Schweiz

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hugostamm am Mittwoch den 14. Februar 2007

Göttliche Wahrheit

Viele Esoteriker und spirituelle Sucher zeichnen sich durch ein stattliches Selbstwertgefühl aus. Sie sehen sich als die geistige Avantgarde, die sich auf das „höhere Bewusstsein“ konzentriert und von sich behauptet, die materielle Fixierung schon weitgehend überwunden und das höhere Bewusstsein erlangt zu haben. Für die geistig-spirituelle Elite ist das Übersinnliche die wahre Realität hinter den Dingen. Deshalb konzentrieren sie sich auf die kosmische oder feinstoffliche Sphäre. Das Grobstoffliche ist für sie lediglich der (noch) notwendige Träger der göttlichen Seele und des höheren Selbst, die es mit spirituellen Ritualen weiter zu entwickeln gilt.

Die Abkehr von der säkularen Welt führt zu Wertverschiebungen: Das Streben nach grobstofflichen Zielen ist für Esoteriker ein Vegetieren auf einer tiefen Entwicklungsstufe. Alle Lebensenergien müssen auf die Entwicklung der göttlichen Energien konzentriert werden, die bereits im Selbst angelegt sind, aber noch vor sich hin schlummern.

Wer dieses universelle Gesetz nicht verfolgt, ist in ihren Augen ein tumber Ignorant. Das führt fast immer dazu, dass Beziehungen zwischen esoterisch interessierten Personen (zu etwa 75 Prozent Frauen) und ihren „grobstofflich fixierten“ Partnern in die Binsen gehen. Das Argument der spirituellen Sucher: Deine negativen Schwingungen hindern mich daran, meine Frequenzen zu steigern und das höhere Bewusstsein zu erreichen. Und das kommt quasi dem übersinnlichen Tod gleich. Also wird der Partner zuerst aus dem Bett vertrieben und dann aus der gemeinsamen Wohnung. Damit die spirituellen Schwingungen wieder frei fliessen können.

Begleitet wird der Bruch der Beziehung vom Applaus der „Geistgeschwister“: Der geistige Aufstieg verlangt weltliche Opfer. Dass darunter der Ehepartner und die Kinder leiden, wird nicht berücksichtigt, schliesslich geht es nicht einfach um menschliche Dimensionen, sondern um kosmische. Da spielen Kindertränen eine untergeordnete Rolle. Wie ich von vielen Beispielen weiss, treiben etliche Heiler, esoterische „Therapeuten“ und Meister einen Keil selbst zwischen Paare, die gut harmoniert hatten, bevor der eine Teil in den Bann der übersinnlichen Phänomene gerutscht war.

Der Anspruch an die übersinnliche „Wahrheit“ und das Elitegebaren kontrastieren aber eklatant mit dem geistigen Niveau vieler esoterischer Theorien und Hypothesen. Und deren Verkünder und Gläubigen. Esoteriker zeichnen sich nämlich dadurch aus, dass sie sich einen Deut um die Verifizierung ihrer Glaubenssätze kümmern. Sie sind überzeugt, die universellen Wahrheiten von aufgestiegenen göttlichen Meistern empfangen oder auf medialem Weg von göttlichen Instanzen eingeflüstert bekommen zu haben.

Die „Wahrheiten“ dieser göttlichen Autoritäten in Frage zu stellen, würde bedeuten, am System zu zweifeln. Und das will nun definitiv niemand. Also glaubt man, was da verkündet wird. Und ist es noch so absurd. Es könnte ja das ganze Glaubenssystem zusammenkrachen. Und der Aufprall auf der Erde würde bedeuten, dass man aus dem Paradies katapultiert worden ist. Und erkennen muss, dass man selbsternannten Göttern auf den Leim gekrochen ist. Diese Schmerzen wären kaum auszuhalten. Also glaubt man tapfer weiter, dass es Engel oder andere Helfer im Universum gibt, die momentan nachts ein Magnetgitter um die Erde spannen. Damit sollen die Frequenzen erhöht werden. Bald soll unsere Hirnanhangdrüse wachsen, die DNA-Struktur sich rasch verändern. Dann haben wir die Gnade, uns bald von kosmischem Licht ernähren zu können. Und dann herrscht Freude: Wir müssen nie mehr essen.

184 Kommentare zu „Göttliche Wahrheit“

  1. Idefix sagt:

    Bin ich Humanist? Ja. Bin ich Rationalist? Jein. Bin ich Esoteriker? Nein. Aus dieser Abfolge wächst mir aber eine Verpflichtung. Als Humanist in meinem Verhalten gegenüber andern Personen. Zum Beispiel für Meinungsfreiheit und gegen Glaubenszwang. Als Rationalist müsste mir alles logisch erklärbar sein. Ist es aber nicht. Braucht es auch nicht. Ich durfte in meinem Leben Dinge erleben, die sich rational nicht erklären lassen (exakt zeitgleiche Gefühle bei mir und jemand anderem, obwohl Tausende von Kilometern dazwischen lagen – und viel Ahnliches). Werde ich deswegen zum Esoteriker? Ganz klar nein. Ich akzeptiere einfach, dass es neben dem Fassbaren, dem Erklärbaren noch Dinge gibt, deren Entstehen, deren Vorkommen mir ein Rätsel sind. Und sie dürfen es auch bleiben – es ist schön, sind sie da.
    Sie dürfen auch bei mir bleiben. Ich muss sie nicht verkünden. Das ist für mich der Punkt, wo Hugo Stamms Blog-Text einsetzt: Nicht als Kritik an der Esoterik an sich. Aber an den Auswüchsen. Wenn auf Teufel komm raus missioniert wird, wenn ein individueller Weg, der als solcher Sinn machen kann, zur allgemeinen Glaubenslehre erhoben wird. In seinem Blog vom 12. Juni im letzten Jahr hat Hugo Stamm aus dem Ehrenkodex einer Vereinigung zitiert – jener, die sich Wissenschaft nennt, aber alles andere als das ist. «Punkt 12: Fürchte nie, einen anderen zu verletzen in einer Sache, die gerecht ist.» Derart verbohrt argumentiert kein Humanist. Da wird die Glaubenslehre zur Weltordnung. Tue Gutes, wenn du strafst? Hirnrissig.
    Beim Lesen des Blog-Aufmachers glaubte ich mich eines Satzes aus einem deutschen Klassiker der einführenden Literatur über Esoterik zu erinnern. Selbst als glühendster Befürworter schreibt Thorwald Dethlefsen in «Schicksal als Chance» (München, 1979): «Aus diesem Wissen folgt, dass es niemals Ziel des esoterischen Kreises ist, die Welt zu missionieren. … So ist es auch ein untrügliches Zeichen jeder Vereinigung oder Gesellschaft, die um Wachstum oder Mitglieder bemüht ist, dass es sich hierbei nicht um eine wahrhaft esoterische Vereinigung handelt, auch wenn Namen oder Werbung dies behaupten.» Der Weg zu sich selbst ist einer der weitesten, den man gehen kann. Aber man kann ihn auch mit Anstand und Rücksicht gehen.

  2. Christa sagt:

    Aysha:
    Ich bin eigentlich schon ein wenig entsetzt, wie man auf dich eindrescht. Das hast du jetzt wirklich nicht verdient. Aber manchmal scheint mir halt, es ist ein reelles Bedürfnis, einander wieder zünftig die Meinung zu sagen. Jedoch bin ich der Meinung, man sollte sich die Wortwahl schon noch überlegen.

  3. LCF sagt:

    @Daniel

    Erst einmal zur Klarstellung: Wenn ich von einem solaren Prinzip spreche, meine ich damit nicht unbedingt die Esoterik, sondern das Allgemeine.

    Nun, sicher sind die Erläuterungen von Evola dem solaren Prinzip (was analog der Sonne bedeutet, sich selbst zu verbrennen) zuzuordnen, mich hat nur interessiert wieso du speziell auf ihn kommst, denn im Grunde genommen entsprechen dem – in unserer männlich dominierten Gesellschaft – die meisten Erklärungsmodelle.

    Vielen Dank für den Auszug aus Dürckheims Biographie, wirft ein interessantes Licht auf ihn, das mir so noch nicht bewusst war.

    Mir ist durchaus klar das meine HP eine solche Ausstrahlung hat, nur lass dich nicht vom Schein blenden, denn sie ist lediglich ein momentaner Ausdruck einer Teilpersönlichkeit von mir und entspricht lange nicht meinem ganzen Wesen. Wenn man jedoch ein bisschen genauer hinsieht, kann man im Detail durchaus einen weiterreichenden Ansatz erkennen.

    @aysah

    Danke für deinen Respekt, deine offene Art verdient den meinigen auch!

    Ja, wir sind dem Leben ausgeliefert, was mich jedoch nicht davon abhalten soll, den Versuch zu wagen diesen Umstand zu überwinden.

    Betreffend meinem Verhältnis zu meinen Eltern: Seit einigen Jahren durchwegs freundschaftlich und harmonisch.

    @moria

    Sinngemäss nach C.F. Frey: Ich mag den Bösen der weis das er Böse ist mehr, als den Guten der von sich behauptet gerecht zu sein, aber am liebsten von allen ist mir der Böse welcher gerecht ist.

    Wenn du mich tatsächlich verstehen willst, solltest du darauf achten, aus diesem Satz nicht vorschnelle Schlüsse zu ziehen. Der Teufel liegt sozusagen im Detail!

    @feelx

    Ihrem wiederholten Geschwafel vom Zündhölzchen kann ich nur entgegenhalten, dass mich ihr, sich selbst verzehrendes Licht, noch nie wirklich interessiert hat. Hierzu ein Zitat von H.P. Blavatsky:

    »Licht ist Stoff, und Dunkelheit ist reiner Geist. Dunkelheit in ihrer innewohnenden, metaphysischen Grundlage ist subjektives und absolutes Licht, Licht in all seinem Glanz und der Pracht dagegen bloß eine Menge von Schatten, und da es niemals ewig sein kann, nur eine Illusion oder Maya.«

    Helena Petrowna Blavatsky (1831-1891)

    Bezüglich der Wissenschaft: Wenn sie schon von mir fordern, mich mit dieser zu beschäftigen – was ich aus einer künstlerischen Perspektive heraus durchaus tue, auch wenn sie dem keinen Wert beimessen – sollten sie sich vielleicht mal daran wagen, ihre veralteten Vorstellungen des Okkultismus (die so nichts mit jenem Angang zu schaffen hat den ich pflege) zu überdenken. Ich als Künstler bin immer wieder überrascht, wie Deckungsgleich sich meine Erkenntnisse zu gewissen Theorien der Wissenschaft verhalten. Es gibt zudem durchaus auch Akademiker, die sich ernsthaft mit diesem Gebiet beschäftigen.
    Ich kenne zum Beispiel den Leiter eines psychiatrischen Institutes, welcher meiner Meinung nach vollkommen zu recht die Sichtweise vertritt, dass Magie angewandte Psychologie ist. Nach ihm verleiht sie ihr eine Komponente, die weit über diejenige hinausreicht. Wenn ich dann am Radio eine Psychologin sprechen höre, welche auf empirischen Erhebungen beruhend vorschlägt, dass man zur Verbesserung der eigenen Lebenslage positive Willenssätze bilden soll, merke ich das sie so langsam anfängt zu begreifen, wie die Sigillenmagie von Austin Osman Spare funktioniert.
    Vergleiche ich meine Vorstellungen mit philosophischen Theorien, so erkenne ich im dunklen Licht eine klare Analogie zu Nietzsches ,Jenseits von Gut und Böse’, welche jedoch noch weiter reicht. Sat, das reinen Sein, kann man durchaus als einen Zustand betrachten, der seine Kritik an der Religion und Metaphysik durchwegs beherzigt. Wenn man die Begrifflichkeiten von Gut und Böse relativiert, kann ich mich aber auch ganz gut mit den Ideen von Rousseau anfreunden. Bei Evola und seiner Rebellion gegen die Moderne, inspiriert mich der spirituelle Aspekt, die einseitigen Schlüsse welche er daraus zieht, widersprechen jedoch meinem überaus freiheitlichen Denken absolut.
    Wenn die neurologische Forschung heute davon spricht, dass das Bewusstsein des Menschen seine Handlungen nur marginal beeinflusst, weil Entscheidungen über Taten meist schon eher geschehen als er sie in bewusste Gedanken fasst (diese folglich oft nur Interpretationen und nicht wirkliche Entscheidungen sind), lasse ich die Erkenntnis in meinen Forschungsarbeiten ebenfalls einfließen. Da Altgediente und hochkarätige Wissenschaftler wie Amit Goswami, Masaru Emoto, Stuart Hameroff, David Albert und weitere, die angesehene Professoren und Doktor Titel in Philosophie, Physik, Psychologie, Medizin u.s.w. tragen, die Meinung vertreten das der Mensch in jedem Augenblick die Möglichkeit besitzt um seine Umwelt aus sich selbst zu gestalten, es folglich keine festgesetzte Realität gibt, schmeichelt es mir schon ein wenig wenn ich mit meiner magischen Robe in den Kreis trete, um mir mein eigenes Universum zu erschaffen. Denn das was sie mir da wissenschaftlich erörtern, war mir schon bewusst bevor ich mich mit ihren Erläuterungen beschäftigte.
    Ich hoffe sie können anhand dieser wenigen Beispiele erkennen, dass ich mich nicht mit Okkultismus beschäftige, weil ich mich vor wissenschaftlichen Erklärungsmodellen flüchten und verschließen will, sondern weil ich mich nicht alleine auf diejenigen konzentriere!

    Sehen sie, nur weil sie fest an ihre angeblichen Tatsachen glauben, obwohl sie als Wissenschaftler eigentlich wissen sollten das alles relativ ist, gibt es nicht nur eine richtige Möglichkeit um die Welt zu interpretieren. Sie scheinen mir sehr dogmatisch zu sein, ich würde das einen kleingeistiger Spießer nennen, der nicht wirklich bereit ist über seinen Tellerrand hinauszublicken. Im Gegensatz zu ihnen habe ich nämlich die Freiheit, sämtliche Erklärungsmodelle anzuschauen und brauche mich nicht auf nur eine richtige Betrachtungsweise zu versteifen. Im Grunde genommen sind sie nicht viel anders, als die Christen welche für ihr Weltbild nur die Interpretation der Bibel gelten lassen. Glücklicherweise tragen lange nicht alle Akademiker solch große Scheuklappen wie sie.

    Sind sie sicher das der Animismus tatsächlich ausgestorben ist? Ich mir, wenn ich das folgende Experiment eines Universitätsprofessors betrachte, nicht wirklich. Er bat seine Schüler ein Bild ihrer Mutter mitzunehmen und forderte sie dann dazu auf, dieser mit einem Messer die Augen auszustechen. Kein einziger von ihnen hat es getan, obwohl man doch eigentlich nur einen leblosen Gegenstand hätte zerstechen müssen!

    Mir vorwerfen ich sei naiv, im Gegenzug jedoch die Wissenschaft als altruistische und heilige Kuh darstellen. Wenn dies tatsächlich ihrem Weltbild entspricht, sind sie ein vollkommen verblendeter Götzenanbeter. Ich stelle diesem Bild mal jenes der Prostituierten entgegen, die sich dem Kapital verkauft. Dies muss zwar nicht zwangsläufig der Fall sein, ist es in der heutigen Zeit – wo alles über den Mammon definiert wird – jedoch sicherlich meistens.

    Zu meiner HP und ihrem Inhalt: Ihren Äusserungen kann ich lediglich entnehmen, dass sie nicht wirklich verstanden haben welchen Zweck sie für mich erfüllt, aber schön lassen sie sich von ihrem Inhalt blenden.

    Wieso bringen sie mich eigentlich in einen Zusammenhang zu M.D.E. und seinen Straftaten? Das ist etwa so abstrus, wie wenn ich ihnen die Schuld an den Taten jener Wissenschaftler geben würde, welche für die Kriegsindustrie tätig sind! Hoffentlich arbeiten sie in der Wissenschaft nicht ganz so oberflächlich, einem Chemiker würde bei dieser Vorgehensweise nämlich das Labor um die Ohren fliegen.

    Noch kurz einige Fragen, auf die ich nicht wirklich eine Antwort will: Woher kommt es eigentlich das sie sich in unserem Disput noch nicht einmal Ansatzweise die Mühe gemacht haben auf meine Persönlichkeit einzugehen, sondern mich lediglich dazu aufforderten ihr Schema anzunehmen (in dem ich ihnen logischerweise unterlegen bin), um mir ihre Ansichten aufzuoktroyieren? Warum basiert ihre Argumentationsweise lediglich darauf, meine Weltsicht zu entwerten um der ihrigen Nachdruck zu verleihen? Haben sie eventuell Angst davor, das ihre Theorien am Ende auch nur so sinnlos sein könnten, wie alle anderen auch? Sehen so etwa (pseudo)-wissenschaftliche Kommunikationsstrukturen und empirische Toleranzmuster aus?

    Man kann mich vielleicht, weil ich nicht immer sehr gepflegte Ausdrucksformen benutze und z.T. eine harte, direkte und auch zynisch-sarkastisch Sprache pflege, als Bösewicht betrachten (als ob die Welt keine anderen Probleme hätte), aber ich versuche nie jemandem meine, mir eigene Weltsicht aufzuzwingen. Das ist für mich Thelema!

    @elefant

    Ich bin nicht hier um über meine Internetinhalte zu diskutieren, sondern um eine andere Sichtweise zum Esoterik-Postulat von Herr Stamm zu definieren.

    @effekthascher

    Dafür brauchst du dich nun wirklich nicht zu entschuldigen. Eine kühle zur Kenntnisnahme seiner Aussage und eine kindliche Neugier, die herausfinden wollte wie man hier auf meinen Schatten reagiert.

    @Zeit

    Ich bin nicht hier um Freunde zu gewinnen, aber auch nicht um Personen zu diffamieren.

    Besten Dank für alle Erfahrungen die ich in diesem Disput sammeln durfte, aber mangels Zeitressourcen muss ich mich jetzt wieder auf etwas produktiveres konzentrieren. Es war mir ein Vergnügen und – abgesehen von elefantischen Kommunikationsversuchen – eine Bereicherung mit ihnen zu diskutieren.

    Mit einem freundlichen Gruss aus der Unterwelt:

    Der vermeintliche Bösewicht mit den tausend Masken.

  4. Effekthascher sagt:

    @Maharishi Mahesh Yogi

    Ich habe beim Lesen deiner Zeilen verstanden was Du sagst, aber nicht begriffen was Du damit aussagen willst. Darum hätte ich ein paar Fragen:

    Wenn keine Beschimpfungen mehr vorkommen, besuchts Du dann diesen Blog nicht mehr?
    Ist es Dein Wunsch, dass dieser Blog verschwindet?
    Kannst Du mir einen anderen Blog nennen wo auch solche (kontroverse) Diskussionen wie hier stattfinden?
    Könntest Du bitte ein bisschen konsistenter und überzeugender argumentieren um Hugo und seine Supporter in Bedrängnis zu bringen, damits nicht langweilig wird?

    Bezüglich deiner Aussage;”
    Wenn man allerdings etwas mehr über Alkoholismus, Kokain- und Opiat-Abhängigkeit, die sich sehr verschieden manifestieren, weiss, dann sind plötzlich die 17 gemeinsamen Punkte nicht mehr ganz so evident und das ganze liegt verdammt nah bei Stammtischgeschwätz.”
    Du hast recht, die von feelx aufgelisteten Punkte können nicht einfach so auf “Esoteriker” und Drogenabhängige gleichzeitig angewendet werden. Trotzdem gibt es für mich zwischen den von Dir erwähnten Suchtmittelabhängikeiten doch grosse Parallelen:
    (in Anlehnung an die ICD-10 Forschungskriterien des Abhängigkeitssyndroms(F1x.2)

    1. ein starkes Verlangen oder eine Art Zwang die Substanz zu konsumieren
    2. verminderte Kontrolle über den Substanzgebrauch d.H. über Begin, Menge und Beendigung des Konsums. Auch dazu gehören erfolglose Versuche oder der anhaltende Wunsch den Substanzkonsum zu vermindern oder zu kontrollieren.
    3. Ein körperliches Entzugssyndrom (bei Kokain, Canabis u.a. nicht vorhanden, bei diesen eher psyhichisches Entzugssyndrom mit z.B. Reizbarkeit, Demotivationssyndrom)
    4. Toleranzentwicklung d.h. es muss mehr konsumiert werden um denselben Effekt (wenn überhaupt möglich) zu erzielen.
    5. Einengung auf den Substanzgebrauch d.h. ich vernachlässige anderes (auch vergnügliches) und verwende meine Zeit darauf die Substanz zu bekommen, konsumieren oder mich vom Konsum zu erhohlen.
    6.anhaltender Substanzgebrauch trotz eindeutig schädlicher Folgen.

    Diese Punkte treffen für mich auf alle substanzgebundenen Süchte zu.
    Punkt 5 könnte man z.B. auch auf die Teilnahme an diesem Blog anwenden ;)

  5. der elefant sagt:

    lcf:

    du bist nicht wegen der tollen homepage hier? und wieso gibst du dann die url an? schwätzer!

    ich sehe in meinen beiträgen für dich auch keine kommunikationsversuche. bloss das nicht!!

    ich wollte dir nur ein ganz kleines bischen ans bein pissen, und deinem beleidigten tonfall entnehme ich, dass das wohl geklappt hat. mir war halt ein bischen langweilig, und da hast du dich als zielscheibe angeboten.

    klar, ich hätte dich auch in ruhe lassen können, aber dann wäre mir ja noch langweiliger gewesen. siehst du mein dilemma? es ist dieses: um freundlich zu sein, ist mir dein geschreibe zu aufgesetzt. diese ewigen, leblosen schachtelsätze. die ewigen angänge, wo zugänge oder herangehensweisen es auch getan hätten. (und dieses verräterische scharfe s… das braucht lang, bis man sich diesen dümmsten aller buchstaben abgewöhnt hat, glaub mir…)

    eben: für freundlichkeit konnte es einfach nicht langen, für tiefgehendes – bei deinem thema – sowieso nicht, da ich weder über weihnachtsmann und osterhase noch über luzifer bereit bin, auch nur eine feinunze hirn zu verschwenden.

    andererseits: für richtiges anspringen bist du mir nicht unsympathisch genug, und darum konntest du mich nicht in der passenden form erleben. wärst du zum beispiel so ein bibelschwenker, wie sie hier immer wieder rumgeistern: ich hätte dir hier … die hölle heissgemacht mag bei dir jetzt ein wenig merkwürdig klingen, aber das triffts am besten, auch wenn deine sicht auf den unterirdischen nach deiner aussage nichts mit der biblischen sicht zu tun hat.

    vier ratschläge will ich dir mitgeben auf deinem rückweg in die produktivität:

    wenn eine moria sich um dich sorgt: nimm dir das zu herzen!

    wenn eine aysha das gleiche tut: erst recht! (tust du, wie ich lese. recht so.)

    wenn ein feelx dir mehr als drei zeilen widmet: nimm das ernst! und: zweifle nie an dem wissen, das der mitbringt, oder an der person: du würdest arg überrascht sein, würdest du den ganzen feelx seit november lesen….

    wenn du von schatten schreibst: schreib zuletzt von deinem!! im ernst! du bist hier zu frisch, um auf einen eigenen schatten blicken zu können, und das ist ganz sicher nicht als stänkerei zu verstehen.

    noch zwei, die du auf deine liste schummeln darfst, wenn wir schon bei musick (und literatur) sind:

    today is the day – in the eyes of god

    william golding – herr der fliegen

    auch wenn dir das jetzt zu billig ist.

    lass dich wieder blicken, aber sei auf überraschungen gefasst!

    rosenstengel:

    ist das schön, nach all den homunculi mal wieder den richtigen namen zu lesen;-)

    seit der altjahreswoche 2006 will ich mich für die wünsche betreffend meine ZEIT bedanken: ich habe vor freude glatt ein kleines tränchen zerdrückt. wirklich.

    bis zum frühling werde ich leider recht viel zeit für den blog haben, so leid mir das auch tut. in zehn wochen lernt meine jetzige behausung die wirkung einer abrissbirne kennen, und ich suche nach ersatz. sobald der – irgendwo in der schweiz – gefunden ist, lohnt es sich endlich wieder, nach einer festen anstellung zu suchen.

    andersrum wär’s komplizierter.

    wenn ich dann also mein kleines paradies verlasse: soll ich ein fläschchen von dem guten kirsch auf die seite tun?

  6. Moria sagt:

    L C F

    Deine Welt ist jedenfalls nicht die meinige (wie kommst Du darauf, dass ich Dich verstehen will?) – ist voellig ok – nur, was hast Du denn gegen das Gute? Dieses muss man wollen, das Boese hat man schon in sich.
    Kein Kunststueck ist das Hinabsteigen in Deine Unterwelt – wenn Du es einmal mit dem Erklimmen der Hoehen versuchtest – doch nicht nur um dort besserer Luft zu schnuppern, nein um weiter zu gehen!

  7. Maharishi Mahesh Yogi sagt:

    @effekthascher

    “Wenn keine Beschimpfungen mehr vorkommen, besuchts Du dann diesen Blog nicht mehr?”

    Nein, das war nur ein bisschen Zynismus,vielleicht bin ich ja Blog-süchtig, ich besuche ihn allerdings nicht allzuhäufig und denke, dass diese Besuche eher die schwärzeren Seiten meiner Seele ansprechen.

    “Ist es Dein Wunsch, dass dieser Blog verschwindet?”

    Wieso? der tut mir nicht weh, ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass die Toleranz von Hugo Stamm (übrigens auch meine Toleranz und die Toleranz von fast allen Menschen) Grenzen hat und es mit der Meinungsäusserungsfreiheit bald ein Ende hätte, wenn sich (rein theoretisch) nur noch sehr fundierte Gegner melden würden. Niemand ist ja Masochist und lässt sich auf die Dauer vorführen.

    “Kannst Du mir einen anderen Blog nennen wo auch solche (kontroverse) Diskussionen wie hier stattfinden?”

    Nein, aber es gibt so viele Blogs und ich bin eh zu viel auf dem Netz und kann keine neuen Blogs mehr suchen. Ich nehme an, dass es ähnliche Blogs schon geben wird, wissen tue ich dies aber nicht.

    “Könntest Du bitte ein bisschen konsistenter und überzeugender argumentieren um Hugo und seine Supporter in Bedrängnis zu bringen, damits nicht langweilig wird?”

    Nein, weil ich weder ein Esoteriker, noch ein Evangelikaler noch (im Gegensatz zu meinem Avatar) in einer festen hermetioschen Gruppe eingebunden bin und mir viele, vielleicht die meisten Gedanken, dieser Feelx, Morias Hugos und wie sie alle heissen, nicht a priori falsch erscheinen, mich nur diese selbstgerechte Art: “Ach wie gut und lehrreich und allem anderen so überlegen, war doch Dein Beitrag wieder” nervt und ich es in sich widersprüchlich finde, wenn in einem Blog, wo der Guru freies kritisches Denken lehrt, das freie kritische Denken zum Gruppendogma erhoben wird (gerade deshalb lese ich aber auch den Blog, weil ich gern genervt werde und Widersprüche mag).

    In diese selbstgerechten, geschlossenen Denksysteme, auch wenn sie unter dem Deckmantel der Aufklärung und der Gedankenfreiheit daher kommen, kann und will ich nicht eindringen, da genügt von Zeit zu Zeit eine inkonsistente zynische Bemerkung, um mich abzureagieren.

    Das Folgende mag nun erstaunlich klingen. Wenn ich man mir ein Gespräch mit einer Geistesgrösse schenken würde, würde ich mich eher für Benedikt XVI als für Hugo Stamm entscheiden. Zwar denke ich in den meisten Punkten anders als Bendeikt, aber irgendwie ist mehr Substanz in dem, was er sagt.

    Zum Vergleich Drogen-Esoterik

    Man kann immer zwei verschiedene Sachen miteinander vergleichen und aus gefundenen Parallelen vielleicht auch neue Ansichten gewinnen. Deine 5 Punkte sind nicht völlig falsch. Ich würde aber einfach einmal behaupten, dass ein Kokain-abhängiger Werbefuzzi und eine 50-jährige Hausfrau, die ihre anthroposophische Aura pflegt, relativ wenig gemeinsame Verhaltensmuster haben. Neben der Synthese, der Suche nach Gemeinsamen, brauchts auch die Analyse, die Suche nach dme Trennenden (jetzt Rede ich schon wie die Wiedergeburt von J.W. Goethe). Deshalb bringt die Gleichsetzung Drogen – Esoterik ziemlich wenig, sie erinnert ein wenig an die Leute, man nennt sie glaube ich Astrologen, die die ganze Menschheit in 12 Typen einteilen wollen.

  8. Daniel sagt:

    @lcf

    Eine der grössten Gefahren, welcher alle diejenigen unausweichlich begegnen, die sich auf den esoterischen Pfad begeben, ist diejenige, welche der Tiefenpsychologe C.G. Jung als Inflation bezeichnet – jene Art von Grössenwahn, die sich nach Jung vor allem in der masslosen Ueberschätzung der eigenen Persönlichkeit und einer damit verbundenen eingebildeten Unfehlbarkeit äussert.

    Ich hoffe, du bist nicht auf diesem Weg.

    @all

    Folgende Ausführungen habe ich entnommen aus: „Lust an der Erkenntnis: Esoterik von der Antike bis zur Gegenwart“, M. Frensch, Piper

    Ein bedeutender Esoteriker (Anonymus d`Òutre Tombe, Der Tarot. Meditationen, 4. Brief, Herder Freiburg, 1983, Valentin Tomberg) des 20. Jahrhunderts beschreibt, dass der esoterische Weg im wesentlichen in der Entwicklung von vier verschiedenen Stufen verläuft:

    „Es handelt sich um den Zusammenhang von vier verschiedenen „Sinnen“: des mystischen Sinnes oder des geistigen Tastens, des gnostischen Sinnes oder des geistigen Hörens, des magischen Sinnes oder des geistigen Schauens und endlich des philosophisch-hermetischen Sinnes oder des geistigen Verstehens.“
    Denn:
    „Jede bis zum Ende durchgeführte Methode der Erfahrung und Erkenntnis wird zu einem „Sinn“ oder bringt einen besonderen Sinn hervor. Wer es wagt, nach der Erfahrung der Essenz des Seins zu streben, wird den „mystischen Sinn“ entwickeln oder das „spirituelle Tasten“. Will er nicht nur erleben, sondern auch verstehen, was er erlebt, wird er den „gnostischen Sinn“ entwickeln. Und wenn er in Praxis umsetzten will, was er von der mystischen Erfahrung verstanden hat, wird er den „magischen Sinn“ entwickeln. Will er endlich, dass alles, was er erlebt, verstanden und praktiziert hat, nicht auf ihn und seine Zeit begrenzt bleibt, sondern mitteilbar werden möge für andere und weitergegeben werden soll an zukünftige Generationen, so wird er den „philosophisch-hermetischen Sinn“ entwickeln müssen, und indem er ihn praktiziert, schreibt er „sein Buch“.“

    Diese Gedanken verhelfen die vier Ausrichtungen des esoterischen Schrifttums zu identifizieren. Innerhalb der Esoterik gibt es begnadete Mystiker, Gnostiker, Magier und okkultistische Philosophen. Parallel sieht man das an historischen Epochen:
    Zum Beispiel die Philosophie im spätantiken Neuplatonismus, die Gnosis vor und zur Zeit des frühen Christentums, die Mystik im Spätmittelalter, die Magie in der Renaissance und im 18./19. Jahrhundert.

    Ueberall ertönt der Ruf nach „Ganzheit“, „Zeitenwende“, „Neues Zeitalter“ etc. Die wirkliche Einheit und Ganzheit, um die es in der Esoterik geht, ist aber zunächst und vor allem die Einheit der vier genannten Stufen des esoterischen Weges. Wo diese Einheit verlassen wird entsteht die Pseudoesoterik. Dazu schreibt der Anonymus:

    „Man kann weder Gnostiker noch Magier noch hermetischer Philosoph (oder „Okkultist“) sein, ohne Mystiker zu sein. Die Tradition ist nur lebendig, wenn sie einen vollständigen Organismus bildet, das heisst, wenn sie aus der Vereinigung von Mystik, Gnosis, Magie und hermetischer Philosophie hervorgeht. Wenn das nicht so ist, zerfällt sie, sie stirbt. Und der Tod der Tradition zeigt sich in der Degeneration der sie konstituierenden, nun voneinander getrennten Elemente. Dann wird die hermetische Philosophie, getrennt von Magie, Gnosis und Mystik, zu einem parasitären „System“ „autonomen“ Denkens, das, um die Wahrheit zu sagen, ein echter psycho-pathologischer Komplex ist, denn es verzaubert und unterjocht das menschliche Bewusstsein und beraubt es seiner Freiheit… Was die „autonome“ Magie betrifft, d.h. die Magie ohne Mystik und ohne Gnosis, so degeneriert sie notwendig zur Zauberei oder wenigstens in einen romantischen, pathologischen Ästhetizismus. Es gibt keine „schwarzen Magier“, wohl aber gibt es Magier, die im Finstern tappen. Und sie tappen im Finstern weil ihnen das Licht der Gnosis und Mystik fehlt. Eine Gnosis ohne mystische Erfahrung ist die Sterilität selbst. Sie ist ein blosses religiöses Gespenst ohne Leben und Bewegung. Sie ist der Kadaver der Religion, intellektuell beseelt durch Brocken, die von der Tafel der vergangenen Geschichte der Menschheit gefallen ist…Wenden wir uns nun derjenigen Mystik zu, die keine Gnosis, Magie und hermetische Philosophie hervorgebracht hat. Eine solche Mystik muss früher oder später unweigerlich zu „spirituellem Genuss“ oder „Rausch“ degenerieren. Der Mystiker, der nur die Erfahrung der mystischen Zustände erleben will, ohne sie zu verstehen, ohne daraus praktische Schlüsse für das Leben zu ziehen und anderen nützlich sein zu wollen, der alles und jeden vergisst, um die mystische Erfahrung zu geniessen, kann einem geistigen Trunkenbold verglichen werden.“

    Was von konfessioneller und aufklärerischer Seite zu Unrecht gegen die Esoterik eingewendet wird, betrifft diese Pseudoesoterik:
    Verselbständigte, geschlossene und darum nicht freilassende Gedankensysteme; undurchschaubare Zauberei bis hin zur finsteren Magie; Pseudoreligion und selbstbezogener, weltvergessener Subjektivismus.

    Die esoterische Methode besteht zum einen im Hinabsteigen in die Tiefen des eigenen Wesens bis zu dessen Grund und zum anderen im Hinausgehen aus der physischen Leiblichkeit und im Verschmelzen mit den Kräften der Elemente, der tönenden Bewegungen der Planeten, den Konstellationen des Sternenhimmels und endlich mit deren zusammenfassenden „Oberbegriff“: dem makroskopischen Menschen.

    Es wird nun auch interpretiert, dass diese zwei Richtungen des esoterischen Weges in den beiden Seitenportalen des Portail Royal der Kahedrale von Chartres dargestellt ist. Der makroskopische im linken (vom Betrachter aus gesehen), der mikroskopische im rechten. Dies weist darauf hin, dass man im 12. Jahrhundert die Esoterik nicht als etwas ausserhalb des Christentums Stehendes betrachtete.

  9. jean sagt:

    @ daniel

    besten dank, für den aufklärerischen beitrag zur esoterik wo ich noch nicht so viele kenntnisse habe.

    vom künstlerischen und als freie meinungsaüsserung,kann ich die philosophie von “LCF” akzeptieren, aber auf gar keinen fall von der wissenschaft her.

  10. Michael Bamberger sagt:

    „Wahrheit“ jenseits von 2+2=4?

    Zuerst möchte ich Ihnen allen für Ihre Repliken auf meinen Betrag vom 15.2. um 11:33 danken, sei es an dieser Stelle, oder durch direkt an mich gerichtete Mails, was ohne das sehr gelungene Essay von Hugo Stamm nicht möglich gewesen wäre.

    Die kritischen und/oder gänzlich ablehnenden Kommentare zu meinen Zeilen enthielten hauptsächlich Bedenken oder Argumente in Bezug auf Fragen der sog. „Wahrheit“. Hoffentlich verübelt es mir niemand, dass ich nicht auf jede einzelne Erwiderung eingehe, sondern hier versuche dies zusammenfassend abzuhandeln.

    Oftmals hört man, dass der Skeptizismus zu verurteilen sei, da er keine festen Grundüberzeugungen enthalte, da dies schlechten Stil darstelle und er asozial sei. Dem Glauben hingegen wird ein positiver Beiklang attestiert, obwohl dieser natürlich nur dann angenehm klingt, wenn es um „unseren Glauben“ und nicht um den entgegen gesetzten Glauben der anderen geht.

    Wenn wir dieses Paradoxon aufrichtig betrachten, liesse sich daraus folgern, dass wir vielleicht nirgendwo den Logos oder eine „Erste Philosophie“ finden, eine alles begründende Legitimation. Aber vielleicht können wir lernen, ohne solch eine Legitimierung auszukommen, genau so wie wir gelernt haben, an unseren schwer erkämpften Gewissheiten festzuhalten, ohne zugleich die Augen vor allen neuen und weitergehenden Erkenntnissen zu verschliessen, die die Zukunft immer wieder bringt.

    Fast jede Religion (vielleicht mit der Ausnahme des Buddhismus) behauptet von sich die einzige wahre Religion zu sein, folglich sind alle anderen Religionen „falsch“. Da die Mehrzahl der Menschen an die Religion glauben, in die sie hineingeboren wurden und in der sie aufgewachsen sind, bevor sie selber entscheiden konnten, wäre es logischer alle exklusiven Religionen abzulehnen, anstatt den Geburtszufall als gegeben anzunehmen.

    Wer aber nun meint, die eigene „Wahrheit“ sowie die so genannte Feinabstimmung der Welt seien zwingende Argumente zur Annahme der Existenz eines intelligenten Planers, der unterliegt einem trivialen, finalistischen Fehlschluss. Zwar stimmt es, dass wir nur deshalb existieren, weil entsprechende kosmologische Bedingungen vorliegen. Das heisst jedoch nicht, dass diese Bedingungen vorherrschen, damit wir existieren können. Hier besteht die Verwechslung von Ursache und Zweckbestimmung. Warum? Weil zum Beispiel ohne die weltweiten Irritationen, die durch ihre Auslöser eingeleitet wurden – z.B. durch Cäsar, Napoleon, Hitler oder durch Stalin – unsere Eltern, sofern sie überhaupt existiert hätten, niemals zusammengekommen wären, und wenn doch, hätten sie wohl nie in exakt demselben Moment miteinander sexuell interagiert, so dass exakt diese Samenzelle auf exakt jene Eizelle hätte treffen können, deren Kombination wir unsere eigene Existenz verdanken. Heisst das nun, dass Menschen ihre Existenz damit erklären sollten, dass entweder Cäsar, Napoleon, Hitler oder Stalin die intelligenten Designer waren, die dieser zufälligen Veranstaltung den Impuls gaben? Jedem einigermassen gesunden Gehirn leuchtet ein, dass dieser Gedankengang absurd ist.

    Fest seht aber, dass selbst kleinste Abweichungen im Lebensweg unserer Eltern, Grosseltern, Urgrosseltern etc. dazu hätten führen können, dass wir nie geboren worden wären. Mit anderen Worten: Es ist nichts weiter als ein einmaliger, (und in Anbetracht der vielen alternativen Möglichkeiten höchst unwahrscheinlicher!) historischer Zufall, dass ausgerechnet diese Römer im römischen Reich, oder jene Franzosen in Frankreich zusammentrafen und jene Deutschen in Deutschland oder diese Russen in Russland. Ebenso handelt es sich wohl auch nur um einen kosmischen Zufall, dass das uns bekannte Universum genau jene Kriterien aufweist, die unsere Existenz ermöglichen.

    Betrachten wir nun aber die Frage aus einem anderen Blickwinkel: Ausgelöscht werden kann nur, was vorher gebrannt hat. Brennen kann nur, was zuvor angezündet wurde. Angezündet werden kann nur etwas, dem Zündstoff zugefügt wurde, ergo ist Zündstoff ohne Brennmaterial unnütz. Auch mit dieser Deduktion, jenseits von 2+2=4, kann man versuchen, die Komplexität des Begriffs „Wahrheit“ zu verbildlichen, denn diese ist oftmals nur in den Augen des individuellen Betrachters (oder in diesem Fall den Augen der Benützer, sei es aus der Warte des Pyromanen oder des Feuerwehrhauptmanns) eine solche. Es erscheint mir an dieser Stelle müssig, viel mehr als dies zum Thema „Wahrheit“ der Tastatur anvertrauen zu wollen, denn die unendlichen Kausalketten der Ermittlungen versinken in Ozeanen der Kontroversen, und ich zähle mich wahrlich nicht zur Zunft der Relativisten von „meiner“ und „deiner“ Wahrheit.

    Folgendes erscheint mir um einiges interessanter: Simon Blackburn, Professor für Philosophie an der University of Cambridge, schrieb kritisch zum Denken Richard Rortys: „Gültige Überzeugungen müssen irgendwie auf die uns umgebende Welt zurückgeführt werden können. Sie sollten nicht das Ergebnis ‘jungfräulicher Geburten’ sein.“ (Seite 188 in „Wahrheit – ein Wegweiser für Skeptiker“, 2005, Primus Verlag, ISBN 3-89678-277-0. Die englische Originalausgabe erschien 2005 bei Allen Lane, Penguin Group unter dem Titel „Truth – A Guide for the Perplexed“).

    Genau hier liegt vielleicht die Auflösung des gordischen Knotens der an mich gerichteten Repliken. Und wenn wir schon bei Überzeugungen und bei immerwährenden Jungfrauen sind, fällt mir zum Schluss noch folgendes ein:

    Der im Jahr 1930 heilig gesprochene Kardinal und – Nota bene – Kirchenlehrer Roberto Bellarmino sprach im Jahr 1615, als Inquisitor anlässlich des Ketzerprozesses Galileis, folgenden denkwürdigen Satz: „Zu behaupten, dass die Erde um die Sonne kreist, ist ebenso unsinnig, wie zu behaupten, dass Jesus nicht durch eine Jungfrau geboren wurde.“

    Bekanntlich dauerte es weit über 300 Jahre, bis der Vatikan – etwas zerknirscht – endlich doch zugestand, dass Galilei damals Recht hatte. Für Bellarmino gilt aber weiterhin, einmal heilig, immer heilig und basta!

    Wann es hingegen der Vatikan wagen wird, auch nur ein Lichtquäntchen Common Sense auf den dogmatisierten Mythos der angeblich immerwährenden Jungfräulichkeit Marias zu werfen, das wissen – wenn überhaupt – die Götter, doch beim Dreizack Neptuns, wie verschwiegen sind die doch, unsere lieben Freunde da oben auf dem Olymp. Gleiches gilt zum Leidwesen unserer staunenden Primatengehirne auch für unseren ewig heiligen „Kardinal basta Pasta“, um schliesslich die Verbindung mit Hugo Stamms Allegorie vom himmlischen Virtualessen herzustellen.

    Mit meinen besten Grüssen

    Michael „Horatio“ Bamberger

  11. pedaler sagt:

    @Maharishi Mahesh Yogi und andere

    Meinungsfreiheit – ein schwieriges Pflänzchen.
    Ist es Meinungsfreiheit, zu postulieren, dass “1 + 1 = 3″? Ist es Meinungsfreiheit, zu hoffen, dass Herr Stamm seine Meinung ändert, wenn nur viele BloggerInnen auf ihm herumhacken?

    Meinungen sind selbstverständlich veränderbar – aber, und das ist der zentrale Inhalt von Meinungsfreiheit, nie auf Druck, nur auf persönliche Einsicht!

    Es gibt viele Dinge, da stehe ich mit meiner Meinung ziemlich isoliert in meinem Umfeld. Es gibt Dinge, da habe ich resigniert, da behalte ich meine Meinung ganz für mich (ich werde sie also sicher nicht hier im Blog ausbreiten) – und es hat sich schon mehrfach gezeigt, dass es nur Geduld braucht, bis solche Meinungen Resonanz finden. Es gibt Dinge, da lasse ich mich von noch so lauten inhaltslosen Beliebigkeits-SchreierInnen – und davon gibt es durchaus einige hier im Netz – nicht von meiner Position abbringen (so etwas ist zum Beispiel das Festhalten am Weltethos als global gültiger ethisch-moralischer Minimalkonsens, die Notwendigkeit der Respektierung von ökologischen Grenzen, Stichwort ökologischer Fussabdruck oder die Aechtung jeglicher Formen von Gewalt). Und es gibt Dinge, da habe ich keine Mühe, mit der Mehrheit gleicher Meinung zu sein – und weiss auch, dass der Spruch “Wo alle selber Meinung sind, denkt niemand besonders gründlich” keine universelle Gültigkeit hat. Eine Gegen-Meinung zu vertreten aus rein prinzipiellen/didaktischen Gründen ist durchaus auch ein Verstoss gegen die Meinungsfreiheit, weil dann weniger Raum bleibt für wirklich andere Meinungen.

    Andererseits: nicht jede Meinung hat das Recht, für sich Meinungsfreiheit zu beanspruchen, darum braucht es zum Beispiel die Antirassismusgesetzgebung.

    Wenn dadurch nur Machtausübung – über einzelne oder viele – kaschiert werden soll, dann hat das nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun. Wenn damit Geschäftemacherei verbunden ist, selbst wenn alles im legalen Rahmen abläuft, ist allenfalls die Gewerbe- und Handelsfreiheit, nie aber die Meinungsfreiheit betroffen.

    Gerade im Metyphysischen ist Meinungsfreiheit vor allem für KritikerInnen belastender “Kulte” (physisch, psychisch, monetär, …) von zentraler Bedeutung – schlicht darum, weil es hier immer wieder um die umfassende Entscheidungsfreiheit von Personen geht, die in irgend einer Form in eine Abhängigkeit geraten sind (und gerade Aengste und Drohungen im metaphysischen Bereich haben das Potential, ungeheurliche Abhängigkeiten zu schaffen). Wer sich nur schon den Gedanken erlaubt, Menschen wie Hugo Stamm durch eine volumenmässige Ueberflutung des Blogs einschränken zu wollen, hat offenbar etwas zu verbergen – und dann ist das Berufen auf die Meinungsfreiheit unzulässig!

  12. meisterbrau sagt:

    “Si Dieu n’existait pas, il faudrait l’inventer”
    sagt Voltaire sehr schön und treffend (im candide?). scheinbar können viele menschen in einer von gott verlassenen welt nicht leben. transzendentale obdachlosigkeit nennts lukacs. also wird zuflucht gesucht im übersinnlichen.

    @LCF: wie konnten über 300 jahre aufklärung nur so spurlos an ihnen vorübergehen?

  13. Uncle Sam sagt:

    so, ich bin zurück aus den Ferien… :-)

    Lustiges Thema diese Esoterik. Habe eine Tante die auch dieser Gilde angehört. Am letzten Familienfest bei ihr gab es dann auch Wasser, dass mit geheimnisvollen Steinen drin erleuchtet wurde. Der Wein wurde ebenso mystisch gesegnet wie das Haus, welches mit Hilfe von Feng-Shui (oder so) eingerichtet wurde. Die nicht-esoterische Verwandtschaft machte sich dann einen Spass daraus die anderen mit meditieren und Regentänzen zu übertrumpfen. War jedenfalls ein Riesen-Gaudi der Anlass.

  14. Franziska sagt:

    esoterisch interessierte sollen also zu “75 Prozent” Frauen sein. Es ist unklar, woher dieser Zahl stammt und wie dieser Wert bemessen wurde, ich lese diese Aussage mit grossen Zweifeln in ihrer Wissenschaftlichkeit. Es ist einfach sexistische Kommentare zu machen und in der Schweiz kommt man damit auch immer noch ungestraft davon. Es sei anzumerken, dass die meisten Sektenoberhaeupter etc. Maenner sind.

  15. Göttliche Wahrheit sagt:

    Michael Baumberger:

    “Fast jede Religion (vielleicht mit der Ausnahme des Buddhismus) behauptet von sich die einzige wahre Religion zu sein, folglich sind alle anderen Religionen „falsch“. Da die Mehrzahl der Menschen an die Religion glauben, in die sie hineingeboren wurden und in der sie aufgewachsen sind, bevor sie selber entscheiden konnten, wäre es logischer alle exklusiven Religionen abzulehnen, anstatt den Geburtszufall als gegeben anzunehmen.”

    Ich glaube, das ist für das eine Mal ziemlich verallgemeinert. Tatsächlich könnte es sein, dass bei einem niedrigen Geist diese Auffassung herrscht. Doch in den oberen Schichten ist man schon zur Erkenntnis gekommen, dass ein jede Religion ein Weg zu Gott ist. Jede Kultur hat ihre eigenen Begebenheiten, wie sie zur göttlichen Wahrheit finden kann. Die göttliche Wahrheit nämlich hat überhaupt kein verschiedenes Gesicht, sie ist für jede Religion gleich. Höchstens in Ritualen und Gebeten gibt es Unterschiede, doch im Glauben und in der Meditation gibt es nur die eine Zentrierung: die göttliche Wahrheit.

    L

  16. pedaler sagt:

    @Horatio
    Tja, die Jungfräulichkeit von Maria ist etwas ganz anderes als das Drehen der Erde um die Sonne – das ist eben Metaphysik- und darum wird die katholische Kirche NIE davon Abstand nehmen – aber es geht hier schlicht um eine Metapher und nicht um eine naturwissenschaftliche Aussage. Weil es sich um etwas Metaphysisches handelt, schwingt dabei schlicht eine andere Ebene als der humanistische Rationalismus bewältigen kann – da kommt eben der Glaube ins Spiel;-)

  17. Göttliche Wahrheit sagt:

    Franziska, ich glaube, du irrst dich ein wenig. Meistens sind es die Frauen, die einen solchen Verein führen. Ich denke da mal an Amerika, wo es jede Menge von medialen Geschöpfen gibt. Sie wissen gut von Gott und ihre Beziehungen zu erzählen. Es ist klar, dieses Medium hat auch einen Partner, der sich im Hintergrund hält. Sehr selten, dass ein Mann sich mit einem Engel verwechselt. Den Frauen liegt eine phantasievolle und einfühlungsmässige Sprache über Gottes Führung.
    Das Medium von Ramtha ist hier auch ein spezieller Fall.

  18. Hugo Stamm sagt:

    @ Franziska

    die Behauptung, dass rund 75 Prozent der Konsumenten von esoterischen Angeboten und Dienstleistungen Frauen sind, ist nicht sexistisch. Es ist eine nüchterne Tatsachenbehauptung. Dies zeigen jahrelange Beobachtungen bei Seminaren, beim Buchverkauf, bei Ritualen und Vorträgen.

    Ich werte das Interesse der Frauen an übersinnlichen Phänomenen nicht negativ. Es sind in erster Linie Frauen, die ein Unbehagen gegenüber unserer materialistischen Weltsicht entwickeln und Alternativen sowie einen neuen Lebenssinn suchen. In ihrer Begeisterung lassen sich dann viele in den Bann von fragwürdigen Anbietern ziehen. Das passiert den etwa 25 Prozent Männern genau so.

  19. der elefant sagt:

    horatio:

    lesenswerter beitrag, danke!

    göttliche wahrheit:

    niedriger geist? obere schichten? was soll das denn nun wieder heissen?

  20. feelx sagt:

    Maharishi Mahesh Yogi

    Zum Manichäismus gehört der sicherlich sehr alte Dualismus von Geist-Licht-Gut und Materie-Finsternis-Böse, wobei existierende Substanzen hypostasiert werden, die diese beherrschen.

    Wenn Sie meinen, dass ein Vergleich zwischen den Pathologien Suchtkranker und Esoterikern auf einem manichäischen Weltbild beruhen, so mag das Ihre Meinung sein, meine ist es nicht.

    Es geht um Abhängigkeiten, die pathologische Züge annehmen können. Der Artikel von Hugo Stamm legt nahe, hier Vergleiche ziehen zu können, dazu muss man nicht besonders originell sein.

    Sicherlich gibt es viele Möglichkeiten suchtkrank zu werden. Mir ging es bei diesem Vergleich vor allem um die Fragen, die ich am Schluss gestellt habe. Haben Sie darauf eine Antwort? -

    Rosenstengel

    Gesund und munter aus den glückseligen Inseln zurück? – Danke für die Blumen :) ))) (Kann ich mir jetzt einfach nicht verkneifen)

    Idefix

    Da kann ich Ihnen nur beipflichten.

    LCF

    Sie sollten einmal der Gechichte des Wortes thelema nachgehen und Sie werden feststellen, dass es vor allem in der koine des Neuen Testaments gebraucht wird. Gerade Ihre antichristliche Einstellung entlarvt Ihre Befangenheit. Nietzsche hat darunter auch gelitten. In seiner Genealogie der Moral findet sich ein Satz, der zu denken gibt: „Alles verjüdelt oder verschristlicht oder verpöbelt zusehends…“ Nun ja, auch seine Schriften wurden allzu wortwörtlich genommen und missbraucht. Bei Nietzsche kann man sich allzuleicht die Finger verbrennen, und der lässt sich nun wahrlich nicht auf das Format eines Zündhölzchens reduzieren.

    Ihre Persönlichkeit interessiert mich nicht. Was ich sehe, ist das, was Sie hier schreiben und was ich auf Ihrer website finde. Und das gibt mir zu denken. Vor allem widersprechen Sie sich fortlaufend und lesen nicht, was ich geschrieben habe. Daher denke ich, dass Sie aus einer eingeengten Perspektive das wahrnehmen, was ich Ihnen gesagt habe.

    In dem Land, in dem ich lebe, nennt man Zündhölzchen Luzifers. Es ist also eher ein Kosenamen, den ich Ihrem Pseudonym beifüge.

    Ich möchte Ihnen keine Befehle erteilen, ich möchte Sie warnen. Der Weg, auf dem Sie sich befinden, führt in den Abgrund.

    Der Elefant

    Ich möchte dir etwas liebes sagen, aber weiss nicht recht, was ich sagen soll, vielleicht dies, dass ich hoffe, du findest ein neues Zuhause, wo du bleiben kannst, eine Arbeit, die dir Freude macht, und eine neue Liebe. Ich bin froh, einen Elefanten zum Freund zu haben. Das sind zwar nur drei Zeilen, aber sie bedeuten mehr, als ich bisher hier geschrieben habe, und das sind gut und gerne zweihundert Seiten.

  21. Daniel sagt:

    „Initiatisches Meditieren: Ein Ärgernis

    Meditieren verstanden als initiatische Übung! Das ist ein Ärgernis für viele! Es ist ein Ärgernis für den Menschen, der noch unerschüttert in der Geborgenheit ursprünglicher Ganzheit lebt. Er hat noch an dem ihn und alle Dinge durchdringenden göttlichen Ganzen teil. Er kann nicht verstehen, was das Gerede von „Initiation“ soll, da er ja noch von dem Geheimen durchdrungen ist, zu dem das Initiare das Tor für den öffnet, der es verloren hat.

    Meditation als initiatische Übung ist ein Ärgernis für den, der fest in seinem traditionellen Glauben steht. Was soll mir das Gerede vom Sein, von Transzendenz, vom überweltlichen Leben – ich glaube ganz einfach an Jesus Christus, der mir gegenwärtige ist im Gebet und der mich begleitet auf allen Wegen.

    Initiatische Bemühung ist ein Ärgernis für alle, die meinen, dank ihres festen Glaubens an Gott einer besonderen Erfahrung entraten zu können, um so mehr, als der Glaube durch den subjektiven Faktor aller Erfahrung in seinem objektiven Sinn nur beschattet oder gar gefährdet werden könnte.

    Meditation als initiatische Übung ist ein Ärgernis für den, dem die darin gesuchte Erfahrung verschlossen ist, weil er sich in einer Wirklichkeitssicht verfangen hat, die ihn in den Grenzen des rational Fassbaren hält. Für ihn hat alles rational nicht Fassbare keine Wirklichkeit, ist Phantasie, blosses Gefühl oder frommer Glaube, der an der Wirklichkeit vorbeigeht.

    Meditation als initiatische Übung ist endlich ein Ärgernis für den, der glaubt, keiner höheren Dimension zu bedürfen. Das ist der Mensch, der sich mit seinen fünf Sinnen, seinem Verstand und auch seinen moralischen Kräften dem Leben und seinen Forderungen, den natürlichen wie den geistigen, gewachsen fühlt. Es genügt ihm, sich aus eigener Kraft im Leben durchsetzen und sich in Leistung, gutem Werk und Liebe in seiner Gemeinschaft bewähren zu können. Hierzu, so meint er, bedarf es keiner Hilfe aus einer transzendenten Dimension.

    Um Meditation als initiatische Übung ernst nehmen, fordern und leisten zu können, bedarf es einer bestimmten Stufe und einer bestimmten Gabe: das Überweltliche in uns vernehmen zu können.

    Meditieren: Erfüllung oder Ärgernis“

    Dieser Text, aus Karlfried Graf Dürckheims Buch „meditieren – wozu und wie“, Herder, gibt eine weitere Sichtweise, was Esoterik ist, wie sie praktiziert werden kann.
    Man verstehe vor allem den zweitletzten Abschnitt nicht als etwas Elitäres. Es geht um Übung, Aufmerksamkeit im Alltag. Eigentlich ganz einfach.
    Und ergänzend, eine Kritik Dürckheims am Standpunkt des alleinseeligmachenden Rationalismus (nicht gegen diesen), schreibt er (in: „Von der Erfahrung der Transzendenz):

    „Und die Entwicklung, die immer mehr die Verleugnung des Eigentlichen im Menschen, seine Seele, fordert, ist noch keineswegs abgeschlossen. Das Studium der Psychologie wird immer naturwissenschaftlicher. Der Diplom-Psychologe nimmt heute ausser einem Schnelltraining in sogenannter Gesprächstherapie kaum etwas mit auf den Weg, das ihn befähigte, sich selbst und seine Mitmenschen psychologisch zu verstehen oder ihnen helfen zu können; es sei denn, dass er etwas Tiefenpsychologie hörte, die erst langsam ihren Eingang in die Universitäten findet. Es ist dabei bezeichnend, dass die Psychologie C. G. Jungs, die die transzendente Wirklichkeit, die uns in der Qualität des Numinosen anrührt, ernst nimmt, am wenigsten zu Wort kommt.

    Erst die tiefenpsychologische Schulung, die Analyse …bringen den „Psychologen“ und den Arzt zur Begegnung mit der naturwissenschaftlich nicht fassbaren personalen Realität des Menschen. Aber selbst hier überschreiten sie selten genug die Schwelle, jenseits deren erst der Kern der personalen Wirklichkeit liegt: „das Wesen – als Weise, in der ein überweltliches göttliches Sein in uns anwesend ist und in uns und durch uns offenbar werden möchte in der Welt“.
    Dieses Wesen meldet sich heute mit Macht und lässt immer häufiger die Mauern einstürzen, in die der Rationalismus den Menschen eingesperrt hat. Dass dies Wesen so in Vergessenheit geriet, ist auch Schuld einer Theologie, die den Menschen als erlebendes, das Leben und auch das göttliche Sein erfahrendes Subjekt als „nur subjektiv“ übersah. Statt sich um seine tiefsten religiösen Erfahrungen zu bemühen, begnügte sie sich „moraltheologisch“ mit einer Ethik des Wohlverhaltens. Wer sich „wohl“ verhält, gute Werke tut und glaubt, gilt als recht, ganz gleich, wie es in ihm selbst hinter der rechten Fassade aussieht und wie sehr es ihm noch an Reife ermangelt.

    Der Kern der Ausbildung von Theologen, Psychologen und Religionswissenschaftlern müsste initiatischen Charakter haben, das heisst, ihr zentraler Sinn müsste es sein „das Tor zum Geheimen zu öffnen“ (=initiare). Das Geheime, das sind wir selbst in unserem Wesen, das in den Ordnungen unseres Welt-Ichs eingesperrt ist. Es ist die uns immanente Transzendenz, der uns innewohnende Christus. In dem Masse aber, als dieser unser Wesenskern verdrängt und nicht zugelassen wird, sich nicht entfalten kann, bedroht er die schöne Fassade des nur auf Selbsterhaltung, rationale Höchstleistung und Wohlverhalten bedachten moderaten Menschen. Er bedroht den Menschen von innen als sein Kernschatten… Die Befreiung von diesen im Unbewussten ihr Unwesen treibenden Schattenkräften ist eine Purificatio, aber nicht durch Abtötung, sondern durch Befreiung und Verwandlung von gestauten Energien zu fruchtbaren Kräften der Person

    Um die Bedingungen zu schaffen, unter denen diese Verfassung zustande kommen kann, bedarf es der Befreiung des Unbewussten, nicht durch Verleugnung der Schattenkräfte, sondern ihre Integrierung. Dazu genügt aber keineswegs die Explosion aggressiver Impulse und das nackte Hervorkommen verdrängter primitiver Wünsche und Triebe, worauf sich manche sogenannten Selbsterfahrungsgruppen heute beschränken, wiewohl dies ein wichtiger Anfang ungeschminkter Selbsterkenntnis sein kann. Entscheidend ist vielmehr die Fähigkeit zum Wahrnehmen des zur Schattenkraft gewordenen Wesens, jener geheimnisvollen, unser Welt-Ich bedrohenden Macht, die uns existentielle Angst-, Schuld- und Einsamkeitsgefühle bringt, für die von aussen gesehen nicht der geringste Grund vorliegt, in denen sich aber leiderzeugend unsere Abgeschnürtheit von unserer einzigen wahren Lebensquelle zeigt.“

    Ein Mitstudent in einer Psychologievorlesung in meiner Studienzeit äusserte sich einmal gegenüber dem dozierenden Professor. Der Student meinte, die Psychologie müsste sich doch auch mit „Ganzheitserfahrung“, Meditation usw. auseinandersetzen, nicht nur theoretisch. Der Professor wies ihn barsch zurecht. Er solle gefälligst das nicht an der Universität suchen, sondern in einem Meditationskurs, da könne er das ja dann erfahren.
    Damals fand ich, der Professor hätte recht gehabt und diesem Aufmüpfling deutlich gezeigt, wo`s lang geht. Jetzt aber meine ich klar, dass der Mitstudent im Recht war.
    Denn: Esoterik hat auch etwas Wissenschaftliches; das Kind soll nicht mit dem Bade ausgeschüttet werden…

  22. Uncle Sam sagt:

    @ göttliche Wahrheit

    “..bei den oberen Schichten ist man schon zur Erkenntnis gekommen..”

    Ich glaube Typen wie dich meint der Herr Stamm wenn er von der Arroganz der Möchtegern-Erleuchteten spricht.

  23. jean sagt:

    @ Daniel

    nach deinem letzten blog kommt mir der ausspruch von “heidegger” in den sinn:

    der mensch soll hören und dienen nicht nur rechnen und herrschen.

  24. Göttliche Wahrheit sagt:

    Uncle Sam:

    Hugo Stamm ist nur eifersüchtig und neidisch auf die Erleuchteten, deshalb äussert er sich über diese Phänomene derart negativ. Klarsicht und Durchblick hat nichts mit Arroganz tun, mein lieber Uncle Sam.

  25. eine frau sagt:

    >>Es sind in erster Linie Frauen, die ein Unbehagen gegenüber unserer materialistischen Weltsicht entwickeln und Alternativen sowie einen neuen Lebenssinn suchen.<<

    kein wunder! da ist vorgeführt worden, wie mann mit frauen umgeht. die männer argumentieren die frauen weg. frauen werden als dumm beschimpft und niemand, ausser der frau selber, reagiert. die männer freuen sich, das der beleidiger aufgetaucht ist.

  26. Effekthascher sagt:

    @Maharishi Mahesh Yogi

    Sich gegenseitig Lob zusprechen, finde ich absolut ok. Diese Art sich gegenseitig den Narzissmus zu streicheln erfühlt ein wichtiges Bedürfniss. Ist man selber nicht Teil dieser gegenseitigen narzisstischen Erhöhung, kann dies von aussen betrachtet einem auf die ( evtl.narzisstisch gekränkten) Nerven gehen. Da ich selber starke narzisstische Anteile habe (gesunde und weniger gesunde…) verstehe Ich dich sehr gut. Trotzdem, versuchs doch einfach auch einmal mit loben. Bei mir hat Lob den Effekt, dass ich weniger zynisch sein muss.
    MFG

  27. Uncle Sam sagt:

    @ Göttliche Wahrheit

    Ich muss zugeben auch ich bin ein bisschen neidisch auf solche Mediums und Sektenführer(also auf die erfolgreichen). Nicht wegen der durchsichtigen Klarsicht sondern wegen der vielen Kohle, die man in diesem Business verdienen kann.
    Sollte meine Wirtschaftskarriere irgendwann scheitern werde ich mich eines Tages als erleuchtet erklären und viele viele Bücher schreiben, die man dann für Fr. 39.90 im Fachhandel beziehen kann.

    @ eine Frau
    sachte sachte… wir Männer machen auch keinen Aufstand wenn in den Kriminalitätsstatistiken immer wieder wir die Bösen sind.. Weil die Statistiken halt nun mal stimmen und weil die meisten Männer trotzdem nicht kriminell sind. Die ca. 75% sind zwar nur geschätzt, doch der Hugo wird das mit seinen paar Jahren Berufserfahrung schon wissen. Auch ich kenne etwa 5 Esoteriker – alles Frauen. Wenn du keine Esoterikerin bist dann fühl dich doch nicht angesprochen.

  28. Uncle Sam sagt:

    Juhu Uriella kommt zurück in die mediale Öffentlichkeit, wie in diesem Moment auf 20min.ch zu lesen ist.. Sie hat sogar noch Kontakt mit Jesus! Einfach vermehrt durchs Telefon wie sie sagt… Ich freue mich jedenfalls schon auf die Talk-Täglich-Auftritte!

  29. Moria sagt:

    EFFEKTHASCHER
    Du avancierst so nach und nach zum geschaetzten Effekt-Kreator, jedenfalls entkraeftest Du mit Deinen pikanten Fragen unseren….oh, welche Fingerakrobatik….

    MAHARISHI MAHESH YOGI – wieso lieber eben M.M.Y. faehrt es Dir schraeg ein, wenn sich Menschen gut verstehen?
    Dein Satz “…wenn das freie kritische Denken zum Gruppendogma erhoben wird!” ist einer der hirnlosesten, den ich je gelesen habe. Verstehst Du ueberhaupt, was Du da sagst? Was bedeutet frei? was kritisch? was Denken? schlussendlich was Gruppendogma?
    Wenn sich Menschen von derart verschiedener Praegung und Herkunft, wie von der Philosophie, dem Journalismus, der EDV, der Arbeitslosigkeit, dem Pedalen, der Effekthascherei, der Psychologie, der Boersenpleite, der Weltenbummelei, tief-, nicht- und zweifelnd Glaeubige u.v.m. gut verstehen und einander loben, dann zeugt dies einfach nur von Verstaendnis, Nachdenklichkeit, Respekt aber vorallem von Toleranz und sogar Groesse! Will man da noch Negatives ausmachen, dann steht es wahrlich dramatisch um diesen Negativsucher.
    Ich hoffe schwer, Du bist nicht einer, der verhoehnt, was er nicht verstehen mag. Ich freue mich jedenfalls und werde es auch weiterhin kund tun, wenn Blogger kluge, besonnene oder einfach nur herzliche, lebensnahe Voten zum besten geben. Letztes wunderbares, wohltuendes, noch warmes Beispiel von FEELX – seine Worte an den Elefanten – chapeau!
    Muss ich mich nun fuer dieses Lob bei Dir M.M.Y. entschuldigen, hm!?

    Noch eine letzte Frage, mit welchem von Dir dreien dem Maha. Mahe. oder einfach dem Yogi verstehst Du Dich denn am besten? Immerhin geben Dir wahrscheinlich alle drei immer recht!
    Noch eine Bitte, stehe mir nicht allzu oft auf dem Kopf, ich glaube das Blut kommt bei Dir zu oft zu heftig ins Wallen.
    Sei gegruesst Mamayogi!(wo hast Du den Papayogi gelassen?

    EINE FRAU
    von auch einer Frau. Nun, auch gewisse Frauen im Blog haben sich schon als Scharfschuetzinnen betaetigt, und einige Maenner hier sind erstklassig.
    Ich meinte 50 zu 50, und einmal mehr, nicht das Geschlecht ist ausschlaggebend, nein die Persoenlichkeit und der Charakter und den kann man/frau selbst beeinflussen.
    AYSHA kannst Du das auch unterschreiben mit Deinen Erfahrungen?

  30. Effekthascher sagt:

    @eine frau
    Falls Du auf aysha und Zeit anspielst: Deine sehr einseitige Betrachtung der Dinge ärgert mich sehr! Bei dir scheint wieder mal klar zu sein:Männer Täter, Frauen Opfer ergo an der ganzen Miesere sind die Männer schuld.
    Sie doch mal genau nach wer alles ausser mir noch reagiert hat (feelx, H. Stamm ect.), bevor Du hier im Blog alle in denselben Topf schmeisst um dein Weltbild zu zementieren.

  31. Maharishi Mahesch Yogi sagt:

    “Sich gegenseitig Lob zusprechen, finde ich absolut ok. Diese Art sich gegenseitig den Narzissmus zu streicheln erfühlt ein wichtiges Bedürfniss. Ist man selber nicht Teil dieser gegenseitigen narzisstischen Erhöhung, kann dies von aussen betrachtet einem auf die ( evtl.narzisstisch gekränkten) Nerven gehen. Da ich selber starke narzisstische Anteile habe (gesunde und weniger gesunde…) verstehe Ich dich sehr gut. Trotzdem, versuchs doch einfach auch einmal mit loben. Bei mir hat Lob den Effekt, dass ich weniger zynisch sein muss.”

    Beginnen wir gleich damit: eine etwas impertinente aber intelligente und amüsante Antwort, ich fühle mich durchschaut und lobe hiermit feierlich (schon gehts mir viel besser)

  32. Trendsetter sagt:

    Hallo Yogi

    Warst du bei Osho zu Gast? Hast du mit eigenen Augen gesehen, dass es kein Paradies gibt?

  33. Effekthascher sagt:

    Daniel
    Initiatisches Meditieren: Ein Ärgernis
    Habe diesen 1. Teil deines Beitrags gut gefunden v.a. erhellend für mich war folgender Abschnitt:
    Meditation als initiatische Übung ist endlich ein Ärgernis für den, der glaubt, keiner höheren Dimension zu bedürfen. Das ist der Mensch, der sich mit seinen fünf Sinnen, seinem Verstand und auch seinen moralischen Kräften dem Leben und seinen Forderungen, den natürlichen wie den geistigen, gewachsen fühlt. Es genügt ihm, sich aus eigener Kraft im Leben durchsetzen und sich in Leistung, gutem Werk und Liebe in seiner Gemeinschaft bewähren zu können. Hierzu, so meint er, bedarf es keiner Hilfe aus einer transzendenten Dimension.

    Danke

  34. feelx sagt:

    Daniel

    Deine Erläuterungen finde ich äusserst interessant im Gegensatz zu anderen versuchen mir beizubringen, was das sei, Esoterik. Dir kann ich ernsthaft zuhören, denn du scheinst doch etwas davon zu verstehen.

    Was ich dich fragen möchte, ist folgendes. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Ärgernis, von dem Dürckheim spricht, und dem Ärgernis (skandalon), von dem in den Synoptikern die Rede ist? Ist dies eine Anspielung oder rein zufällig? –
    Ein Beispiel:
    Mt 16,27
    „Seit der Zeit fing Jesus an, seinen Jüngern zu zeigen, wie er nach Jerusalem gehen und viel leiden müsse von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tage auferstehen. Und Petrus nahm ihn beiseite und fuhr ihn an und sprach: Gott bewahre dich, Herr! Das widerfahre dir nur nicht! Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Geh weg von mir, Satan! Du bist mir ein Ärgernis; denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.“

  35. Icordo sagt:

    Uncle Sam:
    Ich warne dich, sei mir nicht ausfällig gegenüber Uriella. Du wirst es büssen müssen, du Büsser!

  36. aysha sagt:

    @ moriamor

    also, zu den männern…
    ich muss da wohl nichts mehr dazu sagen- schliesslich habe ich mich vor den männern verneigt- die männer haben das schwiegend zur kenntnis genommen.

    ich werde mich zügeln und nicht mehr so schwer verdaubares zeugs von liebe, achtung, würde und verneigen schreiben.

    ahhhh, moment…ich muss noch maharayogi loben: gut gemacht, bist aufgenommen!

  37. Trendsetter sagt:

    Gott, oh Gott. Die Leute hier sind so einträchtig, dass es bald zur Bildung einer neuesoterischen Gruppe kommt. Alle sind so furchtbar lieb zueinander. Es schmalzt so richtig vor Zuneigung und Liebe. Wo sind denn alle die Feindbilder geblieben? Wo sind sie nur?

  38. aysha sagt:

    @ trendsetter

    du bist doch der , der den ton angibt! na los!

  39. der elefant sagt:

    feelx:

    deine worte kann ich dir aber genauso zurückgeben! danke!

    deine kopfwaschungen am lebenden(?) objekt, in diesem falle lcf, sind immer wieder spannend. manchmal fährt ja auch mit dir die wut schlitten, und da habe ich sogar schon ein paar mal dagesessen, die hand vor die stirn geschlagen und gedacht “oh no, feelx…”

    dieses mal aber war besonders der zweite zündhölzchenbrief eine meisterleistung, sowohl argumentativ als auch vom aufbau her. versteckte ohrfeigen als zückerchen verkaufen, und dann erst richtig aufdrehen: so liebe ich es. berserker on the rocks sozusagen. mit jedem absatz heftiger und fieser werden, dabei aber konsequent auf die nichtigkeit aller vorangegangenen volltreffer verweisen. das ist schwarz!!!!

    du kannst das übrigens auch im “guten”: einen text aufbauen. dass deine worte bewegen können, habe ich dir ja schon mal geschrieben. unterhalten können sie auch, und der erwähnte beitrag für lutze war unterhaltung vom schönsten.

    uncle sam:

    deine beiträge sind meist kleine knallbonbons. ich freue mich jedes mal drauf.

    yogi:

    sieben zeilen zitat, leerzeile, dann: zeile eins: “beginnen wir grad damit…”,
    zeile zwei: text, zeile drei: vier worte, klammer zu, ende.

    glückwunsch!

  40. Daniel sagt:

    @ Jean, Effekthascher, feelx

    Freut mich, dass Ihr damit was anfangen könnt.
    Gerade als ich den Text über das Ärgernis des Meditierens eintippen wollte, meinte ich zuerst, das kannst du doch nicht machen. Da bricht ja höchstens noch ein Prediger durch. Offenbar hat das nicht so gewirkt (wiewohl möglicherweise manches andere von mir).

    Ob Dürckheim bewusst an den Text aus dem NT, auf den du, feelx, hinweist, anknüpft, weiss ich nicht. Vielleicht. Das erste Kapitel, in dem der Ärgernis-Text steht, beinhaltet drei Unterkapitel:
    1. Die existenzielle Not
    2. Meditieren: Initiatische Übung
    3. Initiatisches Meditieren: Ein Ärgernis

    Im ganzen Buch („meditieren – wozu und wie“) steht am Schluss jedes Unterkapitels ein kurzer Satz:
    Am Ende von „Die existentielle Not“ – Meditieren: Üben ohne Unterlass
    Am Ende des 2. Unterkapitels – Meditation: Durchbruch zum Wesen
    Am Ende des dritten – Meditieren: Erfüllung oder Ärgernis

    Beim „Üben ohne Unterlass“ kommt mir das „Beten ohne Unterlass“ der Bibel in den Sinn. Von daher hat Dürckheim wohl bewusst (assoziativ) angeknüpft. Auch die Worte „Durchbruch zum Wesen“ können auf das hinweisen, was Jesus im von dir, feelx, zitierten Text gegenüber Petrus sagt. Nämlich das Verlassen des gewöhnlichen Welt-Ich-Standpunktes und das Handeln aus einer inneren Berufung. Diese kann dann gehört werden, wenn der eigentliche Mensch „durchbricht“, der Mensch, wie er wirklich gemeint ist. Petrus muss das als irrsinnig oder wahnsinnig empfunden haben und jeder sogenannte normale Mensch auch. Das ist dann eben das gefährliche an der Esoterik: Wann lebt und handelt jemand wirklich aus innerer Berufung, aus seinem Kernwesen, und dann ist es echt, und wann ist es Betrug oder Illusion, eine vermeintliche Berufung? – Dass der Standpunkt des „Welt-Ich“ nicht einfach falsch ist, ist wohl auch klar. Denn auch dieses rationale Bewusstsein ist aus einem Grund entstanden.

    Dürckheim hat vor allem das Meditieren im Stile des Zen in den Westen eingeführt. Meister Eckehart war für ihn die wichtigste Quelle.
    Acht Jahre (1938-39 und 1940-47) war er als Kulturdiplomat in Japan und lernte dort das Zen und die Kunst des Bogenschiessens kennen.
    Aufgrund der NS-Rassengesetze galt er als „jüdisch versippt“, was das Ende seiner Karriere als Hochschullehrer (er war Philosoph und Psychologe) bedeutete.

  41. Moria sagt:

    Goettliche Wahrheit

    ich hole Luft….

    Wenn Du Deine Göttliche Wahrheit nicht ehren kannst, weil Du Menschen ungerechtfertigt beleidigst, dann lebst Du nicht im Fluss des Daseins. Wie willst Du dich respektieren, wenn Du Gottes Gesetz und Deine Mitmenschen nicht respektierst? Wie willst Du jemals Dein Glück finden, wenn Du Deinen Respekt nicht weitergibst? Nur durch den Respekt zu anderen, kannst Du überhaupt erkennen, wie einmalig Du bist. Du bist einzigartig, weil Du die Wahrheit besitzest. Du hast etwas, was sonst keiner im Blog hat. Aber wenn Du diesen Teil nicht respektierst und schützt, wirst Du die Wahrheit doch nie erkennen und sie in deinem Herzen spüren. Erstrahle im Licht Deiner göttlichen Wahrheit, enzünde Deinen göttlichen Funken und tanze das Lied Deiner Seele in Anstand und Freundlichkeit.
    Und jetzt eine Margharita!

    Liebe AYSHA
    Du und Dich zuegeln, das mag ich nun gar nicht gerne hoeren. Spontanitaet ist doch das Salz in der Suppe des Lebens und macht es erst lebenswert!

    Wie wir uns doch grossartig ergaenzen: ich laestere weiterhin und Du umarmst meine “Opfer” – diese lieben oder hassen, koennen wir dann wieder gemeinsam!

    Noch ein kleiner Nachtrag zu meinem gestrigen Beitrag. In der Aufzaehlung der Sich-gut-verstehenden habe ich – oh Schande – unseren Scienty ROMEO nicht eingeschlossen. Selbst er schwang sich von anfaenglichen Disharmonien in B-Dur (f. Beleidigungen) zu ganz wohlklingenden Harmonien in F-Dur (f. Friedfertigkeit) hoch.
    Dass somit der Blog einen erstaunlichen Effekt bewirkt, ist doch als sehr positiv zu werten.
    Romeo – immerhin Musik verbindet Voelker, schade dass Weltanschauungen und Religionen diese entzweien, selbst Blogger! Muesste nicht sein.

  42. Uncle Sam sagt:

    @ Icordo

    Um Himmels Willen niemals würde ich ausfällig gegen Uriella sein, da ich ja ein grosser Fan von ihr und ihrem Badwasser bin!

    Ebenso Fan bin ich übrigens von Mike Shiva, welchen ich für den zurzeit besten Entertainer am Schweizer Fernsehen halte. Wollte mich auch in seinem Gästebuch auf seiner Homepage den vielen Lobdusseleien anschliessen und ihm dieses Kompliment schreiben und dass ich bei der Energieübertragung Tränen lachen musste. (“Lueged Sie mir id Ouge und gspüred Sie wie mini Liebe zu Ihne hei ufs Soofa flüsst”)
    Leider hat ein mystisches Kraftfeld im Netz verhindert, dass mein Kommentar je im Gästebuch ankam.

    @ Elefant
    Besten Dank! Sollte meine Sekten & Hokuspokus AG je zu Stande kommen werde ich dich zum Mitglied der Geschäftsleitung ernennen! :-D

  43. Effekthascher sagt:

    Maharishi Mahesch Yogi

    Ja mein lieber Yogi, beim loben musst Du noch üben, ist vielleicht doch nicht dein Ding. Ohne jetzt wieder impertinent zu werden (aus Wiki: dummdreist, unverschämt, vorlaut)möchte ich an folgende Aussage von deinem Vorbild erinnern: Nach Darstellung der TM-Organisation rät Maharishi jedem Menschen, bei seiner angestammten Religion zu bleiben und zusätzlich die Technik der Transzendentalen Meditation zu erlernen, um die Erfahrung der Transzendenz zu stabilisieren und schließlich selbst einen Zustand der Erleuchtung zu erreichen.
    Viel Spass

  44. Uncle Sam sagt:

    @ Webmaster
    und was für ein tieferes Geheimnis verbirgt sich eigentlich hinter dem häufigeren ominösen Doppelposting?

  45. G&#246;ttliche Wahrheit sagt:

    moria:

    “ich hole Luft….

    Wenn Du Deine Göttliche Wahrheit nicht ehren kannst, weil Du Menschen ungerechtfertigt beleidigst, dann lebst Du nicht im Fluss des Daseins. Wie willst Du dich respektieren, wenn Du Gottes Gesetz und Deine Mitmenschen nicht respektierst? Wie willst Du jemals Dein Glück finden, wenn Du Deinen Respekt nicht weitergibst? Nur durch den Respekt zu anderen, kannst Du überhaupt erkennen, wie einmalig Du bist. Du bist einzigartig, weil Du die Wahrheit besitzest. Du hast etwas, was sonst keiner im Blog hat. Aber wenn Du diesen Teil nicht respektierst und schützt, wirst Du die Wahrheit doch nie erkennen und sie in deinem Herzen spüren. Erstrahle im Licht Deiner göttlichen Wahrheit, enzünde Deinen göttlichen Funken und tanze das Lied Deiner Seele in Anstand und Freundlichkeit.
    Und jetzt eine Margharita!”

    Vor allem dein erster Satz irritiert mich ein wenig. Wen soll ich beleidigt haben? Zuerst wurde ich mal beleidigt, weil ich ein Urteil über die göttliche Wahrheit bei den Religionen abgab. Man wirft mir vor, ich soll arrogant und eingebildet sein!

    Aber im Ernst Moria, Respekt gegenüber den Menschen kann man wohl haben. Soll ich auch Respekt gegenüber einem Verbrecher und Menschenschänder haben? Da kommen wir nämlich schon in Schwierigkeiten, wenn wir Respekt genauer analysieren wollen.
    Hier stellt sich auch die Frage, wer überhaupt strebt nach der göttlichen Wahrheit bzw will in der göttlichen Wahrheit sein. Wir wollen eigentlich die göttliche Wahrheit leben. Auch da gibt es verschiedene Auffassungen. Von der göttlichen Wahrheit hat jeder seine eigene Auffassung. Wer kann schon völlig objektiv losgelöst die göttliche Wahrheit beurteilen.
    Wir bekommen erheblich Schwierigkeiten, wenn wir Menschen beurteilen wollen, wenn möglich noch nach den höchsten Gesetzen. Es fragt sich nämlich sehr schnell, wer soll dann hierfür befugt sein, wer soll denn da die Qualifikationen besitzen. Im Grunde genommen ist es von jedem eine totale Anmassung, etwas von der göttlichen Wahrheit zu verstehen.

    Ich glaube Moria, Du hast einmal mehr einen Blogbeitrag zu wenig genau gelesen und hast gleich begonnen, Kritik zu üben.

  46. aysha sagt:

    @ uncle sam

    ich bin schwer beleidigt (das haben einige blogger schon erkannt)!!!

    da schicke ich doch -seit monaten- liebe durchs netz und du redest immer noch von mike shiva und nimmst mich nicht in deine sekten & hokuspokus ag auf?

    die moriamor könnte die pressesprecherin sein, sie würde sogar den herrn stamm niederschmettern, wagte er es, uns durch den kakao zu ziehen.

    es liegt eine goldene zeit vor dir, die engel sind auf deiner seite und die sterne stehen günstig- sogar der webmaster verkündet deine botschaften doppelt :-)

  47. Uncle Sam sagt:

    Ou sorry liebe ayscha selbstverständlich bist du als Mitarbeiterin herzlich willkommen! (Wie wärs z.B. mit Marketing?) Auch die Moria würd ich sofort einstellen und die/der Göttliche Wahrheit könnte Präsident des Fanclubs meiner Wenigkeit als Oberguru werden! (Einer muss den Schwachsinn ja glauben der meine Firma zum Besten geben wird.)

    Der Herr Stamm soll uns dann gefälligst schön in Ruhe lassen…
    Die Leute wollen Schwachsinn und für diesen Schwachsinn auch noch bezahlen?? Kein Problem, wir bieten Ihnen Schwachsinn! Das nennt sich Marktwirtschaft. Kein Mitleid habe ich mit Idioten die für so was freiwillig Geld ausgeben! (Das meine ich übrigens ernst. Das gleiche halte ich auch von Drogendealern und Drogenkonsumenten, solange die letztgenannten nicht selbstverschuldet da rein gekommen sind ist das für mich einfach der Markt.)

    Und deshalb: Lang lebe Angebot und Nachfrage und der Schreiber dieser Zeilen! Möge es noch lange Idioten auf der Welt geben die mich reich machen können!

  48. Hugo Stamm sagt:

    @Uncle Sam

    Die Kommentare gehen in Form von Mails manchmal an mehrere Adressaten bei uns. Da kann es passieren, dass ein Kommentar zweimal aufgeschaltet wird. Ausserdem scheinen verschiedene Kommentatoren Ihre Texte mehr als einmal abzuschicken, wenn sie nicht sofort im Blog erscheinen. Ich werde die doppelten Kommentare sofort rausnehmen.

  49. feelx sagt:

    Göttlicher Wahrheit

    Ihr erster Beitrag lässt sich wie folgt zusammenfassen:

    1.Gott ist erhabene Schönheit, ehrfurchtgebietende Macht und Grund allen Lebens.

    2.Wenn der Mensch nur sich selbst ist und nichts anderes, ist er erhabene Schönheit, ehrfurchtgebietende Macht und Grund allen Lebens.

    3. Also ist der Mensch, wenn er nur sich selbst ist, Gott.

    Nehmen wir einmal an, Ihre phantastische Schlussfolgerung stimmt. Was geschieht aber, wenn die eine „erhabene Schönheit, erfurchtgebietende Macht und Lebensstifterin“ auf eine andere „erhabene Schönheit, erfurchtgebietende Macht und Lebensstifterin“ trifft? – Dann kann es doch wohl nur so sein, dass entweder die eine oder die andere „erhabene Schönheit, erfurchtgebietende Macht und Lebensstifterin“ sein kann und die andere nicht. Was aber gemäss Ihrer Schlussfolgerung ausgeschlossen werden muss, da jeder Mensch, insofern er nur sich selbst ist, „erhabene Schönheit, erfurchtgebietende Macht und Lebensstifterin“ ist.

    Also muss dem einen Mensch durch den anderen Menschen eine Maske aufgesetzt werden, die ihn zu etwas macht, was er nicht selbst ist, nämlich zu einem Wesen mit erniedrigter Schönheit, ängstlicher Ohnmacht und nur einem bedingten Lebendigen. Insofern aber der andere Mensch auch dem einen Menschen eine Maske aufsetzen muss, da er doch auch „erhabene Schönheit, erfurchtgebietende Macht und Lebensstifter“ ist, müssen beide Menschen eine Maske tragen, und müssen beide sich als etwas zeigen, was sie selbst nicht sind.

    Da nun aber der Mensch, insofern er „erhabene Schönheit, erfurchtgebietende Macht und Lebensstifter“ ist, dem Anderen eine Maske aufzwingt und also die Menschen untereinander sich Masken aufzwingen, ist diese Maskerade allen Menschen abträglich, da sie sie nicht als „erhabene Schönheit, erfurchtgebietende Macht und Lebensstifterin“ erscheinen lassen sondern nur als erniedrigte Schönheit, ängstliche Ohnmacht und nur als einem bedingten Lebendigen.

    Also ist der Mensch, insofern er „erhabene Schönheit, erfurchtgebietende Macht und Lebensstifter“ ist, für den Anderen immer nur eine erniedrigte Schönheit, ängstliche Ohnmacht und nur ein bedingt Lebendiges.

    Wenn nun aber die Menschen, insofern sie „erhabene Schönheit, erfurchtgebietende Macht und Lebensstifter“ sind, den Menschen aufzwingen, hässlich, machtlos und bedingt zu existieren, können sie selbst nicht erhaben, allmächtig und lebensstiftend sein, da sie einander erniedrigen, verängstigen und abhängig machen.

    Daraus folgt, dass die Menschen, insofern sie sich selbst sind, nicht sich selbst sein können, was ein Widerspruch in sich ist, und dass ein solcher Widerspruch nur aufgelöst werden kann, wenn der Mensch in den Spiegel schaut und nur sich selbst sieht, aber keinen anderen, und von keinem anderen angeschaut wird. Dabei aber verkennt er, dass er sich selbst im Spiegel des Narzisten die Maske des Narzisten aufsetzt und endlich sich selbst in diesem Spiegel der Selbsterhöhung betrinkt und schliesslich elendiglich versäuft.

    Es ist also kein Wunder, wenn sie gegenüber anderen so abschätzig reagieren und meinen, sie seien „machtlos und in ihren Gedanken total blockiert“, sie hätten nur einen „niederen Geist“, dass sie anderen unterstellen, sie seien „eifersüchtig“ und „neidisch“ und dann den Ahnungslosen spielen, wenn man ihnen vorhält, Sie seien arrogant und beleidigend.

    Ich muss Ihnen vollkommen zustimmen, wenn Sie sagen, dass es „eine totale Anmassung sei, etwas von der göttlichen Wahrheit zu verstehen“. Erst recht, wenn man sie dann auch noch mit Narzissmus verwechselt, wie sie es getan haben.

    Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Genesung von diesem närrischen Wahn, dem sie sich hingegeben haben. Es besteht also noch Hoffnung für Sie. ICH wünsche Ihnen einen ernüchternden Aschermittwoch.

  50. eric sagt:

    Liebe Tagesanzeiger Leser

    =) ich muss schon sagen ich bin sehr enttäuscht von euch.

    der Herr Stamm wird ja sicherlich eure Beiträge lesen und sich zu Hause oder im büro über euren Streit oder sagen wir zwiespalt, mindestens schmunzeln.

    Aber auch an sie Herr Stamm, ganz so krass wie sie das beschrieben haben ist das ein minus punkt an sie. Sie als jemand der den Massen was wichtiges und kluges, wie auch einen gedanken anstoss geben kann, somit eigentlich in einer wichtigen sozialen Funktion.

    Ich habe ehrlich nur den artikel und einige Beiträge gelesen und muss sagen, ich bin auch der meinung dass ein besseres Zeitalter kommt im eoterischen wie auch im materiellen sinn.

    Soll heissen durch unsere Entwicklung merken wir vieleicht wie wichtig die Kinder, der Planet, das zusammen leben, die eigene Entwicklung und Handlung als grosse ganzes, einen Kreislauf zu sehen.

    jeder ist doch in seiner eigenen Welt und versucht sich einen sinn zu geben.

    Ob mit Sachen oder Gedanken,
    Wissen ist wahrscheinlichdasverbindende
    Wort.

    solange jeder an seiner meinung beharrt und nicht akzeptieren kann, dass man nunmal nicht von einem andern zum gegenteil, also resignieren muss, überzeugt werden will, da man ja sonst wie ein idiot dasteht.

    einfach an alle, ich hoffe ihr könnt euch friedlich einigen:

    wir haben nur eine zukunft: gemeinsam undmiteinander ohne den andern zu verurteilen wie er die welt mit seinen augen sieht.

    alles gute euch allen.

    eric~

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