Schweiz


hugostamm am Sonntag den 13. Januar 2008

Uno für Glaubensgemeinschaften

Religionen und Glaubensgemeinschaften sind die Gralshüter von Ethik und Moral. Sie stellen Gebote auf, erklären den Gläubigen, was Sünde ist und was sie tun und lassen sollen. Manche Kirchen bestimmen, wer in den Himmel kommt – und wer in die Hölle.

Können die religiösen Gemeinschaften ihre eigenen Anforderungen erfüllen? Messen wir sie an ihren Ansprüchen.

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Religionen und ihre Würdenträger es nicht immer geschafft haben, die religiösen und ethischen Anforderungen zu erfüllen. Mehr noch: Glaubensgemeinschaften entfachten früher aus Machtansprüchen heraus oft Konflikte, welche zu Feldzügen und Kriegen führten. Alle grossen traditionellen Religionen kennen solche historischen Sünden.

Leider sind diese Zeiten nicht vorbei. Auch heute noch sind religiöse Konflikte auf der Tagesordnung. Die Expansionsbestrebungen des Islams führen beispielsweise regelmässig zu internationalen Spannungen. Die Missionstätigkeiten christlicher Glaubensgemeinschaften tragen gelegentlich zu Unfrieden bei. Ausserdem weisen viele politische Auseinandersetzungen einen religiösen Hintergrund auf.

Es wäre also an der Zeit, nicht nur Menschenliebe zu predigen, sondern auch Massnahmen zu ergreifen, dass die Welt – auch die religiöse – humaner würde.

Vorbild für die Glaubensgemeinschaften könnten Politik und Zivilgesellschaften sein. Die Politiker versuchen seit Jahrzehnten, mit Konventionen und Organisationen Konflikte zu entschärfen. Es gibt die Uno, um alle Staaten an einen Tisch zu kriegen, Konflikte zu besprechen und Lösungen zu suchen. Da sind Friedenstruppen, die versuchen, innerstaatliche Auseinandersetzungen – oft zwischen religiösen Gruppen – zu entschärfen und die Streitparteien zu trennen. Es gibt die Menschenrechte, welche Standards festlegen. Die Staatengemeinschaften unterhalten internationale Gerichte, die Kriegsverbrecher verurteilen.

Kurz: Die Staaten organisieren sich und versuchen mit Gremien, Kommissionen, Konferenzen, Beschlüssen und Kommissionen usw., internationale Konflikte auf zivile Art zu lösen. (Dass es trotzdem Auseinandersetzungen gibt, kann man selten diesen Institutionen anlasten. Ohne sie käme es mit Sicherheit zu noch mehr gewalttätigen Auseinandersetzungen.)

Warum gibt es keine vergleichbaren Einrichtungen unter Glaubensgemeinschaften? Müssten sie nicht mit gutem Beispiel vorangehen, sich zusammenraufen, verbindliche Regelwerke ausarbeiten und Friedensgremien gründen? Warum gibt es keine „religiösen Menschenrechte“ und Konventionen, auf die sich religiöse Gemeinschaften einigen? Warum kämpfen sie nicht gemeinsam, um religiös motivierte Konflikte zu lösen? Sie müssten eigentlich dafür prädestiniert sein.

879 Kommentare zu „Uno für Glaubensgemeinschaften“

  1. Juan P

    @ Aysha

    Ich bin im Moment eher auf Blog 1 am werkeln.

    Eine schöne Woche wünsche ich Ihnen

    Herzlich

    Juan P

  2. Steinlaus

    @ Moria

    Ganz herzlichen Dank für deine Rückmeldungen, insbesondere auch für die Worte von Hölderlin. Oh ja, alles zu seiner Zeit!

    Als ich mich über die “Virgin of Gouadeloupe” schlau machen wollte, bin ich auf die köstliche Geschichte “Die Grosse Chance” von Petra Koch gestossen, die ich hier gekürzt wiedergebe:

    “Es war ein heißer Tag. Schon seit dem frühen Morgen brannte die Sonne vom wolkenlos blauen Himmel. Die Straßen des kleinen südmexikanischen Städtchens waren in der Mittagshitze menschenleer, nur eine getigerte Katze saß da, leckte sich die Pfoten und blinzelte träge ins Licht. Man müsste auch ein wenig ausruhen können, dachte Martinez, der tagaus, tagein mit seinem mit Möbeln beladenen Eselskarren durch die Straßen des Marktfleckens zog.

    Diese Möbeltransporte waren kein einträgliches Geschäft, aber an Tagen wie heute gaben seine Kunden ein gutes Trinkgeld. Zehn bis zwölf Pesos brachte er dann heim zu seiner Frau und den vier kleinen Kindern, und die Plackerei hatte sich gelohnt. Das Eselchen trottete mit gesenktem Kopf neben Martinez her. Seine Füße hinterließen lange Spuren im Staub. Ein leiser Wind trieb Papierfetzen vor sich durch den Rinnstein.

    Einen Augenblick lang blieb Martinez stehen, wischte sich mit der Hand den Schweiß von der Stirn und da sah er es: Genau vor seinen Füßen, fast verdeckt vom Unrat, lag ein eigenartiger, glitzernder Stein. Er war vollkommen farblos, so groß wie Martinez kleiner Fingernagel und das Licht der Mittagssonne brach sich tausendfach in ihm. Martinez bückte sich, hob den Stein auf, putzte ihn am Ärmel seiner schäbigen blauen Jacke blank, betrachtete ihn von allen Seiten und schon ihn dann kopfschüttelnd in seine Hosentasche. Das ist vielleicht ein Diamant, dachte Martinez, ein richtiger Edelstein und sehr wertvoll. Ich sollte ihn zur Polizei tragen. Doch es war so heiß, er war hungrig und die Polizeistation lag am entgegengesetzten Ende seines Weges. Morgen, beschloss er, morgen werde ich den Stein abgeben und setzte seinen Weg fort.

    Früh am nächsten Morgen spannte Martinez den Esel vor seinen Karren und machte sich wieder auf den Weg durch die Stadt. Als er am Marktplatz vorüber kam, hörte er die laute Stimme des Zeitungsjungen die neuesten Nachrichten weithin über den Platz rufen: Wertvoller Diamant verloren, rief der Junge, tausend Pesos für den Finder.

    Martinez blieb stehen. Er fühlte, wie er zu schwitzen begann. Tausend Pesos, was konnte man sich alles kaufen für tausend Pesos! Den Himmel konnte man sich kaufen oder doch wenigstens einen kleinen Laster. Zu mühsam war der Möbeltransport mit dem Karren. Tausend Pesos. Und er, Martinez hatte den Diamanten gefunden. Große Freude überwältigte ihn und er trieb das Eselchen an. Wie leicht war auf einmal die Arbeit, wie leicht. Tausend Pesos, tausend Pesos, sang es in seinem Kopf und in seinem Herzen.

    Drei, vier Tage vergingen und noch immer trug Martinez den Stein in seinem Beutelchen. Jeden Tag kaufte er sich nun eine Zeitung und täglich sprangen ihm die dicken Lettern in die Augen: Tausend Pesos für den Finder. Da lächelte Martinez, strich heimlich über seinen Schatz und dachte: Morgen, morgen früh. Jeden Abend betrachtete er den Diamanten heimlich bei Kerzenschein und bald konnte er sich nicht mehr vorstellen, dass er ihn jemals hergeben solle. Nie, nie mehr in seinem Leben würde er je wieder etwas so wunderbares besitzen. Mein bleibt der Diamant, dachte er. Ich werde ihn behalten und damit war die Sache endgültig entschieden.

    Martinez war ein sehr tüchtiger und zielstrebiger Mann. Er konnte ein wenig lesen und schreiben und eines Tages sagte er zu seiner Frau, er wolle sich nun den alten blauen Lieferwagen kaufen, damit er das alte Eselchen nicht mehr führen müsse. Er kaufte also den klapprigen blauen Lieferwagen, flickte ihn so gut es ging und freute sich darüber wie ein Kind. Stolz lächelnd saß er am Steuer, wenn er an den Nachbarn vorüber fuhr. Nun konnte er Tag für Tag doppelt so viele Transporte fahren wie mit dem Eselchen und die Pesos mehrten sich. Heiter und zuversichtlich war Martinez geworden und der Diamant in seinem Beutel wärmte sein Herz. Und da er nicht nur klug, sondern auch sehr vorsichtig war, hatte er keinem Menschen von seinem Geheimnis erzählt.

    Die Jahre gingen ins Land. Die vier Kinder wurden erwachsen und als der älteste Sohn gelernt hatte ein Auto zu steuern, kaufte Martinez ein zweites dazu. Er war jetzt schon recht wohlhabend und angesehen und die Menschen grüßten ihn freundlich beim Vorübergehen. Längst war er aus einer Hütte am Stadtrand in eine hübsche Wohnung am Marktplatz gezogen. Damit war sein zweiter großer Traum in Erfüllung gegangen. Und immer noch ruhte der Diamant in Martinez Beutelchen, ja manchmal vergaß er ihn sogar. Besser, dachte Martinez in stillen Stunden, kann es mir gar nicht gehen. Ich habe alles erreicht was ich wollte. Es ist ein Wunder. In dieser ganzen Zeit aber war Martinez trotz seines Reichtums immer der Gleiche geblieben, freundlich, bescheiden und nachsichtig mit denen, die er kannte und liebte.

    Martinez wohnte mittlerweile mit seiner ganzen Familie in einem schönen weißgetünchten von blühender Bougainvillea umrankten Haus, inmitten eines großen Grundstücks. Er saß oft im Garten und spielte mit einen Enkelkindern und wenn er allein war und niemand zusah, holte er den sorgsam gehüteten Schatz aus dem Lederbeutel und betrachtete ihn in der hohlen Hand.

    Wenn ich im Herbst die Wahl zum Bürgermeister gewinne, sagte er an einem Sommerabend sinnend zu dem Stein, dann brauchte ich Dich nicht mehr. Gonzales, der Goldschmied, wird eine wunderschöne Fassung für dich machen und ich werde dich Maria meiner Frau schenken.

    Am Tage nach der gewonnenen Wahl betrat Martinez um die Mittagszeit das einzige Juweliergeschäft der kleinen mexikanischen Stadt, holte seinen Schatz aus dem Beutel, legte ihn auf die Ladentheke und sagte: Mach mir für diesen Stein eine wunderschöne Fassung, Gonzales. Maria soll ihn dann an einer goldenen Kette um den Hals tragen. Und Martinez lächelte dabei.

    Gonzales nahm den Diamanten, holte eine Lupe und besah ihn sich lange. Schon wurde Martinez ungeduldig, da räusperte sich der Freund und meinte: Nimm es mir nicht übel, Martinez, aber dieser Stein ist nur eine Imitation und eine schlechte dazu, keine fünfzig Pesos wert. Von welchem Gauner hast du dich übers Ohr hauen lassen?

    Was sagst Du da, Gonzales, flüsterte Martinez, der Stein ist falsch? Gonzales nickte und Martinez hatte für einen Augenblick das Gefühl, sein Herz bliebe ihm stehen. Die Wände des Ladens begannen sich um ihn zu drehen, er bekam auf einmal keine Luft mehr. Der Stein in Gonzales Hand aber schien größer und größer zu werden. Falsch, stotterte Martinez zweifelnd, falsch?

    Es war unfassbar. Heilige Jungfrau von Guadeloupe, wie ist es nur möglich, dachte er, dass ich mich bei all meinen Unternehmungen auf ihn verlassen habe, auf einen wertlosen Gegenstand! Dieser Gedanke traf Martinez wie ein Schock, seine Beine zitterten. Gonzales griff unter der Ladentheke nach der Tequila-Flasche und einem Glas und schenkt es randvoll ein. Trink einen Schluck auf den Schrecken, mein Freund, lachte er. Er klopfte Martinez beruhigend auf die Schulter. Martinez trank und die Wände hörte auf sich zu drehen. Sein Kopf wurde wieder klar.

    Gonzales gab ihm den Diamanten zurück. Martinez steckte ihn in das Lederbeutelchen und begann plötzlich zu lachen. Zuerst leise und verhalten und dann immer lauter. Er konnte einfach nicht mehr damit aufhören. Lachend drehte er sich um, rannte zur Tür hinaus und durch die halbe Stadt und die Leute blieben stehen und sahen ihm verwundert nach.

    Martinez lachte noch, als er am Tor seines Grundstücks ankam und die lange kiesbestreute Auffahrt hinauf lief. Er sah seine Enkelkinder auf dem Rasen spielen, lief zu ihnen hinüber, ließ sich neben sie ins Gras fallen und schloss die beiden atemlos in die Arme. Kommt, kommt her meine Kleinen, sagte er, lasst euch eine ganz besondere Geschichte erzählen und teilt meine Freude mit mir. Denn heute bin ich der glücklichste Mann in Mexiko, nein besser noch, der glücklichste Mann der ganzen Welt.”

    Angesteckt von Martinez’s Lachen grüsse ich dich herzlich – deine Steinlaus

  3. Juan P

    @ der Elefant hat noch was ausgegraben

    Ich hatte hierzu schon meine Meinung am Samstag in den Blog gestellt, doch anscheinend ist diese im Cyberspace verloren gegangen.

    Man sieht auf diesem Cover die schrecklichste Auswirkung was passiert, wenn die Moral und Ethik total den Bach runtergehen. Wenn anstelle eines richtenden „Gottes“ in der heutigen Zeit der „Gott Mammon“ die allerhöchste Präferenz hat.

    Wenn die Perversen dieser Welt sich an solchen Bildern ergötzen habe ich noch einen minimalen Funken Verständnis, denn diese Leute sind sehr krank und hoffentlich mal therapierbar. Gar kein Verständnis habe ich für die Verbrecher, die aus Geldgier Kinder physisch und psychisch ausnützen und versklaven, nur um damit rücksichtslos Geld zu machen. Diese Verbrecher sind vielfach angesehene „Unternehmer“.

    Dies sind die schlimmensten Auswüchse des überbordenden Kapitalismus und dieser Cover, so schrecklich er ist, veranschaulicht die Fratze davon.

    Kapital und Ethik werden immer Gegensätze bleiben. Alles andere ist Augenwischerei.

  4. Juan P

    @ aysha

    Sorry, ich hatte diesen in den falschen Blog „Fauler Zauber“ gestellt. Hier zur Sicherheit nachmals der gleiche Wortlaut.

    Hallo aysha. Hier ist der tief Gläubige, der nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss gekommen ist, dass es grundsätzlich keine Religionen braucht. Denn Religionen trennen die Menschen, doch der Glaube verbindet sie!

    Ich war über 45 Jahren von meiner streng katholischen Mutter gedrängt worden, Priester zu werden. Mit meinem ersten Geld kaufte ich mir damals ein Buch, nämlich „Die fünf Weltreligionen“, das ich heute noch habe. Ich wollte doch wissen was die „Konkurrenz“ macht und wie sie argumentiert. Diese jugendliche, naive Analyse ergab: Das Christentum ist die einzig richtige Religion!

    Erst viel später, als ich die arroganten und grausamen Fehler der katholischen Kirche (nicht der Lehre Christi an die ich immer noch glaube) bemerkte, kam ich ins Wanken. Danach erforschte ich den historischen Jesus. Auch hier Fehlanzeige, da praktisch keine Facts die einer Nagelprobe stand halten können.

    Nach den Tod meiner ersten Frau lernte ich meine grosse Liebe kennen. Eine moderne, emanzipierte Muslimin. Sie brachte mir den „gelebten“ Islam bei und wies auf die Parallelen zum Christentum hin. Danach las ich ergänzend das Meisterwerk über den Islam von Hans Küng.

    Auch im Islam fand ich nicht alle Antworten. Grosse Taten, aber auch viele menschliche Fehler. Grundsätzlich schätze ich die geschichtlich geübte Toleranz anderen Schriftbesitzern gegenüber, sowie die erstmalige Einräumung von Erbrechten und anderen Privilegien der Frauen.

    Diese blöden Vergleiche in der heutigen Zeit wegen der Gebote (nicht Verbote „du sollst meiden) zu Alkoholkonsum, Schweinefleisch, schamhafte Bekleidung finde ich absolut schwachsinnig. Wenn man darüber nachdenkt, dass Schweinefleisch in der Zeit Mohammeds als Seuchenübertrager galt, Alkohol in der Wüste sicherlich ungesund und „heisse“ Bekleidung der Frauen, seinerzeit die Männer verrückt gemacht hàtte, dann hatte Euer Mohammed sehr weise gehandelt.

    Den Atheismus lehne ich bis heute kategorisch ab. Diese Haltung ist für mich viel zu einfach und weniger erklärbar wie der Glaube an eine Schöpfung. Glaube gibt doch Hoffnung. Wieso soll ich als Atheist ohne Hoffnung mein Leben beenden, wenn doch Alternativen vorhanden sind? Ich glaube nicht, das ein Atheist friedlich sterben kann. Ich habe schon einige Menschen aus meiner Familie sterben sehen.

    Nun habe ich meinen Glauben und meine Überzeugung gefunden: den Theismus. Alles in unserem Leben ist ein Teil der Schöpfung. Ohne Schöpfung gäbe es uns nicht. Eigentlich haben wir gar keine allzu grosse Entscheidungsfreiheit, ausser der, im Laufe des Lebens stets auf der Seite des Guten zu stehen und bleiben. Das heisst immer auf sein Gewissen zu hören, denn dies ist für mich die „online“ Verbindung zur Schöpfung.

    Ich wähle bewusst das Wort Gott nicht, da für mich die Schöpfung weder Mann noch Frau sein kann. Wenn wir versuchen würden diese in Menschengestalt zu beschreiben, dann wäre sie höchsten ein transzendales Wesen in dem Mann und Frau vereint sind. Leonardo da Vinci hat es meines Wissens ähnlich gesehen.

    Ich wollte dies nur mitteilen, damit Sie wissen, mit mir müssen Sie nicht über den Islam streiten. Ich bin in der christlichen Welt ein Verfechter und Verteidiger der Lehre Mohammeds, da ich meine, dass der Koran die angepasste und verbesserte Auflage der Bibel ist.

    Herzliche Grüße

    Juan P

  5. rg

    @Juan P 2008-01-28 09:17:38

    Im Allgemeinen sehe ich Sie doch eigentlich als ziemlich differenzierend.

    Ich musste aber ein wenig schmunzeln als ich von Ihnen las

    “Gar kein Verständnis habe ich für die Verbrecher, die aus Geldgier Kinder physisch und psychisch ausnützen und versklaven, nur um damit rücksichtslos Geld zu machen. Diese Verbrecher sind vielfach angesehene „Unternehmer“.

    Diese Verbrecher sind nicht “vielfach”, sondern IMMER Unternehmer.

    Aber nicht alle Unternehmer tun das was ethisch gesehen richtig ist, genauso wenig wie nicht alle Richter tun was richtig ist oder alle Polizisten tun was richtig ist.

    Das Problem mit Ihrer obigen Aussage ist dass sie, wie wir sehen können, direkt zu der folgenden Aussage von Ihnen führt.

    “Kapital und Ethik werden immer Gegensätze bleiben. Alles andere ist Augenwischerei.”

    Muss ich nun annehmen, dass Sie auch das Folgende als korrekt betrachten?

    - Messer und Ethik werden immer Gegensätze bleiben

    - Schraubenzieher und Ethik werden immer Gegensätze bleiben

    - Papier und Ethik werden immer Gegensätze bleiben

    Oder ist das Ganze nur eine Frage der Interpretation?

    Könnte es auch einfach sein, dass Sie es sich hier ein wenig zu einfach machen oder dass Unternehmer gut in Ihr Feindbild passen.

    rg

  6. der elefant

    @ juan p

    ich bin nun weiss der teufel weder mit kapital noch mit liebe zu unserem wirtschaftssystem vernagelt. aber ich will etwas einschränken. wenn du schreibst “kapital und ethik werden immer gegensätze sein”, dann schreibe ich “es kommt drauf an, wieviel prozent des kapitals unethisch erwirtschaftet oder genutzt werden.”

    you see my point?

    kapitalismus per se und ethik, da könnten wir länger diskutieren. aber kapital lässt sich für allerhand ethisches verwenden.

    im von mir gezeigten falle ist es eher so, dass “massengeschmack und ethik gegensätze” sind.

    hast du übrigens auf der homepage gelesen, wie dieses cover entstanden ist? da wirds doch erst richtig bunt…

  7. Juan P

    @ rg

    Ich frage mich, was diese Wortklauberei eigentlich soll. Was ist wichtiger, der Gedanke oder die Wortwahl? Vom Gedanken her haben Sie mich doch schon richtig verstanden. Wieso suchen Sie dann mit abstrusen Wortspielen das berühmte Haar in der Suppe?

    Abgesehen davon, ich schätze das Unternehmertum. Ich war selbst eine lange Zeit Unternehmer. Es geht doch um den Schein. Vielfach sind es honorige Investoren, vielleicht besser formuliert als Unternehmer, die in die Sexbranche mit all ihren Auswüchsen investieren.

    Kapital und Ethik sind Gegensätze. Meinen Sie es gibt ethische Grossbanken oder Versicherungen und Krankenkassen? Im Grunde geht es bei dem „Kapitalbusiness“ um Gewinnoptimierung auf Kosten der dumpfen Menschenmassen. That’s it!

  8. rg

    @Juan P 2008-01-28 21:47:35

    Soviel zu Ihrer Fähigkeit zu differenzieren. Well, das erstemal hätte ihre Aussage “Kapital und Ethik sind Gegensätze” ja noch ein Versehen sein können, nur das zweite Mal bestehen Sie sogar darauf. Schade eigentlich.

    Zur Wortklauberei. Kapital ist ein Werkzeug, und genau wie jedes andere Werkzeug kann es gut oder schlecht eingesetzt werden. Das war Alles das ich Ihnen damit zeigen wollte.

    Das gilt natürlich nicht für den Juan, der glaubt Kapital existiert nur in Grossbanken, Versicherungen und Krankenkassen.

    Sie haben ja auch schon den Schuldigen für die “dumpfen Menschenmassen”. Ich hätte gehofft, dass Sie mit Ihren ethischen Ansichten den Menschenmassen ein wenig mehr Intelligenz zutrauen würden. Aber vielleicht sind diese Menschenmassen wirklich dumpf, wenn sogar ein wahrer Ethiker das sagt.

    Leben Sie wohl in Ihrem Glauben. Wenn nur stark genug glaubt hat man immer recht.

    rg

  9. Juan P

    @ rg

    Nicht gleich beleidigt sein. Ich nehme nochmals einen Anlauf in dieser Sache.

    Ich versuche fest zu machen, dass Ethik und Kapital im Grundsatz Gegensätze sind. Einen ethischen Kapitalismus hat es (leider) noch nicht gegeben. Al Gore, den ich sehr schätze, und andere weitsichtige Denker fangen erst an darüber zu referieren.

    Kapitalismus ist im Grunde schiere Gewinnoptimierung des investierten Geldes, ohne Rücksicht auf Menschen, Tiere und Umwelt. Stichworte: Giftmülldeponien, Batteriehaltung, Transport von Schlachtvieh quer durch die Kontinente. Ohne die Gegenwehr durch die Arbeiterschaft hätten wir heute noch die Kinder- und Samstagsarbeit, nur um einige Beispiele zu nennen.

    Mit den noch ungenügenden Fortschritten hier in Europa und in anderen Industrieländer wurden diese Auswüchse reduziert. Doch wie sieht es in nicht organisierten Ländern aus? Was passiert mit den Wanderarbeitern in China, mit den Arbeitssklaven auf den Baustellen für Luxusbauten in Middle East? Was ist mit den weiblichen Angestellten, welche sich sexuelle Übergriffe gefallen lassen müssen, nur um ihren lebensnotwendigen Job zu behalten?

    Ich könnte noch viel weiter ausholen, was die Abhängigkeit vom Kapital an unethischen Auswirkungen mit sich zieht. Angefangen haben wir so glaube ich bei diesem schrecklichen Plattencover.

    Viele Grüsse

    Juan P

  10. Moria

    rg
    Juan P

    Aber rg, warum wollen Sie nun auch Juan P nicht verstehen? Sie wissen doch ganz genau, was er aussagen will, und dass er im Grunde recht hat.
    Kapital und Ethik beissen sich ebenso wie Religion und Wahrheit. Letzterem wuerden Sie doch niemals widersprechen, oder?
    Ich bin auf Ihre Antwort auf meine Frage im laufenden Blog ‘WAS ist am Kapitalismus verteidigungswürdig? Die perverse Bereicherung einzelner Abzocker-Manager? Der Hunger auf der Welt? Die Kriege? Die Lager oder die Armut?’ gespannt. Diese Frage draengt sich nun hier abermals auf – Kapital vs. Ethik!?
    Noch eine Frage rg, warum kommt eigentlich immer bei internationalen Konflikten Kapitalflucht vor Menschenflucht?

    Juan P
    auf Ihr Projekt komme ich noch zu sprechen – dran bleiben, ich finde es wunderbar.
    Die Ladies sind wahrscheinlich im Moment zu beschaeftigt, aber die bringen noch so manchen wertvollen in-put, da bin ich mir sicher! Oder Aysha? Mira nach 10vor3, Daumendrueck!? Steinlaus (ein Kindergedicht von Dir!) – Zoe bestimmt auch mit Deiner Fantasie! Individuum!

  11. rg

    Juan P 2008-01-28 23:40:03

    Bitte lesen Sie dazu meinen Kommentar an Moria (2008-01-29 08:55:13)

    rg

  12. Juan P

    @ rg

    Habe ich gemacht. Eigentlich decken sich ja unsere Meinungen über den überbordenden Kapitalismus und dessen Auswüchse.

    Ich denke es wird – zwangsläufig – eine neue und auch humanistischere Form des Kapitalismus geben. Ideen wie “Marketing by Sponsorship” oder konkrete Vorschläge, dass Multis einen Teil des Gewinnes in humanitäre Projekte fliessen lassen, sind schon in den Köpfen einiger weitsichtiger Manager.

    Der Kapitalismus hat den Kommunismus nicht besiegt. Der Kommunismus ist nur als erster zusammengebrochen.

    Gruss

    Juan P

  13. Juan P

    @ Moria

    Danke und Merci. Ich bin diesbezüglich ein “sturer Bock”.

    Schönen Abend wünsche ich

    Juan P

    @ Elefant

    Sorry, ich hatte Ihren Beitrag über das Kapital übersehen. Es gibt keinen ethischen Kapitalismus, punkt. (Ich kenne die Finanzbranche ziemlich gut). Es gibt hingegen ethisch erwirtschaftetes Kapital, welches man sehr sinnvoll einsetzen kann.

    Sind wir uns jetzt einig?

    Auch Ihnen nur das Allerbeste.

    Juan P

  14. aysha

    @ juan p

    interessante gedanken, die sie hier äussern.

    sie bezeichnen sich als theisten.

    ich bin muslimin.

    unter dem begriff theist kommen mir diese gedanken:

    religion ist für mich wie mutter und vater. kinder wachsen in neue zeiten und formen hinein. sie werden oft wissender, fähiger als ihre eltern. sie bauen auf dem wissen, das sie von eltern und umgebung bekommen haben, neues auf.

    wenn die kinder auf ihre eltern herab schauen, entwerten sie somit ihren eigenen boden.

    wenn ich meine religion, die mir meine eltern vorgelebt haben über bord werfe und daraus nur das ‘gute’ nehme, verrate ich meinen eigenen boden. ich sage ja zu meinem boden mit allen fallgruben.

    so verstehe ich einen theisten: er ist mit der grundbotschaft seiner religion ‘einverstanden’, aber alles darum herum wirft er über bord.

    wenn sie eine frische mandel in der hand halten, fühlen sie zuerst die grüne ‘pelzige’ haut. darunter kommt die harte schale. erst durch diese schichten durch kommen sie zu dem wunderbaren mandelkern. und auch diese hat eine feine haut um sich…

    wie könnte ich die äusserste, pelzige haut für geringer achten?

    oder, der theist ist innerlich so gereift, dass sich die schranken der religion von selber auflösen. einzige schranke ist noch die zum schöpfer.

    diese-von mir interpretierte- version des theisten mag ich am wenigsten. auf mich macht es den eindruck, nur noch der schöpfer ist mir gewachsen, interessiert mich.

    oder, sie sind so gereift, dass alle grenzen verschwinden und gleichzeitig deutlicher zum ausdruck kommen. dass sie alles und nichts sind. dass sie zu sich mit allem was dazu gehört ja sagen. dass sie sich fügen und fordern. dann sind sie kein theist. sie sind dann ein guter mensch.

    ich persönlich versuche, mit der pelzigen mandel in der hand, mensch zu SEIN.

    möge ihre grosse liebe immer brennen und sie beide wärmen.

    aysha

  15. Moria

    AYSHA
    wunderbare, wandelnde, schaelende, denkende und fuehlende Aysha!
    Immer wieder darf ich feststellen, dass Du geschaetzte Muslima den Naturreligionen, den Agnostikern, ja gar den Atheisten weit naeher stehst als den….was soll ich nun sagen, den Theisten, den Christen und welchen ‘Ego’…isten auch immer!
    Hoffentlich fragst Du mich nun nicht eindringlich nach einer Erklaerung zu dieser meiner Aussage. Es ist ein Gefuehl, das mich immer wieder einholt, soeben beim Lesen Deines letzten schoenen Beitrags an Juan P.
    Danke liebe Aysha!

    Juan P
    ….. dran bleiben, es lohnt sich – Aysha hat doch auch wieder ein Kapitel geschrieben, oder?

    ERWINIO…..ERWINIO
    wo bist denn Du – Juan P (der waere was fuer die Arche….) und viele andere warten auf Deine Geschichten und Deine Karmas fuer 3-17-Jaehrige!

  16. Dobra

    Juan P
    ich mag weder die Scorpions, noch ihr Cover, noch kenne ich diese Band gut.

    Aber Rockmusik wandelt oft an den Grenzen der Tabus. Und dass diese damit verletzt werden, muss nicht immer heissen, dass dies die Absicht, die Einstellung der Künstler wiederspiegelt.
    Es kann eben auch ein deqoutanter Spiegel sein, der der uns das vorgehalten wird.Wir verkaufen uns uns machen auch vor unseren Kinder nicht halt.
    Wie weit das in einem “dreckigen” Business wie dem Rock vereinbar ist, nun ja…

    Ich denke da an Marylin Manson.
    Oder Velvet Undeground.

    PS:
    Oder Heino. Das war der Subversivste unter den subversiven…
    Derart grottenschlechte Musik kann ja nur gesellschaftstkritisch verstanden werden…
    hihi
    grüsse!

  17. Rabbi Jussuf

    @Aysha
    Ein schönes Bild bringst Du da mit der Mandel.
    Aber ist der Glaube der Eltern vergleichbar mit einer Mandel, also mit einer Ganzheit?
    Du selber kritisierst eine der theistischen Sichtweisen, als bequemen Patchwork-Glauben. Warum sollte das bei den Eltern anders sein? Auch sie sind Menschen, die sich das aus einer Religion oder einer Tradition heraus geholt haben, das für sie richtig und bequem war.
    Da meine ich doch, es ist mehr als angebracht, die Tradition und damit auch den Glauben der Eltern zu hinterfragen und nicht einfach aus Respekt oder Ehrfurcht zu übernehmen.
    Der Glaube der Eltern mag seine Berechtigung gehabt haben in ihrem Umfeld, stimmt er aber immer noch in einer neuen Umgebung?
    Der Kern ist das urmenschliche im Wesen der Eltern, den gilt es zu respektieren. Aber die Schale kann lebensfeindlich und zerstörerisch werden. Dann sollte diese Schale weggeworfen werden.
    Auch das ist Respekt vor den Eltern.

    Nicht zu vergessen, auch die Eltern schulden den Kindern Respekt, wenn diese über die Eltern hinauswachsen. Haben sie keinen Respekt, werden sie versuchen die Kinder in ihrem Nest zurückzuhalten und hindern eine Entwicklung, die vielleicht über ihr eigenes Verständnis hinausgehen kann.

    Die Basis, die Herkunft, sollten wir nicht vergessen, aber was wir auf dieser Basis machen, sollte darüber hinausgehen.

  18. Juan P

    @ Aysha

    Schöner Kommentar und gute Überlegungen. Danke. Ich denke, ich gehöre zur zweiten Sorte Ihrer Kategorie von Theisten. Ich versuche wirklich mich von Religionen zu lösen, denn wie ich schon mehrfach zum Ausdruck gebracht habe: Religionen trennen die Menschen, der Glaube hingegen verbindet sie.

    Aus diesem Grunde betrachte ich allmählich die Religionen als Grundübel für Spannungen, Kriege, Ausgrenzung, Unterdrückung und vieles mehr.

    Die Religionsgründer haben ja auch die angestammten Wege verlassen, sonst hätten wir in unserem Breitengraden nur eine einzige Religion. Doch möchte ich mich nicht mit diesen Herren vergleichen. Wieso das immer nur Männer Religionsstifter waren bleibt mir ein Rätsel. Frauen sind doch viel sensibler, mystischer und empfänglicher für den Besuch eines Erzengels, oder nicht?

    Der Buddhist ist eigentlich in meinen Augen auch ein Theist. Ich kann mich jedoch nicht ganz mit dieser Religion anfreunden, da die Jungs in Klöstern und Höhlen leben und ihren „Sex mit Gott“ geniessen. Dabei geht die Welt den Bach runter. Sorry, ich bin manchmal ein Zyniker.

    Ich denke, jede Religion war zur Zeit der Religionsgründer zeitgemäss. Doch wenn wir alle stur an dem festhalten was vor 1500 oder 2000 Jahren opportun war, und von Grosseltern zu über Eltern zu Kindern überliefert wurde, kommen wir niemals vom alten Joch der Gebote, Verbote usw. los.

    @ Moria

    Danke für das Backup. Ich weiss wie schwer es ist alte Zöpfe abzuschneiden. Leider kann ich Ihnen nicht folgen. Wer oder was ist ERWINIO? Meine Arche Nova hört bei 5-jährigen Kindern auf.

    @ Dobra

    Gut kommentiert. Ganz meine Meinung.

    @ Rabbi Jussuf

    Wow, danke vielmals. Sie sind – so glaube ich – auf meiner Schiene, obwohl ich nicht alle Beiträge von Ihnen gelesen habe. Ich bin erst seit kurzem in diesem Club.

    Herzliche Grüsse

    Euer Juan P

  19. aysha

    @ rabbi jussuf

    aha, du redest mit mir.

    @ rabbi jussuf, juan p

    die religion ist für mich eine ganzheit, sowie meine eltern für mich auch eine ganzheit sind.

    nicht der glauben der eltern ist ganzheit. der glauben meiner eltern war passend zu ihnen, ihrer zeit, ihren lebensumständen. ihr glauben war ein patchwork aus religiösen ritualen, tradition, wissen, ahnen, erleben, nachahmen, eigene wege gehen…vor allem war ihr glauben ein tiefes vertrauen in gott, in seine barmherzigkeit. ihr glauben war auch eine anerkennung der eigenen unzulänglichkeit, der eigenen machtlosigkeit.

    ich bin wissender, gebildeter, kritischer als meine eltern. doch merke ich, dass ich keinen millimeter weiter bin als sie es waren. auch ich bin unzulänglich, machtlos.

    meine eltern waren nicht perfekt. sie haben viel falsch gemacht, auch mir gegenüber. seit ich selber mutter bin, weiss ich was das heisst. auch ich habe viele fehler gemacht und werde noch viele machen.

    meine kinder sind über mich hinaus gewachsen.

    ich bin nicht der meinung, dass ich meine kinder respektieren sollte. nein. ich respektiere meine kinder nicht. ich liebe sie.

    ich habe ihnen alles mir zur verfügung stehende gegeben. so auch mein mann. ich lasse das leben, das von meinem körper ausgehend in meine kinder übergegangen ist gerne fliessen.

    es darf nicht zu mir zurückfliessen. staunend schaue ich zu, was sie daraus machen. die sorgen, das zuschauen, wenn sie straucheln muss ich aushalten. das ist kein respekt. das ist ja sagen!

    meine religion nehme ich als die mandel wahr. mit den vielen schichten. nicht jede schicht ist essbar, geniessbar. ich habe mich entschieden, nicht nur zum kern dieser religion, sondern auch zu der pelzigen haut, zur harten schale und zum kern zu stehen. sie gehören zusammen.

    das was ich hinterfrage ist, was die menschen, welche die mandel in der hand halten, damit anfangen. was ich sehe ist, die menschen gehen mit der mandel um, entsprechend der schärfung ihrer sinne das leben selbst wahrzunehmen. ich kann doch das nicht wegwerfen. soll man das?

    mein hinterfragen ist keine wertung der anderen, sondern eigenes wachsen. ich will nicht höher wachsen. nein.

    mein wachstum ist unsichtbar.

    aysha

  20. Moria

    Liebste AYSHA,
    IMMER kann ich DICH irgendwie verstehen, Du schreibst auch dermassen bis unter meine Haut eindringend, immer subtil und gefuehlvoll, niemals penetrant oder hart.
    Ich glaube aber zu erkennen, was der Rabbi meint. Wohl, man sollte niemals ‘BLIND’ sein, weder im Uebernehmen der Kultur noch der Religion von unseren Vorfahren. Wir sind es uns und unseren Nachkommen doch schuldig, vieles zu hinterfragen. Das hat weder mit mangelndem Respekt noch mit Undankbarkeit ihnen gegenueber zu tun – nur mit sich (der Menschheit) vorwaertsbewegen und dem ‘unsichtbaren’ Wachsen, wie Du es so treffend ausdrueckst.
    Verstehst Du, was ich meine?

    Stimmt’s Rabbi Jussuf -
    por cierto, todo bien?

  21. Juan P

    @ aysha

    Sie haben ihre Einstellung zu Ihrem Glauben mit wunderbaren Worten erklärt. Ich respekiere jeden der eine ethische Religion lebt und darin erblüht. Dies war doch die Absicht und der Sinn der Religionen welche sich die Propheten erhofften und auch vorgelebt haben.

    Was ihre entsprechenden Nachfolger daraus gemacht haben, steht auf einem anderen Blatt.

    Leider werden in vielen Religionen alte, von Eltern überlieferten, schlechte Traditionen ebenfalls stur – ohne diese zu hinterfragen – übernommen, welche dann das Image der ganzen Religion verschlechtern.

    Es gibt sowohl im Christentum als auch im Islam genügend Beispiele, die ich nicht auflisten möchte, sonst gibt es nur eine blödsinnige Vergleichsdiskussion

    Ich kämpfe um Gottes willen nicht gegen die Religionen, sondern gegen die schlechten Auswüchse, verursacht durch die Verantwortlichen d.h. durch die Kirchenführer aller Couleur mit ihren Mannschaften.

  22. Rabbi Jussuf

    Liebe Aysha,
    was willst Du mit einer Mandel in Deiner Hand?
    Du musst sie knacken, wenn Du sie essen willst.
    Wofür sonst hältst Du sie in Deiner Hand?

    Liebe ist nicht ganz alles, es braucht auch Respekt.
    Aber ohne Liebe nützt auch der Respekt nichts.

    Warum ich selten mit Dir spreche?
    Weil es meistens zu Deinen Texten nichts Weiteres zu sagen gibt.
    Dafür danke ich Dir.

    @Moria
    cierto

  23. Rabbi Jussuf

    @Aysha
    Warum die Aggression gegen PHEBO? Das verstehe ich nicht ganz.

  24. Moria

    Rabbi JUSSUF
    aber lieber Rabbi – bist Du doch nicht gar etwa grippegeschwaecht? Man koennte fuer einmal meinen, Du liest nicht seit Monaten hier mit?
    Zwar ist es weise, nicht alles Geschwafel(auch von mir!) zu verfolgen – aber was sich der sog. Gute Mensch von Sezuan an Intrigen und Perfiditaeten in den letzten Monaten leistete, war schlicht des Guten zu viel.(Gegen Dobra, Horatio, Mira, Aysha, Moria u.a.m.)
    Aber kommen wir nicht mehr darauf zurueck – wir leben fuer die Zukunft – Deine Frage an Aysha ist allerdings unverstaendlich…..Du koenntest zurueckblaettern, und es wuerde Dir uebel, aber tu Dir das nicht an, lieber Rabbi.
    Halten wir es mit H. de Balzac:
    Erinnerungen verschönern das Leben, aber das Vergessen allein macht es erträglich.
    Gell Aysha? Hast Du das grosse Kompliment von Rabbi an Dich wahrgenommen?

  25. PHEBO

    @ Moria
    Bitte sprechen Sie mich direkt an, und hören Sie auf, bei Dritten über mich zu jammern.
    Ich habe hier im Blog nie intrigiert. Ich bitte Sie, mira und aysha, endlich aufzuhören.
    Ich habe versucht, monatelang, mich mit aysha zu versöhnen, aber SIE wollte das ja nicht, sondern fiel mir in den Rücken. An meinem guten Willen fehlte es nicht.
    Für mich ist die Sache schon lange beendet. Aber offenbar hat aysha immer noch ein Problem mit mir. Da kann ich aber nichts dagegen machen, denn ich habe ja den Dialog und die Versöhnung angeboten und bin abgeblitzt.
    Immerhin weiss ich jetzt, wie ihr wirklich seid.

    @ aysha
    Wenn Sie ein Problem haben, sagen Sie es doch! Aber hören Sie auf, mich in solche Streitereien zu verwickeln zu wollen.

  26. Läbberchen

    Ein Gast betritt eine Tiroler Hotelpension, ein kleiner Hund springt bellend an ihm rum. Der Gast fragt den alten Portier: “Beißt ihr Hund?” – “Na, der beißt net.”
    Der Gast bückt sich zum kleinen Hund, um ihn zu tätscheln. Sofort verbeißt sich der Hund in die Hand des Gastes. “Aber Sie haben doch gesagt, ihr Hund beißt nicht!” – “Des is net mei Hund”

    Läbberchen meinte zu mir, er fordere zwar keinen Leinenzwang…aber….

    Grüsse Dobra

  27. @harrykim

    bin am ausprobieren, wie’s besser geht, grüsse an neelix, mal schauen

  28. @
    harrykim
    Hallo, Namensvetter.

  29. Es kann sein, dass ich manchmal zu komplex schreibe, nicht alles auf die Reihe bringe, Entschuldigung, aber: ist die Idee eine mystische Interpretation der Schöpfung, oder ist die Schöpfung einfache die mystische Idee?

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