Der Chef bloggt...


Archiv für die Kategorie „Emmi“

Kurt hält den Laden offen

beatrdt am Freitag den 17. Juli 2009 um 08:54 Uhr

Sie kennen Kurt nicht?  Kurt Staudenmann ist Geschäftsführer im Chäsbueb, an der Kramgasse in Bern. Er hegt und pflegt mit Liebe und Hingabe eine höchst vielfältige Käsetheke. Morgens, wenn wir uns nochmals im Bett umdrehen,  ist er bereits im Geschäft, macht die Käsetheke bereit und rüstet Bestellungen. Um 8 Uhr kommen die ersten Kunden. Nach Ladenschluss wird aufgeräumt und gereinigt. Erst dann fährt Kurt nach Hause.
Er ist einer unserer vielen  Mitarbeitenden und führt die wohl kleinste selbstständige Einheit der Emmi-Gruppe. Der Laden gehört der  Baumann Käse, einer Unternehmung der Emmi-Gruppe.
Zum Glück hat Kurt den Laden geöffnet. Wenn nicht, hätte Emmi ein kleines Problem. Ich habe grosse Achtung vor der Leistung und dem Einsatz der vielen Kurts.  Sie sind es, die die Leistungsfähigkeit unserer Unternehmung ausmachen.
Die «Kleinen» fordern  uns immer wieder heraus. Sie  sind agil, nahe am Kunden, stellen kritische Fragen zur Gestaltung von Strukturen und Prozessen und zur Notwendigkeit dieser und jener Regelung. Umgekehrt profitieren sie von den «Grösseren», etwa bei der Entwicklung ihrer Geschäftseinheiten oder in der Buchhaltung. Es sind diese Unterschiede, die uns eine Ideenvielfalt ermöglichen und helfen, Prozesse zu vereinfachen. Es sind die Menschen, welche ganz besonders in der Lebensmittelindustrie im Zentrum stehen. Unsere Mitarbeitenden sind gleichzeitig auch unsere Konsumenten. Und das spüren wir täglich!
Während wir draussen schwitzen, hält Kurt den Laden offen – und Daniel hält einen Temperaturunterschied von 55 Grad aus. Weshalb? Das lesen Sie morgen.

Max Peter (55) ist Mitglied der Emmi-Konzernleitung und verantwortlich für  den Bereich  Handel&Supply Chain Management.  Täglich berichtet er in seiner Kolumne, die online als Blog erscheint.

Schwarz – Weiss

beatrdt am Donnerstag den 16. Juli 2009 um 08:30 Uhr

Schwarz und Weiss sind wohl nicht die Farben der Berner. Eher Gelb und Schwarz oder Rot, Gelb und Schwarz. Gratuliere zum gelungenen Meisterschaftsstart von YB.
Aber bleiben wir bei Schwarz und Weiss. Für viele bedeuten Schwarz  und Weiss Gegensatz oder Kontrast. Für wenige bildet Schwarzweiss eine Symbiose.  Ich bin der Ansicht, dass es sehr wohl Symbiosen gibt. Nehmen Sie einmal Milch. Wunderbares Weiss. Und dann frisch zubereiteten Espresso. Herrliches Schwarz. Im richtigen Verhältnis erhalten sie einen erfrischenden kühlen Caffè Latte. Den können Sie  auch selbst zubereiten. Aber jederzeit, überall, gekühlt, im Becher? Nach Lust und Laune mal stark, mal caramelisiert, ohne Laktose, ohne Zucker?
Ohne die Konsumenten würden wir gar nichts verkaufen. Sie alleine bestimmen, ob unsere Produkte erfolgreich sind oder nicht. Die Ideen kommen aus verschiedensten Quellen. Konsumentenfeedbacks, Gedanken unserer Kunden und Lieferanten, Informationen aus anderen Weltregionen. All das wird von den Entwicklungs- und Marketingteams aufbereitet und zu einer konkreten Lösung, einem konkreten Produkt entwickelt.
Erste Ideen werden sozusagen handwerklich umgesetzt. Ähnlich , wie sie eine Idee in ihrer Küche umsetzen und Gästen servieren. Erste Degustationen erfolgen sehr rasch. Und dann gehts weiter, Kunden werden involviert, und wenn die Akzeptanz vorhanden ist, kann an die Umsetzung im industriellen Massstab gedacht werden. So zum Beispiel von Caffè Latte Zero. Auf Grund vieler Konsumentenreaktionen ist dieses Produkt entstanden und wird seit wenigen Wochen verkauft. Obs ein Renner wird?

Max Peter (55) ist seit 2002 Mitglied der Emmi-Konzernleitung. Täglich berichtet er in seiner Kolumne, die online als Blog
erscheint, aus dem Emmi-Alltag.  Peter  ist bei Emmi Leiter Konzernentwicklung.

Wie der Tunnel zum Walfisch kam

beatrdt am Mittwoch den 15. Juli 2009 um 13:46 Uhr

Nein,  für einmal geht es nicht um den Gotthardtunnel.
Es gibt noch einen anderen Tunnel, der einst zu grossen Diskussionen Anlass gab. Schon Ende der 80er-Jahre  hat sich Coop, als damalige Besitzerin des Käsezentrums, damit beschäftigt, als die Planer der Bahn 2000 eine Trasseeführung entlang der A1 suchten. Im Raum Kirchberg war das nicht einfach.
Dort stand dieses Käsezentrum, das das Wasser für die Pflege der Käse aus einer eigenen Quelle bezog. Auf Grund der damals in der Bahn üblichen Plumpsklos befürchtete man eine Verunreinigung dieser Quelle. Die Lösung war eine «Eintunnelung» dieses Abschnittes, was dann als «längster Klodeckel der Welt», die Runde machte.
Die Geschichte des Käsezentrums ist aber nicht nur durch den Tunnel geprägt. 2006 wurde bereits die dritte grosse Bauetappe abgeschlossen, sodass  verschiedene Betriebe in Kirchberg zusammengefasst und die Effizienz gesteigert werden konnte. Das war  nötig. Die Konkurrenz auf den Exportmärkten und die Entwicklung im Inland zwingen uns dazu, die Leistungsfähigkeit  zu entwickeln.
Für Emmi heisst das, eine starke Marke weiterzuentwickeln. Ein grosses Exemplar des  Emmi-Logos  hängt an der Fassade in Kirchberg und ragt gar über diese hinaus. Vom Dachgarten des Käsezentrums aus betrachtet, sieht dieses aus wie der Buckel eines Walfischs, der sich in den Weiten des Ozeans tummelt.
Es fehlen nur noch die Palmen, und man könnte auf der Dachterrasse ins Träumen kommen. Und bei dieser Wärme ein cooles Caffè Latte geniessen. Nur, wie kommen diese eigentlich zu Ihnen?

Max Peter (55) ist Mitglied der Emmi-Konzernleitung und verantwortlich für  den Bereich  Handel&Supply Chain Management.  Täglich berichtet er in seiner Kolumne, die online als Blog erscheint.

Bella Italia

beatrdt am Dienstag den 14. Juli 2009 um 07:49 Uhr

Heute führt mich die Arbeit nach Italien. Nach Roverè della Luna, einem kleinen Ort im Trentino. Hier hat Emmi 2006 die Firma Trentinalatte übernommen, welche auf die Herstellung von Jogurt spezialisiert ist.

Das heutige Thema ist die Erneuerung der ganzen Informatik für Emmi Italia. Dabei geht es vor allem um Prozesse – zum Beispiel, wie die Kunden bestellen, welche Regeln uns der italienische Staat bei der Abwicklung der Geschäfte auferlegt, wie wir das Ganze in eine Konzernsicht einbauen. Jedes Land hat da seine feinen Unterschiede, welche vom lokalen Handel geprägt sind. Und nirgends anders als im Handel zeigen sich die unterschiedlichen Mentalitäten besser.

Die Informatik ist dabei nur das Instrument, um all dies abzubilden. Genauso wie wir Maschinen brauchen, um Jogurt herzustellen, brauchen wir Computer, um Prozesse zu messen, zu steuern und zu planen. Aus dem Sammelsurium von Informationen sollten wir dann in der Lage sein, die richtigen Entscheide zu fällen.

Sie fragen sich vielleicht, wie man bei solchen Themen mit Italienern zusammenarbeiten kann? Da ist doch die Sprache schon ein Hindernis und erst noch die italienische Art? Das geht oft viel besser, als wir denken. Sicher sind Südländer anders als wir. Aber wenns ums Geschäft geht, dann sind sie genauso organisiert und strikt bei der Durchsetzung von Regeln. Und die Italianità? Die bricht spätestens am Mittagstisch durch! Darauf freue ich mich immer wieder, heute besonders auf die Caprese.

Abends gehts wieder in die Schweiz zurück und morgen bin ich an einer Stätte, welche mir in meinem beruflichen Leben schon mal begegnet ist.

Max Peter (55) ist seit 2002 Mitglied der Emmi-Konzernleitung. Täglich berichtet er in seiner Kolumne, die online als Blogerscheint, aus dem Emmi-Alltag. Peter ist bei Emmi Leiter Konzernentwicklung.

Sommerpause? Nicht fĂĽr uns.

beatrdt am Montag den 13. Juli 2009 um 12:16 Uhr

Peter ist bei Emmi Leiter Konzernentwicklung. Es wird wärmer, die Tage werden länger. Draussen die lauen Sommerabende geniessen, grillieren oder mediterran speisen, sich in einer anderen Welt fühlen. Viele unter uns haben das Privileg, im Sommer etwas kürzer treten zu können. Allen ists zu gönnen, wenn sie Sommerpause machen können.

Es gibt aber einige Branchen, die kennen keine Sommerpause. Unsere gehört dazu. Denn wir arbeiten in der spannendsten Branche überhaupt: Nahrungsmittel! Käse! Glace! Frischprodukte!

Frischprodukte sollen ja frisch sein. Milch fliesst täglich zu uns und wird zu Pastmilch, Joghurt, Quark, Dessert, Mozzarella, Glace und vielen weiteren Produkten verarbeitet. Täglich! Und gerade im Sommer ist die Nachfrage nach diesen gekühlten Produkten gross. Damit sie auch wirklich frisch sind, arbeiten viele unserer Mitarbeitenden ohne Sommerpause für Sie. In einigen Betrieben sozusagen rund um die Uhr, auch samstags und sonntags. Bei Emmi ist immer etwas los. Von der Milchannahme morgens früh, über die Produktion und die Logistik, welche spät nachts noch die Produkte bereit stellt, sie auf die vielen Lastwagen verlädt, welche die Chauffeure in der Nacht und frühmorgens an die Verteilzentralen unserer Kunden steuern. Nicht zu vergessen, all die Mitarbeitenden in den Büros und anderen Abteilungen.

Sommerpause? FĂĽr Einzelne, ja; fĂĽr Emmi als Unternehmung, nein.

Und das Resultat? Wir können jederzeit eine Caprese – aufgeschnittene Tomaten mit frischem Mozzarella dazwischen – geniessen.

Was diese Caprese mit meinem morgigen Tag zu hat? Lassen Sie sich ĂĽberraschen!

Max Peter (55) ist seit 2002 Mitglied der Emmi-Konzernleitung. Täglich berichtet er in seiner Kolumne, die online als Blog erscheint, aus dem Emmi-Alltag.



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