Schweiz

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hugostamm am Montag den 24. Juli 2006

Des sexuellen Missbrauchs angeklagt

In der Schweiz arbeiten mehrere tausend Heiler. Und ebenso viele Wahrsager. Viele sind sich ihrer Verantwortung bewusst und arbeiten mit der nötigen Vorsicht und Zurückhaltung. Es gibt allerdings eine beträchtliche Anzahl, die sich überschätzt. Sie akzeptieren die Grenzen ihrer Kompetenz nicht und messen sich übersinnliche Fähigkeiten zu, die sie fast unfehlbar machen. Diese Selbstüberhöhung hat oft mit dem übersinnlichen Konzept oder der Heilslehre zu tun, an die sie glauben und an die sie sich auch bei ihrer Arbeit klammern.

Dabei gibt es mehrere vermeintlich unfehlbare Systeme. Die einen behaupten, einen „Röntgenblick“ zu haben und psychische und körperliche Defizite „sehen“ zu können. Und was sie entdecken, ist für sie eine unumstössliche Wahrheit. Andere erkennen Krankheiten und psychische Probleme angeblich in der Aura ihrer Klienten. Wieder andere erklären, sie würden von aufgestiegenen Meistern (Avataren) oder Geistwesen (teilweise Engeln) Durchsagen erhalten.

Da diese Wesen göttliche Instanzen sind, wäre es eine Todsünde, ihre Botschaften kritisch zu hinterfragen. Deshalb werden sie als die reine Wahrheit empfunden. Die Heiler und Wahrsager fragen sich deshalb auch nicht, ob die Bilder oder Durchsagen, die sie erhalten, Einbildungen oder Selbsttäuschungen sind.

Dieser Glaube an die diagnostische und therapeutische Unfehlbarkeit kann vor allem für Klienten mit schweren Krankheiten verhängnisvoll sein. Aber auch für solche, die unter traumatischen Prägungen, Depressionen und psychotischen Reaktionen leiden. Denn solche Krankheiten sind in der Regel nicht mit einem kurzen Ritual, mit Naturheilmitteln oder Handauflegen heilbar.

In ihrer Ohnmacht haben Heiler, Wahrsager und Esoteriker in den letzten Jahren ein verhängnisvolles Erklärungsmuster entwickelt. Wenn sie mit ihren Heilmethoden nicht weiterkommen und die Krankheitssymptome nicht abklingen, suchen sie eine „logische“ Erklärung für ihren „Misserfolg“. Dabei greifen viele zu einer Standardantwort: Ich sehe in deiner Vergangenheit einen sexuellen Missbrauch, den du verdrängt hast. Dein Vater hat sich an die vergangen, als du ein kleines Mädchen war. Dieses Trauma ist so schwerwiegend, dass ich es nicht auflösen kann.

Da auch diese „Erkenntnis“ angeblich von den Geistwesen bestätigt wird oder in der Aura erkannt worden ist, gilt die Diagnose als gesichert. Den Rest der Geschichte kann man erahnen. Die Klientin reagiert zuerst mit Erstaunen, dann taucht sie in die Vergangenheit ein, und plötzlich erkennt sie schwache Anzeichen, die auf einen Missbrauch hindeuten könnten. Jedes unerklärliche Verhalten des Vaters wird in diese Richtung interpretiert. Selbst Strafen und Schläge. („Der Vater wollte mich unterdrücken, damit ich das „Geheimnis“ nicht verrate.“)

Die Schilderungen werden immer plastischer und werden vom Heiler oder Wahrsager bestätigt. Und je mehr die Klientin die ihr zufliegenden Bilder Revue passieren lässt, desto plausibler erscheinen sie ihr. Kommt hinzu, dass sie bei den esoterischen Seminaren viele ähnliche Geschichten von spirituellen Sucherinnen gehört hat. (Es ist in esoterischen Kreisen schon fast verdächtig, wenn eine Frau keinen Missbrauch erlebt hat.) So verdichten sich „übersinnliche Wahrnehmungen“ und vage Erinnerungsfetzen rasch zur Realität. Das hat auch den Vorteil, dass das seelische Leiden plötzlich ein Gesicht bekommt: Jetzt wird mir endlich klar, weshalb ich so oft depressiv verstimmt bin. Der Grund des Leidens liegt nicht mehr bei ihr, sondern beim angeblich bösen Vater.

Die Frauen konfrontieren in der Regel ihren Vater und die Familie mit ihrer neuen Erkenntnis. Der Schock sitzt tief. Der Vater streitet kategorisch jede sexuelle Handlung ab. Nun wird die angeblich geschändete Tochter wütend und zeigt ihn bei der Polizei an. Es kommt zum Prozess. Seine Möglichkeiten der Verteidigung sind gering, entlastende Beweismittel kann er keine anführen. Die Karten der Klägerin sind besser. Sie hat zwar keine genauen Erinnerungen, aber das Opfer ist meist glaubwürdiger, weil zum vornherein klar ist, dass der Täter seine (vermeintliche) Tat abstreitet.

Ich habe viele solche Fälle miterlebt. Meistens hält die Mutter zum angeblichen Täter. Sie beteuert, sie hätte wohl mitbekommen, wenn sich der Vater an der Tochter vergriffen hätte. Ich kenne aber auch Fälle, bei denen sich die Mutter mit der Tochter solidarisierte. Das führt fast immer zur Scheidung. Oft halten die Schwestern zur angeblich Missbrauchten. In jedem Fall aber ist der familiäre Friede zerstört, oft bricht der Kontakt ab. Wohnen die Betroffenen in einem ländlichen Gebiet, lässt sich der „Skandal“ oft nicht unter dem Deckel halten. Der Ruf des Vaters und meist der ganzen Familie leidet massiv, die Mitglieder werden geächtet.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich verurteile sämtliche sexuellen Übergriffe aufs Schärfste. Ich bin mir auch bewusst, dass das Problem oft verharmlost wird und viele Übergriffe nicht geahndet werden. Ich engagiere mich auch in einer Organisation, die sexuell missbrauchten Kindern und Frauen hilft. Es ist aber auch ein Missbrauch, anhand von „spirituellen Eingaben“ Väter des Missbrauchs zu bezichtigen, zumal diese übersinnlichen „Erinnerungen“ nicht einmal vom angeblichen Opfer stammen, sondern von einer unbeteiligten Heilerin oder einem Wahrsager, der weder den Vater noch die familiären Verhältnisse kennt. Solche Missbrauchsdiagnosen zeugen von einer religiösen Verblendung, die verheerende Auswirkungen haben können.

66 Kommentare zu „Des sexuellen Missbrauchs angeklagt“

  1. Andreas sagt:

    @ Herrn Stamm

    Ich habe von solchen Dingen auch schon gehört. Auch, dass es, wie von Ihnen eben angedeutet, in Esoterikkreisen geradezu ‘en vogue’ ist, als Kind missbraucht worden zu sein. Kann man denn solch einen Esoterikguru wenigstens zur Rechenschaft ziehen?

    mit freundlichen Grüssen

    Andreas.

  2. Hugo Stamm sagt:

    @Andreas

    Ich mache leider ähnliche Feststellungen. Es scheint, als gehöre es in vielen esoterischen Kreisen zum guten Ton, dass “man” als Frau missbraucht worden ist. “Man” kann sich interessant machen und ist ein interessanter Fall. Ausserdem haben viele Heilerinnen und Wahrsager ein kommerzielles Interesse: Die Betreuung von sexuell Missbrauchten ist sehr aufwändig, es braucht viele Sitzungen. Entsprechend hoch wird die Honorarsumme.

    Hinzu kommt, dass die Betroffenen auf relativ einfache Weise karmische Belastungen abtragen und rasche Fortschritte bei der spirituellen Entwicklung erzielen können. Und je mehr Frauen von ihren angeblichen Übergriffen erzählen, umso “gewöhnlicher” werden Missbräuche. Ausserdem lässt sich so die Welt einfach in Gut und Böse einteilen: Die spirituellen Ignoranten, die von der übersinnlichen Realität keine Ahnung haben (Täter) und die heile Welt der Wissenden auf der anderen Seite.

  3. Sam sagt:

    Ich selbst habe noch nie bewusst eine Begegnung mit einem Geistwesen/Engel gehabt – obwohl ich mir durchaus vorstellen kann, das sie existieren.

    Ich frage mich aber, weshalb – angenommen es gibt sie – die Infos, die gewisse Leute scheinbar von ihnen erhalten als Wahrheit angenommen werden. Gerade in einer Zeit, in der es uns allen bewusst ist, dass man einem Menschen oft nicht trauen kann – wie kommt man darauf, völlig ohne kritisches Hinterfragen einem Geistwesen den Glauben zu schenken? Vielleicht weil sie lächeln? :-)

  4. Franz Karl sagt:

    Sehr geehrter Herr Stamm

    Seit jahren lese ich Ihre Beiträge mit grossem Interesse, und ich bedanke mich dafür auch, so ich hier die Gelegenheit habe. Schliesslich ist ja im Verlaufe der Jahre meine ganze Existenz der Esoterik meiner Frau zum Opfer gefallen. Das ist auch der Grund, weshalb ich hier nicht mit dem richtigen Namen angegeben werden will; ich möchte endlich meine Ruhe finden.

    Ich gebe Ihnen in allen Teilen recht, und in persönlicher Hinsicht möchte ich unterstreichen, wie elend doch die Justiz mit diesen Fragen umgeht. Der Mann ist als Angeschuldigter stets ein Täter, was übrigens auch in anderen Bereichen gilt, so bei der Gewalt in der Ehe.

    Aber ich möchte zum Thema selbst doch etwas sagen: Nämlich, dass die ganze Sicht etwas zu eng ausgefallen ist. Ich kann das ja verstehen, da Sie sich mit Esoterik befassen.

    Nur, ich kenne hier einen Fall, der hatte nichts mit Esoterik, sondern mit einer psycholischen Beratung zu tun. Und ich kenne einen anderen, der auch in psychlogischer Beratung entstanden ist. Und hier hat selbst die Freundin einen unglaublich unheilvollen Einfluss ausgeübt.

    Sie wie ich sagen deutlich, dass der Missbrauch zu verdammen ist. Aber nicht nur die Esoterik kann Männer unschuldig ruinieren, sondern auch sog. Psychologen und Freundinnen. DAS ist mir glücklicherweise erspart geglieben, aber hat mir immerhin eine tolle Freundschaft gekostet.

  5. pecunia helveticorum sagt:

    Herr Stamm,

    Ich bin ja eigentlich nicht überrascht vom Inhalt ihres neusten Blogs. Sie haben wieder einmal ein pikantes Detail aufgezeigt, das gerne vergessen geht.

    Darf ich Sie dazu einladen, uns interessierten Lesern aufzuzeigen, wie man einer Frau einredet, dass Sie sexuell misbraucht wurde und nicht nur nicht mehr daran denken will sondern tatsächlich nicht mehr weiss, was passiert ist?

    Da ich ein Mensch bin, der manchmal Bodenkontakt hat, kann ich das nicht ohne Ihre Hilfe nachvollziehen.

    freundliche Grüsse
    P.H.

  6. w. rohrbach sagt:

    Liebe Pecunia, das ist manchmal eine Interpretationssache. Es gibt Frauen, die behaupten, sie seien nur durch Blicke sexuell missbraucht worden. Es kommt ganz darauf an, wie eine Frau auf sexuelle Missbräuche abgefahren ist. Es gibt Frauen, die denken sehr schnell an einen Missbrauch. Dort hat ein Mann an Mädchen angesprochen, der wollte es sicher in sein Auto zehren. Ein Mann hat einer Frau sehr vertrauensvoll die Hand umgelegt, für die Frau war es eine konkrete Aufforderung zu einem sexuellen Übergriff!

    Ich will nicht behaupten, mir seien die Männer durchsichtig. Ich meine jedoch, vielen Männern geschieht mit solchen Anschuldigungen Unrecht. Ich möchte aber wirklich davon absehen, dass in diesen Fällen, wo tatsächlich ein sexueller Übergriff erfolgt, es sich um ein schandvolles Tun handelt.

    Ich bin auch schon einmal abends auf dem Heimweg gewesen. Vor mir ging eine Frau im Abstand von ca 20 – 30 m. Zufällig hatten wir den gleichen Weg. Auf einmal fing sie an auszurastern und rief mir zu, ich solle sie ja nicht verfolgen (Verfolgungswahn!). Ich dachte zuerst nichts dabei, aber sie wurde immer heftiger. Mir blieb nichts anderes übrig, als in eine andere Strasse einzubiegen.

    Vor allem wichtig ist, wenn einer Frau ein Missbrauch nur Ansatzweise einmal passiert ist, dann ist sie vollends sensibilisiert darauf. Irgendwann wird sie dann immer eine Vermutung oder einen Verdacht im Hinterkopf haben. Das führt dann natürlich zu einer neurotischen Störung, die dann therapiert werden muss.

    Ich meine, auch für den Therapeuten ist es heikel, bei einer Frau auf sexuellen Missbrauch einzugehen. Ich glaube, da sind die Fachleute vorsichtig.
    Aber meist kommen Frauen mit Beziehungsproblemen zum Therapeuten und wollen diese auch angehört haben. Zu empfehlen ist natürlich, solche Fragen mit einer Fachfrau zu besprechen.

    Jedenfalls scheint mir, die Frau ist bezüglich Sexualität weitaus neurotischer als der Mann.
    Primär zielt aber eine Kontaktnahme zu einer Frau nicht gleich auf das Erotische ab. Es könnte ja mitspielen, aber es funktioniert nur, wenn beide Seiten dabei sind.
    Aber ganz ehrlich gesagt, kennt mich eine Frau nicht, sie wird immer die Option freihalten, es könnte um eine erotische Anspielung gehen, selbst wenn die allerkleinsten Banalitäten im Gespräch sind.

    Ich glaube, man kann es nicht bestreiten, die Dunkelziffer des sexuellen Missbrauchs innerhalb der Familie muss ziemlich gross sein. Der Vater wird vertraulich mit seiner Tochter, die Tochter wird zur Frau und ist sich ihrer weiblichen Reize bewusst. Ich möchte nicht sagen, ein Mann sei deswegen eher anfällig.

  7. Hugo Stamm sagt:

    @pecunia

    Seit Freud wissen wir, dass wir Menschen die Fähigkeit haben, traumatische Erlebnisse – vor allem wenn sie in der Kindheit passiert sind – erfolgreich zu verdrängen. Das ist unter anderem ein Schutzmechanismus, weil die Opfer die Belastung der schmerzlichen Erkenntnis kaum ertragen würden. Oder weil die Täter ihnen Schuldgefühle einimpfen. Opferstellen kennen unzählige Fälle, bei denen die Opfer die Erinnerungen “auslöschen”. Oft lassen sie die Erinnerungen erst wieder im geschützten Rahmen einer Therapie zu. An Details erinnern sich diesen Frauen oft nicht, doch an die groben Umstände sehr wohl.

    Esoterisch interessierte Frauen kennen das Phänomen des Verdrängens und Vergessenes sehr wohl und wissen, dass niemand von ihnen präzise Kindheitserinnerungen erwartet. Ausserdem anerkennen Sie die Heiler und Wahrasager als unfehlbare Autoritätspersonen. Sie glauben und vertrauen diesen “Sehern” mehr als ihren Erinnerungen und Wahrnehmungen. Zudem sind sie von der Meditation her gewohnt, innere Bilder aufzunehmen und als wahr zu empfinden. Durch die permanente und wiederholte Vergegenwärtigung der Missbrauchsschilderung des Heilers entsteht eine Autosuggestion: Die Erinnerungsbilder werden von der vagen Wahrnehmung zur “Realität”. So kann man sich selbst einen sexueller Missbrauch eingereden. Zumal die Frauen an Workshops, Seminaren und in Büchern schon viele solcher Geschichten gehört und gelesen haben. Typisch dabei: Die vermeintlichen Übergriffe ereigneten sich fast immer in der Kindheit. Der Grund ist einfach: Bei späteren Ereignissen (in der Pubertät oder in der Adoleszenz) würden sich die Opfer selbstverständlich erinnern. Also siedeln die Heilerinnen oder Wahrsager den Übergriff in der Kindheit an.

    Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, wiederhole ich: Ich bin überzeugt, dass leider sehr viele Übergriffe von Vätern, Brüdern, Verwandten oder Bekannten auf kleine Mädchen passieren. Die Dunkelziffer ist leider hoch, weil viele Missbräuche unterdrückt werden, weil sonst die Familienehre leiden oder die Beziehung der Eltern auseinanderbrechen würde.

  8. Andreas sagt:

    @ W. Rohrbach

    Ja, das habe ich auch schon gehört, dass Frauen allein durch einen Blick ‘missbraucht’ wurden. Ich persönlich denke, das kommt von der im Übermass praktizierten Emanzipation der späten Achtziger Jahre, wo jede Frau durch ihre Arbeitskollegen, durch ihren Chef, und ganz besonders durch ihren Ehemann missbraucht wurde (ich erinnere mich an jene Schlussfolgerung: Jeder Mann sei ein potenzieller Vergewaltiger).

    Nebenbei: Ich habe kein Problem mit der Emanzipation als solches (Gleicher Lohn für gleiche Arbeit). Aber damals nahm das schon fast wahnhafte Züge an.

    @ Herr Stamm

    Ich nehme an, dass durch das einsuggerieren eines früheren Missbrauchs sich die Frau in eine Opferrolle setzen kann (und Opfer haben immer Recht, und brauchen für ihr Tun keine Rechenschaft abzulegen). Aber wie sieht das juristisch aus? Kann man so einen Guru nicht wegen “Anstiftung zur Verleumdung” o.ä. (bin kein Jurist) vor den Kadi zerren?

    freundliche Grüsse,

    Andreas.

  9. Andreas sagt:

    @ Franz Karl

    Ihre Geschichte hat mich nachdenklich gestimmt. Ist Ihre Frau denn wenigstens aufgewacht? Wenn ja, was war der Auslöser? Sie brauche nicht zu antworten, wenn Sie nicht möchten.

    freundliche Grüsse

    Andreas.

  10. Monique sagt:

    Sehr geehrter Herr Stamm
    Ich lese seit Jahren den Tagi und ihre Artikel. Manchmal scheint mir, Sie sehen nur die negativen Seiten der sog. Esoterik. Die Menschen, welche fantastische Therapeuten sind, preisen sich nicht an. Meist ist es Mund zu Mund Propaganda. Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht. Mir haben diese Menschen viel mehr als die Ärzte geholfen (Diagnose einfach an den Kopf geworfen) – aber eines ist wichtig: kritisch muss frau bleiben. Dies ist vielen Menschen aberzogen worden und so gehen sie irgendwelchen Gurus nach ohne je etwas zu hinterfragen. Die grösste Sekte ist übrigens die kath. Kirche. Ich habe dort Sachen gehört als Kind, die unter Gehirnwäsche gehen.
    Persönlich gehe ich meinen spirituellen Weg und erzähle davon nur meinen Freunden, niemals würde ich nach Aussen gehen.(kein Sekten-Mitglied, Austritt aus der kath. Kirche mit 20)

  11. Andreas sagt:

    @ Monique

    Ja, ich nehme mal an, Herr Stamm schreibt “nur” von den negativen Seiten der Esoterik, weil für die positiven Seiten die Gurus schon selber genug Werbung machen.

    Andreas.

  12. Sehr geehrter Herr Stamm
    Liebe Leserinnen und Leser

    Es ist so üblich geworden, dass man die nackte Wahrheit hinterfragt und wenn sie einem nicht gefällt, mit negativen Attributen belegt. Die klar und deutlich aufklärenden Beiträge von Herrn Stamm sind äusserts positiv zu bewerten, da sie negative Aspekte beim Namen nennen und keine Hintertürchen offen lassen. Herr Stamm wertet nicht, er beleidigt nicht, er ist nie persönlich, er redet nur von Fakten. Dass dies den selbsternannten Schamanen, Gurus, Seminarpäpsten, Sektierern, NLP-Trainern, Psychologen und anderen blinden Fanatikern nicht gefällt, liegt auf der Hand. Der Schaden der von diesen Leuten an der Seele und Gesundheit ihrer Opfer angerichtet wird ist grausam und hat leider in der Gesellschaft einen Schneeballeffekt.
    Deshalb bitte weiter so Herr Stamm. Es gibt noch viele Themen die belegt werden können. Z.B. Angsmanagement > Machtmissbrauch > Gewaltanwendung.

    Mit besten Grüssen und Wünschen
    Ihr
    Dr. Walter E. Strahm

  13. Daniel A. sagt:

    Sehr geehrter Herr Stamm

    Ihr Artikel ist frustrierend. Ich spreche ihm nicht die faktische Korrektheit ab, in Bezug auf die Rolle gewisser Heiler und Wahrsager (dazu fehlt mir jegliche Kompetenz und Erfahrung), aber muss einer Gesellschaft, die Pädophilie ohnehin tabuisiert und marginalisiert, nur Korrektheitshalber weitere Argumente geliefert werden, um wegzuschauen und Betroffene als neurotisch oder hysterisch zu bezeichnen.
    Sie sprechen bedauernd von der grossen Dunkelziffer an Übergriffen (in Fachkreisen sind die konservativen Schätzungen ca. 20-30%, also jede 5. bis 3. Frau). Zu jedem Opfer gehört auch ein Täter. Wie gross ist also die Anzahl der Täter? Herzlichen Dank, dass Sie diese, in der Verweigerung ihren Missbrauch wahrzunehmen, unterstützen.
    Disqualifizierend ist die Art und Weise wie Sie die Täterkonfrontation schildern. Von der Schweizer Gerichtspraxis und der aktuellen Gesetzteslage scheinen sie wenig bis keine Ahnung zu haben. Die Mittäterrolle der Mutter ignorieren Sie. Ihr Szenario über den zerstörten Frieden, den Skandal, das Leiden der Familie und die Ächtung ist eine implizite Drohung an alle Opfer und deckt sich mit den typischen Argumenten der Täter. Ihr Artikel ist Wasser auf die Mühlen der Täter. Wollten Sie dies wirklich?

  14. Claudia sagt:

    Wie alles im Leben, kann man auch dies erklären. Ich versuche es aus meiner Sicht: Das Wort Emanzipation der Frauen wurde erwähnt. Die Frauen haben sich in den letzten Jahren selbstbewusst und mutig bemerkbar macht. Eine Entwicklung ist geschehen. Jede Entwicklung ist dynamisch und braucht demzufolge eine Gegenbewegung. Dass nun viele Frauen ihre dunklen Seiten, wie zum Beispiel die Trauer, der Zorn über einen sexuellen Missbrauch anschauen müssen, gehört zu dieser Entwicklung, verhilft eben zur Dynamik. Die Frau ist im Kräftevergleich körperlich schwächer als der Mann. Und da der grösste Anteil der Menschen bereits schon mehrmals gelebt hat, also schon mehrere Leben gelebt hat, ist die Chance gross, dass in irgend einem Leben ein Missbrauch geschah. Nun, heute ist eine heftige Zeit und viele Frauen werden herausgefordert und müssen, wie Herr Stamm dies oben erzählt hat, einen Missbrauch der Vergangenheit anschauen. (…)

    Ich behaupte, es gab (und gibt) viele Zweckehen. Man hat geheiratet oder man blieb zusammen, weil es praktisch war, wegen dem Hof, wegen den Kindern, u.s.w. Der Sex war auch eine Pflichtübung und kam wenn überhaupt sehr selten vor. Viele Eheleute hatten Kinder, auch Töchter, die immer wie hübscher wurden und weiblichere Formen annahmen. Wenn ein Ehemann seine Frau nicht mehr liebt, sehr selten Sex hat und den ganzen Tag mit einer Tochter teilt, kann es gut sein, dass dieser Mann über Sex nachdenkt und projeziert seine Gedanken auf die Tochter ohne diese im geringsten anzurühren. Falls die Tochter im einen früheren Leben missbraucht worden vor, kann dies bei ihr die Erinnerung daran wecken.

    Falls es wirklich zu diesem Punkt kommt, dass man innerhalb einer Familie einen Missbrauch “bearbeiten” muss, würde ich es persönlich schön finden, wenn man einander verzeihen kann und sich so annehmen kann, wie man eben ist und nicht in Ablehnung flüchtet oder vor Gericht geht und alles nur noch komplizierter macht. Und Mut hat, sich mit sich selber zu konfrontieren, auch wenn es schwierig ist und Änderungen anstehen.

  15. Andreas sagt:

    @ Claudia

    Aha, und weil jemand in seinem “früheren Leben” missbraucht worden ist, darf jetzt der Vater (der ja nur in diesem Leben der Vater ist) für die Taten eines früheren Vaters büssen? Und in solch einem Fall soll man einander ‘verzeihen’? Also der Vater kommt zur Tochter und sagt: Ich bitte Dich um Verzeihung, dass Du vor 387 Jahren missbraucht wurdest?

    Was für ne krude Vorstellung.

    Ja, die Frauen sind dank der Emanzipation stärker und selbstbewusster geworden. Aber mehr Rechte heisst automatisch auch mehr Pflichten und damit mehr Verantwortung. Und das schliesst ein, nicht jeden Müll zu glauben, der aufgetischt wird.

    Andreas

  16. Claudia sagt:

    Mein letzter Beitrag ist nicht das repräsentative Beispiel für das moderne, fortschrittliche Denken der Frauen. ABER! Gerade weil wir Frauen anders als die Männer denken und anders unsere Fähigkeiten einsetzen, sind wir auf dem Vormarsch. Würden die Frauen genauso so weiterfahren wie es die Männer gemacht haben oder gerne hätten, wäre dies eine Paradoxie zur Evolutionsentwicklung.

    Meinen letzten Beitrag habe ich geschrieben, um den Fall zu erklären, dass eine Frau sich missbraucht fühlt, die Angehörigen dies nicht aber nachvollziehen können. In diesem erwähnten Fall würde nicht der Vater um Verzeihung bitten, sondern die Tochter würde von sich aus dem Vater verzeihen.

  17. Andreas sagt:

    @ Claudia

    Und da wir schon vom Thema Wiedergeburt reden: Wie viele Frauen rennen in diesem Moment durchs Leben und behaupten allen Ernstes, sie seien in ihrem frühen Leben Kleopatra gewesen? Das ist rein rechnerisch nicht möglich, es sei denn, Kleopatra hat an multipler Persönlichkeit gelitten und alle ihre Persönlichkeiten leben jetzt eigenständig.

    Andreas.

  18. Immanuel sagt:

    Liebe Claudia,

    Ich finde es auch unwahrscheinlich schön und nervenberuhigend, wenn wir einfach alles vergessen, was jemals passiert ist, da wir ja alle schon tausendmal gelebt haben (oder nur dreimal) und ich Ihnen ja vielleicht vor 8544 Jahren dies schon mal gesagt haben dürfte: Menschen wie Sie machen Menschen wie mir nicht bloss Kopfweh, sondern eigentlich auch Angst.

    PS: Wenn es mir zu heiss wird bei den gegenwärtigen Temperaturen, erinnere ich mich einfach daran, wie es war, als ich noch am Polarkreis lebte (damals, in meiner zwölften Reinkarnation) und schon wird mir kühl. Praktisch, nicht?

  19. Peter Pimpel sagt:

    @ Claudia

    Wie genau denken denn Frauen anders als Männer? Denken denn Schwarze auch anders als Weisse? Oder Thurgauer anders als Aargauer? Wann setzt denn dieses “andere Denken” genau ein (bei der Befruchtung oder erst nach der Geburt oder mit der ersten Periode vielleicht?)? Wie denken eigentlich Transsexuelle? Und Homosexuelle, denken die auch wie ihre jeweiligen GeschlechtergenossInnen?

  20. Claudia sagt:

    @Andreas
    Keine Ahnung, warum so viele Frauen glauben, dass sie einmal Kleopatra waren. Dafür würde es sicher aber auch eine Erklärung geben.

    Ich persönlich habe bereits andere Leben gelebt. Das weiss ich. Wichtig ist, das Leben jetzt, im Jetzt.

  21. Eine Frau sagt:

    Claudias Kommentare sind so absurd, dass man (frau) darüber nur lachen kann.

  22. Markus Sulzberger sagt:

    Hallo

    Grundsätzlich:
    Esoterik hat absolut nichts damit zu tun, Menschen irgendetwas zu sugerieren und schon gar keinen Kindsmissbrauch. Das Gegenteil ist der Fall.

    Esoterik hat damit zu tun die Menschen zu wecken und aus ihrem Dämmerschlaf und aus der Verblendung zu führen.

    Ein Mensch der im Namen der Esoterik Menschen sugeriert sie seien Missbraucht worden haben mit Esoterik etwa soviel zu tun wie ein Inquisitor mit Christus, nämlich nichts!

    Genauso verhält es sich auch mit Religion.

    Ein Priester der im Namen des Triebes Jungen und Mädchen verführt und Missbraucht hat so ziemlich nichts mit Christus gemeinsam.

    Esoterik befasst sich mit der Schrittweisen Ent-täuschung, führt hin zu Nüchternheit und wenn der Mensch bis zu diesem Punkt durchgehalten hat, zum schrittweisen Neuaufbau seines Willens und Bewusstseins.

    Und das meint Jesus mit ‘folget mir nach’. Er sagt nicht: ‘plappert mir nach’.

    Da diese Prozesse ins Unbekannte führen, sind da am Wegrand natürlich einige wegelagernde Fremden(ver)führer was schlussendlich jedoch auch zum Prozess gehört.

    Jeder der diese Umwandlung an sich selbst vollzieht, entlarvt gnadenlos jeden Scharlatan am Wegesrand, wobei lange nicht alle Scharlatane sind die dafür an den Pranger gestellt werden und lange nicht jeder der nicht am Pranger steht ist kein Scharlatan. Selbstverständlich verhält es sich gleich in der weiblichen Schreibweise.

  23. Ergosum sagt:

    @Claudia
    Da hast du ja ein starkes Stück geliefert. Jetzt musst du uns nurnoch offenbaren, ob das auch wirklich so gemeint war.

  24. Andreas sagt:

    @ Claudia

    Also die Tochter soll dem Vater verzeihen, dass er sie früher mal (im früheren Leben) missbraucht hat?

    Andreas.

  25. pecunia helveticorum sagt:

    Liebstes, bestes Claudia-Herzchen,

    Hattest du in einem früheren Leben einen Schäferhund?

    Bitte vergiss nicht: Frauen dürfen sich verschleiern. Wer aber auffällt, ohne sich gegen seine Auffälligkeit zu wehren, ist selber schuld.

    Und wenn du willst, dass man dich nicht anschaut, geh halt mit Birkenstöcken, behaarten Achseln, haarigen Beinen, ohne Schminke, mit Damenbart und Übergewicht auf die Strasse. Dann erinnern dich die Blicke der Männer nicht mehr an die Inkarnation als Vergewaltigungsopfer vor 375 Jahren. Dafür schauen dich die Männer mitleidig an und dir kommt wieder in den Sinn, dass du vor 583 Jahren als Hofnarr versagt hast.

    Sollte ich bei dir einen agressiven Eindruck hinterlassen, bitte ich dich inständigst um Verzeihung. Ich glaube, vor 389 Jahren und vor 567 Jahren wurde ich als Folterknecht(-in) reinkarniert. Und vor 1000 Jahren war ich Papst.

    mit herzallerliebsten Grüssen
    Pecunia Helveticorum

    P.S.
    Wenn dein schlimmstes Problem darin besteht, dass du in einem früheren Leben vergew* wurdest, finde ich das wunderschön. Denn andere Frauen haben ernsthafte Probleme und erleben echte sexuelle Gewalt.

  26. ergosum sagt:

    @Pecunia
    Jetzt kommt Pecunia endlich aus sich heraus.

  27. Hugo Stamm sagt:

    @Daniel A.

    Ich muss Ihnen energisch widersprechen. Sie unterstellen mir Aussagen, die ich nicht gemacht habe.

    Ich deklariere sehr genau, dass es sich um ein sehr spezifisches Problem handelt, das ausschliesslich im Umfeld von Heilern und Wahrsagern zu beobachten ist. Es ist mir schleierhaft, wie Sie eine Verbindung zur Pädophilie herstellen können. Kein Pädophiler wird sich herausreden können mit Argumenten, die er in meinem Blog-Beitrag gefunden hat.
    Auch falsche Anschuldigungen sind ein Missbrauch. Darüber muss diskutiert werden können. Das gehört zur Aufklärung, vor allem wenn der Vorwurf des angeblichen sexuellen Übergriffs einen heilstheoretischen Hintergrund hat.

    Ich spreche nicht bedauernd von der Dunkelziffer, sondern ich bedaure, dass es so viele Übergriffe gibt, die nicht aufgedeckt werden. Und ich stelle als Tatsache fest, dass oft das familiäre Umfeld mithilft, Übergriffe nicht anzuzeigen. Aus Angst, der Vater komme ins Gefängnis, und die materielle Existenz sei gefährdet. Das ist kein Vorwurf an die Familienmitglieder, sondern eine Tatsache, die jede Opferstelle bestätigen kann. (Oder darf man aus “taktischen Gründen” nicht sachlich darüber berichten? Dann sind wir auf dem besten Weg, neue Missbrauchsmöglichkeiten zu öffnen.)

    Ich unterstütze die Täter in keiner Weise. Kein wirklicher Sexualtäter wird sich vor Gericht herausreden können, die Anschuldigung stamme von einem Heiler. Das lässt sich überprüfen.

  28. Claudia sagt:

    @eine Frau
    Cheers. Lachen ist gesund.

    @Immanuel
    Nicht vergessen, sondern anschauen, annehmen und verzeihen.

    @Peter Pimpel
    Es gibt ja sehr viel Sachliteratur, wie die Frauen anders als die Männer, die Männer anders als die Frauen denken sollen. Darüber will ich mich nicht äussern. Aus meiner Sicht benützen die Frauen z. B. mehr ihre Feinfühligkeit oder ihre Medialität als die Männer, weil sie eben offener für diese Themen sind, als die Männer. Ich nehme z. B. an, es glauben viel mehr Frauen an die Wiedergeburt als die Männer.

    @Ergosum
    Was denn? Dass sich ein Missbrauch aus einem früheren Leben im heutigen Leben so bemerkbar machen kann? Ich habe erwähnt, das ist meine Sichtweise. Und die ist nach meiner begrenzten Erfahrung und Kenntnissen nicht empirisch nachgewiesen. Sprich, es könnte so sein. Ich finde es einfach schwierig, wenn einer Frau nicht geglaubt wird, die einen Missbrauch geltend machen will. Auch finde ich es aber schwierig, wenn eine Klientin in einer Abhängigkeitsbeziehung mit Ihrem Therapeutin ist. So oder so. Mann sollte einander Aufmerksamkeit geben und diese Fälle lösen.

    @Andreas
    Verzeihen, ja. Ob es jetzt der Vater war oder der Onkel, im heutigen oder in einem anderen Leben… (…)

    @pecunia helveticorum
    Hein? Wer auffällt, ohne sich gegen die Auffälligkeit zu wehren, ist selber schuld? Hallo, hallo. Warum sollte man sich gegen Auffälligkeit wehren müssen? Wie man mit seinem Auffallen umgeht, ist jedermans und jederfraus eigener Angelegenheit! Übrigens habe ich Unterstellungen gar nicht gern. Wenn du aber eine eigene Meinung hättest, würde ich dazu gerne Stellung nehmen. Und my sweety, ich geniesse es eine Frau zu sein.

  29. Andreas sagt:

    @ Claudia

    Na, wenn die Frauen so anders (=besser) denken und handeln würden, dann wäre ja Maos Frau Chef eines Kinderhilfswerks geworden und nicht der Kopf der Viererbande, wo ihr aggressives, kaltes Auftreten und menschenverachtendes Handeln seinesgleichen suchte. Dann hätte Imelda Marcos sich lieber um die Armen gekümmert statt sich in ihrer Gier tausend paar Schuhe zu kaufen. Klar sind das Extrembeispiele. Aber mir schmeckt die Aussage “Frau = besser als Mann” nicht.

    Andreas.

  30. Warnerin sagt:

    Es ist gut Herr Stamm, dass Sie darauf zu sprechen (schreiben) kommen.
    Eine überfeurige Charismatikerin schenkte mir mal ein Buch wo es um sexulellen Missbrauch durch Väter ging. Als ich sie fragte, was das zu bedeuten habe( mein Vater hat sich nie an mir vergriffen)meinte sie, von Gott gesagt bekommen zu haben, ich sei von meinem Vater missbraucht worden.
    Wir wissen aus eigener Erfahrung ,dass solche Äusserungen in charismatischen Freikirchen schon fast alltäglich sind.
    Was muss wohl noch alles geschehen bis einige Überfromme und auch andere Heiler,Proheten und Pastoren merken,welchen Schaden sie anrichten?
    Ohne mit der Wimper zu zucken spalten sie Familien.
    Es grüsst ein Ehemaliges Mitglied der pfingstcharismatischen Freikirche BewegungPlus

  31. Atheist@Claudia sagt:

    “”"viel Sachliteratur, wie die Frauen anders als die Männer, die Männer anders als die Frauen denken”"”

    Richtig: SACHLITERATUR! Dabei handelt es sich um das Gegenteil dessen, was Du dafür hältst und noch schlimmer: Dich davon überzeugen liessest und es propagierst. Danken kann man Dir dafür, dass Du den Mut hast hier auszubreiten, was in Deinem Oberstübchen also so kreucht und fleucht, zum kreuchen und fleuchen gebracht worden ist!
    Das hat mit Emanzipation etwa soviel zu tun wie der selbstgewählte Rückfall und Rückzug in dunkelsten Aberglauben.

    Die “eine Frau” hat insofern unrecht, als dass es nicht zum Lachen ist, sondern hochgradig tragisch!

    Du kannst einem nur leid tun. Aber noch mehr tun mir all die Frauen leid, die reale Opfer von sexueller Gewalt geworden sind und die Du mit Deinen abstrusen Theorien und “Wahrheiten” auf’s Übelste verhöhnst.

  32. Ergosum sagt:

    @Claudia
    Was ist denn der Beweggrund zu deiner Haltung gegenüber der Wiedergeburt? Glaubst du auch daran, dass dieser Zyklus für dich z.B. eine geistige Weiterentwicklung mit sich bringt? Weil das wäre noch positiv.

    Wenn aber nach dir immer nur das schlechte durch die Wiedergeburt müsste verarbeitet werden, dann kannst du irgendwann hunderte von Vergewaltigungen und Missbräuchen verarbeiten. Und das, ja das wäre dann doch eine äusserst destruktive Haltung dir gegenüber. Das führt im Endeffekt zu Wahnvorstellungen und Schizophrenie.

    Ich denke du solltest diesen Gedanken einfach mal weiterdenken, und nicht bei irgendetwas stehenbleiben. Dann wirst du nämlich sehen, dass es wenig Sinn macht, dir sowas von einem vergangenen Leben anzuhängen. Vorausgesetzt natürlich, dieser Glaube wäre schon eine Tatsache, was er aber nicht sein kann, weil halt nur ein Glaube. Denn sonst würdest du ja von Erkenntnis reden. Und die gibt es hier nicht.

  33. Claudia sagt:

    @Andreas
    Ich habe nie gesagt, die Frauen denken besser oder seien besser als Männer.

    @Atheist
    Ich habe keine Sachliteratur über die Unterschiede von Mann und Frau gelesen. Einmal habe ich ein solches Buch ausgeliehen, aber ich habe nur ein paar Seiten gelesen. Ein Kapitel vom Buch von Eckhart Tolle “Jetzt!” hat mich zu den hier geschriebenen Gedanken über Frauenentwicklung inspiriert. Und jede Frau hat ein Teil Männlichkeit in sich und jeder Mann hat ein Teil Weiblichkeit in sich. Also eine Frau kann manchmal ziemlich männlich reagieren und ein Mann ziemlich weiblich.
    Verschone mich bitte mit deinem Mitleid. Ich habe hier niemanden verhöhnt, sondern provozierende Gedanken geschrieben. Es ist befreiender zu verzeihen, als in der Wut, im Zorn, in der Depression zu bleiben. Dass dies einfach ist, habe ich nicht gesagt.

  34. Claudia sagt:

    @Ergosum
    Bitte keine Unterstellungen! Ich habe nicht gesagt, dass nur das Schlechte bei der Reinkarnation verarbeitet werden muss. Wenn das so wäre, würde die Menschheit wahrscheinlich ausrotten. Ich habe eine klare Erkenntnis über das Thema Reinkarnation, welche ich hier in diesem Blog nur mit einem kurzen Satz erläutern möchte: Das Leben ist ein Geschenk.

  35. ein mann sagt:

    claudia:
    “ich glaube an wiedergeburt und karma”
    maenner, frauen, christen und atheisten:
    “alles sche**se! du spinnst wohl! armes naivchen..!

    claudia:
    “..emanzipation..”
    andreas:
    “FRAUEN SIND NICHT BESSER ALS MAENNER!!”

    @claudia
    ..ziemlich heftig eingestiegen aber OK ;-)

    @ -
    ich verzicht darauf, eine replik auf gesagtes zu verfassen. aber… maenner und christen seid ehrlich – wir leben nicht wirklich in einer welt der gleichen rechte, oder? und auch nicht in einer welt authentischer werte. von wegen wasser und wein..
    ..ersparen wir der welt und diesem blog doch endlich die endlose polemik, es waere einfach die ehrliche variante..

  36. Franz Karl sagt:

    @ andreas

    zu deiner frage: nein, sie ist bis heute nicht aufgewacht. was der auslöser war? ich weiss es so genau auch nicht, mir wurde einfach eines tages erklärt, dass sie sich künftig mit esoterik beschäftigen möchte, was ich nicht ablehnte. ich wusste allerdings damals noch nicht, dass es sich dabei um eine sekte handeln würde, bei der mit jedem neuen tempelgrad mehr loslösung vom patner und mehr rechenschaft gegenüber der sekte verlangt würde, schliesslich bis hin zur gesprächsverweigerung, hinwendung zur sekte, und kampf gegen den eigenen partner. darum bin ich herrn stamm auch so dankbar, dass er immer wieder auf diese gefahren hinweist.

    @ all, insbesondere an Daniel A.

    es gäbe vieles zu sagen, zu all den ausführungen hier. und Daniel A. habe ich irgenwie nicht verstanden, was er meint, wenn er sagt, andere hätten von der gerichtspraxis keine ahnung. und da ich ja solche geschichten anziehe wie die mücken, mag ich in aller kürze folgende geschichte erzählen:

    es ist heute der 26. Juli 2006, und heute hat irgendwo in italien ein prozess stattgefunden. es ging dabei um einen 19-jährigen, nunmehr blinden jungen, der den gerichtssaal mit blindenstock betreten hat. der staat österreich hat gestützt auf EU-abkommen die auslieferung eines italienischen staatsbürgers verlangt, und der prozess darüber dauert nun schon zweieinhalb jahre. dummerweise hatte der junge in österreich in verschiedenen bildenheimen kontakt mit einer ebenfalls jungen frau, und sie hatten auch regelmässige sexuelle beziehungen. bis die junge frau eines tages ihrer tante davon erzählte, und behauptete, sie sei vergewaltigt worden. worauf die tante strafanzeige eingereicht hat, mit der wirkung, dass nun ein unglaubliches zwischenstaatliches verfahren auf kosten des jungen und seiner familie entstanden ist. über seine verhaftung wurde in allein regionalen und überregionalen zeitungen berichtet. auf grund einer anschuldigung einer jungen frau, die natürlich gegenüber ihrer tante und dann auch gegenüber den gerichten nicht mehr eingestehen konnte, dass sie alles wollte.

    rechtswirklichkeit ist, dass internationale abkommen, die eigentlich der internationalen verbrechensbekämpfung dienen sollten, zur entführung blinder junger männer in andere staaten missbraucht werden. rechtswirklichkeit ist, dass die behauptung einer jungen frau, sie sei missbraucht worden, mehr gilt als jedes rechtsstaatliche verfahren. rechtswirklichkeit ist, dass der objektive blick der justiz auf normale sachverhalte des zwischenmenschlichen lebens völlig abhanden gekommen ist.

    DAS IST DIE RECHTSWIRKLICHKEIT, DANIEL A. leider hätte ich solche beispiele auch für die schweiz. und mit inkraftreten von schengen/düblin würde ich im EU-raum schon keine frau mehr anfassen. wenn ich mir vorstelle, dass irgendwann gestützt darauf ein internationales hafbtbefehl eintrifft aus polen zum beispiel (auch die auslieferung eines schweizers dahin ist ja nicht restlos geklärt).

    natürlich hat diese geschichte mit esoterik nun nichts mehr zu tun. aber sehr wohl auch mit missbrauch im allgemeinen. und mit missbrauch in ihren verschiedenen formem befasse ich mich nun schon länger.

  37. Balz Winteler sagt:

    Klar, sexueller Missbrauch ist nicht akzeptabel und ist eine üble Sache.Tatsächlich, es scheint aber Mode zu sein, den Vater für alles und jenes, was nicht gut geht, verantwortlich zu machen. Klar, dass dann irgendwann auch sexueller Missbrauch auftaucht. Wenn man den echten und selbsternannten Experten in dieser Sache und den angeblich repräsentativen Umfragen glauben will, dann müssten eigentlich alle Väter “Missbraucher” sein. Das kann ja wohl nicht sein…………

  38. Ergosum sagt:

    @Claudia
    Ich habe mir schon gedacht, dass du keine genauen Vorstellungen von deinem Glauben hast. Danke aber trotzdem für die Antwort.

  39. Franz Karl sagt:

    @ balz winteler

    ja, der sexuelle missbrauch ist wirklich übel. der sexuelle missbrauch der tochter ist aber längst zur scheidungswaffe verkommen. in der hitze, wie sie zur zeit herrscht, lag ich am morgen tatsächlich mal nackt im schlafzimmer, und meine tochter hat mich gesehen…

    ich möche nun aber darüber nicht mehr schreiben. das (fast) ganze spektrum des tatsächlichen und vermeintlichen sexuellen missbrachs in allen formen und erscheinungen kenne ich.

    in allen meinem büchern, die ich gelesen habe, stand ausserdem: einmal missbraucht, immer missbraucht. aktiv oder passiv .

    und damit werde ich für immer schweigen. wie anfangs gesagt, ich mag ruhe finden

  40. Claudia sagt:

    @Ergosum
    Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob du mit deiner letzten Bemerkung pecunia helveticorum wirklich imponierst.

    @Franz Karl
    Mir ist auch ein Mann bekannt, gegen den zwei junge Girlies sexuellen Missbrauch geltend machen wollten. Für diesen Mann hätte ich die Hand ins Feuer gelegt, dass er keine sexuellen Absichten mit diesen Mädchen hatte. Ein anderer ehemaliger Arbeitskollege hat den Arm um meine Schulter gelegt und sich nachträglich wirklich ernsthaft vergewissert, ob ich mich jetzt sexuell belästigt fühle. Körperkontakt ist ein Grundbedürfnis des Menschen…
    Mit dem “einmal missbraucht, immer missbraucht” bin ich ganz und gar nicht einverstanden. Ich erwähne wieder und diesmal zum letzten Mal hier in diesem Blog: Verzeihen.

    “Verzeihen ist der Radiergummi, der die schmerzhafte Vergangenheit auslöscht.”

  41. Pep sagt:

    @Claudia

    wäre ev. Dein vorgeschlagener Radiergummi nicht angebrachter für Deine Reinkarnationsfantasien? Solange Du Dich dabei glücklich fühlst und nicht Deine Mitmenschen damit belästigst – darfst Du wohl in dieser Welt verweilen – viel Vergnügen!

    Nun, verzeihen, auch schön und nett – aus meiner Warte: Fehler kann man Verzeihen, gewisse Handlungen nicht… Es gibt etliche Menschen, die damit rechnen, das verziehen wird, und das hat fatale Folgen!

  42. Franz Karl sagt:

    @Claudia

    genau, körperkontakt ist ein grundbedürfnis des menschen, genau wie der sexuelle kontakt. aber beides ist mittlerweile zu einer zeitbombe verkommen. das gleiche wie du wollte ich u.a. auch ausdrücken.

    “einmal missbraucht, immer missbraucht”? ich kann natürlich deine meinung akzeptieren, kein problem. aber lese u.a. mal:

    “die unsichtbare wunde”
    von wayne kritsberg, erschienen bei bastei-lübbe unter isbn: 3-404-66374-8
    erhältlich bei orell füssli in zürich. neben anderen büchern zum thema liegt oder lag es da auf.

  43. Käptn Blaubart sagt:

    Das eindrücklichste Beispiel von sexuellem Missbrauch schildert Lea Laasner in ihrem Buch “Allein gegen die Seelenfänger”. Geradezu schrecklich offen schildert sie ihre Erlebnisse darin. Als 13-jähriges Mädchen wurde sie die Geliebte eines 25 Jahre älteren Mannes. Sie wurde von ihm entjumpfert und ihr wurde beigebracht, es handle sich hier um die bedeutendste geistige und spirituelle Erfahrung, ein entscheidender Schritt in ihrem Reifeprozess sei vollzogen worden.
    Ich meine, es braucht wirklich sehr viel Mut, die allerintimsten Dingen zu erzählen. Jahrelang ist Lea Laasner sozusagen missbraucht worden, immer öfter und perverser. Ihrem “erleuchteter Meister” genügten offenbar die normale spirituelle Sexualität nicht mehr, er verlangte nach sadistisch-masochistischer Befriedigung, und das mit einem minderjährigen Mädchen.

    Ich kann mir vorstellen, dass Lea Laasner für immer von diesen Erlebnissen geprägt sein wird und darunter zu leiden (Depressionen vor allem). Sie wird wohl erst etwas zur Ruhe finden, wenn sie sieht, wie das Gericht diesen Schandtäter verurteilt.

    Man müsste sich jetzt vorstellen, Lea hätte diese Geschichte für sich behalten. Ein riesiger Kloss wäre in ihrem Halse stecken geblieben. Mit der Zeit wäre sie wohl total neurotisch geworden und kein Mann hätte sie verstanden. In der Regel meint ein Mann sogar noch, das sei doch nicht so schlimm und man solle das einfach so schnell wie möglich vergessen.
    Noch schlimmer ist eigentlich, ihre eigenen Eltern haben sie von diesen Übergriffen nicht geschützt. Sie selber glaubten auch noch, es handle sich hier um höchste spirituelle Handlungen. Man stelle sich vor, ein 13-jähriges Mädchen, das ansonsten normal mit Gleichaltigen aufwächst und reift, wird von einer Erwachsenenwelt sozusagen als Lustobjekt missbraucht. Schrecklicheres kann es wohl nicht geben. Solche schreckliche Dinge passieren eigentlich nur in der Unterwelt der völlig irrgeleiteten Männern um erotische Lustbefriedigungen!

  44. Werner Strolz sagt:

    Interessanter Blogg!
    gleicht mittlerweile mehr einer “Hexenjagd” und die Männer nützen die einmalige Gelegenheit der Opferrolle…

  45. Tommy sagt:

    Alles schon mal dagewesen, Stammchen. Gehen die Themen aus?

  46. Ergosum sagt:

    Skurrile Haltungen ziehen an. Claudia, erzähl uns mehr. Was ist sonst noch passiert?

  47. nostradamus sagt:

    Ich finde, wir sollten Claudia ernst nehmen. Wer kann schon stichhaltig beweisen, dass es kein früheres Leben gab!? Ich habe schon selber wahre Geschichten über frühere Lebenserscheinungen gehört. Wissenschaftler sind mit einer Frau, die sich an frühere Lebensphase erinnern konnte, an Ort und Stelle hingegangen, um zu überprüfen, ob es tatsächlich auch stimme. Das was ihnen die Frau in Trance gesagt hat, die Beschreibungen der Umgebung zB, dies fanden sie tatsächlich vor. Diese Frau konnte sich erinnern, dass sie einmal ein Burgfräulein war. Dann war sie wieder eine ganz einfach Magd. Gar schreckliches ist ihr in diesen Leben passiert, das sich so ungewollt aufgedrängt hat. Jedenfalls kann eine Rückführung eine therapeutische Wirkung haben. In einem klärenden Gespräch muss dann geklärt werden, wie es auf die jetzige Situation gedeutet werden kann. Unter Umständen bedeutet es eine Befreiung von Wahnzuständen.
    Jedenfalls würde ich dies nicht a priori als Humbuck abtun. Natürlich, diese Wissenschaft steckt noch in den Babyschuhen, aber bald einmal wird sie in Fachkreisen breite Zustimmung finden.

  48. nk sagt:

    täusch ich mich oder wurde dieser beitrag von herrn stamm nicht schon einmal irgendwo veröffentlicht?

  49. Ergosum sagt:

    @Nostradamus
    Was ist denn an dieser Geschichte wissenschaftlich, ausser dass man beweisen kann, dass die Frau dies wirklich gesagt hat?

  50. nostradamus sagt:

    Wissenschaftlich ist, dass die Frau Strassen und Häuser beschrieben hat, genauestens beschrieben, dass dies dann an Ort und Stelle überpürft und dabei festgestellt wurde, dass diese Beschreibungen exakt übereinstimmen, obwohl die besagte Frau nie an diesem Ort in der Gegenwart gewesen ist. Sogar in der Überprüfung der Ahnengeschichte stimmten die Details überein.
    Das Medium stellt dem in Trance verweilenden Menschen die Fragen, dieser hat nie je vorher Kenntnis der besagten Fragen gehabt und hätte sich auch nicht vorbereiten können. Die Ermittlungen geschahen völlig isoliert.

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