glücklich sein. Nicht ohne Folgen für junge, noch sehr beeinflussbare und ihren Platz in der Gesellschaft suchende junge Menschen!
- Kommt man auffällig daher, auch wenn es nur schräg und weiter nicht von Bedeutung ist, ist man JEMAND. Ob Seelenstriptease oder Gekrächze bei Bohlen, ob exhibitionistischer Gruselkitzel im Urwald oder Paartherapie bei Britt – was auch immer – spielt keine grosse Rolle.
- Gut ist, was die Sensationslust (und damit die Zuschauerquoten) fördert – dafür geht das Fernsehen über Leichen, jegliche Fragen der Ethik werden ausser Kraft gesetzt.
Solches und darüberhinaus noch viel mehr meine ich mit medienbedingter Wahrnehmungsverzerrung.
“und dann möchte ich fragen, ob ihre tochter wohl nicht einfach den weg wählt, der ihr gefällt, aber nicht ihnen, und vielleicht auch ein wenig deswegen?”
Ich meine, dass sie im Moment gar nicht imstande dazu ist, einzuschätzen, ob ihr ein solcher Weg wirklich gefallen würde (Model sein, viel Geld, ein Leben in Äusserlichkeiten). Dafür scheint sie uns viel zu unreif und zu wenig in sich gefestigt. Würde ein Weg ihr offensichtlich gefallen, wäre er realisierbar und vorstellbar, hätte sie das Alter und die Fähigkeiten dazu – ja, dann, könnten und wollten wir sie darin unterstützen. Selbst dann, wenn unsere Vorstellung eine andere wäre. Sie wird sich selber sein dürfen, bedingunglos, sofern wir dies von unserer elterlichen Verantwortung und Sorge her vereibaren können.
“und gerade deshalb meine ich es ist nicht das fernsehen, dass solche leute produziert. geistige krankheiten dieser art haben ganz andere ursachen.”
Selbstverständlich ist die Ursache für einen religiösen oder sonstigen Wahn nicht das Fernsehen! Ich wollte nur anmerken, dass genau für solche Leute Täuschungen, welche zu Wahrnemungsverzerrungen führen können, verheerend sein können.
“wenn ihre tochter dann 25 oder 30 ist, wird sie im nachhinein alles doppelt schätzen wie sies heute verabscheut.”
Das kann gut sein, nk. Ich hoffe, dass sie ihren Weg macht, dass sie sich weiterentwickelt, dass wenigstens ein Teil ihrer Beeinträchtigungen auswächst und sie ihr Leben autonom und selbstbestimmt führen werden kann.
“anderer ansatz: wenn sie meint, sie könne model werden und geld einfach und schnell verdienen, dann sieht sie leider nur die eine seite der medallie – zeigen sie ihr die andere und zwar schonungslos, wie einem erwachsenen. dann wird sie schnell ruhig sein.”
Nk, sie weigert sich im Moment, die andere Seite sich auch nur anzuhören. Sie ist davon überzeugt, dass wir den Durchblick nicht hätten und es keinen Sinn hätte, sich auf uns einzulassen. Was sie dann aber glücklicherweise, irgendwann, doch immer wieder tut…
“ansonsten habe ich jetzt kaum mehr zeit zum schreiben”
Ja, das Zeitproblem, das kenne ich auch! Ist alles i.O.
“vielleicht fängt pupertät heute früher an… vielleicht hört sie dann auch früher wieder auf?
”
Danke für diese Ermutigung. Daran habe ich tatsächlich auch schon gedacht, respekteive ich trage natürlich diese Hoffnung auch in mir. Bei ADS-Kindern hingegen ist es eher so, dass auch diese Phase verzögert verläuft. Ich habe zum Beispiel vieles erst mit ca. 30 Jahren hingekriegt. Die Jahreszeiten waren für mich immer wieder eine tolle Überraschung und die Wechsel kamen für mich völlig unvorhersehbar daher. Erst im Laufe des Erwachsenenalters habe ich dafür das Verständnis und das Gefühl von Konstanz und Rhythmus entwickelt. Auch gelingt es mir erst seit wenigen Jahren, mein Auto in einer Tiefgarage oder den Ausgang eines Einkaufszentrums ohne längere und völlig hilflose Suchaktionen wiederzufinden. Sie sehen, meine Tochter ist erblich vorbelastet – und dies erst noch von beiden Elternteilen. Armes Kind, glückliches Kind – wie man’s nimmt.
Auch Ihnen liebe Grüsse – Ihre Steinlaus
@alle
zum heutigen wunderschönen Tag wünsche ich Euch allen ein erfüllendes inneres Fliessen!
Gruss Pest
@ sinenomine
Natürlich habe ich nichts gegen Klöster. Angefangen hat die Diskussion wegen den buddhistischen Mönchen.
Welche richtigen Taten meinen Sie? DanielVasella macht für seine Aktionäre und unzweifelhaft für sich die richtigen Taten. rg wird ihm sicher zustimmen.
Nun zu Drittens; den richtigen Taten. Wen oder was meinen Sie damit? Sind beten und eintauchen in die Mystik der Religionen die richtigen Taten?
Nein, meiner Meinung nach, nicht! Ich kenne bessere Beispiele wie ein Mahatma Ghandi, ein Nelson Mandela, eine Aung San Suu Kyi, ein Al Gore und beispielsweise ein sehr bescheidener Pfarrer Sieber.
Herzliche Grüße
Juan P
@ Juan P.
“Es gibt zum Glueck wieder Moenche, die sich in die Politik einmischen”
Witzig – wenn der Papst allerdings mal etwas Politisches sagt – UND ES LOHNT SICH, DIESEM GEBILDETEN ALTEN MANN EINMAL ZUZUHOEREN – dann kreischst du wahrscheinlich, die katholische Kirche soll sich aus der Politik raushalten.
Wer hat Scheuklappen?
Wie gesagt, wenn du Buddhismus so geil findest (=Abschaffung der Ichpersoenlichkeit zwecks Einfliessen ins Nichts) dann fang am besten am damit an … Japaner sind im “Self-effacing” sehr geuebt … komm hierher und arbeite jeden Tag 13 Stunden und fahre 3 Stunden lang im vollgestopften Zug …dann vergeht auch dir dein Hang zum Individualismus und du darfst die Gnade erfahren, dich ins Nichts der Menschenmassen aufzuloesen …
Es gibt in Japan und China genug paramilitaerische buddh. Kloester (ich war da), wo du als sog. “Shit-Zen” 3 Stunden lang die Scheisse mit einer Zahnbuerste wegputzen darfst, bis dir die Finger abfallen (das ist mir wirklich passiert …! die Finger hab ich noch, aber es war saumaessig kalt da oben, natuerlich zur Abtoetung deines Willens keine Heizung…)
Gewusst, dass viele Kloester im Mittelalter in Japan eigene Herrschaftsgebiete besassen wo die Moenche sog. “Moenchskrieger” und Raubzuege an der Tagesordnung waren? Zen war dazu eine militaerische Uebung zur Effizienzsteigerung und hatte nix mit “Spiritualitaet” zu tun.
Ja, eine saulustige Angelegenheit ist dieser Buddhismus.
Echt, diese Europaer da im fernen Westen kennen Asien ueberhaupt nicht…
muessen immer alles exotisieren…sind es die schoenen dunklen Augen der Asiaten, die uns ganz einfch bezaubern?
Zwei Dinge sind aber an Japan unschlagbar: Das fantastische ESSEN und die HEISSEN QUELLEN. (und die Frauen …)
Skeptiker, kyo wa Hiroshima kara okurimasu
@Windmühle 2008-02-06 15:56:36
Wie sich die Zeiten verändern. Im letzten Blog haben Sie noch zu mir gesagt
“Liebes rg, Lieber Rabbi
Ihre Beiträge beweisen, dass Sie es sind, die keine Ahnung haben, was die Börse ist und was Aktien sind.”
und jetzt geben Sie mir schon Tipps, welche Aktien ich kaufen soll
Meine Antwort ist Ja zu Ihrem 1. und 2.. Ich tue das bereits, schliesslich ist zur Zeit in diesen Bereichen das Wachstum.
Ich bin aber nicht sicher, was “auf der hohen Kante” bedeutet. Deutsch ist nicht meine Hauptsprache.
@Thomas Jefferson 2008-02-06 22:55:36
Sie sagen
“Ich habe einfach das Gefühl, dass es jetzt mit dem Ressourcenverbrauch (Erdöl, Metalle, Boden) rasend schnell geht und als Halbmathematiker habe ich natürlich das Bild einer Exponentialkurve im Kopf, … “
Ich verstehe was Sie meinen. Aber ist es nicht der Kapitalismus, mit dem Konzept von Angebot und Nachfrage, der uns hier hilft?
Je weniger von irgend einer Ressource vorhanden ist, desto teurer wird diese Ressource. Je teurer sie wird, desto vorsichtiger geht man damit um, und sucht nach Alternativen.
Fazit, je teurer das Öl, desto weniger werden wir davon verbrennen.
Im Moment macht der Staat, durch Steuern, das Öl teuerer als es sein könnte. Das mag Sinn machen oder auch nicht.
Ein Problem entsteht aber dann, wenn an einem gewissen Punkt die Bevölkerung denkt dass Öl zu teuer ist und vom Staat/Politik verlangt den Ölpreis zu limitieren (Preiskontrolle), wie wir das im kommunistischen Russland oder kürzlich in den USA gesehen haben.
Politiker sind schnell bereit auf solche Forderungen einzugehen, weil es kostet sie ja nichts und sichert Wahlstimmen.
Nur, der Preis ist dann zwar relative niedrig, aber Öl ist dann nicht mehr unbedingt für die Leute verfügbar, die am meisten Nutzen daraus ziehen können und somit am meisten dafür bezahlen können, sondern für die Leute mit Beziehungen. Sofort wird sich dann auch ein Schwarzmarkt entwickeln.
Sollte das passieren, wird dies nicht nur das Wachstum limitieren, sondern dies wird zum Zusammenbruch von vielen Firmen führen. Nicht weil Energie zu teuer ist, sondern weil sie nicht verfügbar ist. Welchen Einfluss das auf die Arbeitsnehmer und den Rest der Bevölkerung haben wird, kann sich jede(r) selbst vorstellen.
Ein Beispiel dafür welch katestrophische Auswirkungen Preiskontrollen haben können, konnten wir vor etwa 7 Jahren in Kalifornien sehen. Da hat der Staat bestimmt, dass wir jetzt genug Kraftwerke haben und dass KEINE weiteren Kraftwerke gebaut werden dürfen. Zugleich aber hat der gleiche Staat den “gerechten” Höchstpreis von Elektrizität vorgeschrieben.
Das Resultat war Blackouts und zusätzliche Luftverschmutzung, weil Leute die es sich leisten konnten, ineffiziente Dieselgeneratoren gekauft haben.
Solche Staatskontrollen sind IMMER am schmerzhaftesten für die Ärmsten.
rg
@ Skeptiker
Wer sagt, dass ich den Buddhismus “geil” finde? Was soll diese Anschuldigung?
Ich denke nur, dass sich alle Religionen inklusive dem Ratzipatzi in Rom einmischen müssen, ohne auf ihre einzelnen “Marktanteile” Rücksicht zu nehmen.
Hans Küng hat bewiesen, dass ein gemeinsamer Nenner in den Weltreligionen, nämlich die gemeinsame Ethik gefunden werden kann.
Wenn wir hier was zusammen dichten, passiert überhaupt nichts. Nein die Chefs sollten mal versuchen auf der Basis ihrer Glaubenslehre die Welt ein klein wenig besser zu machen. Doch ich denke, die sehen das anders, sonst wäre schon längst etwas passiert.
Beste Grüsse nach Tokio
(Japanisch kann ich leider nicht und die japanischen Frauen gefallen mir nicht besonders).
Juan P.
@ Thomas Jefferson
Ihre freundlichen und würdigenden Worte helfen mir ein wenig über das schlechte Gewissen hinweg, hier soviel Raum einzunehmen. Das war nicht beabsichtigt, hat sich aber irgendwie aus der Diskussion über die Geller-Show heraus entwickelt.
Sie sprechen von Allendes “Geisterhaus” – dabei sind wir doch eine ganz normale Familie! Hmhm…naja….nicht GANZ, sondern nur EIN WENIG normal….vielleicht etwas schräg…vielleicht etwas sehr schräg….vielleicht etwas ver-rückt…sicherlich aber leidenschaftlich lebendig und kreativ – wäre da einfach noch folgende Fragen: WAS IST NORMAL? WILL ich überhaupt normal sein? Kann ich es mir leisten, es nicht zu sein und wie hoch ist der Preis dafür?
Ausserordentlich, was hier in diesem Blog geschieht. Dieses Forum ist mindestens so spannend wie eine krumme Löffel-Show, da müssen ungeheure Kräfte am Werk sein. Welch ein Plunder – ähm – Wunder, welche Dekadenz – ähm – Transzendenz, welch schauderhaftes – ähm – zauberhaftes Geschehen – schon fast ein übel sinnlich – ähm – übersinnlich, oder etwa nicht?
Es war mir eine Freude, Thomas Jefferson, und ich danke Ihnen!
Herzlich – Ihre Steinlaus
@ pest
Wie ich doch Ihre schunderwönen Wünsche zu schätzen weiss, werte Pest. Haben Sie dorvüglichen Zank dafür!
Was wünscht man bloss der Pest? Dass ihre Bleulen Patzen und sich über möglichst viel gewundes Gesebe ergiessen mögen? Oder etwa das sie maldgöglichst gauserottet werden soll, um selber von pauerlicher Schestillenz erlöst zu werden?
Hauche Ihre werte Brilfe, pute Gest!
Stihre – Einlaus
@nk
Mentaler Orgasmus? Hm, eigentlich ist es viel mehr als das. Der “echte” Orgasmus ist dazu im Vergleich eigentlich richtiggehend schwach. Ganz so, als ob dieser “echte” Orgasmus nur eine schwache Erinnerung an den Himmel wäre.
@Juan P
Es könnte doch sein, dass die Situation hier noch viel mehr aus dem Ruder gelaufen wäre, hätte man auf die Gebete verzichtet.
Wir können nicht sagen: Die Gebete wurden nicht erhöhrt. Wir wissen es nicht.
Ich denke, die Welt leidet an einem Zuviel der Taten und an einem Zuwenig der geistigen Sammlung.
Ora et Labora ist meines Erachtens gekippt in ein dummes Labora, Labora, Labora!. Und genau das bringt uns ja die vielen Probleme.
Ich denke, aufgabe der Kirche ist es, uns wieder vermehrt zum Ora zu führen.
Ich halte also von “Manager meditieren für einen Monat im Kloster” wesentlich mehr als vom “Pfarrer verteilt den Armen Almosen”. Wobei ich nicht behaupten will, dass ein Pfarrer solches nicht auch tun soll. Doch denke ich, ein Manager, der wieder vermehrt auf sein Herzen zu hören gelernt hat, kann augrund seiner Position dann mehr “Almosen verteilen” als der Pfarrer.
Zudem ist es meiner Ansicht nach falsch, den Kirchen Aufgaben zuzuweisen, die die Gesellschaft eigentlich zu übernehmen hätte. Das ganze sozial-/wohltätige Tun – so schöne es ist – ist eine Verpflichtung der Gesellschaft dem Einzelnen gegenüber. Oder würden Sie sagen, die Sozialhilfe soll in Zukunft von der Kirche gestellt werden? Nein.
Welche Taten sollen denn die Kirchen erbringen? Eben: Gebet. Schulung des Geistes / der Seele. Dazu sind die da.
Oder welches sind den die Taten, die Du von der Kirche einforderst?
@ elefant
ich glaube, dass wenig von all dem produzierten müll des mainstreams überhaupt hängenbleibt. vielmehr ist es so, dass alles von anfang an völlig ausgeschlachtet und verkauft wird um sich danach dem nächsten zuzuwenden. heute gesehen – morgen vergessen. etwas ohne inhalt, ist zu schnell passé, als dass man sich davor in acht nehmen müsste. die zaubershow gehört für mich in diese ecke.
es führt jedoch zu einem problem: die menge. heute konsumiert der fernsehzuschauer müll ohne ende, von früh bis spät. DAS ist ein problem und führt mit sicherheit zu wahrnehmungsverschiebungen. immer eine frage des masses.
darüberhinaus gibt es für mich ebenfalls gefahren: sendungen wie der sonntalk, wo leuten wie men… äh mörgeli
regelmässig plattform geboten wird ihren schwachsinn zu verkaufen, sendungen wie glanz & gloria und gleich der ganze mtv, bei dem es nur noch um schönheit und geld geht, und ebenfalls all diese wirtschaftsschwächlinge bei denen nur noch der geschäftliche erfolg und das gebleichte weiss ihrer visitenkarten eine rolle spielt.
dazu kommt die ganze sparte des halbwissens: sämtliche gratiszeitungen und taff und exklusiv und und und…
das ist gefährlich!
das ist der eine teil. es gibt aber auch den anderen. dokumentationen, nachrichten, ziistigsclub, wochenschau, maischbacher(-oder berger?) usw. zugegeben es sind weniger, doch qualitativ um längen wertvoller.
das problem ist die selektion, nicht das angebot.
hoffnung auf eine bessere welt habe ich nach wie vor. auch wenn sie zeitweise richtig klein wird
es ist schon richtig, auf missstände aufmerksam zu machen, genauso wichtig wie sie zu boykottieren – aber am wichtigsten ist es, selber eine alternative zu schaffen. eben: aktion und nicht nur reaktion.
kreative nischen gibt es en masse. klar nicht im fernsehen… aber um sich mal einem milnirschen konstrukt zu bedienen:
FERNSEHEN IST TOT! WIR HABEN ES TOTGESCHAUT!
@steinlaus
ich komme heute abend auf sie zurück, habe keine zeit mehr, muss arbeiten
@rg
..jetzt geben Sie mir schon Tipps, welche Aktien ich kaufen soll
Nein, war nur die Frage, ob sie in solches investieren würden. Danke für Ihre Antwort. Eigentlich überrascht es mich, dass Sie damals in Oposition zu mir standen.
“Auf der hohen Kante” bedeutet: Erspartes zu haben.
@Skeptiker
Das fantastische ESSEN und die HEISSEN QUELLEN. (und die Frauen …)
Ja, das Essen mag ich auch. Thermalbäder sowieso. Frauen sind eh immer hübsch. (Resp. die hübschen Frauen sind genauso gleichmässig auf der Erde verteilt, wie es anscheinen die A…L… sind.) Sie haben also keinen Enthaltsamskeitschwur abgelegt?
@Juan P
Nein die Chefs sollten mal versuchen auf der Basis ihrer Glaubenslehre die Welt ein klein wenig besser zu machen. Doch ich denke, die sehen das anders, sonst wäre schon längst etwas passiert.
Das wollte Platon auch schon: Das die Weisen die Regenten sind. Nur sind leider die Chefs dieser Welt sicher mit einer gewissen Weisheit ausgestattet, aber ich denke, der persönliche Machthunger ist noch wesentlich weiter ausgebildet. Was wohl oft in einem Gegensatz mündet. Ich spreche hier nicht ausdrücklich von den Kirchen, sondern eben von den “Chefs” dieser Welt. Und diese “Chefs” sind meist ja weltlich Organisiert und nicht kirchlich.
@nk
nk: darüberhinaus gibt es für mich ebenfalls gefahren: sendungen wie der sonntalk, wo leuten wie men… äh mörgeli
regelmässig plattform geboten wird ihren schwachsinn zu verkaufen,
Gut beobachtet. Was mich stört, ist, dass TeleZüri immer mehr zum Sprachrohr der SVP degeneriert. Das wird wohl auch an den Finanzen liegen und an denen, die auf diesem Sender werben. Die haben tatsächlich massiven Einfluss auf den Programminhalt.
Im Sonntalk haben wir ja nicht nur den ofiziellen Vertreter der SVP (Mörgeli oder sonst einer), sondern wir haben auch den Chefredaktor der Weltwoche dabei (Auch ein Handlangerblatt der SVP). Somit ist das Gedankengut der SVP – resp. ihre Vertreter – immer in der Überzahl.
Extrem störend empfand ich den TalkTäglich, den Markus Gili mit der mittlerweilen zurückgetretenen Stadträtin Monika Stocker führte. Er war dort extrem agressiv. Nichts mehr vom “unparteiischen” Kommentator. Nein, Gili outete sich dort als SVP-Extremist. Als Chef-Ankläger. Nicht als Reporter, der Fakten beleuchtet. Nein, ein Extremist, der seiner Meinung zum Druchbruch verhelfen will.
TeleZüri ist für mich das Paradebeispiel, wie ein Privatsender an die monetäre Kandarre genommen wird. Erstaunlich und stossend finde ich, dass es sog. Journalisten gibt, die dieses Spiel einfach so mitmachen.
Ich hoffe, dass zumindest das SF die Stärke hat, der SVP in der Arena nicht auch noch die Hälfte der Plätze zu geben. Dieser Anspruch wurde von der SVP ja bereits gestellt.
„toleranz“ ist und bleibt in der RÖMISCH katholischen Kirche sehr kleingeschrieben…
Die Verschlimmbesserung der Karfreitagsfürbitte durch Rom gehört bestenfalls in das Register der blinden Untoleranz. Was sich da Rom eben geleistet hat, geht meiner bescheidenen Meinung nach nicht nur tief unter die Gürtellinie, sonder ist eine Verspottung jeglicher Humanitas.
http://www.kath.ch/pdf/kipa_20080207115144.pdf
http://www.timesonline.co.uk/tol/comment/faith/article3315419.ece
http://www.nytimes.com/2008/02/06/world/europe/06pope.html?ref=europe
http://www.reuters.com/article/worldNews/idUSL0788456120080207
http://ap.google.com/article/ALeqM5g6OjEsgWMIg7hAdH18vWDgWME_uAD8UKE4K80
http://www.usatoday.com/news/religion/2008-02-06-good-friday-prayer_N.htm
Ils sont fous ces Romains!
Michael „Horatio“ Bamberger
Kapuzinerpredigt
Nein, ich halte keine Kapuzinerpredigt. Ich erinnere mich nur an eine. Der Kapuziner verglich das Leben der Menschen mit einer Bootsfahrt; mit einer Fahrt in einem Ruderboot. Und dieses Ruderboot hat zwei Ruder. Auf dem einen sind die Buchstaben ORA (Bete!) eingekerbt, auf dem andern die Buchstaben LABORA (Arbeite!). Wenn der Mensch – so der Kapuziner – nur mit einem Ruder rudert, dreht sich das Boot im Kreis. Es kommt nicht voran. Man muss mit beiden Rudern rudern. Obwohl ich diese Predigt vor vielen Jahren in den ersten Primarschuljahren gehört habe, sie ist mir in Erinnerung geblieben.
Wir sollten nicht Tun und Beten gegeneinander ausspielen. Tun ohne Beten führt zu sinnlosem Aktionismus, Beten ohne Tun zur Nabelschau.
Wir haben Probleme mit dem Begriff „Beten“. Von Kierkegaard stammt der Satz: „Beten heisst nicht, sich selber reden hören, sondern heisst dahin kommen, dass man schweigt, und im Schweigen verharren, und harren, bis der Betende Gott hört.“ – Um die Agnostiker und Atheisten nicht mit diesem Zitat zur verprellen, schwäche ich es ab: „Beten heisst, hören, lauschen, stille werden, staunen.“
Und da glaube ich schon, dass viele Menschen heute das ORA-Ruder ins Boot gelegt haben und sich mit dem LABORA-Ruder im Kreise drehen.
Erratum: „blinde Intoleranz“, sorry!
Michael „Horatio“ Bamberger
Etwas kalter Kaffee – ein Posting von gestern, das verloren ging, schon lange’ueberholt’ ist, aber eventuell doch noch aktuell:
Marcel
……also doch….
- auf Daemmen ruht sein Grund!
- breit sind die Velowege, die Maenner rund.
Flamlaender stehn und schreien um dich her
‘orange boven – wat believt, mijn Heer!
Liebe STEINLAUS
nk
Ein ganz heikles Thema – die Erziehung -
Ist es nicht so, dass die ‘intellektuelle’ Erziehung, so vollkommen sie sein mag, sie ist und bleibt nur Theorie?
Die praktische Erziehung ist doch ganz und gar von den Umstaenden abhaengig.
I. Kant meint nicht uninteressant dazu:
Eltern erziehen gemeiniglich ihre Kinder nur so, dass sie in die gegenwärtige Welt, sei sie auch verderbt, passen. Sie sollten sie aber besser erziehen, damit ein zukünftiger besserer Zustand hervorgebracht werde.
Allerdings weiss ich nicht, ob Immanuel Kant selbst Kinder hatte….und diese schwierige Aufgabe bewaeltigen musste.
Passend dazu finde ich auch noch die Folgerung von R. Borchardt:
Was man will, kann man nicht geben,
und man gibt nur, was man muss,
also gibt man einen Kuss
und man gäbe gern das Leben.
Steinlaus, viel Glueck – auch das braucht man dazu! Und gute, stabile Gesundheit!
Liebe ZOE – wo bist denn Du mit Deinen Teenagern…….in welchem Floss mit Schwimmgurt und Anker?
Deine Antwort durfte ich schon vor der Fragenstellung lesen, danke endlich wieder einmal Du, wirst manchmal vermisst!
@ sinenomine
Ich bedanke mich für die wunderschöne, lebendige und wertvolle Metapher mit dem Ruderboot und den zwei Rudern im Sinne von ORA und LABORA, bete und arbeite. Ein Bild, das ich in meinem Herzen drehen werde, damit es wirksam werden kann.
Ihre (und Kierkegaards) Definition von Beten könnte folgendermassen ergänzt werden:
Beten ist Hingabe, ist das Atmen der Seele im Geatmet-Werden, beten heisst, heiligen Raum entstehen zu lassen, heisst Öffnung und Bewusstsein schaffen, für etwas, das grösser ist als ich, beten heisst, in Kontakt treten zur Tiefe der eigenen Seele und sich darin mit dem Geheimnis verbinden, beten heisst, um die Sehnsucht des eigenen Herzens zu wissen und erfüllend dem ewigen Lied zu lauschen, beten heisst Demut, Dankbarkeit und Staunen, beten ist atmen in einem JA zur eigenen Existenz, wie immer diese auch aussieht, beten heisst, sich vom Ewigen berühren zu lassen, sich in dieses hineinfallen zu lassen, sich dem Sein zu schenken und umgekehrt, dieses als Geschenk zu empfinden, beten heisst, das eigene Herz weit über mich selber hinaus auszudehenen, beten bedeutet, den Rhythmus des Seins immer neu wiederzufinden und die Umarmung des Nichts mit dem Alles geschehen zu lassen.
Herzlich – Ihre Steinlaus
@ Moria
Kants Forderung bezüglich Erziehung ist in der Tat interessant. Das Umsetzen derselben hingegen, wie du auch anmerkst, nicht ganz so einfach.
Ergänzend zu Borchert (leider nur ganz kurz, die Zeit rennt mir davon…):
Was man gibt, ist nicht vollkommen -
kommt’s von Herzen und besonnen
und nicht nur aus der Eltern Pflicht,
trägt’s wenigstens der Liebe Gesicht.
Danke für die guten Wünsche, liebe Moria, dir auch alles Gute!
Herzlich – deine Steinlaus, die heute ein angeregtes Blogleben führt
))
@Herr Stamm
Lieber Herr Stamm.
Sie haben meinen Beitrag an Steinlaus gekippt. Vielleicht war es eine weise Entscheidung.
Was mich wunder nimmt. Hatte ich Ihrer Meinung nach nicht ein klitzeklein wenig recht?
danke für Ihre Arbeit. pest
@steinlaus
wiederum kann ich der suggestiv kraft, des eigenen geistes über den eigenen körper gutes wie schlechtes anrechnen.
in bezug auf krebs – da sie das beispiel bringen – habe ich zb. gehört, dass frauen, die geliebt werden und in glücklichen beziehungen stecken so und so viel prozent weniger an brustkrebs erkranken.
selbstverständlich kann alles immer zum guten wie zum schlechten benutzt werden. da haben sie sicherlich recht.
in bezug auf die zaubershow, ist mir noch ein gedanke gekommen: das internet. ich glaube mediale beeinflussung und propaganda haben heute einen starken gegner. nämlich den freien informationsfluss übers internet. wer einen angehörigen hat, der die tricks in dieser show für höhere macht hält, sollte mal kurz einen blick auf youtube werfen. dort ist so ziemlich jeder trick erklärt.
auch das kleine mädchen kann man über die risiken einer schönheitsoperation aufklären. zb. über das internet. dies geschiet aber auch übers fernsehen. wieder ein punkt wo man ein medium konstruktiv nutzt.
das fernsehen geht übrigens noch nicht wirklich über leichen. das würde jede rechtsabteilung dieser stationen auf den plan rufen.
doch sie haben recht, die genzen sind erreicht. als nächstes kommt dann wieder der circus maximus. noch ein wenig mehr kapitalismus und wir sind soweit.
zu ihrer tochter noch einmal:
klären sie sie auf. zeigen sie ihr bilder von stars, wenn sie nicht geschminkt sind und nicht in bestem licht fotografiert werden.
übrigens hier einen link, den ich letztens schon gepostet habe: zeigen sie ihrer tochter diesen film!
http://www.youtube.com/watch?v=YRo68t6clVw
es gibt dutzende weitere.
noch etwas: extremisten neigen dazu, manchmal recht schnell ihren standpunkt diametral zu wechseln. (zb. milnir) es könnte also gut sein, dass ihre tochter eines tages ein hippie wird
logisch weigert sie sich, ihre argumente anzuhören. das ist nun mal pupertät. gehässig und unsicher. soweit ist das normal. ich glaube ihnen, dass es ein schwieriger weg auf messers schneide zwischen träumen und destruktiven illusionen ist. aber so wie ich sie hier erlebe, denke ich haben sie das zeug, jemanden mit argumenten zu überzeugen.
einfach weitermachen! oder mal mit ihr und einer kollegin von ihr sprechen? hmmm mist, jetzt mache ich schon wieder vorschläge… dabei wollte ich ja gar nicht
sie meinen, ihre tochter ist vorbelastet? sozusagen vererbt nicht? nun… sehen sie sich selbst an, sie haben es ja auch hingekriegt. und einfach war sicher nicht. also haben sie ihrer tochter neben den negativen dingen auch die positiven vererbt. so.
ps: etwas weiteres, positives: ihre tochter scheint in einer intakten familie aufzuwachsen. ich zb. hatte das nur eine zeit lang. dann kam die scheidung, dann war alles plötzlich besser – auch eine möglichkeit! eine von vielen!
ich wünsche einen wunderschönen abend und viel kraft!
@Windmühle
also ich kenne bis jetzt nur einen orgasmus und dieser ist mir himmel genug. stellen sie sich vor sie hätten einen interdimensionalen orgasmus – da würde sicher einiges an hirnzellen draufgehen… gar nicht gesund dieser gott-orgasmus.
ps: wie verhütet man eigentlich beim sex mit gott?
“Was mich stört, ist, dass TeleZüri immer mehr zum Sprachrohr der SVP degeneriert.”
war das mal anders? ja der gili ist auch so eine figur. unmöglich der typ. wobei mir der gili noch um längen lieber ist als der köppel. letzterer predigt wirklich nur svp parolen. jaja, die gier nach macht, da ist sie wieder.
vielleicht müssen wir einen schritt weiterdenken: es ist nicht nur die gier nach macht, sondern die möglichkeit über die information – also die medien – fremde macht zu kontrollieren oder zumindest zu beeinflussen.
btw: hat jemand den kommentar von mörgeli, der sich ausgerechnet gerade in auschwitz birkenau aufhielt, als couchepin diese bemerkung machte, gesehen? er sprach nicht einfach von dr. mengele, nein er sprach vom untersturmbannführer mengele – ohne böse sein zu wollen, aber irgendwie hat er dieses “untersturmbannführer” meiner meinung nach etwas zu respektvoll gesagt… grosses NAJA!
@moria
schöner spruch. ich bin zum glück nicht-erzieher! (zum glück für meine nicht-kinder)
@steinlaus
wiederum kann ich der suggestiv kraft, des eigenen geistes über den eigenen körper gutes wie schlechtes anrechnen.
in bezug auf krebs – da sie das beispiel bringen – habe ich zb. gehört, dass frauen, die geliebt werden und in glücklichen beziehungen stecken so und so viel prozent weniger an brustkrebs erkranken.
selbstverständlich kann alles immer zum guten wie zum schlechten benutzt werden. da haben sie sicherlich recht.
in bezug auf die zaubershow, ist mir noch ein gedanke gekommen: das internet. ich glaube mediale beeinflussung und propaganda haben heute einen starken gegner. nämlich den freien informationsfluss übers internet. wer einen angehörigen hat, der die tricks in dieser show für höhere macht hält, sollte mal kurz einen blick auf youtube werfen. dort ist so ziemlich jeder trick erklärt.
auch das kleine mädchen kann man über die risiken einer schönheitsoperation aufklären. zb. über das internet. dies geschiet aber auch übers fernsehen. wieder ein punkt wo man ein medium konstruktiv nutzt.
das fernsehen geht übrigens noch nicht wirklich über leichen. das würde jede rechtsabteilung dieser stationen auf den plan rufen.
doch sie haben recht, die genzen sind erreicht. als nächstes kommt dann wieder der circus maximus. noch ein wenig mehr kapitalismus und wir sind soweit.
zu ihrer tochter noch einmal:
klären sie sie auf. zeigen sie ihr bilder von stars, wenn sie nicht geschminkt sind und nicht in bestem licht fotografiert werden.
übrigens hier einen link, den ich letztens schon gepostet habe: zeigen sie ihrer tochter diesen film!
http://www.youtube.com/watch?v=YRo68t6clVw
es gibt dutzende weitere.
noch etwas: extremisten neigen dazu, manchmal recht schnell ihren standpunkt diametral zu wechseln. (zb. milnir) es könnte also gut sein, dass ihre tochter eines tages ein hippie wird
logisch weigert sie sich, ihre argumente anzuhören. das ist nun mal pupertät. gehässig und unsicher. soweit ist das normal. ich glaube ihnen, dass es ein schwieriger weg auf messers schneide zwischen träumen und destruktiven illusionen ist. aber so wie ich sie hier erlebe, denke ich haben sie das zeug, jemanden mit argumenten zu überzeugen.
einfach weitermachen! oder mal mit ihr und einer kollegin von ihr sprechen? hmmm mist, jetzt mache ich schon wieder vorschläge… dabei wollte ich ja gar nicht
sie meinen, ihre tochter ist vorbelastet? sozusagen vererbt nicht? nun… sehen sie sich selbst an, sie haben es ja auch hingekriegt. und einfach war sicher nicht. also haben sie ihrer tochter neben den negativen dingen auch die positiven vererbt. so.
ps: etwas weiteres, positives: ihre tochter scheint in einer intakten familie aufzuwachsen. ich zb. hatte das nur eine zeit lang. dann kam die scheidung, dann war alles plötzlich besser – auch eine möglichkeit! eine von vielen!
ich wünsche einen wunderschönen abend und viel kraft!
@Windmühle
also ich kenne bis jetzt nur einen orgasmus und dieser ist mir himmel genug. stellen sie sich vor sie hätten einen interdimensionalen orgasmus – da würde sicher einiges an hirnzellen draufgehen… gar nicht gesund dieser gott-orgasmus.
ps: wie verhütet man eigentlich beim sex mit gott?
“Was mich stört, ist, dass TeleZüri immer mehr zum Sprachrohr der SVP degeneriert.”
war das mal anders? ja der gili ist auch so eine figur. unmöglich der typ. wobei mir der gili noch um längen lieber ist als der köppel. letzterer predigt wirklich nur svp parolen. jaja, die gier nach macht, da ist sie wieder.
vielleicht müssen wir einen schritt weiterdenken: es ist nicht nur die gier nach macht, sondern die möglichkeit über die information – also die medien – fremde macht zu kontrollieren oder zumindest zu beeinflussen.
btw: hat jemand den kommentar von mörgeli, der sich ausgerechnet gerade in auschwitz birkenau aufhielt, als couchepin diese bemerkung machte, gesehen? er sprach nicht einfach von dr. mengele, nein er sprach vom untersturmbannführer mengele – ohne böse sein zu wollen, aber irgendwie hat er dieses “untersturmbannführer” meiner meinung nach etwas zu respektvoll gesagt… grosses NAJA!
@moria
schöner spruch. ich bin zum glück nicht-erzieher! (zum glück für meine nicht-kinder)
PEST
eigentlich weiss ich ganz genau, was Du meinst…nur allzu gut!
Steinlaus’ Poesie war fuer mich auch gewoehnungsbeduerftig – aber ich habe mich unterdessen gerne daran gewoehnt. Sie ist eine kleine Schatzkammer in diesem Blog, als Gegensatz zum hier oftmals vorherrschenden fundamentalistisch-religioesen Geiste.
Zudem strotzt Steinlaus von Ehrlichkeit, eine Tugend, die leider sehr selten geworden ist.
Du weisst unterdessen sicher, dass ich eher ‘erdverbunden’ bin, aber Pest – komm schwaerm auch einmal!
Eine ‘Seele’, die schwaermen kann – ist doch auch beneidenswert, oder? Jedenfalls sinnvoller als religioes-himmlische Bewegungen nach oben?
Wofuer schwaermst Du? Musik, Literatur, Kunst oder fuer den Stamm-Blog?
Steinlaus – danke!
@ nk
“wiederum kann ich der suggestiv kraft, des eigenen geistes über den eigenen körper gutes wie schlechtes anrechnen.”
Einverstanden, nk. Mit Sicherheit wird eine positive Einstellung und ein gutes Umfeld einen wertvollen Beitrag zur Heilung oder zumindest zu einem erleichternden Umgang mit der Krankheit beitragen. Trotzdem besteht die Gefahr, dass kranken Menschen suggeriert wird, mentale Kräfte könnten alles heilen. Es gibt zudem eine pervertierte Form, welche leidenden oder kranken Menschen einen Erfolgsdruck vermittelt, indem von ihnen verlangt wird, aus eigener Kraft die Krankheit zu besiegen. Gelingt dies nicht, kann ein solcher Mensch unter diesem Druck zugrunde gehen, sich als Versager fühlen oder eben darin abgewertet werden.
“ich glaube mediale beeinflussung und propaganda haben heute einen starken gegner. nämlich den freien informationsfluss übers internet.”
Ein guter Gedanke, nk, dies hatte ich in meine Überlegungen noch nicht einbezogen. Allerdings ist es nicht ganz einfach, mit der vorhandenen Informationsflut zu Rande zu kommen. Trotzdem – wir sollten sie nutzen und beiziehen.
“auch das kleine mädchen kann man über die risiken einer schönheitsoperation aufklären. zb. über das internet. dies geschiet aber auch übers fernsehen. wieder ein punkt wo man ein medium konstruktiv nutzt.”
Chapeau, nk! Es macht wirklich Spass mit Ihnen zu diskutieren, weil sich diese Diskussion über alle Erwartungen hinaus konstruktiv ausnimmt. Vielen Dank auch für den angegebenen Link für meine Tochter!
“noch etwas: extremisten neigen dazu, manchmal recht schnell ihren standpunkt diametral zu wechseln. (zb. milnir) es könnte also gut sein, dass ihre tochter eines tages ein hippie wird”
Wenn sie dabei glücklich wird, wieso nicht? Meine Eltern hätten es sehr gerne gesehen, wenn ich studiert hätte. Aus purem Trotz absolvierte ich damals das bäuerliche Haushaltlehrjahr…
“aber so wie ich sie hier erlebe, denke ich haben sie das zeug, jemanden mit argumenten zu überzeugen.”
Oh, danke, nk. Es lässt noch zu wünschen übrig, aber ich bin mutiger und etwas versierter geworden. Der Blog ist ein wunderbares Übungsfeld.
“hmmm mist, jetzt mache ich schon wieder vorschläge… dabei wollte ich ja gar nicht
”
Nk, ich beginne, Sie so richtig ins Herz zu schliessen. Danke. Ihre Vorschläge sind willkommen! Solange es kein Dogma, sondern ein Vorschlag ist, habe ich dagegen nichts einzuwenden…
Auch Ihnen einen schönen Abend, vielen Dank und herzliche Grüsse – Ihre Steinlaus
@ Moria
Ganz herzlichen Dank, Moria, und entschuldige bitte – ich habe im letzten Beitrag “Borchardt” falsch geschrieben! In Eile halt, war etwas viel heute…
@ pest
Liebe Pest, es liegt mir so fern, Sie ärgern zu wollen – tut mir leid, dass Sie sich so an mir stossen! Bitte scrollen Sie doch einfach über meine für Sie offensichtlich unerträglichen Beträge hinweg. Eigentlich hatte ich gehofft, dass unser witziges Geplänkel zu einem wohlwollenden “Waffenstillstand” führen könnte…
Herzlich – Ihre Steinlaus
@ Skeptiker
Ich habe Sie unterschätzt, tut mir Leid. Sie haben offensichtlich doch mehr gemacht als „Spe Salvi“ gelesen. Ihr letzter Beitrag über den japanischen Klosterbuddhismus war recht interessant.
Vor allem der Shit-Zen , mit der Zahnbürste in der klirrenden Kälte hat mich etwas beunruhigt. Ich hoffe, die Amis brauchen Ihren Tip nicht für Guantanamo, ist ja zum Glück nicht so kalt dort.
Da fürchten wir uns in Europa und den USA vor dem Kampf der Kulturen und meinen die Muslime!
Das sind doch unsere Brüder der Schrift und unsere zukünftigen Bundesgenossen. Baut sich da hinter der chinesischen Mauer und dem japanischen Meer nicht ein Taifun auf , ganz anderer Art, der uns gefährlich werden könnte. Früher warnte man vor der gelben Gefahr, heute exportieren wir Technologie dorthin. Wie sagte Marx? Die Kapitalisten verkaufen uns die Stricke, an denen wir sie hängen werden.
Doch noch sind wir nicht so weit. Geniessen wir also die Gegenwart. Auch ich liebe die japanische Küche, Sashimi ist mein Lieblingsgericht. Und die Frauen, ja was soll ich den dazu sagen, was Sie nicht schon wissen. Heiraten Sie eine, Sie wird Ihnen ihr Leben lang, den Rücken massieren. Ehen mit Japanerinnen haben gute Prognosen.
@Moria: Da haben Sie nun aber definitiv etwas verwechselt: “Sex mit Gott” stammt nicht von mir. Zu so etwas abstrusen möchte ich mich auch nicht äussern.
@steinlaus
wenn sie wüssten, was ihre zärtliche und offene art manchmal in mir drin anrichten…
…wie hiess es noch gleich “schönheit hat das biest getötet”
@Steinlaus
Falls der “wohlwollende Waffenstillstand” ein Angebot sein sollte, gedenke ich, diesen überaus wohlwollend anzunehmen. Auf Wohlwollen Ihrerseits hoffend, grüsst Sie recht freundlich. Pest
@Moria
Danke Dir ganz herzlich. Vom “Schwärmen” später. Gruss pest
@ Zaro
Ihrem zweiten Ich ist etwas aufgefallen.
Warum setzen Sie eigentlich immer an den unmöglichsten Stellen ein Komma? Halten Sie jeweils dort an, um zu denken? Denken Sie bitte schon vor dem Komma.
Dein zweites ich.
Ils sont fous les romains.
@ pest
Ich weiss nicht, ob Sie sich vorstellen können, wie sehr mich Ihre entgegenkommenden und grosszügigen Worte berühren und erlösen! Selbstverständlich sollte der “wohlwollende Waffenstillstand” ein Angebot sein.
Darüber hinaus habe ich mir heute Nacht und heute morgen unterwegs den Kopf darüber zerbrochen, Pest, wie ich Ihnen besser entgegenkommen könnte. Ich gäbe alles dafür, dürfte ich leben, ohne jemanden zu verletzen, ohne jemanden zu stören, ohne jemandem im Weg zu sein, ohne jemandem nicht gerecht zu werden, ohne jemanden zu enttäuschen usw.
Es wäre vermessen, ein solches Ziel anzustreben, schliesslich bin ich nur ein Mensch. Ich kann es weder allen recht machen, noch mich selber verleugnen. Wenn ich leben will, muss ich mich zumuten und umgekehrt mir die Umwelt zumuten.
Ich wollte, ich könnte Ihnen meine Achtung vor Ihrem Anderssein, Andersempfinden, Andersdenken besser ausdrücken! Manchmal wünschte ich mir, ich wäre ein klein wenig angepasster, dezenter, stiller, “normaler”.
Meine Vergangenheit war über lange Strecken abgrundtief düster, sodass ich schon früh ein inneres Licht entwickeln musste, um überleben zu können. Unzählige Male befand ich mich an der Schwelle zwischen Leben und Tod. Auch wenn ich mir den erlösenden Tod oft gewünscht habe, pulsierte eine unerschütterliche Lebens- und Liebeskraft in mir, die mich durch alles hindurchgetragen hat. Es gibt keine Worte, welche meine Dankbarkeit, am Leben zu sein und Mensch unter Menschen sein zu dürfen, beschreiben könnten.
Diese erlöste Dankbarkeit, meine leidenschaftliche Lebenslust, meine Neugierde auf mehr von diesem verrückten Leben, meine irdisch-verwurzelte Sinnlichkeit und meine himmelsweit offene und mit dem ganzen Sein tanzende Seele legen eine Lebensintensität in mich hinein, die ich nur bedingt beeinflussen kann. Ich möchte mich dem Leben schenken, Pest, möchte nicht mehr ersticken müssen, sondern frei atmen dürfen.
Sehen Sie, ich versuche, es so gut wie möglich zu machen. Es gibt dabei die Schwierigkeit, dass das, was die einen als Geschenk empfinden anderen als unerträgliche Belastung vorkommt. Müsste ich diesen Konflikt lösen, müsste ich mich aus der Welt schaffen. Immer wieder ringe ich deshalb tieftraurig und verzweifelt um meine Lebensberechtigung. Dabei komme ich immer wieder zum gleichen Schluss: Es gibt nichts anderes, als meiner eigenen Seele treu zu bleiben. Und: Es muss für ALLE Menschen einen Platz auf dieser Welt geben.
Selbstverständlich versuche ich, Kompromisse anzustreben, mich in einem gewissen Mass anzupassen, Rücksicht zu nehmen und auf die Befürfnisse der Umwelt einzugehen – aber es wird niemals dazu ausreichen, dass Sie, Pest, sich nicht mehr an mir stören müssten.
Noch einmal: Ich verneige mich vor Ihrem Mensch-Sein und reiche Ihnen dankbar meine Hand.
Herzlich und an dieser Stelle mit tiefempfundenem Bedauren, so zu sein, wie ich bin – Ihre Steinlaus
@ nk
Nk, Ihre unglaublich berührenden Worte lassen für einen Moment die Zeit stillstehen. Ich weiss nicht, wie ich ein solches Geschenk verdient habe – mir bleibt nur atemloses, beglücktes, erlöstes Staunen. DANKE!
“Die Schönheit hat das Biest getötet.”
Sind wir nicht alle darauf angewiesen, von der “Schönheit” umarmt zu werden, damit das “Biest” in uns sich verwandeln und zart zu erlöstem Leben finden kann? In diesem Sinn kann Tod auch Neugeburt bedeuten. Und ist es nicht auch für die Schönheit erlösend und erfüllend, wenn eine Verbindung zwischen den Polen, zwischen “Gut” und “Böse” entsteht, wenn die Umarmung vom “Biest” angenommen wird und dadurch lebendige Ganzheit entstehen kann?
Ach, nk, wie soll ich Ihnen bloss danken… Ich kann nur schweigen und mein Glück geniessen. Und darauf hoffen, es möge tausendfach auf Sie zurückfallen!
Herzlich und verbunden – Ihre Steinlaus
@ Bamberger
Sie haben natürlich wieder ins “Schwarze” getroffen . Gratuliere.
Und ich Idiot wollte Sie auf einen Fehler aufmerksam machen, der gewollt war. Ich werde mich gleich hinter dem Ofen verstecken.
Sie miss-zitierten Asterix mit “Ils sont fous ces romains” , und ich armer Tor glaubte Sie darauf aufmerksam machen zu müssen, dass der Satz hätte lauten sollen:
” Ils sont fous les romains.”
Dabei wollten Sie ja gerade nicht alle Römer für verrückt erklären, sondern eben nur einige ganz spezielle.
Zum Glück habe ich das noch geschnallt, bevor mich Ihr Bannstrahl traf.
Naturellement je suis d’accord avec vous, comme presque toujours.
Einfache Frohnatur
entschuldigen Sie bitte fuer die Verwechslung – so war es, glaub ich,
@ Windmuehle
vor lauter Sex oder doch Gott?
Sorry!
Pest
….bin gespannt.
@ Steinlaus – ich bin doch, wenigstens hier, recht in der Annahme, dass Du P_EST ein ‘er’ bist, oder taeusch ich mich schon wieder?
Steinlaus – dann wieder einmal (!) aufgepasst (zum Glueck, verstehst Du mich ja unterdessen….)
@ Zaro
“Sie haben natürlich wieder ins Schwarze getroffen…….”
Haben Sie in Bamberger jetzt auch Ihren Guru gefunden ? Willkommen im Moria-Club !
moira liebe moira
auf ein fröhliches fliessen.
danke
@steinlaus
…dann schweigen wir zusammen.
dankeschön!
Zoe
…..eher ‘auf ein fliessend Schwaermen’…saludos Deine Moira!
Atalaia
Erweisen Sie mir doch nicht stets derart viel Ehre….Moria ist im Bamberger-Club, nicht umgekehrt – er hat im Gegensatz zu mir ein viel fundierteres Bibel- und RK-Wissen. Das einzige womit ich, und offenbar auch Zaro, Ihnen dienen koennen, ist das Denken – aber Sie erfinden und fantasieren ja lieber, indem Sie fundimaessig GLAUBEN.
Chacun à sa façon!
Ein nk, der schweigt (erinnere ich mich an vor 2 Jahren!) – das bringt nur eine Steinlaus fertig – schoen – und das ist ehrlich gemeint, liebe Steinlaus!
@ Moria
Du schreibst “wieder einmal aufgepasst”, falls Pest ein “Er” ist. Ich finde einfach nicht heraus, was du meinst. Ob Pest ein “Er” oder eine “Sie” ist, spielt für mich doch überhaupt keine Rolle – meine Antwort wäre genau dieselbe gewesen! Kläre mich doch bitte auf, ich danke dir zum Voraus.
Herzlichen Dank auch für dein Feedback betreffend nk.
Liebe Grüsse – deine Steinlaus
Liebe STEINLAUS
….eigentlich hast Du recht – es gibt nichts zu erklaeren meinerseits – wirklich egal ob Mann ob Frau. Ob es wohl dem/der AdressatIn ebenso ergeht?
Irgendwie schaffst Du es, in der Gegenwart die ideale Mischung zwischen Frauen mit Vergangenheit und Maennern mit Zukunft….zu finden!
Erstaunlich.
P_est was meinst Du ‘Schwaermer’ dazu?
@ Moria
Ich danke dir, du herzerfrischende, geheimnisvoll in Rätseln sprechende Moria!
Tatsächlich atme ich im Jetzt. Indem ich mich aber vom Hauch der Ewigkeit berühren lasse, entsteht eine tragfähige, kraftvolle Brücke, welche sich zwischen dem Gestern und dem Morgen ausspannt und zwischen allem, was ist, eine Verbindung schafft. So werden wir alle als einzigartige Fäden ins Ganze verwoben und es entsteht ein leuchtendes, farbenfrohes Geflecht, in welchem alles seinen Platz hat.
In jeder tief in der Erde verborgenen Saat liegt der leidenschaftliche Traum von Blüte und Frucht und in jedem Welken und Sterben liegt zärtlich der Keim von neuem Leben. Bin ich mir dieses Geschehens bewusst, verdichtet sich in diesem lebendigen Augenblick das ganze Sein und ich vermag in der Gegensätzlichkeit, im Hin- und Hergeworfen-Sein, Sinn und Ganzheit zu erfahren. Auch, indem ich als Mensch das Weibliche UND das Männliche umarme und willkommen heisse.
Wir alle – ob Mann oder Frau – tragen eine Vergangenheit in uns, welche unsere Gegenwart prägt und unsere Zukunft mitbestimmt. Wir alle wurden einst geträumt und fielen als Traum in dieses Leben hinein. Was einst Gegenwart war, ist heute Vergangenheit und alles, was sein wird, wird gleichermassen Vergangenheit und ewiger Augenblick sein.
Herzlich – deine Steinlaus, die vom Leben und von den Menschen immer neu wieder berührt und gefordert ist
Liebe STEINLAUS
ich staune immer und immer wieder – Du kannst ueberzeugen – Du lebst in einem Einklang, der es schafft das Gleichgewicht trotz verschiedenen Gewichten herzustellen – wirklich erstaunlich!
Ich selbst bin schon froh, wenn ich mit mir alleine im Einklang stehe – und Du schaffst es mit der ganzen Welt, bewundernswert.
Weiterhin alles, alles Gute und haeufiges Gelingen im ‘ewigen Augenblick’!
@ Moria
Ganz herzlichen Dank! Glaube aber bloss nicht, dass ich immer mit mir selber im Einlang bin…
Und jetzt werde ich noch eine sehr, sehr kurze Runde zu schlafen versuchen – wir haben die halbe Nacht im Spital verbracht (unsere kreative Tochter hat sich kurz vor dem Schlafengehen arg geschnitten – zuerst Notfallarzt, dann Spital, Assistenzarzt, Oberarzt und nach Mitternacht schliesslich noch ein Handchirurge – Sehne angeschnitten, Arterie durchtrennt), aber es kommt wieder gut, welche ein Glück.
Deine guten Wünsche (“Gelingen im ewigen Augenblick”) kommen also gerade recht!
Herzlich – deine Steinlaus
steinlaus
hoppla
ich sende dir eine umarmung! ein kleines anlehnen.
@ zoe
Liebe Zoe, deine menschliche Wärme ist einfach wunderbar – ich danke dir!
Herzlich – deine dankbare und hundemüde Steinlaus