Schweiz


hugostamm am Montag den 12. Juni 2006

“Wahrheit” über Scientology

Ich wollte eigentlich nicht auf Scientology eingehen. Doch die Beschönigungen und die hartnäckige Diskussion im Blog animieren mich nun doch, ein paar Informationen zu liefern.

Ich halte mich dabei streng an Zitate. Somit wird mir niemand vorwerfen können, falsche Informationen zu verbreiten, wie die Scientologen seit 30 Jahren behaupten. Und wie dies auch hier im Blog wieder kolportiert wird.

Zur Expansion und zum Machtanspruch ein Zitat von Scientology-Gründer Hubbard: „Wenn jetzt jeder Scientologe in jedem Monat eine neue Person hereinbringen und sie auf dem Weg zur Freiheit starten lassen würde, und wenn dann jede neue Person dasselbe macht, würde das in zwölf Monaten auf VIER MILLIARDEN SCIENTOLOGEN kommen.“ (Soll mich niemand für die sprachlichen Fehler behaften.)

Oder: „Die Welt hat optimistisch gesehen noch fünf Jahre übrig, pessimistisch gesehen noch zwei. Danach gibt’s einen Knall oder vielleicht nur noch Gewimsel. Eine Handvoll von uns arbeiten sich halb zu Tode, um es zu schaffen. (Anmerkung: Gemeint ist, die Welt vor dem Untergang zu retten.) … Die einzige winzige Chance, die dieser Planet hat, lastet auf ein paar schmalen Schultern – überarbeitet, unterbezahlt und bekämpft – die Scientologen.“

Ein bis zu den höchsten Stufen ausgebildeter Scientologe glaubt, unsterblich zu werden, also ein „operierender Thetan“: Das ist laut Definition von Hubbard „ein Wesen, das Ursache über Denken, Leben, Materie, Energie, Raum und Zeit ist“. Ein solcher Thetan (scientologische Seele) kann also sogar Leben erschaffen.

Weiter: „Niemand kann zur Hälfte innerhalb und zur Hälfte ausserhalb der Scientology sein.“ Ein Engagement muss also total sein. Im gleichen Text schreibt Hubbard: „Wenn wir fehlschlagen, ist es aus. Es ist nicht nur eine Frage des Getötetwerdens. Es ist eine Frage, ein Leben nach dem andern getötet und getötet und getötet zu werden. … Wir sind die Elite des Planeten Erde.“

Und in einem andern Pamphlet bezeichnet er seine Getreuen als die Elite des obersten Zehntels der Bevölkerung.

Weiter: „Die gesamte qualvolle Zukunft dieses Planeten für die nächsten endlosen Billionen Jahre hängt davon ab, was Sie hier und jetzt mit und in der Scientology tun.“

Viele Scientologen lassen sich als Auditoren – eine Art Therapeut – ausbilden. Hubbard zur Ausbildung: „Die richtige Ausbildungseinstellung ist: Du bist hier, also bist Du ein Scientologe. Jetzt werden wir Dich zu einem fachmännischen Auditor machen, was auch immer geschieht. Wir haben Dich lieber tot als unfähig.“

Und: „Die Scientology ist heute die wichtigste Bewegung auf der Erde. … In der Scientology geht die Sonne niemals unter.“

Im Ehrenkodex der Scientologen heisst es unter Punkt 12: „Fürchte nie, einen anderen zu verletzen in einer Sache, die gerecht ist.“

Kurse auf den OT-Stufen kosten bis zu 1000 Franken pro Stunde.

Es gibt Spendenkategorien, die bis hinauf zu einer Million Dollar gehen. Bereits haben mehrere Schweizer diese Maximalspende geleistet.

Mitarbeiter der Scientology-Eliteeinheit Sea-Org. unterschreiben einen Mitarbeiter-Vertrag über eine Milliarde Jahre.

93 Kommentare zu „“Wahrheit” über Scientology“

  1. studi

    “Mitarbeiter der Scientology-Eliteeinheit Sea-Org. unterschreiben einen Mitarbeiter-Vertrag über eine Milliarde Jahre.”

    blöde frage: verstösst eine solche, ganz offensichtlich lebenslängliche bindung nicht ganz offensichtlich gegen geltendes recht in der schweiz (or) und wahrscheinlich den meisten anderen demokratischen ländern? ein solcher vertrag wäre also per defintion ungültig.

    da fragt man sich doch, wieso eine solche organisation nicht in die gesetzlichen schranken gewiesen wird.

    ich empfinde religiöse freiheit als einen wichtigen bestandteil der menschenrechte und für unabdingbar für die menschenwürde. wo aber eine religion rechtliche formen im sinne einer organisation einnimmt, muss sie meines erachtens streng auf die einhaltung gesetzlicher bestimmungen hin kontrolliert werden.

    vielleicht ist das ein blödes beispiel, aber wer sich piercen lassen will, muss aus gesetzlichen gründen eine einwilligung unterzeichnen, die aussagt, dass er oder sie darauf aufmerksam gemacht wurde, dass piercing gesetzlich als körperverletzung gilt sowie dass man über die möglichen nebenwirkungen und komplikationen aufmerksam gemacht wurde. da fragt man sich, wieso dass bei praktiken wie auditing, welche ganz offensichtlich in richtung autoritative trance gehen, nicht vergleichbare gesetzliche bestimmungen greifen.

    mfg
    studi

  2. Rosenstengel

    Zitat: Die gesamte qualvolle Zukunft dieses Planeten für die nächsten BILLONEN von Jahren……..

    Wer die Astro-Physik ein bisschen versteht, weiss, dass in ca. 50 Mio. Jahren auf der Erde die Lichter ausgehen. Denn dann wird unsere Sonne zu einem “Roten Riesen” und es wird auf der Erde so heiss, dass alles Leben stirbt.

    Wenn also jemand an den Schwachsinn glaubt, was dieser Hubbard da von sich gibt, dann muss er schon einen gewaltigen Sprung in der Schüssel haben.

  3. Werner

    Also eigentlich wollte ich hier nun wieder dem Parsifal das Wort erteilen, oder ihn zumindest bitten, uns endlich den Fragekatalog zu beantworten.

    Aber es kommt ja keine Antwort. Und deshalb bin ich stinkfrech und gebe jetzt mal einfach meine Meinung dazu, ohne Rücksicht, und so, wie ich es sehe.

    Wir haben das alles schon gehabt, die Rotgardisten, die Maoisten, die Stalinisten, die Nationalsozialisten, und vermutlich hunderte von anderen menschlichen Strömungen in der Geschichte etc., etc., etc.
    Alle, ausnahmslos alle haben sie eigentlich immer nur das Gute gewollt. Sie haben aber dabei ein Sendungsbewusstsein entwickelt, welches schlussendlich immer Millionen von Menschen in einen qualvollen und bestialischen Tod getrieben hat.

    Allen Scientologen möchte ich einmal ans Herz legen, dass vermutlich jeder einzelne Mensch auf dieser Welt für alle nur das Gute möchte. Aber keiner, wirklich keiner, ist so dumm und verwegen anzunehmen, dass es hierfür einer Elite benötigt. Und diese Elite soll dann auch noch die einzige sein, welche darüber bestimmen kann, was für den Rest der Menschheit gut ist.

    Auch bei Parsifal erkenne ich genau diese Elemente. Er ist eigentlich das Musterbeispiel dafür, wie der Mensch aus Angst und Unsicherheit sich immerdar einen Sonderstatus einreden will, um nicht vor sich selbst das Gesicht zu verlieren, oder um nicht einsehen zu müssen, dass er eigentlich genau wie die anderen auch ist, ein einfacher, normaler, aber auch sehr liebenswerter Menschen, der es wert ist geboren worden zu sein.

    Und ich möchte auch gleich darlegen, wie man diesen Extremisten Paroli bieten kann. Das nun, denke ich, ist nur möglich, wenn man bereits den kleinen Kindern zeigt, dass man sehr vorsichtig sein muss, wenn man mit dem Feuer spielt, denn man kann sich die Finger daran verbrennen.

    Ich möchte nochmals das Beispiel einer ‘Scientology-Welt’ anführen. Man stelle sich eine Welt voller Scientologen vor. Dann würden immernoch die gleichen Hierachien bestehen, und unabhängig davon würde sich eine Elite bilden, welch alle anderen in Grund und Boden stampft, nur um sich einen Nimbus zu geben. Es spielt also gar keine Rolle, welche Lehre vermittelt wird. Schlussendlich ist es eine Philosophie der Zerstörung, der Ungleichheit, der Diskriminierung, des Wahnsinnes, und schlussendlich auch des Todes.

    @ Parsifal

    Parsifal, ich wünsche mir für dich, dass du die Früchte deiner Taten und Haltungen dereinst wirst ernten müssen.

    Ich habe gehofft, dass du uns auf unsere Fragen antworten würdest, damit du deine irrige Haltung ein wenig einsehen würdest. Aber du scheinst derart in der Mühle der Scientology zu sein, dass es tatsächlich keine Hoffnung mehr gibt. Wenn der Wille einmal eingenommen oder gebrochen ist, und einem so ‘schöne Dinge’, wie sie Hubby immer verspricht, scheinbar greifbar nahe sind, solange wird ein Hubby-Mitglied niemals davon wegkommen auf seinem Irrpfad herumzutrampeln.

    @ alle
    Es gibt kein einziges Mittel, um solche Leute jemals zu Verstand zu bringen. Worte nützen hier absolut gar nichts. Alledies ist nur bestätigung dafür, wie gefährlich diese geistigen Hirnkrankheiten in Tat und Wahrheit sind. Sie sind teilweise ansteckend, das wäre noch nicht so ein Problem, aber wenn sie einen befallen haben, dann sind sie so gut wie unheilbar.

    @ Parsifal und andere Hubbies
    Ihr habt immernoch die Chance und Möglichkeit, eine neutrale und faire Diskussion zu starten. Bei uns werde ihr auf offen Ohren stossen, wenn es um eure Ideen geht. Aber Nachplappern könnt ihr von uns nicht erwarten. Wir werden nach allgemein gängigen, menschlich-moralischen Massstäben werten und dabei Gerechtigkeit walten lassen. Also, los geht’s, ihr seid nun an der Reihe. Dieser Blog wurde gerade eben für euch als Platform freigeschalten.

  4. Werner

    Ich will noch die Behauptung aufstellen, dass die grossen, krankhaften Irrlehren der letzten hundert Jahre, unter welche auch die Scientology fällt, oder noch fallen wird, so wir nicht aufpassen, pro Jahr durchschnittlich mehrere Millionen Leute umgebracht haben.

    Somit sind solche Formen der geistigen Absurdität lethaler als alle Krankheiten auf dieser Welt. (Ganz zu schweigen vom Leid, welche es selbst Leuten zufügt, welche nicht daran sterben.)

    Nebstdem verstossen alle Leitsätze der Scientologen nicht nur gegen die Würde des Menschen, sondern auch gegen jegliche gesellschaftliche Verfassung, und zwar weltweit.

    Auf den Teil, welcher als Glaubenssätze feilgehalten wird, gehe ich gar nicht mehr ein, weil der ist einfach zu absurd. Ausser ein Vertreter der Scientologen würde hier mal wirklich Stellung nehmen wollen. Gemäss Angaben der Scientologen müssen dort draussen doch ungefähr 8 Millionen von ihnen sein. Wo sind die denn alle nur???? Oder ist das wie bei meinen Meerschweinchen, welche nur aus dem Bau kommen, wenn es etwas zu futtern gibt?

  5. aah, herr stamm..
    jetzt versteh ich wenigstens, weshalb sich die erde in den unterentwickelten gebieten rasant überbevölkert, während in den entwickelten immer weniger kinder zur welt gebracht werden.
    die leben-erschaffenden thetanen haben wohl in GEOGRAFIE bisschen zu wenig aufgepasst..
    ist das überhaupt teil der hubbard’schen ausbildung?? das würd’ mich interessieren.

    (-;

  6. studi

    zitat rosenstengel:

    “Wenn also jemand an den Schwachsinn glaubt, was dieser Hubbard da von sich gibt, dann muss er schon einen gewaltigen Sprung in der Schüssel haben.”

    kann ich nur unterschreiben. die echte härte ist doch, dass die dann auch noch von forschung sprechen. :-)

    mfg
    studi

  7. Rosenstengel

    @Werner, Blog-Chef, Terminator oder wie auch immer man Sie nennen mag.

    Sie sind ein hoffnungsloser Schwätzer. Warum geben Sie sich nicht endlich einen Ruck und machen irgend etwas Brauchbares aus Ihrem total verpfuschten Lebenslauf?????

  8. pecunia helveticorum

    @Studi
    Was du suchst ist unter anderem Art. 27 ZGB. Schutz der Persönlichkeit vor übermässiger Bindung. Mit einem Vertrag über eine Dauer von mehr als 10 Jahren kommst du normalerweise nicht durch.

  9. Werner

    @ Rosenstengel

    Du hast ein Rückgrat, das muss man dir lassen. Du bist bestimmt gefeit vor vereinnahmenden Tendenzen. Du bist mir echt sympatisch. Ich liebe dich, Rosenstengel.

  10. pecunia helveticorum

    “Sag nein zu Drogen. Sag ja zum Leben.” Klingt ja eigentlich, so grundsätzlich, wenn man vom Kontext absieht, als Lebenseinstellung verstanden, unnuanciert, theoretisch gesehen, unabhängig von der angestrebten, praktischen Umsetzung, unter Vorbehalt der Hintergadanken nicht direkt so schlecht, wie man darüber redet.

    (Was die Scientology an ihren Ständen nicht auf die grossen Transparente drucken lassen: Sag ja zu Scientology.)

    Seit ich zum ersten Mal so einen Stand gesehen habe, muss ich wieder sagen: Sag ja zu Drogen, wenn Scientology die Alternative ist.

  11. studi

    @pecunia:

    “Was du suchst ist unter anderem Art. 27 ZGB. Schutz der Persönlichkeit vor übermässiger Bindung. Mit einem Vertrag über eine Dauer von mehr als 10 Jahren kommst du normalerweise nicht durch.”

    merci, genau das hatte ich gesucht, jedoch eher im or vermutet. im sinne von schtutz der persönlichkeit leuchtet es aber im zgb ein. bist wohl vom fach?

    was das mit dem “sag ja zu drogen, wenn scientology die alternative ist” angeht, kann ich dies trotz erfahrungen mit drogensüchtigen nur unterstützen… die sind sich im gegensatz zu den hubbie-jüngern wenigsten ihrer probleme bewusst.

    mfg
    studi

  12. Parsifal

    Nun also gut! Das war ja zu erwarten. Ich möchte einmal kurz zu den Zitaten von Hugo eingehen, so gut ich es kann. In einem weiteren Kommentar bringe ich dann auch Zitate.
    Scientologen wissen z.B – ohne dass es Hubbard sagt – dass sie ein unsterbliche Seele s i n d mit unbegrenzten Fähigkeiten und man kann auch Ursache über Materie, Energie, Raum und Zeit werden.
    Ich hatte noch nie, auch nicht bevor ich Scientologe war, die Idee oder den Wunsch zur Elite des Planeten zu gehören.
    Vielleicht hat das L.Ron Hubbard im Vergleich zum Journalisten-Stand gemeint?
    Ich denke schon, dass wir Scientologen angesichts des Zustandes unseres Planeten eine wichtige Aufgabe haben, denn, schau dich mal um!!!!
    Scientology ist unbezahlbar – nicht unzahlbar.
    Wer etwas gutes unterstützen will und eine Million zum spenden hat, soll es doch tun.
    Die Zeit-Angabe für den Sea-Org-Vertrag handelt es sich um eine symbolische Zahl und sie verstösst gegen nichts.

  13. Joe

    Interessant, wie ein paar zusammenhangslose Zitate die “Wahrheit” ueber eine Religion die in Millionen von Worten und tausenden von Vortragsstunden erlaeutert wird.
    Da muss ich ja annehmen dass der DaVinci Code die “Wahrheit” des Christentums und der katholischen Kirche darlegt.
    Wohl kaum, in beiden Faellen.

  14. pecunia helveticorum

    Lieber Parsifal,

    du wirfst ein paar interessante Fragen auf, wie wir das ja bereits von dir kennen.

    SIEBENUNDZWANZIG: wenn du weisst, dass du eine unsterbliche Seele bist, und nicht einfach hast, und dass diese Seele tatsächlich unsterblich ist, wie willst du mir das beweisen?

    ACHTUNDZWANZIG: Warum meinst du, es wäre möglich, dass Scientologen besser sind als Journalisten?

    NEUNUNDZWANZIG: Was sollte ich schlimmes entdecken an unserem Planeten, wenn ich mich umschaue? Was will Scientology dagegen jeweils für konkrete Massnahmen ergreifen?

    DREISSIG: Wie viel Geld hast du bisher für Scientology ausgegeben?

    EINUNDDREISSIG: Was ist der Zweck davon, juristisch unhaltbare Symbole in einen Vertrag einfliessen zu lassen? Warum hat das für dich einen Sinn?

    @Joe
    ZWEIUNDDREISSIG: Kannst du die Zitate in einen Zusammenhang bringen, die diese Zitate besser dastehen lassen? Wenn ja, dann beweise es.

    (Für EINS bis SECHSUNDZWANZIG siehe Blog “Fanatismus”)

  15. w. rohrbach
    2006-06-13 08:29:52

    Der Ron Hubbard hat sich so praktisch aus dem Nichts emporgearbeitet. Ein begabte Schreiber mit Science-Fiction-Romanen, später ein begabter Redner, lose Studien auf verschiedenen Gebieten, dann der hohe Bekanntsheitsgrad in der Bevölkerung. Irgendwie haben die Menschen an dem Manne den Narren gefressen, ihn wohl auch sehr verehrt, mittlerweilen hat er äusserst gut verdient und konnte sich dann wohl gewaltige Vortragshonorare einstreichen. Eigentlich eine wahre Erfolgsleiter. Dann kamen die Organisatoren um Ron Hubbard, es entwickelte sich die sogenannte “Scientologie”, so Studierte und Halbstudierte haben das wohl weiterentwickelt und dabei einen riesigen Markt für ihre Produkte gefunden. So stelle ich mir das etwa vor nach einigen Seiten über Ron Hubbard. Und dann geschah wohl das Geheimnisvolle, es konnte sich eine riesige Bewegung mit diesem Gedankengut entwickeln.
    Wie gesagt, Ron Hubbard und die Scientologen sind nicht mein Interessengebiet. Ich lernte diesen Mann erst jetzt im Blog kennen. Meine Grundschule bezog ich bei den grossen Denker des Abendlandes.
    Wenn man ein bisschen Ahnung hat von Philosophie und Religion, dann haut eigentlich Ron Hubbard einen nicht um. Man kann seine Aussagen relativieren und richtig einordnen. Es ist klar, er äusserst sich oder wird geäussert mit extremen Aussagen. Dieses Extreme macht natürlich Eindruck. Ron Hubbard hat wahrscheinlich in der Rednerqualität auch seine Vorbilder gehabt, die zu jeder Menge zur Verfügung standen.

    Wenn man einem Kinde sagt, schau doch den schönen Nachthimmel mit den Tausend Sternen, dann schaut es begeistert hoch und freut sich darüber. Aber wenn man dem Kinde sagt, es gibt Billionen von Milliarden solche Sterne, dann schaut es nur noch ungläubig und rollt mit den Augen. Dabei kann sich der Mensch von solchen Zahlen gar keine richtigen Vorstellungen machen. Das ist wohl eine Ebene, auf der man noch rasch ausgleiten kann.

    Ich meinerseits meine, wenn ich dann einmal etwas in der Dianetik geblättert habe, besser in gewisse Details zu kommen. Ich weiss natürlich nicht, ob ich all die Aussagen richtig werten und bewerten kann, weil ich gar kein Wissenschaftler oder Philosoph bin.

  16. dave

    Ich stelle nun mal die Gretchenfrage: Wir reden hier ständig nur über Extremfälle. Man könnte daraus schliessen, dass es nichts gibt als die reine Materie, nichts als das, was wir sehen, nichts als das, was die Wissenschaft als wahr bezeichnet. Mir scheint, gewissen Leuten hier ist es am wohlsten bei dem Gedanken: Nach dem Tod ist nichts. Die sind richtig scharf auf die «totale Auslöschung». Warum eigentlich? Ist doch schliesslich ihr Leben. Hat denn niemand ein überzeugendes Konzept für die Dinge danach? Schliesslich hat die Wissenschaft auch Konzepte und sie basiert meistens auf Annahmen, bevor Tatbestände bewiesen werden können. Ihr, die ihr am liebsten ins Nichts sterben wollt, beantwortet mir folgende Frage: Was tut ihr, wenn ihr kurz nach eurem Tod immer noch bewusst seid? Die Chance, dass es so kommt, steht immerhin 50:50. Was tut ihr dann, so ganz ohne Konzept für danach?

  17. dave

    @joe:
    stimmt! nehmen wir statt dianetik den begriff psychoanalyse, würden die engramme coex-systeme nennen und den erfinder des programms nennen wir statt l. ron hubbard einfach stanislav grof: die leute würden alles glauben, auch wenn es daselbe meint. so geschehen. ich halte mich bei allem an folgenden grundsatz: was mir nützt nehme ich, was mir schadet, lass ich.

  18. Hoi pecunia! Du überforderst mich! Du kannst auch nicht erwarten, dass ich Dir die Enzykopledia Britannica hier auf diesem Bloc erkläre, oder?

  19. Tschuldigung! Heisst natürlich Enzyklopedia! Habe nicht mein volles geistiges Potenzial genutzt! Haha!

  20. Thomas Allmendinger

    Tipp, um der Scientology zu entgehen:

    Wenn man auf der Strasse angesprochen und gefragt wird, ob man einige Fragen beantworten möchte, und wenn die erste Frage dann lautet:

    Sind Sie der Meinung, die heutige Welt sei völlig in Ordnung?

    Dann braucht man bloss zu antworten: Ja!

    Und schon ist der Faden gerissen…

  21. w. rohrbach

    Im Prinzip ist es ja interessant, das Nahtoderlebnis zu haben bzw das “Leben nach dem Tode”, um dann berichten zu können, was man alles gesehen und erlebt hat. Der Interviewer kann es einfach zur Kenntnis nehmen und mal annehmen, es hat sich tatsächlich zugetragen.
    Wenn man ein Buch mit Zeugnissen nach dem Tode liest, ziehen sich gewisse Aussagen wie ein roter Faden durch. Zumindest überall kommt das lange schwarze Tunnel, und dann am Schluss der grelle Sonnenschein! Aber eben, was sind das für Fakts!?

    Nach dem Tode soll ja das Hirn nicht sogleich tot sein, es funktioniert weiter, die Abläufe gehen weiter. Beim toten Tier sehen wir, wie die Beine noch strampeln, wie es Laute vor sich gibt. Der Mensch schwatzt vielleicht auch noch ein bisschen, bis dann endgültig die Hirnfunktionen ausgeschaltet sind. Diese Phase unmittelbar nach dem Tod ist das weite Feld der Spekulationen. Und da die Hirnforschung gemäss Aussagen der Wissenschaftler noch in den allerkleinsten Babyschuhen steckt, bleibt vorderhand weiterhin einfach die Annahme und der gute Glauben, dass das Leben nach dem Tode weiter geht.

  22. Menschenkind

    “Fürchte nie, einen anderen zu verletzen in einer Sache, die gerecht(sic!)ist.”

    Der Satz erklärt alles!

  23. pecunia helveticorum

    @dave
    DREIUNDDREISSIG: Es braucht kein Konzept. Genau wie in der richtigen Welt kommt es so, wie es dann halt eben kommt. Und das ist meistens gut. Die Wissenschaft basiert nicht auf Annahmen. Die Wissenschaft stellt Hypothesen auf und bekräftigt diese oder verwirft sie. Aber ohne Beweis würde ein Wissenschaftler NIE von Erkenntnissen sprechen. Warum bist du so dreist, der Wissenschaft Unwissenschaftlichkeit vorzuwerfen?

    VIERUNDDREISSIG: Wo und wie sagt Stanislav Grof dasselbe wie Rony Hufflepuff? Nenne konkrete Beispiele.

    @Parsifal
    FUENFUNDDREISSIG: Wieso setzt du diese lächerlichen 35 Fragen mit den hunderttausenden von Einträgen in einer Enzyklopädie gleich?

    SECHSUNDDDREISSIG: Wenn man andere verletzen darf in einer Sache, die gerecht ist, wer bestimmt dann darüber, was gerecht ist?

    SIEBENUNDDREISSIG: Warum fängst du nicht endlich bei der ersten Frage mit den Antworten an? Hast du Angst? Oder gibt es noch einen anderen Grund? Wenn ja, welchen?

  24. Morgentau

    zum Beweis der Unsterblichkeit des Wesens: Vor 1000 Jahren konnte noch niemand beweisen, dass die Erde rund ist und um die Sonne kreist – trotzdem war es schon damals wahr.
    Das Schöne an Scientology ist, dass man nichts glauben muss! Jemand, der ehrlich um ein Verstehen bemüht ist und nicht einfach nachplappert, was vorgekaut wird, kauft sich am besten ein Buch (das geht über fast jede Buchhandlung), liest es mit einer objektiven Einstellung und probiert aus, was da drin steht und schaut, was rauskommt. Es ist wirklich ziemlich einfach.
    Dann kann man auch die Zitate von Hugo im Zusammenhang lesen und sehen, dass sie so eine etwas andere Aussage haben.

  25. dave

    @pecunia:
    danke pecunia. die wissenschaft ist also selbst im höchsten masse hypothetisch, genau wie die religionen auch.
    grof sagt nicht in jedem fall dasselbe wie l. ron hubbard. aber was es zum thema engramme zu sagen gibt, das sind bei grof die coex-systeme. nachzulesen in «topologie des unbewussten» von s. grof.

  26. dave

    @pecunia: die wissenschaft basiert nicht auf annahmen, sie stellt hypothesen auf…
    DUDEN:
    Hy|po|the|se, die; -, -n [spŠtlat. hypothesis < griech. hyp—thesis, zu: hypotithŽnai = (dar)unterstellen, -legen]: 1. (bildungsspr.) unbewiesene Annahme, Unterstellung: eine kŸhne, reine, abenteuerliche H.; Alles, was er gesagt hat, waren -n, ErwŠgungen, WŸnsche (Kirst, 08/15, 248); eine H. aufstellen, widerlegen. 2. (Wissensch.) von WidersprŸchen freie, aber zunŠchst unbewiesene Aussage, Annahme (von Gesetzlichkeiten od. Tatsachen) als Hilfsmittel fŸr wissenschaftliche Erkenntnisse: eine H. Ÿber die Ausdehnung des Weltalls; mit einer H. arbeiten.

  27. Werner

    Also gemäss den Informationen, welche ich bis jetzt habe, muss ich annehmen, dass es sich bei den Scientologen um ‘Esoteriker’ handelt, und nicht um Wissenschafts-Fanatiker. Scheinbar stellen sie sich niemals wirklich Fragen. Sie nehmen einfach alles als gegeben durch Hubbie.
    Hubbie tischt auf, und die Scientologen, das Fussvolk, isst davon.

  28. Nein, nein Angst habe ich keine! Aber keine grosse Lust. Wie war doch die Frage 1?
    Wegen der Enzkyklopädia Britannica:
    Es geht nicht um deine 35 Fragen, sondern darum, dass die Frage “Was ist Scientology etwa so ist, wie wenn du fragen würdest, was steht in der EB.”

  29. pecunia helveticorum

    @dave
    Siehst du, das habe ich ja gesagt. Danke, dass du mir recht gibst: Ein guter Wissenschaftler würde nie als wissenschaftlich bezeichnen, was noch nicht erwiesen ist. Das ist der Unterschied zwischen Wissenschaft und Scientologengequatsche. Es ist immer wieder schön, wie sich Scientologen selbst ein logisches Bein stellen.

    Und wie du richtig erkennen dürftest, wenn du wolltest: Religionen glauben ihrem Führer, Wissenschaftler weisen nach und wissen.

    @Parsifal
    Also doch, dann bist du eine feige Nuss. Ich könnte versuchen, dir zu erklären, was Quantenphysik ist. Ich könnte versuchen, der Welt zu erklären, wie die Wirtschaft funktioniert. Ich könnte versuchen, mich über die homoerotische Einflüsse in der spätromantischen Literatur auszulassen. Es ist nicht Thema dieses Blogs, aber ich könnte es versuchen.

    Ich bin sicher, wenn du auf meine Fragen mit jeweils nur 50 Worten eingehst, dann erlaubt mir Herr Stamm, den Rest dieses Servers dazu zu verwenden, dir zu erzählen, was in der EB steht. Weisst du, weshalb er mir das erlaubt? Weil du nicht einmal dann les couilles hättest, mir auf eine Frage zu antworten.

  30. Thomas Allmendinger

    @dave

    Die Wissenschaft geht wohl von Hypothesen aus, bleibt aber in der Regel nicht dabei, sondern versucht sie auf empirischem Wege zu erhärten. Das muss zu ihrer Ehrenrettung unbedingt gesagt werden.

    Die Theologie wie auch die Philosophie bleiben jedoch nicht selten bei ihren Hypothesen stehen, drum wirkt dort alles immer so schrecklich spekulativ. Hier gibt es nur den Autoritätsbeweis. Drum zitieren ja die Philosophen stets so eifrig Autoritäten. Und drum kann man ja über bestimmte Themen auch endlos diskutieren. Entscheidend ist am Schluss die Eloquenz und weniger die Stringenz.

    Das Problem bei der (Natur-)Wissenschaft ist indessen, dass sie sich letztlich auf Begriffe stützen muss, welche unserer Sinneswelt entspringen. Auf den Begriff des Teilchens zum Beispiel. Und da stösst man unweigerlich auf Grenzen. Wie soll ich mir denn ein kleinstes Teilchen vorstellen, das nicht auf noch kleinere Teilchen rückführbar ist? Das ist fast schon so unbegreiflich wie etwa die Behauptung, Gott sei ohne Anfang und ohne Ende!

    Darüber hinaus gibt es auch in der Naturwissenschaft immer wieder Bereiche, sprich Erklärungsmodelle, wo nicht Objektivität angesagt ist, sondern intersubjektiver Konsens. Solche Modelle mögen zwar recht dienlich und auf viele Fälle anwendbar sein, meist aber eben nicht auf alle. Ein Beispiel ist das Bohr´sche Atommodell, welches im Falle des Wasserstoffatoms wohl das elektromagnetische Emissionsspektrum erklärt, nicht aber das chemische Verhalten von Wasserstoff.

    Noch schwieriger wird es bei Modellen, welche bei Licht besehen äusserst vage sind. Nehmen wir das in diesem Umfeld wohl naheliegendste Evolutionsmodell von Darwin, beruhend auf Mutation und Selektion. Zwar ist das Faktum Evolution unbestreitbar. Vage dabei ist aber sowohl, wie die Mutation zu Stande kommt, als auch, nach welchen Kriterien die Selektion verlaufen soll. Da tauchen Begriffe auf wie “fit” oder “biologischer Sinn”; Begriffe also, welche eher den Statuten eines Wandervereins oder eines Bibelklubs zu entnehmen sind als einem Lehrbuch über theoretische Physik.

    Verstand wie auch Vernunft stossen eben immer wieder an Grenzen. Daher hat es Vernunftskritik schon immer und immer wieder gegeben. Klassisch ist der Kynismus von Diogenes gegenüber Platon. Und wenn man sich – um zeitlich einen Riesensprung zu machen – ein bisschen in der rationalistischen Scholastik des Spätmittelalters umsieht, insbesondere bei Thomas von Aquin, und wenn man dann auch die Auswüchse der Renaissance in Italien zur Kenntnis genommen hat, so begreift man, dass in der Folge Luther die Vernunft als Hure bezeichnet und gefordert hat: Sola fides – nur der Glaube (macht selig). Und schliesslich ist bei Goethe – der übrigens im 19. Jahrhundert zur Kultfigur geworden war – der Titelheld seines bekanntesten Werkes nicht Newton oder Erasmus, sondern ausgerechnet Faust – ein Magier, Alechmist und Astrologe, der im Ruf gestanden hatte, mit dem Teufel im Bunde zu stehen.

    Aber auch unlängst, nämlich in den 60er Jahren des soeben zurückgelegten Jahrhunderts, erlebten wir einen Ansturm gegen die Kopflastigkeit. So kam es, dass jetzt überall der Bauch das Sagen hat.

    Am heutigen Tag (dem 13. Juni) ist es indes anders. Da hat der Fuss das Sagen.

  31. Rosenstengel

    @Allmendinger

    Sie sind gut, aber Sie sollten die Fremdwörter weglassen. Ich glaube, einer wie Sie, hat das nicht nötig.

    Die Evolution wäre übrigens ein interessantes Thema, über das man mal reden könnte. Über Rätsel für die es keine Antworten gibt.

    Aber der Ball ist jetzt rund.

  32. Werner

    Mir fällt immer mehr auf, dass Scientologen Troublemakers sind. Sie haben mit allem ein Problem. Sie haben Probleme mit Hugo Stamm, sie haben etwas gegen Psychiatrien, sie haben etwas gegen die Verfassungen, sie haben etwas gegen den Weltfrieden und gegen die Weltordnung, sie haben Probleme mit der freien Meinungsäusserung, sie haben Probleme sich zu outen, sie haben dauernd Probleme mit sich selbst, sie haben dauernd Probleme mit anderen, sie haben kurz gesagt nichts als Probleme.

    Kann mir mal einer von euch Scientologen sagen, warum ihr immer mit allen und allem ein Problem habt? Wo liegt die Wurzel eurer geistigen Probleme. Ich kann euch nicht folgen.

  33. w. rohrbach

    Ich glaube, der Werner sollte sich eine zeitlang bei den Scientologen als V-Mann einnisten. Danach wird er mit Bestimmtheit die 35 Fragen beantworten können. Sollte doch für Dich Werner kein Problem sein, Du hast schauspielerisches Talent, bist redegewandt, kannst Dich auch einmal dumm und einfältig stellen und zum Schluss brauchst Du von irgendwoher etwas Vorschuss, falls Dein Portemonnaie gefragt ist. Ich jedenfalls würde Dir Unterstützung geben. Aus erster Hand Informationen zu bekommen, das ist doch das Allerwichtigste, und zwar von einem, der etwas von der Sache versteht. Dir Werner wird nichts entgehen, Dich kann man nicht täuschen, Du durchschaust die Märchen. Ich würde sagen, probier es mal, falls Du die Zeit hast. Danach gibt es von Dir einen preisgekrönten Bericht.

  34. Also Hallo, ich dachte beleidigende Äusserungen würden zensuriert. Ich denke, du bist mit dem Düsenjäger durch die Kinderstube geflogen.
    So antworte ich sowieso nicht!

  35. Werner

    Ich finde wenn ihr schon mit allem ein Problem habt, dann könnt ihr uns doch auch sagen weshalb. Wir verstehen eure Probleme nicht, wir sind ja nicht mittendrin. Aber die Scientologen sind es. Sie sind mitten im Ameisenhaufen der Probleme. Sie wissen aus erster Hand über alle Troubles, welche die aussenstehende Welt ihnen verursachen.

    Also, wo drückt der Schuh?

  36. pecunia helveticorum

    @Parsifalleli
    Och nö, du armes Trötzeli, jetzt habe ich dich hässig gemacht. Bist du wirklich so ein stures Böckeli? Schnüsig.

    DU HAETTEST SOWIESO NICHT GEANTWORTET. Ich wiederhole: Du hast Angst vor meinen Fragen.

    Werner lässt weiter oben fragen
    ACHTUNDDREISSIG: Warum haben Scientologen mit allem ein Problem?

    Ich frage selbst weiter
    NEUNUNDDREISSIG: Wenn Scientologen so viel wertvolles Wissen in sich tragen, wieso sind sie dann nicht in der Lage, auf eine konfrontative Frage zu antworten, ohne auszuweichen?

    VIERZIG: Wenn ich mit meiner letzten Frage eine Falschaussage impliziert habe, warum beweisst du mir nicht das Gegenteil?

  37. Also werner, die Scientologen haben keine Probleme
    mit sich Outen
    mit der freien Meinungsäusserung
    mit andern Religionen
    mit Toleranz
    mit aufrichtigen Menschen
    mit integren Journalisten und Medien
    und ganz allgemein mit dem Leben

    aber: sie haben Probleme
    mit Hugo Stamm, der seit vielen, vielen Jahren noch nicht 1 Silbe an Positivem über Scientolgy geschrieben hat (obschon er genau weiss, dass es sehr vieles gäbe), der
    noch nie 1 gutes Wort über den Gründer von Scientology geschrieben hat, obschon er weiss, dass dieser z.B. unzählige
    Ehrungen oder Schlüssel von Städten bekommen hat für seine Leistungen zur Verbesserung von Zuständen in der Gesellschaft (Drogen, Kriminalität, Ausbildung), der z.B. Mitglied des Explorer Clubs war, ein Forscher, der für die USA viele wichtige Expeditionen durchgeführt hatte, das Kapitänspatent auf allen Meeren zugesprochen bekam, einer der meistgelesenen Autoren war und ist (an der letzten Buchmesse in Frankfurt wurde er ins Guinessbuch der Rekorde aufgenommen als Autor, dessen Werke in mehr Sprachen übersetzt wurde, als jemand zuvor)
    dass er eine Technologie für den menschlichen Verstand entwickelt hat, die bahnbrechend ist…
    und wir haben Probleme damit, dass Hugo alle ihm nicht genehmen Gruppierungen einfach in 1 Topf wirft
    und viele, vieles andere mehr…
    Sonst versuchen aber Scientologen aber vor allem bei der Lösung von (Gesellschafts)-Problemen mit zu helfen… und… diese Probleme sehen sie in der Tat

  38. K&#228;ptn Blaubart

    irgendwie habe ich den eindruck, der parsiphalli möchte die perlen nicht vor die schweine werfen. schweigen kann sehr bedeutend sein: entweder man weiss es eben nicht oder kann es nicht genügend beantworten. oder wenn man all die fragen beantworten würde, dann würde sich parsifal blamieren und eine nie ende diskussion würde beginnen. jetzt ist es wichtig, dass keine fehler gemacht werden. jetzt steht die selbstentlarvung auf dem spiel. dabei sind es ganz leichte fragen, die ein jeder scientologe mit etwa IQ beantworten kann, selbst diejenigen nur mit grundschule und leseschwäche könnten das beantworten. wenn es noch lange dauert, gebe ich selber mal antworten durch.

  39. Werner

    @ Parsifal

    Ein guter Anfang. Bald wird es dir besser gehen. Vertrau uns einfach.

    Sprich weiter!

  40. pecunia helveticorum

    @Parsifal
    Das ist deine Meinung. Ich teile sie nicht.

    @Werner
    Du hast das Wort. Akzeptieren wir den letzten Beitrag von Parsifal als Antwort auf Frage ACHTUNDDREISSIG?

  41. Werner

    Also ich interpretiere das so:

    “Die Scientologen haben keine Probleme mit sich outen.”
    —> Antwort von mir: Braucht man auch gar nicht. Einen Scientologen erkenne ich 100m gegen den Wind, ohne dass er etwas über Scientology erzählt.

    “Die Scientologen haben keine Probleme mit der freien Meinungsäusserung.”
    —> Antwort von mir: Ja, die Scientologen haben keine Probleme mit der freien Meinungsäusserung, solange sie ihren Wertvorstellungen nicht widerspricht. Und das tut sie immer.

    “Die Scientologen haben keine Probleme mit anderen Religionen”
    —> Nein, wenn in 12 Monaten dann 4 Milliarden Scientologen auf der Welt sind, dann gibt es auch keine anderen Religionen mehr. Da magst du schon recht haben.

    “Die Scientologen haben keine Probleme mit Toleranz.”
    —> Toleranz gegenüber dem schwachen, zerbrechlichen, empfindlichen und schützenswerten? Oder nur Toleranz gegenüber dem zerstörenden, verderblichen und wütenden?

    “Die Scientologen haben keine Probleme mit aufrichtigen Menschen.”
    —> Mein lieber Schwan, wird sind alle aufrichtige Menschen. Und trotzdem sagen alle einstimmig die Scientologen sind die grösste und hinterhältigste Sekte, welche jemals auf dieser Erde ihr Unwesen getrieben hat.

    “Die Scientologen haben keine Probleme mit integren Journalisten und Medien.”
    —> Und wer bestimmt, welche Journalisten und Medien ‘integer’ sind. Doch wohl nicht du und deine Organisation, oder? Du hast einen Anflug von Grössenwahnsinn in dir.

    Lieber Parsifal. Du bist schon sehr weit fortgeschritten. Aber du musst dich überwinden. Versuche deinen inneren Schweinehund zu bekämpfen. Ich bin mir sicher du kannst es. Gib den Mut und die Hoffnung nicht auf. Vertraue uns, damit wir dir helfen können. Bald wird dein Schmerz zu ende sein. Du musst dich uns einfach öffnen. Habe keine Angst. Bald wirst du dich besser fühlen. Ich verspreche es dir.

    Also, erzähle weiter! Du bist auf einem guten Weg. Wir setzen alle Hoffnungen in dich. Wenn DU es nicht schaffst, dann schafft es keiner.

  42. Thomas Allmendinger

    Neueste Erkenntnis (hat rein gar nichts mit Scientologen zu tun):
    Der Ball ist hohl.

  43. werner, jetzt gehst du wieder eindeutig unter die Gürtelinie (entspricht das noch den Vorsdchriften des Blogs?)
    Hier nochmals etwas, um Dein Universum ein bisschen durchzuschütteln:

    Erfolge und Urteile der letzen Jahre (eine sehr kurze, willkürliche Zusammenfassung:
    Februar 1965: In einem beutenden rechtlichen Urteil verfügte das Berufungsgericht der USA für den Bundesdistrikt Washington D.C., dass Scientology eine wahre Religion ist und dass Auditing einen bedeutenden Teil der religiösen Doktrinen der Kirche darstellt.
    Februar 1973: Der Generalstaatsanwalt von Australien schrieb dem Präsidenten der Kirche und teilte ihm mit, dass die Kirche eine anerkannte Konfession sei.
    Mit diesem Brief erlangte die Scientology Kirche in Australien offizielle staatliche Anerkennung
    August 1981: Das Steueramt von Kalifornien befeite die Scientology Kirche San Fanzisco als eine gemeinnützige Organisation von den Steuern des Staates Kalifornien
    Mai 1985: Vor dem Landesgericht Stuttgart wurde ein Verfahren gewonnen, das die Vernbreitungstätigkeit der Kirche als Teil der Religionsausübung anerkannte.
    September 1990: Das Gericht in Frankfurt bestätigte die Religiosität der Scientology und das Recht der Kirche, Informationsstände aufzustellen und Informationen über Scientology überall in der Stadt zu verbreiten.
    etc. etc.

  44. bg

    Im Ehrenkodex der Scientologen heisst es unter Punkt 12: “Fürchte nie, einen anderen zu verletzen in einer Sache, die gerecht ist”. Ist das wirklich von Hubbard? Der gute alte Mao Tse Tung hat doch in seinem roten Büchlein auch geschrieben, dass Kriege gerecht seien, wenn sie nur der Sache des Kommunismus chinesischer Prägung dienen…

    Eine ziemlich abgedroschene und materialistische Aussage von Hubbard, in der nichts göttliches und überirdisches zu erkennen ist. Reiner primitiver Machtbrunz.

  45. Werner

    @ Parsifal

    Du hast wieder einen Rückfall erlitten.

    Überwinde dich. Du musst jetzt, in dieser äusserst wichtigen Phase, unbedingt weitermachen. Habe keine Angst vor deinem dämonischen Innern. Sie tapfer und stelle dich der Herausforderung. Ich weiss, es ist für niemanden einfach gewesen, aber wir haben es trotzdem alle auch geschafft. Du musst nur wollen. Der Wille kann das Fleisch bezwingen.

    Konzentrier dich jetzt einfach auf die Fragen und beantworte eine nach der anderen. Dann wirst du sehen, wie dein innerer Schmerz langsam nachlässt und du ein befreiendes Gefühl bekommst.

  46. KURSE NICHT VON DER STEUER ABSETZBAR
    1996: Baden-Württembert: Scientology Kurse sind nicht von der Steuer absetzbar.

    KEINE RELIGION ODER WELLTANSCHAUUNGSGEMEINSCHAFT
    1996: Das Bundesarbeitsgericht (BAG 5 AZB 21/94, Beschluß vom 22.3.1995, NJW 1996, 143):
    “Keine Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft”.
    Das BAG traf darüber hinaus einige Feststellungen, durch welche die Prozeßführung sehr erleichtert wird:
    - “Ob es sich um eine Religion und eine Religionsgemeinschaft handelt, haben die Gerichte zu entscheiden”.
    - “Institution zur Vermarktung bestimmter Erzeugnisse. Die religiösen oder weltanschaulichen Lehren dienen als Vorwand für die Verfolgung wirtschaftlicher Ziele”.
    - “Mißbrauch des Grundrechts”

    KEINE RELIGION
    1997: Die Anklagekammer des Kantos St. Gallen – Schweiz (Beschluß vom 12.2.97 AK 171/1995): “Scientology ist keine Religion”. Es ging um eine Strafanzeige wegen religiöser Diskriminierung. Die Kammer: “Nach der Vorstellung des Straf- gesetzgebers … genügt es nicht … dass sich die Angehörigen einer Religionsgemeinschaft selbst als religiöse Gruppe empfinden oder bezeichnen.. “

    GEHALT EINKLAGBAR
    1997: Scientologen, die 1995 “auf staff” waren, die also Mitarbeiter waren, können ein übliches Gehalt einklagen, wenn sie noch 1997 Jahr Klage vor dem Arbeitsgericht erheben. Am 31.12.1997 verjähren die arbeitsrechtlichen Forderungen aus dem Jahre 1995.
    Das Arbeitsgericht Hamburg ( 8 Ca 556/92, Urteil vom 28.4.97) hat ein solches Gehalt mit ca. 2.800.- DM monatlich für 1990 beziffert. Davon abzuziehen ist das, was in dieser Zeit tatsächlich bezahlt wurde. In diesem Fall 4.000.- DM im Jahr. Das Gericht hat dem Kläger demnach 24.000.- DM zugesprochen.
    Bei der Geltendmachung von Forderung aus verjährter Zeit oder zu hohen Gehaltsforderungen ist Vorsicht geboten. Wer einen Prozeß teilweise verliert, muß die Kosten für diesen Teil bezahlen. Dadurch wird der Gewinn leicht zum Verlust.

    FRISTLOSTE KUENDIGUNG ZULAESSIG
    1997: Landesarbeitsgericht Berlin 13 Sa 19/97 Urteil vom 11.6.96: Fristlose Kündigung einer Psychologin, Angestellte einer privaten psychologischen Beratungsstelle zulässig. “Dabei kann unentschieden bleiben, ob bereits die Mitgliedschaft in der Scientology-Organisation allein ausreicht, um eine außerordentliche Kündigung zu begründen. Hierbei ist nämlich schon die ausgeübte Tätigkeit der Kl. und ihr Aufgabenbereich besonders zu berücksichtigen, der vorrangig in der psychologischen

    LIEBER PARSIFAL, WILLST DU NOCH MEHR?

  47. studi

    aha, ich sehe schon: pecunia ist juristisch versiert. eine wirklich informative kleine sammlung an präzedenzfällen hast du da zusammengestellt. merci!

    mfg
    studi

  48. pecunia helveticorum

    Ich möchte mich nicht mit fremden Lorberen schmücken, die vollständige Liste ist zu finden über den Link, der im Titel meines letzten Beitrages steht.

  49. nk

    so, ich komm mal wieder auf einen besuch vorbei.

    parcifal: suchst du noch deinen gral oder hast du ihn schon gefunden? :)

    ich hätt da ne frage an dich:
    stimmt es dass unter punkt 12 steht:
    “Fürchte nie, einen anderen zu verletzen in einer Sache, die gerecht ist.”

    wenn ja: was ist gerecht?
    (ich bitte um antwort)

    hubbard mag ja einige schlüssel von städten erhalten haben und kapitain der meere gewesen sein. hitler hat auch ne menge positives ins rollen gebracht bevor er übergeschnappt ist. das eine rechtfertigt oder erklärt nicht zwingend auch das andere.

    also entweder du redest über den kaptain oder über den dianetiker.

    wenn wir über den dianetiker sprechen stellt sich mir die frage: was ist denn so bahnbrechend an dieser “geistigen technologie” dass scientology die welt noch nicht gerettet hat?

    oder ist die welt womöglich gar nicht zu retten? oder funktioniert die dianetik womöglich gar nicht? oder… ist die welt am ende gar nicht verloren…?

    kleingeister sag ich da nur dazu. ich weis wovon ich spreche. ich hab schon einige male mit scientologen gesprochen. aber vielleicht waren die geistig noch nicht genug dianetisiert um mir angemessen die stirn bieten zu können – ich gewinne immer. also los ritter zieh blank! ;)

    …a propos die welt retten: wovor?

  50. November 1996:
    Antwort des Bundesrates auf eine Interpellation im Nationalrat:
    “Entsprechend ihrer Nomenklatur und ihren Statuten sieht sich die Scientology Kirche als neureligiöse Bewegung und ist bis zum Vorliegen anderer Fakten als solche zu behandeln. Das Bundesgericht teilt diese Auffassung”
    Prof. Richard Friedli, Prof. für Religionswissenschaften, Uni Fribourg:
    “Dagegen ist festzuhalten, dass Scientology von international anerkannten Religionswissenschaftlern als Relgion definiert wird.”
    24.Januar 1997: Verfügung Bezirksgericht Zürich: “Die Lehre der Scientology Kirche (Scientology) hat aber einen deutlichen Bezug zum Transzendenten und fällt damit unter die durch Art.261 Strafgesetzbuch geschützten Glaubensüberzeugungen”
    Und zum Schluss noch ein Zitat von L.Ron Hubbard:
    “Freiheit für den Menschen bedeutet nicht die Freiheit, den Menschen zu schädigen. Redefreiheit bedeutet nicht, dass man die Freiheit hätte, durch Lügen Schaden anzurichten”.

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